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Lukas 5,5

Es ist sinnlos, hoffnungslos, chancenlos. Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört. Manchmal scheint es aber auch nur so, als habe man gar keine Chance mehr. Die Bibel berichtet auch von so einem Fall. Einige Fischer, darunter auch ein gewisser Simon Petrus, haben die gesamte Nacht hindurch auf dem See Genezareth ihre Netze ausgeworfen und kommen dann am Morgen mit dem Ergebnis "Null" Fische ans Ufer zurück. Die erfolglosen Männer säubern gerade ihre Netze, als Jesus auftaucht; in seinem Gefolge eine große Menschenmenge, die hören will, was er über Gott und die Welt zu erzählen hat. Damit er zur Menge besser sprechen kann, bittet Jesus den Petrus ihn im Boot ein wenig auf den See rauszufahren. Als Jesus mit seiner Rede fertig ist, schickt er das Fischer-Team um Petrus noch mal weiter auf den See hinaus und fordert sie auf, ihre Netze erneut auszuwerfen. Ein aus Sicht der Fischer völlig sinnloses Unterfangen; ja eine hoffnungslose Mission ohne Chance auf Erfolg. Fische werden nachts gefangen, nicht am Tag! Doch Petrus sagt: "Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen." Es ist ein Ausdruck tiefen Vertrauens, dass Petrus gegen jede professionelle Erfahrung und jedes menschliche Ermessen seine Hoffnung auf Jesus setzt. Und er tut gut daran! Sein Vertauen wird nicht enttäuscht. Ich will mir jeden Tag neu ein Beispiel an Petrus nehmen und darauf vertrauen, dass bei Gott alles möglich ist! Da ist nichts und niemand sinnlos, hoffnungslos, chancenlos.

Autor: Horst Kretschi

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Psalm 39,8

"Am Anfang meiner Laufbahn stand ich mit einer Plastiktüte voller Habseligkeiten am Bahnhof. Viel mehr wird am Schluss auch nicht bleiben." Diese Erkenntnis hat schon vor einigen Jahren der Altmeister der scharfen Zunge, Harald Schmidt, auf den Punkt gebracht:

Wir können in unserem Leben noch so viel anhäufen, am Ende wird es uns nichts nützen. Und in den Himmel können wir es erst recht nicht mitnehmen. Was uns in unserer Konsumgesellschaft mit ihren vielen Wunderwaren einen Sinn im Leben geben soll, ist eigentlich nichts. Schon König David in der Bibel sieht es ähnlich wie Harald Schmidt. "Die Menschen machen sich viel unnötige Unruhe, und wissen nicht, wer es kriegen soll," notiert David in Psalm 39.

Und deshalb kommt David zur Erkenntnis: "Herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich." Nicht materielle Werte, nicht Berge von Konsumartikeln geben David Halt. Seine Perspektive ist, dass er sich auf Gott stützen und verlassen kann. Das ist sein Fundament, und ich will mir das selbst neu zu eigen machen:

Das letzte Hemd hat keine Taschen, und am Ende bleibt nicht mal eine Plastiktüte. Und trotzdem ist es viel mehr als das bisschen Plunder, den ich um mich herum anhäufe. Es ist die Beziehung zu Gott, es ist seine Treue und seine Gegenwart, die mich wirklich halten und tragen.

 

Autor: Andreas Odrich

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1. Mose 5,2

Ich habe Grammatik in der Schule nie gemocht. Grammatik, das war für mich ein undurchdringliches Gestrüpp aus Regeln und Ausnahmen von Regeln. Bis heute habe ich volle Sympathie für jeden, der Deutsch als Fremdsprache lernt und sich mit der deutschen Grammatik herumschlägt.

Zum Beispiel die Sache mit Einzahl und Mehrzahl. Im Gegensatz zu anderen Sprachen wird das in der deutschen Sprache verschieden konstruiert. „Ich gehe“ ist etwas anderes als „Wir gehen“. Im Deutschen unterscheiden wir peinlich genau, ob wir den Einzelnen meinen oder die Vielen.

Interessanterweise trennt Gott da gar nicht so genau. Das fängt schon ganz am Anfang der Bibel an, gleich in Kapitel fünf. Als der Schöpfer die Menschen erschafft, heißt es dort:

Gott schuf sie als Mann und Frau und segnete sie und gab ihnen den Namen »Mensch«.

Bemerkenswert, oder? Gott erschafft den Menschen als Mann und als Frau - eine Mehrzahl - und dann nennt er beide zusammen „Mensch“ - Einzahl. Gott erschafft Menschen unterschiedlich, aber die gerade frisch unterschiedlich Geschaffenen fasst er dann gleich wieder in einem Begriff zusammen.

Ich glaube, dass Gott das mit voller Absicht so gemacht hat. Gott bejaht meine Einzigartigkeit und will mich gleichzeitig für Gemeinschaft. Und das gleiche gilt für alle anderen Menschen auf dieser Welt. Wir sind voneinander ganz verschieden. Und doch sind wir gemeinsam alle „Mensch“.

Im Spannungsfeld zwischen Einzahl und Mehrzahl, zwischen Verschiedenheit und Gemeinschaft - da liegt Gottes Segen. Deshalb möchte ich lernen, beides gleich wertzuschätzen.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Psalm 92,6

Zu den grässlichsten Erfindungen der Neuzeit gehören für mich Kletterparks. Ich bin absolut nicht schwindelfrei. Der Sprung vom Einmeterbrett im Schwimmbad grenzt für mich schon an eine Heldentat. Und dann soll ich mich auch noch von Baum zu Baum hangeln? Nein danke! Okay, andere spüren pure Begeisterung dabei. Aber mir treiben die Begriffe „groß“ und „sehr tief“ in diesem Zusammenhang die Schweißperlen auf die Stirn.

„Groß“ und „sehr tief“: Darum geht es auch in einem Feiertagsgesang in der Bibel. Dort heißt es:

HERR, wie sind deine Werke so groß! Deine Gedanken sind sehr tief.

Der Dichter dieser Zeilen hatte offenbar meine Probleme nicht. Er jubelt Gott zu über seine Eigenschaften. Doch wenn ich genauer darüber nachdenke: Vielleicht ist ihm ja auch wie mir schwindelig geworden bei dem Gedanken: Was Gott erschafft, ist für uns Menschen unüberschaubar und kaum erfassbar. Beim Nachdenken über seine Gedanken fühle ich mich, als ob ich  ich von einem Berg herabblicke und die Talsohle trotz aller Anstrengungen nicht ausmachen kann. Das kann schwindelerregend sein. Ja, vielleicht macht es mir sogar Angst. Wenn ich als Christ allerdings Gott auf meiner Seite weiß, dann hat es auch etwas unendlich Beruhigendes: Gott blickt weiter als ich je sehen kann. Seine Pläne für mich sind besser, als ich sie mir ausmalen kann. Ein bisschen Schwindelgefühle nehme ich bei diesen Gedanken gerne in Kauf.

Autor: Oliver Jeske

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2. Samuel 12,9

Was ist das Gegenteil von Böses tun? Die Frage klingt einfach, ist aber genau betrachtet doch tricky. Die nächstliegende Antwort wäre: Nichts Böses tun. Nichts Böses tun - das gehört zu einer Art unausgesprochenem Gesellschaftsvertrag. Wenn niemand etwas Böses tut, geht es noch nicht automatisch allen anderen gut, aber jedenfalls geht es ihnen besser, als wenn das Böse grassieren würde.

Das müssen sich auch Prominente sagen lassen. Gekrönte Häupter wie der israelitische König David vor knapp 3.000 Jahren. Der hatte sich an der Frau eines seiner loyalsten Gefolgsleute vergriffen, und damit der Ehebruch nicht auffiel, hat er den Mann mit einem Himmelfahrtskommando beauftragt und in den sicheren Tod geschickt. Diese heimtückische Tat hat voll auf ihn zurückgeschlagen. Sie hat sein Verhältnis zu Gott in Frage gestellt. Denn David war buchstäblich ein König von Gottes Gnaden. Gott hat dem König ausrichten lassen: „Warum hast du meine Gebote missachtet und getan, was mir missfällt?“ (2. Samuel 12,9). Das ist nicht nur ein Wedeln mit dem Zeigefinger, sondern der klare Hinweis: Du bist durchschaut. Dein trickreicher böser Plan ist aufgeflogen. Diesen Makel wirst du nicht mehr los.

Im 2. Buch Samuel kann man nachlesen, wie es weiterging: Der reuige König David hat zwar seine schwere Schuld vergeben bekommen, aber der Schaden ist geblieben. Das Kind seiner ehebrecherischen Beziehung ist gestorben; sein Gefolgsmann war und blieb tot, und auch sein Ruf als König hat schwer gelitten. Aber David hat eine Chance bekommen, es besser zu machen. Es buchstäblich wieder gut zu machen. Denn das Gegenteil von Böses tun ist nicht Nichts tun. Sondern Gutes tun. 

Autor: Markus Baum

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Joel 3,5

Neulich sollte ich ein Zeugnis für eine Mitarbeiterin im Unternehmen schreiben. Die Person wird für eine Weile die jetzige Arbeitsstelle verlassen und wünscht sich ein umfassendes schriftliches Feedback zu ihrer Arbeit. Das ist mir schwerer gefallen, als ich dachte. Denn nun sollte ich in wohlklingenden Formulierung benennen, was für mich Alltag geworden ist: Denn immer wenn ich ein Problem hatte, konnte ich die Mitarbeiterin anrufen. Sie wusste immer eine Lösung oder fand eine in kürzester Zeit.

Doch konnte ich das in ein Arbeitszeugnis schreiben? Das ich oftmals, wenn ich nicht mehr weiter kam, einfach den Hörer in die Hand nahm, um mir helfen zu lassen? Ich war doch der Chef; ich sollte doch eigentlich alle Antworten kennen.

Aber, so kam es mir dann nach ein paar Tagen des Nachdenkens, es ist nichts wofür ich mich schämen sollte. Kein Mensch hat auf alles eine Antwort, umso wichtiger ist es daher zu wissen, wo oder wie man seine Antworten bekommt.

Im Buch der Propheten Joel wird uns im Alten Testament noch viel grundsätzlicher geschildert, wie man als Mensch Auskunft  erhält, wie ich zu einer Beziehung zu Gott kommen kann. Da steht dann: „Wer des Herrn Namen anrufen wird, der soll errettet werden.“

Dieses Versprechen der Errettung ist für mich tatsächlich die beste Antwort auf alle Probleme, die auf Erden entstehen können. Oftmals kann ich mir gar nicht vorstellen, wie meine Probleme gelöst werden können, aber Gottes Gnade und sein Licht sind größer als meine Vorstellung.

Die Mitarbeiterin verlässt auf Zeit das Unternehmen, ihre Durchwahl ist solange nicht erreichbar. Doch mein Gebet zu Gott um Errettung, wird auch künftig erhört.

Autor: Dariush Ghobad

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Jesaja 51,6

Immer wieder muss man Kindern sagen: „Tu dies nicht, tu das nicht, es ist gefährlich, lass das sein, halt deine Hand nicht auf ne heiße Ofenplatte, schau beim Überqueren der Straße nach links und rechts, triff dich nicht mir den falschen Leuten, die nur Unsinn im  Kopf setzen“ usw. Das hören Kinder natürlich nicht gerne – doch es muss sein, um sie vor Schaden zu bewahren. Es ist Elternpflicht, seine Kinder zu erziehen. Unermüdlich!

So....wie Eltern ihren Kindern die wichtigen Regeln im Leben zu rufen, so unablässig ruft Gott nach ihnen und nach mir. „Merkt auf! Hört mir zu! Lauscht auf mich!“ Das ruft er schon im AT, durch den Propheten Jesaja, ins Land hinein. Gott hört nicht auf, mit Menschen zu rechnen, die der Gerechtigkeit nachjagen. Ich glaube, es ist gut, dass wir uns heute bei der Suche nach Orientierung im Dickicht dieser Welt nicht nur auf unsere eigene Klugheit verlassen, sondern unsere Ohren weit aufmachen für Gottes Worte. Gott, der von vielen Menschen gerne übersehen, überhört, verdrängt wird - drängt sich in unser Bewusstsein. Er will uns doch auch nur, wie Eltern ihre Kinder, vor Schaden bewahren. Wir sehen doch alle die großen, tiefgreifenden Verunsicherungen und Katastrohen in dieser Welt. Die schwer durchschaubaren politischen und ökonomische Veränderungen und die Hilflosigkeit der Menschen, Gerechtigkeit herzustellen. Gerechtigkeit, Befreiung und Frieden– das genau ist Gottes Programm. Das will Gott auf dieser Erde - gerne noch erreichen, wenn wir nur  alle  mitziehen würden. Auf ihn hören würden. Seine Worte ernst nehmen würden. Dann würde es anders aussehen auf dieser Welt. Sein Programm steht: Gerechtigkeit, Befreiung und Frieden. Gottes Schlusspunkt, durch alle düsteren menschlichen Aussichten hindurch, lautet auf alle Fälle: "Aber mein Heil wird in Ewigkeit bestehen."  

Autor: Ulrike Schild

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Lukas 22,40

„Betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt!“ (Lukas 22,40)

Als Jesus diese Worte ausspricht, ist es ihm bitter ernst. Es ist später Donnerstagabend. Für Jesus hat der alles entscheidende letzte Teil seines Auftrags begonnen. Soeben hat er mit seinen Jüngern das Passafest gefeiert. Jetzt sind sie zusammen im Garten Gethsemane unterwegs. In wenigen Minuten wird man Jesus gefangen nehmen und nach einem Scheinprozess wie einen Verbrecher am Kreuz hinrichten.

Jesus richtet diese eindringlichen Worte an seine Jünger. Auch wenn sie damals in eine konkrete Situation hinein gesagt wurden, so will ich sie mir von Jesus sagen lassen: Bete, dass du nicht in Versuchung fällst.

Damit meint Jesus nicht das Aufsagen auswendig gelernter Gebete, sondern die intensive Begegnung mit Gott.

Aus dem biblischen Bericht weiß ich, dass Jesus, nachdem er diesen Satz gesagt hatte, sich zum Gebet ein paar Meter zurückzog. Mit dem Beten seiner Jünger war es indes nicht weit her. Binnen weniger Minuten übermannte sie der Schlaf. 

Mir zeigt diese Begebenheit, dass meine Kraft und mein Wollen nicht ausreichen. Genauso wie die Jünger, bin ich schneller am Ende, als mir das lieb ist. Aber da ist noch etwas: Jesus hat im Garten Gethsemane auf den Knien ein Ja zu dem Weg gefunden, der für und für Sie zur Erlösung werde würde. Wie gut, dass Jesus der Anfechtung widerstanden hat.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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5. Mose 30,14

Wenn mir jemand erzählt: "Ich gehe jetzt regelmäßig in ein Fitness-Studio!", dann frage ich mich im Stillen sofort: "Na, wie lange wirst du wohl durchhalten?" Zugegeben, diese Frage hat auch ganz viel mit eigener Erfahrung zu tun. Auch ich zähle zu den Menschen, die schon mehrere gute Vorsätze und auch echte Anläufe genommen haben, um dann gnadenlos daran zu scheitern.

Dabei habe ich mal gelesen: Du musst vier Wochen ganz konsequent tun, was du neu tust - dann spielt sich ein Rhythmus ein und es wird dir zur Gewohnheit. Das betrifft nicht nur den Sport, sondern auch andere Gewohnheiten - zum Beispiel das Üben am Klavier, einen Spaziergang machen oder auch in der Bibel lesen, im Wort Gottes

Selbst Mose, der Anführer der Israeliten vor rund 3.500 Jahren, machte schon auf diesen Effekt aufmerksam. Er hat seinen Leuten eingeschärft: "Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust." Oder wie ich heute sagen würde: "Das ist doch alles nichts Neues, was ihr gerade von mir hört. Ihr kennt es doch, ihr habt es doch schon lange verinnerlicht. Nun lebt es auch!" Mose hatte für das Volk von Gott ein Gesetzbuch diktiert bekommen. Heute gibt es dazu noch etwas anderes: Gottes Heiligen Geist. Statt mit einem Gesetzestext will der Gott der Bibel Menschen persönlich für ihr Leben anleiten, durch seine Gegenwart im Heiligen Geist. Ein großes Geschenk! Aber auch dieses Geschenk will gelebt werden und auch dazu gehört eine Routine. Es gilt, sich immer wieder Gott auszusetzen. Das kann beispielsweise Bibel lesen sein, Lieder hören, oder auch einfach mit Gott sprechen. Regelmäßig.

Autor: Hans Wagner

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Lukas 6,21

Manche Menschen haben die Gabe, ungewöhnliche Seiten des Lebens mit ihren Worten zu verknüpfen. Plötzlich entsteht ein erstaunlicher Zusammenhang.

Jesus ist beides: Mensch und Gott. Seine Spezialität bestand darin, andere zum Staunen zu bringen. Jesus schaut sich um und sagt zu denen, die sich ihm angeschlossen haben:

„Selig seid ihr, die ihr jetzt hungert; denn ihr sollt satt werden. Selig seid ihr, die ihr jetzt weint; denn ihr werdet lachen.“

Jesu Sätze kann ich in der Bibel nachschlagen. Im Lukasevangelium (6, 21).

Selig – ist für mich der Inbegriff von glücklich. Rundum zufrieden, es geht mir gut.

Hungern passt für mich nicht in diese Gefühlslage hinein. Hungern, das heißt es fehlt mir Brot, Anerkennung oder Liebe. Jesus kombiniert Worte miteinander, die ich nicht verbinden würde, wie auch Weinen und selig sein. Jesus meint keine Freudentränen.

Seine Mutter Maria hat Gott mit folgenden Worten gepriesen, als er noch gar nicht auf der Welt war: „Er, Gott, stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen.“ (Lk. 1, 52.53)

Jesus bestätigt als Sohn Gottes die Worte seiner Mutter. Ja, so ist Gott. Er schafft nicht nur neue Wortkombinationen, er schafft sogar eine neue Welt. Seine Welt, in der seine Maßstäbe gelten. Anfänge gibt es bereits zu entdecken.

Jesus verspricht seinen Nachfolgern: Selig sind alle Christen, die jetzt nach etwas Hungern. Sie sind selig, wenn sie auf das Zielfoto schauen: Stehen sie nach ihrem Tod vor Gottes Thron werden sie nicht mehr hungern noch dürsten und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. (Off. 7,16.17).

Jesus verbindet, was ich als Christ jetzt erlebe, mit Worten, die das bereits vor 2000 Jahren angekündigt haben und zeigt das Zielfoto – das ergibt die erstaunliche Perspektive jetzt: „Selig seid ihr, die ihr jetzt hungert“…

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Kolosser 1,27–28

Nie werde ich die Worte von Außenminister Hans-Dietrich Genscher vergessen, die er am 30. September 1989 vom Balkon der Deutschen Botschaft in Prag hunderten von bangenden und hoffenden DDR-Bürgern zurief. Es war eine Botschaft der Hoffnung und des Glücks: "Wir sind gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise möglich geworden ist." Jubel brandete auf. Die Leute lagen sich in den Armen und hatte feuchte Augen, weil ich etwas erlebt hatte, dass mich zutiefst betroffen gemacht hatte.

Der Apostel Paulus schreibt den Christen von einer nicht minder wunderbaren Hoffnung. Ich zitiere:

„Gott wollte kundtun, wie reich unter den Völkern die Herrlichkeit dieses Geheimnisses ist: Christus in euch, die Hoffnung auf die Herrlichkeit. Ihn verkündigen wir“, Kolosser 1,27–28.

Jesus Christus ist meine Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Die Tragweite dieser Aussage ist so groß, dass ich sie kaum erfasse:

Gott hat sich etwas ganz besonderes vorgenommen. Er möchte, dass alle Welt davon erfährt, dass es eine Hoffnung gibt und diese den Namen Jesus Christus trägt. Diese Hoffnung, sagt der Apostel Paulus, ist nicht mickrig, sondern herrlich und lebensverändernd. Es ist die Hoffnung, dass durch Jesus Christus alles einmal gut werden wird.

Ich möchte mir neu diese herrliche Hoffnung vor Augen führen. Und ich will es dem Apostel Paulus nachtun und anderen Menschen von dieser Hoffnung erzählen.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Psalm 107,23.24.31

Ich weiß nicht, wie sie in den Tag starten. Bei mir ist es eine frische Tasse Kaffee mit Milch. Dann gibt es Frühstück: Brot, Butter, Marmelade. Da habe ich dann schon nach dem Frühstück viele gute Gründe, Danke zu sagen. Danke, dass es mir so gut geht. „Danke“ – das ist nach „Mama“ und“Papa“ meist eines der ersten Worte, das man kleinen Kindern beibringt. „Wie sagt man da? – Danke!“ – so hört man es zum Beispiel an der Wursttheke, wenn die Kleinen mit einem kostenlosen Stück Fleisch versorgt worden sind. Danke sagen scheint ein wichtiges Lernziel für kleine Kinder zu sein. Aber wie intensiv die Bemühungen der Erziehungsberechtigten auch sind, das Dankesagen scheint sich im Laufe des Leben schnell wieder zu verflüchtigen. Oder kennen Sie jemanden, der ihnen mal die Dinge aufgezählt hat, für die er oder sie dankbar ist? Hand aufs Herz: Bei allem Schweren, was jedem von uns in seinem Leben so begegnet – Grund zum Dankbarsein haben wir eigentlich immer. Das betrifft nicht nur die, die unruhige Zeiten hinter sich haben – wie es in dem Bibeltext für heute heißt: „Die mit dem Schiffe auf dem Meere fuhren und des Herrn Werke erfahren haben und seine Wunder auf dem Meer: Die sollen dem HERRN danken für seine Güte und für seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut.“ Es gibt genügend Gründe, warum ich Gott heute dankbar sein kann. Für die Tasse Kaffe, das frische Brötchen, meinen Job, mein warmes Bett, das Dach über dem Kopf, dass die Heizung funktioniert, ich warm duschen kann – und und und. Danke sagen verändert – richtet den Blick nach oben und macht den Tag ein bisschen heller. Ich weiss nicht, wie es ihnen geht – ich brauche das – gerade dann, wenn die Tage kürzer und dunkler werden, wie jetzt im Oktober. Mein Tipp für die dunkle Jahreszeit: Einfach mal Danke sagen. 

Autor: Stefan Loß

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Daniel 4,31–32

Narzisstische Menschen halten sich für einzigartig und überschätzen sich oft selbst. In ihrer Selbstherrlichkeit sind sie oft beratungsresistent, was mitunter schwere Folgen haben kann. Mancher von ihnen lernt sein ganzes Leben nicht dazu und bekommt irgendwann die persönliche Quittung dafür. Früher oder später!

Diese Erfahrung musste schon der babylonische König Nebukadnezar vor über 2500 Jahren machen. In der Bibel wird berichtet, dass er ein sehr selbstherrlicher Herrscher war. Eines nachts hatte er einen Traum. Keiner der Wahrsager, Zauberer und Astrologen, die er zu sich gerufen hatte, konnte ihm sagen, was der Traum zu bedeuten hatte. Nur Daniel konnte es. Daniel war ein Mann Gottes und prophezeite dem König: Du wirst dein Reich verlieren und erst wieder zurückbekommen, wenn du begriffen hast, dass nicht du der „Macher“ bist, sondern das du von Gott abhängig bist.

Natürlich hat Nebukadnezar die Sache nicht ernst genommen. So kam es wie Daniel ihm gesagt hatte. Der Bibel zufolge drehte der König durch und benahm sich sehr merkwürdig. Er soll jahrelang Gras gefressen haben, wie die Rinder, bis ihm die Augen aufgegangen sind.

Es ist erstaunlich wie tief mancher Mensch sinken muss, bis die Einsicht kommt. Immerhin ist Nebukadnezar irgendwann zur Besinnung gekommen und hat die Konsequenzen gezogen. Rückblickend sagt er: „Mein Verstand kehrte wieder und ich dankte dem Höchsten, lobte ihn und gab dem, der ewig lebt, die Ehre. Seine Herrschaft ist eine Herrschaft für alle Zeiten, sein Reich besteht von Generation zu Generation.“ (NLB)

Diese Geschichte zeigt: Wen ich mich für den Dreh und Angelpunkt der Welt halte und Gott in meinem Leben außen vorlasse, bin ich auf dem Holzweg. Oder anders gesagt: Hochmut kommt vor dem Fall!

Autor: Piera Reich

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Lukas 9,33

Es gibt Momente im Leben, da wünsche ich mir: „Jetzt die Zeit anhalten“. Diese Momente sind einfach so schön, so unvergesslich, so besonders, dass es am besten wäre, sie würden ewig dauern. Aber so ist das mit der Zeit – ein flüchtiges Ding ist sie. Also nicht hinterher trauern, sondern den Moment bewusst genießen, darin leben und in vollen Zügen auskosten. Was mir bleibt, ist die Erinnerung und vielleicht auch ein Foto. Das ist ja auch nicht das Schlechteste, oder?

Was dieses Thema angeht, war Petrus, einer der Schüler von Jesus, voll im Bilde. Er hat auch einen solchen unvergesslichen Moment erlebt mit Jesus. Sie standen auf einem Berg, aber sie waren nicht alleine. Da waren außer ihnen noch Mose und Elia, zwei große Männer des Glaubens und Vorbilder für den kleinen Petrus. Kein Wunder, dass Petrus offen ausspricht, was er denkt: "Herr, wie gut, dass wir hier sind! Wir wollen drei Hütten bauen, für dich eine, für Mose eine und für Elia eine!«  Und ich denke bei mir selber, wenn ich das lese: Ja, recht hat er! Der nächste Satz aber holt nicht nur Petrus, sondern auch mich zurück in die Realität. Da steht dann: „Petrus wusste aber gar nicht, was er da sagte."“

Denn was wäre gewesen, wenn die die Vier es genau so gemacht hätten? Dann wäre die Geschichte ganz anders gelaufen. Denn wären sie auf dem Berg geblieben, dann hätte niemand anders von  Jesus erfahren und von der frohen Botschaft. Was wäre aus den anderen Jüngern geworden? Was wäre dann mit mir heute? Mir wird schnell klar: Die Denke von Petrus ist durch und durch egoistisch. Es geht nicht darum, unvergessliche Momente für sich zu behalten, sondern sie zu teilen, damit auch andere noch etwas davon haben. Jetzt hatte Petrus etwas zu erzählen, und der Verfasser des Lukasevangeliums hatte etwas zu schreiben.

Lesen Sie es! Es lohnt sich.

Autor: Tobias Schier

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Kolosser 3,8–9

In den letzten Wochen bin ich immer mehr erschrocken über die Verrohung der Sprache. Und dabei meine ich nicht etwa verbale Aussetzer bei Sportveranstaltungen oder Demonstrationen. Ich meine vielmehr Menschen, die Vorbilder sein sollten; wie Präsidenten großer Demokratien oder Fraktionsführer deutscher Parteien im Bundestag.

Da werden Menschen z.B. mit erniedrigenden Begriffen belegt, die unter der Gürtellinien liegen. Oder es gibt eben eins "auf die Fresse!" Ich kann da nicht mitlachen. Ganz im Gegenteil! Vor allem, da beide genannten Personen, sich durchaus als Christen verstehen. Der Apostel Paulus schreibt jedenfalls an die Christen in der Stadt Kolossä: "Nun aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, schandbare Worte aus eurem Munde; belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Werken ausgezogen" (Kolosser 3,8f).

Wenige Worte reichen aus, um deutlich zu machen, wie sich Christen verhalten und wie sie sich eben nicht verhalten sollen. Alle üblen und gemeinen Eigenschaften und Verhaltensweisen sollen Christen ablegen! Hass gegenüber anderen, Erniedrigung anderer, Lüge und Boshaftigkeit sollten sich bei Christen niemals finden lassen. Vielmehr sollten Ermutigung anderer, freundliche Worte und die Wahrheit Christen auszeichnen. Paulus setzt hier einen klaren Maßstab, zu dem es keine zwei Meiniungen geben kann. Bleibt die Frage, wie ich das im Alltag lebe und wie konsequent ich darin bin, mich auch immer wieder selbst dieser klaren Botschaft des Paulus auszusetzen und nicht nur andere daran zu messen!

Autor: Horst Kretschi

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Jesaja 30,26

Das Volk Gottes hat nicht den Mut, sich retten zu lassen. Die Assyrer stehen vor der Tür. Sie wollen das Volk Gottes vernichten. Man könnte sich in die Arme Gottes flüchten, dorthin, wo nichts mehr passieren kann. Doch die Israeliten packen lieber die Koffer. Ziel: ausgerechnet Ägypten. Das Land, in dem sie schon einmal als Sklaven gehalten wurden.

Psychologen kennen das. Manche Menschen stecken lieber in ihrem Schmerz fest, statt etwas Neues zu wagen. Der alte Schmerz ist zwar grässlich, aber er ist mir vertraut. Ich weiß, was ich an ihm habe. Das Neue hingegen ist mir unbekannt. Wer weiß, was da auf mich zukommt.

Der Prophet Jesaja kann dazu Auskunft geben. Er verkündet: "Des Mondes Schein wird sein wie der Sonne Schein, und der Sonne schein wird siebenmal heller sein, wie das Licht von sieben Tagen, wenn der Herr des Volkes den Schaden seines Volkes verbinden und seine Wunden heilen wird."

Für mich heißt das: Wenn Gott ins Spiel kommt, dann überstrahlt er alles andere. Das kann sogar wehtun und mich blenden. Aber meine Wunden werden heilen. Ich kann endlich frei sein und aufatmen. So wie an einem klaren Sommermorgen.

Für mich stellt sich die Frage: Will ich weiter im alten Trott stecken bleiben? Oder habe ich den Mut, die ausgetretenen Pfade zu verlassenen? Will ich mich im alten Verdruss häuslich einrichten, oder bin ich bereit, mir von Gott eine vollkommen neue und befreite Sicht schenken zu lassen. Dazu muss man manchmal ziemlich mutig sein. Aber es lohnt sich - auf geht's.

Autor: Andreas Odrich

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Psalm 143,8

Morgens um halb neun in Deutschland: In Zehntausenden von Büros setzen sich Menschen vor ihren Computer und drücken auf den Einschaltknopf. Danach heißt es noch kurz warten, bis der Rechner hochfährt ist und einsatzbereit ist.

Auch wenn das Ganze einen Moment dauert - eigentlich ist so ein Neustart eine praktische Sache: Alte Dateien werden bereinigt, Programme neu eingerichtet, alles wird so vorbereitet, dass man mit der Arbeit loslegen kann.

So einen morgendlichen Neustart brauche ich auch für meine Seele. Einen Neustart, bei dem alte Sorgen und Belastungen ausgeräumt, ungesunde Haltungen und Motive neu ausgerichtet werden und alles so vorbereitet wird, dass ich in den Tag starten kann.

So einen Neustart für die Seele gibt es tatsächlich - und der kommt von Gott. Kann man nachlesen in Psalm 143 - ein Gebet, das der israelische König David vor 3000 Jahre aufgeschrieben hat. David steckt fest in einer Durststrecke, lange vorbei die Zeiten, in denen er Gott intensiv erlebt hat. Seine Seele braucht einen Neustart!

Genau darum bittet er Gott mit den Worten: Lass mich am Morgen hören deine Gnade; denn ich hoffe auf dich.

Gottes Gnade - dass Gott für mich ist - ja, das möchte ich hören. Wenn ich mich dieser Gnade anvertraue, dann  räumt Gott die Altlasten meiner Seele aus. Richtet ungesunde Haltungen und Motive neu aus. Und bereitet mich vor für einen neuen Tag an seiner Seite.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Jesaja 50,9

Recht haben und Recht bekommen sind zwei Paar Schuhe.  Diese Weisheit habe ich von meiner Frau gelernt. Einige Jahre hat sie in einer Branche gearbeitet, die viel mit Rechtsfällen zu tun hatte. Und schnell setzte sich die Erkenntnis durch: Wer sich einen guten Anwalt leisten kann, ist im Zweifelsfall besser dran. Das ist jetzt keine Schelte an unserem Rechtssystem. Das ist einfach ein Erfahrungswert und gilt wahrscheinlich in den meisten Ländern dieser Welt.

Vor 2000 Jahren gab es einen Justizskandal ungeahnten Ausmaßes. Ein Mann, der seiner Umwelt eigentlich nur  Gutes tat, wurde unschuldig hingerichtet – an einem Kreuz vor den Toren Jerusalems. Sein Name: Jesus von Nazareth. Wahrscheinlich konnte er sich keinen guten Anwalt leisten. Doch nein!  Jahrhunderte zuvor hatte ein Prophet namens Jesaja bereits über Jesus geschrieben und ihm folgende Worte in den Mund gelegt:

„Der HERR, der mächtige Gott, tritt für mich ein. Wer will mich da verurteilen?“

Dieser Jesus ist freiwillig in den Tod gegangen, hat auf jegliche Verteidigung verzichtet, die ihm vielleicht den Hals hätte retten können. Das Geheimnis dahinter: Er war der Sohn Gottes. Er ist unschuldig gestorben. Damit Sie und ich einen Freispruch bekommen können, wenn wir uns eines Tages vor Gott für unser Leben verantworten müssen.

Einen teuren Spitzenanwalt werde ich mir in diesem Leben, sollte es einmal darauf ankommen, wohl nicht leisten können.  Bei Gott ist mir der Freispruch allerdings sicher, wenn und solange ich auf Jesus vertraue.

Autor: Oliver Jeske

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Psalm 44,2

Wer oder was ist Gott? Gott ist das höchste Wesen, der Ursprung und das Ziel der Welt. Gott ist definitionsgemäß heilig, allmächtig, gütig und ewig. Das können wir wissen, weil Gott buchstäblich entgegenkommend ist. Er zeigt sich uns, seinen Geschöpfen. Er offenbart sich. Nicht ständig und nicht allen, aber immer wieder in der Geschichte. Und auffallend häufig in der Geschichte des Volkes Israel.

Mit den Stammvätern Israels hat es angefangen vor rund 3500 Jahren, mit denen hat sich Gott besonders intensiv beschäftigt, denen hat er besonders viel von sich mitgeteilt. Von seinem Wesen. Von seinen Absichten. Die haben spannende Erfahrungen mit Gott gemacht. Und das hat sich bei ihren Nachkommen fortgesetzt. Da ist mit der Zeit einiges zusammen gekommen.

Im 5. oder 6. Jahrhundert vor Christus hat ein Liederdichter diese gesammelten Erfahrungen mit Gott besungen mit den Worten: "Gott, mit eigenen Ohren haben wir es vernommen, unsere Vorfahren haben uns davon erzählt: Großes hast du zu ihrer Zeit vollbracht, in weit zurückliegenden Tagen."  Und dann zählt er all das Großartige auf, das seine Vorfahren mit Gott erlebt haben. Kann man nachlesen in Psalm 44, dort ist es überliefert. Die Absicht ist klar: Was einmal geschehen ist, kann wieder geschehen. Der Gott, der ein paar Generationen vorher machtvoll eingegriffen und seinen Leuten geholfen hat, der kann das auch in der Gegenwart tun. Darauf hat der Psalmsänger gehofft, und darauf kann man auch heute setzen. Der Glaube an den Gott Israels ist keine haltlose Spekulation, sondern gründet auf Erfahrungen. Auf guten Erfahrungen mit diesem mächtigen, gütigen, verehrungswürdigen Gott.  

Autor: Markus Baum

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Kolosser 1,19–20

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber an einem Tag wie heute lese ich den Bibelvers aus dem Kolosserbrief natürlich unter dem besonderen Vorzeichen des Tags der Deutschen Einheit: „Es hat Gott gefallen, alle Fülle in Christus wohnen zu lassen und durch ihn alles zu versöhnen zu ihm hin, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch das Blut am Kreuz.“

Versöhnung! Versöhnung und Frieden, die durch das von Christus am Kreuz erbrachte Opfer möglich wurde. Ich habe in meinem Leben noch kein größeres Wunder der Versöhnung und des Friedens erlebt, wie die gewaltlose Wiedervereinigung meiner ehemals getrennten Heimat.

Ich frage mich, ob wir als Gesellschaft eigentlich dankbar genug sind für dieses Wunder. Es wäre ein paar Jahre davor ja noch undenkbar gewesen, dass der eiserne Vorhang fällt und Jahrzehnte des Friedens und der Entspannung für ganz Europa anstehen. Inzwischen reise ich durch ein wiedervereintes Land, wo in 27 mühsamen Jahren noch nicht alles, aber schon sehr vieles erreicht wurde. Für viele jüngere Menschen gibt es gar kein „Ost“ oder „West“ mehr.

Gott schenkt uns durch seinen eingeborenen Sohn diesen Frieden und ermöglicht diese Versöhnung. Wir dürfen diesen Frieden erleben, der nicht selbstverständlich ist. Ein kurzer Blick nach Nord- und Südkorea zeigt, wovon ich spreche.

Beten wir also in tiefer Dankbarkeit für die Versöhnung und den Frieden, der unserem Land geschenkt wurde. Und beten wir ebenso für Versöhnung und Frieden für Christen und alle anderen Staatsangehörigen im geteilten Korea.

Autor: Dariush Ghobad

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