ERF Plus - Anstoß

Matthäus 28,18

Das Beste kommt zum Schluss – das stimmt zwar in vielen Fragen des Lebens ganz und gar nicht, aber in manchen Dingen und Lebensbereichen trifft es durchaus zu: Krönende Abschlüsse, Gipfelerlebnisse, Jubelfeiern und die Würdigung erfolgreicher Anstrengungen. 

Das Beste kommt zum Schluss: Das ist auch eine kluge Kompositionsregel für Geschichtenerzähler und Buchautoren und Journalisten, wie ich einer bin. „Start bright, end strong“, so lautet die Empfehlung britischer Journalistenschulen seit Jahrzehnten. Stark anfangen – und für den Schluss ein Bonbon aufheben. 

Der Evangelist Matthäus konnte vor 1950 Jahren davon noch keine Ahnung haben, aber er hat es in seinem Bericht über Jesus und dessen Wirken intuitiv richtig gemacht. Den Schluss des Matthäusevangeliums markiert ein Doppelschlag. Erst sagt Jesus Christus seinen Anhängern: „Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden.“ Dann kommt eine letzte Anweisung: Darum geht hin in alle Welt... – und der allerletzte Satz ist das Versprechen: „Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“ Das kann man nur ernst nehmen, wenn auch der Anfang dieser Schlusssequenz stimmt. Wenn Jesus Christus tatsächlich alle Macht in Händen hält. Wenn er tatsächlich der Messias ist, der von Gott versprochene Retter. Und daran bestand für den Evangelisten, für die Freunde von Jesus, für zahllose Menschen seither kein Zweifel.

Das Beste kommt zum Schluss. Zumindest im Matthäusevangelium ist das so. Jesus erhebt nicht nur den Anspruch, er ist tatsächlich der Chef. Gut, wer Jesus auf seiner Seite hat.

Autor: Markus Baum

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Galater 3,29

Im neutestamentlichen Galater-Brief steht in Kapitel 3, Vers 29 „Gehört ihr Christus an, so seid ihr ja Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben.“ Paulus, der Verfasser dieses Briefes, ermutigt die Galater sich zu ihrem Glauben zu bekennen. Sich als Gottes Kinder in Jesus Christus zu begreifen.

Das erinnert mich an eine Erfahrung, die ich immer wieder im Ausland erlebe. Ich habe schon einige Länder in meinem Leben bereist und so manches Mal bot sich mir eine Gesellschaft, die mir schlicht fremd war. Im Dschungel von Papua-Neuguinea, dem Hochland von Schottland, in der Großstadt Taipeh oder in einsamen Feldern Montanas – stets fühlte ich mich fehl am Platze, weil so vieles  nicht vertraut war. Bis ich, meistens dann an einem Sonntag, mit den Christen vor Ort Gottesdienst feiern durfte. Im Gebet vereint, obwohl wir die Sprache des anderen nicht verstanden.

Ab diesen Momenten war dann das „Fremde“ etwas gewichen und etwas entwickelte sich in mir, etwas sehr vertrautes: Gemeindegefühl, das wertvolle Vertrauen zu ein und derselben Erbengemeinschaft zu gehören.

Der Glaube an Jesus Christus verband mich mit den mir fremden Menschen. Er schuf in unterschiedlichen Kulturen eine gemeinsame Basis. Es ist ein schönes Gefühl, zu erfahren, wie innig man im Gebet mit Gott in so unterschiedlichen Sprachen verbunden sein kann.

Und es tut mir gut, immer wieder neu zu erfahren, dass Jesus Christus, Heiland und Hirte für alle Menschenkinder ist. Von Java bis zu den Hochebenen von Peru.

Autor: Dariush Ghobad

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Klagelieder 3,31–32

Es gibt Bibelverse, die gehen runter wie Butter, die höre ich gerne, die bauen mich auf. Doch manche Verse lösen in mir auch Beklommenheit aus. Mir hilft dann die Frage: In welcher Situation entstehen bestimmte Worte? 

Die Antwort liefert eine Überraschung: Unser Bibelvers, auf den wir heute besonders blicken stammt aus der Zeit nach einer Katastrophe. Ein Krieg war verloren, ein Staat zerstört, die Hauptstadt verbrannt und in Trümmern, der Mittelpunkt des religiösen Lebens dem Erdboden gleich gemacht. Das war im Jahre 587 vor Christus. Die Babylonier hatten das Reich Juda ausgelöscht und den Tempel Salomos eingerissen. Das Leid der Besiegten ist kaum vorstellbar.

Menschen, denen alles genommen ist, wenden sich auf einmal wieder Gott zu, erwarten, dass er ihr Schicksal wenden kann. Und dann diese Worte. "Der Herr verstößt nicht ewig; sondern er betrübt wohl und erbarmt sich wieder nach seiner großen Güte." Überlebende der Katastrophe, Menschen, denen alles genommen ist, wird das zugesprochen.

Vielleicht mag jemand denken, dies sei nur die Bestätigung der Binsenweisheit "Not lehrt beten." Als letzter Hoffnungsschimmer, wenn alles aus scheint. Der verzweifelte Griff zum Strohhalm des Übersinnlichen; der Blick nach oben, wenn die Augen den Anblick unten nicht mehr ertragen. Aber diese Erklärung wäre nicht nur zynisch, sondern auch zu kurz gedacht.

Denn Gottes Barmherzigkeit übersteigt alle unsere Vorstellungen. Auch wenn wir es nicht verdient hätten gilt seine Barmherzigkeit. Das ist wahre Größe! Das ist Gott! Er befreit uns nicht auf Knopfdruck aus einer misslichen Situation. Er hört auf unsere Gebet - nicht immer in Windeseile. Gott handelt oft ganz anders, als wir uns das wünschen. Doch bei echter Reue, dürfen wir mit seinem Erbarmen und seiner Güte rechnen. Was für ein Privileg.

Autor: Ulrike Schild

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Richter 5,31

Die Minuten unmittelbar vor und nach einem Sonnenaufgang finde ich sehr beeindruckend. Vor allem bei geringer Bewölkung kann es passieren, dass der gesamte Himmel in unterschiedlichen Rot- und Gelbtönen regelrecht zu brennen scheint. An solchen Tagen stelle ich mich an unser Wohnzimmerfenster und bewundere still, wie sich das Spektakel entfaltet.

„Die den HERRN lieb haben sollen sein, wie die Sonne aufgeht in ihrer Pracht!“, Richter 5,31.

Diese Feststellung entstammt einem Lied, das die Richterin Debora nach einem großartigen Sieg gedichtet hat. Die Bibel berichtet, dass sich Israel von Gott abgewendet hatte. Weil Gott nicht mehr mit ihnen war, konnten die Israeliten nicht gegen feindlich gesonnene Völker bestehen, berichtet die Bibel. Nach 20 Jahren Unterdrückung besannen sich die Israeliten jedoch auf ihren Glauben und beteten zu Gott. Der erhörte ihre Gebete und schickte ihnen zwei Anführer: den Offizier Barak und die Richterin Debora. Israel zog in den Kampf und besiegte seine Unterdrücker. Auf diesem Hintergrund entstand  das Lied, aus dem ich hier zitiert habe.

 „Die den HERRN lieb haben sollen sein, wie die Sonne aufgeht in ihrer Pracht!“ - Was passiert, wenn die Sonne aufgeht? Die Dunkelheit weicht dem Licht. Es wird hell. Wo nachts alle Katzen grau waren, ist die Welt plötzlich bunt und freundlich. Orientierung fällt einem leichter, wenn es hell ist.

Wie wäre es, wenn man das über Sie und mich sagen würde?  Etwas so: „Das sind Menschen, die Gott lieb haben.“ 

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Jesaja 60,20

Der heutige Bibeltext lässt mein Herz höher schlagen. Im Auftrag Gottes spricht der Prophet Jesaja über das „Neue Jerusalem“, also über etwas, dass noch in der Zukunft liegt. Er sagt:

„Deine Sonne wird nicht mehr untergehen und dein Mond nicht den Schein verlieren; denn der HERR wird dein ewiges Licht sein“, Jesaja 60,20.

Was für das „Neue Jerusalem“ gilt, trifft natürlich auch auf seine Einwohner zu. Und das finde ich sehr tröstlich.

Ich kenne nämlich mehr dunkle Lebensabschnitte, als mir lieb ist. Damit meine ich nicht nur den Spätherbst und  die Wintermonate. Nein, es hat in meinem Leben, wie sicher auch in Ihrem, immer wieder Abschnitte gegeben, in denen ich niedergedrückt war. Der Verlust eines lieben Menschen, schwere Krankheit in der Familie, Stress am Arbeitsplatz, um nur einige Beispiele zu nennen.

Gott lässt durch Jesaja ausrichten, dass die, die ihr Vertrauen auf ihn werfen, nicht im dunklen Loch der Trost- und Hoffnungslosigkeit sitzen bleiben.

Mehr noch, Ihre und meine Zukunft kann strahlend hell leuchten. Warum? Weil Gott Ihnen und mir eine Zukunft in seiner neuen Welt schaffen will und sein ewiges Licht im neuen Jerusalem gegenwärtig sein werden.  Sie und ich dürfen Bürger in Gottes neuer Welt sein bzw. werden.

Mit dieser Perspektive will ich mich heute neu Jesus Christus anvertrauen. Denn ich erinnere mich an seine Worte: „Ich gehe hin, euch eine Wohnung zu bereiten“, hat er seinen Jüngern gesagt. Daran halte ich fest.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Johannes 7,37–38

Einer schickt den anderen los. Jeder soll sich eine Meinung bilden. Keiner kommt so richtig weiter. Alles, was sie an Jesus beobachten, ist nicht eindeutig.

Wer ist dieser Jesus? Ist er der Christus, der Retter oder ist er einer, der nur von sich selbst überzeugt ist?

Klarheit wollen alle: Seine Anhänger; die, die in Sachen Religion den Ton angeben, aber auch das Volk. Es knistert. Traut Jesus sich aufs Laubhüttenfest? Am letzten Festtag kommt Jesus aus der Deckung: Was hat Jesus nun genau gesagt? Im Johannesevangelium steht:

„Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“

Jesus reicht einen Becher gefüllt mit Erkenntnis an sie weiter. Ihr Durst nach Wissen: "Wer ist Jesus denn nun?" wird gestillt, wenn sie Jesus glauben. 

Die Schrift, das Alte Testament, hat die Erkenntnis über Jesus als Christus angekündigt. Jesus lädt sie alle ein, zu erleben, wie diese Ankündigung eintrifft. Er legt ihnen ans Herz, mit ihm den Weg zum Kreuz zu gehen. Nachzuvollziehen: Er, Jesus, stirbt, damit Gott für alle ansprechbar ist. Selbstverständlich ist das nämlich keineswegs. Die Einladung beinhaltet noch mehr: Später mit seinen Anhängern einen Blick in sein leeres Grab zu werfen. Denn: Jesus wird auferstehen, damit diese „Dauer-Sprechstunde“ nicht endet.

Glauben Sie Jesus? Sie können diese Einladung Jesu bis heute annehmen. Lesen Sie einfach im Johannesevangelium nach Kapitel 7 weiter. Nehmen Sie den Becher gefüllt mit Erkenntnis, den Jesus Ihnen reicht.

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Psalm 34,20

Eine Frage, die mir immer wieder Not bereitet, betrifft Menschen, die unschuldig leiden müssen. Erst kürzlich habe ich von einem haarsträubenden Beispiel gehört. Warum musste das sein?, habe ich mich gefragt. Ehrlich gesagt, ich habe bis heute keine wirklich befriedigende Antwort gefunden.  

Wenn es um Leid und Ungerechtigkeit geht, findet die Bibel klare Worte. Sie geht offen mit dem Thema um und berichtet von mehreren Leuten, die mit dieser Frage zu kämpfen hatten. Ein Beispiel ist der Bibelvers, der für diesen Tag ausgewählt worden ist: 

„Der Gerechte muss viel leiden, aber aus alledem hilft ihm der Herr“, Psalm 34,20.

Die Bibel stellt einfach fest: So ist das, der Gerechte muss viel leiden. Es geht ihm nicht besser als allen anderen. Dann aber ergänzt sie eine wesentliche Aussage. Sie sagt, „aus alledem hilft ihm der Herr.    

Das macht den Unterschied aus. Gott hilft dem, der sich helfen lässt. Und das ist genau das Gegenteil dessen, was man gemeinhin sagt. Sie wissen schon: Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.

Sie werden heute vielleicht eine schwierige Situation erleben. Es kann sein, dass etwas passiert, das Sie als zutiefst ungerecht empfinden. Möglicherweise müssen Sie sich einem leidvollen Lebensabschnitt stellen. 

Machen Sie sich das Wort aus Psalm 34,20 zu eigen. Gehen Sie positiv mit dem um, das Ihnen widerfährt. Sagen Sie Gott Ihren Kummer und rechnen Sie mit seiner Hilfe.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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2. Korinther 9,10

Die Ernte ist für dieses Jahr weitgehend eingeholt. Da wo noch vor kurzem reife Getreidefelder standen, findet man nur noch Stoppeln und Strohballen. Die Arbeit ist getan. Der Ertrag der Felder war, je nach Landesteil, gut bis sehr gut.

Der Apostel Paulus erinnert daran, dass letztendlich die Ernte von Gottes Segen abhängt. Gott lässt den ausgesäten Samen wachsen und reifen. In seinem Brief an die Christen in Korinth schreibt Paulus:

„Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit“, 2. Korinther 9,10.

Paulus zieht einen Vergleich zwischen meinem Leben und der Ernte. So, wie Gott das Getreide auf dem Feld wachsen ließ, wird er auch in meinem Leben Früchte entstehen lassen.

Meine Aufgabe ist es, ähnlich dem Landwirt, die Voraussetzungen für das Wachstum zu schaffen. Für einen Bauern heißt das pflügen, eggen, aussähen, Vorsorge gegen die Ausbreitung von Unkraut treffen und im Hochsommer die Ernte einbringen.

Was wären die Voraussetzungen für Wachstum von „Früchten der Gerechtigkeit“ in meinem Leben? Ich sehe mehrere Möglichkeiten: Die tägliche Beschäftigung mit der Bibel, das Gebet, die Gemeinschaft mit anderen Christen. Da, wo ich gebraucht werden könnte, meine Hilfe anbieten und beherzt zupacken.

Dann werden „Früchte der Gerechtigkeit“ entstehen, an denen andere Menschen Gottes Segen in meinem Leben ablesen können.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Psalm 81,8

Das praktische an Handys ist: Selbst wenn ich kein Guthaben mehr habe, Notrufe kann ich damit immer abschicken. Wenn ich also in Schwierigkeiten bin und einen Notruf absetze, kann ich davon ausgehen, dass ich gehört werde und dann Hilfe bekomme.

Ähnlich ist es mit Gott. Er ist nie offline. Gott ist für mich ansprechbar. An ihn kann ich mich jederzeit wenden. Immer!

Leider tendieren wir dazu, nur in der Not nach Gott zu rufen. Solange es uns gut geht, brauchen wir Gott nicht! Auch die Israeliten haben das vor drei Jahrtausenden schon so gehandhabt. In der Not vor Gott geklagt und ihn ansonsten einen guten Mann sein lassen. „Als du mich in der Not anriefst, half ich dir heraus.“ – daran erinnert Gott die Israeliten.

Gott möchte nicht nur meine Notrufzentrale sein. Er möchte immer für mich da sein. Er möchte mich begleiten. Gott wünscht sich, dass ich ihn in meinen Alltag einbeziehe und dass ich im vertraue. Auch dann, wenn es mir gut geht und mein Leben läuft!

Autor: Piera Reich

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Philipper 1, 9-10

Jaja, die Liebe… ein ewiges Thema. Immer und überall gegenwärtig. Man nehme nur mal die Musik. Damals und heute drehen sich unzählige Stücke um diese eine Sache. Für mich ein eindeutiges Zeichen dafür, dass wir alle diese eine Sehnsucht im Herzen haben: Geliebt zu sein. Liebe bedeutet, dass ich angenommen bin. Es gibt einen Ort, an dem kann ich so sein wie ich bin. Es gibt einen Ort, den kann ich mein zuhause nennen. Die Liebe beweist mir: ich bin richtig gut, so wie ich bin. Es gibt Menschen, die finden diese Liebe. Und dann gibt es Menschen, die sind ihr Leben lang auf der Suche nach ihr.

Wir brauchen die Liebe aber nicht nur für das Gefühl  oder das persönliche Wohlbefinden. Wir brauchen die Liebe in Person!  Als Richtschnur für die Entscheidungen in unserem Leben, denn die sollten aus Liebe getroffen werden. Deswegen kann der Apostel Paulus in der Bibel auch folgenden Satz schreiben: „Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, sodass ihr prüfen könnt, was das Beste sei.“ Will ich also gute Entscheidungen in meinem Leben treffen, dann sollte ich schleunigst Jesus mit ins Boot holen. Denn von ihm sagt die Bibel, dass er genau das ist: Die Liebe in Person. Seinem Beispiel will ich folgen und durch seine Hilfe an Liebe und Erkenntnis zunehmen.

Autor: Tobias Schier

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Apostelgeschichte 9,17

Es ist im Grunde ein Ding der Unmöglichkeit. Da soll jemand zu einem üblen religiösen Eiferer gehen und ihm helfen. Der Jemand heißt Hananias und ist Christ. Der Eiferer, den er aufsuchen soll, ist ein gewisser Saulus von Tarsus, ein energischer Verfolger von Christen. Saulus hat Christen einsperren und töten lassen, wo er sie nur gefunden hat.

Nun befindet sich Saulus in Damaskus und ist erblindet. Die Ursache: Er ist auf dem Weg nach Damaskus dem auferstandenen Jesus Christus begegnet. Dieser hat Saulus mit Blindheit geschlagen und ihm aufgezeigt, wie verkehrt sein religiöser Eifer ist. Jesus ist es auch, der Hananias zu Saulus schickt, mit dem Auftrag, diesem das Augenlicht wiederzugeben.

Ich weiß nicht, was Hananias durch den Kopf gegangen ist, als er sich auf den Weg zu Saulus gemacht hat, aber ich hätte immense Angst und heftigen Widerwillen gehabt. Warum sollte ich jemandem helfen, der mich und meine Glaubensgenossen töten wollte?

Fakt ist: Jesus mutet ihm das zu und Hananias tut es.

In der Apostelgeschichte wird es beschrieben:
Hananias geht hin, findet den blinden Saulus und legt ihm die Hände auf mit den Worten: ‚Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir auf dem Wege hierher erschienen ist, dass du wieder sehend und mit dem Heiligen Geist erfüllt werdest.‘“

Auch heute gibt es immer wieder Situationen, in denen mir Jesus etwas zumutet. Dinge der Unmöglichkeit, gegen die ich einen inneren Widerwillen hege. Da wird Feindesliebe zur sehr konkreten Lebensherausforderung. Aber so ist Jesus. Ein Leben mit ihm hat jeden Tag neue Herausforderungen. Jesus erwartet von mir, dass ich mich ihnen stelle.

Gut nur, dass er mir dabei zur Seite steht.

Autor: Horst Kretschi

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Lukas 21,33

Beim Aufräumen bin ich neulich auf ein altes Andachtsbuch gestoßen. Es passt in jede Hosentasche. Leicht abgewetzt aber noch sehr gut brauchbar. "Licht für den Tag". Ein Nachdruck aus den 1980er Jahren, das Original stammt sogar schon von 1950.

Der Clou an diesem Buch: Es besteht nur aus Bibelversen. Für jeden Morgen und für jeden Abend eine kleine Portion zu einem bestimmten Thema.

Ich greife inzwischen wieder gerne danach. "Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen," heißt es da zum Beispiel. Jesus sagt dies, zitiert vom Evangelisten Lukas. Da ist was dran. Was habe ich nicht schon alles an Zeitschriften und Büchern weggeschmissen, die veilleicht gerade mal zehn Jahre alt sind, und mir trotzdem nichts mehr zu sagen haben. 

Anders bei den Versen, die das Buch aus der Bibel versammelt. Sie alle haben eine Kraft, die weit über den medialen Wortschwall hinaus geht, der mich täglich überflutet. Und so ist das kleine Buch für mich wie zu einem Basislager geworden. Die Verse geben mir Bodenhaftung. Sie verbinden mich über Zeiten und Zeitgeist hinweg mit anderen Menschen, die wie ich davon profitiert haben. In guten und in schlechten Tagen.

Und sie verbinden mich mit dem, der für mich die unvergängliche Quelle meines Lebens ist -  sie verbinden mich mit Gott, der hier mit seinen Worten ganz persönlich und ungefiltert zu mir spricht.

Autor: Andreas Odrich

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1. Mose 9,9–10.11

„Nach uns die Sintflut!“ - so beschreiben wir die Haltung von Menschen, die keine Rücksicht auf die Folgen ihres Handelns nehmen. Denen alles so egal ist, als würde ohnehin der Weltuntergang bevorstehen.

Es lohnt sich, mal kurz hinzuhören auf dieses Wort „Sintflut“.

Es stammt wie so manche unserer Begriffe und Redewendungen aus der Bibel. Ziemlich zu Beginn wird dort erzählt, wie sich die Schöpfung gegen ihren Schöpfer wendet. Die Menschheit gerät so sehr auf Abwege,  dass Gott eine große Flut schickt, um die weitere Fehlentwicklung seiner Schöpfung zu stoppen.

Diese Erzählung von einer weltweiten Flutkatastrophe gibt es in verschiedenen Varianten in vielen Kulturen der Antike. Für die einen ist das Grund genug, die Sintflut-Geschichte der Bibel im Bereich der Mythologie anzusiedeln. Für die anderen ist es ein Beleg dafür, dass so ein Ereignis tatsächlich stattgefunden haben muss.

Wie auch immer man in dieser Frage denkt - das besondere an der Sintflut in der Bibel ist, dass sie gerade keinen Weltuntergang darstellt, sondern einen Neustart. Denn den Überlebenden rund um Noah gibt Gott ein Versprechen mit auf den weiteren Weg:

Ich schließe einen Bund mit euch und mit allen euren Nachkommen … und das ist mein Versprechen: Nie wieder werde ich eine so große Flut schicken, um die Erde und alles, was auf ihr lebt, zu vernichten.

Das macht die Sintflutgeschichte der Bibel so besonders - sie berichtet, dass Gott ein Gott des Neuanfangs ist. Ein Gott, der sich mit seinen Menschen verbündet. Niemand soll sagen: „Nach uns die Sintflut“. Denn es wird keine mehr geben. Denn Gott hat einen Bund mit den Menschen geschlossen.

Auch mit mir und mit Ihnen.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Johannes 6,51

Mein Sohn ist ein begnadeter Hobby-Konditor. Wenn er eine seiner Sahnetorten zaubert, dann gibt es strahlende Augen am Kaffeetisch und die ganze Familie hat ein Pfützchen auf der Zunge. Diese Torten backt mein Sohn meist zu besonderen Anlässen:  Geburtstagen oder anderen Festivitäten. Und das ist auch gut so. Denn so genial lecker die Kreationen meines Filius auch sind: Wenn wir uns jeden Tag damit vollstopfen würden, sähen wir wahrscheinlich irgendwann selbst aus wie Sahnetorten. Und wahrscheinlich hätten wir irgendwann auch keinen Appetit mehr drauf.

Für unsere tägliche Nahrungsaufnahme muss es etwas Reelleres sein: Brot. Jesus sagte einmal zu den Menschen, die ihm zuhörten: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit.“

Mit gut gebackenem Brot komme ich gut durch den Alltag. Es gibt meinem Körper notwenige Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Jesus vergleicht sich mit diesem Brot. Nein, Jesus ist nicht das Sahnetörtchen, das kleine Extra zu besonderen Anlässen wie Taufe, Hochzeit oder Beerdigung. Jesus möchte jeden Tag mein Begleiter sein. Und wenn ich dazu ja sage, dann sitze ich – im Bild gesprochen - nicht in meinem Leben irgendwann mit Übergewicht irgendwo fest, sondern bin fit für die Ewigkeit, für ein ewiges Leben mit Gott.

Autor: Oliver Jeske

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Lukas 4,14–15

Wie ist Jesus von Nazareth zu dem geworden, was er ist: Heiler, Erlöser, Messias? Das Lukasevangelium gibt dazu ein paar sachdienliche Hinweise. Aber viel ist das nicht. Jesus wurde in der Regierungszeit des Kaisers Augustus in Bethlehem geboren, nur zwei Stunden Fußmarsch von Jerusalem entfernt, der Hauptstadt der römischen Provinz Judäa. Aufgewachsen ist er aber in einem Provinzstädtchen im Norden des Heiligen Landes, in Nazareth in Galiläa.

Über die ersten drei Jahrzehnte seines Lebens wissen wir so gut wie nichts. Dann tritt Jesus plötzlich in Erscheinung. Als eine Art Initialzündung hat offensichtlich die Taufe am Jordan gedient. Danach vierzig Tage Rückzug in die Wüste. Da hat sich Jesus mit den größten Versuchungen auseinander gesetzt, mit ein paar verlockenden Möglichkeiten. Aber denen hat er widerstanden. Er hat die größte Herausforderung gewählt, von der er wusste: Die wird vollen Einsatz fordern.

Jesus kehrt aus der Wüste zurück mit einem klaren Programm und mit frappierendem Selbstbewusstsein. Seine Mission nimmt Fahrt auf. Kann man nachlesen im Lukasevangelium Kapitel vier: „Erfüllt mit der Kraft des Heiligen Geistes kehrte Jesus nach Galiläa zurück. Die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend. Er lehrte in den Synagogen, und alle sprachen mit höchster Achtung von ihm.

Vorher kannte ihn keiner, hat niemand etwas von ihm erwartet – auf einmal lässt Jesus aufhorchen, weckt Hoffnungen, wird für einige zum Lehrer und Meister, gewinnt viele Freunde, wird später aber auch für viele zur Hassfigur. Kalt lässt er keinen. Und das ist bis heute so geblieben. An Jesus und seinem Anspruch kommt keiner vorbei.

Autor: Markus Baum

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Jesaja 65,1

Im 65. Kapitel des Propheten Jesaja wird unter Vers 1 von Gott in einer Weise berichtet, die für mich alles zusammenfasst, was Gott für uns Lebewesen auf Erden ist. Es steht dort: „Ich ließ mich suchen von denen, die nicht nach mir fragen, ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten. Zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief, sagte ich: Hier bin ich, hier bin ich!“ Der letzte Satz ist die heutige Tageslosung, aber eigentlich gehört der ganze Absatz für mich zusammen.

Bildet dieser Absatz doch eine zentrales Versprechen Gottes, gerade an diejenigen Menschen, die Gott nicht kennen oder nicht kennen wollen. Gott ist da! Wo auch immer die Israeliten, wo auch immer wir uns befinden. Auf der Höhe des Glücks, in den Niederrungen einer schweren Krise, mitten im Leben.

Gott kommt zu uns, auch wenn wir nichts von ihm ahnen. Sogar, wenn wir uns wegschleichen von Gott. Gott begegnet uns und lässt uns seine Gegenwart erfahren, grundsätzlich in allem und durch alles, weil dies ein Anliegen Gottes selbst ist. Um des Menschen willen zeigt sich Gott. Er ruft uns durch Jesus Christus zu: „Hier bin ich!“

Mir passiert es oft, dass sich mir in Momenten, an denen ich es am wenigstens erwarte, Gott zeigt. Gerade wenn ich nicht seinen Namen rief, wenn ich nicht suchte, trat er mir in den Weg und sagte: „Hier bin ich.“ Unser Gott gibt Israel nicht auf und niemanden von uns.
Er ist ständig bei uns. Im Schlaf, bei Tag, in großen wie in kleinen Momenten unseres Lebens. Gott ist da!

Autor: Dariush Ghobad

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Johannes 14,26

Also: manchmal bin ich echt schusselig und vergesse so Manches, was getan werden müsste. Ob es am Alter liegt? Da kann man ja Abhilfe schaffen. Nun mache ich es so, dass ich mir die wichtigsten Dinge aufschreibe, die erledigt werden müssen. Damit komme ich ganz gut durch.

Ich habe aber auch noch einen ganz anderen Impulsgeber, der mich an noch wichtigere Dinge im Leben erinnert. An Nächstenliebe und an Feindesliebe, an Demut und Hoffnung im Glauben, daran, dass ich Anderen diene und ihnen ihre Schuld zum Beispiel nicht nachtrage.Dieser Impulsgeber ist der Heilige Geist.

Gott hat ihn tief in mein Leben, in mein Sein hineingepflanzt. Und somit bin ich tief in ihm verwurzelt. Der Heilige Geist ist keine mystische Größe, kein unsichtbares Schreckgespenst, das in meinem Leben herumtobt. Er ist ein stiller Impulsgeber, der mich an das erinnert, was Gott wichtig ist und was Jesus den Menschen weiter gegeben hat. Denn auch das kann schnell in Vergessenheit geraten. Sie wissen ja, ich bin manchmal etwas vergesslich.

Wie gut, das der Heilige Geist zur richtigen Zeit die richtigen Impulse setzt:
Wann es Zeit ist, mal mit jemandem über den Glauben zu reden, wie ich mit Kritik umgehe, wie mit anderen Menschen. Er erinnert mich ans Gebet und an die Kraft, die ich durch ihn habe, an der Veränderung dieser Welt mitzuwirken.

Schon oft habe ich in Begegnungen gemerkt, dass der Heilige Geist mir Sätze in den Mund legt, auf die ich selbst nie gekommen wäre – und die dem Anderen Mut gemacht haben. Dieser Impulsgeber, der Heilige Geist, ist also ein Erinnerer und auch ein Energiespender und ein Hoffnungsträger und eine Trost- und Kraftquelle besonderer Art. Viel besser als mein Spickzettel.

Im Johannesbrief heißt es: „Der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ Das brauchten die Jünger Jesu damals und ich heute auch!

Autor: Ulrike Schild

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Psalm 105,3

Auf die Begegnung mit bestimmten Menschen freue ich mich. Beispielsweise ist das so, wenn sich alte Studienfreunde für einen Besuch ankündigen. Alleine die Nachricht ihres Kommens löst bei mir Vorfreude aus und steigert meine Laune deutlich. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich mich plötzlich an das erinnere, was wir damals an Schönem miteinander erlebt haben. Ich weiß, eine Begegnung mit diesen Freunden wird mir gut tun. Das stimmt mich fröhlich.

Beim heutigen Bibelvers habe ich mich gefragt: Kann man eine solche Vorfreude auf Gott haben? Wenn es nach Psalm 105 geht, unbedingt. In Vers 5 steht: „Es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen!“

Wo kann ich Gott suchen? Ganz einfach: immer und überall. Es gibt keinen besonderen Ort, wo ich Gott aufsuchen muss. So lange ich die Voraussetzungen dafür schaffe, kann und will Gott mir dort begegnen, wo ich zu tun habe.

Und was sind das für Voraussetzungen? Nun, ich muss für eine Begegnung mit ihm offen sein. Dafür ist es wichtig, auszublenden, was unwesentlich ist und stattdessen auf das zu achten, was Gott mir sagen will. Und ich muss bereit sein, zu handeln.  

Ein Beispiel: Im Gottesdienst singe ich Lieder und höre einer Predigt zu. Ich suche die Begegnung mit Gott und freue mich, wenn ich neue Kraft für die nächste Woche bekomme. Nach dem Gottesdienst liegt es an mir, im Alltag anzuwenden, was ich als Botschaft verstanden habe.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Jeremia 42,6

„Es sei Gutes oder Schlechtes – auf die Stimme der Herrn, unseres Gottes, werden wir hören.“ Das ist doch mal ein Bekenntnis. So etwas nennt man wohl blindes Vertrauen. Das spricht man ja auch nur aus, wenn man sicher ist, dass es richtig sein wird, was von dem Gegenüber kommt. Und hier ist Gott ja der Gegenüber, der lebendige Gott, der weiß doch, was gut ist.

Ich bin beeindruckt, wenn Menschen schon zu Zeiten des Propheten Jeremias sagen konnten: „Es sei Gutes oder Schlechtes – auf die Stimme der Herrn, unseres Gottes, werden wir hören.“ Und ich hätte jetzt am liebsten gesagt: Machen Sie es auch so! Das ist doch vorbildlich!

Aber ich habe dann mal weitergelesen, nur ein paar Verse. Und schon war es mit diesem Treueschwur, mit diesem blinden Vertrauen vorbei. Es gab eine klare Ansage von Gott an das Volk und dann kam die Reaktion: „Unmöglich! Das kann nicht sein. Das hat Gott nicht gesagt! Das tun wir nicht!“ So schnell ist es vorbei mit der Treue. Warum? Weil offensichtlich die eigenen Erwartungen nicht erfüllt wurden! So ist der Mensch – so bin auch ich. Ich habe meine Vorstellungen, meine Erwartungen, und ich neige dazu, sie mir einfach von Gott abnicken zu lassen. Sieht das Leben aber mal anders aus, als ich es mir vorgestellt habe, dann ist sie schon da, die Frage: „Warum, Gott? Warum lässt du das zu?“ Gott vertrauen heißt nicht, alles zu verstehen, was Gott entscheidet. Gott vertrauen heißt, auf die Stimme Gottes zu hören – sei es Gutes oder Schlechtes. Ich weiß, dass dies der beste Weg ist – wenn auch nicht der einfachste.

Autor: Hans Wagner

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1. Samuel 17,45

Krisensitzung. Wie die Sache ausgeht, entscheiden zwei.

Jede Interessenspartei schickt einen ins Rennen. Jedem blieb selbst überlassen, wie er sich für den Schlagabtausch rüstet.  Der eine hat bis in die Nacht Protokolle gelesen und Argumente notiert. Der andere hat mit seinem Coach das Gespräch vorweggenommen. Er hat geübt, sein Gegenüber keine Sekunde aus den Augen zu lassen.

Wer hat die besseren Karten?

Vor etwa 3000 Jahren fand die Krisensitzung auf dem Schlachtfeld statt. Aufgerüstete Parteien standen sich gegenüber. Die Partei der Philister stellte die Bedingungen: jeder benennt eine Person, dann wird Mann gegen Mann gekämpft. Ihre Wahl: Ein Mordskerl namens Goliat, bis an die Zähne bewaffnet, gut geschützt. Voller Verachtung für die Gegenpartei mit ihrem lächerlichen Gott.

Aus Israel traute sich keiner, dem Riesen Paroli zu bieten. Bis David auf den Plan trat. Gott ist sein Coach. Mit dem Gott Israels wagt er es. Das Wortgefecht mit Goliat schließt David mit folgenden Worten ab:

„Du kommst zu mir mit Schwert, Spieß und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im Namen des Herrn Zebaoth.“

David stellt erst mal klar: Gott ist kein lächerlicher Gott. Gott ist der Herr aller Heerscharen, deshalb nennt David ihn Herr Zebaoth. Gott hat die himmlischen Heere zur Verfügung, von denen Goliat keine Ahnung hat. Gott wird mit Goliat fertig.

Goliat ist es dann auch nicht gut bekommen, sich mit diesem Gott anzulegen und ihn lächerlich zu machen.

Ich bin wie David davon überzeugt: Das bekommt auch heute niemandem, Gott, den Herrn Zebaoth, lächerlich zu machen.

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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