ERF Plus - Anstoß

1. Thessalonicher 1,8

Den heutigen Lehrtext verstehe ich nicht auf Anhieb: „Denn von euch aus ist erschollen das Wort des Herrn nicht allein in Makedonien und Achaia, sondern an allen Orten hat sich euer Glaube an Gott ausgebreitet, sodass es nicht nötig ist, dass wir darüber etwas sagen.“

So steht es im 1. Brief an die Thessalonicher in Kapitel 1, Vers 8. Dieser wurde vom Apostel Paulus an die noch junge Gemeinde in Thessalonich  gerichtet. Paulus hatte höchst selbst das Evangelium bei seiner zweiten Missionsreise dorthin gebracht. Nun schreibt er der Gemeinde, welche ein Vorbild auch für die benachbarten Christen in Mazedonien und Achaia ist. Und Paulus geht davon aus - so steht es dann im heutigen Lehrtext – dass diese Art der Evangelisierung auch in anderen Provinzen und Ländern sich ausbreiten wird.

Was ich an dem Text nicht verstehe, ist die Aussage am Schluss, dass es sich nicht lohnt, noch etwas darüber zu sagen. Das ist für mich insofern unverständlich, als dass Paulus dieser jungen Gemeinde etwas die Freude darüber nimmt. Eigentlich müsste Paulus doch nach meinem Verständnis, diese sehr erfreuliche Entwicklung mehr fördern und zum Anlass nehmen, die wenigen Gläubigen in Thessalonich zu loben.

Allerdings, und das ist dann wahrscheinlich auch die Sichtweise von Paulus, beruht dieser Erfolg, wie jeder andere auch, allein auf der Gnade Gottes. Es ist ja Gottes Wille, und sein Segen, der durch Paulus nach Thessalonich gebracht wird. Ihm, Gott, gebührt daher auch der alleinige Dank.

Es fällt mir oft etwas schwer, diesen Gedanken zu erinnern. Der Ausschnitt aus dem Brief von Paulus bietet dafür doch wieder einen guten Anlass.

Autor: Dariush Ghobad

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Offenbarung 2,8–9

Dieser Satz ist ein Hammer. „Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und ist lebendig geworden: Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut." (Offenbarung 2,8-9) Das ist zunächst einmal Trost und Ermutigung für die verfolgten christlichen Gemeinden gegen Ende des 1. Jahrhunderts, hineingesprochen in eine Situation extremer Bedrängnis. Diese prophetischen Sätze aus der Offenbarung des Johannes sind entstanden zur Zeit der Christenverfolgungen unter Kaiser Domitian. Gegen Ende seiner Regierungszeit wurde begonnen, die göttliche Verehrung des römischen Kaisers als Bürgerpflicht durchzusetzen. Christen haben sich demgegenüber verweigert. Für sie gab es nur einen Herrn und Gott. Dies führte zu Zwangsmaßnahmen, bis hin zur Gefangenschaft oder zur öffentlichen Hinrichtung um des Glaubens willen.

Dem Seher Johannes wird auf der Insel Patmos eine Vision zuteil. Er darf in den Himmel schauen und sieht dort gleich zu Anfang den auferstandenen Christus. Dieser trägt ihm als erstes auf, sieben Briefe zu verfassen, Sendschreiben an die Gemeinden von sieben Städten Kleinasiens - und zwar mit dieser Botschaft: "Ich kenne deine Bedrängnis", heißt es da. Ich weiß, was du durchmachen musst, du kleine Gemeinde dort in Smyrna. Ich sehe die bittere Armut, in der ihr euch befindet. Das muss alles furchtbar weh tun. Ich weiß das alles, ich kenne dich, ich sehe Dich...."Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und ist lebendig geworden". 

Und gerade weil es der auferstandene JESUS sagt, haben die Sätze ein ganz anderes Gewicht, als wenn uns ein Mensch diesen Trost zuspricht. Klar, das ist auch schon gut. Doch Sätze von dem auferstandenen Gottessohn in unser dürres und auch manchmal karges und ängstliches Leben hineingesprochen, haben enormes Gewicht, haben Vollmacht. Darin ist schon die Hilfe enthalten. Wir leben von seinen Worten. 

Ich möchte mir vornehmen, Gott zu bitten - noch viel mehr vollmächtig in mein Leben hinein zu sprechen. 

Autor: Ulrike Schild

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Johannes 17,26

Haben Sie schon einmal das vertraute Gespräch zwischen zwei sich liebenden Menschen zufällig gehört? Es hat eine andere Qualität, als wenn man mit einem Fremden redet. Während man seine Worte in der Öffentlichkeit sorgsam wählt, sprechen Liebende ungefiltert, wie von Herz zu Herz.

Der Apostel Johannes berichtet über ein solches Gespräch zwischen Jesus und seinem Vater im Himmel. Im Johannesevangelium heißt es:

„Jesus betet: Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen“, Johannes 17,26.

Jesus möchte, dass die Liebe, die seine Beziehung zu Gott kennzeichnet, einzieht in die Menschen, die ihm nachfolgen.  Seine Jünger sollen eine ähnliche innere Nähe zu Gott haben, wie Jesus es hatte.

Wie kann das gehen? Jesus hat seinen Nachfolgern Gott als den liebenden Vater im Himmel vorgestellt. Gott ist nicht weit weg, da draußen im Universum, unerreichbar für mich. Gott sagt von sich, dass er der Vater im Himmel ist: trotz seiner Größe nahbar und an mir interessiert ist, ja, liebevolle Gedanken über mich hat.

Man sagt, dass das eigene Vaterbild das Gottesbild prägt. Demnach habe ich Glück gehabt: Mein Vater ist zwar früh verstorben, aber meine Beziehung zu ihm war gut. Vielleicht haben auch Sie eine gute Beziehung zu Ihrem Vater. Wenn nicht, dann nehmen Sie sich ein Beispiel an Jesus. Sagen Sie ihm: „Herr Jesus Christus, ich möchte zu Gott ein ähnliche Beziehung haben, wie du sie hattest, nämlich von Liebe geprägt. Er soll mein Vater im Himmel sein.“

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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1. Mose 1,3

Zum ersten Mal waren meine Frau und ich in den Bergen. Naja, „in“ den Bergen ist zu viel gesagt: wir waren im Allgäu und hatten die Alpen direkt vor Augen. Das Zimmer, das ich gebucht hatte, war seinen Preis allein schon durch den Ausblick wert, den wir dort geboten bekamen: Jeden Morgen tastete sich ganz langsam das erste Licht über die Bergkante. Und jeden Morgen sah es anders aus! Mal wurde es rötlich, mal lila und an einem Morgen lag der Nebel wie Zuckerwatte im Tal. Traumhaft. So begann jeder Tag neu.

„Gott sprach: Es werde Licht. Und es ward Licht!“ Dieses Zitat aus der Schöpfungsgeschichte der Bibel ist für den heutigen Tag als Begleitung ausgewählt und verbindet sich bei mir mit den Eindrücken aus der letzten Woche. So, wie es an jedem Morgen neu hell wurde, so hat es irgendwann auch einmal mit dieser Welt angefangen. Weil Gott es wollte. Weil er sprach – und es geschah. Die ganze Schöpfungsgeschichte hat diesen Ablauf: Gott spricht und es ist da. Was für eine Kraft, was für eine Macht. Ich erlebe viel häufiger, dass etwas Ausgesprochenes zerstörerisch ist – ich kann es oft nicht mehr zurückholen, es ist gesagt, es ist passiert. Der Schaden ist angerichtet. Nur bei Gott ist das anders. Sein Reden ist nicht zerstörend, es ist schöpferisch – auch heute noch. Jeder Sonnenaufgang, der zum Beispiel über den Alpen faszinierend zu beobachten ist, ist auch heute noch Reden Gottes. Er sagt mir: Ich bin immer noch da. Und ich bringe auch für den neuen Tag wieder ganz viel Leben mit. Gott spricht – und es geschieht.

Autor: Hans Wagner

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Philipper 2,15–16

Es gibt Vorzeigegemeinden. Christliche Gemeinden, die plötzlich in aller Munde sind. Menschen sind neugierig und fahren hin, um den Geist dieser Gemeinde zu erleben.

Für den Apostel Paulus war vor fast 2000 Jahren die Gemeinde in Philippi eine Vorzeigegemeinde. Wenn er an diese Gemeinde dachte, sagte er: „Gott sei Dank für die Christen in Philippi.“ Die Gemeinde nahm Anteil an seinem Ergehen. Sie unterstützte ihn. Schickte ihm Gemeindemitglieder, um seine Gefängniszeit zu erleichtern. Diese Gäste hatten die eine oder andere Münze für Paulus im Gepäck.

Doch Paulus sah die Vorzeigegemeinde trotzdem bedroht. Murren und Zweifel z. B. können die Gemeinde zum Absturz bringen. Deshalb schärft Paulus den Christen in Philippi ein: „Haltet fest am Wort des Lebens.“  Am Evangelium. An dem, was Jesus Christus für euch getan hat. Er ist euer Retter – durch den Tod hindurch.

Soweit ist die Gefahr für Christen heute nicht weg, auch nicht für Christen, die gegenwärtig in einer Vorzeigegemeinde beheimatet sind. Das Meckern über die schlimme Welt, in der wir leben, könnte uns zu Fall bringen.

Jesus war sich nicht zu schade, in diese Welt zu kommen und wir sollten uns nicht zu schade sein, in dieser Welt zu leben. Mit Jesus. Und auf diese Weise uns einzureihen in den Auftrag, den Paulus den Christen in Philippi ins Herz schrieb: „Ihr scheint als Lichter in der Welt, dadurch dass ihr festhaltet am Wort des Lebens.“

Nicht festhalten am Meckern, sondern am Evangelium. Wer sich unsicher ist, was das Evangelium beinhaltet, ist eingeladen, z. B. das Markusevangelium durchzulesen.

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Psalm 65,6

Es gibt Situationen im Leben, da rutscht einem das Herz in die Hosentasche. Eine unerwartet hohe Rechnung flattert ins Haus, von der man nicht weiß, wie man sie bezahlen soll. Der Arzt spricht eine schlimme Diagnose aus. Man kommt zu der Einsicht, dass das lange angestrebte Ziel außer Reichweite ist oder man sich schwer in einem Menschen getäuscht hat. Es gibt viele Anlässe, weshalb einem die Zuversicht schwinden kann.

In der Bibel ging es König David ähnlich. Auch er geriet immer wieder in Situationen, die ausweglos erschienen. Trotzdem ließ er sich nicht unterkriegen. In Psalm 65 dichtet er ein Dankgebet. In Vers 6 bekennt er Gott:

„Du bist die Zuversicht aller auf Erden und fern am Meer.“ (Psalm 65,6)

Warum konnte König David das sagen? Was veranlasste ihn zu der Aussage, dass Gott die Zuversicht aller ist?

David hatte sein Vertrauen auf Gott gesetzt und zwar auch und gerade in den schwierigen Zeiten. Er verließ sich auf Gott, als es eng wurde und erlebte, wie Gott seine Verheißung wahr machte und ihn durch die schwere Zeit hindurch begleitete.

Was David erlebt hat, möchte auch ich erleben. Und ich kann mir vorstellen, dass Sie das ebenfalls  wollen. Deswegen soll das heute mein Gebet sein. Wenn Sie mögen, beten Sie es mit:

„Herr, ich vertraue dir. Ich weiß, du bist meine Zuversicht. Bitte sei heute bei mir und führe mich auf deinen Wegen, damit ich morgen bezeugen kann, dass du mich durch diese schwere Zeit begleitet hast. Amen!“

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Johannes 1,12

Dass Gott einen Sohn hat, das haben wir an Weihnachten wieder mal ausgiebig gefeiert: Die Geburt von Jesus Christus. Theologisch spitzfindig könnte man jetzt fragen, ob Jesus ein Einzelkind ist.

Die Bibel berichtet von den Brüdern von Jesus. Genau genommen waren das ja Halbbrüder, weil sie die gleiche Mutter hatten wie Jesus, aber einen anderen Vater. Komplizierte Familienverhältnisse. Fakt ist, dass die Bibel durchaus von „Gotteskindern“ spricht. Das sind Menschen, die Gott „Vater“ nennen. Menschen, die sich entschlossen haben, an Gott zu glauben.

In anderen Religionen nennt man die Menschen, die sich auf diese Religion einlassen: Nachfolger oder Gläubige. In der Bibel ist buchstäblich von „Kindern“ die Rede, von Gotteskindern. Wenn Sie an Gott glauben und ihn in ihr Leben eingeladen haben, sind sie also nicht nur ein Gläubiger, ein „Christ“ sondern noch viel besser: Sie sind ein Kind Gottes.

Und um das zu werden, muss man nicht irgendetwas Besonderes tun, sondern man muss sich einfach nur auf Gottes Liebe einlassen und seine ausgestreckte Hand fassen. „Ihn aufnehmen“, wie die Bibel das nennt. Dort lesen wir auch die Anleitung dazu, wie das funktioniert:

Die ihn aufnahmen, denen gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.

So einfach ist das also: An seinen Namen glauben, ihn aufnehmen. Ein einfaches Gebet reicht aus: „Herr, ich glaube an dich. Komm du in mein Leben. Ich will dein Kind sein.

Vielleicht haben Sie das ja schonmal gebetet, vielleicht auch nicht. In meinem Leben gibt es immer mal wieder Situationen, in denen ich Gottes Nähe nicht spüre. Da hilft es mir dann, einfach wieder nach seiner Hand zu greifen und danke zu sagen, danke, dass er mich hält und für mich da ist.

Gott, mein Vater.

Autor: Stefan Loß

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Lukas 12,15

Manchmal spricht Jesus Themen an, die unter die Haut gehen. Wenn es beispielsweise um Habgier geht,  dann ist Jesus mehr als deutlich. Das Lukasevangelium zitiert Jesus mit den Worten: 

„Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat“, Lukas 12,15.

Dieses Wort trifft ins Mark, denn das Wirtschaftssystem der westlichen Welt ist auf dem Verlangen aufgebaut, immer mehr haben zu wollen. Die Gesellschaft um uns herum vertritt die Ansicht: Sich mehr leisten zu können, bedeutet, besser zu leben.

Genau diese Mentalität hinterfragt Jesus. Mehr noch, er warnt regelrecht davor. Jesus weiß, dass es nicht auf Besitztümer ankommt. Leben ist mehr als viel haben.

Ich bin davon überzeugt: Gut leben beginnt mit geklärten Beziehungen.

Wie steht es um mein Verhältnis zu Gott? Haben Sie die Versöhnung mit Gott durch Jesus zu Ihrem eigenen gemacht? Und wie verhält es sich mit meinem, Ihrem Nächsten? Leben Sie, lebe ich in versöhnten Verhältnissen?

Es gibt noch einen zweiten Grund, warum Jesus kritisch über Habsucht redet: Wenn materielle Güter eine beherrschende Rolle im Leben einnehmen, ist die Gefahr groß, dass sie zum Götzen werden. Man könnte auch sagen, wenn die Habsucht im Haben ihr Glück sucht, dann ist der Mensch auf dem Holzweg. Wirklich erfüllendes Glück gibt es nur dort, wo Gott an erster Stelle steht.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Lukas 1, 50

Eines der bekanntesten Gleichnisse aus der Bibel ist  das vom barmherzigen Samariter. Hier wir berichtet von einem Menschen, der einem anderen Menschen in Not hilft. Hier zeigt sich für mich auch der Unterschied der Barmherzigkeit zum Mitleid. Mitleid kann ich immer haben – auch aus der Ferne. Barmherzig kann ich nur aus der Nähe sein. Barmherzigkeit drückt sich im Wesentlichen dadurch aus, dass ich etwas tue. Das mich etwas oder jemand so sehr anrührt, dass ich handele. Ich lasse diese Sache also wirklich an mich heran.

Woher aber hat der Samariter diese Barmherzigkeit? Woher nehme ich sie? Aus mir selber? Nein! Ich nehme sie von Gott. Denn einer seiner Wesenszüge ist die Barmherzigkeit. Das heißt sie ist immer und auch immer zu Genüge vorhanden. Im Lukasevangelium steht es ganz klar: „Seine Barmherzigkeit währet für und für bei denen, die ihn fürchten.“

Der Originaltext ist hier in Hebräisch geschrieben und hier steht ein Wort, dass recht ungewöhnlich ist, aber es beschreibt umso treffender, was Barmherzigkeit ist. Da steht „Gebärmutter“. Gottes Barmherzigkeit ist mütterlich, bergend. Ein anderes Wort, dass ebenso drin steckt, könnte man mit „Wärme“ übersetzen. Auch das trifft für mich das Wesen von Barmherzigkeit. Bei Gott ist der Ort, an dem wir geborgen, geliebt, umsorgt sind.

Gott ist ein barmherziger Gott, auch für Sie.

Autor: Tobias Schier

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2. Korinther 3,5

"Übung macht den Meister!" oder auch "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!". Beide Sprichworte betonen eines: Wer in einer Sache, einem Handwerk oder einer Kunst einen gewissen Grad der Fähigkeit erlangen will, muss dafür etwas tun! Talent und Interesse sollte man auch mitbringen, damit man nach einigen Jahren der Lehre und des Studiums dann seinen Abschluss machen und sein Diplom oder Meisterbrief in den Händen halten kann. Mit Recht kann dann jeder stolz auf die eigene Leistung sein. Nun gibt es einen Bereich im Leben, in dem das so nicht funktioniert. Dann, wenn es um Fragen des Glaubens geht und darüber, von diesem Glauben etwas weiterzugeben. Der Apostel Paulus schreibt darüber vor fast 2000 Jahren an die Christen in der Stadt Korinth: "Wir [sind] dazu nicht von uns aus fähig, als ob wir uns selbst etwas zuschreiben könnten; unsere Befähigung stammt vielmehr von Gott". Was Paulus damit sagen will: Der Glaube ist ein Geschenk und nichts, was ich mir verdienen oder durch jahrelange fleißige Lehre und intensives Studium erlernen könnte. Auch Talent und Interesse spielen keine Rolle! Ich habe Theologieprofessoren kennengelernt, die trotz all ihres Wissens über den Glauben selbst keinen wirklichen Glauben besessen haben. Denn glauben heißt vertrauen. Glaube ist ein Wagnis. Und erst aus diesem Vertrauen kommt die Fähigkeit, den Glauben wahrhaft zu begreifen und über ihn das Richtige sagen zu können. Und das gilt nicht nur für Apostel und Theologieprofessoren, das gilt für jeden, der glaubt, auch für mich.

Autor: Horst Kretschi

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1. Korinther 13,12

Gibt es etwas Größeres als meinen Verstand? Dumme Frage, natürlich nicht. Oder etwa doch? Für einen der größten Lehrer der Christenheit ist das mit dem Verstand tatsächlich so eine Sache und er macht eine ehrliche Bestandsaufnahme. Paulus, Missionar und Apostel, Gemeindegründer und Ziehvater der Urchristenheit.

Paulus notiert daher den bemerkenswerten Satz: "Jetzt erkenne ich stückweise - dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin."

Erstaunlich. Dieser berühmte Mensch, der viel von sich selbst halten könnte, und von dem eine ganze Reihe von Schriften überliefert sind, stellt seine eigene menschliche Erkenntnis in Frage. Paulus weiß, dass er wenig weiß, und dass er die Wirklichkeit mit seinem Verstand so wahrnimmt, wie in der Antike ein Spiegel die Wirklichkeit abbildet, nämlich mit unscharfen Konturen und vielen blinden Stellen. Erst später bei Gott und durch Gott wird Paulus die letztgültige Klarheit erlangen, die ihm jetzt noch fehlt.

Es ist gar nicht geduckte Demut, wenn Paulus das von sich sagen kann. Vielmehr gehört eine große Portion Selbstbewusstsein dazu. Alle Achtung, wenn jemand von sich sagen kann, dass er nicht alles weiß, und wenn er sich selbst damit hinterfragbar macht. Paulus hat dies offenbar nicht geschadet. Man sieht ihn bis heute als weisen Mann. Von dieser Art Weisheit schneide ich mir daher gerne eine Scheibe ab.

Autor: Andreas Odrich

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Jesaja 53,4

In Gottes Schöpfung gibt es ein Phänomen, das Physiker seit Jahrzehnten um Erklärungen ringen lässt: Kleinste Teilchen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben können, weil sie zu weit voneinander entfernt sind, nehmen Einfluss aufeinander. Das ganze nennt sich Quantenverschränkung. Sie kann wegen der Naturgesetze eigentlich nicht funktionieren. Trotzdem besteht eine Beziehung zwischen diesen Teilchen, die die menschliche Vorstellungskraft sprengt.

Vielleicht ist genau das der Schlüssel für eine prophetische Aussage aus dem Buch Jesaja,  über ein halbes Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung entstanden – und offensichtlich auf Jesus von Nazareth passend:

 

Er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen.

 

Hier geht es um die Hinrichtung von Jesus am Kreuz vor knapp zweitausend Jahren. Sie hat etwas mit Ihnen und mir zu tun. So steht es hier. Wenn ich daneben greife , wenn ich durch Tun oder Unterlassen Schuld auf mich lade, dann hat das eine Beziehung zu Jesu Hinrichtung vor 2.000 Jahren. Wie das genau funktioniert: Das verstehe ich ebenso wenig wie die Physiker die Quantenverschränkung. Aber ich darf gewiss sein: Es funktioniert. Wenn ich an dem leide, was ich angerichtet habe, nimmt der Sohn Gottes das alles auf sich. Wenn ich glaube, meine eigene Situation nicht mehr schultern zu können, stellt Jesus selbst sich unter diese Last. Er zerbricht für mich darunter, damit nicht ich daran zerbrechen muss. Ein großes Geheimnis – aber auch ein tröstliches.

Autor: Oliver Jeske

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Jesaja 12,1

Dass jemand um Schläge bettelt, ist eher ungewöhnlich. Ist nicht normal.  Und dass dieser Jemand dann auch noch Danke sagt, das ist wirklich schräg. 

Vor etwas mehr als 2.700 Jahren hat der Prophet Jesaja seinen israelischen Landsleuten ein "Danklied der Erlösten" in den Mund gelegt. Kurz vorher noch  hatte er ihnen die Leviten gelesen und ein drastisches Strafgericht angekündigt. Aber nach schwerer Heimsuchung und empfindlichen Strafen, so sagt es Jesaja seinen Landsleuten voraus, wird Gott ein Reich des Friedens errichten. Und dann wird das eben noch niedergeschlagene und zu Tode betrübte Volk sagen: "Herr, ich preise dich! Du hast mir gezürnt. Möge sich dein Zorn von mir wenden." Das  wird kein frommer Wunsch bleiben, sondern das Volk Israel wird es tatsächlich erleben. Wird Grund zum Jubeln haben. Jubeln nicht über die Schläge, die taten wirklich weh. Auch nicht jubeln über die Strafe, die war berechtigt. Aber jubeln über die Geduld und die Freundlichkeit Gottes. Jubeln darüber, dass Gott die Dinge wieder ins Lot bringt. Einen Ausweg aus der verfahrenen Lage weist. 

Niemand muss um Schläge betteln. Niemand sollte mutwillig den Zorn Gottes heraufbeschwören. Aber jeder und jede kann es versuchen mit Vertrauen gegenüber diesem Ehrfurcht gebietenden Gott.  

Autor: Markus Baum

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Psalm 104,13

Wer in diesen Tagen mit dem Zug durchs Land fährt und aus dem Fenster blickt, sieht ein stürmisches, graues und oft nebliges Landschaftspanorama. Es wird nur ab und an durch unattraktive Baumärkte, Leuchtreklame und Gassigeher geschmückt. Im stickigen Abteil mit den hustenden Mitreisenden fährt man durch die ortsübliche Tristesse und vergisst darüber vielleicht: Nur noch wenige Wochen, dann wird auch  hier der farbenfrohe und erquickliche Frühling Einzug halten.

Die Seen, Wiesen, Wälder, Täler und Berge, die am Zugfenster lautlos vorbeigleiten, sind allesamt Gottes herrlicher Schöpfung zu verdanken. Auch der heutige, kaltnasse Januartag ist sein Werk. Es fühlt sich vielleicht nicht so an, doch auch an diesen Schlecht-Wetter-Tagen stehen wir inmitten der prächtigen Weiten, die Gott für uns geschaffen hat.

So steht es in der heutigen Tageslosung im Psalm 104, 13 lobend: „Du tränkst die Berge von oben her, du machst das Land voll Früchte, die du schaffest.“ Und wahrlich, Gott speist uns mit Leben und mit Früchten! Er schenkt uns alles, was wir brauchen. Nur im gerechten Verteilen sind wir Menschen oft nicht so gut.

Dieser Januartag verheißt uns Gutes. Es ist noch nicht so recht greifbar, aber bald wird das Wetter besser und die Sonne sichtbarer sein. Gott beschenkt uns Menschen so reichlich und begleitet uns. Auch in der Bahn – quer durchs Land.

Autor: Dariush Ghobad

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Matthäus 6,27

Ich bin total froh, dass das ganze menschliche Leben mit all seinen Facetten in der Bibel vorkommt. Somit komme ich mit meinem Leben und den Lebensfragen auch drin vor.

Nehmen wir z.B. das Thema: "Sich sorgen machen". Oh ja, das kenne ich aus meinem eigenen Leben auch. Phasenweise war das richtig schlimm: Ich hatte so viele schwere Gedanken im Kopf, Gedanken, die um die Zukunft kreisten. Ich malte mir aus, was alles schlimmes passieren könnte und verspürte in Folge davon Angst. In einem Buch habe ich gelesen: Sich Sorgen machen ist etwas anderes als „besorgt sein“. Es ist geradezu natürlich und auch nützlich, über Dinge besorgt zu sein und nach einer Lösung zu suchen.

Doch, gesunde Besorgnis kann sich aber auch allzu schnell in ungesunde Sorgen verwandeln. Man gerät in ein Gedankenkarussell aus Angstgefühlen und Grübeleien, die ein Problem oft größer darstellen, als es tatsächlich ist. Und das Schlimme ist: Die Endlosschleife führt zu keiner Lösung. Im Matthäusevangelium bekommen wir wertvolle Lebenshilfe.

1. Sich fette Sorgen machen - bringt nichts! Bleib entspannt! Gott wird dich versorgen, er weiß, was Du brauchst. Das geht natürlich nur, wenn ich daran glaube, dass Gott eine Schwäche für Schwache hat, dass Gott mich liebt und mich meint. Manchmal muss man sich diesen Glauben, dieses Vertrauen, tagtäglich neu erarbeiten. Doch es lohnt sich.

2. Mach aus Sorgen - ein Gebet! Lass los, gib ab......überlass Dich mit deinen Sorgen Gott selbst. Das setzt Kräfte frei. Auch dieses Experiment dürfen wir immer wieder neu starten. Loslassen lernen ist Übungssache. 

3. Schau auf Gott! Richte den Blick nach oben und Du wirst die Weite spüren, die frei macht.

Der Blick nach oben verwandelt uns - und macht uns mutig. Math. 6,27: Der Evangelist Matthäus fragt:" Wer von euch vermag durch Sorgen seiner Lebenszeit auch nur eine Elle hinzuzufügen?" Wie würden Sie darauf antworten? 

Autor: Ulrike Schild

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5. Mose 18,18

Moses war alt geworden. Sehr alt. Mit 80 Jahren hatte er die Israeliten aus der Sklaverei Ägyptens geführt. Bald wird Israel über den Jordan ins verheißene Land ziehen. Mose wusste, dass er das nicht mehr erleben wird. Und so rief er kurz vor dem Aufbruch das Volk Israel noch einmal zusammen, um ihnen ein letztes Mal die Gebote Gottes einzuschärfen. In diesem Zusammenhang erhielt Mose von Gott eine besondere Botschaft. In 5. Mose 18,18 heißt es:

„Der HERR sprach zu Mose: Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern und meine Worte in seinen Mund geben.“

Bis dahin hatte Gott mit Mose geredet und der hatte Gottes Worte dem Volk Israel weitergleitet. So ähnlich würde es auch in Zukunft sein. Gott würde nach Mose einen Propheten berufen und ihm seine Worte in den Mund legen.

Für Mose war das wichtig zu wissen. Er hatte mit Israel allerhand durchgemacht. Mose schien es keineswegs klar, dass das Volk Israel in Zukunft Gottes Gebote halten würde. Umso wichtiger war es für ihn, direkt von Gott versichert zu bekommen, dass er auch in Zukunft Menschen berufen würde, die das Volk im Sinne Gottes führen würden.

Vielleicht stehen Sie vor einer vergleichbaren Situation: Vielleicht müssen Sie bald Verantwortung abgeben. Möglicherweise sorgen Sie sich um die Zukunft. Ich wünsche Ihnen die Gewissheit, dass Gott Menschen beruft, die auf ihn hören und die seinen Auftrag in guter Weise weiterführen.   

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Lukas 1,78–79

Nach dem Fest ist vor dem Fest. Zugegeben, der Slogan ist ein bisschen geklaut. Er wird ja gerne beim Fußball benutzt und heißt dort: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und geht so in Richtung: das Spiel ist zwar geschafft, aber es geht natürlich weiter!

So sehe ich das auch mit dem Weihnachtsfest: es ist zwar rum, aber es geht weiter. Das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt. Und dann wird bestimmt auch wieder die Weihnachtsgeschichte aus dem 2. Kapitel des Lukasevangeliums gelesen? „Es begab sich aber zu der Zeit …“, ja, sehr schön, sehr bekannt. Zwei Wochen ist es schon wieder her, dass ich es gehört habe. Jetzt könnte man meinen, wir sind mittlerweile bei Kapitel vier oder fünf des Lukasevangeliums angekommen. Aber als Bibelvers für den heutigen Tag ist Kapitel 1 (!) ausgewählt. Und schon sind wir wieder vor Weihnachten. Hören Sie selbst: Unser Gott ist voll Liebe und Erbarmen; er schickt uns den Retter, das Licht, das von oben kommt. Dieses Licht leuchtet allen, die im Dunkeln sind, die im finsteren Land des Todes leben; es wird uns führen und leiten, dass wir den Weg des Friedens finden.

Es stimmt also: Nach Weihnachten ist vor Weihnachten. In rund 350 Tagen werden wir das Fest sicher wieder feiern, aber es ist immer noch der gleiche Anlass: Gott hat gehandelt. Gott ist Mensch geworden – in Jesus Christus. Nicht erst vor 14 Tagen, sondern vor fast 2000 Jahren. Eigentlich ist also immer Weihnachten! Und eigentlich – gibt es das Wort "eigentlich" gar nicht!

Autor: Hans Wagner

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Psalm 138,3

Das klingt nach einem guten Start in den Tag:

„Ich danke dir von ganzem Herzen… ich will anbeten…deinen Namen preisen…wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft.“

Ein fröhliches Herz, ein zufriedener König, ein staunender David spricht so mit seinem Gott, als hinge der Himmel voller Geigen.

Ist das nicht nur eine Momentaufnahme?

Es gab bestimmt einen konkreten Anlass, der den israelischen König David vor fast 3000 Jahren jubeln lässt. Doch diesen Moment lässt er nicht verstreichen und sagt Gott, wie begeistert er von ihm ist. Und bei der nächsten Momentaufnahme macht David es wieder – mit anderen Worten: (Psalm 108, 2) „Gott, mein Herz ist bereit, ich will singen und spielen. Wach auf, meine Seele!“

David will den Moment nicht verpassen, Gott zu loben.

Vor einigen Wochen habe ich einen Teil von Psalm 138 auswendig gelernt. Vers 3.

„Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft.“

Ich wollte wie David jubeln, wenn ich nach dem Beten spüre: Meine Lebensgeister erwachen wieder. Ich habe das Ziel wieder vor Augen. Ich bin durch Gott, meinen Vater im Himmel gefestigt. Gestärkt kann ich die nächste Aufgabe angehen.

Ich wollte den Moment nicht verpassen. Die Gelegenheit, mit meinem Gott zu reden, der mich liebt, nicht verstreichen lassen. Was gibt es Schöneres, als mit dem zu reden, der allen anderen Gesprächspartnern überlegen ist?

Wäre das Reden mit Gott für Sie nicht ein guter Start in den Tag?

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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5. Mose 7,7–8

Das Schönste, was einem passieren kann ist, dass man geliebt wird.  Ich denke zurück an die Geburt unserer Kinder. Meine Frau und ich waren damals mächtig stolz. Dabei hatten unsere Neugeborenen gar nichts geleistet. Sie waren einfach nur da.  Ihre Gegenwart reichte völlig aus. Wir liebten sie aus einem einzigen Grund: Es waren unsere Kinder. – Und so ist das bis heute geblieben. Klar, jede Errungenschaft, jeder berufliche Erfolg wird gefeiert. Aber die Liebe meiner Frau und meine hat nichts mit diesen äußeren Dingen zu tun. Es ist so geblieben: Wir lieben unsere Kinder, weil sie unsere Kinder sind.

In seinem 5. Buch erinnert Mose die Israeliten an eine Tatsache, die sie immer vor Augen haben sollten:

„Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern –, sondern weil er euch geliebt hat“, 5. Mose 7,7–8.

Gottes Liebe ist nicht abhängig von äußeren Faktoren. Das, was damals so und so wahr, ist bis heute geblieben. In Jesus Christus bin ich geliebt – und Sie auch. Gott liebt uns nicht aufgrund unserer Leistung oder anderer Vorzüge. Nein, er liebt Sie und mich, einfach so. 

Manche Leute geben viel Geld aus für Liebhaberstücke: Briefmarken, seltene Gemälde, Autos.

Sie sind Gottes „Liebhaberstück“. Er möchte Ihr Heil, Ihre Rettung. Deswegen ist Jesus Christus in die Welt gekommen. Er bietet Ihnen und mir seine Erlösung an. – Sagen Sie ja zu Gottes Liebe.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Psalm 116,7

Erwischen sie sich auch manchmal dabei, dass sie Selbstgespräche führen? Keine Angst, das ist nichts Ungewöhnliches. Man sagt, dass 9 von 10 Menschen hin und wieder oder regelmäßig mit sich selbst reden. Nicht immer laut, manchmal auch nur in Gedanken. Das soll helfen, sagen die Fachleute, wenn man bestimmte Erlebnisse verarbeiten will. Schlecht ist es nur, wenn man sich selbst Vorwürfe macht, sich selbst beschimpft, weil man wieder mal was vergessen hat, was Dummes gesagt oder eine falsche Entscheidung getroffen hat. Selbstvorwürfe schaden. Denn schließlich redet man nicht nur selbst darüber, man hört sich auch noch zu. Und wer ständig negativ über sich selbst redet, seine eigene Schwächen betont, der glaubt irgendwann daran. Das kann zu Frust, zu einem schlechten Selbstwertgefühl oder sogar zu Depressionen führen. Das, was man über sich selbst sagt – auch wenn man nur selbst zuhört, das verändert einen. In der Bibel gibt es viele Beispiele dafür, dass Menschen mit sich selbst reden. Genauer gesagt mit ihrer Seele. Ein solcher Vers findet sich im 116. Psalm: „Sei nun wieder zufrieden, meine Seele; denn der Herr tut dir Gutes.“. Das hört sich so an, als würde das jemand sagen, der aufgewühlt ist und wohl auch allen Grund dazu hat. Seine Seele ist aufgewühlt und da besinnt er sich auf die wesentlichen Dinge des Lebens. Ich weiss nicht, wie es Ihrer Seele heute geht. Ob da Ruhe ist oder UInruhe Angst, Nervosität, ob da Verletzungen sind, die an Ihnen nagen. Vielleicht probieren sie es heute einfach mal selbst mit dem Selbstgespräch aus der Bibel: „Sei nun wieder zufrieden, meine Seele; denn der Herr tut dir Gutes.“

Autor: Stefan Loß

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