ERF Plus - Anstoß

Johannes 8,36

Zahllose Menschen haben in den zurückliegenden Jahrhunderten Europa verlassen, um in Amerika, dem Land der „großen Freiheit“, sich eine neue Existenz aufzubauen. Der Traum von Freiheit war so groß, dass die Auswanderer enorme Risiken und Entbehrungen eingingen.

Nun, man muss ja nicht gleich ans Auswandern denken. Dennoch: Die Zwänge der Vergangenheit abschütteln und ein neues Kapitel aufschlagen? Noch einmal von ganz vorne anfangen? Wäre das was für Sie?

Genau darum geht es Jesus. Er versichert seinen Jüngern: „Wenn euch der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei“, nachzulesen im Johannesevangelium 8,36.  Wenige Verse zuvor sagt Jesus, dass die Wahrheit frei macht.

Jesus spricht davon, dass ich mich nicht selbst frei machen kann. Das kann nur ein anderer für mich tun. Jesus sagt: Ich mache dich frei, wenn du bei dem bleibst, was ich dir sage. Mein Wort ist die Wahrheit und diese Wahrheit wird dich frei machen.

Das klingt widersprüchlich. Wie kann das sein? Warum werde ich frei, wenn ich mich an Jesus halte?

In dem ich mich der Wahrheit stelle und nichts vor Jesus verstecke, „zurechtbiege“ oder entschuldige, kann der Veränderungsprozess beginnen. In dem ich mich Jesus stelle, ihm meine Schuld bekenne, darf ich seine Vergebung in Empfang nehmen. So erlebe ich, dass Jesus in meinem Leben ein neues Kapitel aufschlägt, mir die Chance zuspricht, noch einmal von vorne anzufangen. Es stimmt: „Wenn euch der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.“

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Jesaja 53,1

Morgen ist er rum, der April. Und damit endet auch unser aktuelles Schwerpunktthema bei ERF Medien: „Was Christen glauben.“ Noch einmal passend dazu fragte mich in dieser Woche ein Kollege: „Sag mal, wie geht es dir eigentlich mit der Aufforderung, Gott zu loben, auch wenn dir danach gar nicht zumute ist?“ Ich sagte ihm spontan: „Früher konnte ich das nicht. Da habe ich auch immer diese eine Strophe aus dem Lied von Bonhoeffer nicht mitgesungen, du weißt schon, die, in der es heißt: Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern, des Leids gefüllt bis an den höchsten Rand … Heute singe ich diesen Vers mit.“

Was hat sich verändert? Mein Blick auf Gott! Während ich in den ersten Jahren meines Christseins zuerst auf mein Leben geschaut habe und dann auf Gott, hat sich diese Blickrichtung nun umgekehrt. Ein Auslöser dafür war unter anderem der Text aus dem Buch des Propheten Jesaja im Alten Testament, Kapitel 53, der mit den Worten beginnt: Wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und an wem ist der Arm des HERRN offenbart?

Daran schließt sich dann eine Beschreibung an, bei der man den Eindruck hat, dass der Verfasser des Textes bei der Kreuzigung Jesu mit dabei war. Er hat diesen Text aber ca. 700 Jahre früher geschrieben. Da wurde mir noch einmal klar: Ein Gott, der das Weltgeschehen so im Blick hat, der alle Macht so in den Händen hält,  und der dann auch noch mich da mit hineingenommen hat – den kann ich nur loben. Auch wenn mein Leben manchmal nicht danach aussieht und ich mich wirklich nicht nach einem Leidenskelch sehne. Aber: Lesen Sie doch mal Jesaja 53!

Autor: Hans Wagner

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Daniel 3,28

"Gelobt sei Gott, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die ihm vertraut haben." Gott loben ist immer gut. Wunderbar, Gott hat mich bewahrt. Ich bin nach 200 km Fahrt wieder gut in Wetzlar angekommen. Ich hatte Gott vertraut und ihn auch ausdrücklich gebeten, auf mich und die anderen auf der Autobahn aufzupassen. Ob die anderen alle seine Knechte waren - sprich wie ich im Auftrag des Herrn unterwegs waren- kann ich nicht sagen. Doch einen Unfall habe ich nicht gesehen.

Erleichtert sage ich: "Gelobt sei Gott, der seinen Engel gesandt und seine Magd errettet hat, die ihm vertraut hat." Doch wer hat mit diesen Worten eigentlich als erstes Gott gelobt? Der Vers findet sich im Danielbuch, was liegt da näher als Daniel selbst als Urheber zu vermuten? Weit gefehlt. Es waren Daniels Freunde. Die wurden aus der Glutzhitze eines Ofens gerettet. Haben sie also die Urheberrechte an diesem Lob Gottes?

Auch nicht. Es ist einer, der eigentlich nichts mit Gott am Hut hat, jedenfalls nicht mit dem Gott Israels: Nebukadnezar. Nebukadnezar zählte nicht zu den Freunden Daniels. Er war ihr Vorgesetzter. Der König von Babel persönlich. Doch was er mit eigenen Augen sieht: Drei Männer spazieren durch den Ofen und sterben nicht. Mit ihnen dreht ein vierter Mann, ein Engel, die Runde im Ofen, das bringt ihn dazu, den Gott Israels zu loben:

"Gelobt sei Gott, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die ihm vertraut haben." Und mit welchen Worten loben Sie den Gott Israels, den Vater Jesu Christi?

Autor: Pastorin Elke Drossmann

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Lukas 13,19

Es ist ein kleiner Same mit einer großen Wirkung, sagt Jesus, und vergleicht Gottes Reich mit einem Senfkorn. Ich  zitiere: „Das Reich Gottes gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und warf’s in seinen Garten; und es wuchs und wurde ein Baum“, Lukas 13,19.

Zwei Dinge finde ich an diesem Gleichnis erstaunlich:

Einerseits befindet sich in dem kleinen Senfkorn der Bauplan einer großen Pflanze. Wenn das gesäte Senfkorn ausreichend Wasser bekommt, wächst es zu einem großen Senfstrauch heran. Der genetische Bauplan bestimmt, dass keine Distel und auch kein Apfelbaum wächst. – Nein, nur ein Senfstrauch entsteht.  

Andererseits finde ich es bemerkenswert, dass trotz des achtlosen Umgangs mit dem Samen, der Same keimt und eine Pflanze hervorbringt. Gott hat den Samen entsprechend angelegt: Stimmen die Rahmenbedingungen, kann der Same gar nicht anders, als keimen.

Übertrage ich dieses Gleichnis auf heute, dann heißt das: Gott hat das Evangelium mit allem ausgestattet, um Menschen anzusprechen, sie in die Nachfolge Jesu zu rufen und sie von ihrer Schuld zu befreien. Zweitens: Das Evangelium wirkt auch ohne mein Zutun.

Mich entlastet dieses Gleichnis Jesu. Ich lerne, dass es nicht so sehr auf mich, meine Fähigkeiten und Anstrengungen ankommt. Das Evangelium ist so beschaffen, dass es von alleine wirkt. Mein Aufgabe ist es, das Evangelium dort hin zu befördern, wo es wirken soll, – genauso, wie ich den Samen im Garten sähen muss, wenn daraus eine Pflanze wachsen soll.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Johannes 14,1

Jesus sitzt mit seinen Jüngern zusammen. Die Stimmung ist ernst, das spüren alle im Raum. Jesus hat viel auf dem Herzen. Er spricht von Dingen, die seine Zuhörer beunruhigen. Jesus redet von Verrat, Verleugnung und einem neuen Gebot, das fortan gelten soll.  In diese Situation hinein spricht Jesus folgende Worte: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“, Johannes 14,1.

Mit diesem Satz wendet Jesus die Blicke seiner Jünger weg von den beunruhigenden Ankündigungen, hin zu einer Botschaft des Trosts, der Hoffnung und Liebe.

Vor einigen Tagen habe ich mit einigen Kollegen für verfolgte Christen auf einem anderen Erdteil gebetet. Das waren Menschen, deren Häuser niedergebrannt worden waren, bloß weil sie Jesus nachfolgen. Wie mögen diese Worte Jesu in ihren Ohren klingen, habe ich mich gefragt: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ Klingt das nicht wie Hohn?

Wenn man Christen fragt, die um ihres Glaubens Willen leiden mussten, bekommt man oft eine erstaunliche Auskunft. Diese Menschen berichten von Trost und Zuversicht, selbst in großem Leid. Sie können sogar ihren Feinden vergeben. Diese Fähigkeit schreiben sie Jesus zu.

Ich habe mich gefragt, warum ist das so? Vielleicht hat Jesus sich ihnen in besonderer Weise zugewandt. Hat sie mit Trost und Zuversicht beschenkt, sodass sie ihr Leid annehmen und tragen konnten. Vielleicht aber auch, weil sie eines erkannt haben: Jesus Christus ist größer als meine schlimmen Umstände. Er wird trotz dieser Ungerechtigkeit sein Ziel mit mir erreichen.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Psalm 84,11

Beim Betreten einer Kirche hat mein Großvater immer seinen Hut abgenommen. Für ihn war das selbstverständlich. Ich habe als Kind nicht verstanden, warum er das tut. Irgendwann wurde mir klar, er tat es zur Ehre Gottes.

Rückblick: Vor über 3000 Jahren leben die Söhne Korachs. Sie sind Israeliten und gehören zu denen, die Mose durch die Wüste in das Land führt, dass Gott ihnen geschenkt hat. Ihre Familie hat das Privileg in der Stiftshütte zu dienen. Bis das Volk Israel an seinem Ziel, im Gelobten Land ankommt, ist die Stiftshütte, der Heiligste Platz. Der Ort in dem die Israeliten Gott anbeten. Bis später der Tempel in Jerusalem gebaut wurde, ist sie sozusagen das mobile Gotteshaus des Volkes Israel. Das heißt Korachs Söhne gehen dort ein und aus. In einem ihrer Songtexte heißt es: Ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend.“

Diese Worte zeigen, wie besonders es für die Jungs ist in Gottes Nähe zu sein. Was Gott für sie, für eine große Bedeutung hat. 

Zurück zur Gegenwart: Viele Menschen haben Gott in ihrem Alltag nicht mehr auf dem Schirm, obwohl er uns durch Jesus noch näher gekommen ist. Wenn ich mich wie die Söhne Korachs nach seiner Nähe und Liebe sehne, dann beschenkt mich Gott damit. Wer dieses Geschenk bekommt, der begreift, wie wertvoll es ist!

Autor: Piera Reich

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Lukas 19, 5-6

Spontane Verabredungen sind oft die besten. Habe ich schon oft gemerkt. Kein großes Geplane und Termin-hin-und-her-Geschiebe. Man sieht sich, fragt, ob der andere Zeit hat, und schon ist die Verabredung eingelogged. Im Nachhinein merke ich, das war eines der besten Treffen, dass ich seit langem hatte.

Vielleicht war sich Jesus dessen bewusst, als er dem Kleingewachsenen auf dem Maulbeerbaum folgendes sagte: „Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren.“ Der Zöllner Zachhäus, ein ziemlich unbeliebter Kerl, der sich wahrscheinlich nicht so schnell etwas sagen ließ, steigt sofort vom Baum und nimmt Jesus mit. Da sehen spontane Verabredungen doch noch ein bisschen anders aus. Man verabredet sich zu einem späteren Zeitpunkt am Tag, aber sofort mitkommen? Das geht nicht. Ich muss doch erst noch aufräumen, saugen, Staub wischen und natürlich etwas Leckeres vorbereiten.

Bei guten Freunden ist noch nicht einmal das nötig. Die kennen einen doch, wie man ist. Da kommt es nicht so sehr darauf an, ob das Haus auch blitzeblank ist. Da ist es wichtig, Zeit miteinander zu verbringen. Gute Freunde wissen doch, dass zuhause nicht immer alles tiptop ist. Und das ist dann auch okay so.

Jesus möchte genau dieser gute Freund sein. Einer, den man zu sich nach Hause holt, ganz egal wie es dort aussieht. Jesus packt sogar noch mit an beim Aufräumen. Hat er bei Zachhäus doch auch gemacht. Aufgeräumt – in seinem Leben. Wer Jesus in sein Leben einlädt, bekommt einen Freund, der einen so nimmt, man ist, aber nicht so lässt. Sollte er jetzt zu Ihnen nachhause kommen wollen, dann steigen Sie eilends herunter und nimm ihn mit.

Autor: Tobias Schier

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

5. Mose 8,6

Was will Gott eigentlich, dass ich tun soll? Das ist eine Frage, die Menschen immer wieder stellen! Und mir ist das schon oft passiert, dass Menschen mich das fragen, wenn sie selbst darauf keine Antwort finden. Meine Antwort ist dann immer die gleiche: Lies in der Bibel nach! Da steht es ausdrücklich und sehr eindrücklich drin.

Doch die Bibel ist ja bekanntlich ein dickes Buch und nicht jede Passage in der Bibel ist so leicht verständlich. Deshalb kommt dann mein Rat hinterher: Es gibt so einige Sätze, die sind sehr aussagekräftig. Zum Beispiel die zehn Gebote. Sie regeln die Beziehung zwischen den Menschen und Gott und den Menschen untereinander, damit ein gedeihliches Leben überhaupt erst möglich wird. Die zehn Gebote sind so wichtig, dass sie in der Bibel gleich an zwei Stellen ausführlich vorkommen und dann an vielen Stellen immer wieder aufgegriffen werden.

So im zweiten Buch Mose Kapitel 20 und dann im fünften Buch Mose Kapitel 5. Dort gibt es dann auch die Aufforderung Gott von ganzem Herzen und von ganzer Seele zu lieben. Und nur wenige Zeilen später kommt dann ein sehr wichtiger Satz an jeden Einzelnen, der die Gebote Gottes vernommen hat: "So halte nun die Gebote des Herrn, deines Gottes, dass du in seinen Wegen wandelst und ihn fürchtest." Das nenne ich mal eine klare Ansage! Wer zeigen will, dass er Gott ernst nimmt und so leben will, wie Gott es will, der sollte seine Gebote halten! Da bleiben eigentlich keine Fragen offen!

Autor: Horst Kretschi

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Micha 7,9

Heute, am Samstag dem 22. April 2017, haben wir in Deutschland exakt 14 Stunden, 12 Minuten und 19 Sekunden Sonnenlicht. Je nachdem, wo Sie mich gerade hören und wie bei Ihnen das Wetter ist, werden Sie nur an einem Teil des Tages die Sonne wirklich sehen. Aber selbst wenn Sie die Sonne nicht sehen; sie scheint!

Gerade jetzt im Frühjahr mit seinem sehr wechselhaften Wetter, kann man die Sonne schon mal schnell aus den Augen verlieren. An manchen Tagen bleibt es trüb und schwere Regenwolken versperren den Himmel. Doch egal wie finster der Himmel ausschaut, dahinter strahlt die Sonne verlässlich auf unseren Erdball hinab.

Die Sonne, ihre Wärme und ihr Licht, ist Teil der Schöpfungsgeschichte Gottes. Die Sonne ist unerreichbar für uns Menschen, doch spüren wir sie jeden Tag.

An die Sonne denke ich, wenn ich in der heutigen Tageslosung in Micha 7, 14 lese: „Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue.“

Er, Gott, bringt mich an Licht. Jeden einzelnen von uns.  Die Verheißung des Propheten Micha äußert nicht genauer, wann und wie es geschehen wird. Doch wir können darauf vertrauen, dass es geschieht.

Ähnlich wie die Sonne, die hinter den Wolken aber doch präsent ist, ist Gott, den wir nicht sehen können, für uns ein ganzes Lebens lang da. Er wärmt uns und führt uns ans Licht. Seine Gnade empfängt uns mit dem ersten Atemzug. Und sie begleitet uns, bis zu dem Tag, an dem ein letztes Mal für uns die Sonne aufgeht.

Autor: Dariush Ghobad

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Daniel 6,17

Mobbing ist so alt wie die Menschheit. Schon in der Bibel, im Alten Testament, sind uns zahlreiche Fälle  überliefert. Da ist zum Beispiel Daniel. Ein junger, aufstrebender Verwaltungsbeamter am Hof des persischen Königs Darius. Ein „high potential“, würden wir heute sagen. Durch seine Begabung stellt er seine Kollegen spielend in den Schatten.

Mit verletztem Stolz und Ehrgeiz machen die sich daran, Daniel kleinzukriegen. Sie versuchen, ihm aus seinem Gottvertrauen einen Strick zu drehen. Sie überreden König Darius, das Beten zu verbieten. Daniel gibt sein Gebet nicht auf, wird erwischt und verurteilt: Todesstrafe.

Selbst König Darius traut sich politisch nicht, Daniel zu retten. Auf dem Weg in die sprichwörtliche Löwengrube gibt er ihm eine Hoffnung mit, an die er selbst nicht glaubt: Dein Gott helfe dir!

In diesem Löwengrube-Moment spricht alles gegen Daniel: Seine Begabung kann ihn nicht retten, seine Kollegen haben sich gegen ihn verschworen, der mächtigste Mann Persiens hat ihn aufgegeben. Dein Gott helfe dir.

Die Ironie der Geschichte: Der schwache Trost ist unbeabsichtigt ein Verweis auf den stärksten Verbündeten, den Daniel an seiner Seite hat: Gott. Daniel macht in der Löwengrube die Erfahrung: Es spielt keine Rolle, wer mir alles nicht beisteht - solange Gott mir hilft.

Vielleicht kennen Sie solche Löwengruben-Momente. Vielleicht ist gerade heute so ein Moment. Dann möchte ich Sie ermutigen mit dem Verweis auf den stärksten Verbündeten, den Sie sich nur wünschen können: Dein Gott helfe dir!

Autor: Dr. Jörg Dechert

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Philipper 1,27

Friede, Freude, Eierkuchen – Ein fröhliches Gesicht machen, auch wenn es im Getriebe so richtig knirscht. Ist es das, was sich der Apostel Paulus und sein Mitstreiter Timotheus für die ersten christlichen Gemeinden gewünscht haben? Man könnte fast den Eindruck gewinnen. Immerhin heißt es in dem Brief, den sie vor 2000 Jahren an die Christen in Philippi im heutigen Griechenland geschrieben haben:

Das Wichtgste ist: Lebt als Gemeinde so, dass ihr der Guten Nachricht von Christus Ehre macht (Philipper 1,27).

Also einen schönen Schein nach außen wahren? Nein, die Formulierung, die hier benutzt wird, meint eigentlich: Menschen, die Jesus nachfolgen, sollen die Rechte und Pflichten eines himmlischen Staatsbürgers wahrnehmen. Wenn ich zu Jesus gehöre, habe ich Rechte. Jesus hat mich frei gemacht von Schuld. Ich bin nicht meinem Egoismus ausgeliefert, brauche nicht mehr zerstörerisch gegen andere und mich selbst handeln. Aber ich habe eben auch Pflichten: Der Bürger der jungen griechischen Demokratie, die hier als Vergleich herangezogen wird, wusste: Meine Freiheit ist gefährdet. Ich muss sie gemeinsam mit den anderen verteidigen.

Darum geht es: Freiheit als Christ, das bedeutet: Ich koche nicht mein eigenes Süppchen. Sondern ich ziehe mit meinen Mitstreitern, wo es nur geht, an einem Strang. Nicht aus falscher Harmoniesucht, sondern weil viel auf dem Spiel steht. Dort, wo Christen Einheit auch unter schweren Bedingungen leben, werden andere neugierig. Sie wollen womöglich selbst diese Freiheit erleben, die Gott schenkt. Wollen dazugehören. Und es muss nicht beim Wunsch bleiben.

Autor: Oliver Jeske

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Kolosser 3,1

Ostern ist gerade mal zwei Tage her. Das Fest, an dem Christen Jesus Christus feiern, den Auferstandenen. Einem toten Religionsstifter bauen die trauernden Anhänger vielleicht ein Mausoleum. Bei Jesus Christus liegt der Fall anders. Der war zweifellos tot, der Leichnam  hatte drei Tage in einem hermetisch verschlossenen Felsengrab gelegen. Und von den Toten kehrt normalerweise keiner zurück. Jesus schon. Und wie! Am Ostermorgen war das Grab leer, die tonnenschwere Steinplatte weggerückt, die Leichentücher fein säuberlich zusammengelegt. Und der Jesus, der zuerst einigen seiner Anhängerinnen und später seinen engsten Wegbegleitern und Schülern begegnet, ist kein vom Wassermangel ausgezehrtes Folteropfer, wie man das nach seinem Leidensweg hätte erwarten können. 

Der Auferstandene, der von Gott, seinem himmlischen Vater auferweckte Jesus trägt zwar noch die Wundmale der Kreuzigung - aber er hat auch neue, übernatürliche Züge. Seinen Gefolgsleuten dämmert es: Es ist alles wahr, was er uns gesagt hat. Er kommt von Gott, und er hat auch uns den Weg dorthin gebahnt.

Ein Vierteljahrhundert später wird der Apostel Paulus den Christen in Kolossä im Westen Anatoliens schreiben: "Ihr seid mit Christus auferweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt." Jesus Christus hat nicht nur den Beginn des Reiches Gottes ausgerufen, er hat seinen Anhängern auch die Regeln beigebracht, die dort gelten. Seither ist Learning by Doing angesagt. Lernen durch Üben. Irdisches Leben nach himmlischen Maßstäbe . 

Autor: Markus Baum

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Prediger 7,14

"Freue dich, wenn du einen Glückstag hast. Und wenn du einen Unglückstag hast, denke daran: Gott schickt dir beide, und du weißt nicht, was als Nächstes kommt."

Diese Weisheit steht mitten im Buch des Predigers. Eine Sammlung von klugen Sprüchen, die dem König Salomo zugeschrieben werden. Und dieser Spruch soll mich, wie die anderen in dieser Sammlung, ins Nachdenken bringen. Denn ich soll mich fragen, worauf ich mein Augenmerk richte.

Für Pessimisten ist das keine Frage: Egal, wie schön der heutige Tag ist, morgen kommt bestimmt ein Unglückstag. Mit anderen Worten: Freuen zwecklos. Ich werde mir doch meine schlechte Laune nicht durch ein paar trügerisch schöne Augenblicke verderben lassen.

Andere Möglichkeit. Ich sehe die ganze Geschichte mit der Brille des Optimisten: Ja, es gibt schwierige Zeiten, aber heute ist ein schöner Tag, den mir Gott geschenkt hat, und darüber will ich mich erstmal freuen, der Rest findet sich.

Ziemlich schnell wird klar, was die bessere Haltung für mein Leben ist: Wenn ich alles negativ sehe, wird es nie besser, höchstens schlimmer. Wenn ich mich jedoch grundsätzlich über die positiven Dinge freue, und sie dankbar aus Gottes Hand nehme, sind die schlechten Momente zwar immer noch da, aber nur noch halb so schlimm.

Es lohnt sich also, jetzt gleich zu entscheiden: Welche Brille will ich heute für mich aufsetzen, welche Brille wollen Sie aufsetzen? Also, ich habe meine Entscheidung schon getroffen. Raten Sie mal...

Autor: Andreas Odrich

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Jeremia 8,4

Manches scheint selbstverständlich zu sein. Auch das, was der Prophet Jeremia vor 2600 Jahren formuliert hat: Wo ist jemand, wenn er fällt, der nicht gern wieder aufstünde? Wo ist jemand, wenn er irregeht, der nicht gern wieder zurechtkäme?

Eigentlich ist es doch klar, dass z. B. ein Kind, das hinfällt, spätestens dann, wenn es die Aufmerksamkeit von jemand anderen hat, wieder aufstehen und weiterspielen will. Oder wenn ich mit dem Auto unterwegs bin und verfahre mich, dann bin ich froh, wenn ich ein Schild finde, an dem ich mich orientieren kann. Ich ändere die Richtung, um ans Ziel zu kommen.

Jeremia macht die Erfahrung, dass das Volk Israel im Alltag genau so reagiert. Aber, wenn es um Gott geht, ist das Volk auf einer anderen Spur. Wenn die Israeliten bei Gott auf die Nase fallen, bleiben sie einfach liegen. Sie wollen gar nicht aufstehen.

Wodurch fallen sie hin? Weil sie z. B. einer Göttin: der Himmelskönigin Kuchen backen, statt ihre Ehre allein Gott zukommen zu lassen. Diese Haltung, Ehre, wem Ehre ihrer Meinung nach gebührt, wirft die Israeliten zu Boden. Und sie bleiben liegen, weil sie die Himmelskönigin nicht loslassen wollen.

So geht es mir auch häufig, wenn bei mir Gott im Spiel ist. Obwohl es in meinem Alltag auch ein ganz normales Verhalten ist, aufzustehen, wenn ich hingefallen bin. Und doch bleibe ich oft einfach liegen, weil ich z. B. bestimmte Verhaltensweisen nicht loslassen will.

Bis heute ist es aus Gottes Sicht nicht schwer, wieder aufzustehen, wenn ich mir klar mache, wer diese Göttin, die Himmelskönigin, bei mir eigentlich ist und wer Gott ist. Gott streckt mir durch Jesus Christus seine Hand entgegen, damit ich aufstehen kann. 

Autor: Pastorin Elke Drossmann

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

1. Korinther 15,54–55

Manche Dinge sind einfach zu schön, um wahr zu sein. Der Apostel Paulus schreibt den Christen in Korinth von einem Ausblick, auf den genau diese Eigenschaften zutreffen. Ich zitiere: „Wenn mit Unvergänglichkeit bekleidet wird, was jetzt vergänglich ist, und mit Unsterblichkeit, was jetzt sterblich ist, dann wird geschehen, was geschrieben steht: Verschlungen ist der Tod in den Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ 1. Korinther 15,54–55.

Woran ich bei diesem Bibelvers denke? Zunächst einmal an Kleidung: Weg mit der alten Jeans und dem verschwitzten Hemd. Her mit dem frisch gebügelten, blütenweißen Hemd und dem schicken Anzug. Jetzt ist es Zeit zu feiern, denn der letzte Feind – der Tod – ist überwunden.

Natürlich ist das nur ein schwaches Bild für das, was Paulus meint. Christen leben mit großer Erwartung auf diesen Moment zu. Sie wissen, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, sondern der Auferstandene Jesus Christus.

Und weil ich auf Jesus hoffe, sehne ich mich nach diesem Moment, wenn ich vor Jesus stehen werde und er mich mit den Worten begrüßt: „Sei mir willkommen! Du bist jetzt zuhause.“

Ja, dann ist all das vorbei, was jetzt weh tut, mir Not macht und mich niederdrückt. Dann beginnt in Gottes Herrlichkeit etwas Neues, etwas ganz und gar Schönes. Darauf freue ich mich. – Sie auch?

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Johannes 19,26–27

Ich erinnere mich noch sehr gut an die Karsamstage meiner Kindheit: meine ganze Familie war im und ums Haus herum beschäftigt, die Nachbarn wurden mit Ostergeschenken versorgt und natürlich stand auch immer ein Großeinkauf auf dem Tagesprogramm. Als Kind hatte ich wenig Verständnis für den Karsamstagstress. Aber heute mache ich es genauso. Immerhin liegt ja nicht einfach nur ein normaler Sonntag vor mir, sondern zwei ganze Feiertage.

Dabei übersehe ich jedoch einen unscheinbaren aber wichtigen Teil der Kreuzigung Jesu. Kurz bevor Jesus Christus am Kreuz stirbt, spricht er nämlich zu seiner Mutter und dem Jünger Johannes: „Frau, siehe, das ist dein Sohn!“ Und weiter steht in Johannes 19, 26-27: „Danach spricht er zu dem Jünger: „Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.“

Das heißt in anderen Worten: Jesus kümmerte sich um die Versorgung seiner Mutter im Alter. Was für eine beeindruckende Szene: Obwohl Jesus am Kreuz hängt und große Schmerzen hat, sorgt er sich um das Wohl anderer.

Ich erlebe ähnliches in meinem eigenen Leben: Jesus kümmert sich um meine Zukunft und meinen nächsten Lebensabschnitt. Nur leider verliere ich das oft aus dem Blick. Deshalb möchte ich den Karsamstagsstress in diesem Jahr ganz bewusst runter fahren und stattdessen mehr Zeit mit Jesus verbringen. Denn nur so erfahre ich mehr über seine fürsorglichen Gedanken für mich. Und nur so erkenne ich, wie er mich bisher auf meinen Wegen versorgt hat.

Und wie gestalten Sie ihren Karsamstag?

Autor: Annabel Breitkreuz

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Lukas 23,42

Letzte Worte vor dem Tod sind nicht mehr so wichtig, wenn die Beziehung zwischen zwei Menschen gut ist. Das habe ich beim Tod meiner Mutter gemerkt. Dennoch sind die Worte, die sie mir noch mit auf den Weg gab, ein kostbarer Schatz. Dieser Schatz ist in meinem Gedächtnis abrufbar.

Heute vor fast 2000 Jahren wurde die Todesstunde für drei Männer eingeläutet, die sich bisher fremd waren. Ist da überhaupt mit letzten Worten zu rechnen? Was soll einer dem anderen schon sagen? Von Kreuz zu Kreuz, an dem jeder von ihnen hing?

Doch es kommt zu einem Wortwechsel. Der eine spricht den in der Mitte, Jesus, an und spottet über Jesus wie die, die in Israel das Sagen hatten und die Soldaten. Der andere Mann am Kreuz weist ihn in die Schranken. Auch er spricht Jesus an. Seine letzten Worte lauten: „Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!“ So berichtet es der Evangelist Lukas.

Diese letzten Worte des Mannes entscheiden über Tod oder Leben. Den Kreuzestod muss er sterben wie Jesus. Doch den ewigen Tod nicht. Davon rettet Jesus ihn in diesem Moment und verspricht ihm: „Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“

Im letzten Moment hat der Mann seine Chance genutzt und mit seinen letzten Worten eine Beziehung zu Jesus geknüpft. Diese Beziehung trägt ihn durch den Tod und eröffnet ihm das ewige Leben. Jesu Tod ermöglicht mir und Ihnen auch so eine Beziehung, die durch den Tod ins ewige Leben führt.

Autor: Pastorin Elke Drossmann

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Joel 2,17

Es gibt Situationen, die unvermittelt über einen hereinbrechen können und regelrecht lebensbedrohlich sind. Eine schlimme Diagnose vom Arzt, beispielsweise, oder der bevorstehende Verlust der Arbeitsstelle. Gestern war das Leben noch unbeschwert. Heute ringe ich mit der Fassung. Existenzängste machen sich breit. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll.

Der Prophet Joel erlebt eine solche Situation vor etwa 2.500 Jahren. Auslöser ist eine Heuschreckenplage. Wie ein übermächtiges Heer fällt das Ungeziefer ins Land ein und vernichtet die Ernte binnen kürzester Zeit. Gegen diese gewaltige Heuschreckenplage gibt es ein kein Mittel. Wehrlos muss Israel zusehen, wie ihm seine Existenzgrundlage vor den Augen buchstäblich weggefressen wird.

Joel tut das einzige, was unter solchen Umständen richtig ist. Er ruft zu Gott: „HERR, schone dein Volk und lass dein Erbteil nicht zuschanden werden“, Joel 2,17.

Der Prophet Joel deutet die Heuschreckenplage als Gericht Gottes und ruft Israel zur Umkehr auf. Dann wendet er sich an Gott und bittet diesen um Hilfe.

Was lerne ich aus dieser Begebenheit?

Es gibt im Leben Situationen, die unvermittelt auftreten und sehr bedrohlich sein können. Anstatt die Augen davor zu verschließen, stelle ich mich der Bedrohung und ich wende mich an den, von dem alle Hilfe kommt: Jesus Christus. Ihm klage ich meine Not. Ihn bitte ich eindringlich um Hilfe. Ich lasse nicht zu, dass die Umstände mich beherrschen. Seien sie noch so schlimm, ich überlasse Jesus meine Geschicke und handle im Vertrauen auf seine Hilfe.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

1. Samuel 2,1

Gestern ist mir etwas gelungen, vor dem ich ziemlich Muffensausen gehabt hatte. Ich hatte die Hände gefaltet, Jesus um Weisheit und Hilfe gebeten, weil ich etwas tun sollte, was ich in dieser Form bisher noch wenig getan hatte. Und dann? Dann ist das, was ich zu tun hatte, tatsächlich gut gelungen. Jesus hatte mich ruhig gemacht und mir in der Herausforderung geholfen.

Anschließend war mir zum Loben und Danken zu Mute. Plötzlich war die Last weg. Das Leben fühlte sich leicht und gut an.

Einer Frau in der Bibel ging es ähnlich. Sie hatte lange darunter gelitten, dass sie keine Kinder bekommen konnte. Obwohl ihr Mann sich ausgesprochen verständnisvoll und sensibel verhalten hatte, konnte sie sich nicht mit der Situation abfinden, bis eines Tages ihr Gebet erhört wurde. Samuel wurde geboren. Ein Kind, das später einmal zu einer der prägenden Persönlichkeiten in Israel heranwachsen sollte.  

Von Hanna ist ein Danklied überliefert, dass mit folgenden Worten beginnt: „Mein Herz ist fröhlich in dem HERRN“. (1. Samuel 2,1)

Beim Nachdenken über diesen Vers und das, was ich gestern erlebt habe, kam mir die Frage: Wie oft liege ich Gott in den Ohren? Meine Liste der Fürbitten ist in der Regel ziemlich lang. Auf jeden Fall deutlich länger als der Dank.

Ich will es heute bewusst mit Hanna halten. Ich will mit fröhlichem Herzen für all das dankbar sein, was Gott an Gutem mir geschenkt hat.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Hesekiel 16,60

Es ist ziemlich genau 60 Jahre her, dass mit den sogenannten „Römischen Verträgen“ der Grundstein für die EU gelegt wurde. Die Idee der Gründerväter der Europäischen Union war, dass man die Zukunft der europäischen Staaten gemeinsam lenkt. Damit Gemeinsamkeit, damit Einheit funktioniert, müssen die Beteiligten ein gemeinsames Grundverständnis und ein klares, verbindliches „Ja“ zueinander haben. Sonst funktioniert die Sache nicht. Bestes Beispiel: Der sogenannte „Brexit“ – der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der EU.

Vor etwa 2600 Jahren lässt Gott den Propheten Hesekiel folgendes an das Volk Israel ausrichten: „Ich will gedenken an meinen Bund, den ich mit dir geschlossen habe zur Zeit deiner Jugend, und will mit dir einen ewigen Bund aufrichten.“

Folgender Hintergrund: Die Israeliten sind Gottes auserwähltes Volk. Gott hat mit ihnen Großes vor und hat mit ihnen einen Bund geschlossen. Er hat Ihnen ein Land, das gelobte Land geschenkt. Damit sein Volk so leben kann, dass es ihm gut geht, hat Gott den Israeliten Leitlinien an die Hand gegeben: Die 10 Gebote.

Doch Gottes Bündnispartner, die Israeliten, schlagen Gottes Ratschläge in den Wind. Sie begehren auf, sind unzufrieden und gestalten ihr Leben nach eigenen Regeln. Gott hätte also Grund genug gehabt, enttäuscht seinerseits einen „Exit“ – also einen Austritt aus diesem Bündnis zu beschließen.

Erstaunlicherweise ist Gottes Reaktion letzten Endes eine andere: Er erneuert sein Bündnis mit Israel! Allein diese Geste Gottes widerspiegelt seine große Liebe zum Volk Israel. Und das Beste ist: Diese Liebe ist nicht nur den Israeliten von damals vorbehalten. Sie gilt bis heute! Gott hält sie für alle bereit, die ihn auch lieben!

Autor: Piera Reich

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Seiten