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Geschichten vom Missionsfeld

Wenn ich Geld spende, dann möchte ich wissen, was mit meinem Geld passiert. Ich gebe mein Geld nicht gerne in einen großen Topf. Ich möchte konkret wissen, für wen ich das Leben verbessere. Das Ziel meiner Spende soll ein Gesicht und einen Namen haben. Und: ich möchte sicher sein, dass die Verwendung meiner Spende kontrolliert wird. Ich möchte nicht, dass meine Spende durch hohe Verwaltungskosten gemindert wird. Das wünschen sich viele Menschen, die Geld spenden. Und obwohl das viele Wünsche sind, bietet EBM INTERNATIONAL das alles seinen Spendern. Wir sind nah dran, kennen die Leiter unserer Projekte persönlich und können über jedes Kind in unseren Kinderheimen, jeden Azubi in unseren Berufsausbildungszentren oder jeden Gemeindegründer in Afrika, Lateinamerika, Indien oder der Türkei Auskunft geben. Denn wir kennen unsere Partner. Und wir wissen auch: Niemand ist perfekt. Menschen machen Fehler. Menschen lassen sich verführen – manchmal auch vom Geld. Das passiert in unseren Projekten, Gott sei es gedankt, sehr selten. Aber wenn, dann bekommen wir es zeitnah mit, weil wir nah dran sind. Und dann ziehen wir Konsequenzen, gehen dem nach und sorgen für Sanktionen und Rückzahlung. Bisweilen ist das alles manchen Spendern aber nicht „individuell“ genug. Sie möchten für einen Zweck oder ein Projektspenden, dass nur sie unterstützen. Sie schicken uns Ihre Spende für einen Zweck, der nicht zu den von uns geprüften und genehmigten Projekten gehört. Dann leiten wir das Geld natürlich trotzdem genauso weiter. Das waren im Jahr 2016 insgesamt 387.000 Euro. So viel Geld wurde an EBM INTERNATIONAL gespendet für Projekte, die gar nicht in unserem Budget sind. Diese Projekte haben wir so dann auch nicht mit unseren Partnern gemeinsam vereinbart. So können wir über die Verwendung dieser Spenden längst nicht so gut Auskunft geben, wie bei den Projekten, die unsere Mitgliedsbünde bei uns beantragt haben und die unser Vorstand genehmigt hat. Das ist im Übrigen ein Gremium, das ihr auf dem Bild sehen könnt. Hier sitzen 12 Nationen von vier Kontinenten an einem Tisch. Hier arbeiten wir gleichberechtigt und auf Augenhöhe zusammen. Hier sorgen wir für Nachhaltigkeit, weil die Mitglieder des Vorstands aus dem globalen Süden genau wissen, wie es um die Projekte in ihren Ländern steht. Und so haben wir folgende Bitte: Wir möchten gerne dem Wunsch entsprechen, dass unsere Gemeinden und Unterstützer ein ganz konkretes Projekt haben möchten, für das sie spenden können. Dafür kann man uns jederzeit anschreiben oder anrufen, denn wir können jederzeit Auskunft darüber geben, für welches Kinderheim, welches Krankenhaus, welche Bibelschule, welchen Gemeindegründer, welche Berufsschule, welche Evangelisationskampagne wir gerade am Dringendsten Spenden brauchen. Wir können genau sagen, wie hoch das Budget für ein Projekt ist und für welche Projekte wir zum jeweiligen Zeitpunkt zu wenig Spenden erhalten haben. Wir können jedem Spender eine Projektbeschreibung geben, sodass jeder weiß, wofür und für wen er spendet. Und jeder Spender kann sicher sein: Sein Geld verschwindet nicht in einem großen Topf, sondern geht in das Projekt, das der Spender bestimmt. Und wir gehen mit den anvertrauten Spenden verantwortungsvoll um. Unsere gesamten Verwaltungskosten lagen in 2016 bei 15,0 %. Und weil wir außer Spenden auch noch andere Einnahmen haben, gehen von zweckgebundenen Spenden nie mehr als 12 % Verwaltungskosten ab (da sind übrigens neben den Gehältern auch Ausgaben für Publikationen, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit schon mit enthalten). Und damit liegen wir bei den deutschen Missionsgesellschaften ganz weit vorne. Vergleichen Sie uns gerne. Unsere Projekte sind vor Ort verankert. Sie sind gemeindebezogen. Sie werden partnerschaftlich ausgewählt. Sie sind ganzheitlich: Sie zeigen Menschen den Weg zum erfüllten, ewigen Leben und geben Würde und Gesundheit. Und sie sind nachhaltig – weil sie in der Verantwortung mit unseren lokalen Partner ausgewählt und umgesetzt werden. Dafür steht EBM INTERNATIONAL!

 

Pastor Christoph Haus, Generalsekretär von EBM INTERNATIONAL

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Geschichten vom Missionsfeld - Äquatorialguinea

Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben in Äquatorialguinea. Das Land liegt am Äquator. Das kann sich jeder denken. Viel mehr weiß ich über das Nachbarland von Kamerun auch nicht. Es ist heiß. Grün. Und abgesehen von ein paar unwirklichen Palästen scheint das Leben einfach zu sein. Wir fahren mit dem Auto auf dem kontinentalen Teil des Landes von dem Ort Bata am Meer nach Evinayong im Landesinneren. Wir - das sind die spanische EBM INTERNATIONAL-Missionarin Marta Nombela, unser Regionalrepräsentant Magloire Kadjio, der junge Leiter der einheimischen Baptistenkirchen Pastor Elias und ich.

Während der zweistündigen Autofahrt reden wir über alle möglichen Dinge, die uns in den letzten Tagen beschäftigt haben: Wie kann man die Verantwortung für die Schulen komplett und konsequent in die Hand von einheimischen Leitern geben? Wie können wir als Mission weiter die Kirchen und Leiter stärken? Wie gehen wir mit der Situation um, dass wir keine Missionare für das Land finden und dass es für Deutsche auch so schwierig ist, ein Visum, geschweige denn eine Arbeitserlaubnis, zu bekommen?

Mir raucht der Kopf. Es ist so heiß. Mein Spanisch ist so schlecht. Und die Herausforderungen sind so groß. Es liegen Tage hinter mir, an denen ich ständig überlegt habe, was die richtige Idee, der richtige Rat oder auch der richtige Moment zum Schweigen ist. Auf dieser Autofahrt stelle ich Marta eine einfache Frage: „Was ist eigentlich dein Traum?“

Auf die Antwort muss ich nur ein paar Sekunden warten: „Ich wünsche mir, dass junge Mädchen durch meine Arbeit und mein Vorbild lernen, dass sie etwas im Leben erreichen können, wenn sie zur Schule gehen und einen Beruf lernen.“

Und inmitten von allen Überlegungen bin ich dann gleichzeitig stolz und beschämt, dankbar und persönlich herausgefordert. An der Schule in Evinayong, wo Marta leitend mitarbeitet, gehen mehr als 300 Kinder in die Grundschule und viele Menschen aus der Gemeinde haben dort Arbeit gefunden.

Die Gemeinde und die Schule benutzen für ihre Veranstaltungen ein gemeinsames Gelände. Ungefähr die Hälfte der Kinder sind Mädchen. Täglich erleben sie, wie Marta sich hier einbringt und wie begeistert sie von Jesus, den Menschen und ihrer Arbeit ist. Sie erleben diese junge starke alleinstehende Frau, die um die halbe Welt reist und in einem fremden Land lebt. Sie hat eine Arbeit, von der sie gut leben kann; sie kann Auto fahren und trägt ständig ein Lachen auf dem Gesicht. Marta inspiriert mit ihrer offenen, mutigen, herzlichen und fröhlichen Art.

Ich bin überzeugt davon, dass viele dieser jungen Schülerinnen ihren Müttern abends erzählen, wie sehr sie diese spanische Missionarin mögen. Und wahrscheinlich wünscht sich manche Mutter für ihre Tochter, dass sie einmal so selbstbestimmt wie Marta leben kann. Und ich bin überzeugt davon, dass dieser Wunsch für viele Töchter in Evinayong wahr wird – weil Marta sie an jedem neuen Tag mit einem Lachen begrüßt.

Ich bin persönlich begeistert von den Kindern in Evinayong, ihrer Fröhlichkeit und ihrem Willen zu lernen und dem Mut das Leben zu leben. Ich bin mehr denn je überzeugt davon, wie wichtig Bildung für das Leben ist. Ich bin dankbar für die Möglichkeiten, die wir haben und ich wünsche mir, dass wir durch unsere missionarische Arbeit immer mehr Kindern helfen können, die Grundlage für eine selbstbestimmte und gute Zukunft zu legen.

 

Matthias Dichristin

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Geschichten vom Missionsfeld - Indien

15 Kinder sitzen vor dem Eingang des Rehabilitationszentrums für körperbehinderte Kinder in Ludhiana/Nord-Indien. Zum Teil im Rollstuhl, einige an Krücken, einige mit Rollatoren.

Alle Kinder wurden von Dr. Santhosh operiert und sind nun im Rehabilitationsprogramm, machen Krankengymnastik und erhalten Physiotherapie.

„Sie kommen auf allen vieren oder werden mit Schubkarren oder Bollerwagen gebracht. Und mein Ziel ist es, dass all diese Kinder auf eigenen Beinen wieder aus dem Krankenhaus herauslaufen können“.

Die Kinder und ihre Eltern sind sehr glücklich und sehr zufrieden. Sie haben als Dankeschön ein Lied eingeübt. „Aber bevor ihr das singt“, sagt Dr. Santhosh, „beten wir zusammen und sagen dem danke, der Euch diese Heilung geschenkt hat: Jesus Christus, Gottes Sohn“.

Kinder mit Körperbehinderungen werden besonders von armen Eltern in Indien vor der Öffentlichkeit versteckt. Manchmal sind es Kinder mit gebrochenen Gliedmaßen, die nicht behandelt werden, weil einfach das Geld fehlt. Solche Kinder leben dann mit nicht behandelten Brüchen. Können nicht mehr laufen oder ihre Arme normal bewegen und einsetzen. Auch Kinder mit angeborenen Körperbehinderungen werden oft aus finanziellen Gründen nicht operiert.

Das Christian Medical College in Ludhiana hat sich auf solche Kinder spezialisiert. Finanziert durch unsere Spenden operiert und behandelt Dr. Santhosh solche Kinder.

Bei dem jungen Mädchen aus unserem Kinderheim in Chitador waren die Füße falsch herum angewachsen. Sie kam mit dieser Behinderung auf die Welt.
Nach einer Operation und langer Krankengymnastik kann sie heute ganz normal laufen.

Kinder und Eltern erhalten Würde und Freiheit zurück.

 

Manche Behinderungen kann Dr. Santhosh auch operativ nicht beseitigen. Wie bei dem jungen Mann auf seinem Motordreirad. Aber der querschnittsgelähmte Mann hat im Rehabilitationsprogramm von Dr. Santhosh und seinem Team gelernt, sich in seinem Motordreirad selbständig fortzubewegen.

„Es gibt mir die Würde zurück, denn ich habe nicht nur Bewegungsfreiheit und Arbeit gefunden. Ich habe sogar eine Frau gefunden, die mich geheiratet hat. Das hätte ich nie für möglich gehalten“.

EBM INTERNATIONAL unterstützt dieses Rehabilitationsprogramm mit Spenden. Träger dieses Programms ist das „Christian Medical College Ludhiana“. Mit diesem Krankenhaus hat 1960 das Engagement der inzwischen zu EBM INTERNATIONAL übertragenen „Hans-Herter-INDIENHILFE“ begonnen.

Es ist ebenso bewegend wie beeindruckend, wie viele Menschen in diesen vielen Jahrzehnten Hilfe, Hoffnung und Liebe erlebt haben.

 

Pastor Christoph Haus

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Geschichten vom Missionsfeld

Ich bin eine Frau, die von Jesus verändert wurde. Ich bin mit einer Sehschwäche geboren, habe aber trotzdem einen Mann geheiratet und zwei Söhne mit ihm. Doch meine Familie ist jetzt viel größer geworden als dieser kleine enge Kreis.”

Yamile ließ sich am 14.02.2016 taufen.

„Wohl wegen meiner Sehbehinderung hatte ich mein Leben sehr auf meine Familie konzentriert. Aber etwas hat mir in meinem Inneren gefehlt, da war immer ein Loch, eine unbestimmte Sehnsucht. Heute weiß ich, dass nur Jesus diese Leere in mir ausfüllen konnte. Ich bin Gott unglaublich dankbar, dass er mich zu dieser Gemeinde in Abel Santamaría geführt hat. Das war kein Zufall! Gott hatte das geplant.

Heute habe ich eine neue Familie. So fühle ich mich nämlich seit dem ersten Tag. Das größte Geschenk, das ich habe, wofür ich jeden Tag dankbar bin, ist, dass wir Kinder Gottes sind. Ich habe schwere Schicksalsschläge in meinem Leben erlebt, aber jetzt erlebe ich den Frieden Christi, wie ich das noch nie zuvor erlebt habe. Er lässt mich wissen, dass er immer an meiner Seite ist. Ich lobe Gott, weil ich immer seinen Schutz genieße und seine Fürsorge. Immer wieder überrascht er mich mit Menschen, durch die er mich segnet. Ich bete immer darum, dass er mir Weisheit, geistliches Wachstum und Gesundheit schenkt. Und ich bete viel für meine beiden Söhne, 16 und 7 Jahre alt, dass sie sich auch für Christus entscheiden.”

Yamile

Im März 2013 starteten einige Mitarbeiter in Abel Santamaría einen Kinderbibelclub. Schnell kamen auch Kontakte zu den Familien der Kinder zustande. Viele Menschen kamen zum Glauben und ließen sich taufen. Schon knapp zwei Jahre später, 2015, wurde eine Gemeinde gegründet. Diese trifft sich sonntags unter einem Blechdach, dass am kleinen Haus vom Ehepaar Olga und Jacinto, aus der Gemeinde, angebaut wurde. Letztes Jahr konnte ein Grundstück gekauft werden. Jetzt bauen sie ein kleines Gemeindehaus. Sergio und Regina Gomez heißen die leitenden Missionare in Abel Santamaría.

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Geschichten vom Missionsfeld

Ich bin eine Frau, die von Jesus verändert wurde. Ich bin mit einer Sehschwäche geboren, habe aber trotzdem einen Mann geheiratet und zwei Söhne mit ihm. Doch meine Familie ist jetzt viel größer geworden als dieser kleine enge Kreis.”

Yamile ließ sich am 14.02.2016 taufen.

„Wohl wegen meiner Sehbehinderung hatte ich mein Leben sehr auf meine Familie konzentriert. Aber etwas hat mir in meinem Inneren gefehlt, da war immer ein Loch, eine unbestimmte Sehnsucht. Heute weiß ich, dass nur Jesus diese Leere in mir ausfüllen konnte. Ich bin Gott unglaublich dankbar, dass er mich zu dieser Gemeinde in Abel Santamaría geführt hat. Das war kein Zufall! Gott hatte das geplant.

Heute habe ich eine neue Familie. So fühle ich mich nämlich seit dem ersten Tag. Das größte Geschenk, das ich habe, wofür ich jeden Tag dankbar bin, ist, dass wir Kinder Gottes sind. Ich habe schwere Schicksalsschläge in meinem Leben erlebt, aber jetzt erlebe ich den Frieden Christi, wie ich das noch nie zuvor erlebt habe. Er lässt mich wissen, dass er immer an meiner Seite ist. Ich lobe Gott, weil ich immer seinen Schutz genieße und seine Fürsorge. Immer wieder überrascht er mich mit Menschen, durch die er mich segnet. Ich bete immer darum, dass er mir Weisheit, geistliches Wachstum und Gesundheit schenkt. Und ich bete viel für meine beiden Söhne, 16 und 7 Jahre alt, dass sie sich auch für Christus entscheiden.”

Yamile

Im März 2013 starteten einige Mitarbeiter in Abel Santamaría einen Kinderbibelclub. Schnell kamen auch Kontakte zu den Familien der Kinder zustande. Viele Menschen kamen zum Glauben und ließen sich taufen. Schon knapp zwei Jahre später, 2015, wurde eine Gemeinde gegründet. Diese trifft sich sonntags unter einem Blechdach, dass am kleinen Haus vom Ehepaar Olga und Jacinto, aus der Gemeinde, angebaut wurde. Letztes Jahr konnte ein Grundstück gekauft werden. Jetzt bauen sie ein kleines Gemeindehaus. Sergio und Regina Gomez heißen die leitenden Missionare in Abel Santamaría.

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