12 Männer auf dem Berg

Bibellese: Philipper 3, 12 - 16

„Hörst du auch dieses Klopfen?“ - Mein Gegenüber grinst. „Meinst du dieses Geräusch in den Ohren, wenn das Blut vor Anstrengung in den Ohren pocht?“

Wir sind 12 Männer, die sich und ihren Rucksack den Brocken (Harz) hochschleppen. Mehr oder weniger gut trainiert, mehr oder weniger schnell, mehr oder weniger erschöpft. Einem geht es nicht mehr so gut. Der Anstieg ist zu lang und zu steil.
Ein anderer geht den Berg hoch, mit den Händen in den Hosentaschen, als wenn er seinen Garten besichtigt.

Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.
Galater 6, 2

Wir helfen uns gegenseitig, einer trägt den Rucksack, ein anderer die Jacke. Gemeinsam schaffen wir es. Erschöpft, aber glücklich, kommen wir gemeinsam am Gipfel an und essen gemeinsam, stärken uns für den Abstieg. Weitere 6 Km, insgesamt werden es 23 Km sein, bis nach Schierke, unserem Ziel. Der Weg ist steil und steinig.
Er wird mit der Bahn hinabfahren und ein Taxi für alle besorgen, damit wir gemeinsam zurück zu unseren Autos fahren können.
Wir kraxeln den Weg über Felsbrocken und umgestürzte Bäume hinab.
Zum Tagesabschluss werden wir nochmals gemeinsam essen, miteinander reden.

Für den nächsten Tag nehmen wir uns nur noch eine kleine Etappe vor. Es werden 7 Km sein. Genauso steil, stand so nicht im Reiseführer, aber nicht ganz so lang. Uns stecken die 23 Km vom Vortag in den Waden.

Ich konzentriere mich völlig auf das, was vor mir liegt, und laufe mit ganzer Kraft dem Ziel entgegen, um den Siegespreis zu bekommen
Philipper 3, 13 – 14a

Ich bekomme eine Ahnung von dem was Paulus hier schreibt. Mit ganzer Kraft – bis das Blut in den Ohren pocht – laufe ich dem Ziel entgegen. Tue ich das? Ist das mein Einsatz für Jesus, seine Gemeinde? Hier den Berg hinaufwandern ist eine Sache, aber so für Jesus auf das Ziel zustürmen?

- Ich komme ins Grübeln. -

Auf dem Weg hinauf werden wir mit einem herrlichen Ausblick und seltsamen Felsformationen belohnt. Es tut gut, gemeinsam unterwegs zu sein und füreinander da zu sein, auch und gerade weil wir so unterschiedlich sind. Aber uns hält etwas zusammen.

- Wie viel mehr in der Gemeinde und für Jesus?! -

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