Sich selbst disziplinieren?

Jakobus 3, 1-12

Jakobus bewegt die Frage, kann es einem Mann gelingen seinen Körper und sein Leben zu disziplinieren?

Er malt uns verschiedene Bilder vor Augen, die durch ihre Vergleiche diese Fragestellung aufgreifen. Zunächst ist da das Beispiel eines Pferdes.
Das Pferd ist groß und stark. Auf jeden Fall stärker als der Mensch. Pferdestärke vor Menschenstärke. Und trotzdem kann der Mensch durch die Zügel das Pferd lenken und steuern. Ein kleiner Querbalken im Maul des Tieres, der mit dem Zaum verbunden ist, macht dies möglich. Es trifft auf eine empfindliche Stelle und Lenkung und Leitung kann geschehen.

Anders ist es bei einem Schiff. Hier sind die Proportionen größer. Selbst riesige Schiffe lassen sich durch eine zum Gesamtschiff verhältnismäßig kleine Lenkung dirigieren. Wer diese Lenkung betätigt, steuert das Schiff. Ein Ruder ist eher klein und doch steuert es Ozeanriesen.

Ein drittes Bild nennt uns Jakobus. Es ist das Bild, dass unsere Zunge, unser Mund, ein Feuer ist. Solch ein kleines Feuer entfacht einen großen Waldbrand. Was sagt meine Zunge? Was geht aus meinen Mund heraus? Gibt es Emotionen, gibt es sachliche Worte? Welcher Brand wird durch mein Reden verursacht? Mit meiner Rede, mit meinen Worten steuere ich. Worte sind so wichtig und schaffen Überzeugungen, Realitäten.

Wer seine Zunge diszipliniert, der hält seinen ganzen Körper unter Kontrolle. Der hat sein Leben im Griff. Wesentliche Bibelverse über die Zunge stehen im AT in den Sprüchen Salomos. Ich lese Spr. 18,20+21: > Worte sättigen die Seele wie Speise den Magen; das rechte Wort aus dem Mund eines Menschen (Mannes) stillt alle Wünsche. Wer gern redet, muss die Folgen tragen, denn die Zunge kann töten oder Leben spenden.<

Auch für einen Mann gilt: Es gibt Worte, die sättigen die Seele! Luther redet von der Frucht des Mundes. Nicht unser Beruf und unser Engagiertsein in Beruf und Gesellschaft schenkt uns innere Zufriedenheit. Nicht unser Ehepartner macht meine Seele satt. Nicht Freundschaft, nicht Hobbies, sondern das Geheimnis liegt in deinem Mund. Es liegt darin indem was du redest. Was uns zufrieden macht sind Worte der Wahrheit, Worte die gut gewählt sind, Worte die Klarheit beinhalten, Worte die Gutes hervorbringen. Genau darin bekommt unsere Seele vitaminreiche Nahrung. Was wir reden ist so wichtig.

1. Aber was reden wir über uns selbst? Welche Worte und Gedanken sprechen wir? Sind es Gedanken der Ablehnung. Mache ich mich selbst klein, unwert? Du bist aus Gedanken der Liebe Gottes geworden! Er ist dein Schöpfer! Gehst du eher kritisch mit dir selber um? Kannst ganz schön ins Gericht mit dir selbst gehen? Dann will Jesus, dass du Wahrheiten von Gott über dein Leben aussprichst! Wie Gott dein Leben ansieht. Wie er dich gestaltet hat und wie du durch Jesus neu gestaltet wirst, denn du darfst den Reich Gottes Charakter annehmen. Dass du dich durch Jesus im tiefsten deines Menschseins annehmen kannst, selbst akzeptieren kannst. Dankbar sein für dein Gewordensein. Frieden über meine Fähigkeiten und Mängel erlangen.

2. Wie rede ich mit anderen? Und wie rede ich über andere? Steuere ich gerne ein Gespräch? Macht es mich vielleicht satt Überlegenheit zu zeigen? Bei Männern ist es ausgeprägt gleichwertig und auf einer Ebene im Gespräch zu bestehen. (Was macht es mit uns) Tod und Leben ist in der Zunge Gewalt. Worte können Beziehungen beenden. Deshalb sind Worte existentiell. Inhalte werden entfacht. Sie schaffen Realitäten.

Tod und Leben ist in der Zunge Gewalt, meint der König Salomo. Salomo lädt aber auch ein: Liebe deine Sprache, liebe das, was du sprachlich ausdrücken kannst. Aber rede verantwortungsvoll, sei sorgsam! Die Frucht unserer Rede gibt Zufriedenheit für die Seele. Wir sollen das lieben, was wir sagen. Wir sollen dahin kommen, dass wir unsere eigenen Worte wertschätzen. Sie richtig lieben! Wir lieben unser Hobby. Sorgfältig agieren wir, pflegen wo es nötig ist, reparieren. Nehmen andere mit hinein. Dinge unseres Lebens können einen tiefen Ausdruck bekommen, dass sie förmlich zu uns gehören. Ein Stück Liebe kommt dadurch zum Ausdruck.

Salomo sagt, wir sollen von Gott her Gutes reden. Oder durch Gott unsere Gedanken und Worte anstoßen lassen. Gott liebt es in unseren Gedanken und Worten vorzukommen um uns dann zu zeigen, wie wir wertschätzend reden können. Es mag auch eine positive Resonanz zurückkommen. Nicht Menschenmeinung wertschätzt dich. Der Mensch wertschätzt dich.

Sprüche 13,3 sagt: >Wer seinen Mund behütet, der bewahrt sein Leben. Wer seine Lippen aufreißt, tut es zu seinem Unglück.<

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