Bund Ev.-Freikl. Gemeinden

Weltweite Frauensolidarität – trotz und wegen Corona

Zwölf (Frauen-)Verbände aus verschiedenen christlichen Konfessionen rufen eindrücklich auf zu Gebet, Solidarität und Kollekten anlässlich des ökumenischen Weltgebetstags am 5. März 2021.

Der Weltgebetstag ist die weltweit größte Basis-Bewegung christlicher Frauen. Seit Jahrzehnten verbindet sie auch in Deutschland Christ*innen in Gebet und Handeln für Frieden, Gerechtigkeit und Frauenrechte. Am 5. März 2021 wird in über 150 Ländern der Erde der Weltgebetstag der Frauen gefeiert.
Zwölf Mitgliedsorganisationen des Deutschen Weltgebetstagskomitees laden zur Teilnahme an den vielen digitalen Angeboten, am TV-Gottesdienst oder Präsenz-Veranstaltungen unter Corona-Bedingungen ein. Ihr ökumenischer Aufruf ist ein eindrücklicher Appell, in Pandemie-Zeiten die dramatische Lage vieler Frauen und Kinder weltweit nicht zu vergessen.

Ökumenischer Aufruf:

„Worauf bauen wir?“: Zu dieser Frage laden unsere Organisationen verschiedener christlicher Konfessionen in ganz Deutschland rund um den 5. März 2021 zu ökumenischen Gebeten ein. Den Gottesdiensttext haben Frauen aus dem Pazifikstaat Vanuatu verfasst. In diesem Jahr sind wir mit ihnen besonders verbunden. Weltweit erleben wir durch die Corona-Pandemie schwerste Herausforderungen, gleichzeitig zeigt sich der Klimawandel verstärkt in Naturkatastrophen und führt vor allem im globalen Süden zu Tod, Verwüstung und Existenznot.

Wir rufen dazu auf, in diesen Zeiten die dramatische Situation von Frauen und ihren Familien weltweit nicht aus den Augen verlieren. Der Basis-Bewegung des Weltgebetstags stehen schwere finanzielle Zeiten bevor. Wir spüren die Auswirkungen der Corona-Krise und wir fürchten massive Kollekten-Einbrüche. Das betrifft sowohl unsere Unterstützung für die Partnerinnen weltweit als auch die Zukunft der ökumenischen Frauenbewegung in Deutschland.

Hoffnung gibt uns die Grundidee unserer weltweiten Bewegung, die von Spiritualität und Solidarität lebt. Am 5. März 2021 strahlt der Sender Bibel-TV um 19:00 Uhr einen vom Deutschen Weltgebetstagskomitee organisierten Fernsehgottesdienst aus. Zeitgleich findet eine große YouTube-Premiere des Gottesdienstes statt, die u.a. auf www.weltgebetstag.de zu sehen sein wird. Darüber hinaus wird es zahlreiche lokale und regionale Online-Formate geben. Bundesweit organisieren Frauen außerdem Freiluft-Andachten, Gottesdienste im kleinen Rahmen, Spendenaktionen, Ausstellungen und vieles mehr.

Wir laden Sie ein: Nutzen Sie diese Anregungen und Angebote, unterstützen Sie die Arbeit des Weltgebetstags mit einer Spende und seien Sie Teil der Gebetskette am 5. März 2021. Wir bauen darauf, dass das gemeinsame Gebet und die weltweite Solidarität uns gerade in schweren Zeiten Kraft geben und tragen.

Doris Hege, Vorsitzende, Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland K.D.ö.R (AMG)
Lydia Ruisch
, Vorsitzende, Bund alt-katholischer Frauen (baf)
Katrin Brinkmann, Frauenseelsorge in den deutschen Diözesen e.V.
Annette Grabosch, Sprecherin, Forum Frauen im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland
Michaela Labudda, Bundesvorsitzende, Bundesverband der Gemeindereferent/-innen Deutschlands e.V.
Zinovia Pantazidiou, Religionslehrerin, Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland
Oberstin Deborah Cachelin, Territorialleiterin, Die Heilsarmee in Deutschland KdöR
Benigna Carstens, Evangelische Brüderunität – Herrnhuter Brüdergemeine
Susanne Kahl-Passoth, Vorsitzende, Evangelische Frauen in Deutschland e.V.
Kerstin Pudelko-Chmel,  Frauenwerk der Evangelisch-methodistischen Kirche
Dr. Maria Flachsbarth, Präsidentin, Katholischer Deutscher Frauenbund e.V.
Mechthild Heil, Bundesvorsitzende, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands

Baptistischer Weltbund fordert gerechte Verteilung der Impfstoffe

Da die Zahl der Covid-19-Fälle weltweit die 100-Millionen-Marke überschritten hat, ruft die Baptist World Alliance (BWA) Baptistinnen und Baptisten weltweit dazu auf, gemeinsam gegen die globale Pandemie vorzugehen. Mitglieder des Baptist World Alliance Forum for Aid and Development (BFAD), einem internationalen Netzwerk von mehr als 25 Hilfsorganisationen, haben dazu entsprechende Forderungen veröffentlicht.

„Wir nehmen eine große Solidarität der Millionen von Baptisten und Nicht-Baptisten angesichts des durch die Covid-19-Pandemie verursachten Leidens wahr. Seit Beginn des Jahres 2021 erkennen wir auch unsere Verantwortung an, zu der Lösung dieser Krise beizutragen“, sagte Rachel Conway-Doel vom BFAD.

Deshalb wolle man
• die Regierungen auffordern, zusammenzuarbeiten, um koordinierte Massenimpfungen durchführen und den Zugang zu Impfungen durch Hilfe und wirtschaftliche Innovationen zu verbessern;
• Baptisten weltweit auffordern, sich daran zu beteiligen, globale Impfungen möglich zu machen;
• nicht hilfreiche Erzählungen im Zusammenhang mit Massenimpfungen von sich weisen und Baptisten und alle Menschen guten Willens auffordern, dies ebenfalls zu tun; und
• den gerechten Zugang zu verfügbaren Covid-19-Impfstoffen weltweit fordern, verbunden mit sechs „Gerechtigkeitsschritten“, die für einen gerechten und gleichen Zugang zu den Impfungen und für gemeinsame Solidarität bei der Bekämpfung einer globalen Pandemie erforderlich sind.

„Wir halten zusammen, sowohl im Gebet für die vielen Menschen, die von dieser Krankheit betroffen sind, als auch in der hoffnungsvollen Erwartung, dass wir das Leben der Schwächsten unserer Gesellschaft verbessern können, indem wir uns in dieser entscheidenden Zeit für Gleichheit und Gerechtigkeit einsetzen“, so Elijah Brown, Generalsekretär des Baptistischen Weltbunds.

Baptistinnen und Baptisten weltweit sind eingeladen, sich diesen Forderungen anzuschließen, indem sie bis zum 10. Februar 2021 eine Petition unterzeichnen, in der die gerechte Verteilung des Impfstoffs gefordert wird. Zu den 27 Erstunterzeichnern und Erstunterzeichnerinnen gehört auch BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba.

Neuer Materialband „gewagt! gemeinsam leben“ erschienen

Der zweite Band der fünfjährigen Themenreihe zum 500. Gedenken an den Beginn der Täuferbewegung 1525 ist jetzt erschienen. „Gewagt! gemeinsam leben“ heißt das Werk. Man nimmt es in die Hand und entdeckt sofort: Dies ist kein belehrendes Geschichtsbuch, sondern ein einladendes Magazin mit einer Fülle von Impulsen und Materialien für die Gemeinde.

Mit dabei sind Entwürfe für Gottesdienst und Bibelstunde, für Gemeindekreise und Öffentlichkeitsarbeit, für Jugendstunden und Schule. Zahlreiche Hintergrundtexte, Berichte und Porträts entfalten das Jahresthema 2021 „gewagt! gemeinsam leben“.

Dieser knapp 160-seitige Materialband ist bereits der zweite in der fünfjährigen Themenreihe auf dem Weg zum 500. Gedenken an den Beginn der Täuferbewegung 2025. Die frühen Täufer hatten gewagt, sich für Gleichheit, Verantwortung und zugleich Autonomie einzusetzen. Als „Kirche von unten“ versuchten sie, neue alternative Gemeindemodelle zu praktizieren, die sie in der Bibel erkannt hatten: verbindliche Gemeinschaften, andere Leitungsstrukturen, das Miteinander von Männer und Frauen, gelebte Gütergemeinschaft. Daran zu erinnern und gleichzeitig die Aktualität dieser Fragen in den Herausforderungen unserer pluralistischen Gesellschaft aufzuzeigen, ist das diesjährige Anliegen des Vereins „500 Jahre Täuferbewegung 2025 e.V.“. Mitglieder verschiedener Konfessionen gestalten diese Themenreihe mit.

Im vorliegenden Heft finden sich neben Impulsen aus der Geschichte und der Theologie eine Reihe von Beiträgen, die konkrete Antworten, Modelle und Lebensformen in unserer Zeit beschreiben. Selbstkritisch werden dabei auch freikirchliche Gemeindestrukturen hinterfragt. Beispiele sehr unterschiedlicher Lebensgemeinschaften aus verschiedenen Konfessionen malen ein buntes Bild heutiger Kommunitäten. Und natürlich gehören zum Thema „gemeinsam leben“ die ökumenischen Beziehungen: Erfahrungen und Statements aus ganz unterschiedlicher Sicht bereichern diesen Band. Zu Wort kommen zum Beispiel von evangelischer Seite Dr. Heinrich Bedford-Strohm, die Baptistin Jasmin Jäger, der Mennonit Fernando Enns, die Katholikin Dr. Verena Hammes und andere.

An den erwähnten Materialteil mit praktischen Impulsen für Gemeindearbeit und Unterricht schließen sich wiederum spannende Reisetipps zu Orten mit täuferischer Geschichte an – für die Zeit nach Corona.
Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble beschreibt in seinem Grußwort Menschen, die sich bewusst und verbindlich auf die Nachfolge Christi einlassen, als Segen für die Gesellschaft. Die heutigen täuferischen Gemeinden, so Schäuble, könnten uns „zeigen, was in der Nachfolge Christi möglich ist – fortwährende Erneuerung!“

Und die Herausgeber wünschen, dass dieser Band die Freude an der Gemeinschaft der Glaubenden fördert und stärkt – gerade auch in Krisenzeiten.

Maximiliane Kedaj – neue Pastorin

Maximiliane Kedaj wird neue Pastorin im Ökumenischen Forum HafenCity. Sie tritt die Nachfolge von Pastorin Corinna Schmidt an, die bis zum 31. März 2020 die Geistliche Leitung wahrgenommen hat. Maximiliane Kedaj ist Pastorin im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und arbeitet in der Friedenskirche Varel.
 
Die Mitgliedskirchen des Ökumenischen Forums HafenCity wählten Kedaj online in einer digitalen Mitgliederversammlung am 30. Januar. Sie tritt ihr neues Amt im Sommer 2021 an. Stephan Dreyer, Sprecher des Vorstands im Ökumenischen Forum erklärte nach der Wahl: „Mit ihrer offenen Art und ihrer Bereitschaft, Kirche zwischen Tradition und Innovation neu zu denken, wird sie viele Menschen in der HafenCity und in den Hamburger Kirchen gewinnen. Sie wird der Präsenz der Kirchen in der HafenCity ein Gesicht geben und das neue Konzept 2027 auch mit eigenen Ideen voranbringen.“

Das Ökumenische Forum HafenCity wird von einem Verein getragen, dem 21 Hamburger Kirchen und Gemeinden – darunter auch die „Baptisten in Hamburg“ – angehören. Mit dieser ökumenischen Vielfalt und seiner innovativen Ausrichtung ist das Ökumenische Forum weit über Hamburg hinaus im deutschsprachigen Raum bekannt.

„Mitten drin, um Leben zu teilen“  so lautet der Leitsatz des Engagements. Mit seiner Präsenz in der Hamburger HafenCity ist das Ökumenische Forum ein zentraler Ort für Menschen, die zukunftsweisende Formen von Kirche erproben wollen.

„Dich schickt der Himmel“

„Eine Oase in der Corona-Wüste!“, so fasste jemand seinen Eindruck von der AmPuls-Konferenz am 23. Januar zusammen. Gabriele Löding, BEFG-Referentin für Diakonie, berichtet, wie sie die digitale Konferenz erlebt hat.

Die AmPuls-Konferenz fand zum ersten Mal ausschließlich online statt. Das digitale Format sorgte dafür, dass die Teilnahmezahl so hoch war wie noch nie. 350 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Deutschland, Österreich und dem Libanon verfolgten über Zoom oder YouTube die Impulse zum Thema „Dich schickt der Himmel“. Verschiedene Menschen, die sich an unterschiedlichen Stellen für andere einsetzen, verdeutlichten dabei etwas von der Liebe Gottes, die sie erfahren haben und weitergeben. Außerdem hatte das Video zum Lied „Dich schickt der Himmel“, bei dem wer mochte im Vorfeld mitsingen konnte, auf der Konferenz seine Premiere. Das Lied wurde eigens für das BEFG-Jahresthema 2021/22 von Jan Primke und Jürgen Werth komponiert und hat echten Ohrwurm-Charakter. ###3_IMAGES###Torsten Hebel, Theologe, Kabarettist und Gründer der blu:boks Berlin, einer Einrichtung zur sozial-kulturellen Kinder- und Jugendförderung, nahm uns in seiner Bibelarbeit über 2. Mose 4 mit hinein in die biblische „Dich schickt der Himmel-Geschichte“ Moses. Mose erfährt am brennenden Dornbusch die Gegenwart Gottes. Gott beruft ihn, die Hebräer zu befreien, nicht mit Gewalt, sondern unter Gottes Führung. Sein Hirtenstab, sein Beruf als Hirte ist nicht die Berufung Gottes. Gott fordert Mose auf, ihn wegzuwerfen, und damit sein Bild von sich und seine Bedenken abzulegen. Aus dem Stab wird eine Schlange. Sie erinnert Mose an den Schmerzpunkt seines Lebens und er flieht vor ihr. Doch Gott fordert Mose auf, die Schlange zu ergreifen und sie verwandelt sich in den Stab Gottes. Hebel verdeutlichte sehr persönlich, dass Gott unsere Schmerzen, Schwächen und Brüche im Leben in Stärke verwandeln kann und will. In unserer Schwachheit kommt Gottes Stärke zur Wirkung. Er endete mit dem Gedanken: „Dich schickt der Himmel mit Deiner Geschichte. Deine Identität ist in Christus.“

Genauso bewegend war das, was Dr. Alia Abboud von ihrer Arbeit bei der Lebanese Society for Educational & Social Development (LSESD)  in Beirut erzählte. Die Herausforderungen im Libanon durch Krieg, Flucht, Vertreibung und in letzter Zeit durch Corona und die Explosion in Beirut sind riesig. Jeder Dritte in ihrem Land ist ein Flüchtling und viele davon sind Syrer, die ihnen eigentlich feindlich gesinnt sind. Doch Alia Abboud beschrieb, wie sie die Herausforderungen als Gelegenheit zum Dienen verstehen. Sie erzählte, wie in den Kirchen die Christen mit dem Blick auf Christus und sein Leben, nach und nach Angst und Hass überwunden haben, und Hilfen und Angebote für Geflüchtete entstanden. Dadurch wuchs das Interesse an Kirche neu und die Regierung, Verwaltung und Behörden haben die Arbeit der Kirche wahrgenommen, anerkannt und festgestellt, dass sie Hoffnung ins Land bringt. Um Hoffende zu bleiben, sei es wichtig, im Kleinen zu beginnen und die Augen auf Gott zu richten und nicht nur auf die Krise. Was sie im Land brauchen, so Alia Abboud, seien unsere Gebete für die Gemeinden im Libanon, für die Menschen dort, besonders für die Jugendlichen, dass sie nicht flüchten, sondern eine hoffnungsvolle Zukunft auch in ihrem eigenen Land sehen. Neben den Gebeten sind auch Spenden für die Arbeit über German Baptist Aid hilfreich. ###3_IMAGES###Pastorin Sam Mail, Referentin für die Arbeit mit Jugendlichen und Jungen Erwachsenen in der Bundesgeschäftsstelle des GJW, beschrieb in ihrem XTalk anschaulich, wie man bedeutungsvolle Momente schaffen kann. Sie ging der Frage nach, worauf es ankommt, damit Begegnungen, ob digital oder präsent, in Gruppen als bereichernd erlebt werden. Sie führte aus, dass es jemanden geben muss, der oder die sich im Vorfeld darüber Gedanken macht, was der Grund und Sinn des Treffens ist und mutig hinschaut, was gebraucht wird.

Dr. Björn Hirsch, Theologe, Pastoralreferent im Bistum Fulda und Gründer der Citypastoral Fulda, sprach zunächst über seinen eigenen Weg von der rechten Szene hin zur Kirche und zum Theologiestudium. Er bekam den Auftrag, jungen Menschen Kirche und Gemeinde näher zu bringen. Hirsch gründete einen ökumenischen Arbeitskreis, der sogenannte Base-Jugendgottesdienste gestaltete und später von der Stadt angefragt wurde eine Veranstaltung für sie auf großer Bühne anzubieten. Sein Fazit: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es, vertraut Gott und denkt nicht klein.

Katharina Haubold, Projektreferentin für Fresh X an der CVJM Hochschule in Kassel und beim Deutschen Fresh X Netzwerk e.V., plädierte dafür, dass sich Kirche neu auf die Suche machen muss, wo Gott im Ort schon wirkt. Jesus lernte vor seinem öffentlichen Wirken 30 Jahre die Sprache und Kultur. Er hörte zu, fragte nach und erzählte von seiner Verbindung zu Gott in Bildern, die auch die Menschen am Rand der Gesellschaft verstanden. Einen zentralen Weg sieht Haubold darin, zuzuhören und Fragen zu stellen. ###3_IMAGES###In Workshops zu unterschiedlichen Themen gab es die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen. Darüber hinaus wurde am Schluss das Video über ein Patenschaftsprogramm vom Verein „Wir gestalten“ gezeigt. Das Video hat den AmPuls-Videowettbewerb gewonnen. Mit einer Gebetszeit und dem Segen endete die Konferenz. Die Theologiestudentin Johanna Panter und Pastor Lukas Petschelt, die auf lebendige, kreative und persönlich ansprechende Weise durch das Programm führten, forderten die Teilnehmenden am Ende auf, das Gehörte in die Tat umzusetzen.

Es gab viele positive und begeisterte Rückmeldungen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern: „Ihr seid dorthin gegangen, wo Gottes Herz schlägt – zu jedem nach Hause!“, „Vom Libanon lernen: Gemeinde ‚hat‘ keine Hilfsorganisation – sie IST Hilfsorganisation.“,  „Ermutigend auf das zu schauen, was geht: Weite, Barmherzigkeit und Dienst.“, „Die Bibelarbeit von Torsten Hebel war sehr inspirierend, ehrlich, offen und ermutigend.“, „Die Präsentationen waren professionell und gleichzeitig leichtgängig und sympathisch. Verschiedene Vortragsformate und Reaktionsmöglichkeiten. Gerne wieder digital, hybrid oder präsent.“ Teile der Konferenz stehen auf www.baptisten.de/ampuls zur Verfügung.

Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar

Vor 76 Jahren wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Ausschwitz befreit. Seit 1996 ist deshalb der 27. Januar in Deutschland bundesweiter Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Auch die Baptistinnen und Baptisten jüdischer Herkunft, die Opfer des Nationalsozialismus wurden, sollen nicht vergessen werden.

„Die Ermordung von mehr als sechs Millionen Juden, an deren Folgen auch die Nachgeborenen zu tragen haben, verpflichtet uns, die Erinnerung an die Opfer des Holocausts wachzuhalten. Deshalb begrüßen wir die Einrichtung des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar in Deutschland, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz“, so heißt es in der Handreichung „Zum Verhältnis von Juden und Christen“, die 1997 im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) verabschiedet wurde.
Auch den Gemeinden des Bundes gehörten zur Zeit des Nationalsozialismus Menschen jüdischer Abstammung an, die während des zweiten Weltkriegs getötet wurden. Der Historische Beirat des BEFG hat eine Übersicht derjenigen erstellt, deren Namen heute bekannt sind und die im Holocaust ermordet wurden. „Die unvorstellbare Grausamkeit der staatlich angeordneten und systematischen Ausrottung von Menschen jüdischer Abstammung erschüttert noch viel mehr, wenn Namen, Geburtsjahre und Orte dahinterstehen, man die Nachkommen dieser Personen kennt und ihre Lebensgeschichte“, so BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba. „Zugleich ist dieser Gedenktag die Mahnung an uns, heute jedem Rassismus und der Judenfeindschaft entgegenzutreten.“

„Konkretes Handeln am Nächsten und Wachsen im Geist“

Hamburg/Frankfurt am Main. Mit dem zentralen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen ist in Hamburg das Jahr der Ökumene 2021/2022 eröffnet worden. Zu dem Gottesdienst hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland gemeinsam mit der ACK in Hamburg eingeladen. Erzpriester Radu Constantin Miron, der Vorsitzende der ACK in Deutschland, betonte in seiner Predigt, dass Glaube und Handeln für Christinnen und Christen untrennbar zusammengehören. Das Motto der Gebetswoche „Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen“ aus dem Johannesevangelium drücke diesen Zusammenhang deutlich aus, so Miron in dem Gottesdienst, der um 17 Uhr in der Hauptkirche St. Petri in Hamburg begonnen hat.

Miron sagte, dies bilde die Grundlage dafür, dass sich die ACK in Deutschland im Jahr der Ökumene zum einen bei der Feier des ökumenischen Tags der Schöpfung engagiere oder sich für die Unterstützung nachhaltiger Projekte des Umweltschutzes einsetze. Zum anderen diskutiere die ACK auch über die theologischen Fragen von Abendmahl und Amt oder sei präsent auf dem 3. Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt, beschrieb Miron beispielhaft verschiedene Facetten der ökumenischen Arbeit. „Frucht bringen heißt also beides für uns: das ganz konkrete Handeln an unseren Nächsten und das Wachsen im Heiligen Geiste, das diesem Handeln zugrunde liegt“, so der ACK-Vorsitzende.

Christinnen und Christen aus den ACK-Mitgliedskirchen gestalteten den Gottesdienst. Musikalisch begleitet wurde er von Kantor Lukas Henke an der Orgel, von der Frauenschola des Hamburger Bachchores St. Petri unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Thomas Dahl, vom Ensemble des Kammerchors der Russischen Orthodoxen Kirche des Heiligen Prokop Hamburg unter Leitung von Irina Gerassimez und von der Lobpreisband des Mülheimer Verbands unter Leitung von Dimo Unverzagt.

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher erinnerte in seinem schriftlichen Grußwort anlässlich des Gottesdienstes daran, dass in Hamburg Menschen aus 180 Staaten der Welt leben. „Die Vielfalt an Kulturen und Religionen, die sich gegenseitig respektieren, ist ein fester Bestandteil unserer weltoffenen und internationalen Metropole. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, das interreligiöse Forum und viele Gläubige setzen sich dafür ein, dass Möglichkeiten der Begegnung, des Austausches und der Zusammenarbeit geschaffen werden. So finden sich die Grundsätze der Ökumene in vielen Bereichen unserer Stadtgesellschaft wieder. Wie vieles andere hat die Corona-Pandemie auch die Planungen zum Jahr der Ökumene durcheinandergebracht. Doch auch mit Abstand kann man zusammenstehen und Gemeinschaft erleben.“

„Wenn die Vielfalt der Kirchen zu einem ökumenischen Gottesdienst zusammenkommt, dann lebt Ökumene“, so Pastor Uwe Onnen, Vorsitzender der ACK in Hamburg. „Und wenn diese ökumenische Gemeinschaft zusammenkommt, um für die Einheit der Christ*innen zu beten, dann ist das Ausdruck von Vertrauen untereinander und Anerkennung des einen Glaubens an Jesus Christus. Ökumene ist daher konstruktive Versöhnungsarbeit und zeigt bis hinein in die Gesellschaft, es lohnt sich miteinander zu reden, aufeinander zu hören und miteinander Wege zu gehen. Es ist gut, dass wir als Kirchen diese Wege suchen, sie finden und dann auch gehen.“

Bischöfin Kirsten Fehrs, Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), sagte: „Ich freue mich, heute diesen ökumenischen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen zu feiern – und zwar genau hier in der St. Petri-Kirche (unter dem achtsamen Blick des heiligen Ansgar, Brückenbauer per excellence), mitten in der Stadt und in der Gesellschaft. Gerade in diesen Zeiten, in denen die Pandemie Polarisierungen fördert, setzen wir damit auch international ein starkes Zeichen der Verbundenheit. Die Verstreuten zusammenzubringen, die Streitenden zu versöhnen, die Ängstlichen zu trösten und für die Nächsten nah und fern zu beten: das ist unser gemeinsamer Auftrag, über konfessionelle und religiöse Grenzen hinweg.“

„Dieser Gottesdienst ist in jedem Jahr ein Gedenkpunkt auf dem langen Weg, den wir seit vielen Jahrzehnten gehen“, sagte Weihbischof Horst Eberlein, Erzbistum Hamburg, „Er ermutigt und stärkt uns, den guten Weg zur Einheit weiter zu gehen. Gerade jetzt, wo die Coronakrise den Blick auf vieles andere verstellt, hilft er uns, einander wieder in den Blick zu nehmen. Er steht dafür, dass nicht jeder für sich allein betet. Wir haben den Auftrag, gemeinsam zu gehen.“

Video ausgezeichnet

Die Evangelisch-Freikirchliche Hoffnungskriche Heidelberg hat den dritten Platz beim diesjährigen Heidelberger Integrationspreis belegt.

Eingereicht hatte die Heidelberger Gemeinde einen Video-Rap, den Kinder zusammen mit Daria Kraft, der Leiterin der Fachstelle für Integration und Geflüchtete im Diakoniewerk der EFG in Baden-Württemberg, und dem Projekt „Von der Strasse ins Studio“ (VDSIS) professionell produziert hatten. Pastor Axel Klaus nahm das Preisgeld von 500 Euro erfreut entgegen.

Das Musikvideo „Vereint gegen Rassismus“ war im Rahmen des Patenprogramms „Menschen stärken Menschen“ in den Herbstferien entstanden. Bei einem zweitägigen Rapworkshop schlugen 12 Kinder mit und ohne Fluchterfahrung verschiedene Themen für das Video vor und entschieden sich letztlich für das Thema „Vereint gegen Rassismus“. Dazu schrieben sie eigenen Texte, nahmen diese im mobilen Tonstudio auf und drehten am zweiten Tag das Musikvideo dazu. Es kann auf der Seite der Gemeinde ausgeschaut werden.

„Ziel war es, dass die Kinder und Jugendlichen durch die gemeinsame Arbeit an einem Projekt den Umgang mit Unterschiedlichkeiten erlernen, das Miteinander einüben, einander besser kennenlernen und auch mögliche Vorurteile abbauen“, erläutert Daria Kraft. Durch das ressourcenorientierte Arbeiten konnten alle Kinder ihre Talente einbringen und ihre Fähigkeiten zeigen. Dadurch wurden das Selbstwertgefühl und das Miteinander gestärkt.

„Durch die Wahl des Themas ‚Vereint gegen Rassismus‘, das für uns Leitende überraschend war, entwickelten sich in der Textproduktion intensive Gespräche über eigene Erfahrungen mit dem Thema Diskriminierung und den Herausforderungen, wenn man dagegen angehen will“, berichtete Daria Kraft über den Workshop weiter. Es sei wichtig, den Kindern und Jugendlichen eine Botschaft in die Welt zu senden. Dabei sei auch der Spaß am gemeinsamen Projekt nicht zu kurz gekommen.

Akademie im Gespräch online

Die Pandemie als Herausforderung für unser Gemeindemodell: Welches Potenzial haben Hauskirchen, Kleingruppen, Beziehungsarbeit?

Als freikirchliche Gemeinden mögen wir es, wenn wir möglichst viele Menschen auf einmal mit unseren Gottesdiensten, Gesprächskreisen und Themenabenden erreichen. Menschen, die sich in einem Gemeindehaus versammeln, um Gottesdienst zu feiern und Gemeinschaft zu haben – das ist für uns das klassische Bild von Gemeinde. Veranstaltungen und Events – da sind wir in unserem Element.

Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben uns in den vergangenen neun Monaten ein Bein gestellt und dieses Bild ins Wanken gebracht. Vieles ist in gewohnten Formen nicht möglich. Wo sich dagegen nur »zwei oder drei« im Namen Jesus versammeln, da kann Gemeinde auch unter den Regeln der Virus-Eindämmung leben.

Wir wollen die aktuellen Umstände als Anlass dafür nehmen, über das Potential von diesen Begegnungen im Kleinen nachzudenken. Dazu hatten wir drei Impulse:

David Kröker, Pastoralreferent in Euskirchen, hat eine Gemeinde gegründet, in der Kleingruppen die Basisstruktur bilden. Er erläutert diesen Ansatz und berichtet von den Erfahrungen der letzten Monate.

William White, Pastor in Berlin-Neukölln, gibt uns daran Anteil, wie es ihm in einer traditionellen Gemeinde gelungen ist, die Beziehungsarbeit und geistliche Begegnungen im Kleinen zu stärken.

Oskar Schulz, Student an der Theologischen Hochschule Elstal, hat sich mit dem Konzept „Liquid Church“ von Pete Ward beschäftigt und erläutert uns die Grundidee davon.

Die Vorträge zur Veranstaltung in Videoform sind hier zu finden.

Christliches Zentrum Stettin

Vor fünf Jahren beschlossen die Mitglieder der Baptistengemeinde im polnischen Stettin ein christliches Zentrum in der Stadtmitte zu errichten. Dort soll es neben einer Kirche auch ein christliches Café sowie einen Buchladen geben. Außerdem ist geplant, Unterstützung für Familien und christliche Schuldenberatung anzubieten.

Das Gebäude, in dem das „Christliche Zentrum“ unterkommen soll, ist die 1854 erbaute ehemals deutsche Baptistenkapelle. Die Renovierung dieses Hauses gehe gut voran, berichtet Gemeindepastor Robert Merecz nun in einer Zwischenbilanz zu den bisherigen Entwicklungen. „Am Anfang war es sehr anstrengend, auf der Grundlage des Glaubens zu arbeiten, aber Gott hat sich als treu erwiesen. Wir hätten wahrscheinlich nie eine so starke Präsenz und einen so großen Segen erfahren, wenn wir nicht seiner klaren Führung und seinen Bestätigungen gefolgt wären, um mit dem Projekt zu beginnen“, schreibt er. Auch die Zusammenarbeit der deutschen und polnischen Baptisten und Baptistinnen in der „Arbeitsgemeinschaft Stettin“, die zur Förderung dieses Vorhabens gegründet wurde, lobt Merecz in seinem Schreiben: „Durch das Projekt habe ich erstaunliche deutsche Geschwister von der ‚AG Stettin‘ getroffen und mit ihnen zusammengearbeitet, die selbstlos und großzügig ihre Zeit und ihr Geld eingesetzt haben, um uns bei der Renovierung des ältesten baptistischen Kirchengebäudes in Polen zu helfen.“ Es fehle zwar immer noch Geld, aber Merecz zeigt sich zuversichtlich, dass dies auch noch zusammenkommen werde, so dass die Eröffnung des Zentrums im Frühjahr 2021 zusammen mit dem 175-jährigen Bestehen der Stettiner Baptistengemeinde begangen werden kann.
 

Mutmacher sein und große Freude verkündigen

„Euch ist der Heiland geboren, der Retter der Welt. Jedem Einzelnen! Die frohe Botschaft, die wir mit der Menschwerdung Gottes zu Weihnachten feiern, bleibt seit jeher die gleiche.“ So schreibt es Generalsekretär Christoph Stiba in der Spendenbitte des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG). Traditionell bittet der Bund zu Weihnachten um Spenden zur Förderung der Mission in Deutschland.

„Die frohe Botschaft, die den Hirten auf dem Feld vom Engel des Herrn zuteilwurde, geben wir auch heute unseren Mitmenschen weiter – spätestens seit der Coronakrise vermehrt über das Internet und soziale Medien“, so Stiba. Der Dienstbereich Mission fördert den kreativen Austausch der Bundesgemeinden untereinander, gibt auch online Impulse – beispielsweise durch das neue Format 1st Monday, eine 60-minütige „Ideentankstelle“ rund um die Themen Gründung, Innovation und Gemeindebau. Außerdem berät er Gemeinden in ihrem diakonischen Auftrag und informiert mit dem Förderlotsenprogramm über staatliche Bezuschussungen und Fördermöglichkeiten. Er koordiniert und unterstützt humanitäre Hilfsprojekte sowie Katastrophenhilfe weltweit und unterstützt aktuell 26 Gemeindegründungsprojekte in Deutschland.   

Eines dieser Gründungsprojekte sind die „Heimatgeber“ aus Hennigsdorf. Auf die ersten Lockdown-Maßnahmen im Frühjahr reagierten sie schnell und verlegten den geplanten Lobpreisabend spontan ins Netz, errichteten binnen zwei Tagen ein Live-Studio. „Wir waren uns einig, dass die Menschen gerade jetzt so etwas wie diesen Lobpreisabend brauchen“, berichtet Pastor Lukas Petschelt. 100 Live-Zuschauer sowie 1.000 weitere Aufrufe des Videos sollten ihnen Recht geben. „Wir wollen Erfahrungsräume der Liebe Gottes schaffen – insbesondere für jene Menschen, die Jesus noch nicht kennengelernt haben. Dabei ist Mission einerseits ganz lokal. Andererseits durften wir zuletzt erfahren, wie schnell Mission über diese lokalen Grenzen hinausgehen kann. Wir hatten Zuschauer aus Kanada und Australien.“

Mit den „Mutmachern“ entwickelten sie auch gleich ein neues Format: Gemeindemitglieder geben Zeugnis, indem sie Mut machende Erlebnisse aus ihrem Leben erzählen. Umrahmt von zwei Liedern ergeben sich daraus „Mini-Gottesdienste“, die gemeinsam online geschaut werden – statt der sonst üblichen Treffen am Freitagabend.
In der Spendenbitte des BEFG lädt Christoph Stiba dazu ein, die vielfältige Arbeit des Dienstbereichs Mission mit einer Weihnachtsspende zu unterstützen: „Gemeinsam wollen wir in unseren Gemeinden unseren Mitmenschen Mut machen und ihnen zusprechen, was einst die Hirten vom Engel des Herrn hörten: ‚Fürchtete euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird.‘“

Ratstagung des Landesverbandes NOSA

„Leidenschaftlich Jesus und Menschen lieben“ zu diesem Thema sollte im April der Landesverbandsrat mit vielen spannenden Impulsen stattfinden. Leidenschaftlich engagiert mussten die Mitarbeiter plötzlich die Programme ändern: Leidenschaftlich Kinder, Jugendliche und Gemeinden begleiten sich in der digitalen Welt geistlich zu orientieren.

Neue Möglichkeiten schaffen und Ideen entwickeln Gemeinschaft wahrzunehmen, Weiterbildung und Schulung zu ermöglichen. Auch für die Ratstagung wurde eine Lösung gefunden. Er fand nur schriftlich per Briefwahl statt. In einer Videokonferenz nahm die Landesverbandsleitung jetzt das Protokoll der Wahlleiter entgegen und schloss damit die Ratstagung ab. Die wichtigsten Themen entschieden die Abgeordneten per Briefwahl. Zwei Video-Infokonferenzen mussten die Aussprache ersetzen. Bereits im Frühjahr war Dr. Stefan Voges als stellvertretender Landesverbandsleiter und Pastor Jürgen Tischler als Landesverbandsleiter in der Leitung gewählt worden. Diese Wahl bestätigte der Rat nun mit großer Mehrheit. Die beiden lösen Dr. Fred Pieneck als Leiter und Johannes Fähndrich als Stellvertreter ab. Diese Stabübergabe war ganz anders geplant. Immerhin war Dr. Fred Pieneck seit 1991 in verschiedenen Funktionen im Landesverband aktiv dabei. Nun wurden die Grüße in einem kleinen Film zusammengefasst und werden sobald möglich persönlich überreicht.

Neu in der Landesverbandsleitung begrüßt wurden Pastor Dirk Zobel (Region Ost) aus Goslar und Pastor Christian Fischer aus Lage (Region West). Haushalt und Haushaltsentwurf, sowie die Entlastung der Finanzverantwortlichen Uschi Kassühlke fanden ebenfalls eine große Mehrheit.

Das Protokoll der „Ratstagung“ findet sich auf der Webseite des Landesverbandes.

Die Leitung beriet jetzt in zweiter Lesung über eine Verfassungsänderung, die u.a. auch Online-Tagungen ermöglichen soll. Sie soll bei der nächsten Tagung 2021 in Magdeburg dem Rat vorgestellt und beschlossen werden.

Derzeit ist das GJW des Landesverbandes engagiert dabei, weiter für Kinder- und Jugendliche alternative Programme vorzubereiten, da auch das geplante Silvestival und andere Veranstaltungen in der bisherigen Form ausfallen mussten. Der Referent für Gemeindeentwicklung Pastor Jürgen Tischler berät und unterstützt Gemeinden darin, wie sie ihre Gottesdienste und das Gemeindeleben unter den alternativen Bedingungen gut gestaltet können.

Der Landesverband NOSA umfasst Teile von Niedersachsen, sowie Ostwestfalen und das Bundesland Sachsen-Anhalt mit 88 Gemeinden und circa 11.000 Gemeindemitgliedern.