Bund Ev.-Freikl. Gemeinden

Martin Luther King: 2.000 Sängerinnen und Sänger

Wenn vom 19. bis 23. Juni 2019 ganz Dortmund zum Kirchentag wird, gibt es eine Veranstaltung, bei der allein schon die Zahl der Mitwirkenden jeden Rahmen sprengt: Das neue Chormusical „Martin Luther King – Ein Traum verändert die Welt“ wird am Donnerstag, 20. Juni 2019, in der Westfalenhalle 1 aufgeführt, mit internationalen Musicaldarstellern, Big-Band, Streichorchester – und einem riesigen Chor als Herzstück der Inszenierung: „Wir suchen bis zu 2.000 Sängerinnen und Sänger, die mitmachen möchten“, sagt Ralf Rathmann, Vorstand der Stiftung Creative Kirche, die das Stück zusammen mit dem Kirchentag auf die Bühne bringt. „Mitsingen kann jeder. Die Stücke sind so angelegt, dass auch Laien Spaß bei den Proben und der Aufführung haben. 1.000 Choristen sind schon angemeldet.“

Es ist dann die zweite Aufführung des Werkes über den vor 50 Jahren ermordeten Friedensnobelpreisträger und Baptistenpastor King und seinen Kampf für eine Welt, die die Menschen nicht nach Hautfarbe, sondern nach Charakter beurteilt. „Kings Traum und sein Mut, gewaltlos Widerstand zu leisten, kann uns noch heute in unserem gesellschaftlichen Engagement als Vorbild dienen“, sagt Christoph Stiba, Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (Baptisten- und Brüdergemeinden), die bei diesem Projekt ebenfalls Kooperationspartner sind. Die Uraufführung des Chormusicals von Andreas Malessa (Text), Hanjo Gäbler und Christoph Terbuyken (Musik) findet am 9. und 10. Februar 2019 als ökumenisches Projekt in der Grugahalle in Essen statt. „Das Stück nimmt in einer gelungenen Mischung aus Gospel, Rock 'n' Roll, Motown und Pop die Zuschauer mit in eine Zeit, die erstaunlich viele Parallelen zu unserer Gegenwart hat“, sagt Wolfgang Beiderwieden, stellvertretender Pressesprecher der Evangelischen Kirche im Rheinland, „die Songs sind einfach klasse. Nun sind wir gespannt auf die Umsetzung und die Reaktionen des Publikums.“

Großer Chor probt abwechselnd dezentral und gemeinsam

Das Nachfolgeprojekt des vielumjubelten „Pop-Oratoriums Luther“ aus dem Reformationsjahr wird wieder einen riesigen Chor in Szene setzen: Dessen Sängerinnen und Sänger bereiten sich dezentral an ihren jeweiligen Wohnorten vor, proben zwischendurch in großer Runde und singen dann auf dem Kirchentag gemeinsam die Aufführung in der großen Westfalenhalle 1. Für Andreas Duderstedt, Pressesprecher der Evangelischen Kirche von Westfalen, ein besonderer Grund zur Freude: „Wir hatten schon die Pop-Oratorien ‚Luther‘ und ‚Die 10 Gebote‘ in der Westfalenhalle, beide Mal ein großartiges Erlebnis. ‚Martin Luther King‘ zum Kirchentag nach Dortmund zu holen, war da nur folgerichtig.“

Besonders attraktiv ist die Möglichkeit zur doppelten Teilnahme: „Wer sich zum Mitsingen beim Chormusical anmeldet, erhält einen Ausweis, der zum Besuch aller Kirchentagsveranstaltungen während der fünf Tage berechtigt“, sagt Carsten Kranz vom Vorstand des Kirchentags.

Im Rahmen der Aktion Gospel für eine gerechtere Welt unterstützt das Musical ein Projekt von Brot für die Welt im Norden Kenias, das den Zugang zu sauberem Trinkwasser sichert. Weitere Aktionspartner sind die Bank im Bistum Essen und die Versicherer im Raum der Kirchen. Die begleitende Bildungskampagne wird gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW. Das Chormusical in Dortmund ist ein Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Evangelischen Kirche von Westfalen, der Evangelischen Kirche im Rheinland und des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland.

Infobox

•    Mitmachen können sowohl Chöre als auch einzelne Sängerinnen und Sänger. Informationen, Termine und Anmeldung unter www.king-musical.de/dortmund.
•    Wer mitsingt, erhält mit der Teilnahmegebühr (ab 26 Euro) einen Ausweis, der zum Besuch aller Kirchentagsveranstaltungen berechtigt.
•    Die reguläre Dauerkarte des Kirchentages kostet 98 Euro für Frühbucher bis zum 8. April 2019: www.kirchentag.de/teilnehmen  
•    Tickets für Zuschauer der Aufführung am 20. Juni 2019 um 20 Uhr in der Westfalenhalle 1 gibt es in Form von Dauer-, Tages- oder Abendkarte: www.kirchentag.de/teilnehmen/karten_und_preise.html 
•    Anmelde- und Tickethotline: 02302 2822222

Christliche Spiritualität

In der Arbeit der Evangelisch-Freikirchlichen Akademie Elstal haben wir immer wieder mit interessanten Leuten zu tun, die sich in einzelnen Themen sehr gut auskennen und Experten für ihren Bereich sind. Einige von ihnen sind Referentinnen und Referenten in unseren Seminaren. Immer wieder bringen wir solche Leute zusammen, um mit ihnen intensiv ein Thema zu bereden. Die Diskussion wird aufbereitet und als „Akademie im Gespräch“ einem größeren Publikum zugänglich gemacht.

Passend zum aktuellen Jahresthema „INSPIRIERT LEBEN … dass Christus Gestalt gewinnt“ kreiste das letzte Gespräch um christliche Spiritualität. Das Ergebnis ist hier nachzulesen.

Jetzt auch in einer Version für mobile Endgeräte!

„Osterleute - unterwegs von Ostern bis Pfingsten“

Kommendes Ostern werden Geschenke verteilt: Die Gemeinden im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) erhalten 2019 den Osterkalender als Geschenk des Bundes und der Landesverbände.

Das Ostergeschenk des Bund besteht aus dem kostenlosen Osterkalender und Predigtentwürfen. Zusätzlich kann das Hauskreismagazin mit Kleingruppenmaterial beim Bundes-Verlag erworben werden.
Der Osterkalender füllt das Jahresthema des Bundes mit Leben. Die täglichen Impulse werden zeigen, wie „Christus Gestalt gewinnt“, wenn die Dynamik der Ostergeschichte Menschen verändert und INSPIRIERT LEBEN lässt. Die Impulse werden für die persönliche Stille Zeit ebenso geeignet sein wie für Kleingruppen, die als Ergänzung auch das Hauskreismagazin nutzen können: Die Ausgabe Nr. 2, die am 27. Februar 2019 erscheint, stellt das vertiefende Kleingruppenmaterial für den Osterkalender bereit. Auch Predigtentwürfe für die Sonntagsgottesdienste sind in Planung. Der Kalender wird kostenlos direkt an die Gemeinden geliefert. Sollten die Kalender nicht ausreichen, können gegen eine Spende weitere Kalender angefordert werden. Der Osterkalender beginnt an Gründonnerstag und endet an Pfingsten. Die Idee ist, in dieser Zeit den Weg der Auferstehung weiterzugehen und nicht bei Ostersonntag stehenzubleiben. Ermutigendes und Nachdenkliches aus biblischen Zeiten und der Gegenwart soll den Leserinnen und Lesern dabei veranschaulichen, wie die österliche Dynamik Menschen verändert. Der Osterkalender soll helfen, den Weg der Auferstehung weiterzugehen. Für die siebeneinhalb Wochen wird es acht übergeordnete Themen geben: „Osterleute... gehen weiter, zweifeln, lieben, hoffen, singen, beten, warten und gehen hin.“

Das Kollegium der Theologischen Hochschule Elstal stellt Predigten zu folgenden „Osterleuten“ bereit (als Download hier abrufbar ab Mitte März):

1.Woche: Osterleute gehen weiter – Maria | Joh 20,11-18 (Michael Kißkalt)
2. Woche: Osterleute zweifeln – Thomas | Joh 20,24-30 (Carsten Claußen)
3. Woche: Osterleute lieben – Petrus | Joh 21,15-19 (Martin Rothkegel)
4. Woche: Osterleute hoffen – Stephanus | Apg 7,54-60 (Ralf Dziewas)
5. Woche: Osterleute singen – Paulus und Silas | Apg 16,23-40 (Dirk Sager)
6. Woche: Osterleute beten – Jesus + die betende Gemeinde |Joh 17,1-26 (Volker Spangenberg)
7. Woche: Osterleute warten – Maria (die Mutter) | Apg, 1,10-14 (Uwe Swarat)
Pfingsten: Einladende Hausgemeinschaft | Apg 2,42-47 (Andrea Klimt)

„Menschenrecht und Christenpflicht“

„Es ist ein Anliegen von ungebrochener Aktualität, sich auf die Menschrechte zu besinnen und sie zu beachten, wenn wir uns die Entwicklungen in Europa und weltweit anschauen: Die Armut nimmt zu, Menschen werden wegen ihrer Religion verfolgt, eigene Interessen werden über den Schutz von Menschen gestellt.“ Mit diesen Worten hat der Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), Christoph Stiba, die Bedeutung der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ gewürdigt. An deren Verkündigung vor 70 Jahren erinnert die VEF in einer heute veröffentlichten Stellungnahme.

„Bedenkliche Entwicklungen im In- und Ausland, durch die Menschen in ihren elementaren Rechten – etwa Meinungs- und Pressefreiheit, Religionsfreiheit, Asylrecht – eingeschränkt werden, machen es notwendig, dass wir uns immer wieder für die Würde eines jeden Menschen stark machen“, so Stiba. Dass die Menschenrechte „einen global akzeptierten Bezugsrahmen darstellen“, sei in hohem Maße der Erklärung vom 10. Dezember 1948 zu verdanken.

Die VEF beschreibt die „Menschenrechtsidee“ in ihrer Stellungnahme als einen „der stärksten und wirkungsvollsten Gedanken der Gegenwart“, den es zu schützen gelte: „Unsere Solidarität, unser Einsatz und unsere Fürbitten gelten allen Menschen, denen grundlegende Menschenrechte, Würde und Freiheit vorenthalten werden.“ Ihre Aufgabe sehe die VEF darin, das Evangelium von der Liebe Gottes in Wort und Tat zu den Menschen zu bringen: „Dazu gehören die Einladung zum Glauben an Jesus Christus und die Sorge um unsere Welt, in der wir leben. Das Wohlergehen der Menschen ganzheitlich im Blick zu haben, ist unser Anliegen.“ Deshalb sei die VEF nicht nur dankbar für die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, sondern unterstütze auch die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals/SDGs).

Für Peter Jörgensen, den VEF-Beauftragten am Sitz der Bundesregierung, stellen die 17 SDGs eine Konkretisierung elementarer Menschenrechte dar: „Gemeinsam mit der Initiative ‚Micha Deutschland‘ versuchen wir, ein Bewusstsein für diese wichtigen Ziele zu schaffen. Keine Armut, kein Hunger, Klimaschutz, Bildungschancen unabhängig vom sozialen Status, Gleichberechtigung und Sicherheit durch Frieden – diese Anliegen machen den Geist der Menschenrechtsidee greifbar.“ Als roter Faden ziehe sich das Konzept eines globalen Gemeinwohls durch Menschenrechtserklärung und SDGs, so Jörgensen: „Motiviert durch das biblische Doppelgebot der Liebe wissen wir uns den Menschenrechten verpflichtet.“

Was sich der Geschäftsführer zu Weihnachten wünscht

Während mit der Adventszeit das Kirchenjahr gerade begonnen hat, geht das Haushaltsjahr mit schnellen Schritten auf die Zielgerade. Beim Bund ist die Weihnachtszeit auch immer Spendenzeit. Der kaufmännische Geschäftsführer des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden Volker Springer berichtet im Gespräch mit Jasmin Jäger, wie wichtig Spenden für den Bund sind und wie sich der aktuelle Haushalt entwickelt.

Jasmin Jäger (JJ): Zur Weihnachtszeit begegnen mir viele gemeinnützige Organisationen, die Spenden sammeln. Das Geschäftsjahr neigt sich dem Ende zu. Wie sieht das beim Bund aus?

Volker Springer (VS): Die Weihnachtszeit ist auch für den Bund eine sehr wichtige Zeit. Es ist gewissermaßen eine Jahresend-Rallye. Im Dezember entscheidet sich das Jahresergebnis, weil dann klar wird, ob wir erreichen, was wir uns vorgenommen haben. Kommt tatsächlich rein, was wir geplant und beim Bundesrat ja auch gemeinsam abgestimmt haben? Oder haben wir eine Lücke und wenn ja: wie groß ist diese Lücke?

JJ: Und wie weit sind wir gerade noch vom Ziel entfernt?

VS: Derzeit haben wir eine deutliche Lücke zum Vorjahr. Beim Bundesopfer, den freien Spenden, muss ich leider sagen, dass wir Stand Ende November im Vergleich zum Vorjahr knapp 100.000 € hinten liegen. Den Planwert zu erzielen, ist immer schwierig. Doch die Lücke darf nicht zu groß werden, um das Haushaltsergebnis nicht zu gefährden. Mit 100.000 € hinter dem Vorjahr in den Dezember zu gehen, ist schon eine Bürde. Das ist auch die Position, die mir im Moment Sorgen macht. Wenn diese Lücke nicht geschlossen wird, könnte das dazu führen, dass wir als Bundesgemeinschaft insgesamt ein Problem mit dem Haushaltsergebnis haben werden.

JJ: Und woran liegt das dieses Jahr?

VS: Wir haben uns das im Einzelnen angeguckt. Das ist ein Mix aus verschiedenen Positionen. Zum einen hatten wir 2017 die ein oder andere größere Sonderspende von Einzelpersonen, die man so nicht einplanen kann, die für uns aber natürlich immer sehr hilfreich sind. Zum anderen ist es aber auch so, dass von den Gemeinden insgesamt weniger Bundesopfer-Spenden gekommen sind. Das lief dieses Jahr bislang nicht so gut wie im letzten Jahr. Da erhoffe und wünsche ich mir, dass der Haushalt im Dezember noch Zuwachs bekommt. Auch die Reaktionen auf unsere Spendenbriefe, in denen wir um Spenden für verschiedene Arbeiten des Bundes werben, fielen dieses Jahr geringer aus als geplant. Aktuell bitten wir ja um Weihnachtsspenden für die Mission.

JJ: Neben den Spendenbriefen und dem Bundesopfer gibt es doch auch noch den Bundesbeitrag. Ich erinnere mich, dass wir beim Bundesrat die Höhe des Beitrags beschlossen haben. Wir haben uns als Bundesgemeinschaft also weitestgehend verpflichtet, einen Beitrag in einer bestimmten Höhe zu zahlen. Wie liegen wir denn mit den Bundesbeiträgen?

VS: Der Bundesbeitrag ist mit rund 60 bis 65 Prozent der wesentliche Finanzierungsbaustein des Bundeshaushaltes. Im September lagen wir noch deutlich unter dem, was wir geplant und gemeinsam auf dem Bundesrat vereinbart haben. Darauf haben wir im Oktober hingewiesen und die Gemeinden über ihren aktuellen Zahlungsstand informiert.

JJ: Und wie waren die Reaktionen darauf?

VS: Ich habe viele ermutigende Rückmeldungen bekommen und in dem Sinne sind dann auch Taten gefolgt. Ich glaube, wenn wir gemeinsame Anstrengungen unternehmen, kriegen wir das mit dem Bundesbeitrag gut hin, so wie geplant.

JJ: Gilt das auch für das Bundesopfer?

VS: Nur bedingt. Ich wünsche mir vor allem beim Bundesopfer noch Reaktionen. Da würde ich mich wirklich sehr freuen, wenn Gemeinden oder auch Privatpersonen nach Möglichkeiten suchen, sich zu beteiligen und eine freie Spende für den Haushalt, also sogenannte Bundesopfer-Spenden, tätigen. Damit wir die Lücke zum Vorjahr schnellstmöglich verkleinern können. Das würde mich sehr freuen, das wäre sozusagen eine Art verfrühtes Weihnachtsgeschenk für den kaufmännischen Geschäftsführer.

Rote Lichter für Religionsfreiheit

Ein rot beleuchtetes Gemeindehaus? Das erregt Aufmerksamkeit. Die Gemeinde Kassel-West hat in der Woche vor dem 28. November ihre Straßenfront mit roten Scheinwerfern erleuchtet, um auf die Einschränkung der Religionsfreiheit in vielen Teilen der Welt hinzuweisen.

Rot angestrahlt hat die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Kassel-West geleuchtet. Die Gemeinde
folgte damit einer Anregung des Generalsekretärs des Baptistischen Weltbundes, Elijah Brown, am #redwednesday (roter Mittwoch) teilzunehmen. Die Kampagne wurde in England von katholischen und evangelischen Christen ins Leben gerufen. Am 28. November beleuchten viele Gemeinden ihre Kirchen und Kathedralen, darunter auch viele Baptisten. Dieser Tag erinnert an die Opfer von religiöser Verfolgung und soll auf die Einschränkung der Religionsfreiheit in vielen Teilen der Welt hinweisen. Christen sähen sich in 130 Ländern mit Einschränkungen konfrontiert, so der „Ökumenische Bericht zur Religionsfreiheit von Christen weltweit“, Muslime in 117 Ländern.  

Die Gemeinde Kassel-West hat mit ihren roten Lichtern ein Zeichen gesetzt. Denn sie haben die Einschränkungen durch ihre Kontakte zu Geflüchteten, die ihre Heimat um ihres Glaubens willen verlassen mussten, mitbekommen und wollen für Religionsfreiheit einstehen. „Bei uns sind alle willkommen, egal ob sie Christen, Muslime, Yesiden sind oder vom Islam zum Christentum Konvertierte," betont Pastor Frank Fornaçon. „So ist uns auch die Zusammenarbeit am Runden Tisch der Religionen sehr wichtig". Sie erregten Aufmerksamkeit in ihrem Stadtteil. Im Rahmen der Kampagne berichtete Dr. Claudia Baumgart-Ochse über die Lage des Menschenrechts Religionsfreiheit vor einem interessierten Publikum im Café der „Kirche im Hof“. Sie ist Gemeindemitglied und Mitarbeiterin am Leibniz-Institut der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt.

Im Gottesdienst während der Kampagne wurde besonders für Bulgarien gebetet. Dort sind drastische gesetzliche Beschränkungen der Religionsfreiheit für Anhänger kleinerer Kirchen geplant. Im Rückblick auf die Aktion meinte Pastor Frank Fornaçon: „Wir hoffen, dass im kommenden Jahr mehr Kirchen in Deutschland unserem Beispiel folgen."

Licht des Lebens

Seit einigen Jahren bittet der BEFG zu Weihnachten um Spenden zur Förderung der Mission. „Zu Weihnachten feiern wir, dass Gott sich klein gemacht hat, durch Jesus Christus Mensch geworden ist – aus bedingungsloser Liebe zu uns. Diese Botschaft wollen wir teilen“, so BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba.

Für einige Christen in Deutschland ist das Weihnachtsfest neu. Sie sind aus Afghanistan oder aus dem Iran nach Deutschland gekommen. In ihrer Heimat durften sie Weihnachten nicht öffentlich feiern, kennen es nur aus Filmen. Andere sind erst hier zum Glauben gekommen. „Selbst Nichtchristen kennen in Deutschland Weihnachten. Für uns aber ist alles neu“, berichtet Omid Homayouni. Für den gebürtigen Iraner ist Weihnachten „ein besonderes Fest, weil es einen direkten Bezug zu unserem ganz persönlichen Glauben hat.“ Omid engagiert sich in der deutsch-persischen Gemeindeentwicklung des Dienstbereichs Mission: „Wir wollen gemeinsam mit unseren deutschen Geschwistern im Glauben wachsen. Das ist Integration in die Gemeinde Jesu: voneinander lernen und auf diese Weise miteinander wachsen.“

Auch viele Menschen aus Lateinamerika finden in Gemeinden des Bundes eine geistliche Heimat. BEFG-Pastor José Luis Malnis gehört zum Leitungskreis der Internationalen Mission in Deutschland des Dienstbereichs Mission und begleitet Latino-Gruppen in Bayern. Weihnachten veranstalten sie eine gemeinsame Feier nach dem Gottesdienst und laden dazu Lateinamerikaner ein, die neu in der Umgebung sind. „Weihnachten ist für uns eine Feier für die Familie und für unsere Nachbarn. In unseren Heimatländern feiern wir auf der Straße. Der Kontakt zu anderen Menschen ist uns sehr wichtig. Das möchten wir auch hier in Deutschland leben.“

Christoph Stiba lädt die Mitglieder des Bundes in der Spendenbitte des BEFG dazu ein, die Arbeit des Dienstbereichs Mission mit einer Spende zu unterstützen: „Wir wollen Gemeinde neu entdecken, neue Gemeinden gründen, Menschen integrieren, die schon lange bei uns wohnen oder neu zu uns gekommen sind, gemeindenahe Diakonie fördern, weltweit humanitäre Hilfsprojekte unterstützen und bei Katastrophen schnell Hilfe leisten. Wir wollen Menschen für Gott begeistern und sein Licht bezeugen!“

Ist Mission essbar?

TischGemeinschaft heißt das neue Evangelisationsformat des Dienstbereichs Mission, das am ersten Dezemberwochenende erstmals in einer Gemeinde des BEFG durchgeführt wurde. Sven-Erik Tornow, Leiter dieser Kölner Gemeinde, berichtet von der Premiere.  

Ist Mission essbar? – Nein, nein, nicht der alte Kalauer mit den im Halbkreis versammelten Löwen, die vor dem Verspeisen des Missionars noch brav beten, ist gemeint. Es geht um miteinander essen, an einem Tisch sitzen, reden, Gemeinschaft erleben und um evangelistische Predigten. Kann so etwas ein Konzept für eine missionarische Gemeinde sein? Als Gemeinde Köln sagen wir eindeutig ja! Warum? Weil wir es gemeinsam mit Carsten Hokema, dem Regionalreferenten für die Region Nord, ausprobiert haben.

Zum Material, das der Referent in einem kleinen Anhänger mitbrachte, gehört eine 6,5 mal 2,5 Meter große Kopie des im Original noch ein Drittel größeren Bildes „Das letzten Abendmahl“ von Leonardo Da Vinci. Irgendwie kennt dieses Bild jeder. Aber wenn Da Vincis Figuren einem fast lebensgroß gegenübersitzen, dann hat das Ganze plötzlich einen ganz anderen, ansprechenden Aspekt.

Ungezwungen offen

Wenn wir im Rahmen von Gottesdiensten Abendmahl feiern, so geschieht dies meistens sehr reduziert. Ursprünglich war das Abendmahl Teil eines ganz normalen Abendessens. Da wurde diskutiert, getrunken, gegessen und sinniert. Ganz unbekümmert und ziemlich unfromm. Genau so sah auch der erste Abend in der „Friedenskirche – Baptisten mitten in Köln aus“.  Etwa 120 Gäste hatten an den Tischen im Gottesdienstraum Platz genommen und genossen ein Drei-Gänge-Menü, welches wir der Einfachheit halber und um ausreichend Zeit für unsere Gäste zu haben, von einem Caterer bestellt hatten. Die anschließende evangelistische Verkündigung forderte auch dazu auf, die Einladung Gottes an seinen Tisch anzunehmen.

TischGemeinschaft outdoor

Gespannt waren wir auf den Straßeneinsatz am Samstag. Menschen kommen gern zusammen. Sagt man. Würde das auch einfach an einem öffentlichen Ort klappen? Mit dem diesmal am Anhänger des Dienstbereichs Mission montierten Gemälde stellten wir uns auf einen großen Platz hinter einem der berühmten Kranhäuser im Kölner Rheinauhafen. Vor dem Gemälde standen ein großer Tisch und 13 Stühle. Nicht nur die mitgebrachte Tischdecke sah der auf dem Da Vinci-Gemälde zum Verwechseln ähnlich, sondern die gesamte Szene. Gemeinsam mit Passanten, die trotz windigem Wetter am großen Tisch Platz genommen hatten, verbrachten wir einige Stunden unter freiem Himmel und kamen mit ihnen über Gott und die Welt ins Gespräch. Unsere Gäste versorgten wir mit Kaffee, Tee, Glühwein und Plätzchen. Besonders interessant und auch lustig war die Begegnung mit 13 jungen Männern, die eine gute halbe Stunde TischGemeinschaft mit uns hatten. Sie setzten sich vor das Bild mit Jesus und seinen 12 Jüngern, unterhielten sich mit den Mitarbeitern und fragten interessiert nach, als es um christliche Inhalte ging. 

Beziehungserlebnis pur

TischGemeinschaft ist ein sehr flexibles Konzept. Ob man den Abend mit 120 Gästen oder, wie an unserem zweiten Abend, nur mit 20 Besuchern durchführt – Gemeinschaft erlebt man auf jeden Fall.  Spontan setzten wir uns mit den Gästen am zweiten Abend um den großen Tisch direkt vor dem Bild. Es wurde ein sehr eindrücklicher Abend des gemeinsamen Redens, Hörens und Lernens. Ein Beziehungserlebnis pur. Unmittelbar und nah. Die Verkündigung der Abende drehte sich rund um die Tischreden Jesu und um das Gleichnis vom großen Festmahl, in dem Jesus Gott als den vorstellt, der an seinem Tisch für alle Menschen einen Platz frei hat.

Schmecken wie freundlich der Herr ist

Am ersten Advent feierten wir den Abschluss der Evangelisation mit einem gemeinsamen Gemeindefrühstück und einem sich daran anschließenden Abendmahlgottesdienst. Wir haben in den Tagen mit TischGemeinschaft gehört, „gesehen und geschmeckt, wie freundlich der Herr ist“. Und wenn vor dem großen Abendmahlsgemälde im Gottesdienstraum aus der brötchenschmierenden Gemeinde eine Abendmahlsgemeinde wird, dann wächst die Vorfreude auf das, worum es im Gottesdienst inhaltlich ging: Das Festmahl im Reich Gottes, zu dem Menschen aus allen Himmelsrichtungen kommen werden.

TischGemeinschaft? Ein leckeres und ansprechendes Konzept und ein spannendes Miteinander.
Manchmal war es ein bisschen so wie im Speisesaal des Klosters, in dem Da Vincis Bild ursprünglich hing. Und man hatte den Eindruck, dass man mit Jesus und seinen 12 Nachfolgern in einem Raum ist. Das macht einfach Mut. Und satt.

Sowohl über diesen ersten ansprechenden und gelungenen Einsatz der Materialien als auch über die inhaltliche Ausrichtung der Kurzevangelisation freuen sich besonders die drei Regionalreferenten des Dienstbereichs Mission. Ab 2019 werden Benno Braatz (Region Ost), Carsten Hokema (Region Nord) und Christopher Rinke (Region Süd) mit dem Format in den Gemeinden unterwegs sein. Neben zwei evangelistischen Abendveranstaltungen und einem Straßeneinsatz gehört auch ein Gottesdienst mit Frühstück zu der kompakten Veranstaltung.

Evangelium weitergeben, Orientierung in Lebensfragen

„Die Zukunft der Kirche hängt entscheidend von unserer Bereitschaft und Fähigkeit ab, den Glauben weiterzugeben.“ Mit diesem Appell hat der Theologe, Autor und Bibelübersetzer Prof. Dr. Dr. Roland Werner in der Mitgliederversammlung der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) dafür geworben, in den Kirchen ganz neu eine „Theologie und Praxis der Evangelisation“ umzusetzen. Bei der Tagung im brandenburgischen Elstal befassten sich die Delegierten aus den VEF-Kirchen zudem mit dem Lebensschutz, mit Asylverfahren von Konvertiten und mit den Vorbereitungen auf einen historischen Jahrestag.

„Hierzulande haben wir den Glauben privatisiert und sind deshalb als Christen in der Öffentlichkeit und im Alltag nicht sichtbar“, so die Analyse von Roland Werner. Darum sei die Evangelisation in einer Krise: „Bevor wir wieder stärker evangelistisch aktiv werden, müssen wir mit unserem Glauben aus der Privatsphäre heraustreten. Denn der Glaube ist zwar persönlich, aber nicht privat!“ Wenn man dann über den Glauben ins Gespräch komme, sei es wichtig, Evangelisation nicht isoliert zu sehen: „Soziale Verantwortung und Evangelisation gehören zusammen. Wenn wir sie gegeneinander ausspielen, lähmen und schwächen wir uns selbst.“

Der Glaube dürfe nicht nur unter Gleichaltrigen geteilt werden, sondern müsse auch an jüngere Generationen weitergegeben werden: „Sonst stirbt der Glaube aus“, so Roland Werner. Kirchen hätten nun die Aufgabe, das Anliegen der Evangelisation auf allen Ebenen der kirchlichen Arbeit zu verankern und evangelistisch begabte Frauen und Männer zu fördern und auszubilden. Die Weitergabe der frohen Botschaft müsse in einer Weise geschehen, die Menschen ganz unabhängig von ihrem Milieu oder ihrem kulturellen Background verstehen: „Wir wollen kulturell flexibel und in großer Vielfalt predigen, dabei jedoch stets Christus im Blick haben, unser Zentrum.“###3_IMAGES###Die Delegierten waren sich einig in dem Anliegen, die Evangelisation auf VEF-Ebene weiter zu stärken. „Dafür wollen wir zunächst vorhandene Netzwerke nutzen, denn nicht jeder muss das Rad neu erfinden“, so VEF-Präsident Christoph Stiba. Deshalb werde man künftig enger mit der von Roland Werner geleiteten „Koalition für Evangelisation“ zusammenarbeiten: „Eine gute Gelegenheit ist die Teilnahme am Runden Tisch der Koalition am 3. und 4. Juni 2019 im Kloster Volkenroda.“

Lebensschutz

„Das Leben und die einzigartige Würde des Menschen als unantastbare Gabe Gottes sind von Anfang an und bis zu dessen Ende zu schützen und zu respektieren.“ Mit diesem Motto gibt die Stiftung ProVita Orientierungshilfe in medizinethischen Fragen, die den Anfang und das Ende des Lebens betreffen – von vorgeburtlicher Diagnostik über Schwangerschaftskonfliktberatung bis hin zu Sterbebegleitung und Palliativmedizin. Dr. Detlev Katzwinkel und Dr. Heike Fischer vom ProVita-Vorstand stellten der Mitgliederversammlung die Arbeit der „Stiftung für Lebensethik“ vor. „Es ist uns wichtig, keine einfachen Antworten zu geben, sondern differenziert hinzuschauen“, betonte Heike Fischer. Denn, so Detlev Katzwinkel, man wolle mit Menschen ins Gespräch über Lebensthemen kommen: „Wir suchen den Diskurs und begegnen anderen Meinungen nicht mit Verurteilung.“

VEF-Politikbeauftragter Peter Jörgensen, Christoph Stiba und andere VEF-Delegierte zeigten sich dankbar für das Angebot der Stiftung, der VEF beratend zur Seite zu stehen. „Für die Positionierung der VEF in diesen schwierigen ethischen Fragen ist es gut, vom Knowhow von Fachleuten profitieren zu können, die sich auf der gleichen Wertebasis für den Lebensschutz einsetzen, der uns sehr wichtig ist“, so Stiba. Der VEF-Präsident äußerte auch seine Wertschätzung für die differenzierte Herangehensweise der Stiftung: „Plakative Aussagen helfen bei diesen fundamentalen Fragen des Lebens, bei denen es um persönliche Schicksale geht, niemandem weiter.“

Ablehnung christlicher Asylbewerber

Asylanträge christlicher Konvertiten werden oftmals dann abgelehnt, wenn es den Bewerbern in den Verfahren nicht gelingt, über die persönliche Dimension ihres Glaubens Auskunft zu geben. Diese Beobachtung und seine Vorschläge, wie damit umzugehen ist, erläuterte der VEF-Kirchenasylbeauftragte, Rechtsanwalt Andreas Hantschel aus Frankfurt.###3_IMAGES###Hantschel führte in der Mitgliederversammlung aus, dass Bewerber, die aufgrund ihrer Konversion zum christlichen Glauben Asyl in Deutschland beantragen, laut einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts nachweisen müssen, dass sich bei ihnen eine feste religiöse Überzeugung gebildet hat und eine Prägung der religiösen Identität erfolgt ist. Um dies darzulegen, reiche es nicht aus, so Hantschel, dass der Bewerber von außen sichtbare Aktivitäten aufzähle, etwa die Teilnahme am Gottesdienst oder die Mitarbeit im Kirchencafé. Vielmehr sei es unerlässlich, vom inneren Glaubensprozess zu berichten und die Entscheider so ins eigene Herz blicken zu lassen. „Wo Glaubensgeschwister dies tun und die Tiefe ihres persönlichen Glaubens nachvollziehbar beschreiben, stehen die Chancen für ihr Asylverfahren gut.“

Gemeinden werden gebeten, sich mit Fragen zum Thema Asyl an die Migrationsbeauftragten ihrer Freikirchen zu wenden.

500 Jahre Täuferbewegung

Mit fünf Themenjahren ab 2020 und einem großen Abschluss zu Himmelfahrt 2025 will eine überkonfessionelle Initiative an 500 Jahre Täuferbewegung erinnern. Reinhard Assmann vom Trägerverein nahm die VEF-Mitgliederversammlung mit hinein in die Geschichte und stellte den aktuellen Stand der Planungen vor.

Der 21. Januar 1525 gilt als Beginn der Täuferbewegung. Nach einer „heftigen öffentlichen Diskussion über die Kindertaufe fand an diesem Tag die erste sogenannte Gläubigentaufe statt“, so Assmann. „Die Täufer verstanden sich stets als Teil der Reformation, wollten weiterführen, was sie in den frühen Jahren Luthers und Zwinglis verstanden hatten.“ Die Mennoniten verstünden sich als direkte Nachfahren der Täufer, doch „auch einige andere heutige Freikirchen sehen sich theologisch in der Tradition der Täuferbewegung.“

Dem Gründerverein gehören Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden (AMG), des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG), des Bibelseminars Bonn und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) an. Ihr Ziel sei es, „an die Täuferbewegung zu erinnern, den Jahrestag 2025 gemeinsam zu begehen und dabei viele miteinzubeziehen“, wie der pensionierte Baptistenpastor Assmann hervorhob. Die vorgeschalteten Themenjahre werden sich mit den fünf Schwerpunkten „mündig, gemeinsam, konsequent, gewaltlos und Hoffnung leben“ befassen. Es sollen Begleitmaterialien und Veranstaltungen angeboten werden. „Wir freuen uns, wenn sich viele Menschen an den Vorbereitungen beteiligen“, so Reinhard Assmann. Interessierte können sich in der Ökumenischen Centrale der ACK melden.###3_IMAGES###

Theologischer Grund- und Aufbaukurs

Dr. Oliver Pilnei vom BEFG und Jürgen Stolze von der Evangelisch-methodistischen Kirche stellten den Delegierten den Theologischen Grund- und Aufbaukurs der VEF vor. Seit über 40 Jahren bietet der Kurs eine theologische Fortbildung. Allein in den letzten zehn Jahren gab es über 400 Absolventinnen und Absolventen. VEF-Präsident Christoph Stiba würdigte den Kurs als „fundierte theologische Grundlegung für Laienprediger und alle an Theologie Interessierten.“ Er ermutigte dazu, das Angebot in den Freikirchen bekannt zu machen.

Mitgliederversammlung der aej

Einmal im Jahr trifft sich die evangelische Jugend bei der Mitgliederversammlung der aej – dieses Jahr vom 22.11. bis 25.11. in Pappenheim in Bayern. 120 Delegierte aus 32 Organisationen sind vertreten, das GJW mit vier Mandaten und Maria Hofmeister als zweiter stellvertretenden Vorsitzenden der aej.

Hauptthema der Tagung war der Rechtspopulismus. Dr. Matthias Quent vom Jenaer Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft hielt das Impulsreferat. Das Plenum verabschiedete das gemeinsame Positionspapier „Haltung zeigen und Ursachen beseitigen“. „Keine Akzeptanz rechtspopulistischer Einstellungen im demokratischen Meinungsstreit“ dürfe es geben. „Wir fordern konstruktive und tragfähige europäische Lösungen“ heiß es darin unter anderem zum Umgang mit Geflüchteten.

Mit der Verabschiedung des langjährigen Geschäftsführers Ottokar Schulz geht in der aej eine Ära zu Ende. Mit Leidenschaft und Sachverstand hat er die Interessen der evangelischen und damit auch der evangelisch-freikirchlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auch gegenüber der Bundespolitik vertreten. Dafür gebührt ihm großer Dank.

Mit Martin Luther-King erinnerte Udo Rehmann in seiner Andacht am Freitagmorgen daran, dass nur die tätige Liebe (Eph 3,18) gesellschaftliche Veränderungen herbeiführen kann: „hate cannot drive out hate, only love can do that“. Maria Hofmeister gestaltete den sehr nachdenklichen Gottesdienst zum Tagungshauptthema am Samstagabend mit.

„Für mich war es die erste aej-Mitgliederversammlung, daher war ich sehr gespannt was mich erwartet. Mir hat diese Veranstaltung gezeigt, wie wichtig und wertvoll es ist, sich als evangelische Jugend zusammenzuschließen und für einen gemeinsamen Standpunkt zu kämpfen und diesen dann nach außen zu tragen und zu vertreten. Gemeinsam haben wir eine größere Stimme und können uns damit z.B. in aktuelle Debatten erfolgreich mit einbringen.“ (Simon Milewski als Teil der GJW-Delegation aus dem GJW Baden-Württemberg)

Die aej ist die jugendpolitische Stimme der evangelischen Jugend. Durch die Partizipationsstrukturen haben junge Menschen die Möglichkeit, sich in den großen Debatten der Gesellschaft Gehör zu verschaffen.

Seiten