ERF Plus - Anstoß

„Das wächst mir alles über den Kopf“

„Das wächst mir alles über den Kopf“. Mit dieser Redensart signalisiere ich: Es ist zu viel. Mehr geht nicht.

„Das wächst mir alles über den Kopf.“ Habe ich Gott gegenüber auch schon geäußert. Gott hat mit mir mein Pensum durchleuchtet. Ich habe mich von Päckchen getrennt.

Ein Beter äußert bereits vor 3000 Jahren: „Es wächst mir über den Kopf.“ Ihm sind nicht die Aufgaben zu viel. Ihm wächst seine Schuld über den Kopf. David ist dieser Beter. Seine Sünde erdrückt ihn, wie eine Lawine. Körperlich schlapp. Ein müdes Herz. Immer mehr ziehen sich von David zurück. Jetzt reicht´s!

Deshalb beißt David nicht mehr die Zähne zusammen, um weiterzumachen, sondern sagt Gott: „Meine Schuld ist mir über den Kopf gewachsen; sie wiegt schwer, ich kann sie nicht mehr tragen.“ (Psalm 38,5)  

David hat den Verdacht: „Diese Erfahrung hat mit mir zu tun.“ Er kommt nicht auf die Idee, Gott deshalb aus dem Weg zu gehen. Im Gegenteil, alles in ihm schreit: „Hilf mir! Verlass mich nicht!“

„Verlass mich nicht!“ hat 1000 Jahre später Jesus, der Sohn Gottes, gerufen. Die Sünde wächst mir über den Kopf. Ich sterbe an all den Sünden, die du mir, mein Gott, auflegst. Und so war es. Jesus ist an Davids Schuld, an meiner Schuld, an der der ganzen Welt am Kreuz gestorben.

Seit Ostern weiß ich: Sünde wächst mir nicht mehr über den Kopf. Jesus lebt. Bitte ich Jesus um Vergebung, hilft er mir gerne und vergibt. Mein Kopf und mein Herz werden frei! Was ein Gebet damals, was ein Gebet heute verändert!

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Kleine Hügel, große Berge

Ich stehe am Fuß eines Hügels. Er ragt mehrere hundert Meter vor mir in die Höhe. Mir wird klar: Ich werde mich anstrengen müssen, wenn ich ihn besteigen will. Also mache ich mich auf den Weg. Schritt für Schritt folge ich dem Pfad nach oben.

Schließlich erreiche ich die Anhöhe. Von hier habe ich eine gute Aussicht. Aber hier wird mir mit einem Mal noch etwas anderes klar: Hinter dem Hügel ragt ein sehr viel größerer Berg empor. Der Hügel, auf dem ich stehe, ist winzig im Vergleich zu dem Berg, den ich jetzt sehe.

So ähnlich ist eine Aussage des Apostels Paulus zu verstehen. Er schreibt den Christen in Rom:

Wo die Sünde mächtig geworden ist, da ist die Gnade noch viel mächtiger geworden. (Römer 5,20)

Die Sünde ist wie der Hügel, den ich erklommen habe, die Gnade Gottes, wie der sehr viel höhere Berg dahinter. Schaue ich vom Berggipfel auf den Hügel herab, gleicht der einer kleinen Erhebung in der Landschaft. Was vormals groß wirkte, ist mit einem Mal klein und unscheinbar.

Es stimmt. Sünde ist mächtig. Hass, Gewalt oder Ungerechtigkeit – die Auswirkungen der Sünde kann ich überall beobachten. Und doch vermag die Gnade Gottes sehr viel mehr auszurichten. Sie kann heilen, was kaputt ist, jene versöhnen, die im Streit liegen und denen eine Zukunft schenken, die nicht mehr weiterwissen.

Im Bewusstsein dieser Gnade kann ich heute meinen Tag gestalten. Und Sie können das auch.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Nur Worte?

Ein erwachsener Mensch redet durchschnittlich 16.000 Wörter am Tag. Kein Wunder, dass schon Johann Wolfgang von Goethe seinen Dr. Faust sagen lässt: „Der Worte sind genug gewechselt. Lasst mich nun endlich Taten sehen.“

„Große Worte und nichts dahinter“, sagen wir.  Was steckt in ihnen noch drin? Was ist an ihnen dran? In Zeiten von Facebook, Twitter & Co wird viel geredet und zerredet. Gefragt und hinterfragt.

Goethe ging von einem Kursverfall des Wortes unter den Menschen aus. Deshalb konnte er sich nicht mit dem ersten Satz des Johannesevangeliums abfinden:

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. (Joh.1,1)

Im Anfang war das Wort? Ein bloßes Wort? Johannes beginnt seinen Bericht über das Leben Jesu mit den ersten beiden Wörtern der Bibel. Dort spricht Gott sein schöpferisches Wort: Es schafft Neues, setzt Anfänge, bringt Hilfe. Bei Gott sind Wort und Tat eins. „Er spricht – und es geschieht. Er gebietet – und es steht da!“ (Ps.33), so lobt es ein Psalmdichter einige hundert Jahre später.

Seit Beginn der Schöpfung ist Gott auf der Suche nach Menschen, die sich ansprechen lassen. Sein Drang sich mitzuteilen, verkörpert sich schließlich in Jesus Christus.

Und welche Sprache ist erst das: Der Sohn Gottes stirbt am Kreuz für mich! Wenn er spricht: „Deine Sünden sind dir vergeben“, dann geschieht es. Dann kann mein Leben neu beginnen.

Gott steht zu seinem Wort. „Da steckt Leben drin“, beschreibt es Johannes. Es verfällt nicht. Höchste Zeit, ihn auch heute beim Wort zu nehmen.

Autor: Ellen Hörder-Knop

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Planloses Chaos?

Eigentlich ist es total herrlich, wenn ich jetzt durch den Taunus fahre. Da wohne ich mit meiner Familie. Die Wälder leuchten immer mehr in hellem frischem Grün. Die Wiesen werden von Tag zu Tag bunter. Und die knorrigen Apfelbäume darin blühen in kräftigem Rosa. Diese Schönheit betört mich gerade zu. Aber die Freude in mir kann sich nicht so recht ausbreiten. Denn gleichzeitig sind Millionen Menschen auf der Flucht vor Kriegen und Gewalt. Und Menschen leiden unsäglich unter der brutalen Macht skrupelloser Herrscher. In der Ukraine und an vielen anderen Orten in der Welt.

 

Ist das anhaltende Durcheinander auf unserem Planeten ein planloses Chaos? Ohne jede Hoffnung auf Besserung? Schon vor 2.700 Jahren standen die Menschen vor dieser Frage. Schöne und hoffungsvolle Anzeichen wechseln sich auch damals schon ab mit niederschmetternden Katastrophen: Kriege oder grausame Übergriffe machthungriger Menschen. Ein planloses Chaos? „Nein!“ sagt Gott durch seinen Propheten Jesaja. Und fügt hinzu: „Gottes Pläne sind zum Staunen, und er weiß genau, wie er sie zum Ziel führt.“

 

Damals wie heute gilt: Gott führt - in all dem Durcheinander - seine Pläne an ihr Ziel. Zu einem guten Ziel. Alles Schöne will uns dabei ermutigen, dass Gott gut ist. Trotz allem. Und alles Grausame warnt uns davor, dass wir ohne Gott verloren sind. Und dass wir umkehren zu Gott und auf ihn hören. Und damit fange ich am besten gleich heute an.

Autor: Steffen Brack

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Wir sind keine Mistkäfer

Welches ist das stärkste Lebewesen auf der Erde? Es ist ausgerechnet der Mistkäfer. Dieser kleine Kamerad kann das Tausendfache seines eigenen Gewichts schleppen. Meine Hochachtung, daneben kann jeder Gewichtheber einpacken.

Dabei sind die Gewichte, die die meisten Menschen durch ihr Leben tragen, gar nicht sichtbar. Sie lasten weniger auf den Schultern als viel mehr auf dem Herzen oder auf der Seele. Oftmals fühlen sie sich schwerer an als das 1000-fache des eignen Körpergewichts, und manch einer ist schon darunter zusammengebrochen.

Welche Lasten tragen Sie auf ihrer Seele oder in ihrem Herzen? Dinge aus der Vergangenheit, Dinge, die die Zukunft betreffen? Beziehungen, Finanzen, Krankheit, … da ist so Vieles im Leben, was jeder einzelne mit sich rumschleppt. Niemand kommt ganz ohne Last durch Leben. Und es sollte auch niemand alleine durchs Leben gehen. So war das nie gedacht!

Im Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in Galatien lese ich die ermutigenden und herausfordernden Worte: „Helft einander, eure Lasten zu tragen. So erfüllt ihr das Gesetz, das Christus uns gibt.“ Wir sollen für einander da sein. Wir sollen einander helfen, wenn es um unsere Lasten geht, damit keiner von uns allein ist. Denn gemeinsam ist die Last leichter zu tragen.

Hier ist die Rede vom Gesetz Christi. Dadurch, dass ich die Last des anderen trage, liebe ich meinen Nächsten. Jesus hat genau das gleiche getan und würde es wieder tun: Er liebt Sie und mich. Ausdruck dieser Liebe ist, dass er die Last Ihrer und meiner Sünden ans Kreuz getragen hat.

Menschen, die an Jesus glauben und die Lasten anderer tragen, sind keine Mistkäfer. Es sind Gottes Kinder, die Liebe leben.

Autor: Tobias Schier

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Weit entfernt von Aberglauben

Wer die Bibel liest, sollte immer mal wieder daran denken, dass das ein sehr altes Buch ist. Auch die Sprache, die dort verwendet wird, hat schon ein paar Tage auf dem Buckel. Zumal  die allermeisten Menschen die Bibel in einer der gängigen Übersetzungen lesen. Da ist die Übersetzung nach dem Reformator Martin Luther immer noch ziemlich weit vorne. Auch in ihrer neuesten überarbeiteten Form von 2017. Dort steht als Übersetzung für den Vers 5 aus dem dritten Kapitel des Propheten Joel: "Wer des HERRN Namen anrufen wird, der soll errettet werden."

Der Kontext macht deutlich:Hier geht es um die letzten Tage der Welt. Um das Jüngste Gericht, wie es auch heißt. Der Vers könnte nach der Übersetzung von Luther so verstanden werden, dass ich gleich einem Mantra den Namen Gottes aussprechen soll, um gerettet zu werden. Doch das kommt mir sehr komisch vor. Denn schon im Alten Testament ist Gott nicht sonderlich begeistert von Kulten, die sich allein schon vom Aussprechen von Namen eine hilfreiche Wirkung erwarten. Eine neuere Übersetzung des Satzes hilft da schon eher, den tatsächlichen Sinn des Satzes zu verstehen: "Alle, die sich zu mir bekennen und meinen Namen anrufen, werden gerettet." (Gute Nachricht Bibel)

Das Aussprechen des Namens hat damit zu tun, dass man sich zu Gott bekennt. Da steckt keine Mystik dahinter und auch  kein Mantra. Es geht darum, dass ich zu meinem Glauben an Gott stehe, egal was kommt. Und noch eine wichtige Aussage steckt in diesem Satz, den der Prophet Joel von Gott sagen sollte: Rettung im Jüngsten Gericht erfahre ich nicht durch besondere Leistungen oder Rituale, sondern durch den einfachen Glauben daran, dass Gott zu mir steht durch seinen Sohn Jesus Christus.

Autor: Horst Kretschi

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Hoffnungstrotz

Das Buch heißt Klagelieder. Entstanden ist es in einer düsteren Zeit, kurz nach der Eroberung und Brandschatzung Jerusalems durch die Babylonier vor etwa 2.600 Jahren. Die Klagelieder zeigen die Einsamkeit des Menschen, benennen sein Versagen und seine Trauer über die Trennung von Gott.

Doch genau mitten in den Klageliedern ist es, als würde jemand einen Schalter umlegen. Als würde aus kargem Gestein mutig und trotzig eine Pflanze hervorsprießen:

„Die Barmherzigkeit des Herrn hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.“

Unmittelbar davor hat der Schreiber noch in Selbstmitleid gebadet. Er hat völlig aus dem Blick verloren, dass Gott die ganze Zeit seine Hand ausstreckt.

Ich kenne solche Situationen auch. Dann sehe auch ich nur das Düstere. Scheinbar geht es immer nur bergab wie in einer Depressionsspirale. Jetzt braucht es diesen Kick, dieses aufmunternde Wort, das mich wieder herausholt. Ja, es geht weiter, ja, nach der Nacht kommt ein neuer Morgen, nach dem Dunkel kommt das Licht. Manchmal muss ich mir das selbst immer wieder sagen, so wie der Verfasser der Klagelieder. Das Leben ist nicht hoffnungslos, und auch wenn ich ihn gerade nicht sehe: Gott ist da.

Autor: Andreas Odrich

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Es geht nichts über Erfahrung

„Es geht nichts über Erfahrung“ - vielleicht ist es kein Zufall, dass wir gerade im Deutschen diese Redewendung kennen. Gerade so, als müssten wir uns selbst ermahnen. Denn wir sind in unserem Kulturkreis oft Weltmeister im Erklären, wie eine Sache eigentlich sein sollte. Also, theoretisch. Andere Kulturen – und oft auch Kinder - sind da viel pragmatischer: Einfach mal ausprobieren. Und herausfinden, was passiert.

Ich finde: Das gilt auch für das Gebet, also für das Reden mit Gott. Man kann viele Bücher mit Theorien und Theologie vom Beten füllen. Man kann es aber auch einfach mal ausprobieren. Und selbst herausfinden, was passiert. So wie David. Der aus dem Alten Testament. David hat gebetet wie ein Weltmeister – und er hat erlebt, wie Gott antwortet. Das hat er aufgeschrieben, und ich finde Davids Gebet in meiner Bibel als Psalm 30. Zitat:

„Ich will dich preisen, Herr, denn du hast mich aus einem tiefen Abgrund heraufgezogen und meinen Feinden keinen Triumph über mich gegönnt. Herr, mein Gott, im Gebet schrie ich zu dir, und du hast mich geheilt. Herr, du hast mich aus dem Totenreich zurückgeholt und mir das Leben wieder neu geschenkt. Vor dem sicheren Tod hast du mich bewahrt.“

Warum hat Gott David aus dem Abgrund gezogen, ihn geheilt, ihn vor dem Tod bewahrt? Ich habe keine Antwort darauf. Und ich vermute, David hatte auch keine. Aber eins hatte David, und zwar den Mut, einfach mal zu beten. „Im Gebet schrie ich zu dir“, schreibt David – das heißt, er betete aus der Tiefe seines Herzens. Ganz einfach, echt und ehrlich.

Diesen Mut zum Beten wünsche ich mir und Ihnen auch. Einen Mut, der sich vom Beten nicht abhalten lässt durch Theorien, warum Gott dieses Gebet vielleicht erhört und jenes vielleicht nicht. Beim Beten gilt einfach wie bei vielem im Leben: Es geht nichts über Erfahrung.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Hiob, der Jemen und die Ukraine

Weit mehr als 370.000 Menschen hat der Krieg im Jemen getötet. Auch in der Ukraine sind bereits viel zu viele Menschen gestorben wegen der Machtfantasien einiger Regierender.

Wenn Gott doch jeden Menschen individuell, wunderbar und wertvoll gemacht hat … warum lässt er das zu?

Genau diese Frage richtet Hiob in der Bibel an Gott. Hiob ist von schlimmster Krankheit und weiteren Schicksalsschlägen gezeichnet. In dieser Situation ruft er zu Gott:

„Leben und Gnade hast du mir geschenkt, in deiner Obhut war mein Geist.“ (Hiob 10,12 NeÜ)

Das ist kein Dank an Gott, sondern in diesen Worten schwingt Verzweiflung mit: Wenn du mich (und auch alle anderen Menschen) so wunderbar geschaffen hast, warum zerstörst du alles wieder?

Das Buch Hiob gibt keine einfache Antwort auf diese Frage. Doch es bezeugt: Auch wenn Chaos und Zerstörung toben: Gott hat nicht die Kontrolle über alles verloren. Er zieht sich vor dem Leid nicht angewidert zurück. Im Gegenteil: Er behält das letzte Wort und kann auch verzweifeltste Situationen wieder wenden.

Mit Hiob kann ich sagen: Gott, ich verstehe dich oft nicht. Ja, für meinen Geschmack manchmal viel zu oft. Aber ich vertraue dir trotzdem, weil du absolut vertrauenswürdig bist.

Autor: Oliver Jeske

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In Gottes Namen

Einer der dunkelsten Momente der Kirchengeschichte war der 27. September des Jahres 1095, als Papst Urban II. mit den Worten „Deus lo vult“ zum ersten Kreuzzug aufgerufen hat. Weil Gott angeblich genau das wollte, dass die Heiligen Stätten der Christenheit aus den Händen der Muslime befreit werden. Viele ehrenhafte Leute haben sich diese Sache zu eigen gemacht. Aber auch tausende verarmte Ritter haben sich auf den Kreuzzug begeben in der Hoffnung auf Ruhm und Reichtümer. Außerdem jede Menge Strauchdiebe, verrohte und mordlüsterne Menschen. Und das alles mit kirchlichem Segen.

Angeblich in Gottes Namen, aufgestachelt durch falsche, selbstherrliche Propheten, sind schon viele unsägliche Dinge geschehen. Leider. Darüber kann leicht aus dem Blick geraten, dass es durchaus echte Prophetinnen und Propheten gibt; Menschen mit einer lebendigen Beziehung zu Gott und mit einer Antenne für das, was Gott will.

Von Samuel, einem der frühen Propheten Israels, heißt es: „Gott war mit Samuel und ließ keines von allen seinen Worten zur Erde fallen.“ Wahrhaft prophetische Menschen vertreten vielleicht auch ihre persönliche Meinung, vor allem aber vertreten sie Gottes Sicht der Dinge. Und das bestätigt Gott dann auch. Einer wie Samuel konnte überhaupt nur deshalb im Namen Gottes reden, weil er sich an Gott gehalten und auf das gestützt hat, was Gott ihm anvertraut hat.

Wer im Namen Gottes auftritt, hat eine hohe Verantwortung. Leichtfertig sollte niemand Gott für sich reklamieren. Aber jede und jeder kann Gott fragen und bitten, die eigene Haltung und Sicht entweder zu bestätigen oder zu korrigieren.

Autor: Markus Baum

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Gott erkennen

Wie ist Gott – und wie kann ich ihn kennenlernen? Wer sich diese Frage stellt, greift heute wie selbstverständlich zum Handy. Nur hilft das in diesem Fall nicht weiter. Google listet zur Frage „Wie ist Gott“ Millionen von Suchergebnissen auf. Millionen von Menschen wollen mir erklären, wie Gott ist. Wo fange ich da an?

Der biblische Prophet Jeremia macht vor etwa 2600 Jahren auf einen verlässlichen Weg aufmerksam, wie Menschen Gott erkennen können. Er schreibt: „Es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, denn sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR.“ (Jeremia 31,34)

Im Zusammenhang mit dieser Aussage betont Jeremia: Ich erkenne Gott, wenn er mich von der grundsätzlichen Trennung zu ihm befreit. Sünde heißt das in der Bibel und meint so viel mehr als nur das, was ich falsch mache. Krieg und Hunger, Tod und Krankheit zeigen deutlich: In dieser Welt läuft etwas grundsätzlich falsch. Und ich bin Teil dieses Systems. Nur Gott kann mich befreien. Mit Jesus hat er die Grundlage für diesen Weg eröffnet.

Wenn ich diese Befreiung erlebe, grundsätzlich und Schritt für Schritt, weiß ich: Gott meint es gut mit mir. Er liebt mich trotz aller Fehler, er vergibt mir, er heilt mich und befreit mich. Dann weiß ich genug über Gott für heute. Und ich kann diesen Tag in seiner Gegenwart verbringen. Ganz so, wie Jeremia es schon vor langer Zeit beschrieben hat.

Autor: Joachim Bär

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Recht und Gerechtigkeit

Kennen Sie das auch? Manchmal passieren Dinge, die überhaupt nicht zu meinem Empfinden von Recht und Gerechtigkeit passen. Ein Beispiel gefällig? Im Volksmund heißt es: Die Kleinen werden bestraft, die Großen lässt man laufen. Wenn ich so etwas mitbekomme, regt mich das auf!

Die Bibel hat zum Thema Gerechtigkeit einiges zu sagen. König David hat beispielsweise in einem Psalm seine Vorstellungen davon zum Ausdruck gebracht, wie er Gott einschätzt. In Psalm 11, Vers 7 lese ich:

Der HERR ist gerecht und hat Gerechtigkeit lieb. (Psalm 11,7)

Diese Aussage ist von David nicht einfach so daher gesagt. Sie spiegelt seine Überzeugung wider, die auf Erfahrungen mit Gott beruht. Er hat Gottes Gerechtigkeit erlebt. Und das in beiden Fällen. Einmal als Opfer, dem Unrecht angetan wurde. Aber auch als Täter, der selbst anderen Unrecht zugefügt hat.

Lege ich Gottes Maßstäbe an mein Leben an, ist es mit meiner Gerechtigkeit nicht weit her.

Wie gut, dass Gott sich nicht darauf beschränkt, meinen Mangel an Gerechtigkeit zu diagnostizieren und zu bestrafen. Er hat sogar Abhilfe parat. Jesus Christus ist bereit, für mich zu bürgen. Weil er treu und gerecht ist, lässt Gott in meinem Fall Gnade vor Recht gelten und spricht mich frei von meiner Ungerechtigkeit. Ist das bei Ihnen auch so?

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Ich bin berufen

Als kleiner Junge kam es schonmal vor, dass ich von meiner Mama einen Auftrag erhalten habe. „Sag deinem Bruder dieses oder jenes“, hieß es dann.

Mit diesem Auftrag und in dem Bewusstsein, mit höherer Autorität ausgestattet zu sein, bin ich losgezogen. Und tatsächlich, manchmal hat mein kleiner Bruder sich beeindrucken lassen. Wie gesagt, manchmal.

Im Auftrage eines anderen unterwegs zu sein, kann mir Bedeutung verleihen, aber auch jede Menge Ärger einbringen. Es kommt darauf an, wie die Botschaft lautet und wer der Empfänger ist.

Der Apostel Petrus schreibt davon, dass ein Ruf an mich ergangen ist. Ich soll aus dem Dunkel heraustreten ins helle Licht Gottes. Zusammengefasst klingt das im 1. Petrusbrief so:

Gott hat euch berufen aus der Finsternis in sein wunderbares Licht. (1. Petrus 2,9)

Wer seine Deckung verlässt und aus der Dunkelheit in einen Scheinwerferkegel tritt, macht sich sichtbar.

Der Zusammenhang des Bibelverses lässt erkennen, dass ich als Christ zu einer handverlesenen Schar von Auserwählten gehöre. Petrus verwendet sogar Begriffe, wie Priester (das sind Mittler zwischen Gott und den Menschen) für diese besondere Berufung. Und er spricht von einem wunderbaren Licht. Dem warmen und wohltuenden Licht der Gnade Gottes.

Gott hat mir die Aufgabe zugedacht, dass ich heute für alle gut sichtbar als ermutigendes Beispiel dessen stehe, wozu seine Gnade fähig ist.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Ach ja

Manchmal gebe ich einen Seufzer von mir. Wie wird es in Wikipedia beschrieben: Das ist eine nonverbale Lautäußerung, die unangenehme Gemütsregungen wie Kummer, Schmerz, Enttäuschung, Wehmut, Sehnsucht oder Resignation zum Ausdruck bringt. Wenn meine Frau gerade in der Nähe ist, sagt sie dann gerne: "Ach ja, hast es schon schwer, ne!?" Und wir beide müssen lachen. Meistens. In letzter Zeit seufzen wir aber auch schon mal gemeinsam. Was wird werden? Wie geht es weiter? Ach ja ...

Um nicht in eine negative Phase zu kommen, zu bleiben oder gar immer weiter hineinzurutschen, ist es gut, seine Seufzer zu adressieren. Die Psalmbeter sind mir dabei ein Vorbild, denn sie gehen damit immer in dieselbe Richtung: zu Gott! Ach, HERR, rette doch! Ach, HERR, gib doch Gelingen! So steht es in Psalm 118. Aber nicht nur dieser Vers 25, sondern das ganze Gebet ist für mich eine große Hilfe, das Geschehen dieser Welt richtig einzuordnen. Mit Worten, aus denen Lieder geworden sind: Dies ist der Tag, den der Herr gemacht. Worte, die mich auf Jesus verweisen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Das ganze Gebet erinnert mich immer wieder daran, dass ein lebendiger Gott an meiner Seite steht. Darum kann ich auch den Schluss mit erhobenem Haupt mitbeten: Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

Autor: Hans Wagner

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Ein handfestes Problem

Was soll ich sagen? Wenn ich eines Tages vor Gott stehe, werde ich wohl überwältigt sein.

Kein Wort hervorbringen. Mein himmlischer Vater fragt mich, was hast du über die Einstellung deiner Freundin zum Thema Impfen gesagt? Hast du nicht nur dich gesehen? Stand dein Urteil nicht schon fest?

Das wird ein Augenöffner sein. Ich sehe oft nur einen Punkt, wenn es gut geht, vielleicht noch zwei oder drei andere. Doch wenn wir anderer Meinung sind, habe ich Gottes Sicht? Nein. Habe ich mich darum bemüht? Vielleicht ein bisschen. Doch letztlich habe ich mich durchgesetzt und nicht Gott.

Ein handfestes Problem – auch schon vor fast 2000 Jahren bei den Christen in Rom. Deshalb schreibt der Apostel Paulus ihnen (Römer 14, 12.13 NGÜ):

„So wird also jeder von uns über sein eigenes Leben vor Gott Rechenschaft ablegen müssen. Hören wir darum auf, einander zu verurteilen! Statt den Bruder oder die Schwester zu richten, prüft euer eigenes Verhalten, und achtet darauf, alles zu vermeiden, was ihnen ein Hindernis in den Weg legen und sie zu Fall bringen könnte.“

Paulus sind drei Dinge wichtig:  1. Keinen anderen Christen wegen seiner Überzeugung, wie er z. B. den Sonntag gestaltet, verurteilen. Grund: Das ist eine Sache zwischen Gott und dem anderen. 2. Nicht auf einen anderen Christen schauen, sondern mich selbst mit Gottes Augen ansehen. Passen meine Verhaltensweisen zur Bibel? 3. Damit helfe ich Christen, die anderer Meinung sind als ich, sich nicht von Jesus Christus zu lösen, sondern an ihm festzuhalten.

Auch nach 2000 Jahren noch ein lohnenswertes Ziel!

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Vitamin B

Macht und Bedeutung werden gerne dadurch ausgedrückt, dass sich der Betreffende rarmacht. Hatte man früher direkten Zugang zu ihm oder ihr, ist das mit einem Mal nicht mehr möglich. Ich muss um einen Termin bitten. Hoffen, dass meinem Wunsch entsprochen wird.

Irgendwer hat mir einmal geraten: Wenn du mit deinem Anliegen beim Chef durchkommen willst, musst du Freunde in seinem Vorzimmer haben. Merke: Es kommt auf Beziehungen an. Ich muss die richtigen Leute kennen.

Selbst im Alten Testament war der Zugang zu Gott nicht selbstverständlich. Es gab Priester, die als Mittler ihren Dienst versahen.

Das aber hat sich grundlegend geändert. Es gelten neue Regeln für den Kontakt zu Gott. Kein Vorzimmer, kein Mittler – Jesus selbst übernimmt diese Aufgabe. Er ist meine Verbindung zum Allerhöchsten.

Das bestätigt mir der Apostel Paulus. In seinem Brief an die Christen in Ephesus schreibt er:

In Christus Jesus, unserem Herrn, haben wir Freiheit und Zugang zu Gott. (Epheser 3,12)

Mit anderen Worten: Ich bin in keiner Weise eingeschränkt, kann mich immer und überall an Gott wenden. Ich muss nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt einen besonderen Ort aufsuchen oder andere Voraussetzungen erfüllen. Nein, ich bin immer willkommen. Warum? Weil Jesus für mich eintritt.

Was für ein Vorrecht! Finden Sie das nicht auch?

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Du bist ein Gottesgeschenk!

Ich habe ein neugieriges Naturell. Daher ist es nicht verwunderlich, dass ich schon vor einigen Wochen geschaut habe, welcher Vers dem heutigen Anstoß zufällt. Und ja, dieser dritte Vers aus Psalm 127 klingt wunderschön:

„Kinder sind eine Gabe des Herrn, und Leibesfrucht ist ein Geschenk.“

Kinder – ein wahres Geschenk! Als Mutter denke ich aber auch an die großen und kleinen Herausforderungen im Familienalltag, die meine Tochter zum nächsten Wutausbruch und mich an den Rand meiner Nerven bringen. Also in solchen Situationen fällt es nicht immer leicht, mein kleines Geschenk mit dankbarem Blick zu sehen.  

Der Vers aber hat mich zu einem kleinen Experiment ermutigt. Was wäre, wenn ich mein Kind mit den Augen Gottes ansehe, gerade in den Momenten, in denen es schwerfällt?

Genau das habe ich in den letzten Wochen eingeübt und schnell gemerkt, wie sich meine Perspektive ändert. Ich konnte aus der Konfliktsituation heraustreten und sah mit liebevollem Blick das große Ganze dahinter: Einen wertvollen, kleinen Menschen, wunderbar von Gott geschaffen und in unsere Familie geschenkt.

Ich glaube, dass man diesen Blick nicht nur auf die eigenen Kinder einüben kann, sondern auch auf die Menschen, die uns im Alltag begegnen und herausfordern. Welchen Blick haben Sie heute auf Ihren Ehemann, Ihre Ehefrau oder Ihre Nachbarn, Freunde und Kollegen?

Autor: Melanie Bonnkirch

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Weltweiter Nummer-1-Hit

Was haben ABBA, Nicole, Céline Dion und Lena gemeinsam? Ja genau! Sie haben alle den Eurovision Song Contest gewonnen. Die europaweit größte Musikveranstaltung. Manche rümpfen freilich die Nase, wenn sie an die teilweise schrägen Auftritte bei diesem Mega-Event denken. Aber: dem Miteinander auf dem alten Kontinent hilft der Sängerwettstreit auf jeden Fall.

 

Um den ultimativen Nummer-1-Hit geht es schon in der Bibel. Und nicht nur europaweit, sondern weltweit. Vor rund 2.700 Jahren schreibt der Prophet Jesaja: „Singt alle ein neues Lied für Gott! Bis ans äußerste Ende der Erde bejubelt seinen Sieg! Rühmt ihn alle, die auf dem Meer fahren, und alles, was darin lebt! Rühmt ihn, ihr Menschen der ganzen Erde!“ Gott ruft hier nicht nur sein Volk Israel auf: Singt ein Lied für Gott! Nein. Gott wendet sich hier an die ganze Welt.

 

Warum? Weil Gott jemanden auserwählen wird, der Recht und Gerechtigkeit zu allen Völkern der Erde bringen wird (Jesaja 42,1). Oh, wie gut wird das unserer Welt tun. Diese Person nennt Gott seinen Diener. Und dabei geht der Auserwählte Gottes mit den Verzagten und Zerbrochenen äußerst sanft und rücksichtsvoll um (Jesaja 42,3). Dieser Gottesdiener ist Jesus, der 700 Jahre nach Jesaja unsere Erde betreten hat. Und mit Jesus kommt das Licht in die Dunkelheit unserer Welt (Jesaja 42,6). Und für jede, die will, auch in ihr eigenes Leben (Jesaja 42,7). Und wenn Jesus eines Tages noch einmal sichtbar in unserer Welt erscheint, dann wird er das alles auch endgültig durchsetzen. Überall. Auf der ganzen Welt.

 

Das sind doch Gründe genug, dass wir alle Gottes Tun bejubeln. Oder?

Autor: Steffen Brack

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So einfach ist das

Familie kann man sich nicht aussuchen. Stimmt! Ich werde einfach so in meine Familie hineingeboren. Mein Vater war KFZ-Mechaniker, meine Mutter gelernte Bürokauffrau, ich bin Zwilling, habe einen älteren Bruder und wurde in Deutschland in einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen geboren. So ist das nun mal bei mir und bei Ihnen wohl ganz ähnlich: Man kann sich seine Familie nicht aussuchen.

Das trifft auf Menschen zu – nicht aber auf Gott. Der sucht sich seine Familie aus. Was denken Sie? Gehören Sie zu seiner Familie oder nicht? Seine Antwort steht fest: Sie lautet „ja“. Ja, als Christ gehören Sie zu seiner Familie und Sie können das sogar nachlesen im Brief des Apostels Paulus an die Epheser. Da steht Schwarz auf Weiss: „Aus Liebe hat Gott uns dazu bestimmt, seine Söhne und Töchter zu werden – durch Jesus Christus.“ (Epheser 1, 4-5)

Durch Jesus Christus sind Sie auserwählt, eine Tochter oder ein Sohn Gottes zu sein. Sie sind bestimmt, zu seiner Familie zu gehören. Das sind gute Nachrichten, auch wenn sich das jetzt gerade gar nicht unbedingt so gut anfühlt. Vielleicht fühlen Sie sich nicht würdig genug, nicht gut genug, nicht klug genug, um ein Kind des allmächtigsten Gottes zu sein. Vielleicht macht es Ihnen sogar Angst. Soll es gar nicht!

Ich bin Papa von drei Kindern und ich liebe meine Kinder nicht, weil sie schlau oder perfekt wären! Ich liebe sie, weil sie meine Kinder sind.

Das ist bei Gott ganz ähnlich. In einem Lied des US-amerikanischen Musikers JUDAH heißt es: He just loves you, cause he loves you, cause he loves you, just because cause he does. Übersetzt heißt das: „Er liebt dich einfach, weil er dich liebt, weil er dich liebt, - einfach, weil er es tut.“

Autor: Tobias Schier

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Schluss mit dem Stückwerk

Die Bibel ist ein ziemlich dickes Buch. Da stehen unheimlich viele wichtige Dinge drin, über Gott und die Welt - im wahrsten Sinne des Wortes. Manche Abschnitte in der Bibel sind dabei eindeutig wichtiger als andere. Sie haben eine zentrale Rolle. Wie etwa die Berichte in den vier Evangelien des Neuen Testaments über das Leben und Wirken von Jesus Christus. Welche Bedeutung Jesus und seine Botschaft auch für mich haben, das wiederum hat der Apostel Paulus in mehreren Briefen an christliche Gemeinden erklärt.

In einem Abschnitt im ersten Brief an die Christen in der Stadt Korinth betont Paulus die Bedeutung der Liebe, die Gott gegenüber den Menschen hat. Aber vor allem, die Menschen untereinander haben sollten. Denn trotz aller Erkenntnisse in Fragen des Glaubens, die der Apostel hat, stellt Paulus fest: "Denn diese Erkenntnis ist bruchstückhaft, ebenso wie unser prophetisches Reden. Wenn aber das Vollkommene da ist, wird alles Vorläufige vergangen sein." (1. Korinther 13,9-10) Das Vollkommene ist Jesus und das Reich, das er einmal errichten wird. Erst dann wird das Vorläufige überwunden. Auch viele Fragen des Glaubens, die etliche für sehr wichtig halten, fallen unter diese vorläufigen Dinge.

Die Worte des Paulus sollen zur Demut führen. Egal für wie schlau ich mich halte und wie religiös bewandert und gebildet ich bin: Ich habe nie den vollen Durchblick wenn es um Gott geht. Mein Glaube ist und bleibt Stückwerk, weil mein Wissen über Gott immer nur ein Bruchteil dessen sein kann, was Gott ist. Selbst wenn ich dieses dicke Buch - die Bibel - von vorne bis hinten gelesen habe und meine alles über Gott und die Welt zu verstehen.

Autor: Horst Kretschi

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