ERF Plus - Anstoß

1. Chronik 29,5

So ganz langsam läuft er an....der Countdown! Wir steuern auf die Advents- und Weihnachtszeit zu. Es ist ja schon interessant, wie sich eine ganze Gesellschaft wie auf Kommando auf das Schenken und Beschenkt werden einstellt! Kaum jemand kann sich diesem Geschehen entziehen. Allerdings entsteht alle Jahre wieder der Eindruck, dass sich die meisten Menschen eigentlich von diesem Geschenkzwang befreien würden. „Man muss halt“ – so stöhnen ja nicht wenige in diesen Wochen!

Von einer ganz großen freiwilligen Geschenkaktion wird im AT der Bibel erzählt. Damals hatte Israel vor dem Bau des ersten Tempels in Jerusalem etwas Eindrückliches erlebt. Der alte König David hatte mit den Vorbereitungen für den Bau begonnen. Er war dem Volk mit gutem Beispiel vorangegangen und hatte mitgeholfen, für dieses ehrgeizige Vorhaben die materiellen und finanziellen Grundlagen zu legen. Er gab auch sehr viel von seinem Privatvermögen. Sein Vorbild spornte das Volk an. Das erste Buch der Chronik berichtet ausführlich über all’ das, was an Gold, Silber, Kupfer, Eisen und  Edelsteinen durch die zwölf Stämme zusammen getragen worden war.

Das war beträchtlich, doch laut Spendenprotokoll fehlte immer noch ne ganze Menge. Und so fragte der König David das Volk: "Wer ist bereit, dem Herrn heute eine Gabe zu bringen?  Und das Volk war fröhlich, denn sie gaben’s Gott dem Herrn freiwillig von ganzem Herzen!“

Schenken und Abgeben ist Herzenssache. Ob Geschenke zu Weihnachten, ob Sie christliche Werke, Hilfsprojekte oder missionarische Initiativen unterstützen oder Kranken, Behinderten, Hungernden und Armen helfen – ich wünsche Ihnen, dass Sie dies freiwillig und aus tiefer Überzeugung tun! Freiwilligkeit statt Zwang: Das macht glücklich und es entspricht der Freiheit, in die uns Gottes Heiliger Geist führen will.

Autor: Ulrike Schild

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2. Mose 20,2

Es ist schön, wenn mir jemand zuhört. Besonders hilfreich empfinde ich das, wenn es mir nicht gut geht. An dem Sprichwort „geteiltes Leid ist halbes Leid“ ist wirklich was dran.

Als Gott sich dem Volk Israel vorstellt, nicht lange nachdem die Israeliten aus Ägypten geflohen sind, nimmt er Bezug auf eine leidvolle Zeit, die erst vor Kurzem geendet hat. Durch Mose lässt Gott im ersten der zehn Gebote ausrichten:

„Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe“, 2. Mose 20,2.

Gott sagt mit diesem Satz: „Ich war damals da, als ihr vom Pharao versklavt Fronarbeit leisten musstet. Ich habe das gesehen, und was ich gesehen habe, ist mir nicht egal gewesen. Deshalb habe ich euch aus dieser Notlage befreit und euch hierher geführt.“

Gott hat das Leid der Israeliten gesehen und beendet. Diese Tatsache stellt Gott an den Anfang seiner Beziehung zum Volk Israel. Das erste Gebot steht wie eine Präambel, ein Vorwort im „Gesetzbuch“ der Israeliten. 

Viele Jahre später gelten die Worte Gottes immer noch. Sie erinnern mich daran, dass Gott der Herr ist. Und sie legen nahe, dass Gott auch die notvollen Zeiten meines Lebens kennt und in der Lage ist, mich aus meiner Not herauszuführen in eine bessere Zukunft. 

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Titus 2,11

Vor kurzem waren in Hessen die Landtagswahlen. Einmal mehr war auch ich gefordert, an der richtigen Stelle mein Kreuzchen zu machen – wie man so sagt. Mein Grundhaltung ist klar, aber ich habe mich dann doch noch mal gefragt: Nach welchen Kriterien entscheide ich eigentlich, welche Partei ich wähle? Ich kam zu folgender Antwort: Es kann bei meiner Entscheidung nicht in erster Linie um mein persönliches Wohl gehen, sondern ich will die Partei wählen, die nach meiner Einschätzung für alle Menschen in unserem Land die beste Wahl wäre. Ob es dann tatsächlich auch so ist, das weiß ich natürlich nicht mit Sicherheit vorher, aber ich muss ja eine Entscheidung treffen.

Ein kleinkariertes „Nur-an-mich-Denken“ steht mir als Christ nicht zu – meiner Meinung nach. Ein Bibelvers hat mir das noch einmal deutlich vor Augen geführt. Der Apostel Paulus schreibt in einem Brief folgendes: Die rettende Gnade Gottes ist sichtbar geworden – die Gnade, die allen Menschen Rettung bringt. Dazu erklärt er dann noch ziemlich ausführlich, wie mein Leben aussehen kann und möglichst auch sollte, damit ich anderen Menschen im Blick auf diese rettenden Gnade nicht im Wege stehe. Vermutlich war unser Leben für andere Menschen noch nie so deutlich sichtbar wie heute. Teilweise puschen wir das ja auch noch durch Social Media, also Facebook oder Instagram oder so. Umso mehr sollte ich mir sowohl bei meinen politischen Entscheidungen und Äußerungen, als auch bei meinem ganzen Lebensstil immer wieder die Frage stellen: Bin ich einladend, oder steh ich im Weg?

Autor: Hans Wagner

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1. Chronik

Endlich fertig. Die Handschrift eines Architekten zeigt sich. Die Handwerker haben gute Arbeit geleistet. Das Haus ist bezogen. Die Einweihungsparty startet. So oder ähnlich von vielen Hausbesitzern erlebt.

König Salomo war vor knapp 3000 Jahren der Bauherr eines Hauses, das er nicht selbst beziehen wollte. Er hat es noch nicht mal für einen Menschen gebaut, sondern für Gott.  Tempel genannt. Im September oder Oktober versammelten sich die Männer Israels in Jerusalem. Die Lade, der Tempel für unterwegs, wurde in den Tempel gebracht.

Tiere wurden geopfert, danach bezog Gott den Tempel – erkennbar an der Wolke im Tempel. Sehr lange sprach König Salomo mit Gott. Anschließend segnete er das Volk. Segensworte, die das Gespräch mit Gott verdichten. „Der Herr, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unseren Vorfahren war. Er verlasse und verwerfe uns nicht.“ -  ein Ausschnitt aus dem Segen, der sich im 1. Königebuch, Kapitel 8 findet. Ein Tempel hat nur dann Sinn, wenn Gott nicht nur einen Moment auf sein Volk achtet, sondern die ganze Zeit. Auch dann, wenn die Menschen wieder in ihrem Ort mit ihrer Familie und den Nachbarn leben. Abraham war einer ihrer Vorfahren. Mit ihm fing alles an. Gott begleitete Abraham bis zu seinem Lebensende. So soll es jedem einzelnen aus dem Volk Israel ergehen. Das ist erfahrener Segen.

So wie der Segen am Ende eines Gottesdienstes heute den Gottesdienstbesuchern zusagt, Gott hat die ganze Woche über acht auf dich. Wenn du in deinen vier Wänden bist, wenn du schläfst, wenn du Fenster putzt, eine Lampe anbringst, wenn du isst, im Internet unterwegs bist, wenn du redest, wenn du schweigst. Es gilt der christlichen Gemeinde, zu der ich gehöre: "Der Herr, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unseren Vorfahren war."

 

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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2. Timotheus 3,14

Irgendwann kommt für Eltern der Zeitpunkt, an dem sie ihre Kinder ziehen lassen müssen. Je nachdem, wie die Beziehung ist, kann das schwierig sein. Auf jeden Fall ist es häufig ein einschneidender Moment für Eltern und Kinder gleichermaßen. Und es ist ein gesunder Prozess!

Gegen Ende des zweiten Briefs an Timotheus, richtet Paulus ein paar persönliche Worte  an seinen Mitarbeiter. Unter anderem auch diese:

„Bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist“, 2. Timotheus 3,14.

Paulus geht es nicht darum, dass Timotheus an dem festhalten soll, was früher einmal gewesen ist. Nein, es geht um das kostbare Gut des Evangeliums, das ihm anvertraut worden ist. An dem soll Timotheus konsequent festhalten.

Ich möchte nochmals Bezug nehmen auf das Loslassen von Kindern. Als unsere erwachsenen Kinder zuhause ausgezogen sind, war es uns wichtig, dass sie künftig an dem festhalten würden, was wir ihnen vorgelebt hatten. Uns war wichtig, dass sie mit dem Evangelium und einem ordentlichen Maß an Gottvertrauen die Welt für sich erobern.

Ähnlich sehe ich das für meinen und Ihren Glauben: Mir ist viel anvertraut worden. Viele Menschen haben in meine geistliche Entwicklung investiert. Sicher war das bei Ihnen ganz ähnlich. Jetzt geht es darum, das Gelernte im Leben anzuwenden, und eigene Schritte im Vertrauen auf Jesus zu gehen. 

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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1. Johannes 5,3

„Sag mir, dass du mich lieb hast!“ Ich sehe die flehenden, tränengefüllten Kinderaugen vor mir. „Papa – hast du mich noch lieb?“ Da zieht sich mir heute noch das Herz zusammen bei einer solchen Frage. Oft von Kindern gestellt, die wissen, dass sie Mist gebaut haben. Die gerade Schimpfe bekommen haben von Papa oder Mama und die genau wissen, warum. Ich weiß nicht, ob Sie Kinder haben. Als meine klein waren, fiel es mir immer ausgesprochen schwer, bei dieser Frage nicht gleich selbst in Tränen auszubrechen und die Kleinen feste zu umarmen. Wie kann man bei so einer Frage hart bleiben? Wie kann man Kindern beweisen, dass man sie wirklich lieb hat? Feste drücken und in den Arm nehmen ist sicher immer eine gute Lösung. Aber im Alltag zeigt sich so etwas immer auch an anderen Dingen: Halte ich mich an Versprechen, die ich gemacht habe? Habe ich die Interessen der Kinder im Blick bei alltäglichen Entscheidungen? Frage ich nach, wie es ihnen geht, wenn sie traurig sind? Belegt mein Verhalten ihnen gegenüber, dass ich sie wirklich lieb habe? Wenn nicht, kann ich mir alle Liebsschwüre sparen. Gott gegenüber ist das nicht anders. Ich kann ihm meine Liebe ausdrücken, ihm Lieder singen und und und. Aber wenn seine Liebe zu ihm sich nicht in meinem Alltag niederschlägt, wenn ich nicht das tue, was er will, wie soll er mir dann glauben? Sie wollen Gott zeigen, dass Sie ihn wirklich lieben? Der Autor des ersten Johannesbriefes hat da einen ganz praktischen Tipp: „Unsere Liebe zu Gott zeigt sich (..) im Befolgen seiner Gebote. Und seine Gebote zu befolgen ist nicht schwer.“ Na, dann lassen Sie es uns doch heute mal gemeinsam versuchen.

Autor: Stefan Loß

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Lukas 5,24–25

Ein paar Freunde wollen einen kranken Mann zu Jesus bringen. Aber es ist kein Durchkommen. Zu viele Menschen drängen sich ums Haus, in dem Jesus zu Gast ist. Was tun? Die Männer entschließen sich zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Sie klettern aufs Flachdach und verschaffen sich Zugang von oben, indem sie kurzerhand ein Loch in die Zimmerdecke schlagen.

Ich stelle mir gerade vor, Jesus wäre bei mir zuhause und plötzlich bekomme ich mit, dass Leute das Dach abdecken. Unerhört! Das kann man doch nicht einfach so machen, oder?!

Doch, das kann man machen. Diese Männer haben ein Ziel. Ihr gelähmter Freund muss unter allen Umständen zu Jesus. Koste es, was es wolle.  Also bringen sie ihr Werk zu Ende. Und dann passiert es. Jesus widmet sich dem Gelähmten, spricht ihm die Vergebung  seiner Sünden zu und sagt:

„Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim! Und sogleich steht der Gelähmte auf, nimmt das Bett, auf dem er gelegen hat, und geht heim und preist Gott“, Lukas 5,24–25.

Wow! Jesus heilt den Gelähmten einfach so! 

Und das alles wird möglich, weil ein paar Freunde sich nicht abbringen lassen von ihrem Plan und dafür sorgen, dass ihr Kumpel zu Jesus kommt.

Solche Freunde wünsche ich mir.

Aber halt! Mir kommt plötzlich ein Gedanke:  Wie wäre das, wenn ich heute für jemand anderes ein solcher Freund sein könnte?  

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Psalm 54, 8

Wenn sich eines unserer Kinder weh tut und dann irgendwer daher kommt, um es zu trösten, klappt das nicht. Derjenige wird mit einer abwehrenden Geste und den passenden Worten wieder weg geschickt. Kommen dagegen meine Frau oder ich, dann werden die Arme weit gemacht und der Trost gierig aufgesogen. Das Kind möchte schlichtweg von Mama oder Papa getröstet werden. Von niemand anderem. Mama und Papa stehen für Schutz, für Verständnis, für Liebe, Geborgenheit und Sicherheit.

In den Psalmen schreibt König David: „Mit Freuden will ich dir Opfer bringen und deinem Namen, Herr, danken, dass er so tröstlich ist.“ Für David ist schon allein der Name Gottes tröstlich. Was ist der Name Gottes? Jahwe ist der Name Gottes. Und was bedeutet er? Jahwe heißt soviel wie „Ich bin da.“ Genau das erlebt das Kind, wenn es in den Arm genommen wird. Mama oder Papa zeigen: Ich bin da. Auch wenn du jetzt Schmerzen hast, auch wenn du dich fragst warum das passiert ist, auch wenn du gerade eine schwere Zeit hast: Ich bin da. Diese Tatsache allein ist manchmal schon Trost genug.

Es braucht keine Lösung, es braucht keine Analyse, keine Zurechtweisung. Manchmal braucht es noch nicht einmal Worte. Solange ich weiß, dass Gott da ist- ist alles gut. Er ist mein Vater, und sein Name ist mir Trost genug.

Autor: Tobias Schier

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Epheser 3,17

Baumhäuser finde ich toll. Als Kind hätte ich immer gerne ein Baumhaus gehabt. Das ist allerdings schon daran gescheitert, dass es in unserem Garten keinen geeigneten Baum dafür gab. Denn so ein Baum muss ja groß und stark sein. An jenen Kindheitswunsch wurde ich jetzt wieder erinnert, als ich diesen Vers aus dem Neuen Testament der Bibel gelesen habe. Da schreibt der Apostel Paulus an die Christen in der Stadt Ephesus: "Mein Gebet ist, dass Christus durch den Glauben in euch lebt. In seiner Liebe sollt ihr fest verwurzelt sein; auf sie sollt ihr bauen." Paulus hofft darauf, dass Jesus Christus in die Herzen der Menschen einzieht und dort wohnt. Wie in einem Haus und gleichzeitig soll er starke Wurzeln schlagen, wie ein Baum.  Jesus ist das Baumhaus in meinem Herzen. Was Paulus meint, ist leicht zu verstehen. Zum einen soll das Wesen von Jesus in mir lebendig sein. Gemeint ist ein lebendiger Glaube, der sich durch Nächsten- und Feindesliebe, Freundlichkeit und Barmherzigkeit auszeichnet. In diesem Sinne soll Jesus Christus in mir leben. Zum anderen soll ich mich auf ihn verlassen und ihm vertrauen. Ich soll mich weder durch Gegenwind oder tragische Ereignisse, die mein Leben erschüttern, aus der Ruhe bringen lassen, weil ich sicher sein kann, dass Jesu Liebe für mich immer gültig ist. Sie hört nie auf, egal was in meinem Leben geschieht. Auch, wenn ich nie ein Baumhaus hatte, die Liebe Jesu, die habe ich bekommen und bis heute in mir. Und ich wünsche Ihnen, dass Sie diese Erfahrung auch machen.

Autor: Horst Kretschi

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2. Korinther 1,5

Tod und Verfolgung - damit muss der Apostel Paulus rechnen, und das aufgrund seines Glaubens. Er hat auf seiner Missionsreise durch Kleinasien weder etwas gestohlen noch jemanden umgebracht. Er hat einzig und allein Jesus Christus verkündigt, den Sohn Gottes, der stellvertretend für die Sünden der Menschen als Erlöser am Kreuz gestorben ist. Verrückt. Und das in doppelter Hinsicht. 

Einmal, weil dieser Glaube ein Verfolgungsgrund ist - übrigens bis heute, in vielen Ländern gibt es verfolgte Christen. Zum anderen ist es verrückt, weil Paulus an seinem Glauben festhält. Eigentlich müsste er doch stinkesauer sein auf seinen Gott, der ihn so im Stich lässt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Und so schreibt Paulus an die Christen in Korinth:

Wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus.

Bemerkenswert: Das Leiden des verfolgten und gemarterten Christus, das Paulus hier selbst erlebt, ist für Paulus eine ganz besondere kostbare Form der Solidarität. Er weiß sich mit dem Sohn Gottes eins, weil auch dieser sich nicht zu schade war, selbst zu leiden.  Dass Gott sich von seiner gefallenen Schöpfung nicht abwendet, das gibt Paulus die nötige Kraft zum Durchhalten. 

Auch ich käme gut damit aus, wenn es keine Kriege, keinen Terror und keine Gewalt gäbe. Ich verstehe auch nicht, wozu es nötig ist. Doch dass Gott sich nicht abwendet, sondern mit hineingibt, gibt auch mir die Kraft, diese Spannung auszuhalten.

Autor: Andreas Odrich

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Nehemia 12,43

Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland oft ziemlich gut ab. Wirtschaftskraft, Wohlstand, Sicherheit, Gesundheitssystem - die meisten Menschen in anderen Ländern können von den Lebensumständen nur träumen, an denen wir uns in Deutschland freuen können.

Tun wir aber meistens nicht. Denn für eins sind wir als Deutsche eher nicht so bekannt: Für überschäumende Freude. Höchstens, wenn Jogi Löw und seine Jungs die Fussball-Weltmeisterschaft gewinnen. (Okay, das war jetzt kein gutes Beispiel.) Und auch in den meisten unserer Kirchen und Gemeinden geht es oft genug eher gesittet, kultiviert und diszipliniert zu.

Dabei haben Gott und Freude ganz viel miteinander zu tun. So haben sie es vor 2 ½ tausend Jahren in Jerusalem erlebt, zur Zeit Nehemias, als es ihnen mit Gottes Hilfe gelungen war, die Stadtmauer wieder aufzubauen. In Nehemia Kapitel 12 Vers 43 wird über die Einwohner Jerusalems berichtet:

Sie waren fröhlich, denn Gott hatte ihnen eine große Freude gemacht, sodass sich auch die Frauen und Kinder freuten, und man hörte die Freude Jerusalems von ferne.

Ich möchte mir ein Scheibchen von dieser Freude der Einwohner Jerusalems abschneiden. Denn wer im Vertrauen auf Gott durch’s Leben geht, der kann das auch erleben: Von diesem Gott beschenkt werden. Ein guter Grund für ein bisschen mehr spürbare Freude!

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Psalm 35,18

Wenn in Berlin die Bundeskanzlerin eine Regierungserklärung abgibt, dann würdigt sie in aller Regel die  Leistungen und Errungenschaften ihres Kabinetts. Das ist ganz normal. Schließlich will sie bzw. ihre Partei ja wiedergewählt werden.

Doch wie wäre es, wenn eine Regierungserklärung einmal ganz anders aussehen würde? Wenn Minister und Kanzlerin sich nicht selbst auf die Schulter klopfen, sondern es so machen wie der König David. Er war Staatschef von Israel vor rund 3.000 Jahren. Und er nahm sich Folgendes fest vor:

Ich werde dir (Gott) danken vor der ganzen Gemeinde,

vor versammeltem Volk will ich dich preisen. (Psalm 35,18)

David wusste, dass er ohne Gott aufgeschmissen ist. Er wusste: Ich bin Regierender aus Gottes Gnaden. Um in meinem Amt bestehen zu können, brauche ich Gottes Beistand, seine Hilfe in allen Bereichen meiner Amtsführung – und vor allem seinen Schutz. Darauf hat David vertraut, und das wollte er öffentlich machen.

Nicht, dass unsere Volksvertreter und Regierenden nicht auch mal einen Gottesdienst besuchen. Ja, aber das geschieht eher im privaten Raum.  Dabei soll Politik in unserem Land geschehen „in Verantwortung vor Gott und den Menschen“ – so steht‘s im Vorwort unserer Verfassung.

Ich fände es schön, wenn davon viel mehr im Deutschen Bundestag zu hören wäre. Ein frommer Wunsch? Vielleicht! Falsch muss er deshalb aber nicht lange nicht sein.

Autor: Oliver Jeske

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2. Mose 32,11.12

Es muss vor etwa 3.500 Jahren geschehen sein am Berg Sinai im Süden der gleichnamigen Halbinsel. Das Volk Israel lagerte dort und wartete auf seinen Anführer Mose. Der hatte eine Verabredung mit Gott – oben auf dem Berg. Seine Rückkehr ins Lager zog sich hin, bis bei den Wartenden der Geduldsfaden riss. Stimmen wurden laut: Wer weiß, was Mose passiert ist - vielleicht hat er sich aus dem Staub gemacht. Und vielleicht ist der Gott, dem wir gefolgt sind, doch nicht so zuverlässig wie erhofft. Wir brauchen Plan B: einen sichtbaren Gott. Etwas zum Anfassen. – Dank großzügiger Sachspenden entstand in kürzester Zeit eine goldene Skulptur in Form eines Stieres. Und das Volk Israel inszenierte den sprichwörtlichen Tanz ums goldene Kalb.

Mose befindet sich zu dieser Zeit ein paar hundert Höhenmeter weiter oben am Gipfel des Berges Sinai. Er fällt aus allen Wolken, als Gott ihn darüber aufklärt, was gerade im Basislager vor sich geht. Gott macht Mose den Vorschlag: Hör mal, mit dem Völkchen da unten werde ich kurzen Prozess machen. Aber dafür werde ich dich groß rausbringen. – Und wie reagiert Mose darauf? Er fleht Gott an: "Lass ab von deinem schrecklichen Zorn! Gib dein Vorhaben auf, solch ein Unheil über dein Volk zu bringen!" Kann man nachlesen im 2. Buch Mose Kapitel 32.

Gott hatte allen Grund, zornig zu sein. Und er hat vermutlich nur deshalb auf Mose gehört, weil der ihn beim Wort genommen hat. Mose hat Gott erinnert an seine Zusagen in früheren Zeiten. Gnade kann nur erweisen, wer im Recht ist. Das Volk Israel hat erlebt, was "Gnade vor Recht" bedeutet. 

Autor: Markus Baum

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Sprüche 16,33

Manchmal grübele ich tagelang an einer einzigen Entscheidung. Ich zermartre mir den Kopf darüber, welche der Optionen nun die klügste ist. Umso weitrechender die zu treffende Entscheidung ist, desto schwerer tue ich mich damit, zu einem Abschluss zu kommen. Immer wieder treibt es mich um, kostet mich manchmal sogar Nachts den Schlaf.

Ich sorge mich darum, ob meine Entscheidung richtig ist. Ob ich alles bedacht und mögliche Konsequenzen ausführlich genug eingeplant habe. Dabei ist es meistens viel einfacher, als ich es zunächst vermute. Denn wenn ich erst einmal geistig einen Schritt zurück gemacht habe, erkenne ich, dass ich es am Ende sowieso nicht selbst entscheide. Zwar lebe ich mein Leben frei und selbstbestimmt, doch es ist der Herr, mein gütiger Vater, der entscheidet, was er will.

Gott hat unsere Wege schon vorgezeichnet und letztendlich auch schon alles entschieden, es fällt uns nur meistens schwer, dies zu erkennen und zu akzeptieren. Dabei liegt darin keine Unmündigkeit, sondern ein großes Vertrauen in meinen Schöpfer. Ich glaube an Gott, dessen Herrlichkeit ich in Ewigkeit anbete. Damit vertraue ich auch darauf, wie es in Sprüche 16, 33 heißt: „Der Mensch wirft das Los; aber es fällt, wie der HERR will.“

Tatsächlich werfe ich manchmal das Los, wenn ich anders nicht weiterkomme bei einer wichtigen Entscheidung. Das nimmt mir sofort jedweden Druck und überlässt die Entscheidung Gottes Willen. Und egal, wie das Los entscheidet, wenn der Herr für mich entscheidet, dann habe ich jedes Mal den Jackpot gezogen.

Autor: Dariush Ghobad

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Jeremia 1,17

Jeremia mein Name. Prophet. Wider Willen. Ja, das muss ich betonen.

Gegen meinen Willen.Ich habe es mir nicht ausgesucht. Damals als Gott mich zum Propheten machte –war Juda eingekeilt zwischen rivalisierenden Großmächten. Assyrien, Babylonien, Ägypten. Kriegsgefahr an jeder Grenze. Aktionistische Geschäftigkeit der Obersten. Dabei haben sie einfach nicht verstanden, dass das Problem im Inneren liegt....ist ja bei vielen Dingen so. „Bessert Euer Leben und Eurer Tun, dann wird Gott bei Euch wohnen“ habe ich ihnen zugerufen, weil Gott es mir zuvor aufgetragen hatte, das zu sagen.Sie haben es nicht verstanden. Ehrlich gesagt: Sie haben‘s nicht verstehen wollen. Ihr Leben wollten sie schon gar nicht ändern. Na ja, Dieser Prophetendienst war kein Honigschlecken. Immer gegen seine Mauer an predigen. Doch ich habe es getan, mich aufgemacht und alles gepredigt, was Gott mir aufgetragen hat. Im Kern wusste ich einfach – das ist die beste Message aller Zeiten. Wendet euch Gott zu.  Vielleicht geht’s Ihnen im Jahr 2018 nicht anders. Es ist schwer Menschen von der Liebe Gottes zu erzählen, die es eigentlich gar nicht hören wollen. Freunde, Verwandte, Bekannte. Menschen an der Uni, der Schulklasse. Selbst engsten Vertrauten gegenüber. Da gibt’s so viele Mauern und Vorbehalte, Vorurteile und auch Unkenntnis. Auch wenn‘s nicht leicht ist – lassen Sie sich nicht daran hindern es zu tun. Das ist mein Rat an Sie. Dass Gott der Schöpfer der Menschen ist und seine Menschen unendlich liebt und Ihnen nur Gutes will..... das ist die beste Message aller Zeiten. Die sollten alle hören.

Autor: Ulrike Schild

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1. Mose 12,2

„Der HERR sprach zu Abram: Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein“, 1. Mose 12,2.

Mit diesem Satz beginnt die Segensgeschichte eines altorientalischen Patriarchen und die Geschichte des Volks Israel.

Wenn Gott davon spricht, dass er Abram segnen will, heißt das: Gott wendet sich ihm ganz persönlich zu. Eine Beziehung entsteht, die sich über viele Jahrzehnte hinweg vertieft. Abram wird von Gott aus seinem vertrauten Umfeld herausgeführt in ein Land, das ihm fremd ist. Er muss sich auf Neues einlassen. Gott will das so haben. Besonders wichtig für Abram und seine Frau Sara: Gott verspricht ihnen einen Sohn.

Aber Gott will auch, dass Abram zum Segen für andere wird. „…du sollst ein Segen sein“ bedeutet, dass der Kontakt zu Abram für die Menschen seiner Zeit vorteilhaft ist. Mehr noch, durch Abram sollen später einmal alle Völker Gottes Segen erfahren.

Indem Abram sich auf Gottes Führung einlässt, entsteht langfristig Gutes. Selbst wir profitieren heute von diesem Segen Gottes.

Ich sehe eine Parallele zu meinem Leben. In Jesus Christus wendet Gott sich mir zu. Ich darf teilhaben an seinem Segen, kann mit dem Wohlwollen Gottes für mein Leben rechnen. Damit ich diesen Segen erleben kann, ist es aber notwendig, dass ich mich auf Jesus Christus einlasse. Ich muss nach seinem Willen fragen und mich danach richten.

Wie dichtete Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf so treffend: „Jesu, geh voran auf der Lebensbahn! Und wir wollen nicht verweilen, dir getreulich nachzueilen; führ uns an der Hand bis ins Vaterland.“

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Jeremia 25,6

Es ist früh morgens, ich sitze in einem Hotel irgendwo zwischen Hamburg und Würzburg. Ein paar Tische weiter: eine Familie. Das Kind hat keine Lust auf Frühstück. Immer wieder steht es auf, rennt lautstark durch die Gegend, um wieder an dem Tisch anzukommen, isst einen Löffel voll, und alles geht von vorne los. Die Eltern ermahnen, werden lauter, ärgerlicher – nichts ändert sich. „Wenn du aufstehst, bist du fertig mit essen.“ Das hätten wohl meine Eltern gesagt – und durchgezogen.

Alles hat Konsequenzen und es ist wichtig, das früh genug zu lernen. Denn statt um einen nicht leergegessenen Teller kann es auch schon mal um das ganze Leben oder ein ganzes Volk gehen. Ein Beispiel: das Volk Israel im Alten Testament. Immer wieder hatte der Prophet Jeremia davor gewarnt, gottlos zu leben. Jeremia musste zeichenhaft selbst viel Leid auf sich nehmen - es war vergebens. Nun war es so weit, die Konsequenzen waren fällig. Und noch einmal wird aufgelistet, wovor alles gewarnt wurde, zum Beispiel: Lauft nicht anderen Göttern nach, um ihnen zu dienen und euch vor ihnen niederzuwerfen, und erzürnt mich nicht durch das Werk eurer Hände. So konkret war Gott geworden – vergeblich. Die angekündigte Strafe wurde Wirklichkeit: Die Herrschaft der Babylonier über Israel.

Heute, zweieinhalbtausend Jahre später, ist die Situation eine andere. Die Strafe für ein gottloses Leben ist bereits vollzogen - durch das Sterben Jesu am Kreuz auf Golgatha. Was bleibt, ist die Notwendigkeit einer Entscheidung: Will ich das für mich persönlich in Anspruch nehmen? Oder will ich die Konsequenzen selbst tragen?

Autor: Hans Wagner

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Psalm 73,26

Alle sind gegen mich. Dieses Gefühl hat mich vor Jahren öfter beschlichen. Es ging nicht um einen schlechten Tag, an dem alles quer lief, sondern um eine Daueranspannung über zwei Jahre. Sah ich einen Lichtblick, folgte wenig später die Ernüchterung. Hätte ich damals Psalm 73 gelesen, wäre das wohl mein Psalm gewesen.

Es dauerte, bis ich anfing, ehrlich mit Gott über meine Gedanken und Gefühle zu sprechen. Nicht nur von Gott eine Veränderung der Umstände zu erwarten, sondern zu sehen, was seine Nähe mitten in dem Chaos für mich bedeutet.

Zunächst hielt ich mich für rein wie Asaf. Doch im Laufe der Zeit merkte ich, ich brauche Jesus und seine Vergebung genauso wie die anderen. Ich durchlief einen etwas anderen Prozess als Asaf, dem Beter von Psalm 73. Ich erkannte: Gott liebt mich, aber auch die anderen. Gott kennt und versteht jeden Beteiligten. Die anderen benehmen sich daneben, ich selbst bin aber auch kein Unschuldslamm.

Doch wie Asaf habe auch ich daran festgehalten, das Gott für mich ein kompetenter Gesprächspartner ist. Und mit der Zeit bin ich wie Asaf zu der Überzeugung gekommen: „Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.“ Oder wie es in einer anderen Übersetzung klingt: „Auch wenn ich Leib und Leben verliere, du, Gott, hältst mich; du bleibst mir für immer.“

Seitdem gilt für mich: Kein Konflikt oder Problem, auf das Gott nicht seine ganz eigene Sicht hat und der ich mich anschließen möchte. Kein Konflikt oder Problem, der oder das wichtiger sein könnte als Gott selbst.

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Psalm 77,12–13

Ich war vor ein paar Wochen auf einer internationalen Konferenz. Dort habe ich von Freunden aus London einen Ausdruck gelernt, der bei mir eine Mischung aus Schmunzeln und Kopfschütteln ausgelöst hat. Wussten Sie, dass der letzte Trend zum „Forest Bathing“ geht? – Also zum „Baden im Wald“?  

Aber, denken Sie jetzt bitte nicht, dass neuerdings Badewannen in englischen Wäldern aufgestellt werden. Nein. „Baden im Wald“ meint nichts anderes als einen ausführlicher Spaziergang durch den Wald.

Wie gesagt, ich habe mich köstlich amüsiert, als ich den Ausdruck zum ersten Mal gehört habe. 

Spaß bei Seite: Ein Ausflug in die Natur tut mir gut und Ihnen sicher auch. Oft nutze ich die Gelegenheit im Sinne des Psalmbeters, der einmal folgende Worte aufgeschrieben hat:

„Ich denke an die Taten des HERRN, ja, ich denke an deine früheren Wunder und sinne über alle deine Werke und denke deinen Taten nach“, Psalm 77,12–13.

Zur Stille kommen, alle Störquellen abschalten und sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. Darum geht es dem Psalmbeter.

Bleibt die Frage: Was ist wesentlich? Beispielsweise darüber nachzudenken, wie Gottes Wirken in meinem Leben bis jetzt ausgesehen hat, dankbar werden und diesen Dank in einem Gebet Gott sagen.

Oder, über die großen Werke staunen, die Gott in der Geschichte vollbracht hat. – Jedes Mal, wenn ich mir Gottes Handeln vor Augen halte, wächst meine Gewissheit, dass Gott weder mit meinen Geschicken noch mit denen dieser Welt überfordert ist. Im Gegenteil: Er wird auf wundersame Weise an sein Ziel gelangen. Das ist ganz gewiss!  

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Jeremia 16,20

So unterschiedlich die Menschen auf dieser Welt auch sind: In ein paar Punkten sind sie alle gleich. Egal, in welchem Land sie geboren sind, welche Sprache sie gelernt haben, ob sie auf dem Boden schlafen, in einem Bett, reich sind, oder arm: Jeder Mensch sucht nach einem Halt in seinem Leben. Nach etwas, das ihm Sicherheit und Hoffnung gibt. Etwas, woran er oder sie sich festmachen kann in den Stürmen des Lebens. In Indien sieht man an jeder Straßenecke kleine oder große Tempel, in denen Götter verehrt werden. Oft dargestellt als kleine Statuen, die mit allerlei Gaben behängt sind, mit Früchten, Kräutern, Blüten. Dinge, mit denen man den Götzen milde stimmen will. In anderen Ländern sind diese Götter oder Götzen weniger sichtbar. Aber immer geht es um das Gleiche: Eine Absicherung des eigenen Lebens. Bei uns in Deutschland gibt es Versicherungen für alles und jedes, die einem die Angst nehmen sollen und Sicherheit für die Zukunft versprechen. Andere suchen im Wohlstand ihre Sicherheit. Manche wenden sich an fernöstliche Heilsbringer oder esoterische Techniken. Das alles ist keine neue Erscheinung. Schon vor rund 2600 Jahren hat der Prophet Jeremia dieses Phänomen beobachtet. Er fragt sich: „Wie kann ein Mensch sich Götter machen?“ Ich persönlich glaube, das geht schneller, als man denkt. Was bleibt einem auch übrig, wenn man den Gott der Bibel noch nicht kennengelernt hat. Einen Halt im Leben braucht schließlich jeder. Da ist es gut, wenn man mit Jeremia sagen kann, dass diese Frage für einen selbst geklärt ist. „Herr, du bist meine Stärke und Kraft und meine Zuflucht in der Not.“ Gut, dass ich das weiß. 

Autor: Stefan Loß

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