ERF Plus - Anstoß

Gott – Freund und Gegner

„Was ist nur los mit dir? Was bedrückt dich denn? Komm, erzähl’s mir…“

Wie gut kann es tun, diese Worte zu hören. Wie gut ist es, jemanden zu haben, der so einfühlsam Anteil nimmt an dem, was mich bewegt. Ob es Frust ist über eine erlebte Ungerechtigkeit am Arbeitsplatz oder die Hilflosigkeit gegenüber übler Nachrede im Freundeskreis: Gut, wenn da jemand ist, dem ich mich mitteilen kann.

Gott ist übrigens so wie dieser beste Freund oder diese beste Freundin: Er sieht, wenn ich bedrückt bin, er nimmt mich ernst, und er teilt die Gefühle der Bedrückten. Wenn Menschen einander bedrücken, dann steht Gott nicht teilnahmslos daneben und schüttelt seufzend den Kopf. Gott steht auf der Seite der Bedrückten, das hat er schon in der Torah, dem maßgeblichen Lebensweg des Volkes Israel, deutlich gemacht. Dort steht, kurz und bündig:

Du sollst deinen Nächsten nicht bedrücken.

Klare Ansage, und sie gilt auch für Jesus-Nachfolger, bis heute: Wohl dem, der, wenn er bedrückt ist, Freunde hat. Wohl dem, der Bedrückten beisteht, so wie Gott es auch tut. Und wehe euch, wenn ihr eure Nächsten bedrückt – denn darin habt ihr Gott gegen euch.

„Was ist nur los mit dir? Was bedrückt dich denn? Komm, erzähl’s mir…“

Wie gut kann es tun, diese Worte zu hören. Wie gut ist es, jemanden zu haben, der so einfühlsam Anteil nimmt an dem, was mich bewegt. Ob es Frust ist über eine erlebte Ungerechtigkeit am Arbeitsplatz oder die Hilflosigkeit gegenüber übler Nachrede im Freundeskreis: Gut, wenn da jemand ist, dem ich mich mitteilen kann.

Gott ist übrigens so wie dieser beste Freund oder diese beste Freundin: Er sieht, wenn ich bedrückt bin, er nimmt mich ernst, und er teilt die Gefühle der Bedrückten. Wenn Menschen einander bedrücken, dann steht Gott nicht teilnahmslos daneben und schüttelt seufzend den Kopf. Gott steht auf der Seite der Bedrückten, das hat er schon in der Torah, dem maßgeblichen Lebensweg des Volkes Israel, deutlich gemacht. Dort steht, kurz und bündig:

Du sollst deinen Nächsten nicht bedrücken.

Klare Ansage, und sie gilt auch für Jesus-Nachfolger, bis heute: Wohl dem, der, wenn er bedrückt ist, Freunde hat. Wohl dem, der Bedrückten beisteht, so wie Gott es auch tut. Und wehe euch, wenn ihr eure Nächsten bedrückt – denn darin habt ihr Gott gegen euch.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Wie ein nutzloser Fallschirm

Als ich das letzte Mal mit dem Flugzeug geflogen bin, habe ich beim Start ein kleines Stoßgebet gen Himmel geschickt. Ich bin ein eher ängstlicher Typ, was schwindelerregende Höhen betrifft. Trotzdem würde es mir nicht im Traum einfallen, das Passagierflugzeug mit einem Fallschirm zu betreten. Warum? Weil ich ihn gar nicht richtig bedienen könnte. Und außerdem würde ich mir einen Absprung in den freien Fall sowieso nicht zutrauen.

Genauso hilflos und ausgeliefert könnte ich mich fühlen angesichts der Warnungen, die Jesus Christus vor 2.000 Jahren gegenüber seinen Nachfolgern ausgesprochen hat. Er hat sinngemäß gesagt: Wenn ihr euch zu mir bekennt, dann kommt ihr dafür eventuell ins Gefängnis. Eure eigene Familie wendet sich gegen euch. Und womöglich werdet ihr getötet.

Viele Menschen weltweit haben das bis heute erlebt. In Mitteleuropa befinden sich Christen eher in einer Ausnahmesituation.

Der praktische Rat, den Jesus im 21. Kapitel des Lukasevangeliums gibt, erscheint auf den ersten Blick geradezu fahrlässig: Bereitet euch nicht auf diese brenzligen Situationen vor, indem ihr euch eine Verteidigungsrede zurechtlegt. Sondern wartet geduldig darauf, dass Gott euch die richtigen Worte schenkt.

Denn: „Durch Geduld gewinnt ihr euer Leben!“

Ich kann mich nicht auf alle Situationen vorbereiten, in denen es bei mir Spitz auf Knopf stehen könnte. Das wäre genauso wie der Fallschirm auf dem Rücken, den ich mir vorher aufschnalle. Der mir im Ernstfall aber nichts nützt. Doch ich darf Gott vertrauen. Er sagt mir zu: Ich lasse dich auch in den schwierigsten Situationen deines Lebens nicht im Stich.

Autor: Oliver Jeske

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Hör ich recht?

Vor etwas mehr als 3.000 Jahren in Israel: Ein Prophet wird berufen. Einer von den ganz Großen dieser Zunft. Die Umstände sind bemerkenswert. Samuel ist zu dem Zeitpunkt noch ein Kind. Vielleicht zehn Jahre alt. Er lebt im Haushalt des Priesters Eli in Schilo, wo damals das mobile Heiligtum der Israeliten steht.

Eines Nachts hört der Junge, wie eine Stimme seinen Namen ruft. Samuel ist mit einem Schlag hellwach und antwortet: „Hier bin ich!“ – Aber wer hat ihn gerufen? Das kann er nicht zuordnen. Zuallerletzt wird der Junge an Gott gedacht haben. Denn zum Auftakt der Episode heißt es ausdrücklich, dass zu der Zeit "das Wort des Herrn selten“ war in Israel.

Aber nun hat sich Gott bemerkbar gemacht. Und zwar ausgerechnet gegenüber einem Kind.

Wie gesagt, Samuel konnte die Stimme nicht ohne Hilfe zuordnen. Jemand musste ihm helfen. Das war in dem Fall sein Lehrmeister, der Priester. Er hat Samuel bestätigt: Du hast richtig gehört, und wenn Gott sich das nächste Mal meldet, reagierst du am besten folgendermaßen…

Damit sind wir wieder in der Gegenwart. Die wenigsten Menschen rechnen heute damit, dass Gott sie ansprechen könnte. Hörbar. Vernehmbar. Das passiert nicht häufig, aber es kommt vor. Ich habe es in vier Jahrzehnten exakt zweimal erlebt. Ich war nie im Zweifel, dass ich richtig gehört habe. Und ich hoffe, ich habe richtig darauf reagiert, habe die richtigen Schlüsse gezogen. - Viel häufiger hat mir Gott auf andere Art Hinweise gegeben.

Wenn Sie mich fragen: Ja, es empfiehlt sich, darauf gefasst zu sein, dass Gott sich meldet. Dass er in Ihrem und meinem Leben eine Rolle spielen will.

Autor: Markus Baum

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Das Herz des Gebets

Gebet: Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie an dieses Thema denken? Eine Kirche und wohl formulierte Gebete eines Geistlichen? Mönche in der Stille eines Klosters? Menschen, die auf ihrem Sofa die Hände falten?

Diese Bilder zeigen verschiedene Formen des Gebets. Sie beschreiben aber nur, wie ein Gebet von außen aussieht. Viel wichtiger ist es, mit welcher Einstellung ich bete. Wie ich auf Gott zugehe.

Im Buch Daniel, in der Bibel, finde ich eine spannende Aussage hierzu. Da heißt es: „Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.“ (Daniel 9,18)

Hier erkenne ich etwas von der Herangehensweise, von der inneren Einstellung, mit der Daniel zu Gott betet. Erstens liegt er vor Gott. Er erkennt also an, wie viel größer und aller Ehren wert dieser Gott ist. Er liegt ihm im wahrsten Sinne in den Ohren.

Das macht diesen Gott aber nicht zu einem unnahbaren Herrscher. Denn zweitens nähert sich Daniel mit Vertrauen. Mit Zutrauen. Nicht auf sich selbst und die eigenen guten Taten. Sondern weil er weiß: Ich darf mich immer an diesen Gott wenden und mit gutem Grund hoffen, dass er mich hört und mir hilft. Denn Gott ist barmherzig mit mir. Er hat ein Ohr für mich.

Das ist es, worauf es ankommt. Wie ich zu Gott bete, das ist das Herz des Gebets. Dass ich Gott vertraue und ihm etwas zutraue. Das geht in der Kirche, im Kloster oder allein zu Hause. Warum nicht jetzt gleich?

Autor: Joachim Bär

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Herzensangelegenheiten

Was war eigentlich das bewegendste Ereignis in letzter Zeit in ihrem Leben? Ein besonders schönes Erlebnis oder vielleicht etwas Trauriges? Auf alle Fälle etwas, was sie wirklich berührt hat. Was Ihnen zu Herzen gegangen ist. Manches, was wir erleben, wird schnell zur Randnotiz…wobei anderes uns wirklich prägt. Bilder, Emotionen, Herzensangelegenheiten. Was berührt, das bleibt. 

In der Bibel, im AT lesen wir immer davon, dass Gott sich zu seinem Volk Israel bekennt. Er steht seinem Volk zur Seite, führt und hilft. Und doch fällt es den Menschen schwer, sich darauf einzulassen. Doch Gott wendet sich z.B. durch den Propheten Jeremia seinem Volk zu: „Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben.“ (Jeremia 31,33b) Gottes Liebe zu seinen Menschen ist für ihn eine Herzensangelegenheit. Nicht vorrangig Gebote und Verbote, wie manche meinen. Er will berühren - ganz tief. Ganz intensiv, ganz vorsichtig und doch auch energiegeladen und voller Kraft.

Vielleicht können Sie sich noch an meine Eingangsfrage erinnern!? Was war eigentlich das bewegendste Ereignis in letzter Zeit in ihrem Leben. Eins, dass ihnen zu Herzen ging. Ich möchte Sie zusätzlich - zu dieser Frage auch noch herausfordern: Was war eigentlich das bewegendste Ereignis in ihrem Leben mit Gott? Warum sind Sie überhaupt Christ geworden und immer noch Christ?

Es hilft, grad in schwierigen Zeiten, sich an Herzensmomente mit Gott zu erinnern. Wo er uns berührt und getragen hat. Wo wir überwältigt waren von seiner Hilfe und Liebe. Vielleicht begeben sie sich innerlich mal auf eine Reise…spüren den Emotionen nach, die Sie in ihrer Gottesbeziehung schon erlebt haben. Und lassen das, ganz in Ruhe, auf sich wirken. Und kommen so dem Vaterherz Gottes ein Stückchen näher. Das wünsch ich ihnen und mir.

Autor: Ulrike Schild

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Ein weitreichender Entschluss

Eine hochansteckende Krankheit hatte den Mann in die soziale Isolation gezwungen. Als einer, der an Lepra erkrankt war, stand ihm ein schlimmes Schicksal bevor. Bald würde er ein gesellschaftlich Ausgestoßener sein. Und das, obwohl er, Naaman, der Oberbefehlshaber der syrischen Armee, ein geachteter und einflussreicher Mann war.

Eine ausländische Bedienstete seines Haushalts, ein Mädchen aus Israel, hatte ihm Hoffnung gemacht. In ihrem Land gab es einen Propheten, der in engem Kontakt zum Gott Israels stand, hatte sie Naaman berichtet. Bestimmt würde der bei Gott ein „gutes Wort“ einlegen.

In seiner Verzweiflung fasste der Heerführer einen weitreichenden Entschluss. Er würde den Propheten Elisa aufzusuchen.

Tatsächlich! Dessen – zugegebenermaßen – ungewöhnliche Anweisungen bewirkten das Wunder. Gott griff ein und General Naaman wurde geheilt.

Zurück beim Propheten, bedankte sich Naaman überschwänglich und versprach:

Dein Knecht will nicht mehr andern Göttern Brandopfer und Schlachtopfer darbringen, sondern allein dem HERRN, 2. Könige 5,17.

Unter dem Eindruck dieses medizinischen Wunders beschloss Naaman, dass er fortan nicht mehr irgendwelchen Götzen, sondern nur noch Gott huldigen würde. Das war für Naamans Verhältnisse eine radikale Entscheidung.

Wie ist das bei mir? Ich frage mich, wann ich zum letzten Mal Gottes Eingreifen erlebt habe. Welche Konsequenzen habe ich in meiner Beziehung zu Gott gezogen?

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Keine halben Sachen

Er ist noch nicht lange her, der 3. Oktober. Tag der Deutschen Einheit. Ein Gedenktag für das, was vor inzwischen 31 Jahren und natürlich auch in der Zeit davor geschah. Und es ist gut, einen solchen Tag zu haben. Jedes Jahr hilft er mir, nicht zu vergessen, welches Geschenk die Wiedervereinigung für uns war, für mich. Im selben Jahr reisten wir duch die "noch" DDR, um nun dankbar in Frieden und Freiheit unsere Verwandtschaft zu besuchen. Feiertage - wir brauchen diese Momente, um uns an wichtige Ereignisse zu erinnern.

Josua, der das Volk Israel in der Zeit nach Mose anführte, sorgte auch für einen solchen Gedenkmoment. Es war aber kein Feiertag, den er festlegte, sondern ein Gedenkstein, den er aufstellte. Dieser Stein sollte das ganz Volk immer wieder daran erinnern, welchen Weg sie hinter sich hatten und welchen Bund sie mit Gott eingegangen waren. Und so, wie vor über 30 Jahren in Deutschland ein Vertrag unterschrieben wurde, so hatte auch Josua mit dem Volk einen mündlichen Vertrag abgeschlossen, in dem sich das Volk verpflichtete, aus diesem Gedenken heraus zu leben.

In Josua 24 ist zu lesen: Darum nehmt nun den Herrn ernst und ehrt ihn, dient ihm mit ganzer Treue! Trennt euch von den Göttern, die eure Vorfahren verehrt haben, und dient dem Herrn! Eine deutliche Ansage für das zukünftige Leben, in aller Konsequenz. Und das Volk stimmte dem zu.
Keine halben Sachen machen - ein guter Hinweis, für viele Momente in meinem Leben.

Autor: Hans Wagner

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Wegweiser

Eine Abordnung Israels kommt im Sommer 591 v. Christi Geburt zum Propheten Hesekiel. Sie wollen Gottes Stimme hören. Doch Gott macht nicht mit. „Ich lasse mich nicht von euch fragen“ – soll Hesekiel den Ältesten Israels ausrichten.

Warum reagiert Gott so? Er lässt den Ältesten Israels weiter übermitteln: „Ich gab ihnen meine Gebote und lehrte sie meine Gesetze, durch die der Mensch lebt, der sie hält.“ So zu finden im Buch Hesekiel, Kapitel 20, Vers 11.

Gottes Gebote und Gesetze sind die Wegweiser zum Leben. Damit können die Israeliten sich zurechtfinden. Ihnen ist bekannt, welcher Weg zum Leben führt und welcher in den Abgrund. Doch das reicht ihnen nicht. Warum nicht? Sie wollen die Wegweiser, die Gott aufgestellt hat, nicht nutzen.

Gott ist dennoch der Ansicht, diese Wegweiser sind vollkommen ausreichend, um leben zu können. Um mit ihm leben zu können.

Wie ist das mit mir fast 2600 Jahre später? Ich gehöre nicht zum Volk Israel, doch ich gehöre als Christin zu Jesus, dem Sohn Gottes. Ich kenne nicht nur die Gebote, die Gott Israel als Wegweiser geschenkt hat. Ich habe Gottes Wort, die Bibel. Nicht nur den Ausschnitt, den die Menschen damals zur Verfügung hatten, sondern 66 Bücher insgesamt. Sie sind heute Gottes Wegweiser für mich.

Möglicherweise sagt Gott mir genauso wie den Israeliten damals: „Du hast doch meine Worte. Orientiere dich daran und du wirst leben, ewig leben.“

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Am Wesentlichen dranbleiben

Was ist mir wichtig? Was halte ich in Ehren? Diese Frage habe ich mir gestellt, nachdem ich Psalm 86,11 gelesen habe. In diesem Psalm betet David folgende Worte:

„Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte.

David geht es darum, den Weg einzuschlagen, den Gott ihm weist. Er möchte sich in Gottes Wahrheit bewegen und deshalb richtet er sein Herz auf Gott aus. Wenn David von seinem Herzen spricht, meint er damit sein innerstes Verlangen. Es soll sich mit dem beschäftigen, was Gott wichtig ist.

Noch einmal die Frage: Was ist mir wichtig? Was halte ich in Ehren? Übertrage ich Davids Gedanken auf mein Leben, komme ich zu folgendem Ergebnis:

Die Wege Gottes zu gehen, heißt für mich, Jesus nachzufolgen. Ich orientiere mich an ihm und stelle seinen Willen ins Zentrum meines Denkens und Handelns.

Im Neuen Testament wird davon berichtet, dass Jesus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, und niemand zu Gott kommt, außer durch Jesus. Wenn David betet, dass Gott sein Herz bei dem einen erhalten soll, dann verstehe ich das – übertragen auf meine Situation – so: Ich setze mich der Wahrheit Gottes aus, die durch Jesus offenbart wird und ich unternehme alles mir Mögliche, um eng mit ihm verbunden zu bleiben.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Give me five

„Give me five!“ – „Gib mir fünf!“ Eine Geste, bei der zwei Menschen jeweils eine Hand heben, um sie in die erhobene Hand des anderen zu schlagen. Sie dient dem Ausdruck gemeinsamer Freude oder dazu, jemandem zu gratulieren.

„Gott hebt euch seine Hand entgegen,“ verkündet der Prophet Joel einige hundert Jahre v.Chr. dem Volk Israel. Die Realität spricht jedoch eine andere Sprache. Wirtschaftlicher Notstand und Umweltkatastrophen verschaffen den Eindruck: Gott hat seine Hand zurückgezogen. Wo ist Gott in den Bedrohungen der Gegenwart und der Zukunft?

Joel antwortet nicht auf die Frage „Wo ist Gott?“. Er erteilt auch keine Ratschläge, wie man aus Misserfolgen und Krisen lernen kann. Er erinnert die Menschen seines Volkes an das „Wie ist Gott?“. Er eröffnet ihnen einen Blick in das Herz Gottes. „Gott streckt euch seine Hand entgegen. Gott gibt euch fünf!“ Fünffach ist Gottes Zusage:

„Der Herr ist gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte, und er bereut bald die Strafe.

So schlägt Gottes Herz. Für Euch! Nicht „Wo ist Gott?“, sondern „So ist Gott!“ – Nicht der Rückzug von Gott oder die Verzweiflung soll Folge der gegenwärtigen und zukünftigen Katastrophen sein, sondern die Umkehr zu Gott. Dabei zählt nicht, was ich denke, fühle und erlebe. Nicht, was ich leiste und zustande bringe.

Es zählt, was in Gottes Herzen ist. Gott hat mich in sein Herz geschlossen. Deshalb will er mein Vertrauen. Er will mein Herz. Er will, dass ich zu ihm gehöre, mit allem, was zu mir gehört. In Jesus Christus hebt er mir seine Hand entgegen – in guten und in schlechten Zeiten. Schlage ich ein?

 

 

 

Autor: Ellen Hörder-Knop

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Vergeben - und vergessen

„Bei Streitigkeiten gibt es keine archäologischen Exkursionen.“ Das empfiehlt der Schweizer Pastor Harry Müller in seinem Buch für Ehepaare. Was er damit meint: Wenn Menschen einen Konflikt miteinander austragen, dann soll keiner damit anfangen und längst vergebene Fehltritte des anderen wieder ausgraben. Was einmal geklärt und vergeben wurde, das ist kein Thema mehr zwischen uns. Ein kluger Rat. Absolut. Und es braucht schon etwas Übung, bis ich in der Hitze eines Wortgefechts dieser Versuchung widerstehen kann.

 

Mein großes Vorbild für diese Einstellung ist Gott selbst. Denn er macht das genau so, wenn er einem Menschen vergibt. Wie hat Gott schon vor etwa 2.600 Jahren zu dem Propheten Jeremia gesagt: „Ich vergebe ihnen ihre Schuld und denke nicht mehr an ihre Sünden.“ (Jeremia 31,34).  Gott meint hier sein Volk Israel. Und es geht dabei um unfassbar schwere Schuld. Stehlen, die Ehe brechen, Meineide schwören und sogar morden (Jer 7,1-3.5-6.9). Aber Gott verspricht: Ich werde ihnen das alles vergeben. Denn sie werden ihre Sünden bereuen. Und sie werden umkehren zu mir (VV18-19). Und Gott beteuert: ich werde nicht mehr an ihre Sünden denken. Alles ist vergeben - und vergessen.

 

Wie schwer Ihre Schuld auch wiegt. Gott will ihnen vergeben. Und ihre Sünden für immer vergessen.

Autor: Steffen Brack

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Leben ohne Gott

Hat ihnen schon mal jemand den Rücken zugekehrt? Mir schon. Kein schönes Gefühl. Da zeigt einem jemand ganz offensichtlich: „Ich will nichts mehr mit dir zu tun haben. Es ist mir egal, was du denkst, sagst oder fühlst. Lass mich in Ruhe.“ Hier geht buchstäblich etwas auseinander. Zwei Menschen, die vielleicht bisher zusammen gegangen sind, schlagen getrennte Wege ein.

Auf diese Weise hat vor 2 ½ tausend Jahren ein ganzes Volk mit Gott abgeschlossen. Nicht irgendein Volk, sondern das von ihm auserwählte Volk. Israel. Gott hatte die Israeliten aus der Sklaverei befreit, hatte sie durch die Wüste gebracht und ihnen das verheißene Land gegeben, eine echte Heimat. Aber das war jetzt alles vergessen. Sie hatten sich eingerichtet und ihnen ging es richtig gut. Wer denkt da noch an die Vergangenheit? Wer denkt da noch an Gott?

Kein Wunder also, dass Gott zum Propheten Jeremia folgendes über Israel sagt: „Sie kehren mir den Rücken zu und nicht das Angesicht. Aber wenn die Not über sie kommt, sprechen sie: »Auf und hilf uns!«“

Wer alles hat, braucht Gott nicht? Stimmt nicht! Alles, was ich habe, habe ich durch die Gnade Gottes. Das Leben selbst ist sein Geschenk an mich. Wie könnte ich ihn da vergessen! Gott danken in den guten Zeiten, Gott bitten in den schlechten Zeiten…

Ich will meinen Blick fest auf Gott richten und mein ganzes Leben in seiner Gegenwart gestalten.

Autor: Tobias Schier

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Warten kann hart sein

Manchmal frage ich mich ja schon, wofür ich das eigentlich alles hier mache! Ich rackere mich auf der Arbeit ab, engagiere mich ehrenamtlich und bin für meine Familie da, wo ich nur kann. Und dann kommt doch wieder ein Tiefschlag. Ich sehe keinen Erfolg bei allem was ich auch tue. Das ist frustrierend und demotivierend. Das Einzige, was mich dabei gelegentlich tröstet ist die Erkenntnis, dass ich damit nicht alleine bin auf der Welt. Überall und zu jeder Zeit machen Menschen diese Erfahrung.

 

Deutlich wird das an einem Abschnitt aus dem Brief des Jakobus in der Bibel. Da schreibt Jakobus den Christen, die voll Ungeduld darauf warten, dass Jesus wiederkommt. Sie machen dabei offensichtlich ebenso frustrierende Erfahrungen wie ich heute. Deshalb macht Jakobus in sehr einfühlsamen und plastischen Worten deutlich, dass sie Geduld haben müssen. Wie ein Bauer, der den Samen sät, auf die Ernte warten muss, so muss auch ich in meinem Leben auf bestimmte Dinge warten. Das kann ziemlich anstrengend und hart sein. Das gelingt aber mit der Hilfe von Jesus.

 

Das vermittelt Jakobus den Lesern seines Briefes, und er weckt ihre Zuversicht, indem er über Jesus schreibt: "Er ist voller Barmherzigkeit und Liebe." (Jakobus 5,11) So ist Jesus. Und weil er so ist, weiß ich, dass auch alles Übel dieser Welt, aller Frust und Ärger nicht das letzte Wort haben. Das letzte Wort in allen Dingen im Diesseits und Jenseits hat Jesus. Und darauf setze ich meine Hoffnung im Glauben an ihn. Und gerade heute, wenn Menschen in Deutschland den Tag der Deutschen Einheit feiern, ist auch das ein Beispiel genau dafür. 40 Jahre lang haben Menschen dafür gebetet, dass Deutschland wieder vereint wird. Sie haben ihre Hoffnung trotz aller Widerstände auf Gott gesetzt. Ihr Glaube und ihre Geduld sind am Ende belohnt worden.

Autor: Horst Kretschi

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Generationenvertrag perfekt

Wer in die Jahre kommt, muss seine Aufgaben an Jüngere abgeben. Klare Sache denkt man - so lange man jung ist. Im Alter, wenn es dann wirklich soweit ist, wird's mitunter schwierig. Angst vor Bedeutungsverlust, dass man nicht mehr gebraucht wird, kann ganz schön an einem nagen. König Saul ist so ein verbitterter Alter. Die Bibel berichtet: Als er seine Amtsgeschäfte an den jüngeren David übergeben soll, will er diesen sogar töten.

Es geht aber auch anders. Ich spreche vom Apostel Paulus. Auch er ist alt geworden und auch seine Geschichte steht in der Bibel. Doch er gerät darüber nicht in Zorn. Paulus wünscht seinem Schüler Philemon im wahrsten Sinne des Wortes alles Gute und ermutigt ihn, wo er kann. 

So schreibt Paulus an Philemon in einem Brief: "Durch die Liebe, die du anderen erwiesen hast, habe auch ich viel Freude und Ermutigung erfahren, denn ich weiß, wie oft du, lieber Bruder, andere Christen in ihrem Glauben gestärkt hast."

Paulus - ein echtes Vorbild für mich. Er kann sich von Herzen freuen, dass Philemon das von ihm gelernte nun anwendet, und dass es weitergeht mit der guten Botschaft, die sie, Lehrer und Schüler, gemeinsam verbreiten. Das finde ich großherzig und großartig zugleich. Saul endet in Verbitterung. Paulus hingegen lässt sich mitreißen, wie jemand, der eine gute Ernte einfährt, und wird dadurch noch beflügelt. So schön und geschickt kann Loslassen sein. 

Autor: Andreas Odrich

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Sie werden erwartet

„Wir müssen die Schmidts von gegenüber unbedingt mal zum Essen einladen", sagt Lena zu ihrem Mann Max. „Die wohnen jetzt schon ein halbes Jahr in unserer Straße und denken inzwischen bestimmt, wir wollten nichts mit ihnen zu tun haben." – „Ach", knurrt Max, „muss das sein? Ich brauche echt mal mehr Zeit für mich alleine. Ist gerade ziemlich stressig bei uns im Büro."

Mal ganz direkt gefragt: Sind Sie gastfreundlich? Geht es Ihnen eher wie Lena oder eher wie Max?

Und nochmal direkt gefragt: Was denken Sie, wie gastfreundlich Gott ist? Sitzt Gott hinter verschlossenen Himmelstüren und knurrt wie Max, dass er eigentlich besseres zu tun hat, als sich mit Ihnen abzugeben, und dass er seine Zeit lieber für sich selbst braucht? Oder ist Gott eher wie Lena – offen, einladend und von ganzem Herzen gastfreundlich?

Jesus hat die Frage mit einer seiner berühmten Beispielgeschichten ein für alle Mal geklärt. Und die beginnt so:

Ein Mann bereitete ein großes Fest vor und verschickte viele Einladungen. Als alles vorbereitet war, sandte er seinen Diener aus, der den Gästen sagen sollte, dass es Zeit war, zum Fest zu kommen.

Die Geschichte geht noch weiter, aber das ist für mich erstmal der wichtigste Punkt: Gott hält es eher mit Lena. Er ist wie der Mann, der ein großes Fest vorbereitet und viele Einladungen verschickt. Viele. An alle. Gott ist wie der Mann, der seinen Diener losschickt, damit er die Gäste nochmal persönlich anspricht: Du bist eingeladen! Du bist gewollt! Du wirst erwartet!

Jesus will nicht, dass Sie oder ich denken, Gott wollte mit uns nichts zu tun haben. Gott ist gastfreundlich, und er lädt Sie und mich ein. Wir sind gewollt. Wir werden erwartet.

Und – was sagen Sie? Kommen Sie?

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Gott will nicht mit uns abrechnen

Konten, Bilanzen, Gewinne, Verluste – und so weiter. Das ist die Welt meiner Eltern. Sie waren Steuerberater bzw. Buchhalterin von Beruf. Ich habe viel gelernt über exakte Buchführung. Ich kenne noch die Zeit vor der elektronischen Datenverarbeitung. Meine Mutter suchte oft akribisch – mit Rechenmaschine bewaffnet – einen Fehler in den Aufzeichnungen.

Gott wäre es sicherlich auch ein Geringes, das Leben jedes Menschen bis ins Kleinste zu erfassen und auszuwerten.

Deshalb fällt eine Aussage aus der Bibel besonders ins Gewicht. Im 2. Brief des Apostel Paulus an die Gemeinde in Korinth schreibt er:

In Christus war Gott selbst am Werk, um die Welt mit sich zu versöhnen. Er hat den Menschen ihre Verfehlungen nicht angerechnet. Und uns hat er sein Wort anvertraut, das Versöhnung schenkt. (Basisbibel)

So geht Gott mit uns um. Er kennt unsere Fehler. Er weiß, was uns von ihm trennt. Aber er streicht – im Bild gesprochen – das Minus unserer Lebensbilanz durch. Er will mit uns nicht abrechnen. Er will, dass wir uns mit ihm versöhnen lassen.

Jedes Jahr muss ich die Steuererklärung unterschreiben, die mein Steuerberater für mich erstellt.

Genauso schenkt Gott uns sein Wort, die Bibel – im speziellen die gute Botschaft der Liebe Gottes – damit wir das Versöhnungsangebot Gottes ganz bewusst unterschreiben und damit für uns annehmen können.

Autor: Oliver Jeske

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In Gottes Augen

Wir schreiben den 29. September, und das heißt: Wir sind spät dran. Der Satz aus dem Vorspann der Weihnachtsgeschichte im Lukasevangelium, der der Herrnhuter Losung für heute zur Seite gestellt ist, gehört zum Fest „Mariä Verkündigung“, und das liegt im Kirchenjahr auf dem 25. März. Neun Monate vor Weihnachten. Eigentlich logisch.

 

„Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden," sagt wer? Ein Engel. Und zu wem sagt er das? Zu Maria, einem jungen Mädchen in Nazareth in Galiläa. Zum Fürchten ist durchaus, was der Engel ihr da ankündigt: Ein Kind. Die ganze Tragweite seiner Botschaft hat Maria in dem Augenblick vermutlich nicht erkannt, aber dass ihr Leben ab sofort anders verlaufen würde, das war ihr klar. 

 

Maria hat sich vielleicht nicht sofort, aber wenig später buchstäblich einen Reim gemacht auf diese Botschaft. Auch und gerade auf die Aussage „Du hast Gnade bei Gott gefunden.“  Marias Antwort darauf lautet: „Meine Seele erhebt den Herrn, […] denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen.“ Aber bei der Niedrigkeit bleibt es nicht, denn Gott „erhebt die Niedrigen.“ Maria fühlt sich buchstäblich angesehen von Gott und damit geadelt. Dafür kann sie sich zunächst nichts kaufen, aber es macht natürlich etwas mit ihr, dass sie weiß: Sie spielt eine Rolle in Gottes Plan mit dieser Welt. Gott hat ihr eine wichtige Aufgabe übertragen.

 

Natürlich ist Marias Schicksal außergewöhnlich. Einmalig. Allgemeingültig an ihrer Erfahrung ist aber immerhin das eine: Wenn Gott Menschen wie Sie und mich freundlich und großzügig ansieht, dann wird uns das verändern. Und oft gibt es dann auch etwas zu tun. 

Autor: Markus Baum

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Streit ums ewige Leben

Anfang September stritten sich die beiden reichsten Männer der Welt ums ewige Leben. So war es in den Medien zu lesen. Wobei das mit dem „ewig“ maßlos übertrieben ist, genau genommen ging es um ein deutlich verlängertes Leben. Der Amazon-Gründer Jeff Bezos hat in eine Firma investiert, die an der Umprogrammierung menschlicher Zellen forscht.

Elon Musk, der Gründer von Tesla und SpaceX, hat sich darüber lustig gemacht und getwittert: „Und wenn es nicht klappt, verklagt er den Tod!“

Elon Musk und Jeff Bezos mögen sich nicht. Und ich gönne es ihnen, wenn sie sich aneinander abarbeiten wollen. Ich finde es aber bemerkenswert, mit welcher Regelmäßigkeit das alte Menschheitsthema ewiges Leben auftaucht. Vornehmlich bei Menschen, für die Geld kein Thema mehr ist.

Als Christ bin ich zwiegespalten. Ich will für meine Gesundheit sorgen. Ich will auch anderen Menschen helfen, ein gutes und gesundes und langes Leben zu leben. Wenn die Erhaltung der Gesundheit jedoch in Anstrengungen zur Überwindung des Todes übergeht, werde ich skeptisch. Eine Aussage aus der Bibel holt mich da in die Realität zurück. Da sagt Gott zu dem Menschen: „Staub bist du, und zum Staub kehrst du zurück.“ (1.Mose 3,19)

Mit dem Tod werden wir bis auf Weiteres leben müssen. Die Bibel beschreibt aber ohnehin schon längst einen Weg zum ewigen Leben. Der führt über Jesus. Soll Jeff Bezos ruhig weiter am Geheimnis eines deutlich verlängerten Lebens forschen lassen. Ich gehe diesen Weg weiter. Mit dem Auferstandenen, mit Jesus Christus.

Autor: Joachim Bär

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Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Der Mensch ist lieber fröhlich als traurig. Ganz klar. Das geht mir auch so. Doch es gibt viele Gründe, warum ein Mensch betrübt ist. Mancher fühlt sich als Opfer einer Krankheit, als Opfer von Unglücks­fällen, als Opfer von Arbeits­losigkeit oder der Einsamkeit und vieles mehr. 

Das Motto: „Wenn du Christ bist, bist du immer happy“, greift nicht. Christen wie Nichtchristen erleben sehr tiefgreifende, traurige Momente im Leben.

Dann gibt’s auch Traurigkeiten, die durch eigene Entscheidungen entstanden sind. Durch Fehlverhalten, Stolz, Habgier und vieles mehr.

Und dann gibt’s Traurigkeiten, die Gott zulässt in unserem Leben. Oder in die er uns vielleicht sogar bewusst hineinführt!? Dieser Satz ist nicht ungefährlich. Er stammt aber auch nicht von mir, sondern von dem Apostel Paulus. ( 2. Kor. 7,10): „Denn die gottgewollte Betrübnis bewirkt eine Buße zum Heil, die man nicht bereuen muss." 

Klar, wenn man schwierige Zeiten durchlebt, ist das sehr schmerzhaft und wir fragen uns: Warum lässt Gott das zu? Doch in dieser anklagenden Schockstarre sollten wir nicht verharren. Das macht nur bitter. Denn Gott hat Größeres vor, er hat unser HEIL im Blick.

Gerade deswegen geht es manchmal durch ein finsteres Tal, indem er uns allerdings nicht einen Moment aus den Augen lässt. Er ist immer darum bemüht, dass wir nicht verloren gehen. Er sucht immer Mittel und Wege, uns zur Umkehr einzuladen. Zur Buße. Nicht zuletzt durch seinen Sohn Jesus Christus, der für uns auch durch ein ganz finsteres Tal gegangen ist. Er ist der Weg zum Heil. 

Autor: Ulrike Schild

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Hurra, ich kann besser sehen!

Vor einiger Zeit habe ich mich mit jemandem unterhalten, der an einer Augenerkrankung gelitten hat, die im Volksmund als „grauer Star“ bezeichnet wird.

Anfangs hatte er es kaum gemerkt. Dann aber ließ die Sehkraft nach. Es war, als ob sich ein dauerhafter Nebel vor seinen Augen breit machte. Die Symptome schränkten sein Leben zusehends ein.

Irgendwann wandte sich mein Bekannter an seinen Augenarzt und der diagnostizierte eine Eintrübung der Augenlinsen. Eine Katarakt-OP war unumgänglich.

Der überraschende Moment kam nach dem erfolgreichen Eingriff. Mein Bekannter sagt mir, dass die Klarheit des Blicks und die Intensität der vormals verwaschenen Farben ihn regelrecht berauscht haben. Er konnte sich kaum satt sehen.

Ungefähr so wie der Psalmbeter, der davon spricht, dass Gott den Menschen die Augen öffnet und sie mit einem Mal „richtig“ sehen können. In Psalm 146,8 klingt das so:

Der HERR macht die Blinden sehend.

Hier geht es nicht um eine körperliche Sehbehinderung. Vielmehr sind die „Augen des Herzens“ gemeint.

Der Psalmbeter weiß, wovon er spricht. Gott hat ihm die Augen geöffnet. Er vermag jetzt am Vordergründigen vorbei auf das Wesentliche zu blicken und Zusammenhänge erkennen, die ihm vormals verborgen waren. Deshalb kann er seinen Gott von ganzem Herzen loben.

Dieses Erlebnis wünsche ich mir und Ihnen wünsche ich es ebenfalls.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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