ERF Plus - Anstoß

Ein Impuls zur Tageslosung

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Alles beginnt mit der Sehnsucht

Eine Villa nahe der Ostsee. Bäderarchitektur. Saniert, liebevoll eingerichtet. Gerne bin ich im Urlaub hier zu Gast. Die Vorfreude ist groß und bei der Abreise seufze ich sehnsuchtsvoll: Warum nicht länger bleiben?

Auf dem Weg nach Jerusalem brach sich bei Pilgern diese Sehnsucht bahn: Wann sind wir endlich da? Können den Vorhof des Tempels betreten. Den Geist Gottes einatmen wie die frische Luft der See. Warum nicht bleiben – für immer?

Der Vogel hat in den Mauerritzen des Tempels sein Zuhause gefunden. Er zieht dort bereits die nächste Generation auf, so beschreibt es ein etwa 2500 Jahre altes Lied, das Israeliten bis heute noch singen. Psalm 84. Im Vers 4 heißt es:

„Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – deine Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott.“

So wie der Vogel möchte der Sänger im Tempel Zuhause sein, um Gott als Herrn über sämtliche Armeen, die es gibt, zu loben. Gott als den eigentlichen König Israels anzusprechen – kurz und gut als seinen Gott.

Diese Sehnsucht, bei Gott nicht nur zu Gast, sondern Zuhause zu sein, habe ich auch. Sie erfüllt sich durch Jesus, den Sohn Gottes. Er steht mir Tag für Tag zur Seite. In einer Kirche, aber auch in meinen eigenen vier Wänden und im Büro.

Ich stimme bis heute gerne in dieses alte Lied ein. Mit einem Text aus dem 18. Jahrhundert: „Die Schwalb, der Sperling find´t ein Haus, sie brüten ihre Jungen aus, du gibst Befriedigung und Leben. Herr Zebaoth du wirst auch mir… bei deinem Altar Freude geben“…  (EG 282, 2) Singen Sie mit?

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Ein Impuls zur Tageslosung

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Loben statt schimpfen

Haben sie heute schon geschimpft? Über sich selbst oder über jemand anders? Ich starte meist mit guten Gedanken und ebensolchen Vorsätzen in meinen Tag. Aber spätestens, wenn ich im Auto sitze und vor mir einer in der 30er Zone mit gerade einmal 25 Stundenkilometern vor sich hin schleicht. Spätestens dann liegt mir das erste Schimpfwort auf der Zunge. Ehrlich: Ich habe keine Ahnung, wo solche schlimmen Worte herkommen. Manchmal sage ich sie auch nicht laut, sondern denke sie nur. Hin und wieder ermahnt mich meine Frau. Aber das Schimpfen, insbesondere beim Autofahren ist bei mir irgendwie eingebaut. Dabei habe ich doch eigentlich allen Grund, fröhlich in den Tag zu starten. Als erlöster und von Gott geliebter Mensch. Ich habe unendlich viele Gründe, dankbar zu sein und mit einem fröhlichen Herzen die Menschen zu segnen, die langsam im Auto vor sich hin schleichen. Vielleicht kannten ja die Psalmbeter aus der Bibel dieses Problem auch. Und vielleicht kann ich ja von ihnen etwas lernen für meinen Alltag. Vielleicht klebe ich mir ja den Vers aus dem 71. Psalm aufs Armaturenbrett: „Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen.“ – Fröhlich sein und Loblieder singen anstatt schon früh am Morgen über einen anderen Menschen zu schimpfen. Das ist doch mal eine echte Alternative, oder?

Autor: Stefan Loß

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Geballte Kraft statt leerer Worte

Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Ein junger Christ steht auf dem großen Marktplatz einer Stadt. Ringsum liegt alles in Trümmern. In seiner Hand hält er eine kleine Bibel. Er reckt sie hoch in die Luft und beginnt zu sprechen: „Ich habe hier eine gewaltige Menge Dynamit. Seine Sprengkraft ist riesig.“ Die Menschen erschrecken. Die vernichtende Gewalt der Fliegerbomben haben sie am eigenen Leib miterlebt. „Dieses kleine Buch ist eine Bibel“, ruft der jugendliche Sprecher. „In ihren Worten wirkt die ganze Kraft Gottes. Sie hat die Macht, neue Hoffnung zu schenken. Diese Kraft richtet Menschen auf - und schafft Neues.“

 

Sicher: das war eine krasse Aktion. Paulus, leidenschaftlicher Jesusmann, schreibt: „Das Reich Gottes wird nicht durch leere Worte errichtet, sondern durch die Kraft Gottes.“ In deutschen Bibelübersetzungen klingt das fast zu harmlos. Die Gute Nachricht, mit der Jesus einlädt, lautet: Gott sucht Dich. Weil er Dich lieb hat. Von ganzem Herzen. Lass Dich finden. Und hinter dieser Einladung steht die ganze Kraft Gottes. Seine gesamte unwiderstehliche Macht. „Dynamis“ schreibt Paulus hier auf Griechisch. Daher kommen die Wörter „dynamisch“ und „Dynamo“. Und auch das bekannte „Dynamit“. Der Sprengstoff mit der geballten Kraft. Die Einladung von Jesus ist kein leeres Gerede. Nein. In seiner Botschaft wirkt die ganze Macht Gottes. Seine ganze lebendige Kraft.

Autor: Steffen Brack

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Rundumschutz oder bloß Airbags?

 

Rundumschutz oder bloß Airbags?

Jedes Auto hat heute Airbags. Schon mal ein Bild von dem Innenraum eines Autos gesehen, in dem alle Airbags geöffnet sind? Da gibt es die Airbags im Lenkrad und im Armaturenbrett vor dem Beifahrer. Die in den Sitzen, aber auch die Airbags vor den Fenstern, in der Mittelkonsole und im Kofferraum… Der Innenraum eines Airbag-gefüllten Autos gleicht dem Inneren eines riesigen Wattebauschs. Rundherum geschützt von allen Seiten, soll den Insassen bei einem Unfall so wenig wie möglich passieren.

Ganz anders bei meinem ersten, blauen Polo-Fox mit Steilheck. Nix da Airbag. Eher eine Sardinendose auf Rädern. Da fahre ich lieber in den neueren Autos!

Was mein Leben angeht, habe ich mich ähnlich entschieden - ich lebe mit Gott. Über ihn steht unter anderem in der Bibel folgendes: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ Von dieser Erfahrung schreibt König David, im Psalm 139 Vers 5.

Gott umgibt mich von allen Seiten, egal, wo ich hingehe. Er umgibt mich von allen Seiten, egal, ob ich zu Fuß laufe, mit dem Fahrrad fahre oder dem Auto. Gott allein bietet mir den besten Schutz, denn er will mein Bestes.

Ich würde sogar sagen: Das Leben mit Gott ist sicherer als jedes Airbag-gefüllte Auto! Wissen Sie, wo beim Auto nämlich kein Airbag sitzt? Im Dach! Bei Gott weiß ich seine Hand über mir.

Ich kann also mit dem Schutz eines alten Polo Fox durchs Leben gehen oder besser geschützt als in einem Auto mit neuster Airbagtechnik. Ich hatte die Wahl und ich habe mich entschieden – für den Schutz Gottes auf meinen Wegen.

Autor: Tobias Schier

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Ein Grund zum Danken

"Wie sagt man da?" "Danke!" Das habe ich schon als kleines Kind gelernt: Wenn ich etwas geschenkt bekomme, dann soll ich mich bei dem Schenker bedanken und zwar am besten aus vollem Herzen und tiefster Überzeugung. Das ist mir mitunter nicht leicht gefallen. Je nachdem, was da so als Geschenk in meinen Händen gelandet ist. Als vor 30 Jahren die Mauer in Berlin und die gesamte Grenze gefallen sind, die Deutschland über Jahrzehnte getrennt haben, da haben doch viele Menschen verstanden, dass auch das ein Geschenk ist. Manche wussten auch, wem sie dafür zu danken hatten. Sie haben in Gottesdiensten Gott dafür gedankt, dass möglich wurde, was völlig unmöglich erschienen war. 

Von einem Geschenk und dem Dank an Gott schreibt auch der Apostel Paulus in seinem Brief an die Christen in der Stadt Kolossä. Sie sollen Gott danken und Paulus begründet das so: "Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden." Die Barriere, die hier gefallen ist, ist eben nicht nur die Grenze zwischen zwei Staaten. Es ist viel mehr. Hier ist die Mauer der Schuld eingerissen worden, die zwischen Gott und den Menschen stand. Aus dem Reich der Finsternis hat Gott jeden Menschen befreit durch seinen Sohn Jesus. Weil Jesus diese Schuld auf sich genommen hat, hat er die Mauer der Trennung eingerissen und das für immer und für jeden. Und das ohne Gegenleistung. Wenn das nicht ein grandioses Geschenk ist. Wirklich ein Grund "Danke" zu sagen.

 

Autor: Horst Kretschi

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Einfach zupacken

Was ist Gott eigentlich wichtig, welche Prioritäten setzt er, was sollen wir tun und was ist sein Auftrag an uns? Der Evangelist Matthäus hat darauf eine eindeutige Antwort. Und so berichtet er in seinem Evangelium über Jesus am Ende der Zeiten: 

"Wenn der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle Engel mit ihm, dann wird er sich setzen auf den Thron seiner Herrlichkeit und alle Völker werden vor ihm versammelt werden."

Wonach wird Jesus dann wohl fragen, woran wird er uns messen? Ob wir religiös, pathetisch, feinsinnig oder besonders liturgisch waren - das interessiert ihn nicht. Er will wissen, ob wir unseren Glauben praktisch und handfest gelebt haben. Ihr habt mich gespeist, ihr habt mir zu trinken gegeben, in jedem Bedürftigen, den ihr getroffen habt. Ihr seid dabei in Gottes neuem Reich, denn genau das sind meine Vorstellungen von meinem Reich. Wenn ihr diese nicht teilt, bitteschön, dann gehört ihr nicht dazu.

Eine knallharte aber gleichzeitig eine gute Nachricht. Ich brauche keine exklusiven Fähigkeiten und Kenntnisse. Es hat auch keinen Zweck systemtheoretisch zu diskutieren. Dort wo akut gehofen werden muss, muss gehofen werden. Und zwar hier und jetzt. Ich muss einfach nur zupacken, dort wo Menschen in Not sind und versorgt werden müssen. Nicht hadern, nicht labern, sondern einfach machen. Dann bricht Gottes Reich an, dann bin auch ich dabei. So einfach und so geradlinig ist Gott.

 

Autor: Andreas Odrich

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Der Tanklastzug

Neulich habe ich auf der Autobahn einen großen, silbernen Tanklastzug überholt. Ich dachte zunächst „Milch“ – bis ich die Warnschilder las: „Kühlwasser für Baustellenbedarf. Kein Trinkwasser!“

Gut, dass Kühlwasser und Trinkwasser getrennt transportiert werden. Dass ein- und derselbe Tanklastzug nicht an einem Tag Kühlwasser transportieren darf und am nächsten Tag Trinkwasser. Zu groß wäre die Gefahr der Verunreinigung der Flüssigkeit, die für uns alle so lebenswichtig ist.

Und so wenig wie Kühlwasser und Trinkwasser in denselben Tanklastzug gehören, so wenig gehört das Lob für den Schöpfer und das Herabwürdigen seiner Geschöpfe in denselben Mund.  Einen entsprechenden Hinweis gibt’s im Neuen Testament im Jakobusbrief. Da macht einer der ersten Christen seinen Weggefährten bewusst:

Mit der Zunge loben wir den Herrn und Vater, und mit ihr fluchen wir den Menschen, die nach dem Bilde Gottes gemacht sind. Aus einem Munde kommt Loben und Fluchen. Das soll nicht so sein.

Sprich: Wie ernst soll man die Frömmigkeit eines Menschen nehmen, der andere herabwürdigt, die doch auch nach dem Bild dieses Gottes geschaffen sind?

Das ist wie bei dem Tanklastzug: Gut über Gott und schlecht über Menschen reden – das gehört nicht in denselben Mund. Alle Menschen leben schließlich von der Würde, die Gott ihnen schenkt. Es ist deshalb absurd, wenn Menschen andere Menschen nicht mit der gleichen Würde behandeln. Punkt.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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