ERF Plus - Anstoß

Jesaja 10,1.2

„Wow, was war ich für ein toller Hecht!“, sagt Bernd.  Immer am wuseln, immer einen Termin, immer anerkannt, immer geachtet, immer stark! Und dann? Von einem Tag auf den anderen ging nichts mehr! Diagnose Burnout. Er war plötzlich auf andere angewiesen. Katastrophal! Wie war das noch mit dem tollen Hecht? Schwäche ist nicht gerade in! Unsere Welt beachtet die Starken. Die Schwachen stehen eher im Schatten.   Auf welcher Seite stehen Sie denn eigentlich im Moment? Fühlen Sie sich stark oder schwach? Vielleicht sind Sie krank, dann fühlt man sich eher schwach. Oder sie trauern um einen geliebten Menschen, der nicht mehr da ist. Oder sie stecken in einer Lebenskrise. Oder Menschen haben Sie enttäuscht, Menschen, denen sie vertraut haben. Oder sie machen sich große Sorgen über ihre finanzielle Situation? Wie gut ist es, wenn grad in solchen Momenten Menschen helfend an unserer Seite stehen. Im Buch Jesaja steht: „Weh denen, die unrechtes Urteil schreiben, um die Sache der Armen zu beugen und Gewalt zu üben am Recht der Elenden!“

Gott hat eine Schwäche für Schwache. Ihm scheint es ganz besonders wichtig zu sein, dass ich eben nicht auf die Schwachen, Armen und Elenden herunterschaue und Ihnen das Leben u.U. noch schwerer mache. Zum einen kann ich selbst jeden Moment in eine Situation geraten, wo das Leben schwierig wird und ich auf andere angewiesen bin. Und es steht mir grundsätzlich nicht zu, andere nieder zu machen. Gott möchte, dass wir einen anderen Kurs fahren. Uns die Hände reichen, uns helfen. Leichter gesagt als gelebt, jedoch nicht unmöglich. Würde Ihnen ein Mensch einfallen, der gerade heute Ihre Hilfe braucht?

Autor: Ulrike Schild

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Matthäus 19,14

Eines der bekanntesten Worte Jesu wird im Matthäusevangelium überliefert. Es bezieht sich auf Kinder, die von wohlmeinenden Erwachsenen auf Abstand zu Jesus gehalten werden sollen:

Jesus spricht: Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen gehört das Himmelreich. (Matthäus 19,14)

Jesus möchte Kinder in seiner Nähe haben. Also Menschen, die noch keinen Plan von der Welt haben und die in jeder Hinsicht unfertig sind.

Alles, was Kinder zu Jesus bringen können, ist ihr Interesse an Jesus und ihre Bereitschaft, ihm aufmerksam und ohne Vorbehalte zu zuhören. Das reicht Jesus aus, um sie bei sich willkommen zu heißen.

Mich bewegt aber noch ein anderer Gedanke, den ich an dieser Stelle einmal loswerden möchte: Wie wäre es, wenn Sie und ich den Menschen in besonderer Weise danken, die Sonntag für Sonntag – und oft auch unter der Woche – Zeit und Kraft investieren, um jungen Menschen Jesus nahe zu bringen? Ich bin im Kindergottesdienst, in der  Sonntagschule und später in der Jugendstunde geprägt worden. Menschen haben mir den Glauben erklärt und vorgelebt. Sie haben mir durch Leben und Lehre Jesus nahegebracht, haben mich in guter Weise geprägt. – Vielleicht ist es Ihnen ähnlich ergangen.

Und wenn Sie zu denen gehören, über die ich gerade spreche, dann lassen Sie sich ermutigen. Sie tun etwas Wesentliches. Sie ermöglichen jungen Menschen einen Zugang zu Jesus. Und weil es nichts Wichtigeres gibt, als Jesus kennen und lieben zu lernen, ist ihr Dienst etwas ganz Besonderes. Gott segne Sie dafür!    

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Psalm 11,7

Es ist wieder einmal Abiturzeit in Deutschland. Viele Klausuren sind schon geschrieben, es ist Stress auf höchstem Niveau für Schüler und auch für Lehrer. Irgendwann kommt dann der Tag, wo alle aufatmen und der letzte Termin geschafft ist.

Ich erinnere mich in meinen Prüfungszeiten vor allem an meinen Schreibmaschinenunterricht - damals. Wir hatten einen super Lehrer, der es verstand, uns zu motivieren. In der Prüfung wachte er dann mit Argusaugen vor allem über eines: Darüber, dass unser Blick nicht auf die Schreibmaschinentastatur ging. Blind schreiben war die Aufgabenstellung. Und wenn er jemanden erwischte, brauchte er nur den Namen zu nennen – man zuckte zusammen und hob den Kopf.

Könnte es sein, dass manche Menschen eine ähnliche Vorstellung von Gott haben? Vielleicht hat das ja etwas mit Psalm 11 zu tun, einem Gebet des Königs David. Er beschreibt Gott darin als jemanden, der von seinem Thron her mit Augenblitzen die Menschenkinder prüft. Mancher Comicverfilmer hat das wohl schon gelesen. Tatsächlich kommt David aber zu dem Punkt: Gott ist gerecht und hat die Gerechtigkeit lieb. Er ist nicht subjektiv, wie vielleicht ein Lehrer, der bei einer Prüfung bestimmte Schüler kritischer im Blick hat. Gottes Augen sehen viel mehr als unsere, sehen tiefer. Zum Beispiel in unser Herz. Und er sieht es nicht nur, er liebt es auch und will es verändern. Das braucht uns keine Angst zu machen, sondern es ist die Möglichkeit für ein erfüllteres Leben. Ein gerechtes Leben.

Autor: Hans Wagner

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Epheser 5,8–9

Ein einschneidendes Erlebnis: Ein Model wird durch eine Hochzeit Prinzessin. Einen ausgerollten roten Teppich bei besonderen Empfängen ist sie vermutlich gewohnt. Small Talk mit Stars und Prominenten auch. Doch an die Etikette bei Hof muss sie sich erst gewöhnen. Als Prinzessin wird sie nicht mehr nur an ihrem Aussehen gemessen, sondern auch daran, wie sie das Königshaus repräsentiert.

So ein einschneidendes Erlebnis bescheinigt der Apostel Paulus den Christen in Ephesus. Ihr seid mit dem Christwerden jetzt Prinz bzw. Prinzessin in Gottes Reich. Paulus bezeichnet sie als Lichtgestalten, auf die jeder schaut. Wer ein Kind des Lichts – des Lichtes Gottes ist – sollte seinen Gott angemessen in der Öffentlichkeit repräsentieren. Denn daran wird er, wird sie gemessen. Paulus formuliert es so (Eph. 5, 8-9): „Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.“

Das gilt für Christen bis heute. Scheint Jesu Licht durch mich hindurch? Wird meine Umgebung heller, weil ich z. B. gut zu anderen bin? Mich nicht an dem festbeiße, was mir an ihnen negativ auffällt, sondern das anspreche, was ihnen gelingt? Werde ich einem Menschen gerecht, indem ich nicht gleich eine Schublade ziehe, sondern nachfrage: "Was meinst du mit diesem Satz?" Kann sich jemand darauf verlassen, dass ich wahre Aussagen treffe oder hängt mir der Ruf an, andere zu täuschen?

Als Christ bin ich ein Kind des Lichts. Repräsentiere ich mit meinem Leben Jesus? Auch dann, wenn mir kein roter Teppich ausgerollt wird?

 

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Psalm 119,63

Schlechter Umgang verdirbt den Charakter, heißt es in einem Sprichwort. Stimmt, denke ich mir. Der manchmal zweifelhafte Einfluss meiner Schulkameraden war größer als ich das damals wahr haben wollte. Aber umgekehrt war es auch so, dass der gute Einfluss von Mitchristen mich darin bestärkt hat, meinen eigenen Weg als Nachfolger von Jesus konsequent zu gehen.   

Im längsten Kapitel der Bibel, das auch als »güldenes ABC« bekannt ist, rühmt der Psalmbeter die Herrlichkeit des Wortes Gottes. Dieses Gebet ist als Psalm 119 in der Bibel überliefert und enthält folgende Aussage: 

„Ich halte mich zu allen, die dich fürchten und deine Befehle halten“, Psalm 119,63.

Der Psalmbeter hat für sich eine Entscheidung getroffen und hält sich jetzt konsequent an diese. Es ist der Entschluss, Umgang mit denen zu pflegen, die sich nach Gottes Weisungen orientieren. Also Menschen, die sich beispielsweise der Wahrheit verpflichtet fühlen, weil Gott das in seinen Geboten so erwartet, und die sich fremdes Eigentum nicht einfach aneignen. Denen Gottes Name und die von Gott eingesetzte Ehe zwischen Mann und Frau heilig ist. Diese Menschen fragen zunächst nach dem, wer Gott ist und was er will, anstatt ihre eigenen Vorstellungen durchzusetzen.

Ich glaube nicht, dass der Psalmbeter meint, dass ich mich aus der Welt zurückziehen soll. Nein! Vielmehr geht es darum, in der Gemeinschaft mit Gleichgesinnten den Glauben im Alltag vorbildhaft zu leben.  

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Jakobus 5,13

Es soll ja Menschen geben, die mögen keine Gebrauchsanleitungen. Das Stück Papier ignorieren sie einfach und basteln munter drauf los. Ich muss zugeben, ich bin auch kein Freund dieser Anleitungen. Aber ich habe auch schon einmal einen Schrank des bekannten schwedischen Möbelhauses mit den 4 Buchstaben versucht aufzubauen, ohne die Anleitung zu lesen. Man ist fast fertig und dann stellt man fest, dass man ganz am Anfang einen kleinen Fehler gemacht hat und muss zähneknirschend von vorne anfangen. Mit meinem Sohn habe ich mal streng nach Anleitung einen VW Bus aus Lego zusammengebaut. Das hat uns fast zwei Tage gekostet, aber es hat Spaß gemacht – trotz oder gerade wegen dieser detaillierten Anleitung. Aber ohne die hätten wir die mehr als eintausend Einzelteile wohl nie richtig zusammensetzen können. Manche Menschen halten die Bibel auch für so etwas wie eine Anleitung für das Leben. Ich denke, ganz so einfach ist das nicht. Das Wot Gottes ist sicher viel mehr als eine einfache Anleitung zum richtigen Leben. Aber sicherlich finden sich im Buch der Bücher auch ganz knappe, kurze und sehr praktische Anweitungen, die helfen, mit den Widrigkeiten des Lebens klar zu kommen. Zum Beispiel in Jakobus 5, 13: „Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand guten Mutes, der singe Psalmen.“ Wenn das mal keine klare Ansage ist. Bete, wenn du leidest und singe, wenn du guten Mutes bist. Einfacher geht es wohl nicht. Vielleicht probieren sie das heute einfach mal aus: Beten, wenn sie leiden, Singen, wenn es ihnen gut geht. Warum nicht?

Autor: Stefan Loß

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5. Mose 5,21

Immer noch neidisch – oder schon zufrieden?

 „Ooooh!“ Der Aufschrei war groß. Die Empörung total. Was war nur passiert mit meinen Teenagern im Bibelunterricht? Wir waren gerade zum 10. Gebot gekommen. Und das brachte die Teenies komplett auf die Palme: „Du sollst nicht die Frau eines anderen Mannes begehren! Begehre auch nichts von dem, was deinem Mitmenschen gehört …“ ( 5 Mo 5,21) „Hier wird ja ein Gefühl angesprochen: neidisch sein.“ „Das ist doch einfach da. Wie soll ich denn ein Gefühl abstellen?“

In einem Punkt hatten sie absolut recht. Das 10. Gebot ist ganz anders als alle anderen. Wie mit einem Scheinwerfer beleuchtet es unsere Beweggründe. Meine Motive, warum ich z.B. stehle oder lüge. Alles das, was die anderen 9 Gebote ansprechen. Zum Abschluss seiner Gebote schrieb Gott jenen letzten Satz eigenhändig in die Steintafeln (2 Mo 24,12): „Du sollst nicht begehren, … was ein anderer hat.“

Das Wort „begehren“ ist in der Bibel völlig neutral. Nach etwas zu streben, kann auch gut sein. So z.B. im Neuen Testament: „Strebt nach der Liebe“ (1 Kor 14,1). Mit dem letzten Gebot aber fragt mich Gott: Bist Du zufrieden? Jage nicht irgendetwas nach, nur weil ein anderer so etwas besitzt. Jemand sagte einmal ganz treffend: „Nichts nutzt dein altes Auto mehr ab als das neue des Nachbarn.“ Gott ruft uns auf: Überprüfe deine innersten Motive! Und lerne mit dem zufrieden zu sein, was ich dir gebe.

Autor: Steffen Brack

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2. Korinther 6,2

Nach welcher Zeit sehnen Sie sich? Nach dem Feierabend vielleicht? Oder nach dem Wochenende? Viele Menschen tun das. Sie sehnen sich nach dem nächsten Brückentag, dem Oster- oder Sommerurlaub. Raus aus der Mühle, rein ins Vergnügen. Ich kann mich nach einer bestimmten Zeit sehnen. Entweder zurück in die gute alte oder nach vorne in kommende schöne Zeit.

Vor fast 2000 Jahren schreibt der Apostel Paulus der christlichen Gemeinde in Korinth und auch mir heute folgenden Satz, der mir nahelegt: Du brauchst dich gar nicht mehr zu sehnen! Warum nicht? Die Zeit ist schon da.

Hören Sie selbst: „Jetzt ist sie da, die ersehnte Zeit, jetzt ist er da, der Tag der Rettung.“ Paulus bezieht sich mit diesem Satz auf eine Stelle aus dem Buch des Propheten Jesaja. Gott hat durch ihn viele Jahre vorher ankündigt: „Ich habe dich zur willkommenen Zeit erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen.“ Jesaja sprach hier von der Zeit, in der Jesus kommen würde. Mit seinem Kommen sollte die Zeit des Heils anbrechen.

Und jetzt die gute Nachricht für Sie und mich: Wir leben in dieser ersehnten Zeit. Ist Ihnen das bewusst? Jesus hat dieses Heil in die Welt gebracht. Er selbst ist das Heil und macht so eine Beziehung zwischen Ihnen und Gott erst möglich. Diese Zeit des Heils kann Ihre Zeit des Heils werden. Sie müssen nicht mehr aufs Wochenende warten. Das wird sie nicht retten und spätestens am Montag werden sie es auch merken. Retten Sie sich nicht in den nächsten Urlaub, lassen Sie sich ein für alle Mal retten - von Jesus. Er ist der Retter der Welt und will auch Ihr Retter sein.

Autor: Tobias Schier

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Lukas 15,10

Es kommt immer mal wieder vor, dass ich etwas verliere oder verlege und dann wie wild danach suche. Manchmal kann ich schon ziemlich verzweifelt sein. Die Freude ist dann natürlich entsprechnd groß, wenn ich das Gesuchte endlich gefunden habe. Ich werde zum Beispiel nie vergessen, wie wir unseren Sohn einmal auf einem Markt verloren hatten. Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit und der Dreijährige war verschwunden. Gott sei Dank hatte ihn eine Bekannte entdeckt und den jungen Ausreißer wieder auf den rechten Weg gebracht und den besorgten Eltern übergeben. Dieses Gefühl der unbeschreiblichen Freude werde ich mein Leben in Erinnerung haben. Genau dieses Gefühl will Jesus auch in den Köpfen seiner Zuhörer hervorurfen, als er ihnen drei Geschichten erzählt. Ene von einem verlorenen Schaf, dann eine von einem verlorenen Geldstück und zuletzt eine von einem verlorenen Sohn. Er beschreibt die unbändige Freude, der Menschen, die das, was verloren war, wiedergefunden haben. Und dann sagt er: "So, sage ich euch, ist Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut". Zwei Dinge habe ich aus diesen Geschichten gelernt. Erstens gehören alle Menschen ursprünglich zu Gott. Denn ursprünglich hat Gott ja auch alles und jeden geschaffen. Zweitens gehen Menschen verloren in dieser Welt. Doch Gott will sie bei sich haben. Das ist sein größter Wunsch und so sucht er nach jedem einzelnen Menschen mit aller Hingabe, weil er jeden Menschen liebt. Und es gibt keine größere Freude für ihn, als der Moment, wenn ein Mensch das erkennt und umkehrt zu Gott und sagt: "Vater, hier bin ich!"

Autor: Horst Kretschi

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Jeremia 31,28

Darf ich wütend und verzweifelt sein und richtig Angst haben, wenn ich vor einer schweren Operation stehe? Ich darf. Niemand hat das Recht, zu verlangen, dass ich den Glaubenshelden spiele. Und Gott will das erst recht nicht. Die Psalmen, das Gebetbuch der Bibel, sind voll von Klagen.

"Ehrlich, ich bin seit Wochen nur noch nervös und aufgeregt," erzählte neulich eine ältere Dame, die ich bisher als engagierte Christin kannte. "Aber dann ist eben doch dieser Draht nach oben, der gibt mir Hoffnung, auch wenn ich jetzt nervös bin." 

Die Geschichte Gottes mit den Menschen lebt seit jeher von Höhen und Tiefen. Aber sie ist darauf angelegt, dass eines Tages alles besser kommt. Durch den Propheten Jeremia zum Beispiel lässt Gott seine Leute wissen: "Gleichwie ich über sie gewacht habe, auszureißen und einzureißen, so will ich über sie wachen, zu bauen und zu pflanzen, spricht der Herr."

Das kann ich für mich annehmen. Ich darf Gott sagen, dass ich jetzt von Angst geschüttelt bin. Aber ich darf seinen Zuspruch ebenfalls ernst nehmen, dass es einmal besser kommt. Das ist keine Vertröstung aufs Jenseits sondern eine echte, ehrliche Hoffnung, die mich letztlich durchträgt gerade durch schwere Zeiten.

Autor: Andreas Odrich

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1. Korinther 8,6

Woher soll ich wissen, ob es Gott wirklich gibt – es gibt doch so viele Religionen“.

Manche Menschen sagen das, weil sie Orientierung suchen, aber keinen falschen religiösen Versprechungen auf den Leim gehen wollen. Andere Menschen sagen das mit einem Überlegenheitsgefühl, weil sie meinen: Wenn es Gott wirklich gäbe, müsste er für alle eindeutig erkennbar sein.

Woher soll ich wissen, ob es Gott wirklich gibt – diese Frage ist mindestens 2.000 Jahre alt. Im antiken Griechenland wurden zur Zeit des Neuen Testaments zahlreiche Götter verehrt. Zu jedem gab es den passenden Tempel und ein passendes Opferritual.

Mittendrin: Die Christen. Sie hatten keine Kirchengebäude, und die meisten von ihnen noch keine zehn Jahre Glaubenserfahrung. Wie konnten sie inmitten der vielen Tempel und Opferrituale sicher sein, dass es Gott – ihren Gott – wirklich gibt?

Der Apostel Paulus macht ihnen Mut. Er schreibt:

Es gibt nur einen Gott  – den Vater, von dem alles kommt und für den wir geschaffen sind. Und es gibt nur einen Herrn – Jesus Christus, durch den alles geschaffen wurde und durch den auch wir das Leben haben.

Paulus erinnert die jungen Christen: „Durch Jesus Christus ist euer Leben neu und anders geworden, ihr zum Glauben gekommen seid. Vergesst das nie, an ihm könnt ihr euch immer orientieren und festmachen“.

Der wirkliche Gott handelt in der Wirklichkeit meines Lebens. Daran kann ich mich orientieren und fest machen. Auch heute!

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Hebräer 6,18–19

Wir genossen es, mit unserem Familienauto im Urlaub am Strand entlang zu fahren. Auf einmal kam das Meer von rechts immer dichter an uns heran. „Das kann nicht so wild sein“, gab ich mich stur und drückte aufs Gaspedal. Das Ergebnis: Ich fuhr mich am Saum einer Düne fest. Das Wasser stieg derweil bedrohlich immer höher.

Wie gut, dass ein anderer Strandbesucher mit geländegängigem Fahrzeug unsere Misere gesehen hatte. Er warf uns ein Abschleppseil zu und zog uns raus – zurück auf sicheren und trockenen Boden.

Für mich ist das Ganze zu einer bleibenden Mahnung geworden, wie schnell ich buchstäblich Dinge in den Sand setzen kann. Und wie gut es ist, wenn da ein Anderer ist, der mir von festem Boden aus helfen kann.

So ein Helfer ist auch Gott. Der Autor des biblischen Hebräerbriefs schreibt über die Hoffnung, die Christen trägt:

 „Diese Hoffnung ist für uns wie ein sicherer und fester Anker, der hineinreicht bis in das innerste Heiligtum.“

Übersetzt heißt das: Wenn ich daran zweifle, ob Gott mit mir, so wie ich bin, zufrieden sein kann, dann darf ich mich an Jesus Christus erinnern. Er starb am Kreuz von Golgatha, hat damit das Ticket für mich in den Himmel gelöst und zieht mich auf diese Weise in Gottes Herrlichkeit.

Noch einmal werde ich mich wohl nicht so schnell wieder am Strand festfahren. Ich bin ja lernfähig. Trotzdem fürchte ich: Es werden andere Situationen in meinem Leben kommen, bei denen mir der der Boden unter den Füßen zu schwinden droht oder mir das Wasser bis zum Hals steht.

Ich hoffe, dass ich mich dann daran erinnern werde: Gott ist wie mein Strandretter, der mir ein Seil zuwirft und mich rauszieht.

Autor: Oliver Jeske

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Lukas 1,46–48

Singen macht Spaß – das geht nicht nur mir so, das teile ich mit Millionen Menschen in diesem Land. Ich singe gern, bei allen möglichen Gelegenheiten. Besonders gern beim Autofahren; da kann ich dann auch mal improvisieren, ohne dass es jemanden stört. Martin Luther hat mal gesagt: „Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über." Viele Lieder sind so entstanden – da hat sich etwas seinen Weg gebahnt aus dem Herzen über die Stimmbänder und über die Lippen nach draußen.

Ein prominentes Beispiel für so ein aus dem Herzen aufgestiegenes Lied ist das Magnificat – der Lobgesang der Maria, ziemlich genau 2020 Jahre alt. Es heißt so, weil es zumindest auf Latein so beginnt: Magnificat anima mea. In einer Übersetzung unserer Tage lauten die ersten Zeilen so:

„Ich lobe den Herrn aus tiefstem Herzen. Alles in mir jubelt vor Freude über Gott, meinen Retter. Denn er wendet sich mir zu, obwohl ich nur seine unbedeutende Dienerin bin. Sieh doch: Von jetzt an werden mich alle Generationen glückselig preisen.“

Gesungen hat das wer? Maria, eine junge werdende Mutter aus Nazareth in Galiläa. Direkt nachdem sie erfahren hatte, dass sie schwanger ist, war ihr noch nicht nach Singen zumute. Aber einige Wochen später, da sprudelt es aus ihr heraus. Nicht im Geheimen - es gibt eine Zeugin. Eine mütterliche Freundin Marias. Deshalb kennen wir das Lied heute noch. Und Marias Ahnung hat sich bewahrheitet: Alle schätzen sie glücklich, denn das Kind, das sie ausgetragen und geboren hat, ist Jesus, der Retter der Welt. Mein Retter - und, wenn Sie wollen, auch Ihrer. 

Autor: Markus Baum

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Sprüche 4,18

Neulich war ich mit zwei Kollegen am Starnberger See, um mir für eine geplante Fernseh-Aufzeichnung den Veranstaltungsort anzuschauen. Wir haben besprochen, wie wir im Sommer diesen Jahres mehrere Sendungen unseres beliebten Unterhaltungsmagazins „Gott sei Dank“ unter freiem Himmel aufzeichnen.

Dabei habe ich in der Unterhaltung mit den beiden Kollegen aus der Produktion erfahren, wie die unterschiedlichen Lichtverhältnisse zur nautischen und bürgerlichen Dämmerung wirken; und welch eine besondere Magie in der sogenannten „goldenen Stunde“ liegt. In dieser Stunde nach dem Sonnenaufgang, in der die Welt rötlicher und weicher von der Sonne gefärbt wird.  

Es war ein außergewöhnlich warmer Februartag, an dem ich über den See in die schneebedeckten Alpen blickte. Kurz zuvor war an der Westseite des See die Sonne aufgegangen und nun strahlte sie in Kaskaden gleißenden Lichts.  An diesem Morgen kam mir der Satz aus Sprüche 4,18 in den Sinn: Der Gerechten Pfad glänzt wie das Licht am Morgen, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag. 

Dieser Ort machte das Versprechen richtig greifbar. Gottes Glanz und seine strahlende Kraft waren für mich sicht- und spürbar. So wie diese ersten, vereinzelten Sonnenstrahlen sich im Laufe der Zeit noch zu einer gewaltigen Quelle des Lichts entwickeln würden, so ist Gottes Pfad für uns vorgezeichnet. Denn Jesus ist das Licht dieser Welt.

Autor: Dariush Ghobad

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Philipper 2,6–7

Wenn jemand in einer reichen Familie aufwächst, vielleicht sogar in einer Adeligen, dann ist das schon was Besonderes. Adel verpflichtet, heißt es so schön. Damit sind Aufgaben verbunden, klar. Es kann aber auch einhergehen mit: Hochmut und Stolz. Groß, größer am größten. Mein Haus, mein Auto, mein Boot. Das kann zum kompletten Lebensmotto eines Menschen werden: groß raus kommen. Der allerreichste Mensch, der je auf dieser Erde gelebt hat war Jesus Christus, der Sohn Gottes. Er hatte ein, im wahrsten Sinne des Wortes, herrliches Leben in der Gegenwart Gottes, eingetauscht gegen ein irdisches Leben. Er ist sozusagen in die Abgründe irdischen Lebens hinein getaucht. Er, der Gott in allem gleich war und auf einer Stufe mit ihm stand, nutzte seine Macht nicht zu seinem eigenen Vorteil aus. Im Gegenteil: Er verzichtete auf alle seine Vorrechte und stellte sich auf dieselbe Stufe wie ein Diener. Er wurde einer von uns, ein Mensch wie wir.

Sein Motto war nicht immer größer, weiter, höher. Sondern er ist in unser oft dunkles, verzweifeltes, mutloses und verzagtes Leben hinein gekommen. Genau dort, wo wir ihn am meisten bedürfen. Er war sich nicht zu schade, uns gerade dort auf Augenhöhe zu begegnen und uns zu dienen. Und das tut er bis heute. Und so sollen auch Menschen, die an ihn glauben, nicht von oben herab auf andere Menschen schauen, sondern ihnen dienend begegnen. In Liebe, in Barmherzigkeit, in Güte. Solche menschen braucht die Welt.  Jesus hat es vorgemacht.

Autor: Ulrike Schild

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Johannes 8,7

Jesus wird von Menschen herausgefordert, die es ganz genau nehmen. Es sind Leute, die das Gesetz bis ins kleinste Detail kennen und denen die neumodische Botschaft Jesu von Gottes Liebe und Vergebung der Schuld, verbunden mit seinem Anspruch, der Sohn Gottes zu sein, ein Dorn im Auge ist. Und weil sie diesem Jesus von Nazareth eine Falle stellen wollen, nutzen sie eine in ihren Augen nahezu ideale Gelegenheit: Sie haben eine Frau beim Ehebruch erwischt. Die zerren sie vor Jesus und verlangen, dass er sie verurteilt. Warum? Nun, tut er es nicht, dann haben sie endlich etwas gegen ihn in der Hand. Aber daraus wird nichts. In der Bibel heißt es:

„Als sie Jesus beharrlich so fragten, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie“, Johannes 8,7.

Beim Nachdenken über diese Begebenheit ist mir etwas aufgefallen: Zu einem Ehebruch gehören immer zwei. Wo ist denn der Mann? Warum muss der sich nicht verantworten? Ganz einfach, hier wird eine wehrlose Frau benutzt. In Wirklichkeit geht es noch nicht einmal um sie, obwohl man ihren Tod billigend in Kauf nimmt. Es geht um Jesus.

Aber der dreht den Spieß um. Den selbstgerechten Anklägern hält er die eigene Schuld vor Augen: „Steinigt die Sünderin, wenn ihr ohne Schuld seid“, sagt Jesus und trifft mit dieser Aufforderung ins Schwarze.

Wie gut, dass Jesus mit anderen Augen sieht! Wie gut, dass er Gnade vor Recht gelten lässt. Und wie gut, dass das bis heute so geblieben ist.  

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Johannes 6,63

„Aber das steht doch in der Bibel!“ Wenn mir jemand mit dieser Begründung sein Argument untermauern will, das er gerade gebracht hat, hake ich grundsätzlich erst einmal nach. Ich frage dann in der Regel zurück: „Wo steht es in der Bibel? Und in welchem Zusammenhang steht es da?“ Meist kann mir die erste Frage noch beantwortet werden – bei der zweiten, der nach dem Zusammenhang, da wird es oft schon schwieriger. Dabei ist diese genauso wichtig. Bibelzitate, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurden, mussten schon für vieles herhalten. So manche Gewalt im Mittelalter wurde damit begründet, aber auch theologische Auffassungen unserer Zeit. Andererseits ist nicht nur richtig, was in der Bibel bequem und angenehmen klingt. Selbst die ersten Nachfolger von Jesus waren von seinen Worten schon so schockiert, dass sich viele von ihm abwandten. Aber was ist der Maßstab, wann ist es richtig, wann ist es wirklich gültig?

Jesus sagte einmal: Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind von Gottes Geist erfüllt und bringen das Leben. So steht es am Ende von Kapitel 6 im Johannesevangelium. Das finde ich einen guten Maßstab: Zunächst beim Lesen oder Hören unbedingt damit rechnen, dass der Geist Gottes mir das Verstehen des Textes schenkt. Und dann, bei dem, was am Ende bei herausgekommen ist, sich die Frage stellen: bringt es wirklich Leben? Also macht es lebendig? Schaut es auf das, was Jesus möchte? Nein? Dann muss es falsch sein! Ja? Dann fröhlich vorwärts, mit Jesus an der Seite.

Autor: Hans Wagner

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Philipper 1,28

Ängstliche Menschen schrecken meist auf, wenn Unvorhergesehenes auf sie einstürmt, für das sie keine Idee der Handhabe haben. Vor allem, wenn Sie ahnen, es wird anstrengend, nachteilig oder gar unterhalb der Gürtellinie.

Der Apostel Paulus fordert ängstliche Christen, aber auch robustere Naturen auf, realistisch zu sein. Wer begeistert von Jesus Christus ist, wer von Jesu Sterben am Kreuz und von seiner Auferstehung redet, bekommt in der Regel einen Elfmeter.

Wenn ich das erlebe, ist das nichts Überraschendes, sondern normal. Für solche Momente baut Paulus bereits im ersten Jahrhundert nach Christi Geburt vor: „Lasst euch in keiner Weise von euren Widersachern einschüchtern.“ Dieser Satz aus dem Philipperbrief, im Kapitel 1, Vers 28 ist bis heute aktuell.

Solange ich von Gott rede, passiert mir nichts. Wenn ich das Wort Jesus in den Mund nehme, steigt bei manchen bereits der Blutdruck und wenn ich behaupte, dass ich allein dank Jesu Sterben und Auferstehen mich vor Gottes Augen trauen darf, dann spüre ich oft eisige Kälte.  Sätze wie: „Wie kannst du so etwas heute noch sagen?“ Sind noch harmlos. Manche wollen dann nichts mehr mit mir zu tun haben.

Doch was sagt Paulus: „Lass dich nicht einschüchtern. Steh zu Jesus. Er hat die besseren Argumente. Er wird am Ende Recht behalten. In dem, was Jesus vor 2000 Jahren erlitten hat, bist du mit deinem Leid geborgen. Wechsel nicht die Seiten, sondern steh zu Jesus, der liebevoll den Arm um dich legt.“

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Jesaja 40,6.8

Wenn mein Enkel mich besucht, kommt es schon mal vor, dass wir zusammen Bilder von früher anschauen. Meistens gibt es viel Grund zu lachen, denn Opa hatte früher eine komische Frisur und trug als Junge Hosen mit Schlag. – Sie ahnen, dass ich nicht mehr ganz taufrisch bin, denn ich beschreibe gerade die Mode der Siebziger: Nato Parka und Jeanshosen mit Schlag. Dazu der coole Gesichtsausdruck von einem abgeklärt wirkenden und tatsächlich ziemlich planlosen Jugendlichen.

Habe ich wirklich so ausgesehen? Schießt es mir durch den Kopf. Wie peinlich war das denn!  

Die Bilder von damals wirken wie aus einer fernen, längst untergegangenen Welt. Dabei fühlt es sich an, als stammten die Bilder aus der letzten Woche, – okay, vorletzten Woche. Sie wissen was ich meine.

Vor etwas mehr als zweieinhalb tausend Jahren ist Jesaja zu einem ganz ähnlichen Ergebnis gekommen. Alles vergeht, sagt er, und ergänzt dann eine tröstliche Tatsache: 

„Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich“. (Jesaja 40,6.8).

Es gibt sie, die Dinge in dieser Welt, die Bestand haben, wenn alles andere vergeht oder zerfällt. Gottes Wort gehört dazu. Es ist dasselbe gestern, heute und auch morgen. Ich kann den Zusagen und Verheißungen Gottes Glauben schenken. Mich auf sie verlassen. Meine Zukunft auf die bauen.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Matthäus 18,12

Vor einigen Jahren kam ein umstrittener Film in die Kinos. Da wurde Jesus gezeigt, wie er sich mit zwielichtigem Volk einlässt. Dieser Jesus im Kino hat seine Zeit mit Räubern, Mördern und Prostituierten verbracht. Ein Aufschrei ging damals durch die Medien. Christen haben sich darüber aufgeregt, dass Jesus so präsentiert wurde. Es gab Proteste und heiße Diskussionen vor den Kinos. Ehrlich gesagt hat mich das ziemlich überrascht. Ist es nicht genau der Jesus, von dem uns die Bibel berichtet. Der, der sich mit Ehebrechern, Prostituierten und Verbrechern umgibt? Nachzulesen im Neuen Testament. Dort lesen wir auch, wie Jesus sich für sein Verhalten vor seinen Nachfolgern rechtfertigt. Im Matthäusevangelium steht: „Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe hätte und eins unter ihnen sich verirrte: lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte?“ Der gute Hirte auf der Suche nach den verirrten Schafen. Ein schönes Bild. Jesus sieht in diesem Hirten sich selbst. Und wenn wir ihn als Christen uns zum Vorbild nehmen, heißt das doch auch: „Geht hin und sucht das Verirrte.“ Die Menschen, die im Schatten leben, ohne Ziel und ohne Hoffnung. Es ist schön, wenn ich es als „Schaf“ gemütlich habe in der Gemeinde mit anderen "Schafen". Aber wer ist es denn, der nach den Verlorenen sucht, nach denen, die im Dunkeln sind, die Angst haben und keine Hoffnung? Sollte ich damit gemeint sein? Wer sonst?  

Autor: Stefan Loß

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