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Nicht mehr so, wie wir wollen

Erst die Krise macht uns bewusst, wie sehr unsere moderne, individualistisch und materiell geprägte Wohlstandsgesellschaft davon geprägt ist, sich alles aussuchen zu können. Unser ganzes Leben ist eine Wahl: Welche Produkte wir kaufen, wie und mit wem wir uns zeigen, woher wir den Sinn für unser nehmen.

Wir leben im Supermarkt der vielen Optionen. Bis wir eingeschränkt werden und es uns nicht mehr frei aussuchen können. Wer sind wir, wenn wir nicht mehr leben können, wie wir wollen?

Vielleicht hilft uns da der Blick in eine Zeit und eine Gesellschaft, in der die Einschränkung der Normalfall war. Schon zu biblischen Zeiten standen die Menschen vor der gleichen Frage: Wer wollen wir sein? Nicht mit Blick auf die individuelle Lebensgestaltung, sondern auf unser Gottvertrauen. Wer wollen wir sein – Gott gegenüber?

Das Volk Israel stand immer wieder vor dieser Frage, und der Dichter Etan hat in Psalm 89 eine Antwort formuliert, unterfüttert mit der Erfahrung vieler Generationen. Und so kann er  in Vers 16 sagen:

Glücklich zu preisen ist das Volk, dem es vertraut ist, dich zu loben. Herr, du wendest ihnen dein Angesicht freundlich zu, und so gehen sie ihren Weg.

Ich lese das, ich höre das, und ich frage mich: Wie vertraut ist es uns noch, Gott zu loben? Wie bewusst ist uns, dass Gott seinen Menschen sein Angesicht freundlich zuwendet? Wie sehr vertrauen wir auf diese Zuwendung Gottes auf unserem Weg in die Zukunft?

In mir weckt das eine Sehnsucht. So möchte ich leben! Und ich finde: Heute ist ein guter Tag, um mit dem Lob Gottes und dem Vertrauen in Gott ganz neu anzufangen.

 

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Lebenslanges Lernen

Lebenslanges Lernen – wer heutzutage Karriere machen will, muss sich darauf einlassen. Doch so neu ist dieser Trend eigentlich gar nicht. Der Dichter des 71. Psalms in der Bibel war ein Mann in fortgeschrittenem Alter und mit herausragender Position. Wahrscheinlich war es der israelitische König David. Er schreibt: „Gott, von Jugend auf bist du mein Lehrer und bis heute erzähle ich von deinen Wundern.“

Dahinter steckt die Erkenntnis: Mein ganzes Leben lang stehe ich vor neuen Herausforderungen. Und da ist es gut, dass ich jemanden an meiner Seite habe. Er hat den Überblick. Er kennt die Lösung für meine Probleme. Und dort, wo ich mit meinem Latein am Ende bin, da hat er einen wunderbaren Ausweg. So jemand kann nur einer sein: Gott selbst.

Großartig daran ist: Wenn ich ihn bitte, stellt Gott sich gerne als mein Helfer und Berater an meine Seite. Lebenslanges Lernen – von ihm – ist daher keine Last. Ja, die Mühe lohnt sich, nach seinen Wegen für mich zu fragen. Es macht mein Leben ein wenig leichter, ein Stück sorgenfreier. Weil Gott an mir interessiert ist und einen guten Plan für mich hat.

 

Autor: Oliver Jeske

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Vorfreude

Es geht auf die Karwoche zu. Damit geraten in der Bibel die Abschnitte in den vier Evangelien in den Blick, die unmittelbar vor der Verhaftung, dem Prozess und der Hinrichtung des Jesus von Nazareth spielen. Im Johannesevangelium zum Beispiel sagt Jesus seinen engsten Wegbegleitern, den Jüngern, nur Stunden vor seiner Verhaftung. "Ihr habt nun Traurigkeit, aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.“ 

Den Jüngern ist offensichtlich zu dem Zeitpunkt bewusst geworden: Was Jesus bereits mehrmals angedeutet hat, dass er nämlich sterben wird, das war ernst gemeint. Das ist ernst. Das steht unmittelbar bevor. Umso rätselhafter muss das mit dem Wiedersehen und der Freude geklungen haben. Wenige Tage später war es dann so weit. Osterjubel statt Grabesstille.

Aber das ist ja nicht die Situation von Leuten, die Jesus erst im 20. oder frühen 21. Jahrhundert kennengelernt haben oder gerade dabei sind. Wenn Jesus das nächste Mal kommt, dann wird es für Sie und mich das erste Mal sein, der erste Blickkontakt. Und nun ist die spannende Frage: Ist das für Sie und mich ein Grund zum Jubeln, zu einem Gefühsausbruch wie dem hier beschriebenen - unaussprechliche Freude? Für viele Menschen unserer Tage wird es eine faustdicke Überraschung sein, wenn Jesus wie versprochen zurückkehrt auf diese Erde. Ein Problem wird es nur dann, wenn jemand sein Verhältnis zu Jesus nicht geklärt hat - oder wenn da überhaupt nichts ist, was man ein Verhältnis nennen könnte. Aber das lässt sich hier und heute ändern. 

 

Autor: Markus Baum

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Mit der Concorde unterwegs

Vor ein paar Wochen fuhr ich auf der Autobahn an einem Technikmuseum in Sinsheim vorbei. Es war zähfließender Verkehr, deshalb konnte ich für wenige Minuten die ausgestellten Flugzeuge betrachten. Mein Blick fiel sofort auf die dort ausgestellte Concorde, das erste Überschall-Passagierflug der Welt. In knapp 3 Stunden konnte man damals vom europäischen Festland nach Nordamerika kommen.

Zugegeben, das Flugzeug ist eine technische Meisterleistung. Dennoch frage ich mich seitdem, was in der Welt so wichtig sein konnte, dass man so schnell reisen musste. Im biblischen Kontext bedeutete „reisen“ in der Regel ein mühsames, unbequemes und gefährliches Vorhaben.  Wer sich damals auf den Weg machte, der war oftmals tage- oder wochenlang unterwegs.

Das macht auch die Beobachtung so besonders, die wir in der biblischen Erzählung im Buch Sacharja Kapitel 6 lesen können, der Geschichte der Krönung von Jeschua. Da steht in Vers 15: „Jene, die fern sind, werden kommen und am Tempel des HERRN bauen.“ Der Satz spiegelt für mich wieder, welche verbindende Kraft im Judentum und im Christentum bis heute liegt.

Aus der Ferne kamen die Helfer. Aus einer Distanz, die damals noch viel Zeit und Kraft kostete, um überwunden zu werden. Sie nahmen alle Unwägbarkeiten auf sich, um an dem Tempel des Herrn mitzubauen. Denn auch wenn sie damals nicht mit Überschall reisen konnten, wussten sie um die besondere Kraft Gottes. Ihm zu huldigen war kein Weg zu weit.

Autor: Dariush Ghobad

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Hereinspaziert

Ich find das schön, wenn ich irgendwo eingeladen bin und dann auch wirklich herzlich begrüßt werde. So, dass ich spüre: Ja, da freut sich jemand auf mich. Ich bin herzlich Willkommen. Und merke das in jeder Geste, in jedem Wort, bei gutem Essen und leckerem Rotwein, bei intensiven, tiefgehenden Gesprächen. Schön ist das, ein Stück Heimat. Da, wo ich auch so sein kann, wie ich bin und mich nicht verstellen muss. So und noch viel mehr, steht die Tür bei Gott offen. Er hat sie weit aufgemacht durch seinen Sohn Jesus Christus. Der ist extra vom Himmel gekommen und hinabgestiegen in unser irdisches Leben, in unseren Alltag.

Gott hat sich in Jesus sichtbar gemacht, um es uns leicht zu machen, zu ihm zu kommen. Die Einladung steht, bei ihm anzudocken. Mein Leben an Jesus festzumachen. Mich auf ihn zu verlassen. Egal, wie mein Ist-Zustand ist. Jesus nimmt die Sünder an. Die Davongelaufenen, die Gescheiterten, die Verzweifelten, die Gestrandeten, die Einsamen, die Lügner und Betrüger. Jesus nimmt sie und mich an, mit all unseren Macken und Fehlern und will in unser Leben hineinwirken. Das ist das Beste, was uns passieren kann. Die Zusage steht und sie gilt: "Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen." Also: Hereinspaziert. Ab durch die Tür. Hin zu Jesus. Ich muss mich nur auf den Weg machen und werde mit Freuden erwartet.

Autor: Ulrike Schild

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Wenn‘s richtig brenzlig wird

Die Lage ist aussichtslos. David ist auf der Flucht vor seinen Häschern. König Saul trachtet ihm nach dem Leben. Und jetzt ist der Feind zum Greifen nahe. David hat sich mit seinen Männer in eine Höhle zurückgezogen, nur um festzustellen, dass Saul ebenfalls die Höhle betritt.

David und seinen Männern gelingt es, sich noch ein bisschen weiter ins Innere der Höhle zurückzuziehen. Aber er weiß, dass er in der Falle sitzt. Ein unbedachtes Geräusch und der Tod ist ihm sicher.

Das ist die sehr reale Situation, auf die sich folgende Worte beziehen:

Wenn mein Geist in Ängsten ist, so kennst du doch meinen Pfad. (Psalm 142,4)

Ich denke, Sie werden mir zustimmen. Diese Worte haben eine beunruhigende Aktualität. Dabei sind sie 3.000 Jahre alt! Aber, und das möchte ich an dieser Stelle unterstreichen, das Bibelwort weist hin auf den richtigen Umgang mit großer Angst:

Ich kann mir eingestehen, dass die Lage ernst ist. Ich brauche mir nichts vorzumachen oder so zu tun, als ob alles in Ordnung sei. Nichts ist in Ordnung! Die Lage ist sehr ernst. Aber, und auch das ist eine Tatsache: Gott kennt meinen Pfad, und ihm ist die Kontrolle über mein Schicksal nicht entglitten, geschweige denn das Schicksal der Welt. Deswegen kann ich heute getrost nach vorne schauen.

 

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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150 Gebete in 150 Tagen

Sie wissen in diesen Tagen nicht, wie oder was Sie beten sollen? Dann habe ich einen Tipp für Sie: Grübeln Sie gar nicht lange darüber nach, sondern nehmen Sie fertige Gebete! Im Alten Testament stehen unter der Überschrift "Psalmen" 150 Gebete. Wenn Sie jeden Tag eines davon sprechen, kommen Sie bis in den September. Wie unsere Welt dann wohl aussehen mag?

Ich habe mich entschieden, heute damit anzufangen, also Psalm 1 zu beten, und freue mich schon darauf, wenn ich in 147 Tagen unter anderem sagen werde: Gott, der Herr, hat Freude an denen, die ihn ehren und ihre Hoffnung auf seine Gnade setzen. Dieses 147. Gebet ist tatsächlich ein Loblied auf Gott, gesungen nach einer Zeit, in der viel Leid und Elend passiert ist. Die Erkenntnis des Autors ist ernüchternd: Menschen konnten es nicht richten. Und gerade die, die sich vor allem äußerlich aufpusten und scheinbar vor Kraft strotzen, die mit ihren PS-Stärken versuchen, Eindruck zu schinden - sie sind in Gottes Augen eher jämmerlich. Aber Menschen, die im Vertrauen auf Gott handeln, egal, in welcher Position sie sich befinden, an denen hat Gott Freude, an denen findet er Gefallen. Ich bin mir sicher: Die Freude Gottes wird im Handeln dieser Menschen auch sichtbar und erlebbar. Machen Sie mit? 150 Gebete in 150 Tagen.

 

Autor: Hans Wagner

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Blockaden überwinden

Kleine Hürden nehme ich oft sofort. Doch es gibt Blockaden, die wie dicke Baumstämme meinen Weg versperren. Egal, von welcher Seite ich es versuche, ich kann den Baumstamm nicht überwinden.

Wie steht es um mich? Diese Frage kann wie ein unüberwindbarer Baumstamm sein. Die Wahrheitsfrage kann ich von verschiedenen Seiten aus versuchen zu beantworten.

Im 1. Johannesbrief werden zwei Seiten benannt: Meine eigene Sicht und die Sicht Gottes. Die eigene Sicht stellt sich oft so dar: Ich verurteile mich selbst. Wie ich es auch drehe und wende, aus dieser Nummer komme ich nicht raus. Es sei denn, ich stelle mich ausdrücklich vor Gott. Gott beeinflusst mein Erkennen, so dass ich kapiere: In der Gegenwart Gottes zählen meine Urteile nicht mehr. Vor Gott zählen nur noch seine Urteile – das ist die Wahrheit und dazu gehört: Ich bin Gottes Kind. Gott hat Jesus an meiner Stelle verurteilt, damit ich Gottes Anerkennung finde. Ich bin von Jesus geliebt. Egal, was sich in meinem Herzen regt.

Im 1. Johannesbrief hört sich das so an: „Daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und können vor ihm unser Herz überzeugen, dass, wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge.“

 

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Was ich nicht bereue

Der Apostel Paulus schreibt einen schwierigen Brief. Es ist nicht sein Erster in dieser Sache gewesen. Mindestens schon einmal hatte er sich äußern müssen zu Problemen in der christlichen Gemeinde in Korinth. Er, Paulus, hatte durchgegriffen, denn die Missstände waren schlimm gewesen. Zwischenzeitlich waren ihm sogar Zweifel gekommen, ob die Deutlichkeit seines Scheibens die Briefempfänger nicht überfordert hatte.

Aber das war jetzt Geschichte. Titus, ein Mitarbeiter von Paulus, war soeben aus Korinth rückgekehrt und hatte gute Nachrichten mitgebracht.

Paulus nimmt das zum Anlass, sich noch einmal an die Christen zu wenden. Ich zitiere die Übersetzung Hoffnung für alle:

Die von Gott bewirkte Traurigkeit führt zur Umkehr und bringt Rettung. Wer sollte das jemals bereuen!  2. Korinther 7,10

Wenn Gott bewirkt, dass ich innehalte, über mein Verhalten nachdenke und traurig werde über manches, was nicht gut gewesen ist, dann ist das in Ordnung. Wenn ich das zum Anlass nehme, umzukehren, ist das eine gute Sache, die ich keinesfalls bereuen werde.

Paulus ist es nicht darum gegangen, irgendjemanden bloßzustellen oder fertigzumachen. Er ist immer darum bemüht gewesen, Menschen dazu zu ermutigen, ihre Beziehung zu Gott und anderen Christen ins Reine zu bringen.

Ich finde, das ist eine gute Haltung. Ich will es Paulus nachmachen und fange bei mir selber an!

 

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Wenn der Bock zum Gärtner wird

Wenn jemand davon spricht, dass der Bock zum Gärtner gemacht wird oder der Schwanz mit dem Hund wedelt, dann ist mir klar, dass irgendetwas mächtig schief läuft. Was auch immer es sein mag, irgendetwas passt nicht und sollte schnellstens in Ordnung gebracht werden.

So ähnlich muss es dem Propheten Jesaja gegangen sein. Mit Blick auf den Glauben war im alten Israel einiges auf die falsche Spur geraten und das hatte Jesaja dazu bewogen, den Finger in die Wunde zu legen:

„Wie kehrt ihr alles um!“ sagt Jesaja. „Als ob der Ton dem Töpfer gleich wäre, dass das Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht! und ein Bildwerk spräche von seinem Bildner: Er versteht nichts!“ Jesaja 29,16

Das Tongefäß nimmt sich wichtiger als den Töpfer, der es geformt hat und das Gemälde weiß besser, was es ausdrücken soll, als der Maler, der es geschaffen hat. Da kann man doch nur den Kopf schütteln, findet Jesaja.  

Was nehme ich heute mit, frage ich mich? Ich muss meine Haltung und meine Prioritäten überdenken. Gott gehört an die erste Stelle meines Lebens. Er hat sich etwas dabei gedacht, als er mich geschaffen hat. Ich finde dann meine Erfüllung, wenn ich den Platz ausfülle, den er mir zugedacht hat, wenn ich die Aufgabe erledige, die er mir aufgetragen hat.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Beten für Fortgeschrittene

Laut einer Studie betet mehr als die Hälfte aller Deutschen. Und in Krisenzeiten sind es noch einige mehr. Das sagt freilich nichts darüber, an wen sich die Einzelnen dabei wenden. Wofür beten die Menschen? Ein paar Beispiele: Um Hilfe aus der finanziellen Krise. Für die Gesundheit der Nachbarn. Für die Eltern, die ein Kind verloren haben. Für Frieden im Iran. Für meinen Sohn. Einige danken auch.

Vor knapp 2000 Jahren betet ein bemerkenswerter Mann: „Wir bitten Gott, dass sein Geist euch mit Weisheit und Einsicht erfüllt und ihr auf diese Weise seinen Willen immer besser erkennt.“ So betet Paulus - der begeisterte Jesusmann. Und sein Gebet fällt irgendwie aus der Reihe. Der eifrige Gemeindegründer ist Gott total dankbar für die Menschen, denen er hier schreibt. Sie sind zum Glauben an Jesus gekommen. Und ihr ganzes Leben ist nun von der Liebe bestimmt. Von der Liebe, die Gott in ihnen geweckt hat.

Ich habe den Eindruck: was Paulus hier macht, das ist Beten für Fortgeschrittene. Er bittet Gott: hilf meinen geliebten Mitchristen, dass sie deinen Willen immer mehr erkennen. Immer besser verstehen, wie sie ihr Leben so führen können, dass es in deinem Sinn ist. Dabei geht es um das ganz alltägliche Leben. Heute heißt das z.B.: Gott, hilf meinem Sohn immer besser zu verstehen, wie er mit dem schwierigen Arbeitskollegen auf deine Art umgehen kann. Sie und ich, wir dürfen auch so beten. Machen Sie mit?

 

Autor: Steffen Brack

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Ein Impuls zur Tageslosung

„Leben wie Gott in Deutschland.“ so lautet eine Redewendung. Das wäre doch vor knapp 2000 Jahren ein Traum oder? Dieser Traum hätte leicht abgeändert wahr werden können - für den Apostel Paulus und seinen Begleiter Barnabas. „Leben wie die Götter in Lystra“ – sozusagen. Das war geschehen:

Paulus sieht einen Lahmen am Straßenrand sitzen. Er erkennt seinen starken Glauben und befielt ihm: „Stell dich aufrecht auf deine Füße.“ Der Lahme tut’s und ist geheilt. Mehr braucht es nicht, und die Bevölkerung von Lystra macht aus Paulus den Gott Hermes und aus seinem Gefährten Barnabas den Gott Zeus. Kränze sollen niedergelegt und Stiere geopfert werden.

Würde ich mich nicht geehrt fühlen, wenn mir Menschen so huldigen? Was würde ich tun? Es geschehen lassen und genießen? Ich weiß es nicht…so ein bisschen Ehre für mich…warum eigentlich …. Nein.

Paulus und Barnabas lassen sich nicht in eine Rolle drängen, die sie nicht ausfüllen können. Sie lassen sich nicht für etwas huldigen, dass sie nicht getan haben. Gott hat es getan, und sie haben ihre Aufgabe, ihr Ziel nicht vergessen: Gott zu den Menschen zu bringen! Mit dieser Aufgabe hatte Jesus sie schließlich betraut. Und das, was passiert ist, ist nichts anderes als der Beweis dafür, dass Gott real ist und handelt, so wie er durch seinen Sohn Jesus Christus gehandelt hat. Paulus stellt in der Apostelgeschichte Kapitel 14 klar: „Gott hat sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.“

Die Bevölkerung von Lystra darf sich über das Wunder freuen, das passiert ist. Sie darf sich freuen über die täglichen Selbstverständlichkeiten, die ebenso wunderbar sind. Und die Bewohner dürfen ihrer Freude Ausdruck verleihen, indem sie dem Ehre geben, dem die Ehre darüber gehört: Gott allein.

Paulus und Barnabas haben sich entschieden, Gott alleine groß zu machen mit allem was passiert. Das will ich auch.

Autor: Tobias Schier

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Meine Ehre oder seine Ehre?

„Leben wir Gott in Deutschland“ so lautet eine Redewendung. Das wäre doch vor knapp 2000 Jahren ein Traum, oder? Dieser Traum hätte leicht abgeändert wahr werden können – für den Apostel Paulus und seinen Begleiter Barnabas. „Leben wie die Götter in Lystra“ – sozusagen. Das war geschehen:

Paulus sieht einen Lahmen am Straßenrand sitzen. Er erkennt seinen starken Glauben und befielt ihm: „Stell dich aufrecht auf deine Füße.“ Der Lahme tut’s und ist geheilt. Mehr braucht es nicht, und die Bevölkerung von Lystra macht aus Paulus den Gott Hermes und aus seinem Gefährten Barnabas den Gott Zeus. Kränze sollen niedergelegt und Stiere geopfert werden.

Würde ich mich nicht geehrt fühlen, wenn mir Menschen so huldigen? Was würde ich tun? Es geschehen lassen und genießen? Ich weiß es nicht… so ein bisschen Ehre für mich… warum eigentlich …. Nein.

Paulus und Barnabas lassen sich nicht in eine Rolle drängen, die sie nicht ausfüllen können. Sie lassen sich nicht für etwas huldigen, dass sie nicht getan haben. Gott hat es getan, und sie haben ihre Aufgabe, ihr Ziel nicht vergessen: Gott zu den Menschen zu bringen! Mit dieser Aufgabe hatte Jesus sie schließlich betraut. Und das, was passiert ist, ist nichts anderes als der Beweis dafür, dass Gott real ist und handelt, so wie er durch seinen Sohn Jesus Christus gehandelt hat. Paulus stellt in der Apostelgeschichte Kapitel 14 klar: „Gott hat sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.“

Die Bevölkerung von Lystra darf sich über das Wunder freuen, das passiert ist. Sie darf sich freuen über die täglichen Selbstverständlichkeiten, die ebenso wunderbar sind. Und die Bewohner dürfen ihrer Freude Ausdruck verleihen, indem sie dem Ehre geben, dem die Ehre darüber gehört: Gott allein.

Paulus und Barnabas haben sich entschieden, Gott allein groß zu machen mit allem was passiert. Das will ich auch.

 

Autor: Tobias Schier

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Kein Geheimniskrämer

Es gibt Menschen, die sind echte Geheimniskrämer. Sie wirken gern im Verborgenen und geben nichts von dem preis, was sie wissen. Gott ist da völlig anders! Er ist völlig offen in dem, was er tut. Eine sehr alte Geschichte macht das deutlich. Vor 2.600 Jahren hatte der babylonische König Nebukadnezar einen Traum. Doch keiner seiner Experten konnte diesen deuten. Schließlich wird ein Kriegsgefangener zu ihm gebracht: Daniel ist Jude und ein gottesfürchtiger Mann. Der wird vor den König gebracht, weil er angedeutet hat, dass er den Traum des Königs deuten könne. Seine Ausführungen beginnt Daniel mit den Worten: „Es ist ein Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart“ (Daniel 2,28).

Dieser Satz, so kurz er sein mag, beinhaltet zwei wichtige Aussagen. Es ist ein Gott im Himmel! Für Daniel ist das eine unumstößliche Wahrheit, Lebenserfahrung und Glaubensgewissheit. Die Welt ist kein Zufallsprodukt, eine Laune des Kosmos, sondern durch den Willen eines Gottes im Himmel entstanden. Und dieser Gott ist in der Lage, Geheimnisse zu offenbaren! Das fällt ihm deshalb so leicht, weil er alle Geheimnisse kennt und nicht gerne im Geheimen arbeitet. Gott offenbart sich auch selber: In der Schöpfung zum Beispiel oder auch in der Bibel. Was Gott tut und wie er denkt, kann ich hier nachlesen. Gott ist nun wirklich vieles, aber ein Geheimniskrämer ist er nicht. Wer die Augen offen hält, kann Gottes Wirken in dieser Welt sehen, auch im eigenen Leben.

Autor: Horst Kretschi

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Durchschlafen statt Panik schieben

Ein guter Freund von mir hat eine beneidenswerte Eigenschaft: er strahlt grundsätzlich eine gewisse Ruhe aus. Das macht sich vor allen Dingen bei größeren Entscheidungen bemerkbar, etwa bei beruflichen Veränderungen. Nervosität jedenfalls ist nicht sein Kennzeichen, jedenfalls nicht nach außen.

Sein Rezept – mein Freund kann all seine Überlegungen und vor allem auch den Ausgang all seiner Anstrengungen an eine höhere Instanz abgeben. Bei ihm ist diese Instanz sein Glaube, sein Vertrauen auf Gott. Ich bewundere ihn ein bisschen dafür – mich wühlen große Herausforderungen mehr auf als ihn.

„Ich will Frieden geben eurem Land, dass ihr ruhig schlaft und niemand euch aufschrecke.“ Das verheißt Gott seinem Volk im 3. Buch Mose. Gott ruft darin sein Volk auf, nicht fremden Göttern hinterherzulaufen. Sie fordern und ziehen Kraft, so wie es damals zu Hauf solche Götter gab. Bei uns heißen sie Karriere, Reichtum, Außenwirkung. Für sie setzen wir gerne viel aufs Spiel, nicht zuletzt unsere Gesundheit.

Gott hat praktisch das Heilmittel dagegen. Sein Volk darf zu ihm kommen und es darf in ihm ruhen. Ich finde das äußerst aufbauend. Gott lädt ein, in ihm Geborgenheit zu finden. Das kann tatsächlich helfen. Wer sich vor Sorgen und Angst den Kopf zermartert, der wird sich potenziell nachts um 3 Uhr eher nervös auf der Bettkante wiederfinden, als jemand, der sein Leben in guten Händen weiß.

Der Glaube an Gott, das Vertrauen in ihn, eröffnet genau diese Möglichkeit. Sorgen abgeben, durchschlafen. Sicherlich geht das nicht von heute auf morgen, aber grundsätzlich ist es doch für alle Panikschieber und Katastrophisten sehr erstrebenswert. Denn es macht auch tagsüber in ausgeschlafenem Zustand wesentlich mehr gelassen, souverän und eintscheidungskräftig.

 

Autor: Andreas Odrich

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Keine heiligen Helden

„Du musst dich durchsetzen“, bläut der Vater seinem Sohn ein, der nach der ersten Schulhofschlägerei heulend nach Hause kommt. Und so geht es weiter, im Beruf, in der Politik … unsere ganze Welt ist getaucht in die Überzeugung, dass der Starke gewinnt und der Schwache verliert.

Und bei Gott? Gibt es „heilige Helden“ - oder gelten bei Gott andere Gesetzmäßigkeiten?

Der Apostel Paulus hat sich vor knapp 2.000 Jahren dazu geäußert in einem Brief an Christen in Korinth. Paulus war ein bekannter Typ, der viel bewegte und recht bekannt war. Also ein durchsetzungsstarker, heiliger Held? Keineswegs – denn Paulus war mit Niederlagen und Rückschlägen sehr vertraut:

Ja, ich kann es von ganzem Herzen akzeptieren – so Paulus wörtlich - dass ich wegen Christus mit Schwachheiten leben und Misshandlungen, Nöte, Verfolgungen und Bedrängnisse ertragen muss.

Ich bin als Christ nicht besser dran als andere, sagt Paulus. Im Gegenteil: Manche Schwierigkeiten muss ich ertragen, gerade weil ich Christus nachfolge in einer Gesellschaft, die dafür nicht viel übrig hat. Aber mitten in dieser Schwachheit erlebe ich eine von Gott geschenkte innere Stärke:

Gerade dann, wenn ich schwach bin, bin ich stark. Denn, so Paulus: Die Kraft von Christus wohnt in mir.

Christen sind also nicht aus sich selbst heraus die Stärksten, Klügsten oder Mächtigsten . Aber sie sind die, in denen die Kraft von Christus wohnt. Mitten in allen Schwierigkeiten.

Auf diese Kraft will ich heute neu vertrauen.

 

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Gott hält es mit mir aus

Ganz ehrlich! Manchmal frage ich mich, wie Gott es eigentlich mit mir aushält. Wenn es brenzlig wird, bin ich ein Angsthase. Ich kenne genug Situationen, in denen mein Gottvertrauen auf ein Minimum zusammengeschrumpft ist.

Das Tröstliche dabei: Gott lässt sich davon nicht abbringen, mich zu lieben und mir treu zu sein. Und das gilt für mich, für Sie und bereits für Menschen, die vor langer Zeit gelebt haben.

Um das Jahr 800 vor Christus gab es im Nordreich Israels einen König namens Joasch. Er hielt es mit Gott nicht so genau. Doch als Elisa, die geistliche Autorität der damaligen Zeit, im Sterben liegt, da gerät er in Panik.  Vom militärischen Feind Assyrien bedrängt, erfleht Joasch Hilfe von Gott. Und … er bekommt sie!

In der Bibel heißt es:

Der HERR meinte es gut mit Israel und hatte mit ihm Erbarmen. Er half den Leuten von Israel, weil er an den Bund dachte, den er mit Abraham, Isaak und Jakob geschlossen hatte.

Der einzige Grund für die Hilfe, die Joasch erhalten hat, ist die Treue Gottes, und die reicht Dutzende Generationen zurück zu den Urvätern Israels.

Jeder, der heute auf  Gott vertraut, steht ebenfalls in dieser Segenslinie. Das heißt: Ich brauche an meinem eigenen Kleinglauben, an meiner punktuellen Untreue zu Gott nicht verzweifeln. Gott bleibt mir treu. Hallelujah!

 

Autor: Oliver Jeske

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Kostprobe

Wie muss Gott, wenn es ihn gibt, beschaffen sein? Was gehört zu einem Gott, der diese Bezeichnung verdient? Klar ist: Er muss etwas können. Genau genommen ein bisschen mehr als nur etwas. Ein richtiger Gott ist mächtig, am besten allmächtig. Außerdem sollte Gott im Unterschied zu uns sterblichen Geschöpfen unvergänglich sein. Überzeitlich. Am besten ewig. Und schließlich wäre es noch gut, wenn Gott an dieser Welt überhaupt interessiert wäre. Wenn er uns zugewandt wäre im buchstäblichen und übertragenen Sinn. Wenn Sie mich fragen: Ein abwesender und desinteressierter Gott wäre eine Katastrophe und könnte mir gestohlen bleiben.

Tatsächlich gibt es einen Gott. Nur einen. Er hat sich uns Menschen bekannt gemacht, hat sich uns offenbart. Und er ist so, wie wir es uns nur wünschen können: Er ist allmächtig, ewig und gütig. Er will unser Bestes. Obendrein ist Gott auch noch freundlich. „Schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist,“ heißt es in einem 3.000 Jahre alten Lied des Volkes Israel (Ps. 34,9).  Dass Gott gütig ist und nicht nur Sympathien für uns Menschen hat, sondern seine Zuneigung auch noch zeigt, das ist nichts Abstraktes. Das ist keine Gelehrtenweisheit. Das ist sinnlich erfahrbar. Und auf den Geschmack sind seitdem auch Menschen aus anderen Nationen gekommen.

Im 1. Petrusbrief wird den ersten Christen außerhalb des Heiligen Landes bescheinigt: „Ihr habt bereits geschmeckt, dass der Herr freundlich ist“ (1. Petrus 2,3). Eine Kostprobe von Gottes Freundlichkeit ist für jede und jeden auf diesem Globus reserviert.

 

Autor: Markus Baum

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Wehrhaft bleiben

Eine Ermutigung von Paulus an Timotheus. Timotheus war eine Zeitlang an der Seite von Paulus gereist. Danach war er als Abgesandter des Apostel Paulus in seinem Auftrag unterwegs. Paulus schrieb Timotheus, um ihm mit Ratschlägen zu helfen, damit Timotheus seine Mission erfolgreich durchführen konnte. In diesem Kontext ist der heutige Ausschnitt im ersten Timotheus Brief in Vers 4, Kapitel 7 zu verstehen: „Übe dich darin, den Willen Gottes zu tun!“

Paulus ermutigt ihn, das, was er als Willen Gottes schon lange lebt, weiter zu üben, auch wenn andere ihm etwas anderes einreden wollen. Er soll standhaft, ja wehrhaft bleiben gegen die Einflüsterer, die ihm vom Wege Gottes abbringen wollen.

Diese Botschaft richtet sich in der Tat an alle Christen, an mich. Denn diese Situationen kenne ich zu genüge. Eigentlich zu wissen, was richtig ist. Den richtigen Weg zu kennen, dann aber immer mehr im Zweifel zaghaft zu verharren, weil durch den Einfluss von außen nichts mehr so klar scheint. Da hilft mir dann tatsächlich immer ein Blick in die Bibel oder ein Zweigespräch mit Gott, ein Gebet. Denn Zweifeln kann immer erlaubt sein, nur darf es nicht dazu führen, dass ich am Ende vor lauter Orientierungslosigkeit meinen Weg aus den Augen verliere.

So nutze ich diesen guten Ratschlag seitens Paulus auch für meine Zweifel. Ich übe mich darin, Gottes Willen zu erkennen und zu tun.

 

Autor: Dariush Ghobad

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Christsein kostet etwas

"Ihr werdet gehasst werden von allen, um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.“ Das hat Jesus einmal gesagt.  Zugegeben, ich hätte mir für heute im Anstoß lieber einen anderen Bibelvers gewünscht, als gerade den. Lieber hätte ich über Trost, Ermutigung und Lebenshilfe gesprochen. Und nun das, ein düsteres Zukunftsgeschehen. „Denn jene Tage werden wie eine Bedrängnis sein, wie sie bis jetzt nicht gewesen ist und nicht sein wird.“ Jesus hält eine knallharte Rede. Was er sagt, geht unter die Haut.

Mir zeigt das noch einmal neu: Ja, Christsein kostet etwas. Christsein ist nicht nur eine Wohlfühloase. Immer happy sein und auf Wolke 7 schweben. Da geht’s am Ende der Zeit ums durchhalten, ums dran bleiben, ums aushalten und vor allem ums ausharren. Aber was ist eigentlich ausharren? Still da zu sitzen und bis zum Schluss lethargisch auszuhalten? Nein! Ausharren bedeutet nicht, sich zurückzulehnen und zu sagen: „ Ich ertrage es, bis es vorbei ist.“

Eine Definition von Ausharren ist: „Unbeirrbare Beständigkeit oder gleichbleibende Ausdauer und zwar in der Nachfolge von Jesus, egal was kommt." Und ausharren können wir, weil wir ein phantastisches Ziel vor Augen haben. Jesus selbst steht am Endpunkt der Geschichte. Das tröstet über alles andere hinweg. Mächtige Leute und große Dinge kommen und gehen. Da ist aber einer, der bei allem Wechsel und Umsturz da ist. Ja, am Ende, wenn alles geht, kommt er und bleibt. Es wird ganz schön Mut erfordern, Jesus treu zu bleiben. Um diesen Mut können wir beten. Immer die guten Aussichten im Blick: "Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden".

Autor: Ulrike Schild

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