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Bestanden!

Es war „nur“ ein Lehrgang. Und es war „nur“ eine abschließende Prüfung. Es ging nicht um Leben oder Tod. Ich musste nur nachweisen, dass ich etwas gelernt habe – und was ich gelernt habe. Trotzdem war ich erleichtert, als uns die Dozenten signalisiert haben: Alle haben bestanden. Keine und keiner ist durchgefallen. Auch ich nicht.

In diesem Fall war ich ja darauf vorbereitet, dass es diesen abschließende Test, diese Prüfung geben würde – das war von Anfang an klar. Das Leben hält freilich für jede und jeden von uns Prüfungen bereit, die kommen überraschend, damit ist nicht unbedingt zu rechnen.

Und solche Tests können auch ganz unterschiedlich ausfallen. Fordern unterschiedlich viel von den Betroffenen. Auch Beziehungen können auf den Prüfstand geraten. Sind sie tragfähig? Halten sie die unerwartete Belastung aus? Gut, wenn man am Ende sagen kann: Bestanden!

Der Glaube an Gott ist eine Beziehung, und auch die wird gelegentlich getestet und angefochten. Zweifel oder das Unverständnis der lieben Mitmenschen, Rechtfertigungsdruck, offene Anfeindung – dem haben sich Gläubige zu allen Zeiten ausgesetzt gesehen. Auch die ersten Christen vor knapp 2.000 Jahren.

Ziemlich am Ende des Neuen Testaments, im Jakobusbrief, wird deutlich: Prüfungen sind normal. Denn wie heißt es dort (Jakobus 1,12)? „Freuen darf sich, wer auf die Probe gestellt wird und sie besteht; denn Gott wird ihm den Siegeskranz geben, das ewige Leben, das er allen versprochen hat, die ihn lieben.“ Wenn den Prüflingen ein solcher Preis winkt, wer will sich diesem Test dann nicht unterwerfen? Denn nur wer wagt, kann gewinnen.

Autor: Markus Baum

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Die Wahrheit entdecken

„Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Johannes 8, 32) Jesus hat das gesagt, im Gespräch mit einigen Anhängern. Er hat sie aufgefordert, seine Aussagen und die der Bibel immer wieder genau anzuschauen. Damit zu leben. Denn dann würden sie die Wahrheit erkennen.




 Nun, ich will nicht über die Wahrheit im Allgemeinen philosophieren, sondern sie runterbrechen auf die ganz persönliche Ebene: Wie viele andere auch glaube ich manchmal Lügen, die ich mir zurechtgelegt habe. Eine davon: Ich bin nicht gut genug, andere sind mehr wert als ich. Mit dieser Überzeugung mache ich mir das Leben schwer.




 Schaue ich in die Bibel, wie Jesus es rät, erzählt sie in der Schöpfungsgeschichte davon, dass Gott alles ansah, was er gemacht hatte und es für sehr gut befand. Auch den Menschen. Damit auch mich. Ich bin gut genug – sogar mehr als das: Ich bin sehr gut!




 Und schon ersetzt eine Aussage der Bibel eine Lüge in mir. Ich setze mich der eigentlichen Wahrheit aus: Ich bin gut genug. Das macht mich frei. Heute und darüber hinaus.




 Damit bleibt die zitierte Aussage aus dem Johannesevangelium immer noch abstrakt. Ich beginne aber zu verstehen, dass sie eine tiefe Wahrheit enthält. Eine Wahrheit, die ich noch für viele Bereiche meines Lebens entdecken kann.

Autor: Joachim Bär

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Gott kennen lernen

Eigentlich sind sie total verpönt. Aber jeder hat welche: Vorurteile. Es gibt sie im Prinzip gegen alles und jeden. Gegen Männer, gegen Frauen, gegen Jugendliche, gegen Alte. Nichts und niemand ist wohl davor gefeit.

Auch Gott nicht. Auch gegen ihn gibt es Vorurteile. Beispiele gefällig? „Gott ist ein verwirrter Tattergreis“, „Er ist bloß eine Wunschvorstellung religiöser Menschen“, „Gott kann kein liebender Gott sein, wenn er so viel Leid zulässt“, „Alle Religionen meinen denselben Gott“. Wie soll ich mich da verhalten?

Ich versuche seit vielen Jahren in meiner Nachbarschaft z.B. ein authentisches christliches Leben zu führen, ohne aufdringlich zu sein. Dabei merke ich jedoch, dass bei ihnen noch viele Vorurteile und verkehrte Vorstellungen vorhanden sind. Mir hilft dabei eine Begebenheit aus der Bibel.

Philippus, der gerada ein Jünger Jesu geworden ist, begegnet Nathanael. Philippus erzählt ihm: „Endlich haben wir den gefunden, von dem Mose und die Propheten sprechen. Er heißt Jesus und ist der Sohn von Josef aus Nazareth.“ Nathanael allerdings hatte Vorurteile: „Was kann aus Nazareth Gutes kommen.“ Doch statt zu argumentieren, wie es vielleicht unsere Neigung gewesen wäre, ging Philippus anders vor. Er lud seinen Freund ein: "Komm und sieh, du musst ihn selbst kennenlernen." Und ich denke, genau das ist es. 

Ich möchte von Philippus lernen, es nicht nur beim Smalltalk zu belassen oder mich auf endlose Argumentationen einzulassen. Ich möchte von meiner persönlichen Erfahrung berichten, wie ich zu Jesus gefunden habe und was er mir bedeutet. Ich möchte dazu einladen, Jesus selbst kennenzulernen.

Autor: Ulrike Schild

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Schau mal, was Gott Großes getan hat!

Wer von einer längeren Reise zurückgekehrt ist, der hat in der Regel einiges zu berichten. Das gilt für Dienstreisen oder Urlaube gleichermaßen. Gerne werden Handys gezückt und jede Menge Urlaubsbilder präsentiert. Seit ein paar Jahren kann man quasi in Echtzeit per Facebook oder Instagram miterleben, wo sich der andere befindet und was er oder sie gerade Aufregendes erleben.

Besonders spannend wird es für mich, wenn der oder die Rückkehrer über das berichten, was Gott anderswo auf der Welt tut.

Im Neuen Testament wird von zwei Reisenden berichtet, die viele Monate unterwegs gewesen waren. Die Rede ist von den Missionaren Paulus und Barnabas. Über sie wird Folgendes berichtet:

„Als Barnabas und Paulus in Antiochia angekommen waren und die Gemeinde versammelt hatten, berichteten sie, was Gott alles durch sie getan und dass er allen Völkern die Tür zum Glauben aufgetan habe“, Apostelgeschichte 14,27.

Das ist für die damaligen Verhältnisse etwas Besonderes gewesen! Der Glaube an die rettende Botschaft von Kreuzestod und Auferstehung Jesu war von Menschen in unterschiedlichen Regionen und Sprachen dankbar aufgenommen worden. Viele hatten Gottes Heil erfahren und ein neues Leben in der Nachfolge begonnen. Damit hatte sich bestätigt, was Jesus vorhergesagt hatte: Das Evangelium sollte überall gepredigt werden.

Nach Hause kommen und über die großen Taten Gottes berichten können. Staunen über Gottes wunderbares Wirken, das wünsche ich Ihnen und mir.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Irgendwann ist Schluss - oder?

"Irgendwann ist Schluss!" Haben Sie das auch schon mal gesagt? Da wird man genervt, geärgert, verletzt - sehr verletzt. Und man hat immer wieder Verständnis und versucht, sich noch einmal auf die andere Person einzulassen. Und nochmal, und nochmal - aber irgendwann ist Schluss! Ich kenne diese Situationen nur zu gut. Und je enger, je intimer eine Beziehung ist, desto schmerzhafter wird es dann auch. Man versucht, so lange wie möglich durchzuhalten - aber auch da kann es den Moment geben, an dem man sagt: irgendwann ist Schluss. Denn wir sind nur Menschen, wir sind menschlich, das heißt wir haben nur begrenzte Möglichkeiten.

Gott ist göttlich - er hat unbegrenzte Möglichkeiten. Und was ist das für ein Gott, der nicht nur in der Lage ist, immer wieder neu mit uns Menschen anzufangen, sondern der es auch tut? Immer wieder. Ein Paradebeispiel: Gottes Bund mit dem Volk Israel. Ein störrisches Volk über Jahrzehnte, Jahrhunderte. Das Fehlverhalten ging so weit, dass Gott es zur Strafe in Gefangenschaft führen ließ - die babylonische Gefangenschaft im 6. Jahrhundert vor Christus. Aber selbst diese Strafe bedeutete nicht, dass endgültig Schluss war. Im Gegenteil! Gott sagt: „Mein Bund mit euch ist ewig und ich stehe dazu!“ Oder wie Gott es in die damalige Zeit durch den Propheten Jeremia sagen ließ: "Ich, der Herr, bin bei euch, ich helfe euch!" Bei Gott ist nicht Schluss. Kann man seine Liebe besser beschreiben?

Autor: Hans Wagner

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Immer her damit!

„Immer her damit!“ sage ich, wenn ich etwas gerne entgegennehme, was mir ein anderer anbietet.

Ob die Christen in Kolossä zu Paulus auch gesagt haben: „Immer her damit!“ Als er ihnen ans Herz legte: Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit.“ (Kol. 3,16)

Ob die Christen damals gesagt oder gedacht haben oder nicht: „Immer her damit“, wird sich auf ihren Alltag ausgewirkt haben. Nur wenn sie Jesu Worte vor Augen haben, können sie sich in ganz unterschiedlichen Situationen an Jesus orientieren oder sich gegenseitig helfen, in Jesu Spur zu bleiben.

Als ich konfirmiert wurde, habe ich gesagt: „Immer her damit“, mit den Worten Gottes, als ich mir Psalm 119,105 als Bibelvers ausgesucht habe. Er besagt: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ Gottes Wort zeigt mir den Weg, den ich gehen kann. Es zeigt mir Jesus, der von sich gesagt hat: „Ich bin der Weg“ (Joh. 14,6). Wenn Gottes Wort in mir wohnt, ist es bei mir Zuhause. Ich bin vertraut mit Jesu Gedankenwelt. Jederzeit kann ich auf Bibelworte zurückgreifen und damit durch den Tag navigieren.

In meinem Ordinationsgottesdienst als Pastorin habe ich wieder gesagt: „Immer her damit! – Mit den Worten Gottes. Denn ich habe mir gewünscht, dass mein damaliger Superintendent über den Bibelvers aus dem Kolosserbrief predigt: „Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen.“ Durch die Verbundenheit mit Jesus Christus sind seine Worte immer klarer meine Lebensmelodie geworden, wie er mir das damals ans Herz gelegt hat.

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Zeit für die Ernte

Der Sommer ist vorbei, der Herbst hat begonnen und mit ihm die Weinlese. An der Mosel, in Rheinhessen, Württemberg, Baden und der Pfalz werden unterschiedliche Trauben geerntet. Verschiedene Faktoren, wie beispielsweise die Rebsorte, Standort, Witterung und Verarbeitung nehmen Einfluss auf Geschmack und Güte des Weins.

Jesus gebraucht ein Bild aus der Landwirtschaft, um eine wichtige Botschaft verständlich zu machen. Er sagt:

„Ein jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Denn man pflückt nicht Feigen von den Dornen, auch liest man nicht Trauben von den Hecken. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens. Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über“, Lukas 6,44-45.

Was drinnen steckt, wird mit der Zeit herauskommen, sagt Jesus. Das gilt für Weinstöcke und Apfelbäume gleichermaßen. Und es gilt für das menschliche Herz.

Was tief in mir verborgen ist, sei es ein guter Schatz oder Böses, es wird mit der Zeit zutage treten. Es wird herauskommen und für jedermann sichtbar werden.

Was Jesus sagt, veranlasst mich dazu, nachzudenken über das, was in mir steckt. Die verborgenen Gedanken und geheimen Wünsche. Das, was ich niemanden preisgeben würde. Und ich frage mich: Ist das, was in mir Wurzeln geschlagen hat etwas, das später einmal gute Früchte tragen wird?

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Traumhafte Aussichten

Träumen sie auch manchmal davon, noch einmal jung zu sein? Unbeschwert das Leben genießen zu können? Zu tanzen, zu springen, sich mit dem Surfbrett im Sonnenuntergang in die Wellen zu stürzen, wie die braungebrannten Models in der Werbung? Spaß am Leben zu haben, einfach so - ohne Angst, dass es gleich wieder irgendwo zwickt und zwackt, ohne sich großartig Gedanken über das Morgen oder die Rente machen zu müssen? Einfach leben, jung, gesund und abenteuerlustig. Ach ja. Manchmal denke ich: Das wäre doch echt schön. Aber es ist eben nur ein Traum.

Die Realität sieht anders aus. Ich habe ein paar Kilo zu viel auf den Rippen. Hier und da zwickt und zwackt es, meine Knie machen mir hin und wieder Mühe. Bei dem Kilometerstand ist das auch völlig normal. Aber: Schön wär‘s schon, wenn ich mal wieder frisch und frei durchs Leben tanzen könnte. Aus und vorbei? Von wegen. Gott hat versprochen, dass das hier nur ein vorübergehender Zustand ist. Krankheit, Schmerzen, Leid und Tod. Ja, das alles ist ein Teil meines Lebens. Aber es wird nicht so bleiben. Bereits vor 2.800 Jahren hat der Prophet Jesaja seinen Zeitgenossen Mut gemacht mit der steilen Aussage über den Gott Israels: „Er wird den Tod für immer und ewig vernichten.“ Gott wird also dafür sorgen, dass ich leben kann. Der Tod wird vernichtet und damit auch alle Schmerzen, alles Leid. Und dann werden meine Träume Wirklichkeit – und vermutlich auch Ihre. Das ist doch mal eine Perspektive! Also: Träumen Sie weiter und halten Sie durch! Wir sehn uns.

Autor: Stefan Loß

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Wie lange denn noch, Gott?

Eine gute Bekannte kommt an unserem Haus vorbei. Sie winkt mir zu. Fröhlich grüße ich zurück. Dabei fällt mir auf: unsere Bekannte geht ganz schön zügig den Bürgersteig entlang. Und darüber freue ich mich. Vor vielleicht 15 Jahren hatte sie nämlich einen Unfall. Und ihr Bein war sehr kompliziert gebrochen. Es wollte einfach nicht heilen. Aus den Wochen wurden Monate - und Jahre. Viele lange Jahre. Und die Fortschritte ließen auf sich warten. Damals hätte wohl niemand gedacht, dass sie eines Tages wieder so schwungvoll durch die Stadt laufen würde. Sie selbst am allerwenigsten.

 

Im Leid scheint wirkliche Hilfe manchmal unendlich weit weg zu sein. Das hat vor 3.000 Jahren auch David erlebt. David, der Liederdichter, Heerführer und Staatsmann. Feinde jagen ihm nach und wollen ihn umbringen. Und Gott hat der Gefahr bisher kein Ende gemacht. Dabei wäre das doch für ihn ein Leichtes. Aber der Allmächtige lässt David in seiner Not. Und der spricht nun unumwunden aus, was ihm auf dem Herzen liegt: „Gott, wie lange willst du mich noch völlig vergessen? Wie lange willst du dich noch vor mir verbergen?“ Kühne Worte, finde ich. Aber offensichtlich helfen sie David. Trotz des langen Wartens kann er an Gott festhalten. Denn er fährt fort: „Doch ich verlasse mich auf deine Gnade, und juble darüber, dass du mich retten wirst.“

 

Darauf will ich auch vertrauen: Dass Gott mir gnädig ist. Und dass er auch mein Leid beendet. Auch wenn ich heute nicht weiß, wann.

Autor: Steffen Brack

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Bei Gott sein - bewahrt bleiben

Woran denkt jemand kurz vor seiner eigenen Hinrichtung? An seine Freunde? Kurz bevor Jesus gefangen genommen, verurteilt und hingerichtet wird, betet er für seine Freunde. Unter anderem sagt er: „Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen.“ So stehts im Johannesevangelium Kapitel 17, Vers 15. In Gottes Namen sollen sie behütet sein. Vor was? Gott soll seine Freunde vor dem Bösen bewahren Und was Jesus– damals gebetet hat, das gilt auch heute noch für mich. Jesus, der Sohn Gottes, hat Anfeindungen erlebt, Unverständnis und Hass wurden ihm entgegengebracht. Und trotzdem betet Jesus dieses Gebet und meint es ernst.

In dieser Welt passieren böse, unschöne Dinge, nicht nur weit weg von mir, sondern auch in meinem eignen Leben. Aber nicht eines dieser Dinge soll es schaffen, mich von Gott zu trennen. Jesus ist es wichtig, dass seine Jünger weiter an Gott festhalten und ihren Glauben an ihn nicht verlieren. Er setzt sich dafür ein, dass auch ich behütet bin. Ich kann zu ihm gehören und bei ihm bleiben – egal, was passiert.

Autor: Tobias Schier

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Auch wenn es schwer wird

Manchmal sind es nur Kleinigkeiten und schon gibt es einen heftigen Streit und schlechte Stimmung. Eine Beziehung zu gestalten ist nicht immer einfach. Und das betrifft nicht nur die Beziehung in Partnerschaften. Auch die Eltern Kind Beziehung will gelebt und gestaltet sein.

Und sie ist, wie eigentlich jede andere Beziehung auch, dem Wandel unterworfen. Während die kleinen Kinder auf Schutz und Hilfe durch die Eltern angewiesen sind, dreht sich das im Laufe des Lebens. Am Lebensende sind es die Eltern, die Hilfe und Schutz durch die Kinder benötigen. Das ist ein Prozess, der - je nach Charakter der Betroffenen - sehr schmerzhaft und schwierig sein kann.

Und weil Gott seine Menschen kennt, hat er auch ein spezielles Gebot in den Kanon der zehn Gebote aufgenommen, das auf eben jene Beziehung eingeht: "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!" (2. Mose 20,12). Das Gebot zielt genau auf jene Lebenssituation, wenn die alten Eltern das Ruder langsam aus der Hand geben müssen. Da können Gesundheit und Alterserscheinungen eine Rolle spielen.

Das Gebot richtet sich an die Kinder. Sie sollen ihre Eltern auch dann noch ehren, wenn diese nicht mehr Kapitän auf dem eigenen Lebensschiff sein können. Das ist manchmal gewiss eine Herausforderung. Vor allem, wenn sich Erkrankungen wie Alzheimer einstellen, Demenz, Verwirrtheit und Altersstarsinn zunehmen. Und dennoch haben Eltern auch dann Liebe und Achtung verdient.

Autor: Horst Kretschi

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Doch noch ein gutes Ende

Die Bibel ist keine Schönwettterlektüre. Das betrifft auch die Geschichte von Hiob. Er ist ein wohlhabender Mann, reich an Land, Geld und Familie. Doch dann wird ihm alles genommen. Und Gott lässt das zu.

Da sitzt Hiob nun, buchstäblich in Sack und Asche. Und so stellt der eigentlich gottesfürchtige Hiob fest: "Gott ist weise und mächtig. Wer stellte sich ihm entgegen und blieb unversehrt?" Diesen Gegensatz muss man erstmal aushalten. Gott führt mich durch ein finsteres Tal, und ich muss diesen Weg mittgehen. Ist das die gütige Hand Gottes, auf die ich vertrauen kann? Das Buch Hiob ist quälend lang, bevor Gott Hiob endlich erlöst.

Für mich wird die Geschichte des Hiob, die für mich auch gleichzeitig die Geschichte des Menschen überhaupt ist, nur durch eines erträglich. Nach tiefsten Tiefen steht am Ende Jesus Christus als rettende Kraft über allem. Er selbst geht durch das Hiobsleid des Menschen, lässt sich foltern, martern und ermorden, um uns an die Hand zu nehmen und durch den Tod ins ewige Leben mitzureißen. 

Was das wirklich heißt, erkenne ich wohl erst, wenn ich selbst einmal vor Gottes Angesicht stehe. Aber die Vorstellung hilft mir, dunkle Zeiten durchzustehen. Ich vertraue darauf, dass nach der dunklen Nacht ein neuer Morgen kommt und das Licht Gottes scheint und der Verzweiflung dann doch noch ein Ende macht.

Autor: Andreas Odrich

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Färbt Gott ab?

„Wie der Herr, so’s Gescherr“ – dieses Sprichwort hat es von den alten Römern bis in die deutsche Sprache geschafft. Es formuliert eine Erkenntnis über den Menschen, die zu allen Zeiten gültig war und ist: Gute oder schlechte Verhaltensweisen färben ab, von einem Menschen auf den anderen. Besonders von den Autoritätsfiguren des Lebens, unseren Vätern, Müttern oder Vorgesetzten.

Jeder weiß, dass sie auch nur Menschen sind mit Begrenzungen und Macken und Fehlverhalten. Und doch färben sie als Vorbilder ab – im Guten wie im Schlechten.

Ist der Vater unehrlich, werden es auch  die Kinder als  normal empfinden zu lügen, um zu bekommen, was sie wollen. Ist die Mutter perfektionistisch, werden sich die Kinder später schwertun, auch mal Fünfe gerade sein zu lassen. Und ist der Chef oder die Chefin laufend unpünktlich, werden es die Angestellten auch schnell sein.

„Wie der Herr, so’s Gescherr“… Und wie ist das mit Gott und mit seinem Bodenpersonall? Wie ist Gott – und färbt das auch ab auf die, die mit Gottvertrauen durchs Leben gehen?  

In der Bibel lässt Gott im Buch Jesaja durch den Propheten erklären: Ich bin der Herr, der das Recht liebt und Raub und Unrecht hasst. Für das Recht und gegen das Unrecht – so ist der Herr. Und das G’scherr?

Ich sage: Wenn Gott nicht auf der Seite des Unrechts steht, dann will ich als Christ dort auch nicht stehen. Und bei allen meinen Begrenzungen und Macken und Fehlverhalten wünsche ich mir, dass Gott mit seiner Art jeden Tag ein bisschen mehr auf mich abfärbt.

Auch heute.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Aufräumen? Ich helfe dir!

Seit einer knappen Woche steht in meinem Büro ein neuer Schreibtisch. Der alte hat einfach nicht mehr den Anforderungen genügt. Vorher hieß es Aufräumen: Schreibtischcontainer ausmisten, alten Schriftverkehr aussortieren und, und, und …

Ganz ehrlich: Ich habe es nicht so mit dem Aufräumen. Es gibt kreativere Dinge, die ich viel lieber mache. Doch genau in diese Tätigkeit hinein platzten für mich die Worte der heutigen Losung:

Ich bin der HERR, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir!

Okay, wirklich vor dem Aufräumen fürchten tue ich mich nicht. Damals, zur Zeit des Propheten Jesaja,  ging es auch um die Furcht, als kleines Volk von den Feinden vernichtet zu werden. Mich dagegen bedrohen eher Papierberge.

Aber trotzdem finde ich das Bild stark: Wenn richtig angepackt werden muss, ergreift Gott meine rechte Hand. Das heißt, er handelt durch mich. Wenn meine Kräfte weichen, ist er es, der das Eigentliche tut.

Das bewahrt vor Stress, Burn-Out, ja sogar Angst zu versagen – und vielleicht gehe ich bei der nächsten Aufräum-Aktion mit mehr Elan ans Werk. Beziehungsweise Gott mit mir.

Autor: Oliver Jeske

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Ein großzügiges Herz kultivieren

Wer sich Geld bei einer Bank ausleiht, wird zu einem späteren Zeitpunkt den Betrag nebst Zinsen zurückzahlen müssen. Das ist ein normaler Vorgang. So werden Fahrzeuge und Gebäude finanziert. Auch die aktuellen staatlichen Hilfen basieren auf diesem Modell. Der Staat leiht sich Geld, um damit die angeschlagene Wirtschaft so gut es geht zu stützen. Später wird dieses Geld zurückgezahlt werden müssen.

Im Lukasevangelium lese ich eine Aussage von Jesus, die dem entgegenzustehen scheint. Jesus sagt:

„Leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen. So wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Höchsten sein“, Lukas 6,35.

Was Jesus sagt, ist keine versteckte Kritik unseres Wirtschaftssystems, sondern richtet sich an Menschen, die damals gegen hohe Zinsen Geld verliehen haben. Diese privaten Geldverleiher haben nämlich versucht, so viel wie möglich aus ihren Kunden herauszupressen. Indem sie Schuldner ausbeuteten, finanzierten sie sich ihren eigenen Wohlstand.

Das, sagt Jesus, ist verwerflich und wendet sich gegen diese Herzenshaltung. Er empfiehlt: Tue genau das Gegenteil. Leihe, ohne etwas dafür zu erhoffen. Ersetze deine Gier mit Großzügigkeit und du wirst merken, dass das in deinem Leben gute Veränderungen bewirkt.

Mehr noch, im Zusammenhang des Bibeltextes lese ich, dass Jesus von mir erwartet, dass ich mich sogar meinen Feinden gegenüber großzügig verhalten soll!

Ich denke, soviel wird klar: Wer nach den Maßstäben Jesu handeln will, der braucht eine ordentliche Portion Mut!

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Gottes Möglichkeiten sehen

Alltagshelden, Bürohelden, Helden im Sport: Immer wieder gibt es Menschen, die wirklich etwas bewegen und verändern. Was sie oft charakterisiert: Mit klarem Kompass wachsen sie über sich selbst hinaus. Wo andere Schwierigkeiten sehen, sehen sie Möglichkeiten: im Sport, im Beruf, im Alltag.

Weniger bekannt ist, dass es auch Glaubenshelden gibt. Einer davon wird in der Bibel besonders hervorgehoben: Abraham. Warum eigentlich?




 Eine Aussage ziemlich zu Beginn der Erzählung von Abraham gibt erste Hinweise. Da heißt es: „Da ging Abraham, wie der HERR ihm gesagt hatte.“

Unmittelbar vorher hat Abraham von Gott eine großartige Zusage bekommen. Gott beschreibt seine Zukunft in höchsten Tönen, obwohl Abraham gerade zum zweiten Mal seine Heimat aufgeben soll – und damit vieles, was sein Leben bisher ausgemacht hat. Abraham macht sich nicht so viele Gedanken. Er vertraut der Zusage Gottes und tut, was der sagt: losziehen. Denn er hat etwas von den Möglichkeiten Gottes für sein Leben gesehen.




 Glaube klingt für viele Menschen nach etwas, das nicht greifbar ist, kompliziert und theoretisch. Dabei geht es genau darum: Gottes Zusagen Glauben schenken und dann losziehen. Entsprechend handeln. Mit Gottes Möglichkeiten Gottes rechnen, auch wenn alles dagegenspricht. So wie Abraham. Mit ihm als Vorbild kann auch ich heute zu einem kleinen Glaubenshelden werden – und mit Gottes Hilfe über mich hinauswachsen.

Autor: Joachim Bär

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Herzensangelegenheit

Da sitzt der Prophet Jesaja am Krankenbett Jerusalems mit den Worten: „Du wirst fröhlich sein über den HERRN und wirst dich rühmen des Heiligen Israels. Jerusalem: Eine Stadt, die in den letzten Zügen zu liegen scheint. Innerlich zerrissen, uneins, verstritten, entmutigt: Er prophezeit Veränderungen, und zwar zum Guten. Veränderungen, in denen sich die Hoffnungen vieler Menschen wiederspiegelt:


 Der trockene Landstrich des Libanon soll fruchtbar werden, Gehörlose und Blinde werden wieder gesund, Leute, denen es dreckig geht, sollen wieder lachen können, denn Gott ist mit ihnen. Schöne neue Welt, die Jesaja da ankündigt. Und ich überlege, wie der Patient Jerusalem auf diese Worte reagiert. Aufatmen? Freudige Hoffnung? Vielleicht auch ein Stirn runzeln. Denn: Wie soll das denn alles kommen? 

Und Jesaja, der auf der Bettkante der kränkelnden Jerusalems sitzt, schaut den Patienten an und fragt: Soll ich dir sagen, wann sich das alles ändert?


 Das Herz ist euer Problem, Jerusalem, das Herz. Bei den Herzen der Menschen anzusetzen, das ist die einfache Antwort, die auf einen ganz schwierigen Weg verweist. Schon allein, wenn ich auf mein eigenes Herz schaue, mit allem inneren Hin-und Her-gerissen-sein. Mit all den unterschiedlichen Emotionen. Das ist wirklich keine einfache Angelegenheit. Das geht nur, wenn Gott selbst die Hände im Spiel hat. Ein krankes Herz kann nur Gott kurieren. Ich bin manchmal auch so ein Patient, der den herzlichen Zuspruch Gottes braucht: „Du wirst fröhlich sein über den HERRN und wirst dich rühmen des Heiligen Israels. Das Wunder kann auch heute geschehen.

Autor: Ulrike Schild

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Das letzte Wort

Man sagt, dass es für den ersten Eindruck keine zweite Chance gibt. Das soll heißen, dass es darauf ankommt, wie man einander begegnet. Der letzte Eindruck hingegen prägt die Erinnerung. Er ist dafür verantwortlich, wie ich später an einen Menschen bzw. die Begegnung mit ihm denke.

Auch von Jesus sind letzte Worte überliefert. Sogar zweimal. Am Kreuz ruft er „Es ist vollbracht!“ Und meint damit seinen irdischen Auftrag. 40 Tage später, verlässt der von den Toten auferstandene Jesus seine Jünger mit folgenden Worten:

„Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe“, Matthäus 28, 18-20.

Jesus verfügt über alle Gewalt. Überall. Niemand kann ihm etwas anhaben, ihm etwas befehlen oder ihn gar zu etwas zwingen. Jesus ist der Herr.

Und in dieser Autorität schickt er seine Nachfolger los. Sie sollen der ganzen Welt von dem berichten, was Jesus vollbracht hat: die Rettung vor den Konsequenzen der Sünde und die Chance auf Versöhnung mit Gott.

Dieser Auftrag gilt bis heute. Sie und ich, wir sind hineingenommen in das große Projekt Gottes. Im Bewusstsein seiner Autorität können wir allen Menschen von der Liebe Gottes erzählen, die durch Jesus Christus sichtbar geworden ist. Was für ein Privileg!

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Es ist Gottes

Es war für mich ein bewegender Moment. Wir waren an unsere Grenzen gekommen, die Gemeinde, die Gemeindeleitung - auch ich als Pastor. Wir hatten alles gegeben und gepowert, soweit es unsere Kräfte zuließen und auch darüber hinaus. Und jetzt? Es musste noch mehr passieren, aber wir konnten nicht mehr! Dann las ich das befreiende Gebet eines Kollegen: "Herr, es ist nicht meine Gemeinde - es ist deine Gemeinde! Darum gebe ich sie bewusst ab in deine Hände, ich kann nicht mehr." Wow. Ich habe es zu meinem Gebet gemacht und könnte heute, viele Jahre später, Bücher über das schreiben, was Gott alles noch getan hat, auch durch uns, die wir müde waren. Ich bin so dankbar!

Und nun lese ich für den heutigen Tag in Psalm 24: Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen! Ob es wohl wieder an der Zeit ist, ein solches Gebet zu sprechen? "Herr, es ist deine Erde ..."? Oh ja, das will ich beten und ich will ihn darum bitten, dass er immer wieder sichtbar handelt und weiterhin Zeichen und Wunder tut. An der Erde, dem Erdkreis und denen, die darauf wohnen. Gleichzeitig bleibt für mich aber die Frage: Habe ich auch hier alles schon getan, was ich tun konnte? Habe ich gepowert, um die Schöpfung Gottes entsprechend zu würdigen, zu fördern, sie auf den Weg zu bringen? Wie gehe ich um mit der Natur, wie begegne ich meinen Mitmenschen in all ihren Unterschiedlichkeiten? Ich will darin nicht müde werden. Und wenn doch? Beten. Und handeln. Und beten.

Autor: Hans Wagner

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„Hilfe!“

„Hallo“ rief ein Mann, der im Baum festsaß, weil die Leiter umgefallen war. Die Passanten grüßten freundlich. Hätte er „Hilfe“ gerufen, hätten sie sicher geholfen. Doch so ging einer nach dem anderen vorbei.

Eine Frau sagte zu Jesus nicht „hallo“, sondern gleich: „Hilfe“. Sie wusste, wen sie vor sich hatte und fiel vor Jesus auf die Knie. Zu einem König sagt man nicht „Hallo“. „Herr“ sagt sie. Mit Herr wurde ein König angeredet oder auch Gott. Und auch das Wort, das sie für Hilfe verwendet, ist typisch, wenn man damals göttliche Hilfe erbat. Hier stimmt alles: Sie huldigt Jesus, in dem sie vor ihm auf die Knie fällt. Sie redet ihn mit Herr an und ihr Herz ersehnt göttliche Hilfe.

Eins hat sie nicht bedacht. Sie ist keine Jüdin. Jesus hat den Auftrag, Juden zu helfen. Das sagt er ihr auch unmissverständlich. Doch sie bleibt hartnäckig. Diese Haltung spricht für sich: „Die kanaanäische Frau fiel vor Jesus nieder und sprach: Herr, hilf mir.“ (Mt. 15,25)

Im Matthäusevangelium, Kapitel 15 wird weiter erzählt, dass Jesus genau diese Haltung später mit den Worten anerkennt: „Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst.“

Mit welcher Haltung begegne ich Jesus und rufe: „Hallo“ oder „Hilfe“? Erwarte ich von ihm Hilfe auf menschliche Art oder auf göttliche Art? Bin ich bereit, mich im Gebet in den Straßenstaub zu knien, um Jesus um seine Art von Hilfe zu bitten?

 

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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