ERF Plus - Anstoß

Freue dich!

Es gibt Grund zur Freude im alten Israel. Eine schwere Zeit liegt hinter den Bewohnern. Heuschrecken und Dürre haben Mensch und Vieh ordentlich zugesetzt.

Die Israeliten haben getan, was ihnen der Prophet Joel geraten hat. Sie sind umgekehrt, haben gefastet und so ihre Buße zum Ausdruck gebracht. Jeder für sich und gemeinsam als Volk haben sich die Israeliten vor dem Allmächtigen gedemütigt. Und Gott hat ihre Bitten erhört.

Im zweiten Kapitel des nach ihm benannten Buchs, schreibt der Prophet Joel: Freut euch und seid fröhlich im HERRN, eurem Gott. (Joel 2,23)

Warum sollen sich die Menschen freuen? Weil Gott durch Joel sein Erbarmen ankündigt. Der Regen wird wiederkehren und damit eine gute Ernte möglich werden. Sogar Israels Feinde müssen weichen, lässt Gott seinem Volk ausrichten. Beste Aussichten also für die leidgeprüften Menschen.

Was kann ich aus dieser alttestamentlichen Begebenheit lernen?

Gott lässt sich bitten. Er wendet Schicksale, und zwar sowohl im Kleinen, wie auch im Großen.

Das ist zum einen grundsätzlich durch Jesus Christus geschehen. In ihm hat Gott sich allen Menschen zugewandt, hat Versöhnung geschaffen. Das Kreuz und die leibhaftige Auferstehung Jesu sind der sichere Beweis dafür.

Aber, und auch davon bin ich überzeugt, Gott will sich mir persönlich zuwenden, vorausgesetzt ich lasse mich auf das Versöhnungsangebot durch Jesus Christus ein.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Gnade - einfach Gnade!

"Das kann ich dir schriftlich geben!" Eine klassische Formulierung, um damit den Ernst einer Aussage oder einer Entscheidung zu untermauern. Na klar, mündliche Absprachen sind immer so eine Sache. Das kann man schon mal falsch verstehen, anders deuten oder auch überhört haben. Obwohl im Kaufmannsgeschäft auch mündliche Verträge rechtskräftig sind - man macht es doch lieber schriftlich. Wegen der Beweislage.

Für mich ist es toll, dass Gott seinen Vertrag auch schriftlich aufgesetzt hat. Er hat sich dabei selbst gegenüber den Menschen in die Pflicht genommen. An vielen Stellen ist dies in der Bibel zu lesen, so zum Beispiel im 3. Buch Mose, Kapitel 26. Dort steht: „Ich werde mich euch zuwenden, euch viele Nachkommen schenken und alle meine Bundeszusagen erfüllen.“ Da haben wir es schriftlich! Viele Kapitel und Verse zuvor hat Gott in allen Einzelheiten dem Volk Israel damals beschrieben, wie das Leben in seiner unmittelbaren Gegenwart aussehen soll. Ganz viele Vorschriften und Regelungen stehen da. Doch dann folgt nicht "Und wenn ihr das alles befolgt, dann ..." Nein, Gott sagt: „Ich werde!“ -  „Ich werde mich euch zuwenden, meine Bundeszusagen erfüllen!“ Gott verpflichtet sich zur einseitigen Erfüllung dieses Vertrages - im Risiko, dass seine Vertragspartner ihn enttäuschen. Das ist sein Geschenk - die Bibel nennt das "Gnade". Und obwohl Gott tatsächlich schon oft genug enttäuscht wurde, gilt dieses Angebot bis heute! Was für ein Gott!

Autor: Hans Wagner

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Der Königsweg

Das ist der Königsweg. Wenn ich einen Weg, den ich wählen kann, so bezeichne, meine ich: Ich schlage die kürzeste und beste Straße ein, um ans Ziel zu kommen. In der Antike war der Königsweg, wie der Name schon sagt, dem König und seinem Gefolge vorbehalten.

Gott sagt in einem Brief an die Menschen, die zu seinem Gefolge gehören. Also zum Gefolge des Königs der Welt: Nehmt den Königsweg, um mit mir in Verbindung zu bleiben. Der Königsweg lautet:

„Sein Gebot ist: Wir sollen an seinen Sohn Jesus Christus glauben und einander lieben, wie er es uns aufgetragen hat.“ (1. Joh. 3,23 NEÜ)

So formuliert es der Apostel Johannes im Auftrag Gottes in seinem ersten Brief.

Der Königsweg – damit ist das genannte Gebot gemeint – beinhaltet für die Christen damals und für uns heute in einer schillernden Welt von vielen möglichen Wegen, die ich einschlagen kann:

Erstens: Jesus Christus vertrauen. Glauben, dass er mein Retter ist. Seine Worte wahr sind.

Zweitens: Christen sollen sich untereinander lieben. Puh – ist das wirklich der kürzeste Weg? Ist Abstand halten nicht manchmal schneller? Vielleicht auf den ersten Blick, aber nicht, wenn ich einen herzlichen Umgang mit Gott und seiner Anhängerschar suche.

Johannes lädt ein: Wähle den Königsweg.

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Herrlich!

Wenn ich morgens mürrisch im Büro erscheine, dann vermuten Kollegen schon mal, dass ich mit dem falschen Fuß aufgestanden bin. Wer weiß, vielleicht war die Nacht zu kurz oder ich habe mich nicht so erholt, wie ich es gebraucht hätte. Auf jeden Fall habe ich schon mehrere solcher Tag erlebt. Tage, an denen ich einfach nur ungenießbar bin.

König David erinnert mich daran, dass heute ein guter Tag ist. Wenn ich auf meine Lebenssituation schaue, dann könnte ich zu einem anderen Schluss kommen. Ich muss mich aktuell mit ein paar Baustellen herumschlagen, die alles andere als erfreulich sind. Und trotzdem ist wahr, was David in Psalm 8 betet:

„HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen“, Psalm 8,2.

Davids Geheimnis lässt sich leicht lüften. Er konzentriert sich nicht auf die eigenen Befindlichkeiten oder die unvorteilhaften Umstände. Vielmehr schaut er auf Gott, seinen Herrn. Und indem er ihn betrachtet, dann wird David klar, dass Gott die Kontrolle über alles hat.

Stimmt! David hat recht. Weil das so ist. Weil Gott der Herr ist über meine Lebensumstände und über alles und jeden in dieser Welt, deshalb ist heute ein guter Tag. Und deswegen brauche ich mich nicht von negativen Gedanken steuern zu lassen, sondern kann getrost auf den blicken, dessen Name herrlich ist in allen Landen.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Die Antwort ist: Liebe

„Was muss ich tun, damit du mich wieder lieb hast?“ Das ist eine richtig dumme Frage. Aber ich muss zugeben, dass ich sie sie selbst schon manchmal gestellt habe. Wenn auch nicht laut, dann doch innerlich, in einem zerknirschten Selbstgespräch. „Was muss ich tun, damit du mich wieder lieb hast?“ Da habe ich so richtig Mist gebaut, jemanden, den ich schätze und liebe, sehr verletzt. Und spontan frage ich danach, wie ich das wohl wieder reparieren kann. Ich bin eben ein Mann, praktisch veranlagt, lösungsorientiert. „Bring ihr doch mal ein paar Blumen mit.“ Ist einer der üblichen Sprüche unter Männern, wenn einer davon erzählt, dass er seine Frau oder Freundin verletzt hat. Als ob das so einfach wäre. Als ob man die Liebe eines anderen Menschen kaufen könnte.

Was für die Beziehung zwischen zwei Menschen gilt, das gilt auch für die Liebe zu Gott. Seine Liebe kann ich mir nicht kaufen. Nicht durch viele gute Taten oder einen besonders heiligen Lebenswandel. Gott will geliebt werden. Einfach so, aus tiefstem Herzen mit ganzer Seele und meinem ganzen Verstand. Er reagiert nicht auf kluge Sprüche oder gute Taten, er reagiert auf Liebe. So steht es schon im 1. Brief an die Korinther: „Wer Gott liebt, dem wendet sich Gott in Liebe zu.“ So einfach ist das. Nichts kann ich tun. Außer lieben: Gott und meinen Nächsten wie mich selbst. Also: Meinen Nachbarn, meinen Arbeitskollegen, den Busfahrer, die Frau an der Supermarktkasse. Gutes tun, ein Lächeln schenken und die Menschen segnen, die mir heute begegnen. Viel Spaß dabei.

Autor: Stefan Loß

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Hast du kurz Zeit Gott?

Ich staune nicht schlecht. Einer meiner Professoren hat tatsächlich die Tür zu seinem Büro offen. Und nicht nur einen winzigen Spalt. Sondern sperrangelweit geöffnet. Ich sehe ihn an seinem mächtigen Schreibtisch sitzen und grüße etwas schüchtern mit zögerlich erhobener Hand. Er lächelt mir zu und grüßt zurück. Das habe ich bis dahin noch nie erlebt. Ein hochdekorierter Gelehrter, dessen Zugang zu seinem Allerheiligsten offen steht. Offen für jede Studentin und jeden Studenten, die Hilfe von ihrem Professor brauchen.

So ungewöhnlich diese Situation damals für mich gewesen ist, so ungewöhnlich ist es im Grunde genommen auch, dass Gott es genauso macht. Im übertragenen Sinn steht die Tür zu seinem Arbeitszimmer auch jederzeit offen. Offen für jeden, der das persönliche Gespräch mit seinem Schöpfer sucht. David, vor etwa 3000 Jahren Musiker, Dichter, Soldat und Staatsmann in Israel, formuliert das so: „Ich erinnere mich an deine Weisung; du hast gesagt: »Kommt zu mir!« Darum suche ich deine Nähe, Gott.“ 

Was für viele Menschen und in mancher Religion völlig unvorstellbar ist, das ist bei dem Gott Israels geradezu eine Aufforderung. Sucht das ganz persönliche Gespräch mit mir. Zu mir darf jeder kommen, der mich von ganzem Herzen sucht. Der nach mir fragt und auf mich hören will. Ganz direkt darf jede und jeder ihn aufsuchen, ihren und seinen Schöpfer. Gott sucht die persönliche Nähe zu mir. Das ist mir schon fast zu hoch. Aber ganz offensichtlich ist es wahr. Seine Tür steht offen. Und das nicht nur für mich. Sondern auch für Sie.

Autor: Steffen Brack

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Hast du kurz Zeit Gott?

Ich staune nicht schlecht. Einer meiner Professoren hat tatsächlich die Tür zu seinem Büro offen. Und nicht nur einen winzigen Spalt. Sondern sperrangelweit geöffnet. Ich sehe ihn an seinem mächtigen Schreibtisch sitzen und grüße etwas schüchtern mit zögerlich erhobener Hand. Er lächelt mir zu und grüßt zurück. Das habe ich bis dahin noch nie erlebt. Ein hochdekorierter Gelehrter, dessen Zugang zu seinem Allerheiligsten offen steht. Offen für jede Studentin und jeden Studenten, die Hilfe von ihrem Professor brauchen.

So ungewöhnlich diese Situation damals für mich gewesen ist, so ungewöhnlich ist es im Grunde genommen auch, dass Gott es genauso macht. Im übertragenen Sinn steht die Tür zu seinem Arbeitszimmer auch jederzeit offen. Offen für jeden, der das persönliche Gespräch mit seinem Schöpfer sucht. David, vor etwa 3000 Jahren Musiker, Dichter, Soldat und Staatsmann in Israel, formuliert das so: „Ich erinnere mich an deine Weisung; du hast gesagt: »Kommt zu mir!« Darum suche ich deine Nähe, Gott.“ 

Was für viele Menschen und in mancher Religion völlig unvorstellbar ist, das ist bei dem Gott Israels geradezu eine Aufforderung. Sucht das ganz persönliche Gespräch mit mir. Zu mir darf jeder kommen, der mich von ganzem Herzen sucht. Der nach mir fragt und auf mich hören will. Ganz direkt darf jede und jeder ihn aufsuchen, ihren und seinen Schöpfer. Gott sucht die persönliche Nähe zu mir. Das ist mir schon fast zu hoch. Aber ganz offensichtlich ist es wahr. Seine Tür steht offen. Und das nicht nur für mich. Sondern auch für Sie.

Autor: Steffen Brack

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Der Preis der Treue

Eigentlich hatte Daniel nichts falsch gemacht. Im Gegenteil, alles was er tat war gut und richtig. Er war treu seinem Gott gegenüber und treu seinem König Darius gegenüber. Vielleicht war es das, was seine Gegner an ihm hassten. Sie sorgten dafür, dass Daniel für eine Nacht in einer Löwengrube landete. Wie haben sie das geschafft? Indem sie Darius einflüsterten, ein seltsames Gesetz zu erlassen: 30 Tage lang sollte niemand etwas von jemandem erbitten, außer vom König selbst. Daniel wusste natürlich von diesem Gesetz. Trotzdem betete er weiter drei Mal täglich zu seinem Gott. Und schon hatte er das Gesetz gebrochen.

Daniel hatte sich in eine lebensbedrohliche Situation manövriert. Hätte er für dreißig Tage aufhören sollen zu Gott zu beten? Dann wäre ihm das zumindest nicht passiert. Ich bin mir nicht sicher, wie ich gehandelt hätte. Für Daniel war die Sache klar: Seine Treue zu Gott war ihm mehr wert als alles. So landet er also in der Löwengrube.

Als Darius am nächsten Tag kommt, um zu sehen, ob Daniel noch lebt, ruft der ihm aus der Löwengrube zu: Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen den Rachen zugehalten hat, sodass sie mir kein Leid antun konnten.“ So steht es im Buch Daniel, Kapitel 6.

Daniel war treu gegenüber Gott, um jeden Preis. Und Gott war Daniel gegenüber treu. Daniel hatte Gott den Platz in seinem Leben gegeben, der ihm gebührt: Den ersten Platz, noch vor König Darius. Das möchte ich auch: Gott an die erste Stelle setzen, ihm treu sein und täglich seine Gegenwart suchen. Seine Treue am eigenen Leib erfahren.

Autor: Tobias Schier

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Der Preis der Treue

Eigentlich hatte Daniel nichts falsch gemacht. Im Gegenteil, alles was er tat war gut und richtig. Er war treu seinem Gott gegenüber und treu seinem König Darius gegenüber. Vielleicht war es das, was seine Gegner an ihm hassten. Sie sorgten dafür, dass Daniel für eine Nacht in einer Löwengrube landete. Wie haben sie das geschafft? Indem sie Darius einflüsterten, ein seltsames Gesetz zu erlassen: 30 Tage lang sollte niemand etwas von jemandem erbitten, außer vom König selbst. Daniel wusste natürlich von diesem Gesetz. Trotzdem betete er weiter drei Mal täglich zu seinem Gott. Und schon hatte er das Gesetz gebrochen.

Daniel hatte sich in eine lebensbedrohliche Situation manövriert. Hätte er für dreißig Tage aufhören sollen zu Gott zu beten? Dann wäre ihm das zumindest nicht passiert. Ich bin mir nicht sicher, wie ich gehandelt hätte. Für Daniel war die Sache klar: Seine Treue zu Gott war ihm mehr wert als alles. So landet er also in der Löwengrube.

Als Darius am nächsten Tag kommt, um zu sehen, ob Daniel noch lebt, ruft der ihm aus der Löwengrube zu: Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen den Rachen zugehalten hat, sodass sie mir kein Leid antun konnten.“ So steht es im Buch Daniel, Kapitel 6.

Daniel war treu gegenüber Gott, um jeden Preis. Und Gott war Daniel gegenüber treu. Daniel hatte Gott den Platz in seinem Leben gegeben, der ihm gebührt: Den ersten Platz, noch vor König Darius. Das möchte ich auch: Gott an die erste Stelle setzen, ihm treu sein und täglich seine Gegenwart suchen. Seine Treue am eigenen Leib erfahren.

Autor: Tobias Schier

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Nicht zur?ckblicken!

Es gibt in der Bibel Stellen, die sind schön und angenehm, leicht zu verstehen und einfach umzusetzen. Andere Stellen liegen beim Lesen eher quer im Magen und bereiten in gewisser Weise Unbehagen. Ein Abschnitt aus dem Lukasevangelium zählt zur letzteren Gattung. Dort geht es darum, dass ein Mensch zu Jesus kommt und ihm sagt, dass er Jesus folgen will. Jesus fordert wiederum andere dazu auf, ihm zu folgen. Mit der Nachfolge ist das scheinbar nicht ganz so einfach. Den einen stößt Jesus vor den Kopf, indem er ihm klar macht, dass die Nachfolge kein Zuckerschlecken ist. Die anderen wiederum haben noch dringende persönliche Dinge zu erledigen. Die haben Vorrang. Und da haut Jesus diesen Satz raus: »Wer die Hand an den Pflug legt und dann zurückschaut, ist nicht brauchbar für das Reich Gottes.« 

Hm. Sieht so Mitarbeitermotivation aus? Der Satz ist Grundlage für eine zwei Jahrtausende währende Geschichte der Entbehrung im Dienst der Kirche oder von geistlichen Orden. So verstanden, steht der Dienst für Jesus über allem, sogar über der eigenen Familie. Natürlich ist das eine völlig legitime Lesart - man kann diesen Satz durchaus so verstehen. 

Ich sehe aber auch noch einen anderen Ansatz. Wer ein Leben mit Gott führt, der sollte nicht mehr auf seine Vergangenheit blicken. Egal wie die ausgesehen hat. Das ist das Geniale an der Umkehr zu Gott. Ein völliger Neustart ist tatsächlich möglich. Der Blick zurück wäre verkehrt und kontraproduktiv.

Autor: Horst Kretschi

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Nicht zurückblicken!

Es gibt in der Bibel Stellen, die sind schön und angenehm, leicht zu verstehen und einfach umzusetzen. Andere Stellen liegen beim Lesen eher quer im Magen und bereiten in gewisser Weise Unbehagen. Ein Abschnitt aus dem Lukasevangelium zählt zur letzteren Gattung. Dort geht es darum, dass ein Mensch zu Jesus kommt und ihm sagt, dass er Jesus folgen will. Jesus fordert wiederum andere dazu auf, ihm zu folgen. Mit der Nachfolge ist das scheinbar nicht ganz so einfach. Den einen stößt Jesus vor den Kopf, indem er ihm klar macht, dass die Nachfolge kein Zuckerschlecken ist. Die anderen wiederum haben noch dringende persönliche Dinge zu erledigen. Die haben Vorrang. Und da haut Jesus diesen Satz raus: »Wer die Hand an den Pflug legt und dann zurückschaut, ist nicht brauchbar für das Reich Gottes.« 

Hm. Sieht so Mitarbeitermotivation aus? Der Satz ist Grundlage für eine zwei Jahrtausende währende Geschichte der Entbehrung im Dienst der Kirche oder von geistlichen Orden. So verstanden, steht der Dienst für Jesus über allem, sogar über der eigenen Familie. Natürlich ist das eine völlig legitime Lesart - man kann diesen Satz durchaus so verstehen. 

Ich sehe aber auch noch einen anderen Ansatz. Wer ein Leben mit Gott führt, der sollte nicht mehr auf seine Vergangenheit blicken. Egal wie die ausgesehen hat. Das ist das Geniale an der Umkehr zu Gott. Ein völliger Neustart ist tatsächlich möglich. Der Blick zurück wäre verkehrt und kontraproduktiv.

Autor: Horst Kretschi

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Das Unrecht stoppen

Diese Geschichte klingt wie ein aktuelles Nachrichtenformat dieser Tage: Gotteshäuser werden niedergebrannt, Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt, verschleppt, getötet. 

Doch dieser Text reicht mehrere Tausend Jahre zurück. Ich spreche von Psalm 74. Der Liederdichter Asaf hat ihn geschrieben. Schreckliche Dinge muss Asaf miterleben, wie sein Volk zerschlagen und geschändet wird durch die Feinde. Und so fleht er Gott an: 

"Erinnere dich daran, dass wir dein Volk sind! Vor langer Zeit hast du uns angenommen und uns aus der Gefangenschaft befreit."

Asaf möchte Gott mit diesem Psalmlied bestürmen. Gott an seine Treue gemahnen, die er seinem Volk doch immer wieder hat zuteil werden lassen. Bemerkenswert: Dieses Psalmlied hat kein Happy End. Bis zum Schluss bleibt es eine einzige große Klage. Man kann es nur ertragen, wenn man es im Gesamtzusammenhang der Bibel liest. Genau aber das finde ich realistisch. In Psalm 74 wird deutlich: Mit langen Durststrecken im Leben ist zu rechnen. Auch mit anhaltender Verfolgung.

Wendet sich Gott deshalb ab? Nein, vielmehr will er uns gebrauchen, so wie er Asaf gebraucht. Wir sollen runter von der Zuschauerbank und eintreten für die Entrechteten. Da, wo immer es geht, einstehen für ihre Sache, für ihre Leben: Verfolgung, Unterdrückung und Hunger beim Namen nennen. Deshalb geht das Lied von Asaf weiter. Es ist die Begleitmusik zu unseren alltäglichen Nachrichten. Es soll uns aufrütteln und ganz im Gottvertrauen in Aktion bringen. Denn nur so kann das Unrecht endlich gestoppt werden.

Autor: Andreas Odrich

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Das Unrecht stoppen

Diese Geschichte klingt wie ein aktuelles Nachrichtenformat dieser Tage: Gotteshäuser werden niedergebrannt, Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt, verschleppt, getötet. 

Doch dieser Text reicht mehrere Tausend Jahre zurück. Ich spreche von Psalm 74. Der Liederdichter Asaf hat ihn geschrieben. Schreckliche Dinge muss Asaf miterleben, wie sein Volk zerschlagen und geschändet wird durch die Feinde. Und so fleht er Gott an: 

"Erinnere dich daran, dass wir dein Volk sind! Vor langer Zeit hast du uns angenommen und uns aus der Gefangenschaft befreit."

Asaf möchte Gott mit diesem Psalmlied bestürmen. Gott an seine Treue gemahnen, die er seinem Volk doch immer wieder hat zuteil werden lassen. Bemerkenswert: Dieses Psalmlied hat kein Happy End. Bis zum Schluss bleibt es eine einzige große Klage. Man kann es nur ertragen, wenn man es im Gesamtzusammenhang der Bibel liest. Genau aber das finde ich realistisch. In Psalm 74 wird deutlich: Mit langen Durststrecken im Leben ist zu rechnen. Auch mit anhaltender Verfolgung.

Wendet sich Gott deshalb ab? Nein, vielmehr will er uns gebrauchen, so wie er Asaf gebraucht. Wir sollen runter von der Zuschauerbank und eintreten für die Entrechteten. Da, wo immer es geht, einstehen für ihre Sache, für ihre Leben: Verfolgung, Unterdrückung und Hunger beim Namen nennen. Deshalb geht das Lied von Asaf weiter. Es ist die Begleitmusik zu unseren alltäglichen Nachrichten. Es soll uns aufrütteln und ganz im Gottvertrauen in Aktion bringen. Denn nur so kann das Unrecht endlich gestoppt werden.

Autor: Andreas Odrich

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Eine neue Frage f?r mein Leben

Was muss ich tun, damit es mir gut geht? Diese Frage prägt unser Leben. Sie beginnt schon in der Kindheit: Was muss ich tun, damit meine Eltern mich belohnen? Und begleitet bis hin zum Arbeitsplatz: Was muss ich tun, damit meine Chefin mit mir zufrieden ist? Und manche übertragen dieses Denken in Ursache und Wirkung auf Gott: Ich tue, was Gott will – und dafür schenkt Gott mir ein gutes Leben und hält schlechte Dinge von mir fern.

Und finden wir dieses Denken nicht schon in der Bibel?  Zum Beispiel hier in Psalm 106, wo es in Vers 3 heißt:

Glücklich zu preisen sind alle, die sich an das Recht halten, die gerecht handeln zu jeder Zeit.

Tue das Richtige, und du wirst glücklich? Nein, so einfach ist es nicht. Denn Psalm 106 erzählt sehr ehrlich, dass auch gute Menschen schlechte Entscheidungen treffen – Vers 6: „Wir haben gesündigt, so wie schon unsere Vorfahren, wir haben Unrecht getan und gottlos gehandelt“. Und der Psalm erzählt von Gott, der diesen Menschen trotzdem hilft: „Viele Male befreite Gott sie aus ihrer Not, doch sie beharrten eigensinnig auf ihrem falschen Weg. Durch ihre Schuld ging es immer weiter bergab mit ihnen. Doch Gott sah ihre Not und hörte ihr Schreien…  so reich wie seine Gnade war nun auch sein Mitleid mit ihnen“.

So ist Gott. Er begegnet denen mit Gnade, die sich an ihn wenden. Nicht weil sie gut sind, sondern weil Gott gut ist. Und diese Gnade gibt mir eine neue, eine bessere Frage für mein Leben. Aus „Was muss ich tun, damit es mir gut geht?“ wird die Frage: „Wenn Gott so gnädig mit mir ist - wie will ich dann heute leben?“

Autor: Dr. J?rg Dechert

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Eine neue Frage für mein Leben

Was muss ich tun, damit es mir gut geht? Diese Frage prägt unser Leben. Sie beginnt schon in der Kindheit: Was muss ich tun, damit meine Eltern mich belohnen? Und begleitet bis hin zum Arbeitsplatz: Was muss ich tun, damit meine Chefin mit mir zufrieden ist? Und manche übertragen dieses Denken in Ursache und Wirkung auf Gott: Ich tue, was Gott will – und dafür schenkt Gott mir ein gutes Leben und hält schlechte Dinge von mir fern.

Und finden wir dieses Denken nicht schon in der Bibel?  Zum Beispiel hier in Psalm 106, wo es in Vers 3 heißt:

Glücklich zu preisen sind alle, die sich an das Recht halten, die gerecht handeln zu jeder Zeit.

Tue das Richtige, und du wirst glücklich? Nein, so einfach ist es nicht. Denn Psalm 106 erzählt sehr ehrlich, dass auch gute Menschen schlechte Entscheidungen treffen – Vers 6: „Wir haben gesündigt, so wie schon unsere Vorfahren, wir haben Unrecht getan und gottlos gehandelt“. Und der Psalm erzählt von Gott, der diesen Menschen trotzdem hilft: „Viele Male befreite Gott sie aus ihrer Not, doch sie beharrten eigensinnig auf ihrem falschen Weg. Durch ihre Schuld ging es immer weiter bergab mit ihnen. Doch Gott sah ihre Not und hörte ihr Schreien…  so reich wie seine Gnade war nun auch sein Mitleid mit ihnen“.

So ist Gott. Er begegnet denen mit Gnade, die sich an ihn wenden. Nicht weil sie gut sind, sondern weil Gott gut ist. Und diese Gnade gibt mir eine neue, eine bessere Frage für mein Leben. Aus „Was muss ich tun, damit es mir gut geht?“ wird die Frage: „Wenn Gott so gnädig mit mir ist - wie will ich dann heute leben?“

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Balsam f?r die geschundene Seele

Das ist Balsam für die geschundene Seele. Ein Volk, unterdrückt von seinen Peinigern, bekommt eine neue Vision. Im 60. Kapitel des Propheten Jesaja ist von einer ruhmreichen Zukunft die Rede, von einer Zeit, in der Israel zu ungeahntem Wohlstand, zu Reichtum und Anerkennung unter seinen bisherigen Feinden aufsteigen wird. Und fast könnte man das alles als eine große Utopie eines Volkes abtun, das sich selbst seinen Rachegott zimmert – wenn da nicht mittendrin eine erstaunliche Bemerkung Gottes wäre:

„Du wirst erkennen, dass ich, der Herr, dein Retter bin und dein Erlöser, der Mächtige Jakobs.“

Auf einmal wird klar: Hier geht es nicht um einen Kriegsgott, der die Existenz eines Volkes durch Überwindung und Demütigung der Feinde sichert. Hier geht es um den wahren Gott, der sein Volk schon immer begleitet hat. Der bei ihm ist, der sich erbarmt, rettet, erlöst – und der ihm eine gute Zukunft als unverdientes Geschenk zukommen lässt.

So ist Gott. Und jeder, der sich diesem Gott anvertraut, ist aufgerufen, dieses Wesen Gottes widerzuspiegeln. Menschen, die Gott ernst nehmen, treten nicht triumphalistisch auf. Stattdessen lassen sie sich von seinem Geist der Gnade anstecken. Weil sie selbst Gnade erfahren haben, können sie anderen gnädig begegnen.

Autor: Oliver Jeske

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Balsam für die geschundene Seele

Das ist Balsam für die geschundene Seele. Ein Volk, unterdrückt von seinen Peinigern, bekommt eine neue Vision. Im 60. Kapitel des Propheten Jesaja ist von einer ruhmreichen Zukunft die Rede, von einer Zeit, in der Israel zu ungeahntem Wohlstand, zu Reichtum und Anerkennung unter seinen bisherigen Feinden aufsteigen wird. Und fast könnte man das alles als eine große Utopie eines Volkes abtun, das sich selbst seinen Rachegott zimmert – wenn da nicht mittendrin eine erstaunliche Bemerkung Gottes wäre:

„Du wirst erkennen, dass ich, der Herr, dein Retter bin und dein Erlöser, der Mächtige Jakobs.“

Auf einmal wird klar: Hier geht es nicht um einen Kriegsgott, der die Existenz eines Volkes durch Überwindung und Demütigung der Feinde sichert. Hier geht es um den wahren Gott, der sein Volk schon immer begleitet hat. Der bei ihm ist, der sich erbarmt, rettet, erlöst – und der ihm eine gute Zukunft als unverdientes Geschenk zukommen lässt.

So ist Gott. Und jeder, der sich diesem Gott anvertraut, ist aufgerufen, dieses Wesen Gottes widerzuspiegeln. Menschen, die Gott ernst nehmen, treten nicht triumphalistisch auf. Stattdessen lassen sie sich von seinem Geist der Gnade anstecken. Weil sie selbst Gnade erfahren haben, können sie anderen gnädig begegnen.

Autor: Oliver Jeske

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Wo Gerechtigkeit sprie?t

Was für ein Glück, dass Gott in einer fruchtbaren, lebensfreundlichen Region dieser Welt Geschichte gemacht hat mit der Menschheit. Die Bibel legt Zeugnis davon ab – von der ersten bis zur letzten Seite. Wimmelndes Leben, Flora und Fauna, sattes Grün, schmackhafte Früchte, sprudelndes Wasser. Das ist nicht selbstverständlich – es gibt auf diesem Planeten ja auch das Gegenteil: lebensfeindliche Regionen – eiskalt, glühend heiß, staubtrocken, unwegsam, unwirtlich. Aber Gott braucht die üppige Natur auch als Reservoir für die Bilder, mit denen er seine Absichten mit uns Menschen illustriert.

Die Herrnhuter Losung für den heutigen Tag ist so ein Beispiel. Ein Satz aus den letzten Kapiteln des Buches Jesaja: „Wie die Erde hervorbringt, was sprießt, (und wie der Garten seine Saaten sprießen lässt,) so wird Gott der HERR Gerechtigkeit sprießen lassen und Ruhm vor allen Nationen.“ Das Bild leuchtet sofort ein. Ich muss nur einen Blick in den Garten werfen, der in den letzten Tagen ein paar Liter Regen abbekommen hat und genügend Wärme und Sonne: Es blüht und grünt an allen Ecken, die Erdbeeren röten sich vor Begeisterung, der Melone im Hochbeet kann man beim Wachsen zusehen, Farne, Minze, Lavendel wuchern geradezu, die Johannisbeeren pumpen sich auf mit Fruchtzucker und Vitamin C.

So also wird Gott Gerechtigkeit sprießen lassen auf dieser Erde. Gute Nachricht für die Gedemütigten, Entrechteten, Übervorteilten dieser Welt. Und schlechte Neuigkeiten für die Selbstgerechten, Raffgierigen und Hartherzigen. Und es ist keine Frage, auf welcher Seite ich sein will. Das verpflichtet.  

Autor: Markus Baum

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Wo Gerechtigkeit sprießt

Was für ein Glück, dass Gott in einer fruchtbaren, lebensfreundlichen Region dieser Welt Geschichte gemacht hat mit der Menschheit. Die Bibel legt Zeugnis davon ab – von der ersten bis zur letzten Seite. Wimmelndes Leben, Flora und Fauna, sattes Grün, schmackhafte Früchte, sprudelndes Wasser. Das ist nicht selbstverständlich – es gibt auf diesem Planeten ja auch das Gegenteil: lebensfeindliche Regionen – eiskalt, glühend heiß, staubtrocken, unwegsam, unwirtlich. Aber Gott braucht die üppige Natur auch als Reservoir für die Bilder, mit denen er seine Absichten mit uns Menschen illustriert.

Die Herrnhuter Losung für den heutigen Tag ist so ein Beispiel. Ein Satz aus den letzten Kapiteln des Buches Jesaja: „Wie die Erde hervorbringt, was sprießt, (und wie der Garten seine Saaten sprießen lässt,) so wird Gott der HERR Gerechtigkeit sprießen lassen und Ruhm vor allen Nationen.“ Das Bild leuchtet sofort ein. Ich muss nur einen Blick in den Garten werfen, der in den letzten Tagen ein paar Liter Regen abbekommen hat und genügend Wärme und Sonne: Es blüht und grünt an allen Ecken, die Erdbeeren röten sich vor Begeisterung, der Melone im Hochbeet kann man beim Wachsen zusehen, Farne, Minze, Lavendel wuchern geradezu, die Johannisbeeren pumpen sich auf mit Fruchtzucker und Vitamin C.

So also wird Gott Gerechtigkeit sprießen lassen auf dieser Erde. Gute Nachricht für die Gedemütigten, Entrechteten, Übervorteilten dieser Welt. Und schlechte Neuigkeiten für die Selbstgerechten, Raffgierigen und Hartherzigen. Und es ist keine Frage, auf welcher Seite ich sein will. Das verpflichtet.  

Autor: Markus Baum

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Sein Wort ist nicht gebunden

„Darauf hast Du mein Wort“, so sagen wir im miteinander, wenn wir uns gegenseitige Wahrheit und Verbindlichkeit versprechen. Ein Wort, welches mehr Gewicht hat als alle möglichen Verträge, Protokolle oder Notizen. Ich versuche mich in meinem Leben nur mit Menschen zu umgeben, auf deren Wort ich zählen kann. Wo ich mir sicher sein kann, dass ihr Wort zählt und gilt.

Bei Gott, so heißt es im 2. Timotheus Brief Kapitel 2, Vers 9, ist das auch so. Hier heißt es: „Gottes Wort ist nicht gebunden.“ Das scheint zunächst ein Wiederspruch zu sein, ist es aber nicht. Denn Gottes Wort lässt sich nicht in Fesseln legen. Es ist der Gegensatz zu der Situation des Schreibers des Briefes, Paulus, der zu der Zeit in Ketten liegt. Paulus berichtet davon, dass die Menschen Gott gehorchen sollen und das gefällt zu der Zeit nicht jedem.

Gottes Wort ist frei, nicht gebunden; dennoch zählt es. Deshalb will Paulus, dass wir Gottes Wort etwas zutrauen, es wertschätzen, es nicht belanglos machen oder machen lassen. Paulus ruft uns auf, um und für Gottes Wort zu kämpfen.

In einer Zeit in der mehr geredet als nachgedacht wird, müssen wir uns die Gabe des Zuhörens erhalten. Wessen Wort zählt, wessen Rede ist frei von Hintergedanken und Tücke? Zum Glück dürfen wir uns als Kinder Gottes auf das gütige Wort unseres Vaters verlassen. Sein Wort ist nicht gebunden, auf seine Wahrheit ist Verlass.

Autor: Dariush Ghobad

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