ERF Plus - Anstoß

Hebräer 11,21

Jakob hatte lange in der Schule Gottes zugebracht. Anfangs hatte er sein Schicksal selbst in die Hand genommen. Das hatte ihm die Flucht aus dem Elternhaus und 14 Jahre im Dienst seines Onkels Laban eingebracht. Viele Jahre später und um manche Erfahrung reicher, war er Gott begegnet und das hatte sein Leben grundlegend verändert. Aus dem Fersenhalter – das ist die Bedeutung des Namens Jakob – wurde der Gotteskämpfer, Israel.

Die neue Identität bescherte ihm allerhand Herausforderungen: Unter anderem den Schmerz, einen Sohn zu verlieren. Aber Jakob blieb fest in seiner Beziehung zu dem, der sein Leben umgekrempelt und ihn reich gesegnete hatte, dem Gott seines Großvaters Abraham und seines Vaters Isaak. Dieser Glaube machte es möglich, am Ende eines Lebens einen Segen auszusprechen. In Hebräer 11, Vers 21 wird davon berichtet:

„Durch den Glauben segnete Jakob, als er starb, die beiden Söhne Josefs.“ Hebräer 11,21.

Bis heute ist Gott bekannt, als der Gott Abrahams, Isaaks und … Jakobs. Mit seinem Leben hinterließ Jakob ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Gott auf krummen Lebenslinien Geschichte schreiben und nachhaltig Segen wirken kann.

Und wie ist das mit mir? Wie mit Ihnen? Derselbe allmächtige Gott will durch Jesus Christus in meinem und Ihrem Leben Segen möglich machen. Ja, Sie und ich, wir dürfen Segensträger werden, wenn wir – wie Jakob – Gott an die erste Stelle im Leben stellen.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Philipper 2, 13

Kein`Bock

„Kannst du deinen Teller in die Spülmaschine räumen?“ „Kein‘ Bock!“ „Kannst du den Müll rausbringen?“ „Kein´Bock.“ „Kannst du den Kaninchenstall ausmisten?“ „Kein´ Bock.“ Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als mir alles zu viel war. Meine Eltern würden wohl sagen: Als Tobias faul wie ein Hund war. Und das stimmt, ich hatte tatsächlich keinen wirklichen Grund, die Dinge, um die gebeten wurde nicht zu tun. Ich wollte einfach nicht – hatte keinen Bock.

Heute bin ich selber Papa und sehe die Bitten meiner Eltern ganz anders. Was steckt hinter solchen Bitten? Die Kinder Eigenverantwortung zu lehren und ihnen zu zeigen. Wer Teil einer Gemeinschaft ist, hat nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Wie funktioniert „miteinander leben“ auf eine gute Art und Weise? Dieses Verständnis für den größeren Zusammenhang muss bei den Kindern erst einmal geweckt werden und wachsen. „Keinen Bock“ zu haben ist also erst einmal ganz normal, aber wenn es gut läuft, verstehen sie irgendwann das große Bild und bringen sich ein.

Manchmal will Gott etwas von mir, auf das ich überhaupt keinen Bock habe. Einfach so keinen Bock, oder vielleicht habe ich auch meine Gründe: Verletzt sein, beleidigt sein, stolz sein, egoistisch sein,… Da gibt’s viele Punkte, die ich anführen könnte. Gott möchte aber den Willen für seine Sache in mir fördern. Das tut er auch, indem er nicht locker lässt, mich immer wieder bittet. Je öfter ich dann dem Willen Gottes entspreche, erlebe ich, wie er mir die Kraft dazu gibt. Und er weitet mir mehr und mehr den Blick. Für die kleinen und die großen Zusammenhänge in der direkten Beziehung zu ihm und zu meinem Umfeld.

 

Dann will ich irgendwann von ganz alleine, ohne, dass ich extra gebeten werden muss. Gott will mich gebrauchen. Dafür schenkt er mir, was ich brauche. Wie der Apostel Paulus vor knapp 2000 Jahren schon so treffend in seinem Brief an die Philipper formulierte: „Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.“

 

Autor: Tobias Schier

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1. Johannes 2,1

Manchmal brauche ich jemanden, der ein gutes Wort für mich einlegt. Der begehrte Praktikumsplatz oder die schöne Wohnung sind mitunter leichter zu bekommen, wenn ich einen Fürsprecher habe, der sich für mich einsetzt. Auch in der Kindererziehung ist das manchmal wichtig. Mama oder Papa werden dann zum Fürsprecher, wenn die Kinder mal wieder was ausgefressen haben. Wer jetzt denkt: So einen Fürsprecher hätte ich auch gerne, dem sei gesagt: Den hat jeder Mensch, der diesen Fürsprecher gerne für sich in Anspruch nehmen will. Er heißt Jesus Christus. Der verschafft mitunter auch einen Job oder Wohnung, aber vor allem verschafft er Gerechtigkeit bei Gott. Der Apostel Johannes schreibt dazu: „Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.“ (1. Johannes 2,1) Meine Sünde führt zu Ungerechtigkeit, die nicht mit Gott zusammenpasst. Egal, wie sehr ich versuche, ein fehlerfreies und gutes Leben zu führen, es gelingt mir nie zu einhundert Prozent. Völlig ausgeschlossen. Und da tritt Jesus für mich ein. Er macht mich gerecht vor Gott und zieht meinen Kopf aus der Schlinge. Das hat er ein für alle Mal getan, als er vor 2000 Jahren am Kreuz für die Sünde aller Menschen gestorben ist. Und das tut er täglich neu. Beruhigend, so einen Fürsprecher zu haben.

Autor: Horst Kretschi

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5. Mose 32,4

40 Jahre unterwegs im Auftrag des Herrn. Als Anführer eines zwar liebenswerten aber störrischen Volkes, das alles macht, nur nicht das, was es soll.

Es ist Mose, dem diese Aufgabe zugefallen war. Er hat das Volk Israel durch die Wüste geführt, mit allen Höhen und Tiefen, mit allen Stürmen und Anfechtungen.

Jetzt ist es Zeit, Bilanz zu ziehen. Und Mose schreibt mit seiner Abschiedsrede Geschichte Gottes: "Treu ist Gott und kein Böses an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er." 

In der Tat: Mose ging dem Volk voran. Aber es war immer noch einer vor ihm. Nicht um ihn zu überrunden, sondern um ihm bei allen Unwägbarkeiten den Weg zu ebnen: Gott selbst. Auf ihn konnte sich Mose immer verlassen.

An der Spitze eines Unternehmens ist die Luft oft dünn und die Freunde rar gesät. Aber eben nur auf menschlicher Ebene. Mose kann auf Gott vertrauen und muss sich nicht allein durchschlagen. Das ist der eigentliche Mehrwert einer Berufung durch Gott. Was für gute Möglichkeiten. Was für ein Sicherheitspolster. Nicht zum Ausruhen, aber zum Durchhalten. Gott bietet das den Leuten an, die er beruft, und es liegt auf der Hand, dieses Angebot nicht auszuschlagen und davon zu profitieren, so wie Mose.

Autor: Andreas Odrich

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1. Mose 2,15

Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.

Das steht auf den ersten Seiten der Bibel, in der Erzählung vom Anfang, von Gott und dem Menschen und dem Paradies. Wie so oft staune ich auch hier, wie die Bibel viel Bedeutung in wenige Worte verpackt.

Gott nahm den Menschen… das bedeutet: Der Schöpfer lässt seine Geschöpfe nicht allein in der Welt zurück. Er sucht den Kontakt. Er verfolgt einen Plan. Er geht absichtsvoll mit seinen Menschen um. Auch mit mir.

Gott nahm den Menschen… und setzte ihn in den Garten Eden… Gott setzt Menschen bewusst ein, an einen bestimmten Ort. Ich glaube, es ist kein Zufall, wo ich im Leben lande. Gott füllt keine Lücken mit irgendjemanden, den er gerade finden kann. Er nimmt mich, und er weist mir einen Platz zuh. Ganz bewusst.

Gott nahm den Menschen…und setzte ihn in den Garten Eden… dass er ihn bebaute und bewahrte… Wir Menschen sind genommen und gesetzt, um zu bebauen und zu bewahren. Gott hat ein großes Vertrauen zu uns, das zu gestalten und zu schützen, was er ins Leben gerufen hat und was eigentlich ihm gehört.

Nun ist unser Leben selten ein Garten Eden. Nicht alles, was wir tun und erleben, ist von Gott so beabsichtigt. Aber gerade in schweren Zeiten gibt es mir Hoffnung und Würde, das zu wissen: Ich bin von Gott genommen. Ich bin von Gott gesetzt. Gott vertraut mir, zu bebauen und bewahren.

Und ich glaube, das gilt für Sie genauso.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Psalm 49,16

Wir Menschen sind schon seltsam gestrickt: Die Leiche im Sonntags-Tatort lässt viele kalt. Rettungskräfte beklagen sich über immer mehr Gaffer, wenn sie am Unfallort ums Überleben von Menschen ringen. Aber dass Neugierige massenweise in die Sterbestationen von Krankenhäusern oder in Sterbehospize pilgern, das ist undenkbar. Warum? Weil wir uns womöglich nicht der Tatsache stellen wollen: Ziemlich wahrscheinlich wird es einmal genau so mit uns zu Ende gehen.

Was ist die Alternative? Verdrängen! Wir lassen es uns im Hier und Heute gutgehen.  Das Leben genießen, daran ist an sich auch nichts Schlechtes. Problematisch wird es aber dann, wenn wir so leben, als würde es auf Ewigkeit so weitergehen. Als könnten wir uns mit unserem Geld von unser Vergänglichkeit freikaufen.

Diese Neigung hatten Menschen bereits zu allen Zeiten.  Der Dichter des  49. Psalms in der Bibel beklagt dies. Doch dann schreibt er Folgendes:

Mich aber wird Gott freikaufen aus den Klauen des Todes. Er wird mich zu sich holen. (Psalm 49,16)

Anders ausgedrückt: Kein Mensch kann mich vom Tod freikaufen. Aber Gott kann!

Wenn ich das weiß. Wenn ich das für mich annehme, dann kann ich das Leben umso mehr genießen. Weil ich nicht krampfhaft an materiellem Besitz klammere. Weil er mir nicht alles geben muss. Ja, dann kann ich auch einem Sterbenden die Hand halten. Weil ich weiß: Der Tod hat nicht das letzte Wort, sondern Gott.

Autor: Oliver Jeske

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Philipper 4,7

Das fass ich nicht. Das ist mir zu hoch. Das geht mir über die Hutschnur - schon erstaunlich, wie oft Menschen des 21. Jahrhunderts eingestehen oder zumindest behaupten, dass sie etwas nicht begreifen. Nun habe ich aber auch gelernt: Viel nach außen gezeigte Begeisterung ist gar nicht echt, sondern ist eine reine Show. Oft auch abgekupfert von irgendwelchen glamorösen Auftritten internationaler Stars. Und das ist noch nicht mal von vorneherein verwerflich - es ist ja auch eine Art Gesellschaftsspiel: Mit übertriebenen Ausrufen des Erstaunens machen wir uns lustig über die Welt des schönen Scheins. "Whow - Toll - Ich bin ja so was von geflasht" - da muss man immer 50 % abziehen und dann überprüfen: Wie großartig ist die Sache denn wirklich? 

Gute Eigenschaften ganz bewusst herausstellen und überhöhen, Erfolge über den grünen Klee loben - das ist keine Erfindung des Digitalzeitalters, das gab's zu allen Zeiten. Das hatten zum Beispiel die Rednerschulen der Antike auf dem Lehrplan. Das konnte man regelrecht studieren.  

Der Apostel Paulus hat einen ganz anderen, aber auch sehr wirksamen rhetorischen Kniff angewandt in seinem Brief an die Christen im mazedonischen Philippi. Nämlich Understatement. Untertreibung. Zitat: "Der Friede Gottes, der höher ist als als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren." Zitat Ende. Da ist die Hammeraussage dezent versteckt in einem Nebensatz. Nämlich: Bei Gott gibt es Frieden, nicht ein bisschen Frieden, sondern Mega-Frieden. Höher als alle Vernunft. Das ist wirklich nicht zu fassen. Das ist wirklich Whow. 

Autor: Markus Baum

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1. Johannes 2,24

Wenn ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe, dann beschreibt dies eine Orientierungslosigkeit, die mich manchmal überkommt, wenn ich zu sehr von Eindrücken überwältigt werde. Mir persönlich geht das oft so, dass ich so übermannt wurde von äußeren Impulsen, dass es mir sehr schwer gefallen ist, mich auf das zu konzentrieren, was mir wichtig ist.

Wenn ich zum Beispiel in einem Supermarkt einkaufen will, dann habe ich spätestens nach wenigen Minuten vergessen, was genau ich benötige, weil mich all die verlockenden Angebote links und rechts des Weges ganz durcheinander bringen. Die Lösung ist dann nur, dass ich mir vorher auf einem kleinen Zettel meine Warenwünsche notiere.

Ähnlich geht es mir jedes Mal, wenn ich im Gottesdienst sitze. Dabei ist der Effekt jedoch diesmal ein äußerst positiver. Oftmals komme ich gedankenversunken und beladen in den Gottesdienst. Doch nach der stimmungsvollen Musik, der geistreichen Predigt und in dem beeindruckenden Sakralbau, bleibe ich am Ende noch eine Weile ganz überwältigt auf meinem Platz sitzen. Dabei geht mir so vieles durch den Kopf und die Seele, dass ich meine kleinen Tagestief rasch vergessen habe.

Gott spricht immer wieder zu uns. Wir müssen nur Räume und Zeiten schaffen, ihn zu hören. Abseits von der Alltagshektik, jenseits der Routine – spricht er in uns. So wie es im Johannes Evangelium versprochen wurde: „Was ihr gehört habt von Anfang an, das bleibe in euch.“

Gottes Worte begleiten uns, leben in uns. So bete ich mit anderen: Vater im Himmel, wir wollen Dich hören.

Autor: Dariush Ghobad

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Offenbarung 1,5–6

Kennen Sie die Trilogie „Der Herr der Ringe“? Einer der nobelsten Charaktere im Film ist Aragorn. Aragorn ist nicht nur ein mutiger, gutaussehender Krieger. Er ist auch der rechtmäßige Erbe des Königs der Menschen. Der Höhepunkt der Trilogie ist, wenn im letzten Teil nach vielen, vielen Kämpfen der Ring und damit das Böse zerstört wird. Nach der finalen Schlacht wird Aragorn schließlich als König eingesetzt. Die Krönung des Königs ist gleichbedeutend mit dem Anbruch einer Ära des Friedens. Die Rückkehr des Königs ist gleichbedeutend mit dem Sieg über die Feinde der Menschheit. Es ist die Rückkehr von Recht und Gerechtigkeit. Der Film ist natürlich fantastisch gemacht und Tolkien hat die Geschichte meisterhalft erzählt. Aber wahr ist ebenfalls, das Tolkien diese Geschichte nicht erfunden hat. Er war inspiriert durch den einen wahrhaftigen König und dessen Rückkehr, die Rückkehr von dem König Jesus Christus.

Und genau von diesem Jesus Christus heißt es im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung: „Ihm, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut, und uns zu Königen und Priestern gemacht hat für seinen Gott und Vater – Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit!“ Ein Lobpreis für den wahrhaftigen Herrn dieser Welt, der uns Menschen liebt, uns von unseren Sünden befreit und uns in den Adelsstand hebt. Wenn ich das ernst nehmen, dann verändert das alles. Dann sind die Vorzeichen meines Lebens völlig andere. Dann heißt das nicht mehr: Ich glaube nur an mich und an das, was ich sehe, sondern ich glaube an diesen ewigen König, mit dem ich heute leben und Erfahrungen machen darf und der mit mir durch alle Zeiten geht. Ich setze meine gesamte Hoffnung auf diesen König Jesus Christus, für dieses Leben und für das Zukünftige.

Der "Herr der Ringe" - ein toller science fiction. Der Herr der Welt - ist real, zum Greifen nah und nur ein Gebet weit entfernt.  

Autor: Ulrike Schild

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Psalm 90,13

Mir ist, als würde ich die Länge und Last der Verantwortung in den Worten hören; stellvertretend ausgesprochen von Mose, niedergeschrieben in den Psalmen: 

„HERR, kehre dich doch endlich wieder zu uns und sei deinen Knechten gnädig!“ Psalm 90,13

Das klingt so, als ob Mose und die Menschen, die mit ihm unterwegs sind, sich verlassen von Gott vorkommen, obwohl er sie über viele Jahre hinweg begleitet hat.  

Zwei Gedanken kommen mir spontan in den Sinn.

Erstens: Mose ist nicht alleine. Er gebraucht das Wörtchen „uns“ und damit fühle ich mich eingeschlossen. Ich kenne nämlich solche Gefühle aus meinem eigenen Leben und Sie sicher auch. Es gibt Zeiten, da fühle ich mich niedergeschlagen und von allen verlassen, auch von Gott. Das können sehr einsame und dunkle Momente sein.

Zweitens: Ich weiß auch, dass objektiv betrachtet die Dinge sich nicht so verhalten, wie ich sie zu fühlen meine. Bloß weil ich verstimmt bin oder etwas getan habe, was vor Gott nicht bestehen kann, heißt das noch lange nicht, dass Gott plötzlich abwesend ist oder sich von mir abgewendet hat. Nein. Gott ist da und er wendet sich mir in Jesus Christus zu. Er will mein Leben wieder in Ordnung bringen.

Wieso ich das sagen kann? Nun, ich weiß, dass Gott die Bitte von Mose ein für alle Male erfüllt hat. Durch Jesus Christus hat Gott sich mir zugekehrt. Mehr noch: Er ist gnädig mit mir. – Genauso, wie es Mose sich seinerzeit erbeten hat. – Ist da nicht wunderbar?

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Psalm 50,2–3

Vor kurzem war wieder einmal der „Tag des offenen Denkmals“. Viele Sehenswürdigkeiten waren besonders herausgeputzt und wurden mit grundlegenden Informationen vorgestellt. So erfuhr ich über eine kleine Kapelle, die ich schon lange kannte, dass ihre Entstehung auf die Pilgerfahrten nach Jerusalem zurückzuführen ist. Darum hatte man sich unter anderem in Form und Ausrichtung an den Gegebenheiten in Jerusalem orientiert.

Schon lange verbindet man mit diesem zentralen Ort in Israel das Handeln Gottes, sowohl in der Vergangenheit, als auch für die Zukunft. Der Psalmdichter des 50. Psalms hat es so formuliert: „Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes. Unser Gott kommt und schweiget nicht.“ Zion als eine konkrete Örtlichkeit in Jerusalem wurde zum Synonym für die Stadt. In ihr wurde der Tempel gebaut, sie wurde für viele Menschen zu einem Wohnort Gottes. Und das Handeln Gottes an diesem Ort, sein Reden zu den Menschen, das wurde zu keinem Zeitpunkt so laut und deutlich wie durch den Kreuzestod und die Auferstehung von Jesus Christus. In ihm ist Gott Mensch geworden, durch ihn bietet er das ewige Leben an.

Wer heute nach Jerusalem pilgert, der findet dort eine beeindruckende historische Vielfalt, die Bibel wird ein ganzes Stück begreifbar im wahrsten Sinne des Wortes. Wer aber etwas von dem Glanz Gottes erleben will, von seinem Handeln und Reden erfahren will, der muss nicht weit reisen. Er kann sich hier und jetzt an Jesus Christus wenden. Er ist immer nur ein Gebet weit entfernt.

Autor: Hans Wagner

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Psalm 17,7

Alle mit Brille auf die linke Seite und ohne Brille auf die rechte. Ein Spiel. Mehr als ein Spiel:

Die, die Müll auf die Straße schmeißen, sind die Schlechten, die, die ihn in einen Abfalleimer werfen, die Guten.

Ich kann weiter sortieren: Die, die freundlich zu mir sind und die, die mir unfreundlich begegnen.

Die, die an Gott glauben und die, die nichts von ihm halten.

Ziehe ich derartige Schubladen, komme ich einem Gebet nahe, das ich im Alten Testament finde: Psalm 17. David, der König Israels, zählt sich zu denen, die ihre Gebete ernst meinen. Deren Schrei ernst ist und nicht übertrieben, um sich einzuschmeicheln. Er ist bereit, Gott Rede und Antwort zu stehen und ist überzeugt: wenn Gott sein Herz prüft, besteht er diese Prüfung – denn er und Gott – sie pflegen eine vertraute Beziehung miteinander. David hört auf Gott und schlägt nicht einfach auf eigene Faust gewaltsame Wege ein.

Wenn das bei David so ist, ist klar: es gibt auch die anderen. Die, die sich der Macht Gottes entgegenstellen. Die Gott belächeln. Die ihrer Macht und ihrem Einfluss mehr zutrauen als Gott.

Deshalb sagt David im siebten Vers zu Gott: „Beweise deine wunderbare Güte, du Heiland derer, die dir vertrauen.“ Güte, Gutes also z. B. ihm, dem David. David will diesen Beweis nicht für sich selbst, sondern für die, die Gottes Macht bestreiten. David drückt es so aus: „Beweise sie denen, die sich gegen deine rechte Hand erheben.“

Wo sortieren Sie sich ein?

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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2. Timotheus 4,18

Es ist gut, wenn ich weiß, auf wen oder worauf ich wartet. Besonders dann ist es gut, wenn es länger dauert, als zunächst gedacht oder sich unterwegs Schwierigkeiten einstellen. Warten kann nervenaufreibend sein.

Der Apostel Paulus kann davon ein Lied singen. Er hat mit allerhand Widerstand zu kämpfen gehabt. Die Verteidigung seines Glaubens am Gerichtshof des Kaisers in Rom hat ihn sehr gefordert. Für manchen seiner Begleiter ist die Situation zuletzt so brenzlig geworden, dass sie vorsichtshalber abgetaucht sind. Paulus ist auf sich selbst gestellt.

Das alles erwähnt er seinem engsten Mitarbeiter gegenüber im zweiten Brief an Timotheus. Paulus schreibt:

„Der Herr wird mich erlösen von allem Übel und mich retten in sein himmlisches Reich. Ihm sei Ehre“, 2. Timotheus 4,18.

Mich bewegt, dass der Apostel trotz dieser menschlichen Enttäuschung die Hoffnung nicht verliert. Er hätte allen Grund dazu gehabt. Aber er verhält sich anders. Paulus macht sich bewusst, dass die Möglichkeiten von Jesus größer sind. Kein Zweifel, Jesus kann und er wird ihn aus dieser schwierigen Situation retten. Dafür gibt er Jesus die Ehre.

Ich habe mich noch nicht in einer vergleichbaren Situation befunden. Aber ich werde mir die Haltung von Paulus zum Vorbild nehmen: Auf Jesus schauen, ihm die Ehre geben und mit seiner Rettung „von allem Übel“ rechnen. 

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Psalm 57,2

Herzrasen und Ohrensausen. Mitten in der Nacht bin ich aufgestanden und habe Blutdruck gemessen. 190 zu 120. Gar nicht gut. Normal ist 120 zu 80. Aber weil meine Nieren kaum noch funktionierten spielte mein Blutdruck verrückt. Auch in dieser Nacht. Wir waren in Dänemark im Urlaub. Wunderbares Wetter, ein hübsches Ferienhäuschen und nicht weit zum Strand. Aber eben auch weit weg von irgendeinem Menschen, der mir hätte helfen können. Da saß ich nun, allein mit meinem Blutdruckmessgerät und allein mit meinen Ängsten: Bitte kein Schlaganfall. Ich wollte gerne mit jemandem reden, aber die Familie schlief tief und fest. Zufällig habe ich entdeckt, dass ein Freund in Deutschland noch wach war. Ich schickte ihm eine Nachricht und bat ihn um Gebet. Prompt hat er sich zurückgemeldet – nachts um viertel nach zwei: „Klar, bete ich jetzt für dich.“ Das hat einfach unglaublich gut getan. Zu wissen, ich bin in dieser Nacht nicht mehr alleine mit meinem Blutdruck und meiner Angst. Ich weiß nicht, welche Situationen Ihnen Angst machen, aber auch, wenn Sie nicht im Internet unterwegs sind, kann ich ihnen versichern: Da ist einer, der Sie sieht und hört und der weiß, wie es in Ihrem Herzen aussieht. Und Sie können sich direkt an ihn wenden zu jeder Tages- und Nachtzeit. Zum Beispiel mit den Worten aus dem Buch der Psalmen: „Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! Denn auf dich traut meine Seele.“

Autor: Stefan Loß

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Psalm 91,4

Haben Sie schon einmal im Regen gestanden – ohne Schirm oder Regenjacke? Mir ist das schon öfter passiert. Und es ist auch schon vorgekommen, dass ich anschließend klitsch nass war und mich komplett umziehen musste. Was mir allerdings noch nicht passiert ist, dass ich vor heranfliegenden Pfeilen Deckung suchen musste. – Jedenfalls nicht im wörtlichen Sinn.

Um beides, einen besonderen Schirm und Schutz vor gefährlichen Pfeilen geht es in Psalm 91,4. Dort heißt es: „Gottes Wahrheit ist Schirm und Schild.“

Mindestens genauso gefährlich wie echte Pfeile sind solche, die im übertragenen Sinn abgeschossen werden. Ich rede von verletzenden Blicken und abschätzigen Bemerkungen. Die können tatsächlich viel Schaden anrichten. Und die unangenehme Erfahrung, von anderen im Regen stehen gelassen zu werden.

Hier hilft Gottes Wahrheit, sagt der Psalmdichter. Wenn ich mich dieser Wahrheit aussetze, mich darunter stelle, wie unter einen Schirm, oder dahinter Schutz suche, wie hinter einem Schild, dann kann ich sicher sein.

Bleibt die Frage: Was ist das für eine Wahrheit, von der der Psalmbeter spricht?

Ich bin davon überzeugt, dass es um diese Dinge geht: Erstens, Gott ist der Herr des Himmels und der Erde. Niemand ist ihm gleich und er ist niemals überfordert. Zweitens, Gott meint es gut mit mir. Er hat sich mir in Jesus Christus zugewendet. Mein Wohlsein liegt in seiner Hand und er will dafür sorgen, dass mein Leben gelingt.

Ich lade Sie ein, stellen Sie sich heute mit mir ganz bewusst unter diesen Schirm und Schild.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Jeremia 15, 20

Fensterputzer, feuerwehrmann, Prophet

Wenn ich eine Lebensversicherung abschließen will, muss ich angeben, welcher Berufsgruppe ich angehöre. Diese Angabe hat, neben einigen anderen, Einfluss auf die Höhe des Betrags den ich monatlich zahlen muss. Ich bin Journalist. Dieser Beruf ist hierzulande nicht sonderlich gefährlich oder körperlich anstrengend. Andere Berufe schon: Feuerwehrmann, Hochseefischer, Fensterputzer – die leben da schon weitaus gefährlicher. Propheten übrigens auch!

Propheten haben Nachrichten, die eine bestimmte Gruppe betreffen: Ein Volk zum Beispiel. Oder auch  Nachrichten für einzelne Personen: Könige, Regierende. Typisch für diese Nachrichten ist, dass es schlechte Nachrichten sind: Zurechtweisungen Gottes, ungeschönte Darstellung schlimmer Tatsachen. In der Regel ist diese Nachricht verbunden mit einer  Warnung vor Konsequenzen, sollte keine Änderung eintreten. Und die Empfänger dieser Nachrichten waren natürlich in der Regel wenig begeistert. Toller Job oder? Ich kann mir tausend Dinge vorstellen, die ich lieber machen würde. Diesen Gedanken kennt der Prophet Jeremia auch. Als er einer ganzen Stadt den Spiegel vorgehalten hat – Jerusalem – sind die Menschen verständlicherweise stinksauer. Wer wird schon gerne zurechtgewiesen. Jeremia ist nicht gerade beliebt. Er muss um sein Leben bangen und Zweifelt an sich selber. Ja, er wünscht sich sogar, er wäre tot.

In dieser Situation tiefsten Selbstzweifels begegnet Gott dem Jeremia und sagt: „Ich bin bei dir, dass ich dir helfe und dich errette, spricht der HERR.“ Er zeigt sich als mächtiger Freund an Jeremias Seite, der genau sieht, wie es ihm geht. Er sichert ihm zu, dass er nicht alleine ist und er ihm helfen ihn sogar  wird. Wer kann so etwas schon zusichern? Gott kann das zusichern. Und warum tut er das? Weil Jeremia wichtig für ihn ist. Jeremia hat treu seine Aufgabe erledigt, egal, was er dafür von den Menschen bekommt. Er hat den Auftrag und Willen Gottes über den eigenen Willen, ja sogar über das eigene Wohlergehen gestellt. Das nennt man Treue. Jeremia ist Gott treu. Gott ist Jeremia treu.

Autor: Tobias Schier

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Markus 2,17

Ich gehe nicht oft zum Arzt. Mal abgesehen von den regelmäßigen Kontrollterminen beim Zahnarzt sieht mich mein Hausarzt nur dann, wenn ich definitiv krank bin. Was will ich als Gesunder beim Arzt? Die Logik meiner Arztbesuche war wohl auch schon vor 2000 Jahren bekannt. Da sagt Jesus nämlich: „Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken." Jetzt hat Jesus keinen medizinischen Fachvortrag gehalten. Jesus geht es um ein ganz anderes Thema. Es geht um die Menschen, mit denen er sich umgibt und die seine Gesellschaft suchen. Das sind Menschen mit sehr zweifelhaftem Ruf. Weil sich Jesus mit eben jenen Sündern umgibt, wird er von der theologischen Elite des Landes angegangen. Jesu Antwort darauf ist die Replik mit dem Beispiel des Arztes, gefolgt von dem Satz: „Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder." Weshalb sagt er das so? Es gab damals und gibt heute Menschen, die weit entfernt von Gott leben. Sie wissen auch gar nicht, wie sie eine Beziehung zu Gott aufbauen sollen. Ihre Schuld, ihre Scham vor dem eigenen Versagen hindern sie daran. Da kommt Jesus ins Spiel! Er macht diesen Menschen zwei Dinge deutlich: Erstens müssen und sollen sie zu Gott kommen, damit ihr Leben in Ordnung kommt und zweitens gilt Gottes Zuwendung und Gnade gerade denen, die sich selbst wegen ihrer Schuld für unwürdig und unwert halten. In diesem Sinne gehe ich recht häufig zu meinem Arzt für Geist und Seele, der Jesus heißt und der eine kostenlose, uneingeschränkte und zeitlich und räumlich unbegrenzte Sprechstunde hat. Wo gibt es das sonst?

Autor: Horst Kretschi

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Hesekiel 34,30

Eine wilde, urwüchsige Landschaft, dafür muss ich nicht lange reisen. So etwas haben wir bei uns direkt hinterm Haus. Ein ehemaliger Panzerübungsplatz.

Hier kann ich als Mensch des 21. Jahrhunderts noch live Schafherden erleben. Mit Hirten und Hütehunden. Und die achten streng drauf, dass alle Tiere bei der sicheren Herde bleiben. Vorausgesetzt, man tritt nicht gerade in die Hinterlassenschaften eines der knuddeligen Wollproduzenten, ist dies ein richtiges Idyll. Worte wie Hegen, Pflegen und Behüten kann ich da noch einmal in ihrer ursprünglichen Bedeutung richtig erleben.

So kann ich auch besser nachvollziehen, warum der Prophet Hesekiel das Volk Gottes mit einer Schafherde vergleicht. Diese Herde allerdings wurde verlassen von ihren guten Hirten. Wie Lebenselixier ist deshalb für die Menschen die Zusage durch den Mund des Propheten: "Sie sollen erfahren, dass ich der Herr ihr Gott bei ihnen bin."

Gott bewahrt seine Herde und verlässt sie nicht, auch wenn momentan alles drunter-, drüber und durcheinander läuft. Das ist die Botschaft dieser Verheißung. Ich kann mich in diese Geborgenheit hineinbegeben. Ich schöpfe daraus. Ganz persönlich. Aber auch weltumspannend. Das jetzige Chaos ist nicht die Endstation. Mit Gott gibt es eine Perspektive. Mir gibt das Kraft, auch wenn die Nachrichtenlage gerade katastrophal ist, Gott gibt uns nicht auf! Und manchmal erinnere ich mich daran, wenn ich bei uns hinter dem Haus an einer Schafherde vorbeiziehe.

Autor: Andreas Odrich

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1. Johannes 3,18

Die deutsche Sprache kennt tolle Redewendungen. Worte, die griffig und treffend zur Sprache bringen, was wirklich Sache ist. „Du hast leicht reden…“ das ist so eine Redewendung. Habe ich schon oft gehört und schon oft benutzt.

„Mach doch mal Sport“, fordert mich der Freund heraus, der seit Jahren beim Marathon läuft. Du hast leicht reden…


 „Mach dir einfach nichts draus“, empfiehlt die Freundin, die selbst nicht unter Mobbing zu leiden hat. Du hast leicht reden…


 „Du musst mehr beten“, rät der Fromme, der selbst nicht mit einer chronischen Erkrankung zu kämpfen hat. Du hast leicht reden…

„Du hast leicht reden…“, sagen wir, wenn uns jemand einen theoretisch richtigen Rat gibt, der aber praktisch schwer umzusetzen ist. Denn wir wissen genau: Am Ende zählt nicht die Wahrheit der Worte, sondern die Wirklichkeit des Lebens.

Gott sieht das übrigens genauso. Er hält nicht viel von guten Ratschlägen, so richtig sie auch sein mögen. Besonders wenn es darum geht, wie wir andere Menschen behandeln. Johannes, einer der engsten Freunde von Jesus, schreibt darüber in einem Brief, der uns im Neuen Testament überliefert ist. Dort heißt es:

Unsere Liebe darf sich nicht in Worten und schönen Reden erschöpfen; sie muss sich durch unser Tun als echt und wahr erweisen.

Bei Gott gilt eben: Reden ist Silber, Handeln ist Gold!

Und ich frage mich: Wo soll ich heute aufhören nur zu reden - und anfangen zu handeln?

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Sprüche 3,25.26

Im Märchen oder im Hollywood-Film ist alles ganz einfach: Die Bösen bekommen am Schluss ihre gerechte Strafe. Die Guten werden vom Schicksal belohnt.

Die Realität allerdings spricht eine ganz andere Sprache: Leid kann jeden packen. Schicksalsschläge werfen Menschen aus der Bahn, egal ob sie ein vorbildliches Leben gelebt haben oder mächtig Dreck am Stecken hatten.

Ein Zyniker würde sagen: Dann ist es doch eigentlich ganz egal, wie ich mich verhalte oder woran ich glaube.

Falsch! Es ist zwar richtig, dass es auch Menschen, die auf Gott vertrauen, den Boden unter den Füßen weg ziehen kann. Aber ihnen gilt die Zusage aus der Bibel:

„Fürchte nicht die Katastrophen, die über Menschen hereinbrechen, die Gott missachten. Denn der HERR ist deine Zuversicht, er lässt dich nicht in die Falle laufen“ (Sprüche 3,25-26).

Anders ausgedrückt: Ja, auch du kannst in Situationen kommen, aus denen du keinen Ausweg mehr siehst.  Aber wenn du mit deinem Latein längst am Ende bist, dann ist da immer noch Gott. Er lässt dich nicht in der Sackgasse deines Lebens verbittert zurück. Er hilft dir heraus. Auch wenn du vor Verzweiflung längst aufgegeben hast.

Diese Botschaft verkündet Hollywood nicht oder nur selten. Aber sie wird verkündet von Menschen, die genau das erlebt haben. Auch ich kann ein Lied davon singen.

Autor: Oliver Jeske

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