ERF Plus - Anstoß

1. Johannes 4,12

Es reicht nicht, wenn ich einem Menschen sage, dass ich ihn liebe. Zu den Worten muss noch etwas dazu kommen. Ich muss es meinem Gegenüber zeigen. Meine Worte müssen sich in Taten ausdrücken. Geschieht das nicht, bleiben meine Worte belangloses, leeres Gerede.

Dieses Anliegen hat der Apostel Johannes gegen Ende seines Lebens. In seinem 1. Brief spricht er viel von Liebe. Johannes schreibt:  

„Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen“, 1. Johannes 4,12.

Johannes sagt: Wenn ich liebevoll mit meinem Nächsten umgehe, dann kommt Gottes Liebe in mir zur Geltung. Mehr noch: Gott wirkt dann in mir. In gewisser Weise wird Gott dann durch meine Taten für die Menschen um mich herum sichtbar.

Das leuchtet mir ein. Bei vielen Menschen, mit denen ich täglich zu tun habe, fällt mir das auch nicht sonderlich schwer. Was aber ist mit denen, die „quer im Stall stehen“? An denen ich mich reibe? Die mich innerlich herausfordern?

Der Apostel Johannes macht keine Ausnahmen. Wenn es um Gottes Liebe in uns und durch uns geht, sind alle Menschen gemeint.

Eines weiß ich  gewiss: Das kann ich nicht aus eigener Kraft. Dazu brauche ich Hilfe von oben. Deshalb nehme ich den Bibelvers zum Anlass, Jesus um Hilfe zu bitten.

Wenn Sie möchten, beten Sie mit mir: Herr Jesus Christus, hilf mir die Menschen, denen ich heute begegnen werde, in deinem Sinn zu lieben. Amen.  

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Jesaja 31,5

Meine Frau, meine Kinder und ich, wir haben bis vor kurzem von einem schönen Geschirr aus Familienbesitz gefrühstückt. Leider ist es mächtig in die Jahre gekommen. Die Oberfläche war stumpf. Wir mussten es wegschmeißen. Ursache war wohl die ständige Reinigung im Geschirrspüler. „Hart zum Schmutz, sanft zum Geschirr“, dieser Werbespruch der Spülmittelindustrie gilt eben doch nur begrenzt.

„Hart gegen den Feind, sanft zu euch“, so könnte die Devise lauten, nach der der Gott Israels mit seinem Volk eigentlich rund 700 Jahre vor unserer Zeitrechnung umgehen wollte. Im Norden lauerte die prosperierende Supermacht Assyrien. Eine echte Bedrohung. Und Gott bietet seinen Leuten seinen Schutz an mit den Worten:

„Der HERR Zebaoth wird Jerusalem beschirmen, wie Vögel es tun mit ihren Flügeln, er wird schützen, erretten, schonen und befreien.“

Ein interessantes Angebot. Doch Israel schielt nach einem anderen Bündnispartner – Ägypten im Süden. Gott warnt seine Leute vor den Folgen: Israel wird mit Ägypten gemeinsam unter die Räder geraten.

Es ist entscheidend für Menschen aus allen Zeiten, dass sie den lebendigen Gott in ihre Planungen einbeziehen. Auch heute. Ich möchte Gott immer wieder fragen nach seinen Plänen für mich. Es wäre schade, wenn mein Leben eher den stumpfen Tellern unseres Familiengeschirrs gleicht. Ich möchte viel lieber – im Bild gesprochen – wie der Teil eines schönen Services in der Vitrine Gottes sein.

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Psalm 127,3

Kinder sind anstrengend. Kinder sind ne Wucht. Kinder kosten eine ganze Menge - Zeit, Nerven, Einsatz, Geld. Aber das ist noch nicht einmal die halbe Wahrheit. Denn Kinder bereichern das Leben auch. Ohne Kinderlachen und Kinderlärm wäre es in unserer Nachbarschaft zwar leiser, aber wäre das erstrebenswert? Doch eher nicht. Denn unser Dorf soll doch schöner werden - für wen eigentlich, wenn nicht für die nächste Generation und mit ihr? Wo Kinder sind, da ist was los - wo keine Kinder sind (oder wo Kinder nicht willkommen sind), da wird es irgendwann totenstill.

Kinder kommen oft überraschend, eher selten geplant - und wenn man es mit der Planung übertreibt, kommen Kinder manchmal auch gar nicht. So ist das. Womöglich leiden in den hochentwickelten westlichen Gesellschaften inzwischen ebenso viele Paare unter dem unerfüllten Wunsch nach Kindern, wie andere daran leiden, dass sie ihren Kindern nicht all das ermöglichen können, was sie ihnen wünschen. 

Kinder sind eine schöne Bescherung. Können das in mehrfachem Sinn sein. Eine schöne Bescherung sind Kinder auf jeden Fall insofern, als sie von Gott gewollt sind. Von Gott gewollt - und von Gott geschenkt. Ihren Eltern anvertraut. Hat der weise König Salomo vor knapp 3.000 Jahren behauptet. Steht so in Psalm 127: "Kinder sind ein Geschenk des Herrn, mit ihnen belohnt er die Seinen."  Ich bin Vater von drei Kindern; nicht immer wäre ich auf die Idee gekommen, meine Sprößlinge als Geschenk Gottes zu betrachten. Aber ich merke: Es ist gut, wenn ich es mir klar mache.  Eine schöne Bescherung. Von ganz oben.

Autor: Markus Baum

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1. Johannes 4,19

Neulich wurde ich auf einer Feier gefragt, welches Buch ich denn aktuell lese. Ich glaube, ich habe meinen Gesprächspartner etwas überrascht, als ich antwortete: „Die Bibel.“

„Die Bibel?“, fragte er mich. Das sei doch weder aktuell, noch ein richtiges Buch. Tatsächlich entbrannte dann eine kurze Diskussion, an der auch noch andere Gäste des Abends teilnahmen, ob man die Bibel eigentlich lesen könne.

Ich war etwas überrascht, wie wenige Personen an diesem Abend überhaupt jemals ein Kapitel in der Bibel zur Gänze gelesen hatten. Mein Eindruck war, dass sich viele Menschen heute überhaupt nicht mehr daran trauen, weil doch alles viel zu kompliziert sei. Dabei ist diese subjektive Wahrnehmung falsch. Die Bibel ist an vielen Stellen deutlich und klar in den Aussagen. Man braucht auch nicht unbedingt ein bestimmtes Fachwissen, bevor man sich daran macht, sie zu lesen.

Vielleicht ist es aber ein Signal, dass viele Menschen die Predigten und Andachten, die sie hörten, als zu verkopft, als zu theoretisch wahrgenommen haben. Es bleibt immer wieder eine Herausforderung, Gottes Wort unverfälscht aber verständlich näher zu bringen. Am besten ist es also, einfach selbst die Bibel in die Hand zu nehmen und auf Entdeckungsreise zu gehen.

An dem besagten Abend, habe ich übrigens schnell zeigen können, wie aktuell und lesbar die Bibel noch ist. Ein Satz genügte, aus dem 1. Johannesbrief Kapitel 4, Vers 9: „Lasst uns lieben, denn er, gemeint ist Gott, hat uns zuerst geliebt.“

Autor: Dariush Ghobad

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Johannes 10,14

Wenn man Leute gut kennt, dann ist das eine prima Sache. Wir alle brauchen solche  Menschen, mit denen man nicht nur übers Wetter redet, sondern auch über noch wichtigere Dinge. Bei vertrauten Menschen können Gespräche auch - ne Etage tiefer gehen. Man kann Probleme und Sorgen miteinander besprechen....die man nicht allen erzählen würde. Vertrautes kann ausgesprochen werden, ohne dass man Angst haben muss, dass es weiter erzählt wird. Wie gut, wenn man solche Menschen an seiner Seite hat. Und ich persönlich bin froh, dass ich noch um einen weiß, der mich noch besser kennt als ich mich selber kenne. Und in dessen Schutzzone ich mich aufhalten darf.In der Bibel, im Johannesevangelium sagt Jesus: „Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.“ Das Bild vom guten Hirten hat sich fest in meine Gedanken und in meiner Seele eingeprägt. Jesus ist der gute Hirte.

Er kennt mich. Er kennt mich durch und durch. Er kann auf den Grund meiner Seele blicken. Er kann hinter meine Fassade gucken und weiß wirklich haargenau, wie es um mich steht. Ich bin froh, dass einer über die inneren Abläufe und auch über die inneren Abgründe meines Lebens Bescheid weiß. Er kennt die empfindliche Seite meines Lebens. Die, die ich am liebsten verstecken und verbergen möchte. Und dieser Gedanke macht mir keineswegs Angst. Denn es ist gut,  erkannt zu sein... und es ist schließlich „der gute Hirte“, der über meinem Leben wacht. Keiner, der mich absichtlich falsche Wege gehen führt.

Klar, manchmal sind die Wege auch mit dem guten Hirten, sprich Jesus, steinig und unübersichtlich, voller Brennnesseln und Gefahren. Dennoch ist der Hirte da, und passt auf mich auf. Ihm kann ich mein Leben anvertrauen. Ich wüsste keine Alternative.

Autor: Ulrike Schild

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Psalm 6,3.4

Dem König David ging es ziemlich schlecht. Der genaue Anlass ist nicht bekannt. Aber so viel ist klar: Mit Davids Leben steht es nicht zum Besten. Er hat Schuld auf sich geladen und das macht ihm jetzt zu schaffen. Schlaflose Nächte, jede Menge Bedränger rings um ihn her, der König weiß, dass er angezählt ist.

In seiner Not schreibt er einen Psalm. Dieses Gebet ist als Psalm 6 in der Bibel erhalten.  

Dort betet David:  „HERR, sei mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, HERR, denn meine Seele ist sehr erschrocken“, Psalm 6,3.4.

Schwachheit, Krankheit und Unruhe im Herzen können einem mächtig zusetzen. Wie gut, dass David  weiß, an wen er sich in seiner Not wenden kann.

Ich nehme Trost aus Davids Worten, denn er bringt das auf den Punkt, was ich aus meinem Leben nur allzu gut kenne: Schwäche, Hilflosigkeit und manchmal das große Erschrecken.

Deshalb mache ich heute Davids Gebet zu meinem eigenen Gebet. Und ich lade Sie ein, das ebenfalls zu tun: Bitten Sie mit mir darum, dass Gott, der Herr, Ihnen und mir gnädig ist. Dass er heilt und der unruhigen Seele Frieden schenkt. Beten Sie zu Gott mit den Worten Davids aus Psalm 6: „HERR, sei mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, HERR, denn meine Seele ist sehr erschrocken.“

 

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Jesaja 50,10

„Vertrauen ist der Anfang von allem.“ So hat vor einigen Jahren eine große deutsche Bank für sich geworben. Auf den ersten Blick sehr einladend: Mach dir weiter keine Gedanken, sondern vertrau uns dein Geld an, wir kümmern uns um den Rest. Das hört man doch gerne. Das Problem: Auch Banken müssen von etwas leben und das einzige, womit sie wirklich Geld verdienen können, das ist das Geld anderer Leute – also zum Beispiel mein Geld. Mit dem Vertrauen ist das schon so eine Sache. Ich komme immer wieder in Situationen, in denen ich Entscheidungen treffen muss. Und dann stehe ich regelmäßig vor der Frage: Wem vertraue ich eigentlich? Meiner Erfahrung, meinem Bauchgefühl, dem Rat anderer Menschen? Auf jeden Fall brauche ich eine gute Basis, um Entscheidungen zu treffen, gerade dann, wenn es Entscheidungen sind, die möglicherweise weitreichende Konsequenzen haben. Und manchmal helfen mir gerade dann weder mein Bauchgefühl, noch guter Rat weiter. „Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des HERRN und verlasse sich auf seinen Gott.“ Das jedenfalls rät mir die Bibel im Buch Jesaja, Kapitel 50, Vers 10. Eine praktische Lebenshilfe in schwierigen Lebenslagen. Wer gibt meinem Leben die Richtung vor, wer hilft mir, gute und richtige Entscheidungen zu treffen auch wenn ich selbst die Hand vor Augen nicht sehe? Wenn mir weder das Bauchgefühl, noch eigene Erfahrungen oder gute Ratschläge weiterhelfen? Gott selbst soll ich vertrauen und mich auf ihn verlassen. Ganz nach dem Motto: „Vertrauen ist der Anfang von allem.“ Für alle, die mit Gott ihr Leben gestalten wollen ist das auf jeden Fall ein guter Anfang.

Autor: Stefan Loß

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Johannes 21,15

Ostern ist der Startschuss für Neues. Keine neue Osterdeko. Sondern der Startschuss für Lebensveränderungen.

Jesus, der Auferstandene, ist der Chancengeber. Das war er vor seinem Sterben am Kreuz von Golgatha auch schon. Jesus hatte Petrus die Chance gegeben, der Fels der Gemeinde zu sein, die sich um Jesus versammelt.

Was ist neu, wenn der Auferstandene Jesus jetzt als Chancengeber auftritt?

Er ist auch der Ermöglicher von Tauschgeschäften. Müll gegen erneute Chance. Sünde gegen Freiheit. Diese Freiheit braucht Petrus, nachdem er als Fels eingeknickt war. Petrus schlief nämlich, während Jesus in Todesangst war. Danach lief Petrus aus Angst weg, statt der Fels zu sein. Petrus war daran gebunden, dass er Jesus im Stich gelassen und verleugnet hatte. Sein Verhältnis zu Jesus war gestört. Auch daran ist Jesus gestorben. Als Auferstandener geht Jesus auf Petrus zu und stellt mit einer Frage die Beziehung zwischen ihnen wieder her: „Simon, hast du mich lieber als die anderen Jünger?“

„Und Petrus antwortet, so zu finden im Johannesevangelium, Kapitel 21, Vers 15: Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Lämmer.“

Jesus sorgt dafür, dass aus der Chance etwas wird, die Petrus als Fels der Gemeinde erhalten hat.

Wenn Jesus Sie heute fragt: „Hast du mich lieber als die anderen Christen in deiner Gemeinde?“ Wie antworten Sie? Und welche Chance, die Jesus Ihnen längst gegeben hat, könnte damit Gestalt annehmen?

 

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Psalm 51,3

Heute Morgen habe ich noch einmal Glück gehabt! Als ich im Morgengrauen auf dem Weg zur Arbeit einen unauffällig geparkten, weinroten Kleinbus am Straßenrand sah, trat ich unwillkürlich auf die Bremse und … ja, da war sie dann auch schon, die Lichtschranke. Mit vorbildlichen 50 km/h „heuchelte“ ich mich an der Polizei vorbei: Glück gehabt, dachte ich mir, dieses Mal haben sie dich nicht erwischt.

König David wurde erwischt. Allerdings nicht in einer Routinekontrolle der Verkehrspolizei, sondern beim Ehebruch. Er hatte es mit der Frau eines loyalen Gefolgsmannes getrieben, während der im Krieg kämpfte. Und als die Sache aufzufliegen drohte, hatte David den gehörnten Ehemann kurzerhand aus dem Weg schaffen lassen.

Für David war die Sache damit erledigt. Für Gott allerdings nicht. Er beauftragte den Propheten Nathan, David zur Rede zu stellen. Und der tat das dann auch.

David hatte Einsehen. Er bereute seine Schuld und schrieb sogar ein Lied, in dem er seine Buße öffentlich machte. In der Bibel ist dieses Lied als Psalm 51 erhalten. Dort heißt es:

„Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit“, Psalm 51,3.

Was David getan hat, war eine schlimme Sache gewesen. Aber mir imponiert, wie er mit seinem Fehler umgegangen ist. Er hat ihn nicht vertuscht und auch nicht schön geredet. Nein, David hat seinen Fehler öffentlich bekannt und Gott um Vergebung gebeten.

Ich will mir Davids Verhalten zum Vorbild nehmen. Machen Sie mit?  

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Psalm 89,9

„Wenn du mich nicht in Ruhe lässt, hole ich meinen großen Bruder!“ So manch eine Auseinandersetzung auf dem Schulhof hat sich nach diesen Worten in Luft aufgelöst. Gut, wer so einen großen Bruder tatsächlich hatte und noch dazu möglichst in Rufweite. Für mich als Einzelkind war das leider keine Möglichkeit. Die, die sich auf so einen „großen Bruder“ berufen konnten, habe ich immer beneidet. Sie konnten sich auf Konflikte einlassen, auch, wenn sie selbst klar unterlegen waren. Wenn es eng wurde, hatten sie immer jemanden, der ihnen aus der Bredouille half. Einen, der auf jeden Fall auf ihrer Seite stand und der auf jeden Fall deutlich stärker war als alle anderen. Ich weiß nicht, ob sie auch Einzelkind sind und sich nach so einem großen Bruder immer gesehnt haben, oder ob sie jetzt selbst zurückdenken an manche Szene auf dem Schulhof. Fakt ist: Das Volk Israel hatte so einen „großen Bruder“. Gott selbst hat ihnen beigestanden, wenn sie von anderen bedrängt wurden. In Psalm 89 lesen wir von diesem Vertrauen in Gott: „Herr, du allmächtiger Gott, niemand ist so stark wie du! Was du auch tust: Auf dich ist Verlass!“ Zwei Sätze, die jeweils mit einem Ausrufezeichen enden. Niemand ist stärker als Gott und auf ihn ist Verlass. Darauf konnte nicht nur das Volk Israel damals vertrauen. Das ist auch Gottes Zusage an mich heute: Nichts und niemand ist stärker als Gott. Auf ihn kann ich mich verlassen. Sie hatten früher auf dem Schulhof niemanden, der für sie eingestanden ist, wenn es eng geworden ist? Jetzt schon! Gott. "Herrr, wer ist wie du?" Eine wirklich mutmachende Zusage für jeden neuen Tag.

Autor: Stefan Loß

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Psalm 22,11

Ich habe etwas mit König David gemeinsam! Wie er habe ich von frühester Kindheit an den Glauben an Gott kennengelernt. Meine Eltern haben mir den Glauben vorgelebt. Sie haben mir Jesus buchstäblich ans Herz gelegt.

Heute weiß ich, dass das ein Privileg ist.

König David schreibt von seinem Glauben in Psalm 22. Dort heißt es: „Du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an“, Psalm 22,11.

Die besondere Bedeutung dieses Verses wird erst aus dem Zusammenhang deutlich. Der Glaube, von dem der König David spricht, hat ihn in schweren Zeiten getragen. Dieser Glaube ist ihm in jungen Jahren zum Beispiel durch seine Mutter vermittelt worden. Mit anderen Worten: das, was David in seiner Kindheit über Gott gelernt hat, hat ihm später in Zeiten großer Not geholfen.

Haben Ihre Eltern Ihnen den Glauben an Gott nahe gebracht? Wenn das so war, wie wäre es, wenn Sie Ihren Eltern dafür danken? Ich kann mir vorstellen, dass die sich freuen würden.

Sollten Ihre Eltern nicht mehr leben oder Sie nie das Privileg gehabt haben, im Glauben aufzuwachsen, dann habe ich einen anderen Vorschlag für Sie: Schauen Sie sich um nach jungen Eltern, die das ihren Kindern vorleben und ermutigen sie diese.  „Adoptieren“ Sie die Kinder in aller Stille im Gebet. Beten Sie dafür, dass auch diese Kinder später einmal von Herzen sagen können: Du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an gewesen.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Hebräer 13, 21

Neulich habe ich mit jemanden über das Gute im Menschen geredet. Mein Gegenüber war fest davon überzeugt, dass der Mensch von Natur aus gut ist. Was hat der für Augen gemacht, als ich sagte, was ich glaube – dass der Mensch sicher gut gedacht war, weil von Gott geschaffen, aber zu allem Schlechten fähig ist und es auch oft genug tut. Egoismus, Neid,  Selbstüberschätzung spielen hier eine wichtige Rolle.

Klang für meinen Gesprächspartner erstmal eher niederschmetternd und hoffnungslos – bis ich mit der guten Nachricht rausgerückt bin. Ich brauche Gott in meinem Leben, nur dann kann sich das ändern. Denn wenn der Mensch von zu allem Schlechten fähig ist, braucht es jemanden, der von Grund auf gut ist und das Gute schafft. Dieser „Gute“ ist Gott. Will ich also gute Entscheidungen treffen und ein gutes und gerechtes Leben führen, dann gibt es an der Stelle nur eine Möglichkeit: das Leben mit Gott. Wenn ich ihn in meine Entscheidungen, in meine Persönlichkeit, in mein Leben einlade, dann hält das Gute Einzug.

Im Brief an die Hebräer heißt es gegen Ende. „Möge Gott, von dem aller Friede kommt, euch helfen, in jeder Hinsicht das Gute zu tun und seinen Willen zu erfüllen.“

Wie oft möchte ich das Gute tun und tue das Gegenteil. Wie oft denke ich, dass ich das Gute tue und stelle im Nachhinein fest – war gar nicht so gut. Ich stoße da regelmäßig an meine Grenzen. Ich kann gar nicht immer so eindeutig sagen, was jetzt gut oder schlecht ist.

Mir ist längst klar, dass ich Hilfe brauche, denn ich bin doch nur ein Mensch. Was aber, wenn ich ein Mensch bin, in dem der gute Gott ein Zuhause gefunden hat? Dann ist alles möglich und mein Gegenüber kann Gottes Liebe zu ihm in mir entdecken, trotz all meiner Macken, Schwächen und  Unfertigkeiten.

Autor: Tobias Schier

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Römer 9,16

Manchmal ist es der reine Frust. Wie oft versuche ich Dinge durchzuziehen und durchzuhalten, weil ich weiß, dass sie richtig und gut sind und ich schaffe es nicht! Unglaublich! Sei es die gesunde Ernährung, der Sport oder weniger Fernsehen und dafür mehr Lesen, ganz egal, es gelingt nur zeitweise und dann verfalle ich wieder in ungute Verhaltensmuster. Und hier rede ich ja nur von Dingen, die hier in dieser Welt, in meinem täglichen Leben eine Rolle spielen. Wichtige Dinge, zugegeben, aber es gibt Dinge, die noch viel wichtiger sind. Da geht es um meine Beziehung zu anderen Menschen und zu Gott. Wie lebe ich diese Beziehungen? Was investiere ich an Zeit und Kraft? Wie verhalte ich mich gegenüber den anderen? Auch da habe ich die besten Absichten und scheitere immer wieder grandios. Das Gute und Richtige zu tun, ist eben doch nicht immer so einfach. Würde ich von Gott daran gemessen, was ich wirklich auf die Reihe bekomme, dann hätte ich wohl kaum eine Chance vor ihm zu bestehen. Aber wie schreibt schon der Apostel Paulus an die Christen in Rom vor fast 2000 Jahren: "So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen." Ich kann es mir eben nicht erarbeiten oder verdienen, dass ich zu Gott gehöre und mit ihm leben kann, hier und jetzt und auch nach meinem Tod in Ewigkeit. Es ist Gottes Gnade und sein Erbarmen über mich, die das möglich machen. Das bedeutet nun aber nicht, dass ich mich mit meinem eigenen Versagen und meinen Unzulänglichkeiten einfach abfinde. Ich nehme mir dennoch immer wieder vor, Dinge besser zu machen, mit Gottes Hilfe!

Autor: Horst Kretschi

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Hesekiel 7,19

Leben im Luxus - das hat schon was. Alles sieht prächtig aus. Ein Leben im Hochglanz mit sprichwörtlich vergoldeten Wasserhähnen und Edelkarossen auf der Straße. Wäre nicht schlecht und jedem zu wünschen.

Aber eins ist auch klar - letztlich sind das alles nur Äußerlichkeiten, schön anzusehen, aber nicht wirklich viel wert. Der Prophet Hesekiel im Alten Testament findet dafür eine drastische Sprache. Er sagt über sein Volk: "Gold und Silber werden sie nicht retten am Tag des Zorns des Herrn."

Eine knallharte, klare Ansage. Sein Volk damals hatte aus Gold und Silber Götzenbilder geschmiedet. Aber bei uns ist es letztlich ähnlich. Wenn wir Luxus und Wohlstand an die oberste Stelle setzen, dann vergessen wir, dass eigentlich andere Werte zählen. Beziehungen zu anderen Menschen, Freunde, Familie, ein gutes Netzwerk und soziale Gerechtigkeit. Und als Dreh- und Angelpunkt all dessen, als Motor sozusagen, ein Leben mit Gott, eine gesunde Beziehung zu ihm.

Karfreitag und Ostern haben es nämlich gezeigt - Gott wünscht sich diese Beziehung mit uns. Er hat sie sich viel kosten lassen. Er hat sich ganz persönlich hingegeben, er streckt uns die Hand aus. Mit ihm dürfen wir leben, Gemeinschaft pflegen und genießen und diese Gemeinschaft auch mit unseren Mitmenschen teilen- für mich der wirklich wahre Luxus im Leben.

Autor: Andreas Odrich

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Psalm 126,1

Manchmal gibt es Situationen, die sind zu schön, um wahr zu sein. Ein lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung. Etwas, worauf man nicht mehr zu hoffen gewagt hat, wird Wirklichkeit. Ein unvermitteltes Wiedersehen.

Von einem solchen Ereignis spricht der Psalmbeter. In Psalm 126,1 heißt es: „Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden.“

Was war passiert? Diesem Gebet ist eine nationale Katastrophe vorausgegangen. Die Babylonier hatten das Königreich Juda und dessen Hauptstadt Jerusalem erobert. Der Tempel war zerstört und der größte Teil der Menschen in die Verbannung, weit weg von Zuhause, gezwungen  worden. Unendlich viel Leid und Perspektivlosigkeit prägte diese Zeit.

Ausgerechnet in dieser Situation entsteht Psalm 126 wie ein weltfremde Verheißung. Er klingt wie  eine Ankündigung, die mit der aktuellen Erfahrung  der verschleppten Juden nichts zu tun hat. Und doch, das wissen wir aus heutiger Sicht, passiert genau das: Gott eröffnet seinem Volk die Möglichkeit, in ihr Land zurück zu kehren.

So ist das mit Gott: Da, wo ich nicht weiter weiß, kennt er den Ausweg aus meinem Schlamassel. Wenn ich am Ende bin mit meinem Latein, fangen seine Möglichkeiten an.

Das ist heute noch genauso wie damals. So, wie Gott die Gefangenen Zions erlöste und zurückbrachte in ihre Heimat, so steht Gott auch heute noch zu seinen Verheißungen.  Weil ich das selber erlebt habe, mache ich Ihnen Mut: Vertrauen Sie sich und Ihre Zukunft diesem wunderbaren Gott. Wer weiß, vielleicht werden Sie eines Tages mit dem Psalmbeter einstimmen:  „Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden.“

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Jesaja 45,22

„Seht ihr, das habt ihr jetzt davon“. Gott hätte allen Grund, so zu reagieren. Sein Volk hat sich abgewandt und will von ihm nichts wissen. So schildert es der Prophet Jesaja im Alten Testament, dem ersten Teil der Bibel.

Leicht könnte man diese Geschichte heute auf die ganze Menschheit übertragen. Egal wohin man schaut: Krieg, Terror, Unterdrückung, Ausbeutung, Sklaverei. Die Menschheit hat sich von Gottes guten Geboten abgewandt und versinkt im Chaos. „Seht ihr, das habt ihr jetzt davon“, sagen wir gerne, wenn wir die Schreckensnachrichten über uns selbst mit ansehen müssen auf dem Smartphone oder im Fernsehen.

Doch Gott will eben nicht dreinschlagen. Und genau das haben wir in diesen Tagen gefeiert. Er hat alle unsere Schuld und unser Versagen zu Karfreitag auf sich genommen und aus dem Tod zu Ostern neues Leben gemacht.

„Wendet euch zu mir, so werdet ihre gerettet“, lässt Gott uns durch den Propheten Jesaja ausrichten. Ostern ist vorbei? Falsch: Ostern fängt jetzt erst richtig an. Die Kehrtwende aus dem Tod zum Leben. Gott will uns nicht fallen lassen. Gott will uns mitreißen und mitnehmen. Ja, es kann und soll wirklich Frühling werden, nicht nur wegen ein paar Krokussen - sondern weil wir endlich kapieren, dass wir mit Gott wirklich besser fahren als mit uns selbst. 

Autor: Andreas Odrich

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Psalm 63,8

"Unter dem Schatten deiner Flügel" - so heißt ein Buch mit ausgewählten Tagebucheinträgen des Schriftstellers und Liederdichters Jochen Klepper, das seit 1956 Hunderttausende von Lesern gefunden hat. Der Mann hat von 1932 an zehn Jahre lang Tagebuch geführt. Im Deutschen Literaturarchiv in Marbach wird die komplette Sammlung von Schulheften DIN A5 verwahrt - gefüllt mit Jochen Kleppers penibler, enger Ameisenkinderschrift. Jeder Eintrag ist mit einem Bibelvers versehen - zumeist ist es die Herrnhuter Losung für den jeweiligen Tag. Insgesamt vier Mal taucht in diesen zehn Jahren der bewusste Halbsatz auf - "unter dem Schatten deiner Flügel." Er stammt aus den Psalmen, und zwar taucht er dort nicht einmal, nicht zweimal, nicht dreimal auf. Sondern ebenfalls in vier Varianten. Wobei sich das Bild vom "Schatten deiner Flügel" stets auf den Gott Israels bezieht.

Dieser Gott ist der Inbegriff von Tatkraft und Macht - aber zugleich der Inbegriff von Schutz und Fürsorge. Von daher ist klar: Wer sich unter den Schatten der Flügel dieses Gottes flüchtet, wer sich Gott anvertraut, dem oder der geht es gut. Jedenfalls besser als Menschen, die dankend auf diese Art von Schutz und Komfort verzichten.

In Psalm 63,8 klingt das Bild besonders zuversichtlich, Zitat: "Du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich." Solche Aussagen haben einen Jochen Klepper in den finsteren Jahren der braunen Diktatur nach oben gezogen. Und das kann auch heute Menschen aufrichten: Das Vertrauen auf Gottes Schutz - auf ein Leben unter dem Schatten seiner Flügel.

Autor: Markus Baum

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Jeremia 2,27

Wie würden Sie sich verhalten, wenn sich jemand von Ihnen abwendet? Stellen Sie sich vor, sie haben einen guten Freund, einen Nachbarn oder einen Kollegen, der auf ihre Gesprächsanfragen nicht mehr reagiert. Der nicht mehr ans Telefon geht, Briefe unbeantwortet lässt und sich auch im direkten Gespräch abweisend verhält. Und dann, wenn diese Person in Not gerät, dann sucht sie auf einen Mal wieder den Kontakt zu Ihnen. Was würden Sie tun?

In der heutigen Tageslosung finden wir einen solche Situation beschrieben. In Jeremia 2, Vers 27 steht: „Denn sie kehren mir den Rücken zu und nicht das Angesicht. Aber wenn die Not über sie kommt, sprechen sie: „Auf und hilf uns!““

In dem Text ist von dem „untreuen Gottesvolk“ die Rede, welches sich zunächst von Gott abwendet. Selbst die Könige, Fürsten, Priester und Propheten handeln so. Doch dann, wenn die Not groß ist, besinnen sie sich auf einmal wieder auf den Schutz und die Macht Gottes.

Das kleine Beispiel am Anfang zeigt, welch einen Großmut Gott hat. Denn ich persönlich wäre wahrscheinlich nicht gewillt, einem Menschen der sich lange von mir abwendet, in einer Zeit der Not wieder beizustehen. Doch bei Gott ist es anders. Er hilft und gewährt Schutz, auch denen, die ihn vielleicht längst vergessen haben.

Gottes Antwort auf ein „Auf und hilf uns“ ist voller Liebe und Geduld. Seine Größe und Stärke offenbart er gerade gegenüber denjenigen, die im lange den Rücken zugedreht haben.

Autor: Dariush Ghobad

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Lukas 24,29

Die Sache mit Jesus ist durch. Was sollen sie noch in Jerusalem? Ihr Herr ist tot und nun haben sie ihre Taschen gepackt und sich aufgemacht — zurück in ihr altes Leben. Auf nach Emmaus. Enttäuscht sind sie. Auf dem Weg erzählen sie sich davon, gehen in Gedanken und Worten noch einmal all die Stationen durch, die sie mit Jesus gegangen sind.

Doch jetzt ist alles aus und vorbei. Es nützt ja alles nichts! Dem Mitreisenden, den sie unterwegs treffen erzählen sie von ihren Enttäuschungen. Jesus war nun mal ihre Hoffnung. So sehr hatten sie sich gewünscht, dass er der Messias sei. Doch was hat man davon, wenn es diesen Jesus nicht mehr gibt. Was hat man von einem toten Jesus? Schöne Erinnerungen, doch die reichen nicht für ein ganzes Leben.

Eigentlich sind sie zu früh nach Hause gegangen. Sie haben nämlich das Beste verpasst. Die Auferstehung ihres Herrn. Und doch — und das finde ich so fantastisch an dieser Geschichte — haben sie noch die Chance, genau das zu erleben. Denn Jesus ist ihnen hinterher gegangen. Er wollte sie in ihrer Traurigkeit und Enttäuschung nicht alleine lassen. Und dann haben Sie ihn beim Abendessen erkannt und die Osterfreude machte sich auch in ihrem Leben breit.

Auch wir sind manchmal enttäuscht, verbittert, verzweifelt in unserem Glauben. Vielleicht auch deswegen, weil wir nur die halbe Wahrheit kennen. Den Weg mit Jesus zu Ende gehen — das öffnet uns die Augen. Dazu fällt mir das Lied ein von Johannes Nitsch und Jürgen Werth ein, das diese Situation genau auf den Punkt bringt: „Manches Ende ist ein Anfang und manche Nacht das Morgenrot. Mancher Tod bringt neues Leben und Enttäuschung mehr Vertrauen. Geh den Weg mit bis zum Ende, geh den Weg mit durch die Nacht, geh durch Tod mit und durch Sterben und dann zeig uns deine Macht.“

Das ist es eben. Nicht frühzeitig aufgeben, nicht zu schnell das Handtuch werfen. Dran bleiben an Jesus — dann leuchtet auch eines Tages die Freude wieder auf.

Autor: Ulrike Schild

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5. Mose 28,2–3

Am Ende einer langen, viele Jahre dauernden Wanderung hat der altgewordene Mose einige Anliegen, die er los werden möchte. Nachdem er mit ihnen das Gesetz durchgegangen ist, geht es Mose um die Stimme Gottes, auf die die Israeliten achten sollen. Mose sagt: 

„Wenn du auf die Stimme des HERRN, deines Gottes, hörst: Gesegnet bist du in der Stadt, und gesegnet bist du auf dem Feld“, 5. Mose 28,2–3.

Ob unter Menschen oder alleine in der Natur, es geht darum, aufmerksam dem zu lauschen, was Gott seinem Volk zu sagen hat. Tun sie das, wird es ihnen gut gehen.

Was Mose vor fast dreieinhalbtausend Jahren dem Volk Israel ans Herz legt, gilt heute noch genauso. Ich kann diesen Rat für mich ebenso anwenden, wie die Menschen seinerzeit: Wenn ich auf das achte, was Gott mir zu sagen hat, dann werde ich gesegnet sein.

Bleibt die Frage: Wie kann ich die Stimme Gottes hören?

Gegenfrage: Was tue ich, wenn ich Radio hören will? Ich schalte das Gerät ein und suche die passende Frequenz.

In gleicher Weise muss ich „auf Empfang“ schalten. Und das tue ich, beispielsweise, indem ich mich Gottes Wort öffne. Das kann morgens geschehen, wenn ich mir regelmäßig eine Viertelstunde Zeit nehme, um in der Bibel zu lesen und darüber nachzudenken. Oder aber ich nutze die Fahrzeiten zur Arbeit mit Hilfe einer Hörbibel.

Entscheidend ist meine innere Bereitschaft zu zuhören und anschließend im sinne Gottes zu handeln.   

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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