ERF Plus - Anstoß

Gut versorgt

Vor einigen Tagen habe ich wieder verstörende Bilder von Kindern gesehen, die irgendwo in Afrika an Hunger litten. Die großen, erwartungsvollen Augen sind mir noch eine Weile nachgegangen. Mich hat beschäftigt, dass diese Kinder in schlimmen Verhältnissen aufwachsen müssen, während es meinen Enkeln gut geht. Ihnen fehlt nichts. Sie haben alles, was sie brauchen und noch viel mehr.

Und dann begegnete mir Psalm 145. Dort heißt es:

„Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen“, Psalm 145,15–16.

Hier ist vom Warten die Rede. Von Augen, die auf den gerichtet sind, der versorgen will und von Händen, die Gutes austeilen. Aber steht das nicht im krassen Widerspruch zu dem, über was in den Medien über Hunger und Not berichtet wird?

Ich überlege weiter: Was David betet, kann ich bestätigen. Ich habe meine Blicke auf Gott gerichtet, habe auf ihn gehofft und bin von ihm versorgt worden. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich weiß, es ist nicht selbstverständlich, dass es mir so gut geht.

Vielleicht ist es an der Zeit, überlege ich mir, dass ich nicht nur Segensempfänger bin, sondern andere segne, in dem ich von dem Guten abgebe, das ich erhalten habe. So könnten meine Hände im Auftrag Gottes hilfsbedürftigen Menschen Gutes tun.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Ein Lichtblick

Letzte Woche ist es mal wieder passiert. Ganz dreist drängelte sich eine Dame schnell an mir und meinem Einkaufswagen vorbei. Sie wollte als Erste an der Kasse sein. Ich kann es ihr nicht verdenken, denn mein Wagen war sehr voll und das Kleinkind darin beschleunigte den Vorgang auch nicht gerade. Trotzdem: Konnte sie nicht einfach nett fragen, ob ich sie vorlasse?

Ich erlebe zurzeit viele Menschen, die sich ziemlich rücksichtlos verhalten und die Ellenbogen ausfahren. Aber es wundert mich nicht. Durch das Corona-Virus steht unser Leben gerade Kopf und fordert uns bis an die Grenzen. Das zerrt an Leib und Seele.

Ganz im Gegensatz dazu scheint der heutige Vers aus dem Matthäusevangelium zu stehen. Dort heißt es Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

Jesus ermutigt uns, sanft zu sein, also friedfertig und gutmütig. In diesen manchmal dunklen, schweren Tagen können wir ein Lichtblick sein für uns und andere. Das könnte ein freundliches „Danke“ an die Kassiererin sein oder ein Zuspruch an den Nachbarn über den Gartenzaun. Es kann aber auch bedeuten, in einem Konflikt zurückzustecken; einen Kompromiss zu suchen und über den eigenen Schatten zu springen.

Das Beste daran ist jedoch: Jesus ist dabei. Und besser noch: Er schenkt uns die Kraft, um sanft und friedfertig zu sein. Jesus verändert uns und unsere Haltung im Alltag. Das will beim nächsten Besuch im Supermarkt ausprobieren!

Autor: Melanie Bonnkirch

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Mutiges Herz und Kraft für die Seele

Unsere jüngste Tochter hat sich den rechten Fuß gebrochen. Dafür gibt es heute eine leichte Kunststoffschiene. Der Vorteil: Das Teil lässt sich abnehmen. Und der Fuß kann schon früh behandelt werden. Nach einer Woche ist der rechte Unterschenkel viel dünner als der linke. Weil er durch die Schiene komplett ruhiggestellt ist. Völlig schlaff und kraftlos hängt die magere Wade herab.

 

Es gibt Zeiten, in denen komme ich mir genauso vor, wie die ausgemergelte Wade meiner Tochter. Da bin ich kraftlos und entmutigt. Und ich frage mich: Gott, wo bist Du denn jetzt? Ich brauche doch deine Hilfe. David, vor 3.000 Jahren Staatsoberhaupt in Israel - und dazu Musiker und Songwriter – der Mann bekennt in einem seiner Lieder: „An dem Tag, als ich zu dir, Gott, gerufen habe, hast du mir geantwortet. Du hast mir Mut ins Herz gegeben und Kraft in meine Seele.“

 

Auf den ersten Blick finde ich das eher frustrierend. David sagt: Gott hat mir an dem Tag geantwortet, als ich zu ihm gerufen habe. Das fände ich auch gut. Aber das erlebe ich nicht so. Jedenfalls nicht immer. Doch David kennt auch andere Zeiten - und singt davon: „Gott. Wie lange noch sollen mich Sorgen quälen, wie lange soll der Kummer Tag für Tag an mir nagen?“ (Psalm 13,3). Das kann ich nachempfinden. Dann will ich es wagen und David auch abnehmen, was er im zweiten Teil seiner Strophe bekennt: „Du hast mir Mut ins Herz gegeben und Kraft in meine Seele.“ Beides kann ich gut gebrauchen. Mut für mein Herz und Kraft für meine Seele. Und darum will ich Gott bitten. Und das können Sie auch.

Autor: Steffen Brack

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Gesehen sein

Stellen Sie sich vor, Sie gehen 5 Minuten durch die volle Fußgängerzone einer deutschen Großstadt. An wen können Sie sich erinnern? Ich könnte mich an niemanden erinnern. Da sind zu viele Eindrücke und Gesichter von außen. Da sind zu viele To-Dos und dringende Aufgaben in mir drin. Sehend und doch nicht sehend würde ich laufen.

Jesus hingegen wusste ganz genau, wozu seine Augen gut waren. Er hat eben noch einen Gelähmten geheilt, ist nun von einer Menschenmenge umringt , aber er sieht den einen. „Jesus sieht einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus.“ Zolleinnehmer galten vor 2.000 Jahren als Kollaborateure der Besatzungsmacht. Außerdem ging viel Geld durch ihre Hände, und Gelegenheit macht Diebe. Deshalb wurden Zöllner gemieden, man hat die Straßenseite gewechselt, wenn einem ein Zöllner entgegenkam. Ihnen ging es offensichtlich nur um ihr eigenes Wohl. Zöllner wurden absichtlich übersehen. Mit einem Zöllner zusammen wollte niemand gesehen werden.

Das ist Jesus egal. Er sieht durch den Materialismus und Egoismus hindurch. Er sieht den Menschen. Jesu Blick geht tief. Es ist ein ehrlicher Blick voller Wahrheit und Erbarmen. Es ist ein Blick voller Annahme und einer neuen Chance. Für Jesus ist Matthäus in diesem Moment ein Verlorener, der gefunden werden muss. Er ist ein Suchender, der finden muss. Deswegen sagt Jesus: „Folge mir.“

Und Matthäus? Der sieht in Jesus alles, wonach er je gesucht hat. Deswegen „steht er auf und folgt ihm.“

Was suchen Sie? Ich kenne den Ort, an dem Sie es finden werden: bei Jesus. Er sieht Sie, jetzt.

 

Autor: Tobias Schier

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Weder Schall noch Rauch

Worte sind Schall und Rauch. Selten hat sich dieses Sprichwort so oft bewahrheitet wie in den vergangenen 15 Monaten. Kaum war eine Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen, wurde sie abgeändert, verschärft oder entschärft, je nachdem. Ganz ehrlich ist es das, was mich am meisten gestört hat und immer noch stört. Es sind nicht die Maßnahmen selbst, sondern das beständige Hin und Her. Keine Verlässlichkeit in den Aussagen. Nichts, worauf ich bauen kann. Dabei geht es doch um lebenswichtige Dinge.

Lebenswichtiges hatte auch Mose weiterzugeben. Vor dreieinhalb tausend Jahren wendet er sich im Auftrag Gottes an das Volk Israel. Er verkündet Gottes Gebote, damit die Israeliten danach leben. Und dann sagt Mose:"Nehmt zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge. Denn es ist nicht ein leeres Wort an euch, sondern es ist euer Leben." (5. Mose 32,46-47)

Gottes gute Worte, die in der Bibel festgehalten wurden, haben die Kraft, wahres und ewiges Leben zu schenken. Wichtig ist aber, dass ich sie mir zu Herzen nehme. Ich soll mich eben nicht nur mit ihnen beschäftigen, sondern sie ernst nehmen und ihnen in meinem Leben Raum geben. So können sie ihre göttliche Kraft entfalten. Denn sie sind weder Schall noch Rauch!

Autor: Horst Kretschi

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Hoffnung für die Miserablen

Les Misérables – ein Musical, das auf eine Geschichte von Victor Hugo zurückgeht. Ein Mann steckt im Gefängnis, weil er aus Hunger Brot gestohlen hat. Die Geschichte spielt in der Zeit vor der Französischen Revolution. Sie berichtet ungeschönt von den katastrophalen Verhältnissen der damaligen Feudalzeit. Am Schluss stirbt der Held. Sein Leichnam wird auf dem Armenfriedhof verscharrt. Er ist ein "Miserabler", zu Deutsch ein Elender. 

Die damalige Kirche hat leider nichts gegen diese Verhältnisse unternommen. Die Bibel, auf die sich diese Kirche beruft, spricht eine andere Sprache: "Der Herr wird den Armen nicht vergessen, die Hoffnung der Elenden wird nicht verloren sein ewiglich." So trumpft Psalm 9 gegen dieses Unrecht auf. Gottes Wort, und damit Gott selbst, will sich nicht mit den Verhältnissen abfinden. Die Elenden sollen nicht miserabel dahinvegetieren sondern aufgerichtet und gestärkt werden. Gottes Reich soll schon jetzt anbrechen, die Zeiten wenden, und Menschen versorgen und näheren. 

Christen sind aufgerufen, daran mitzuwirken. Oder um es ganz deutlich zu sagen: Sie handeln äußerst miserabel, wenn sie sich nicht daran beteiligen. Vielmehr ist und bleibt Solidarität mit den Elenden erste Christenpflicht. Gerade am 1. Mai lohnt es sich, darüber nachzudenken und danach zu handeln.

Autor: Andreas Odrich

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Zu schön, um wahr zu sein

Er wird seine Herrschaft weit ausdehnen und dauerhaften Frieden bringen… Er wird sein Reich auf Recht und Gerechtigkeit gründen, jetzt und für alle Zeit.

Diese Worte lassen ein episches Bild in mir entstehen. Und auch ein wenig Skepsis. Ist das nicht zu schön, um wahr zu sein? „Dauerhafter Frieden …. gegründet auf Recht und Gerechtigkeit … Jetzt und für alle Zeit“ – das klingt mehr nach einem Märchen oder nach „Herr der Ringe“, als dass es etwas mit unserer heutigen Welt zu hätte... oder?

Diese Worte sind ein Zukunftsbild, zu finden im Buch des Propheten Jesaja im Alten Testament. Sie sind hinein gesprochen in eine Zeit, in der das Volk Israel fremden Großmächten unterworfen war. In der der Frieden nie lange währte. Eine Zeit, in der das Zusammenleben von Unrecht und Ungerechtigkeit geprägt war. Und weit und breit kein Ende in Sicht, keine Abhilfe, keine Rettung… oder?

Doch, sagt der Prophet Jesaja seinem Volk, Rettung ist unterwegs. Der Retter ist unterwegs. Er wird von Gott her kommen und eine Zukunft herbeiführen, die tatsächlich nicht von dieser Welt ist – aber sie ist für diese Welt.

Jahrhunderte später wird Jesajas Zukunftsbild Wirklichkeit: In Jesus von Nazareth. Der Retter ist da. Die Rettung hat begonnen. In unserer Welt und in jedem einzelnen Menschen, der Jesus sein Leben anvertraut. Und irgendwann wird all das vollendet sein, was im Buch Jesaja beschrieben ist:

Er wird seine Herrschaft weit ausdehnen und dauerhaften Frieden bringen… Er wird sein Reich auf Recht und Gerechtigkeit gründen, jetzt und für alle Zeit.

Am Ende wird all das nicht nur schön sein. Sondern auch wahr.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Wenn Nachbars Kinder die Schaukel stehlen wollen

Es war im Sommerhaus im Urlaub: Die Nachbarskinder montierten gerade unsere Schaukel ab. Ich bin ein anständiger Tourist, der das Eigentum seines Vermieters schützt. Also steckte ich den Kopf aus der Terrassentür und ließ ein Donnerwetter los.

Am nächsten Tag klopfte es an der Tür. Zwei Kinder standen bedröppelt da und entschuldigten sich. Neben ihnen ihr resoluter Vater.

Mir taten die Kinder leid. Und wahrscheinlich ging es Gott irgendwie ähnlich vor 3 ½ Jahrtausenden. Da baut sein Volk Israel richtig Bockmist. Statt seinem Gott zu vertrauen, gießt es sich ein Götzenbild - das goldene Kalb. Gott kann diese einseitige Zerstörung der Beziehung zu ihm nicht einfach dulden.  Doch da gibt es noch Mose, den Führer des Volkes. Er hat mit alledem nichts zu tun gehabt. Und dann heißt es:

Mose wollte den Herrn, seinen Gott, besänftigen und sprach: „Ach Herr, warum willst du deinen Zorn über dein Volk ausschütten? … Lass ab von deinem Zorn, lass dir das Unheil Leid tun, das du über dein Volk bringen willst!.“

Und tatsächlich: Gott lässt sich umstimmen. Aber dazu braucht es Mose, diesen Vermittler zwischen sich und seinem Volk.

Genauso wie mir das Herz weich wurde, als die zwei Kinder von ihrem Vater angetrieben vor mir standen. Genauso lässt sich Gott gerne erweichen. Endgültig bewiesen hat er das durch seinen Sohn Jesus Christus. Der setzt sich bis heute bei Gott ein für die, die auf Gnade hoffen und angewiesen sind. Weil es Jesus gibt, kann aus dieser Hoffnung Gewissheit werden.

Autor: Oliver Jeske

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„... aber bitte sofort!“

Herr, gib mir Geduld, aber bitte sofort. Wie oft hab ich schon so oder so ähnlich gedacht, denn mit einer Engelsgeduld bin ich normalerweise nicht gesegnet. Ich hätte nichts dagegen, wenn sich Knoten schneller entwirren, Gemengelagen einfach sortieren, Probleme leichter lösen ließen. Ich finde das Leben einfach zu kurz, als dass ich mich mit zähen Verhandlungen herumplagen möchte oder mit der mühsamen Suche nach allseits annehmbaren Kompromissformeln. Nur werde ich selten danach gefragt, ob mir das schmeckt oder nicht.

Was bin ich froh, dass meine notorische Ungeduld nicht der Maßstab ist. Auch wenn mir die Geduld oft abgeht – andere sind da ausdauernder. Ich könnte auch sagen: Leidensfähiger.    

Die größte Erleichterung ist für mich die Einsicht, dass Gott Geduld hat. Gott ist auch mit uns Menschen geduldig, zu unserem Glück. Wehe, wenn er es mal nicht mehr ist. Im zweiten Petrusbrief, im letzten Drittel des Neuen Testaments also, da heißt es an einer Stelle: Die Geduld unseres Herrn erachtet für eure Rettung. (2.Petrus 3,15). Das kann man so lesen: Wir dürften uns eigentlich nicht wundern, wenn Gott kurzen Prozess machen und den Stecker ziehen würde. Das tut er aber nicht. Und das kann unsere Rettung sein. Gott in seiner Geduld gibt seinen Geschöpfen, auch Ihnen, auch mir, immer noch und immer wieder eine Chance. Wir müssen sie nur ergreifen. Und damit am besten nicht ewig warten. 

Autor: Markus Baum

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Nicht abgeschrieben

Es war kurz nach unserem letzten Umzug: Ich wollte im Garten eine größere Hecke entfernen. Nach kurzer Zeit bot mir mein neuer Nachbar freundlicherweise seinen Häcksler an. Damit sollte ich die ganzen Äste doch schneller klein bekommen.

Ein Teil im Innern des Häckslers brach nach kurzer Zeit. Ärgerlich. Da bietet mir jemand Hilfe an und gerade bei mir geht etwas kaputt. Es fiel mir nicht leicht, den Häcksler zurückzubringen.

Mein neuer Nachbar reagierte ganz gelassen. Er nahm es auf seine Kappe, dass das Teil nach jahrelanger Benutzung gebrochen war. Wir verstehen uns bis heute sehr gut. Zum Glück hat er mich damals nicht gleich abgeschrieben.

Ähnlich ist das mit Gott. Denn manchmal passieren mir Dinge in meinem Leben, die ich nicht so schnell wieder gut machen kann. Dann denke ich auch, Gott würde mich abschreiben. Die Sache mit ihm zu besprechen, braucht manchmal etwas Überwindung.

In der Bibel lese ich, dass Gott Menschen nicht so einfach abschreibt. Zum Beispiel sein Volk Israel, das im Lauf der Geschichte so einiges falsch, ja, kaputt gemacht hat. Ihm lässt Gott durch den Propheten Jesaja sagen: „Israel, du sollst mein Knecht sein; ich erwähle dich und verwerfe dich nicht.“ (Jesaja 41,9)

Knechte gehörten damals zur Familie und standen unter ihrem Schutz. Israel stand also unter Gottes Schutz. Und ich denke, Gott sagt auch mir heute zu: Du gehörst als mein geliebtes Gegenüber zu mir, ich schreibe dich nicht gleich ab.

Mit Gott ist immer ein Neuanfang möglich. Wenn ich etwas in meinem Leben „kaputt“ gemacht habe, will ich mich voller Vertrauen an ihn wenden. Denn ich weiß: Er schreibt mich nicht ab.

Autor: Joachim Bär

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Notfallseelsorger

Kürzlich hatte ich einen Notfallseelsorger in meiner Sendung. Er wird gerufen, wenn ein schwerer Unfall passiert ist und Menschen betreut werden müssen. Oft bleibt er viele Stunden an ihrer Seite. Er wird angerufen und gebeten, einen Mann zu besuchen und ihm zu sagen, dass seine Frau Krebs hat und nur noch wenige Tage zu leben hat. Das ist seine Arbeit – seine tägliche Aufgabe.

Nach einem langen Tag voller Mühe und schlimmer Geschichten hakt er die Erlebnisse nicht einfach ab, da betet er noch für die Menschen, die ein Schicksal ereilt hat. Das gehört für ihn dazu. An ihn musste ich denken, als ich die Losung für heute gelesen habe: „Zur Zeit des Abends, da wird Licht sein.“

Diese Worte empfängt der Prophet Sacharja von Gott. Sacharja. Eine Hoffnungsbotschaft für die gebeutelten Menschen, die aus dem Exil in ihre Heimat zurückgekehrt waren. Doch komisch. "Zur Zeit des Abends – da wird Licht sein?" Habe ich das richtig gelesen?

Normalerweise wird es abends stockfinster. Doch Gott setzt das Übliche außer Kraft. Er kann das! Er ist noch viel mehr als ein Notfallseelsorger. Und das gilt auch heute, besonders für Menschen, die ein schlimmes Schicksal ereilt hat, deren Leben dunkel, trist und grau ist. Die kein Licht am Ende des Tunnels sehen. Grad für diese Menschen gilt es: „Zur Zeit des Abends, da wird Licht sein.“

Am Abend kommen oft trübe, depressive Gedanken auf. Da braucht es Licht. Ein Licht, das heller ist als elektrisches Licht, als Kerzenschein. Und Wirkungsvoller. Ein Licht, dass uns im innersten berührt, tief drinnen in unsere Seele. Gott leuchtet ins Leben hinein. Schenkt Mut, Hoffnung, Zuversicht. Das erlebt nur, wer sich öffnet für dies Licht. Wagen Sie es doch mal.

Autor: Ulrike Schild

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„Das bleibt so!“

Die meisten Lieder, die im Radio zu hören sind, besingen eine Beziehung zwischen zwei Menschen. Manchmal geht es aber auch um Alltägliches. Und gelegentlich hört man einen Song, der etwas völlig anderes zum Thema hat.

So wie in der Bibel.

Da finde ich ein Lied, dass eine Stadt besingt. Es geht um Jerusalem und um Gott, der diese Stadt beschützt. Zum Ende des Lieds heißt es: Erzählt es euren Nachkommen …

„Dieser ist Gott, unser Gott für immer und ewig. Er ist’s, der uns führt“, Psalm 48,15.

Die Menschen sind diesem Aufruf gefolgt. Von Generation zu Generation haben Juden sich an Jerusalem, den Berg Zion und ihren mächtigen Gott erinnert. Auch dann, wenn sie schon viele Jahre weit weg in fremden Ländern wohnten.  

Für Christen ist diese Stadt ebenfalls bedeutend, wenn auch in einer anderen Weise. Hier ist Jesus am Kreuz von Golgatha gestorben und am dritten Tag von den Toten auferstanden. Von Jerusalem aus hat sich das Evangelium in alle Welt verbreitet und zu guter Letzt auch mich erreicht.

Ich will mir heute erneut bewusst machen, dass Gott ewig ist. Der, der Geschichte schreibt und der, der mich durch diesen Tag führen will.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Spannend wie eine Krimiserie

Krimiserien im Fernsehen - ich gebe zu: Ich bin ein großer Fan! Aber auch da hat sich in den letzten Jahren eine Entwicklung ergeben. Wenn auch die einzelnen Folgen in der Regel in sich abgeschlossen sind, so gibt es doch daneben ganz viele Begleitgeschichten, die immer weiter fortgeschrieben werden. Darum muss man Serien tatsächlich besser am Anfang starten, um später viele Zusammenhänge verstehen zu können!

Das kam mir in den Sinn, als ich den folgenden Bibelvers las: „Ich, der HERR, habe dich gerufen, dass du die Augen der Blinden öffnen sollst und die Gefangenen aus dem Gefängnis führen und, die da sitzen in der Finsternis, aus dem Kerker.“ Jetzt fragen Sie sich vielleicht: Was hat das mit einer Krimiserie zu tun? Ich verrate es Ihnen. Dieser Text aus dem Kapitel 42 des Buches Jesaja im Alten Testament ist eine Art Cliffhanger. Gott kündigt an, dass er einen Retter schicken wird. Viele hundert Jahre später kommt Jesus in diese Welt und damit zu den Menschen, und man stellt ihm die Frage: Bist du der angekündigte Retter?

Und was antwortet Jesus? Er zitiert als Bestätigung genau aus diesem Vers: Blinde können sehen und Gefangene werden aus dem Gefängnis befreit. Die Fragesteller erkannten sofort den Zusammenhang: Die Prophezeiungen erfüllen sich tatsächlich in Jesus. In ihm setzt sich die Geschichte Gottes mit uns Menschen nahtlos fort. Darum gilt: Wer die zweite Folge der Bibel verstehen will, also das Neue Testament, sollte auch die erste Folge lesen – das Alte Testament!

Autor: Hans Wagner

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Ein Ruhe-Attest

Ahas, dem König von Juda wird Ruhe verordnet. Gott selbst stellt ihm durch den Propheten Jesaja ein Attest aus. Und das, obwohl die Feinde fast schon vor der Haustüre stehen. Eine Eroberung wird nicht geschehen, sichert Gott zu. Im Jesajabuch, Kapitel 7, Vers 4 hört sich das so an:

„Hüte dich und bleibe still; fürchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt.“

Wie hätten Sie an Ahas Stelle reagiert?

Ich wäre unruhig auf und ab gelaufen. Hätte die Heerführer versammelt. Nach ihren Einschätzungen gefragt, um verschiedene Pläne zu entwickeln. Mit Blick auf das Ruheattest – hätte ich versucht, alles einigermaßen ruhig über die Bühne zu bekommen. Um dann mit klarem Kopf zu entscheiden, wie der nächste Befehl lauten soll.

Doch Gott beabsichtigt noch etwas anderes. König Ahas soll sich nicht einreden lassen, dass sein Thron wackelt, sondern auf Gott vertrauen. Die Gegner werden ihren Einfluss auf Juda verlieren. Was ist eindrücklicher – das, was Ahas an Plänen vor Augen hat, oder das Wort Gottes?

Eine Frage, die für mich heute Jesus geklärt hat. Er ist das lebendige Wort Gottes und will mich jeden Tag führen. Jesus stellt mir auch ein Ruheattest aus. Denn den eigentlichen Kampf um mich hat Jesus am Kreuz auf Golgatha und mit seiner Auferstehung entschieden. Jesu himmlischer Thron wackelt nicht, von daher brauche ich auch nicht kopflos werden.

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Entspannt und voller Zuversicht

Wer sich ertappt fühlt, kennt dieses unangenehme Gefühl. Vor allem, wenn eine Situation peinlich ist, dann passiert häufig das, was in der Umgangssprache mit aufsteigender Schamröte bezeichnet wird. Mir wird schlagartig die eigene Unzulänglichkeit bewusst. Ich erröte im Gesicht oder an den Ohren. Meine peinliche Gemütsverfassung ist für jeden gut sichtbar.

In der Bibel spricht David von einer Erfahrung, die genau das Gegenteil auslöst. Hintergrund ist ein Erlebnis, das nicht dramatischer hätte ablaufen können. Es schien, als ob er in die Falle geraten war. David war auf der Flucht vor seinem Feind, König Saul, vom Regen in die Traufe geraten. Er wurde nun auch vom Philisterkönig Abimelech bedroht.

Eingekesselt von allen Seiten hatte David sein Vertrauen auf Gott gerichtet und Rettung in höchster Not erfahren. So konnte er später über diese Situation schreiben:

„Die auf den HERRN sehen, werden strahlen vor Freude, und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden“, Psalm 34,6.

Wer sich bewusst an Gott orientiert, „auf den Herrn schaut“, der erlebt Bestätigung und Hilfe. Das ist, was David sagen möchte: Wenn ich meine Blicke und Hoffnungen auf Gott richte, kann ich entspannt nach vorne schauen.

Das wird Auswirkungen haben. Andere werden meine Zuversicht mitbekommen, denn man wird sie buchstäblich meinem Gesicht ablesen können.

Diese Erfahrung Davids wünsche ich mir für heute und Ihnen wünsche ich sie auch.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Die Welt steht Kopf

Kennen sie diesen Spielzeugclown? Sein Kopf ist besonders beschwert. Egal, ob man ihn auf die Füße stellt oder auf die Seite legt - sobald man ihn loslässt, steht er auf dem Kopf.

Auch die Welt steht Kopf und nicht nur Corona hat dazu beigetragen. Verkehrte Welt? Wir können mit ihr tun, was wir wollen - immer wieder stellt sie sich auf den Kopf. Viele Menschen hassen, wo sie lieben und streiten, wo sie freundlich sein sollten.

Die Welt steht Kopf - So mögen auch die Jünger Jesu bei Worten seiner Antrittsrede gedacht haben, nachzulesen in Lukas 6,22-23. Ich zitiere: Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und euch ausstoßen und schmähen und verwerfen euren Namen als böse um des Menschensohnes willen. Freut euch an jenem Tage und tanzt; denn siehe euer Lohn ist groß im Himmel.

Jesus spielt mit offenen Karten: „Ich habe euch – menschlich gesprochen – nichts zu bieten. Ich setze euch nicht auf Ministersessel. Ich stelle euch mit beiden Beinen auf den Boden der Realität. Es wartet ein harter Kampf auf euch: Gehasst, ausgestoßen, geschmäht und verfolgt!“

Sehr viele Christen auf der ganzen Welt erleben und erleiden heute genau das! Trotzdem sagt Jesus: „Ihr seid zu beglückwünschen. Freut euch und tanzt!“ Die Welt steht Kopf? „Nein! Gott macht nicht aus schwarz weiß! Er verharmlost nichts! Er leidet mit!

Und Gott wird euch, die ihr jetzt leidet, in seiner neuen Welt reich beschenken – so, dass alles Schwere dieser Welt nicht mehr ins Gewicht fallen wird!“ Ich setze nicht auf meine Standhaftigkeit. Aber ich setze auf Gottes Zuverlässigkeit:Er bringt mich durch – bis zum Ziel. Deshalb gilt schon jetzt: Nachfolger Jesu haben Grund zur Freude!

Autor: Ellen Hoerder-Knop

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Durch den Horizont sehen

Ein Ehepaar zieht nach Papua-Neuguinea, den Inselstaat nördlich von Australien. Und zwar in ein Dorf mitten im Urwald. Sie wissen: Gott hat uns zu den Menschen hier geführt. Die beiden haben drei kleine Kinder. Und als sie im Papuadorf noch ein viertes bekommen, freuen sich alle. Die Einheimischen bestaunen den kleinen, weißen Menschen. Und sie lachen, als der Junge seine Händchen nach ihnen ausstreckt.

Aber nach einem Jahr stirbt das Kind. Und jetzt trauern alle. Einer der Dorfbewohner fragt: „Dein Sohn ist tot. Werdet ihr jetzt fortgehen?“ „Nein“, antwortet der Vater, „wir bleiben hier.“ Der Mann wird nachdenklich: „Aber ihr werdet auch einmal sterben. Was wird dann aus euren anderen Kindern?“ „Die sind in Gottes Hand,“ so der Vater, „und da sind sie gut aufgehoben.“ Da meint der Einheimische: „Was seid ihr Jesusleute doch für Menschen. Ihr fürchtet den Tod nicht. Und ihr könnt durch den Horizont sehen!“ „Ja“, meint der Vater, „wir können durch den Horizont sehen!“

In der Papuasprache gibt es kein Wort für Hoffnung. Und der Vater merkt: das ist ein gutes Wort für Hoffnung. Hoffnung haben heißt: durch den Horizont sehen. Dorthin sehen, wo Jesus ist – Jesus, die Hoffnung für die ganze Welt. Paulus, einer der ersten christlichen Gemeindegründer, schreibt: „Lasst euch nicht von der Hoffnung abbringen, die euch durch die Gute Nachricht gegeben ist. Ihr habt sie gehört, und sie ist in der ganzen Welt verkündet worden.“ Ja, die Hoffnung, die Jesus schenkt – die will ich nicht aufgeben. Und die wünsche ich Ihnen auch.

Autor: Steffen Brack

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Hoffnungsvoll

„Es geht so viel in deinem Kopf herum. Gerade läuft überhaupt nichts richtig. Du bist am Boden zerstört. Es fühlt sich alles so hoffnungslos an und du suchts nach einem Hoffnungsstrahl. In diesem Moment erinnert er dich daran: Du bist ein Überwinder.

Es ist als hätte die US-amerikanische Sängerin Mandisa diesen Song für diese Zeit geschrieben. Sie beschreibt in diesen Zeilen so treffend, wie sich viele Menschen nun seit einem Jahr in der Coronakrise fühlen. Freundschaften, Ehen, Kinder, Selbstwert…. alle und alles leidet darunter. Die Nachrichten und politischen Entscheidungen lassen mich hoffnungslos zurück. Hoffnung… hatten wir die in der Vergangenheit nötig? War die jemals wichtig? Hoffnung – für mich die am meisten unterschätze und am dringendsten benötigte Kraft unserer Zeit.

Hoffnung ist die Kraft, die in dir hochkommt, wenn alles andere versagt. Jeder Plan den Bach runtergegangen ist, jedes Kartenhaus eingestürzt ist. Wie ist das möglich?

Wahre Hoffnung ist nicht in dieser Welt verwurzelt, sondern in der himmlischen Welt. Der Grund aller Hoffnung ist Jesus Christus. Der Überwinder des Todes und des Teufels. In ihm allein liegt die Hoffnung, die mich und dich leben lässt in diesen Zeiten.

Der Apostel Paulus wusste ganz genau um die Kraft, die in Jesus liegt. Deswegen schrieb er vor fast 2000 Jahren in einem Brief an die Christen in Rom und auch an Sie folgenden Satz: „In diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat.“ Die Zeiten, in denen Sie vielleicht gerade stecken sind kein Grund die Hoffnung zu verlieren. Im Gegenteil. Diese Zeiten sind der Grund, die Hoffnung zu entdecken - in Jesus Christus.

Autor: Tobias Schier

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Demut und Dankbarkeit

Es gibt Situationen im Leben, da frage ich mich: "Womit habe ich das verdient?". In der Regel, frage ich so, wenn es etwas Negatives ist, was mir widerfährt. Oder geht es Ihnen da anders? Bestimmt fallen Ihnen reichlich Gelegenheiten ein, in denen Sie genau das gedacht und vielleicht auch laut ausgesprochen haben. Interessanterweise stellen sich viele Menschen diese Frage "Womit habe ich das verdient?" allerdings nicht, wenn ihnen etwas Gutes oder Positives zuteil wird. Das sehen viele Menschen in der Regel als selbstverständlich oder als verdient an.

Es gibt aber auch Menschen, die anders gestrickt sind. Sie fragen sich auch bei positiven Ereignissen, womit sie das verdient haben. Zu diesem Personenkreis gehörte auch der israelitische König David. Über ihn wird ausführlich im Alten Testament der Bibel berichtet. Im 2. Buch Samuel ist jener denkwürdige Satz von David festgehalten: "Gott, mein HERR, wer bin ich schon, dass du gerade mich und meine Familie so weit gebracht hast? Ich bin es nicht wert." (2. Samuel 7,18) David betet mit diesen Worten zu Gott nachdem es schon einige positive Wendungen in seinem Leben gegeben hatte.

Demut und Dankbarkeit kommen in den Worten Davids zum Ausdruck. Und ich höre innerlich die Frage: Womit habe ich all das Gute verdient? Die Antwort darauf lautet: mit nichts! Es sind Gottes Gnade und Barmherzigkeit, die dazu geführt haben. Und das gilt auch für mich. Von Gott kommen alle guten Dinge in meinem Leben. Ich will Gott in Demut dankbar dafür sein.

Autor: Horst Kretschi

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Grässlich wie im alten Rom

Unsere Welt steckt voller Untreue, Ungerechtigkeit und Habgiergier. Jeder denkt nur an sich.

Das schreibt der Apostel Paulus über das Leben im Römischen Reich. Entstehende Ähnlichkeiten mit heute leider unvermeidbar.

Paulus rät deshalb zu einer drastischen Kehrtwende. "Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen", schreibt Paulus, "lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit." Mit anderen Worten: Beschäftigt euch wieder mehr mit Gottes guten Geboten. Sucht euch dabei Leute, mit denen ihr gemeinsam unterwegs seid.

Auch mir stellt der Text seine Fragen: Wo setze ich meine Prioritäten? Wo lasse ich mich runterziehen von falschen Versprechungen und leeren Sehnsüchten? Die Geschichte zeigt: überall da, wo sich Christen von Gott haben anstecken lassen, da haben sie konstruktiv und positiv in die Welt hineingewirkt. Sie wurden zu Vorboten von Gottes Reich. Und das ist geprägt von Zuwendung und Miteinander und hat trotzt aller Widrigkeiten und trotz aller menschlichen Unzulänglichkeiten das desaströse Leben wie im alten Rom immer wieder wohltuend überwunden.

Autor: Andreas Odrich

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