ERF Plus - Anstoß

In der Warteschleife

„Bitte warten Sie, der nächste freie Mitarbeiter ist gleich für Sie da!“ Ein typischer Satz, wenn ich wieder mal in der Telefon-Warteschleife festhänge. Komisch, dass der nächste Mitarbeiter offensichtlich erst eine halbe Weltreise bis zu seinem Telefon machen muss. So kommt es mir jedenfalls manchmal vor.

Auch Gott fordert von seinen Leuten gelegentlich, dass sie warten. Das Volk Israel hatte vor 2 ½ Jahrtausenden mächtig was verbockt in der Beziehung zu Gott. Die Folge: Die Israeliten saßen fest im Exil – weggeführt nach Babylonien. Und Gott sagt: Sorry, hier müsst ihr erst mal 70 Jahre bleiben. Und dann hat er eine Warteschleifen-Botschaft für sie:

„Denn ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe: Ich, der HERR, habe Frieden für euch im Sinn und will euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. Mein Wort gilt!“

Gott macht keine falschen Versprechungen wie die Computerstimme am Telefon. Um die sieben Jahrzehnte im Abseits kommen seine Leute nicht herum. Aber Gott ist kein Sadist, der sein Volk quält. Nein, er hat Gedanken des Friedens. Er bietet eine neue Zukunft an.

Die Menschen damals, die zurückkehren konnten in ihre Heimat, haben das erlebt. Und genauso gilt Gottes Zusage heute den Menschen, die ihm vertrauen: Ich habe Frieden für euch im Sinn. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. Mein Wort gilt!

Autor: Oliver Jeske

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Niemand ist eine Insel

Der britische Denker und Dichter John Donne hat vor ziemlich genau 500 Jahren behauptet: „Niemand ist eine Insel, niemand ist ganz für sich. Jeder Mensch ist Teil eines Kontinents, Teil des Festlandes.“ 

Niemand ist eine Insel. Will heißen: Kein Mensch kommt ganz auf sich allein gestellt zurecht im Leben. Wir Menschen sind Gemeinschaftswesen, sind es schon immer gewesen, von Anfang an. Gott hat uns Menschen im Plural geschaffen – und in zwei verschiedenen Ausführungen, aufeinander angelegt und angewiesen.

„Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“ – der Satz findet sich bereits auf den ersten Seiten der Bibel, und das ist nicht nur ein fürsorglicher Gedanke Gottes im Hinblick auf seine Lieblingsgeschöpfe. Sondern das ist auch ein Hinweis, wie menschliches Leben gelingen kann. Nämlich in Gemeinschaft. Und das bedeutet im einfachsten Fall: Zweierschaft. Ein Mann, eine Frau. Es muss noch nicht einmal von vornherein Liebe im Spiel sein: In zahlreichen Kulturen dieser Welt ist die Ehe zunächst einmal ein Zweckbündnis, oft vermittelt oder arrangiert. Trotzdem finden erstaunlich viele Menschen in so einer Verbindung ihr Glück. Und selbst, wenn Beziehungen scheitern, probieren es die meisten erneut.

Gott garantiert nicht dafür, dass der Bund fürs Leben auch wirklich ein Leben lang hält, aber er ist der Inbegriff all dessen, was einer Gemeinschaft Bestand verleiht: Treue, Zuverlässigkeit, Fürsorge. Und wo Menschen ausfallen, bietet sich Gott als Gegenüber und Ansprechpartner an.

Autor: Markus Baum

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Klug ohne Schaden

Mir schien fast alles in Ordnung mit meinem Fahrrad. Nur merkte ich, dass die Kette ausgetauscht werden sollte.

Beim Fahrradhändler dann der Schock: Ich musste nicht nur die Kette, sondern auch fast alle Zahnräder austauschen lassen. Ich hatte zu lange gewartet. Eine neue Kette hätte auf die verbrauchten Zahnräder nicht mehr gepasst.

Das war vor einigen Jahren, seither weiß ich: Ich muss früher die Kette wechseln. Das kostet etwas, ist aber insgesamt günstiger. Eine Erfahrung mehr für meinen persönlichen Erfahrungsschatz, ich bin aus Schaden klug geworden.

Das ist ein Weg, etwas zu lernen. Die Bibel ist für mich ein noch größerer Erfahrungsschatz. Sie ist zum Beispiel eine Fundgrube an Erzählungen, in denen Menschen ihr Leben mit und ohne Gott leben. Mit allen Auswirkungen. Eine Erfahrung: Es ist gut, im Einklang mit Gottes gutem Willen zu leben.

Diese Erkenntnis teilt der Autor des 119. Psalms. Der ist zwar schon lange mit Gott unterwegs, ist aber trotzdem gelegentlich auf falsche Wege geraten, so berichtet er. Dabei will er sich an Gottes Willen ausrichten. Er betet: „Lehre mich rechtes Urteil und Erkenntnis, denn ich vertraue deinen Geboten.“ (Psalm 119,66)

Hier ist jemand aus Schaden klug geworden. Klug genug, um zu bemerken: Die Schöpfung, das Leben ist zu groß, als dass ich mir selbst alle passenden und guten Hinweise dazu geben könnte. Ich will nach Gottes gutem Willen suchen, für mich und für diese Welt.

Auch ich merke: Es macht mein Leben reich und lebenswert, wenn ich mir diesen großen Erfahrungsschatz der Bibel erschließe und nach Gottes gutem Willen suche. Dabei passiert mir immer wieder etwas Wundervolles: Ich werde klug ohne Schaden. Das ist für mich ein noch besserer Weg, etwas zu lernen.

Autor: Joachim Bär

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Prinzipien des Lebens

Man kann das Leben viele Prinzipien haben. Zum Beispiel kann man nach dem Prinzip leben: So du mir, so ich dir. Also: ist jemand böse und gemein zu mir, dann reagiere ich ebenso. Ist jemand hinterhältig und unnachgiebig, bin ich es auch. Ignoriert mich jemand, tue ich desgleichen. Klagt mich jemand an, klage ich zurück.
Einer, der wirklich viele Gründe gehabt hätte, so zu handeln, ist Josef aus dem Alten Testament. Er musste wirklich tief unten durch. Er war der Lieblingssohn seines Vaters Jakob. Das hatte eine gespaltene Familie zur Folge und neidische Brüder. Die sicher gut gemeinte Aufforderung des Vaters ist der Anfang einer langen Leidensgeschichte für Josef: „Geh hin und sieh, ob's gut steht um deine Brüder." Er wird als Sklave an eine Karawane verkauft. Landet in Ägypten.Doch er kommt durch viele Tiefen - bis an die Spitze der Macht. Dadurch ist Josef in die Position, in der er seiner Familie das Überleben sichern kann, die in Hungersnot geraten ist.

Er hätte nach dem Prinzip handeln können: So du mir, so ich dir. Doch das tut er nicht. Er ist reifer geworden in seinem Gottvertrauen und daraus erwächst die Liebe zu seiner Familie wieder ganz neu.
Und genau das ist auch der Grundton des Glaubens: Auf das zu sehen, was dem anderen gut tut. Andere Menschen in den Blick zu nehmen. Zu fragen: Womit kann ich helfen? Füreinander einzustehen. Miteinander Probleme zu bewältigen. Nicht mit geicher Münze zurück zu zahlen. Vergeben. Der Apostels Paulus hat genau das exzellent formuliert. "Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient."

Autor: Ulrike Schild

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Keine Sorge, ich bin da

Das Volk Gottes durchlebt eine schwere Zeit. Die Aussichten sind trübe. Menschlich gesprochen besteht nur wenig Hoffnung auf eine Besserung der Lage.

In dieser Situation beauftragt Gott den Propheten Jesaja mit einer besonderen Botschaft, und die beginnt mit den Worten: „Doch nun spricht der Herr“.

Danach erinnert Gott das Volk Israel daran, dass er es nicht vergessen hat. Nein, er hat Gutes im Sinn. Egal, was vorher gewesen ist oder wie die Umstände gerade sind, Gott hat eine neue Botschaft. Jesaja besteht darauf: „Jetzt spricht der Herr.“ Und was sagt der Herr?

So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir (Jesaja 43,5).

Was für Israel damals zugetroffen hat, gilt in gleicher Weise noch heute, weil Sie und ich durch Jesus Christus auch zum Volk Gottes gehören. 

Wenn sie Angst vor einer schweren Prüfung haben oder sich ein Berg von Arbeit vor Ihnen auftürmt. Halten Sie sich diese Zusage vor Augen. Gott spricht: Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir.

Und sollten Sie in einem finanziellen Engpass stecken oder vor lauter Sorgen die Freude am Leben verloren haben, dann gilt auch für Sie: Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir.

Selbst wenn Sie an einer schweren Krankheit mit ungewissem Ausgang leiden. Sie brauchen sich nicht zu fürchten. Gott sagt: Ich bin bei dir!

Ich wünsche Ihnen einen guten Tag in der Gewissheit, dass Gott bei Ihnen ist.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Der Friede Gottes

Es war eine heiße Debatte in meinem Theologiestudium zu einem Ethikthema der 90er Jahre. Da sagte unser Dozent: "Ich habe dazu vor zwei Jahren noch eine ganz andere Haltung gehabt." Mein erster Gedanke: "Respekt!" Denn er war nicht nur Dozent, sondern auch Rektor dieser Hochschule. In einer solchen Position zu signalisieren: "Ich lasse mich und mein Denken hinterfragen" - das hat mich beeindruckt. Mein zweiter Gedanke war: Ja, aber was ist denn jetzt richtig? Wer sagt denn, dass dies jetzt die richtige Antwort ist?

Lange habe ich an dieser Frage zu knabbern gehabt. Es ging um den Wunsch, den wohl viele haben: Ich möchte in der Bibel klare und vor allem ewig verbindliche Aussagen zu allen Lebensbereichen finden. Ich musste begreifen, dass dies nicht möglich ist. Das war schwer. Aber eine Zusage des Apostels Paulus aus seinem Brief an die Philipper hat mir dann geholfen. Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren.

Nicht mein Denken und Verstehen sind also entscheidend, sondern Gottes Friede, den er in seinem Handeln in Jesus Christus schenkt. Seit Jesus in mein Leben gekommen ist, steht dieser Frieden wie eine Wache vor meinem Herzen und auch vor meinem Denken. Das prägt. Und selbst, wenn mein Herz mal aus dem Tritt kommt oder mein Denken sich mal verirrt - dieser Frieden bleibt. Ewig. Danke, Jesus!

Autor: Hans Wagner

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Das letzte Mittel

Er greift zum letzten Mittel. Plagen wie Hunger, Trockenheit, Raupen, Pest. Das Volk Israel kannte das. Vor Jahrhunderten traf es Ägypten. Gott sagte und sagt erneut: „Hallo, ich bin auch noch da. Reagiert doch wieder auf mich. Redet mit mir, lebt mit mir, erwidert meine Liebe.“ Ernüchtert stellt Gott fest: „Sie reagieren nicht.“

Der Prophet Amos richtet dem Volk Israel aus: Gott wird weiter machen. Die Begründung lautet: „Siehe: Der die Berge gemacht und den Wind geschaffen hat, der dem Menschen sagt, was er im Sinne hat – er heißt Herr, Gott Zebaoth.“ So steht es im Amosbuch, Kapitel 4, Vers 13.

Gott bringt sich ins Spiel als Schöpfer. Zerstören von Teilen seiner Schöpfung ist nur das äußerste Mittel, um sein Volk zurückzugewinnen. Gott ist der Herr der Heerscharen. Der Herr Zebaoth. Alle Mächte und Gewalten stehen Gott zur Verfügung, um sich durchzusetzen. Obwohl Gott zum letzten greift, zwingt er sein Volk nicht. Er akzeptiert ihr verharren in der Sünde. Doch er wirbt weiter. Noch mal stellt Gott sich vor: „Ich heiße, Jahwe, Gott Zebaoth.“ D.h. Gott versteckt sich nicht. Er sagt, was er tut und warum.

Wir können uns heute Gott durch seinen Sohn Jesus Christus zuwenden und uns von dem abkehren, was Gott missfällt. Gottes Angebot steht. Wer weiß, wie lange noch!

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Gottes Schutz und Hilfe

David hatte in seinem Leben jede Menge Konflikte durchgestanden. Kämpfe mit dem Nachbarvolk der Philister, jahrelange Flucht vor König Saul, ein Aufstand im Stamm Benjamin, um nur ein paar Schlaglichter zu werfen auf das bewegte Leben von David. Sogar sein eigener Sohn Absalom hatte sich gegen ihn gewendet und ihm den Thron streitig gemacht.

Ja, David hatte eine Menge hinter sich. Und er war bewahrt worden. Er hatte die Treue und den Schutz Gottes erlebt. Und das war für David Grund genug, seinem Gott ein Lied zu dichten. Es ist im 2. Buch Samuel 22 aufgeschrieben. In Vers 3 betet David:

Du bist mein Schutz und meine Zuflucht, mein Heiland, der du mir hilfst vor Gewalt. (2. Samuel 22,3)

Davids Worte veranlassen mich, innezuhalten und auf mein eigenes Leben zu schauen. So bewegt wie Davids ist es nicht gewesen. Aber auch ich kann davon berichten, dass Gott mir bei verschiedenen Gelegenheiten Schutz und Zuflucht gewesen ist.

Und weil das so gewesen ist, stimme ich mit David ein in das Lob Gottes. Ich danke ihm von Herzen für das Gute in meinem Leben. Und ich danke ihm, dass er mir die Kraft gegeben hat, das Schwere zu tragen. Es ist tatsächlich, wie David es bezeugt: Gott ist mein Schutz und meine Zuflucht. Er wird es auch in Zukunft bleiben.

Ich lade Sie ein, Gott mit mir zu loben. Denn er hat auch in Ihrem Leben Großes getan. Da bin ich mir ganz sicher.

 

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Alles und noch viel mehr

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ Den Satz kann wohl jeder unterschreiben. Ein Zitat aus der Bibel, in dem es um die menschlichen Grundbedürfnisse geht. Nicht nur Essen und Trinken sind lebenswichtig, sondern auch das Wort Gottes, sein Zuspruch an uns. Ein wichtiger Zusatz. Aber so ganz ohne Essen und Trinken und ohne eine gute Portion Schlaf kann kein Mensch leben. Man nennt das deshalb ja auch die Grundbedürfnisse. Gott weiß das, er hat uns ja schließlich so gemacht.

Charmant finde ich, dass in der Bibel auch diese menschlichen Bedürfnisse eine Rolle spielen. Zum Beispiel bei der Wüstenwanderung des Volkes Israel. Gott ließ Essen vom Himmel regnen. Zuverlässig. Jeden Tag genau die nötige Menge. Essen hilft nicht nur beim Überleben. Es hält auch, wie man so schön sagt „Leib und Seele zusammen.“ Was muss, das muss. Auch Jesus hatte diese menschlichen Bedürfnisse im Blick. Eine große Menschenmenge war ihm und seinen Jüngern in die Wüste gefolgt. Irgendwann war der Proviant aus und nirgends gab es etwas zu essen. Die Jünger machten sich Sorgen.

Jesus nahm das, was da war – ein paar Fische, ein paar Brote. Und verteilte alles. Es war mehr als genug: „Sie aßen alle und wurden satt und sammelten auf, was an Brocken übrig blieb, zwölf Körbe voll.“ So lesen wir in Matthäus 14. „Mehr als genug“. Überfluss statt Mangel. Was für ein Bild. Wenn ich Gott das gebe, was ich habe – meine „Brote“ und „Fische“. Dann sorgt er dafür, dass ich alles bekomme, was ich zum Leben brauche. Alles, und noch viel mehr. Was für eine Zusage.

Autor: Stefan Loß

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Wie? Bitte?

„Mama! Ich will Eis!“ So schreit der dreijährige Paul - quer über den ganzen Spielplatz. Die Mama verdreht ihre Augen. „Wie heißt das, Paul?“ „Was Mama? Eis?“ „Nein, ich meine das Wort, das Du vergessen hast.“

„Bitte“ heißt das gesuchte Wörtchen. Und vielen Menschen kommt das offenbar nur schwer über die Lippen. Dabei ist es so hilfreich. „Bitte!“ Das ist viel mehr als eine Höflichkeitsfloskel. Wer andere um etwas bittet, der tritt nicht als Befehlshaber auf. Sondern begegnet seinen Mitmenschen auf Augenhöhe. Und gewährt seinem Gegenüber die Entscheidungsfreiheit, wie er oder sie auf die Bitte eingehen will.

Deshalb bin ich auch so erstaunt, dass Gott es mit uns ganz genau so macht. Paulus, einer der ersten christlichen Theologen, beschreibt das so: „Als Botschafter von Jesus Christus fordern wir euch im Namen Gottes auf: Lasst euch mit Gott versöhnen! Wir bitten euch darum im Auftrag von Jesus Christus.“ Wir bitten euch - im Auftrag Gottes! Das bedeutet ja: Gott bittet uns – durch seine menschlichen Boten. Gott könnte doch einfach anordnen, befehlen. Ja, vermutlich könnte er das. Aber offensichtlich will er nicht.

Stattdessen bittet Gott: Lasst euch versöhnen – mit mir. Lasst mich eure Schuld vergeben. Lasst euch beschenken – mit einem neuen Leben. So unfassbar sich das auch anhört: Gott will uns auf Augenhöhe begegnen. Er will Ihnen und mir die volle Freiheit lassen, ob wir sein konkurrenzloses Angebot annehmen. Und deshalb bittet Gott - Sie und mich persönlich: Lass dich versöhnen – mit Gott!

Autor: Steffen Brack

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Gott hört immer und vergisst nie

Ein Ehepaar wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind, doch die Frau kann nicht schwanger werden. Das ist ein Thema, dass niemanden kalt lässt. Es ist ein emotionales, sensibles Thema. Es kannauch Auswirkungen auf den Selbstwert der Frau und auf ihre Beziehung zu ihrem Lebenspartner haben. Manche Menschen finden es überraschend, dass so ein Thema auch in der Bibel angesprochen wird. Vor allem im alten Testament tauchen immer wieder Frauen auf, von denen ich genau das lese. Eine von ihnen ist Hannah. Seit Jahren betet sie dafür, dass sie ein Kind bekommt. Damit nicht genug, eine andere Frau macht sich deswegen regelmäßig lustig über sie.

In ihrer Not betet Hannah zu Gott. Sie betet nicht einmal, nicht zweimal, sondern jahrelang voller Verzweiflung. Ich lese davon im 1. Buch Samuel: »Herr, du Herrscher der Welt, sieh doch meine Schande und hilf mir! Vergiss mich nicht und schenk mir einen Sohn!« Der Priester Eli bekommt es mit und sagt ihr: Gott hat dein Gebet gehört. Und was passiert ein Jahr später? Richtig: Hannah wird Mutter.

Die Geschichten gehen nicht immer so gut aus, und trotzdem hört Gott unser Gebet. Denn wenn Hannah Gott fragt „Hast du mich vergessen?“, lautet die Antwort in jedem Fall: Nein, er hat dich nicht vergessen. Gott möchte dir in deinen Fragen und Leiden begegnen. Manchmal mit einer Gebetserhörung, manchmal allein durch seine spürbare, tröstende Gegenwart.

Er sieht mich und ist mir nah. Er vergisst mich nicht. Niemals.

Autor: Tobias Schier

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Wenn alles zu viel wird

Manchmal bin ich ziemlich niedergeschlagen und mutlos. Dann, wenn einfach alles auf einmal kommt. Viele schwierige Aufgaben auf der Arbeit und in der Kirchengemeinde, die Kinder und die Schule, die Gesundheit, die Probleme macht, bei mir und der Familie. Und oben drauf auch noch Corona, mit allem, was damit zusammenhängt. Da weiß ich manchmal nicht, worüber ich mir zuerst Sorgen machen soll. Das kann reichlich deprimierend sein. Da schnürt sich einem das Herz zusammen und der Schlaf ist unruhig.

Dem Schreiber des Psalms 102 in der Bibel ist es wohl genauso gegangen. Ausführlich beschreibt er die Dinge, die ihm Not machen und Sorgen bereiten. Der Psalm beginnt dann auch mit den Worten: "Gebet eines Menschen, der allen Mut verloren hat und dem HERRN sein Leid klagt". Ja, das passt auch auf mich. Und der Psalm ist für mich ein Beispiel, wie auch ich mit meiner Situation umgehen kann – und vor allem, wie ich mit Gott reden kann. Offen und ehrlich nämlich! Alles andere wäre auch töricht. Aber eben auch mit dem nötigen Vertrauen, dass Gott mich sieht und mich hört und die Welt und alles in ihr in seiner Hand hat.

Dieses Vertrauen drückt der Autor des Psalms unter anderem so aus: "Vor langer Zeit hast du alles geschaffen, Himmel und Erde sind das Werk deiner Hände". (Psalm 102,26) Der Blick zum Himmel kann mich aus meiner Gefangenschaft der Sorgen und Ängste befreien. Er kann mir eine neue Perspektive öffnen und mir deutlich machen, dass ich Hoffnung haben kann, wenn ich auf Gott vertraue.

Autor: Horst Kretschi

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Chefsache Liebe

„So verkehrt sind sie gar nicht“. Das sagt Gott über sein Volk, das ihn immer wieder heftig ärgert und zum Zorn reizt. So kommt es zu einem Wechselspiel. Das Volk fordert Gottes Zorn und Gericht heraus. Der reagiert, aber letztlich siegt am Ende die Liebe. "Sie sind ja mein Volk, Söhne, die nicht falsch sind," heißt es im Lutherdeutsch der Bibel.

Ist Gott ein Weichei, weiß er nicht, was er will? Ich glaube nicht. Sortieren wir deshalb die ganze Geschichte: Ja, Gott will, dass das Volk seinen Geboten folgt. Diese Gebote aber sind keine billigen Knechtschaftsregeln, die die Menschen unterdrücken sollen. Es sind Gebote, die zum gegenseitigen Respekt auffordern und ein gutes, menschliches Zusammenleben ermöglichen. Deshalb könnte Gott schon gewaltig auf den Tisch hauen, wenn er mit ansehen muss, wie diese Gebote mit Füßen getreten werden.

Doch dann handelt Gott in einer Weise, die menschlichen Ideologen und Scharfmachern zuwider sein muss. Er reagiert nicht mit Vernichtung, sondern mit Liebe, und erlöst sein Volk, "weil er Erbarmen mit ihm hat". So jedenfalls berichtet es der Prophet Jesaja. Gott lebt damit vor, was Menschen meist am schwersten fällt. Da wo er einfach ausrasten könnte, siegen am Ende Gnade und Liebe.

Autor: Andreas Odrich

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Zeig mir was du kaufst, und ich sage dir wer du bist

Corona-Abstand, FFP2-Maske… der Supermarkt wirkt noch anonymer als sonst. Ich mustere den Einkaufswagen vor mir: Fischstäbchen, Tiefkühl-Pommes, Ketchup… Familienvater? Hinter mir eine junge Frau mit einem Sixpack Bier, Chips, Erdnüssen… Filmabend mit Netflix?

Ich sehe die Einkäufe und mache mir mein Bild. Dabei kann ich in die Leute nicht wirklich reinschauen. Kann nicht sehen, wie sie leben, was ihre Träume sind, was sie im Innersten antreibt. Das Wesentliche ist unsichtbar. Ich kann es erfahren – aber nur, wenn ich mich persönlich auf die Welt meines Gegenübers einlasse.

So ist das auch mit dem Glauben. Klar, manches lässt sich beobachten, wenn einer in die Kirche geht, zum Beispiel, oder eine staubfreie Bibel zu Hause hat. Aber das sind Äußerlichkeiten, wie die Sachen im Einkaufswagen. Was einen im Innersten antreibt, wenn man Gott vertraut, das kann ich nicht sehen. Das kann ich nur erfahren, wenn ich mich darauf einlasse.

In der Bibel wird Glaube deshalb als „Geheimnis“ bezeichnet. Es lautet, so steht es im Kolosserbrief Kapitel 1 Vers 27 wörtlich: Christus lebt in euch! Und damit habt ihr die feste Hoffnung, dass Gott euch Anteil an seiner Herrlichkeit gibt.

Das bedeutet: Wer glaubt, in dem lebt Jesus Christus. Unsichtbar und innendrin. Und dadurch hat man eine feste Hoffnung auf eine gute Zukunft, die von Gott kommt.

Wenn das wirklich stimmt, dann kann man sich das wirklich nicht so richtig von außen vorstellen.  Aber man kann es erleben.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Ein ungebetener Besucher

Wenn’s um ungebetenen Besuch geht, bin ich eigentlich kein Freund von Überraschungen. Und doch gibt es Augenblicke, da freue ich mich, wenn mir jemand signalisiert: Komm, in dieser Situation lasse ich dich nicht alleine. Ich bin an deiner Seite.

So ähnlich – freudig überrascht – muss sich vor 2.000 Jahren ein Zöllner namens Zachäus gefühlt haben. Er hatte sich gesellschaftlich isoliert und war wahrscheinlich sehr einsam. Und da kommt plötzlich Jesus von Nazareth und sagt:

„Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.“

Jesus schickt keine vorsichtige Anfrage. Er fällt mit der Tür ins Haus und trifft den Nerv von Zachäus. Jesus zeigt dadurch, wie Gott selbst ist. Er sieht mich dort, wo ich isoliert bin. Und er akzeptiert nicht meine Schmollecke oder meinen selbstgebauten Bunker, in den ich mich zurückgezogen habe. Jesus bricht in mein Leben ein – manchmal völlig überraschend.

Die Reaktion von Zachäus war frappierend: Aus dem ausgegrenzten Einzelgänger wird jemand, der an heilwerdenden Beziehungen interessiert ist und auch etwas dafür tut.

Auch in meinem Leben möchte ich Gott viel zutrauen. Mal schauen, wann er das nächste Mal wieder vor meiner Tür steht – völlig ungebeten, aber hoffentlich herzlich willkommen.

Autor: Oliver Jeske

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Bis in den letzten Winkel

Der christliche Glaube wurzelt im jüdischen Glauben, und der war ursprünglich in einem Landstrich am östlichen Mittelmeer verortet. Das Volk Israel ist in diesem Land vor etwa 3 ½ tausend Jahren heimisch geworden. Dieses Volk Israel war durchaus selbstbewusst, aber nicht nur auf sich selbst fixiert. Man wusste schon, dass es hinter dem Horizont noch weitergeht. Die damals bekannte Welt reichte bis Indien– und bis nach Gibraltar, und der Westküste Afrikas waren noch ein paar Inseln vorgelagert, das hatte sich um das Jahr 1.000 vor Christus auch schon herumgesprochen.   

Wenn also der musikalische König David um diese Zeit in einem seiner Lieder von Gott behauptet: „Dir vertrauen die fernsten Länder der Erde und die Inseln im weiten Meer“, dann dachte er möglicherweise schon an die Kanaren, die gerade von phönizischen Seefahrern entdeckt worden waren. David hatte natürlich noch keine wirkliche Vorstellung von diesen Inseln, aber er hatte bereits ziemlich konkrete Erfahrungen mit Gott gemacht. David hat Gottes Macht in seinem eigenen Leben und im Schicksal seines Volkes erlebt, und er ahnte, dass sich diese Macht auf die ganze Welt erstrecken muss. Aber dass „die fernsten Länder der Erde und die Inseln im weiten Meer“ auf den Gott Israels vertrauen, dass sie ihre Hoffnung auf diesen Gott setzen – das war zu Davids Zeiten noch Zukunftsmusik. War im wahrsten Sinn des Wortes weise Voraussicht.

Denn heute wird der Gott, dem David vertraut hat, tatsächlich überall auf der Welt verehrt. Man kann Gott in den entlegensten Winkeln dieses Planeten begegnen – und wird überall auf Menschen treffen, die diesem Gott vertrauen.  

Autor: Markus Baum

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Besser als die Furcht

Wen oder was fürchte ich? Für viele ist die die Corona-Pandemie die Bedrohung der Stunde. Wird es meinen Lieben gut gehen, wie kommt unsere Wirtschaft durch die Krise, wirken die Impfstoffe gegen neue Viren-Kombinationen?

Es wird mir angst und bange, wenn ich meine Aufmerksamkeit auf diese Fragen richte. Natürlich ist es gut, vorzusorgen und sich Gedanken zu machen. Die Furcht vor einer Bedrohung kann mich aber auch gefangen nehmen.

Eine etwas andere, hilfreiche Furcht wird im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung des Johannes Kapitel 15 beschrieben. Da heißt es: „Wer sollte dich, Herr, nicht fürchten und deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig!“ (Offenbarung 15,4)

Es geht hier nicht um Angst vor Gott. Sondern um eine gesunde Ehr-Furcht. Da gibt es einen, der ist so groß, so mächtig, so liebend, so heilig und gerecht, dass er alles andere in den Schatten stellt. Auch jede Bedrohung.

Das rückt die Dinge für mich ein wenig gerade. Gott lädt mich zu einer freundschaftlichen Beziehung ein, zu einer lebenslangen Begegnung. Eine Freundschaft, in der er mir auch Hilfe und Trost verspricht.

Wenn ich so verbunden mit dem Schöpfer aller Dinge lebe, lässt meine Angst nach und mein Vertrauen wächst. Ich merke: Wer den Herrn fürchtet, braucht sich nicht zu fürchten. Auf diese gesunde Ehrfurcht Gott gegenüber will ich heute meine Aufmerksamkeit lenken. Und die Verbindung mit ihm suchen. Das ist besser als die Furcht.

Autor: Joachim Bär

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Herztöne Gottes

Ich habe früher als Kind längst nicht immer auf die guten Ratschläge meiner Eltern gehört. Man konnte es mir 1000 Mal sagen, tu dies nicht und jenes nicht, das war gehört und dann auch schnell wieder vergessen. Manchmal hieß es auch: Strafe muss sein. Am schlimmsten war für mich Hausarrest oder Taschengeldentzug. Und doch habe ich das als Kind ganz tief empfunden: Meine Eltern haben mich geliebt, waren nicht nachtragend, sie haben mir immer wieder verziehen…. und ich habe Besserung gelobt. Eltern müssen viel Geduld mit ihren Kindern haben. Das weiß ich heute

In einem viel größeren Maße spiegelt sich dieses Vorgehen in der Bibel wider. Immer, wenn das Volk Israel meinte, auch ohne Gott das Leben angehen zu können, sich sogar fremden Göttern zuwandten, gerieten sie in große Bedrängnis. Das ging oft so weit, dass Gott ihr Gejammer nicht mehr hören konnte und von seinem eigenen Volk die Nase voll hatte. Ende, aus, vorbei! Nein. So ist Gott nicht. Und das ist unser aller Glück. Als sich sein Volk wieder reumütig in ihrer tiefen Verzweiflung an Gott wendet, da kommt das große Herz Gottes wieder zum Vorschein. Seine unermesslich große Liebe blitzt wieder auf.

Das Volk sagt: „Wir haben gesündigt, mache du es mit uns, wie dir's gefällt; nur errette uns heute!“ Die Israeliten lassen nicht locker. Und Gott reagiert. Wir haben einen Gott, der Emotionen hat...einen Gott, der ein Herz für seine Menschen hat, für Menschen, die ihre Schuld einsehen und den Weg zu ihm wieder suchen. Wir haben einen Gott voller Barmherzigkeit.

Sollten sie ihn aus den Augen verloren haben, wenden Sie sich Gott wieder zu. Er tut desgleichen.  

Autor: Ulrike Schild

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König von Deutschland

„Das alles und noch viel mehr würd' ich machen, wenn ich König von Deutschland wär'“ – so singt Rio Reiser im Jahr 1986. Ich finde, das ist ein faszinierender Gedanke. Was würde ich tun, wenn ich die Geschicke eines Volkes lenken könnte? Was würden Sie tun?

Immer wieder in der Geschichte haben Menschen diese Macht bekommen. Manche wurden gewählt, andere gekrönt, wieder andere haben gewaltsam nach der Macht gegriffen. Und die Bilanz ist gemischt: Imperialisten haben andere Völker mit Krieg überzogen, charismatische Ideologen haben Millionen manipuliert, religiöse Führer haben Tugendterror verbreitet und Oligarchen ganze Länder ausgeplündert. Ja, und manchmal lief es auch ganz gut, und verantwortungsvolle Regierende haben ihr Volk zu Wohlstand und kultureller Blüte geführt.

Und Gott? Was würde Gott machen, wenn er Herrscher über ein Volk wäre? Ich meine nicht eine religiöse Elite, durch die angeblich Gott spricht, sondern Gott selbst. Den echten Gott.

Das gab es tatsächlich, im Volk Israel, nachzulesen im Alten Testament. Sie haben es nicht lange ohne irdischen König ausgehalten, aber der Traum von der direkten Herrschaft Gottes ging doch nie ganz verloren. Zum Beispiel hier, in Psalm 29 Vers 11. Da heißt es:

Der Herr wird sein Volk segnen mit Frieden.

Segnen. Mit Frieden. Das tat Gott, solange sein Volk ihm die Treue hielt. Und das macht Gott auch heute noch, gegenüber all den Menschen, die ihm Einfluss auf ihr Leben gewähren. Ich wünsche Ihnen, dass Sie das wagen. Und dass Sie das erleben: Gott segne Sie mit Frieden!

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Tausche Gnade gegen Gnade

Wir haben zwei gebuchte Urlaube. Sie sollen beide in der zweiten Jahreshälfte stattfinden. Ob dem dann so sein wird, können wir jetzt noch nicht beantworten. Aber ich freue mich schon mal darauf. Mir tut diese Perspektive immer wieder gut: Das im Blick zu behalten, was mich positiv stimmt. Urlaub, Reisen, neue Eindrücke - ich liebe es. Und wenn wir es doch absagen müssen? Planen wir eben neu! So versuche ich mit allen Situationen im Moment umzugehen: Ich schaue auf das Positive und justiere bei Bedarf nach. Meine Blickrichtung hat große Auswirkungen auf mein Leben. Manchmal muss ich dazu auch zurückschauen.

Als der Evangelist Johannes im Neuen Testament begann, die Geschichte von Jesus Christus aufzuschreiben, stellte er für sich und alle Beteiligten rückblickend fest: "Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade." Jeder wurde beschenkt, schreibt er, ganz individuell. Gnade um Gnade. Wörtlich ist hier sogar von einem Tausch die Rede: Gnade gegen Gnade.

Was kann das für mich heißen: Ich kann mein Leben täglich bewusst als Geschenk von Jesus verstehen – egal, wie es gerade aussieht. Damit spiegle ich nicht nur ihm, sondern auch meinem ganzen Umfeld etwas von seiner Gnade wider. Vielleicht mache ich Menschen neugierig auf Jesus. Gnade gegen Gnade.

Ich lebe gerne so. Der Blick zurück auf die Momente, in denen Jesus mich gnädig beschenkt hat, lässt mich vor allem dankbar sein. Wie gesagt: Unsere Blickrichtung hat große Auswirkungen auf unser Leben.

Autor: Hans Wagner

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