ERF Plus - Anstoß

Psalm 29, 11

Wenn Sie die Wahl hätten, was würden Sie sich von Gott wünschen? Geld, um endlich die Schulden bezahlen zu können. Einen Job, den ich mag. Eine Wohnung, in der ich leben kann.  Keine chronischen Krankheiten mehr. Mehr Geld, eine Zukunft, Sicherheit  …  Eine Frage, unendlich viele Antworten.

Antworten, die ganz einfach zeigen, was uns Menschen umtreibt, unruhig macht. Schulden, Arbeitslosigkeit, Krankheit – das alles kann mir den Schlaf rauben und damit die Ruhe und den Frieden. Deswegen verstehe ich ganz genau, warum der König David im Psalm 29 Vers 11 schreibt: „Der HERR wird sein Volk segnen mit Frieden.“

Frieden ist ein Segen, den ich nur selten bewusst wahrnehme. Frieden ist aber keine Selbstverständlichkeit. König David wusste das. Im Psalm 29 lobt er Gott über alle Umstände und am Ende ist ihm das Meiste an Gottes Segen gelegen. Klar denke ich da heute an die Kriegs- und Krisengebiete weltweit. Ich denke aber auch an die Menschen, die mir in der Straßenbahn gegenüber sitzen. Wohnungs- und Arbeitslosigkeit, Krankheit, Armut – das alles hat die Macht, mir meinen Frieden zu rauben.

Ich kenne Menschen, die in der größten Not einen Frieden ausstrahlen, der alles Leid übersteigt. Lebendige Beweise dafür, dass der Frieden Gottes allen Verstand übersteigt. Deswegen will ich diesen Segen Gottes, der mir übernatürlichen Frieden schenkt. Gottes Gegenwart macht mein Herz ruhig, auch im größten Sturm. Innerer Friede hängt eben nicht von äußeren Umständen ab, sondern von dem Einen, der über allem steht, Gott. Der Segen Gottes, den ich täglich brauche, ist sein Frieden um mich her und in mir drin.

 

 

Autor: Tobias Schier

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1. Johannes 3,8

Wenn jemand etwas kaputtmacht, dann ist das selten positiv. Ob ich nun die Vase zertrümmert oder Hoffnungen zunichte gemacht habe, spielt dabei keine Rolle. Es gibt selten eine Ausnahme, wo Zerstörung positiv gesehen wird. Und dennoch gibt es in der Bibel genau das: Zerstörung wird als etwas Gutes dargestellt. Denn der Apostel Johannes schreibt in einem seiner Briefe: "Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre." Ein einfacher Satz, der deutlich macht, warum Jesus Christus in die Welt gekommen ist. Zum einen ist er für die Schuld aller Menschen gestorben, damit jeder Mensch wieder Gemeinschaft mit Gott haben kann. Zum anderen hat er aber auch die Macht des Teufels beendet und dessen Werke zerstört. Das beginnt schon damit, dass Jesus den Versuchungen widersteht, mit denen der Teufel ihn vom Weg abbringen will. Am Ende besiegt Jesus auch den Tod, der erst durch die Machenschaften des Teufels in diese Welt gekommen ist. So gesehen ist Jesus ein Terminator.  Anders als der Terminator im Film wendet Jesus aber keine Gewalt an. Im Gegenteil, er macht sich selbst zum Opfer der Gewalt und bricht mit seiner unabdingbaren Liebe die Macht des Hasses und der Sünde. Das ist eine Tatsache, die ich mir jeden Tag neu vor Augen halte. Der Teufel hat mit der Sünde keine Macht mehr über mich! Ich muss nicht tun, was mir die Versuchung ins Ohr flüstert. Ich kann der Spirale aus Hass und Gewalt widerstehen, weil Jesus es in mir möglich macht. Weil seine Liebe stärker ist als alles andere und weil er genau dafür gekommen ist!

Autor: Horst Kretschi

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1. Johannes 2,29

Ich möchte gerne fühlen, dass Gott da ist. Irgendwie muss ich doch irgendetwas spüren können von seinem Geist, von seinem Spirit.

Wie gut, wenn  dies so ist. Und tatsächlich habe ich selbst innerlich einen tiefen Frieden, bei aller Zerrissenheit, die ich auch erlebe. Aber was wäre eigentlich, wenn mir dieses "Gottesgefühl" abhanden gekommen wäre, oder noch schlimmer - nie da war?

Für alle, denen es so geht - der Apostel Johannes hat für Sie eine gute Nachricht. Beim Glauben kommt es gar nicht in erster Linie auf das Fühlen an. Für Johannes geht es vielmehr darum, dass ich das, was ich glaube, auch umsetze. Und so schreibt er über Jesus und den Glauben an ihn: "Wenn ihr wisst, dass er gerecht ist, so erkennt ihr: Wer die Gerechtigkeit tut, der ist von ihm geboren."

Lebe ich das, was  ich selbst von Christus an Barmherzigkeit und Gnade erfahren habe? Oder kreise ich nur um mein eigenes Glaubensgefühl, um es am Ende des Tages nett gehabt zu haben - oder trägt mein Glaube Früchte auch und gerade für andere. Johannes erinnert mich daran. Nicht der Blick in den Spiegel zählt, um meinen Glauben zu leben, sondern der Blick, den ich für andere habe. Und genau das darf reichen.

Autor: Andreas Odrich

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Jesaja 45,12

Atheismus ist in der Geschichte eine relativ neue Idee, geboren im Zuge der so genannten Aufklärung. Aber die Frage nach Gott links liegen zu lassen, sich selbst für das Maß aller Dinge zu halten - das konnten Menschen zu früheren Zeiten genauso gut wie wir heute.

Im Alten Testament wird im Buch des Propheten Jesaja beschrieben, wie Gott die weltpolitischen Ereignisse und die Geschicke seines Volkes Israels beeinflusst. Das gefiel wohl nicht jedem, denn Gott warnt seine Kritiker davor, ihren Schöpfer zur Rechenschaft ziehen zu wollen. Wörtlich lässt er ihnen in Jesaja Kapitel 45 Vers 12 ausrichten:

Ich habe die Erde gemacht und die Menschen, die darauf leben. Ich habe den Himmel ausgespannt mit eigener Hand, ich bestimme den Sternen ihre Bahn.

Der Prophet stellt hier im Auftrag Gottes klar: Ihr mögt kritisieren, was Gott tut - aber ihr könnt nicht daran vorbei, wer Gott ist: Der allmächtige Schöpfer des Himmels und der Erde.

Jeder, der die Frage nach Gott von sich wegschiebt oder sich selbst für das Maß aller Dinge hält, wird heute wie damals diesem Anspruch Gottes begegnen. Und hoffentlich auch die Einladung Gottes hören, die in Jesaja 45 ein paar Verse später zu finden ist:

Kommt zu mir und lasst euch helfen, ihr Menschen der ganzen Erde!

Auch diese Einladung gilt heute noch genauso wie damals.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Jesaja 11,2

„Superman ist stärker!“ „Nein, Batman!“

Ich erinnere mich noch – es war in meiner Grundschulzeit – wie zwei meiner Mitschüler in heftige Diskussion geraten sind über dieses Thema: Wer hängt dem größeren Superhelden an?

Auch die Bibel kündigt einen wahren Superhelden an. Der Prophet Jesaja sagt bereits im 8. Jahrhundert vor Christus über ihn:

Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.

Nun weiß jeder Kenner der Action- und Fantasy-Literatur: Die Qualität eines wahren Helden entscheidet sich  in der Regel nicht an seinen Fähigkeiten, die er besitzt, sondern an seiner inneren Haltung: Wie geht er mit Krisen um? Besteht er, auch wenn’s brenzlig wird?

Das vielleicht wichtigste Merkmal unseres biblischen Superhelden – es handelt sich um Jesus von Nazareth – nennt Jesaja am Schluss: Nach so wichtigen Eigenschaften wie Weisheit, Verstand, der Fähigkeit zu planvollem Handeln und Stärke, erwähnt er die Furcht des HERRN.

Jesus hat immer im Respekt vor seinem himmlischen Vater gehandelt, im Einklang mit Gott. Sein Ziel war nicht, aus eigener Kraft als Superheld dazustehen. Er ging in die größte Krise seines Lebens – Folter und Hinrichtung am Kreuz – für Sie und mich. So hat Gott selbst ihn zum Superhelden gemacht.

Jesus ist mein Superheld. Ich muss ja nicht gleich mit jemandem darüber streiten so wie damals meine Mitschüler. Aber wenn es an der Zeit ist, will ich mich fröhlich zu ihm bekennen.

Autor: Oliver Jeske

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Jesaja 6,5

Wir schreiben das Jahr 736  vor Christus. Im Reich Juda am Ostrand des Mittelmeers gibt es am Hof des Königs Ahas einen jungen aufstrebenden Beamten namens Jesaja, und der hat Visionen. Er bekommt von Gott höchstpersönlich das Prophetenamt übertragen. Nicht gerade eine vergnügungssteuerpflichtige Aufgabe. Denn was Jesaja seinen Landsleuten sagen soll, das ist nicht schmeichelhaft, dafür wird es keinen Applaus geben. Aber wenn Gott persönlich ihm den Job anbietet, wer traut sich da schon nein zu sagen? 

Jesaja hat es zumindest versucht mit dem Argument: "Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das unreine Lippen hat." (Jesaja. 6,5). 

Wo war das Problem? - Nun, Jesaja gehörte ja dem Volk Israel an, und das Volk Israel hat sich Gott vollkommen, rein und allmächtig vorgestellt. Hat ihn so auch erlebt. Wir Menschen dagegen sind bekanntlich unvollkommen, oft genug ohnmächtig, und rein sind unsere Motive und Gedanken auch nicht immer. Da gibt's einen himmelweiten Abstand zu Gott. Und wir können von uns aus recht wenig daran ändern. Und deshalb ist es nicht ungefährlich, sich mit Gott einzulassen. Das ist Jesaja angesichts seiner Vision klar geworden. 

Aber seine Ausrede hat bei Gott nicht gezogen. Gott hat von sich aus den Abstand überbrückt. Hat Jesaja buchstäblich geläutert und in Dienst genommen. Jesajas Selbsterkenntnis war der erste und entscheidende Schritt, um Gott besser zu verstehen und zu erleben. Gründlicher, als er es sich je hätte träumen lassen. Und das ist auch heute noch möglich.   

Autor: Markus Baum

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Sprüche 11,24

Oft sind Leute schockiert, wenn sie hören, was ich beruflich so tue. Als Leiter der Spender-Betreuung in einem großen Medienhaus und Missionswerk gehört es für mich zur Tagesordnung Menschen um Geld zu bitten. Dabei ist es grade hier in Deutschland ein großes Tabu, offen über Geld zu sprechen. Unter Christen, so scheint es mir manchmal, ist dieses Tabu sogar noch stärker ausgeprägt. So kommt es, dass viele auf meine berufliche Tätigkeit mit Unverständnis reagieren.

Ich liebe es jedoch, mit Menschen über das Verschenken von Geld zu sprechen. Dafür gibt es für mich drei Gründe:

1. Geld ist viel unwichtiger als man denkt, denn die wichtigsten Dinge kann ich mir nicht für Geld kaufen. Wie zum Beispiel Glück und Liebe, Gesundheit oder den Zutritt in Gottes Himmelreich.

2. Geld bekommt nur dann einen richtigen Wert, wenn ich es verschenke. Denn ich ermögliche anderen Menschen z.B., ein würdiges Leben zu führen, bewahre Gotte Schöpfung oder fördere, dass die christliche Botschaft Millionen von unberührten Seelen erreicht.

3. Das Spenden und Verschenken von Geld ist auch an vielen Stelle in der Bibel immer wieder Thema. Es geziemt sich also auch als Christ, offen über das Thema zu reden.

So wie heute: Sprüche 11, 24 ermutigt regelrecht dazu. Steht dort doch: „Freigebige werden immer reicher, der Geizhals spart sich arm.“

So wünsche ich Ihnen heute jeden erdenklichen Reichtum. Reichtum, den Sie durch Ihre Großzügigkeit und Ihre Freigiebigkeit erlangen.

Autor: Dariush Ghobad

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Epheser 5,1

Im Epheserbrief Kapitel 5,1 heißt es: „So ahmt nun Gott nach - als geliebte Kinder

Das klingt einfach. Doch Gottes Nachahmer sein und wie Christus zu lieben – wer kann das schon? Er liebte vorurteilslos, bedingungslos und vor allem selbstlos bis zur Hingabe seines eigenen Lebens! Vielleicht denken Sie: „Ich hab’s versucht, wie Christus zu lieben. Aber ich kriege es beim besten Willen nicht hin!“ – Ich muss gestehen, ich auch nicht. Wir Menschen haben es nicht im Blut, andere vorurteilslos, bedingungslos, selbstlos und aufopfernd zu lieben. Kein Christ ist automatisch durch seinen Glauben frei von all diesen Dingen wie z.B. Habgier oder Geschwätzigkeit oder Lieblosigkeit. Jemand hat mal geschrieben: „Mein Glaube ist nur ein brüchiger Steg – über Abgründen.“ Vielleicht kommt Ihnen ihr Glaube manchmal auch so vor. Doch unser Unvermögen kann Gott nicht hindern....das Experiment LIEBE zu wagen. Denn Geliebte können lieben. Und wir sind geliebte Kinder Gottes.

„Wer bekümmert ist über die Armut seines eigenen Herzens hat den Ruf zur Liebe schon gehört“ – hat mal jemand gesagt.  Zu einer Liebe, die Brücken schlägt, wo Abgründe sich auftun. Und wenn ein Verkümmerter wieder aufblüht in unserer Nähe, so ist er der Liebe begegnet. Wenn einer zu trösten vermag auf dieser Erde, so der, der zu lieben weiß. Dieser Vierzeiler bringt es in aller Kürze auch noch mal auf den Punkt:

"Es ist unmöglich, sagt die Angst. Es übersteigt meine Kräfte. Es ist eine Zumutung. Ich bin auch nur ein Mensch, das schaffe ich nie. Ich kann‘s, sagt die Liebe. Ich kann‘s in Dir bewirken, sagt Gott." 

Autor: Ulrike Schild

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Psalm 104,14

Vor ein paar Tagen habe ich mit meiner Frau einen Fahrradausflug unternommen. Es war ein herrlicher Sonntagnachmittag. Die Sonne schien, ein leises Lüftchen wehte. Perfekte Bedingungen für einen kleinen Ausflug. Also beschlossen wir, einen der vielen Radwanderwege in unserer Gegend zu erkunden.   

Unterwegs gab es viel Schönes zusehen. Wiesen, Wälder, Greifvögel und Graureiher, Pferde und sogar ein paar Shetlandponys. Unwillkürlich kam mir das Lied von Paul Gerhard in den Sinn: Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit, an deines Gottes Gaben. -  Ja, genauso musste Paul Gerhard sich damals wohl gefühlt haben, als er dieses Lied gedichtet hat. Dankbar, glücklich, zufrieden.

In einem anderen, viel älteren Lied dichtet ein Psalmbeter diese Worte: „Du lässt Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, dass du Brot aus der Erde hervorbringst“, Psalm 104,14.

In Psalm 104 besingt der Psalmbeter die Schönheit der Natur und die Fürsorge Gottes, die darin  sichtbar wird. Ich spüre Dankbarkeit in den Versen des Psalms und die inspiriert mich. Ich möchte mich von dieser Haltung anstecken lassen. Nein, heute leiste ich es mir, nicht auf die Sorgen und Probleme zu schauen. Stattdessen will ich auf das achten, was Gott an Gutem für mich bereit hält. Und dafür will ich Gott von Herzen danken.

Machen Sie mit?

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Römer 11,22

„Du immer mit deiner Schwarz-Weiß-Malerei - da gibt es doch immer noch ein paar Graustufen dazwischen!" Das ist ein Satz, der von mir stammen könnte. Denn ich ärgere mich immer, wenn nur zwei Extrempositionen eingenommen werden und sich die Menschen dann darüber in die Wolle kriegen. Das kann in der Politik sein, im Vereinsleben, oder zum Beispiel in der Schule: „Computertablets fördern das Lernen!" oder „Computertablets zerstören das Lernen" - eines der aktuellen Diskussionen um mich herum. Was aber, wenn die Antwort irgendwo dazwischen liegt? Einzelne Unterrichtsfächer, bei denen in bestimmten Momenten ein Tablet eine Bereicherung sein könnte? Ich suche also immer wieder auch nach Zwischenlösungen. Fast immer.

„Sieh die Güte und die Strenge Gottes." Dieser kurze Bibelvers aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom steht als Leitmotto über dem heutigen Tag. Und der Vers geht dann noch weiter, und zwar: Schwarz-Weiß! Keine Graustufen! „Strenge gegenüber denen, die gefallen sind, die Güte Gottes aber dir gegenüber, sofern du in der Güte bleibst." Bei Gott gibt es tatsächlich nur Schwarz oder Weiß, Ja oder Nein. Wir kommen aus dem Nein - alle Menschen. Weil wir ohne Gott leben, ohne Beziehung zu ihm. Aber Gott selbst kommt mit seinem Ja - zu allen Menschen, alle sind eingeladen, durch das Handeln Gottes in Jesus Christus. Und wer nicht Ja sagt, der hat Nein gesagt - dazwischen gibt es nichts. Erschreckend? Oder ein unglaubliches Geschenk? Schwarz oder Weiß?

Autor: Hans Wagner

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Psalm 94,9

Hilflos ballte er die Faust in der Tasche. Er wusste, sie haben die Presse auf ihrer Seite. Kinder wurden als Schutzschilde missbraucht. Raketen schlugen ein. In der UNO wird eine Resolution eingebracht. Er weiß jetzt schon, wie die Abstimmung ausgehen wird.

Aus der geballten Faust wird ein Gebet. Er greift auf eine Gebetsvorlage zurück. Vor Jahrhunderten schien ein Beter bereits seine Lage heute zu kennen: Die Sehnsucht, dass einer endlich mal sagt: „So geht es nicht weiter“.  Der Ruf nach Gott, der endlich Lügen, Halbwahrheiten, verdrehten Tatsachen ein Ende macht.

Viele um diesen Beter herum, rechneten damals schon nicht mehr mit Gott. „So neu ist das alles gar nicht.“ – denkt der Beter mit der geballten Faust aus dem Jahr 2018.

Gott schien schon immer den Eindruck zu erwecken, wegzuschauen.                  

Der Beter macht es wie in der Gebetsvorlage von Psalm 94: Wieder und wieder sagt er Gott, was ihn wütend macht, und fragt auf einmal wie der Beter aus alten Zeiten:

„Der das Ohr der Menschen erschaffen hat, sollte er wirklich nicht hören? Und der das Auge gebildet hat, sollte er nicht hinsehen?

Und er, der mit der geballten Faust ins Gebet stolperte, er traut Gott wieder alles zu. Gott hört hin. Er sieht, was sich abspielt. Eines Tages wird Gott im himmlischen Gerichtssaal sagen, wie es wirklich war. Gottes Urteil wird nicht mehr angefochten werden. Der Beter vertraut: Gott hört und sieht. Mich und die anderen. In Gottes Gegenwart löst sich seine geballte Faust und nimmt, was Gott ihm jetzt schon gibt: Trost und Halt.

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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2. Timotheus 4,2

Letzte Anweisungen zu Hause. Gleich werde ich für ein paar Tage dienstlich verreisen. „Denke bitte an dieses und jenes“, höre ich mich zu meiner Frau sagen. „Ach ja, und da wäre noch…“ - Sicher kennen Sie das aus ihrem eigenen Leben.

Ja, es ist schon eigenartig, wie manche Dinge an Bedeutung gewinnen, wenn ein Abschied bevorsteht. Mein Blick ist geschärft. Ich bin mit einem Mal in der Lage, Wesentliches von Unwichtigem zu trennen.

Eine ähnliche Situation beschreibt der Bibelvers für heute. Gegen Ende seines Lebens richtet der Apostel Paulus letzte Worte an seinen Mitarbeiter Timotheus. In seinem 2. Brief an Timotheus schreibt er:

„Predige das Wort, stehe dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit“, 2. Timotheus 4,2.

Ich spüre Dringlichkeit in dieser Aufforderung. Offensichtlich will Paulus seinen Mitarbeiter Timotheus noch einmal an die Bedeutung des Evangeliums erinnern. Das ist wesentlich, höre ich Paulus dem Timotheus sagen: Jeder soll das Evangelium hören, ob’s passt oder nicht. Die Botschaft der Rettung durch Jesus Christus ist so wichtig, dass sie keinen Aufschub duldet.  

Würde der Apostel Paulus heute leben, würde er mir das mit gleicher Dringlichkeit sagen: Lasse die unwichtigen Dingen sein. Konzentriere dich auf das, worauf es ankommt. Sprich über das Evangelium und was Jesus Christus für dich getan hat.   

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Lukas 19,37

Haben sie Grund, Gott zu loben? Vielleicht fragen Sie sich jetzt gerade: Wofür eigentlich? Und fangen innerlich an, aufzuzählen, was Ihnen alles gerade Mühe macht in Ihrem Leben. Stop! Wir deutschen sind bekannt dafür, dass wir immer nach dem sprichwörtlichen Haar in der Suppe suchen. Wir sind in der Regel ordentlich, pünktlich und ziemlich perfekt. Deshalb sind wir weltweit auch so gut darin, Autos zu bauen, die für ihre Zuverlässigkeit bekannt sind. Beim Urlaub in anderen Ländern macht uns das tendenziell eher unbeliebt. Jedesmal, wenn ich in einem anderen Land bin, merke ich, wie Deutsch ich doch eigentlich bin. Aber der Optimismus und die Fröhlichkeit anderer Menschen sind für mich immer wieder auch eine Herausforderung. Man kann das Leben auch anders angehen. Entspannter, fröhlicher, dankbarer zum Beispiel. Grund genug dazu habe ich jedenfalls. Nicht nur, weil ich in einem der reichsten Länder der Welt lebe. Auch und vor allem deshalb, weil ich weiß und es immer wieder erlebe, dass ich Gottes geliebtes Kind bin. Er will, dass ich ein erlöstes und befreites Leben führe. Für die Grundlage hat er gesorgt, damals, auf Golgatha, als er Frieden gemacht hat mit mir und mit allen Menschen. Also wirklich: Ich habe Grund genug, Gott zu loben, so wie die Jünger von Jesus an dem Tag, als er auf einem Esel in Jerusalem eingezogen ist: „Die Schar der Jünger begann freudig und mit lauter Stimme Gott zu loben wegen all der Machttaten, die sie gesehen hatten.“ So hat es der Evangelist Lukas aufgeschrieben. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Ich weiß: Ich habe genug Grund, Gott zu loben. Und genau das will ich heute tun. Vielleicht nicht unbedingt mit lauter Stimme, wie die Jünger. Aber: Warum eigentlich nicht?

Autor: Stefan Loß

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Markus 5,19

Der Mann hatte furchtbar gelitten. Man hatte ihn aus der Gesellschaft ausgestoßen, weil man nicht wusste, was man mit ihm anfangen sollte. Einsam, getrieben von fremden Mächten, gewalttätig – so hatte sein trauriges Leben ausgesehen. Aber dann war ihm Jesus begegnet und der hatte seine große Not gesehen. Mehr noch, Jesus hatte sich nicht in Abscheu von ihm abgewendet. Er hatte ihn geheilt. Genauer gesagt, Jesus hatte ihn von seinen Bindungen befreit. Jetzt war alles gut.

Kein Wunder, dass der Mann Jesus folgen wollte. Er hatte Jesus so viel zu verdanken. Aber „Jesus sprach zu dem Geheilten: Geh hin in dein Haus zu den Deinen und verkündige ihnen, welch große Dinge der Herr an dir getan und wie er sich deiner erbarmt hat“, Markus 5,19

Es war Jesus wichtiger gewesen, dass dieser Mann zu seinen Leuten zurückkehrte und ihnen von seiner Heilung berichtete. Möglichst viele sollten es hören: Jesus kann heilen. Er kann sogar bei scheinbar hoffnungslosen Fällen helfen.

Was damals für den Mann aus dem Gebiet der Gerasener zutraf, gilt heute noch genauso. Jesus kann heilen und befreien. Er tut es auch heute noch. Und Jesus möchte, dass auch wir unseren Familien, Nachbarn und Freunden davon erzählen, was er getan hat.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Philipper 2, 27

Krankheit ist allgegenwärtig im Leben. Da brauche ich mir nur kurz in meinem Bekanntenkreis umzuhören und habe eine Handvoll Beispiele: Vom gewöhnlichen Schnupfen über gebrochene Rippen bis hin zu Borreliose oder Krebs. Warum sonst wünschen die meisten einem zum Geburtstag oder zum neuen Jahr viel Gesundheit. „Hauptsache gesund“ – da ist was dran. Wenn es mir körperlich gut geht, geht es auch meiner Seele, geht es mir insgesamt gut.

ERF Medien beschäftigt sich in diesen Tagen genau mit dieser Thematik unter dem Titel: „Es geht ums Ganze – was Körper und Seele gesund hält“. Gott möchte, dass es seinen Kindern gut geht. Aber heißt gut gehen“ auch immer gleich Abwesenheit von Krankheit? Nein. Gott kann mir in meiner Krankheit begegnen. Diese Begegnung kann ganz unterschiedlich aussehen und auch ausgehen. Das Beispiel von Epaphroditus finde ich im Brief vom Apostel Paulus an die Philipper. Da steht: „Epaphroditus war todkrank, aber Gott hat sich über ihn erbarmt; nicht allein aber über ihn, sondern auch über mich, damit ich nicht eine Traurigkeit über die andere hätte.“

Es gibt nichts Schöneres, als wenn man erlebt, wie ein totkranker Mensch wieder gesund wird. Im neuen Testament höre ich davon immer wieder. Gott erbarmt sich auch heute noch. In seiner Souveränität kann dieses Erbarmen ganz unterschiedlich aussehen, ganz Unterschiedliches heißen. Auch der Tod kann Ausdruck dieses Erbarmens sein. Umso wichtiger die Gewissheit, dass ich in Gottes Hand bin und weiß: Gott ist gut und treu. Er ist da in der Traurigkeit über den Verlust genauso wie in der Freude über die Heilung.

Autor: Tobias Schier

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Jesaja 60,10

Wie viele Eltern gibt es auf der Welt, die es schon bitter bedauert haben, wenn sie zu hart oder harsch mit ihren Kindern umgegangen sind. Manchmal ist es ja auch zum Haare ausraufen. Egal, wie gut man den eigenen Sprösslingen zuredet, am Ende machen sie genau die Fehler, vor denen man sie bewahren wollte.  Gott geht es mit seinen "Kindern", in dem Fall dem Volk Israel nicht anders. Egal, was er ihnen auch an wertvollen Anweisungen für ein gelingendes Leben mit auf den Weg gibt, die Israeliten wissen es immer wieder besser und ignorieren Gottes Gebote. Die Folgen sind entsprechend negativ und Gott wird regelmäßig wütend über die Unvernunft und den Eigensinn der Israeliten. Sie werden von anderen Nationen überrannt, fremde Herrscher haben das Sagen in Israel. Und dennoch soll die Zukunft für die Israeliten positiv aussehen. Wie das sein kann, erklärt der Prophet Jesaja den Israeliten. Er hat im Namen Gottes zu verkünden: "In meinem Zorn habe ich dich geschlagen, aber in meiner Gnade erbarme ich mich über dich." Ja, Gott ist sauer über das Fehlverhalten der Israeliten; es muss Konsequenzen haben und das hat es auch. Aber auf der anderen Seite liebt Gott sein Volk und will ihm immer wieder eine neue Chance geben. So handelt Gott auch heute noch an mir und an allen Menschen. Mein Verhalten hat Konsequenzen, im Guten, wie im Bösen. Doch die gute Nachricht ist, auch wenn ich den falschen Weg einschlage, ist Gottes Gnade immer noch größer und er gibt mir wieder eine neue Chance.

Autor: Horst Kretschi

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Psalm 9,11

Gospelchöre sind beliebt. Doch was bei uns einfach mal für gute Stimmung sorgt und ein bisschen Pepp in die Kirche bringt, ist in der Regel unter schwersten Bedingungen entstanden.

Die schwarzen Sklaven in den vereinigten Staaten haben auf den Baumwollfeldern im Gospel ihren Schmerz aber auch ihre Hoffnung auf ein besseres Leben verarbeitet. Eigentlich hätten sie alles hinschmeißen und sich von Gott abwenden können. Denn von seiner Hilfe war unter der Knute der Sklaventreiber nichts zu merken.

Aber diese Menschen haben ihr Gottvertrauen nicht aufgegeben. Gestärkt wurden sie durch Worte aus der Bibel. Denn dort wird die Ungerechtigkeit auf der Welt immer wieder zur Sprache gebracht. So wie bei David, er schreibt in Psalm 9: "Auf dich hoffen, die deinen Namen kennen, denn du verlässt nicht, die dich, Herr, suchen."

Wer den ganzen Psalm liest, erkennt schnell: Hier geht es um mehr, als um ein bisschen persönliche Innerlichkeit. Denn diesem Satz geht eine starke Zusage voraus. Es ist die Zusage, dass Gott die Armen und die Unterdrückten nicht im Stich lässt, und die Verursacher ihres Leides unschädlich macht.

Darauf haben die Menschen auf den Baumwollfeldern ihre Hoffnung gesetzt. Eine Hoffnung, die irgendwann tatsächlich belohnt wurde. Und damit wird endgültig klar: Gospel hat deshalb so eine große Kraft, weil er so existenziell ist und wirklich etwas mit dem wahren Leben und mit Gottes Hilfe darin zu tun hat.

Autor: Andreas Odrich

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Jesaja 55,7

Zum bevorzugten Spielzeug meines Sohns gehörte früher eine Polizeistation. Natürlich eine mit einer richtigen Arrestzelle. Die Verbrecher kamen hinter Schloss und Riegel. So musste es sein. Vor die Polizeistation hatten die Spielzeugdesigner kleine Pflanzen gesetzt. Wir haben dieses Gewächs scherzhaft Übeltätersilie getauft.

Irgendwie entspricht es unserem Unrechtsbewusstsein: Die Bösen gehören bestraft. Gute Märchen enden damit, dass die positiven Helden glücklich sind bis an ihr Lebensende und die Schurken büßen müssen.

Interessanter Weise bricht ausgerechnet die Bibel mit dieser Anschauung. Im Propheten Jesaja heißt es:

Der Übeltäter lasse von seinen Gedanken und bekehre sich zum HERRN, denn bei ihm ist viel Vergebung.

Die Strafe ist für Gott nur das allerletzte Mittel. Er möchte, dass Menschen von sich aus einsehen: Mein Leben, so wie es ist, schadet anderen und mir selbst. Er bietet die Chance zur Lebensveränderung.

Vergebung statt Gefängnis, der liebliche Geschmack bedingungslose Annahme statt bitterer Übeltätersilie: Das hält Gott für jeden bereit.

Autor: Oliver Jeske

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2. Mose 20,16

Wie einfallsreich und kreativ können Menschen sein, wenn es um die vorteilhafte Verpackung der Wahrheit geht – vorteilhaft für sich selbst, und da will ich mich gar nicht ausnehmen.

 

Ich kann das auch: mich selbst ins beste Licht rücken, Schmeichelhaftes hervorheben, nicht ganz so tolle Einzelheiten ein wenig an den Rand rücken oder gleich ganz verschweigen. Das ist nicht gelogen, aber es ist auch nicht mehr die komplette Wahrheit. Justiziabel ist das nicht – niemand wird mir daraus einen Strick drehen können. Ein wenig Wahrheitskosmetik ist für sich genommen noch nichts Verwerfliches. Schwierig wird es, wenn andere damit geschädigt oder ins schlechte Licht gerückt werden – nur damit ich glänzen kann. Und erst recht, wenn ich Unwahrheiten über andere verbreite. Aus welchem Grund auch immer.

 

Das ist das Thema in einem der sprichwörtlichen zehn Gebote, zu finden im 2. Buch Mose Kapitel 20. Je nach Zählung Nr. 8 oder Nr. 9: „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten“ – so heißt es in der Lutherbibel.

 

Das trifft den Wortlaut im Hebräischen nicht ganz. Es geht hier um Falschaussagen, die meinem Mitmenschen schaden. Um hässlichen Tratsch und Klatsch, um böswillige Unterstellungen und üble Nachrede. Das stört das friedliche Zusammenleben. Ist nicht lustig, sondern verwerflich. Und das kann auch dem allmächtigen und gerechten Gott nicht egal sein. Der hat sich bereits vor 3½ tausend Jahren darüber Gedanken gemacht. Und seinen Leuten eingeschärft: Lasst es sein! Macht es anders! Geht offen und wahrhaftig miteinander um!    

Autor: Markus Baum

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Psalm 115,1

Vor ein paar Wochen hat eine Kollegin ihre erste Tochter zur Welt gebracht. In den Monaten zuvor, in denen sie noch bei uns im Haus gearbeitet hat, gab es natürlich nur ein Gesprächsthema. Wir alle waren neugierig, wie die Schwangerschaft verläuft, welche Vorbereitungen die werdende Mutter so trifft und, vielleicht die spannendste Frage, wie das Kind heißen wird.

Es gab allerlei gute aber auch abstruse Namensvorschläge. An manchen Tagen ist die Kollegin kaum noch zum Arbeiten gekommen, weil ihr Büro ständig von anderen mit gutgemeinten Ratschlägen belagert wurde. Eine lange Liste von Namen ist dann dabei raus gekommen. Vor ein paar Wochen wurde die Tochter geboren. Sie heißt Emily und im Nachhinein hätte es natürlich keinen passenderen Namen gegeben.

Wir Menschen verbinden viel mit einem Namen und so mancher Fremde kommt einem vertraut vor, wenn er den Namen eines anderen geliebten Menschens trägt. Namen sind wichtig, sie prägen die Persönlichkeit von uns Menschen.

Psalm 115 kündet davon, dass es allein einen Namen gibt, dem Ehre und Treue gilt: „Nicht uns, Herr, nicht uns, sondern deinem Name gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen!“ Unser Herr trägt den größten Namen. Seinen Namen rufen wir in Zeiten der Trauer, der Not und der Freude.

Seinem Namen geben wir Ehre. Von der Wiege bis zur Bahre. Wir danken ihm für alles Leben, welches er uns schenkt. Auch für das noch junge Leben der kleinen Emily.

Autor: Dariush Ghobad

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