ERF Plus - Anstoß

Matthäus 13,16

Jesus spricht mit seinen Jüngern. Er sagt, dass ihnen ein besonderes Privileg zu Teil geworden ist. Sie haben etwas erleben und den Sinn dessen verstehen dürfen, was anderen vorenthalten geblieben ist. Das meint Jesus, wenn er im Matthäusevangelium mit folgenden Worten zitiert wird:

„Selig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören“, Matthäus 13,16.

Ich kenne dieses Phänomen: Da macht mich jemand aufmerksam auf etwas. Ich schaue hin, kann aber nichts erkennen. In gleicher Weise merke ich auf, höre aber nichts Außergewöhnliches. Meistens dauert es eine Weile bis es mir plötzlich, wie Schuppen von den Augen fällt. Ich sehe dann nicht nur. Plötzlich erkenne ich. Mit einem Mal verstehe ich. Zusammenhänge erschließen sich mir plötzlich, die ich vorher nicht wahrgenommen habe.

So ähnlich ist es zu Jesu‘ Zeiten gewesen: Alle haben das Gleiche gesehen und gehört. Jesus hat Menschen geheilt und unterhaltsame Geschichten erzählt. Aber nur einer kleinen Schar auserwählter Menschen hat sich erschlossen, was Jesus gemeint hat. Ich sollte besser sagen: Einem ausgewählten Hörerkreis wurde offenbart, worum es Jesus wirklich ging, was die Botschaft hinter der Botschaft gewesen ist: Die Wunder sind Zeichen für das besondere Wirken Gottes gewesen und die Gleichnisse haben tiefe Wahrheiten über Gottes Heil für die Menschen enthalten.

Ich wünsche mir für heute Augen und Ohren, die hinschauen und hinhören. Ich wünsche Ihnen und mir die Fähigkeit, zu erkennen, wenn Jesus Christus handelt und zu verstehen, worum es ihm geht und welche Aufgabe er für mich bereit hat.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

5. Mose 13,7.9

„Guter Rat ist teuer.“ Das haben unsere Vorfahren gelernt und eine sogenannte Volksweisheit daraus gemacht. „Guter Rat ist teuer“ dahinter stecken sicher entsprechende Erfahrungen mit Ratschlägen, die nicht gut waren. Wen fragen Sie um Rat? Wer hilft Ihnen weiter, wenn sie mal ein einer Sackgasse stecken und jemanden brauchen, der ihnen den richtigen Tipp gibt? In der Bibel lesen wir viele Warnungen vor falschen Ratschlägen oder vor „Verführungen“, wie das im Buch der Bücher so treffend heißt. Damals hatten Mose und sein Bruder Aaron viel damit zu tun, das Volk Israel auf dem richtigen Weg zu halten. Immer wieder sind die Israeliten falschen Göttern und Götzen auf den Leim gegangen. Das „Goldene Kalb“, das sie sich selbst gebastelt haben, ist nur eines von vielen Beispielen. Und was hat mir das heute zu sagen? Was für ein Problem haben wir denn mit falschen Göttern und Götzen und mit leeren Versprechungen? Wenn sie ab und zu fernsehen, kennen sie Sprüche wie diese: „Vertrauen ist der Anfang von allem.“ „Wir sind da.“ Oder „In guten Händen.“ Eine Großbank, ein Automobilclub und eine Hotelkette versprechen uns mit solchen Slogans geradezu das Blaue vom Himmel. Da ist auf jeden Fall Vorsicht geboten. Zu schnell verwandeln sich solche Versprechen in Schall und Rauch. Die Bibel ermahnt uns, kritisch zu bleiben, genau hin zu hören. Und auch dann nachzufragen, wenn gute Freude uns gute Ratschläge mit auf den Weg geben. Von Mose stammt die Warnung: „Wenn dich dein Freund, der dir so lieb ist wie dein Leben, heimlich überreden würde und sagen: Lass uns hingehen und anderen Göttern dienen, so willige nicht ein.“ Also: Obacht! Auch, wenn Ratschläge durchaus gut gemeint sind: Nachdenken und Entscheiden müssen Sie immer noch selbst. Gott sei Dank!

Autor: Stefan Loß

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Matthäus 28,8

Wenn ich etwas Überwältigendes erlebt habe, dann bin ich voll davon. Das kann ein Urlaubserlebnis sein, eine dramatische Situation, die sich zum Guten gefügt hat oder einfach nur ein herrlicher Sonnenuntergang. Ich muss mit anderen Menschen teilen, was ich erlebt habe. Schließlich ist geteilte Freude doppelte Freude.

Drei Frauen muss es an Ostern ähnlich ergangen sein. Sie hatten sich am frühen Morgen mit schwerem Herzen auf den Weg gemacht, um ihrem Herrn die letzte Ehre zu erweisen. Aber daraus wurde nichts. Zu ihrer großen Überraschung war das Grab Jesu leer. Der Grabstein war zur Seite gerollt gewesen, und anstatt eines Toten haben die drei Frau Engel gesehen, die ihnen die frohe Botschaft mitgeteilt haben: „Der, den ihr sucht, ist nicht hier. Er ist auferstanden. Wie er es gesagt hat.“ Im Matthäusevangelium heißt es weiter:  

Die Frauen gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkündigen. Matthäus 28,8

Was vor bald 2.000 Jahren an Ostern begonnen hat, kann man bis heute immer wieder beobachten. Menschen erkennen, dass Jesus den Tod überwunden hat, dass er lebt. Mit großer Freude machen sie sich auf, um das anderen zu sagen.

Ich will mich gerne von dieser Freude anstecken lassen und den Menschen um mich herum die frohe Botschaft weitersagen.    

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Apostelgeschichte 10, 36

Als Jesus gestorben und auferstanden war, brach eine schwere Zeit für die Christen an. Wobei das Wort „schwer“ noch reichlich untertrieben ist. Die Besatzungsmacht Rom tat alles, um diese Christen mundtot zu machen. Es war eine Zeit der Verfolgung und des Leides. Aber auch eine Zeit der Wunder. Denn Petrus und die anderen Jünger ließen sich nicht unterkriegen. Sie trafen sich weiterhin und verkündeten die frohe Botschaft wo und wie es nur möglich war. Ihre Herzen brannten und sie konnten nicht anders, als von dem zu erzählen, wovon ihre Herzen voll waren.

In dieser Zeit nun kommen römische Soldaten zu Petrus. Der wird wohl erstmal ziemlich geschockt gewesen sein und gedacht haben: Jetzt werden sie mich gefangen nehmen. Nichts da! Es waren die Soldaten des römischen Hauptmanns Kornelius. Der war ein gottesfürchtiger Mann. Eigentlich unmöglich, denn Jesus war doch zu den Juden gekommen, nicht aber zu den Heiden. Oder etwa doch nicht? Gott belehrt Petrus eines Besseren. Petrus geht mit in das Haus des Hauptmanns und begegnet einem Mann, der Gott von Herzen liebt.

Ich begreife: Jesus war und ist für alle Menschen gekommen. Alle heißt hier alle, also ohne Ausnahme. Ohne Ansehen der Person. Die Hautfarbe ist unwichtig, die gesellschaftliche Stellung ist unwichtig, was man hat oder nicht hat, ist unwichtig, das Geschlecht ist unwichtig, das Alter ist unwichtig. Ja sogar die eigene Vergangenheit ist unwichtig. Da wo Jesus einkehrt, wird alles neu. Das Alte ist vergangen. Petrus berichtet Kornelius: „Gott hat das Wort dem Volk Israel gesandt und Frieden verkündigt durch Jesus Christus, welcher ist Herr über alles.“

Vielleicht eine Nachricht, die Sie heute hören müssen. Jesus ist für jeden gekommen und die gute Nachricht des ewigen Lebens gilt jedem, der in Jesus den einzig wahren Sohn Gottes erkennt.

Autor: Tobias Schier

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Jesaja 54,8

Manchmal könnte ich als Vater an die Decke gehen, und tue es dann auch. Dann nämlich, wenn meine Kinder partout den gleichen Fehler immer und immer wieder machen. Das muss doch nicht sein! Wie oft habe ich gesagt, was gut und vernünftig wäre. Habe erklärt, welche Folgen das unvernünftige und schädliche Verhalten hat. Lerne rechtzeitig für die Arbeit. Räume die Schulsachen ordentlich weg. Erledige Aufgaben sofort. Und was kommt dabei rum? Gefühlt nichts. Ich hätte auch mit einer Wand reden können. Also kommen meine Kinder aus eigener Schuld in Schwierigkeiten. Das ärgert mich, und dann flammt einfach die Wut in mir auf. Am liebsten will ich meine Kinder dann erstmal nicht sehen. Doch die Wut ebbt auch wieder ab. Denn als Vater liebe ich meine Kinder von Herzen und vergebe ihnen immer wieder. Bei Gott ist das ähnlich, und zwar in Bezug auf jeden einzelnen Menschen auf dieser Erde. Der Prophet Jesaja zitiert ihn mit den Worten: "Als der Zorn in mir hochstieg, habe ich mich für einen Augenblick von dir abgewandt. Doch ich habe Erbarmen mit dir, und ich höre nie auf, dich zu lieben. Das verspreche ich, der HERR, dein Erlöser." (Jesaja 54,8) Das gilt bis heute! Für jeden Menschen! Egal was er getan hat und wie oft er gegen Gottes Rat und Gebote verstoßen hat. Gottes unendliche Liebe überstrahlt alles andere.

Autor: Horst Kretschi

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Kolosser 1,9–10

Im Ring steht der Boxer alleine, nur angewiesen auf sich selbst. Denkste. Denn auch der fähigste Mann mit Weltmeistertitel hat einen Trainer. Und der erteilt jede Menge Instruktionen. Wie soll es jetzt taktisch weitergehen, und wie muss der Sportler auf den Gegner reagieren. Ohne den Trainer wäre der Held im Ring bald keiner mehr.

Ein gutes Bild auch für das Leben. Und für das Leben mit Gott. Auch da lerne ich ständig dazu, muss meine Fähigkeiten trainieren und mein Unvermögen minimieren, selbst wenn ich eine anerkannte geistliche Größe sein sollte. Und so schreibt der Apostel Paulus vor 2000 Jahren an die Gemeinde in Kollosä, auf die er große Stücke hält:

"Deshalb hören wir nicht auf für euch zu beten. Dann könnt ihr ein Leben führen, durch das der Herr geehrt wird." 

Paulus weiß, die Gemeinde darf nicht müde werden. Sie soll nicht schwächeln und am Ende auf der Strecke bleiben wie ein Marathonläufer oder wie ein Boxer, der die Deckung verliert. Die Sprache verrät es: Ich muss Nächstenliebe und Demut üben. Immer wieder. Und wenn Gott meine Quelle ist, will ich den Anschluss halten. Nicht weil ich muss, aber weil ich klug beraten bin, und mich genau das auf Tour und Kurs hält Richtung Ziel. Wie einen Sportler, der auf seinen Trainer hört.

Autor: Andreas Odrich

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

1. Timotheus 6,17

Ich möchte Sie einladen zu einem Gedanken-Experiment. Stellen Sie sich vor, jemand bekommt sieben Millionen Euro geschenkt. Einfach so. Würde der sich freuen? Ganz bestimmt. Und nun stellen Sie vor, jemand bekommt zehn Millionen Euro - und muss einen Monat später drei Millionen wieder abgeben. Wie würde der sich fühlen?

Die Erfahrung zeigt: Die meisten Menschen denken im Besitzstand. Wenn wir etwas geschenkt bekommen, freuen wir uns - aber schnell wird es für uns selbstverständlich. Und wenn wir es später wieder abgeben müssen, werden wir wütend. Auch wenn es nur geschenkt war.

So ist das mit Reichtum - lesen wir in der Bibel. Zum Beispiel im Brief des Apostel Paulus an den jungen Nachwuchs-Gemeindeleiter Timotheus, den wir im Neuen Testament finden. Paulus rät Timotheus:

Sag allen, die in dieser gegenwärtigen Welt reich sind, sie sollen nicht stolz sein und nicht auf ihr Geld vertrauen, das bald vergehen wird. Stattdessen sollen sie ihr Vertrauen auf den lebendigen Gott setzen, der uns alles reichlich gibt, was wir brauchen, damit wir uns daran freuen und es genießen können.

Für Paulus ist klar: Auch der Reichste verdankt seinen Besitz am Ende Gott. Er darf ihn auf Zeit dankbar genießen. Aber er sollte sein Vertrauen keinesfalls auf Geld setzen statt auf Gott.

Ich nehme für heute mit: Meinen Besitz werde ich irgendwann loslassen müssen - aber der lebendige Gott wird meine Hand für immer festhalten, auch über den Tod hinaus.

Autor: Dr. Jörg Dechert

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Johannes 10,27–28

Ich bin ein echtes Stadtkind. Und ich bin geplättet. Rein zufällig komme ich bei einer Wanderung an einer Schafherde vorbei. Ich staune, wie der Schäfer mit Hilfe seiner Hütehunde ein nahezu rechtwinkliges Viereck aus wolligen Kreaturen auf die Wiese zeichnet. Kein Tier bricht aus. Und wenn doch eines aus der Reihe tanzt, gibt’s einen kurzen Befehl und einer der beiden Hunde ist sofort zur Stelle.

Fantastisch! Vor allem, weil ich Menschen bewundere, die die Gabe haben, Ordnung ins Chaos bringen zu können – ganz praktisch in wenigen Minuten auf dem Schreibtisch. Aber auch im Leben von Menschen – dort, wo einiges durcheinander geraten ist.

Genau diese Gabe hat Jesus Christus. Er hat sich selbst einmal mit einem Hirten verglichen. Von ihm stammt die Aussage: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“

Genau diese Orientierung und Sicherheit brauche ich, wenn mal wieder das Chaos auf mich einstürmt, selbstverschuldet oder schlicht, weil das Leben so ist, wie es ist.

Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist für mich da. Er achtet auf mich. Er will eine enge Beziehung zu mir. Dieses Angebot gilt jedem, der sich danach sehnt. Sollte ich einmal wieder eine Schafherde sehen, will ich ganz bewusst an den denken, der mein Chaos-Bewältiger ist.

Autor: Oliver Jeske

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

1. Johannes 4,9

Gibt es einen Gott? Und wenn ja, kann und muss man mit diesem Gott rechnen? Macht das Mut, hilft es weiter? Oder muss es mir Angst machen? Spannende Fragen, an denen viel hängt.

Für drei Viertel der Menschheit ist es keine Frage – sie rechnen mit einem  Gott oder zumindest mit einer höheren Macht oder einem göttlichen Prinzip. Ausgerechnet in der modernen Welt westlicher Prägung grassiert der Agnostizismus, die Haltung: Es gibt keinen Gott, und selbst wenn es einen gäbe – es macht keinen Unterschied, er hält sich eh aus allem raus. Dass Gott etwas mit dieser Welt zu tun hat, womöglich sogar mit meinem Leben und mit Ihrem Leben – so etwas denken können viele nicht, wollen manche nicht, andere trauen sich nicht.

Dabei ist die Sache eigentlich einfach. Vor etwas mehr als 2.000 Jahren hat Gott uns ein Lebenszeichen gegeben. Stärker: Ein Liebeszeichen. Einen Liebesbeweis. Und wie der aussieht, das wird in der Bibel, im Neuen Testament, im 1. Johannesbrief auf die Formel gebracht: „Gottes Liebe zu uns ist daran sichtbar geworden, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, um uns durch ihn das Leben zu geben.“

Gottes einziger Sohn – Jesus. Der Messias. Der Lebensretter und Lebensspender.

Gibt es einen Gott? Ja. Und wie kann ich ihn mir vorstellen? Indem ich an Jesus denke. An das Kind der Maria. An den Zimmermann aus Nazareth. An den Lehrer und Heiler. An den Mann mit der Dornenkrone und dem Purpurmantel. An den Auferstandenen. Wie er gelebt, was er gesagt, was er gelehrt hat: Das ist der Maßstab. So ist Gott, das will Gott.

Autor: Markus Baum

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

2. Korinther 7,5–6

Im heutigen Bibeltext wird auf sehr dichten Raum eine bedrohliche und bedrückende Situation geschildet. Da schreibt Paulus in seinem zweiten Korintherbrief: „Allenthalben waren wir bedrängt: von außen Streit, von innen Furcht. Aber Gott, der die Geringen tröstet, der tröstete uns.“

Das klingt zunächst einmal wirklich sehr bedrohlich. Wenn Streit von außen das Geschehen überlagert und sich im inneren auch noch die Furcht breit macht, dann befinde ich mich in einem sehr unglücklichen Zustand. Fast scheint es ausweglos; fast. Denn Gott schenkt auch in diesem Moment Trost. Dem Geringsten und jedem von uns, wie es weiter in der Bibel heißt.

Und wie es ist, wenn Gott einem Trost zuspricht, das hat wohl jeder von uns schon einmal erlebt. Gottes Trost, seine Fürsorge und Liebe ist häufig spür- und erlebbar wenn  ich es zulasse. Gott, Vater im Himmel, schenkt seinen Trost bedingungslos und freigiebig. Die Frage ist, erkenne ich seinen Trost?

Es liegt an uns, diesen Trost und diesen Schutz zu erkennen und anzunehmen. Es ist unsere Aufgabe, nicht in unnötigen Streit zu zerfasern, sondern die Stärke und die Liebe unseres Gottes anzunehmen. Gott trägt uns. Gott segnet uns. Streit und Furcht vergehen, sein Trost hat Bestand.

Autor: Dariush Ghobad

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Jakobus 1,12

Manchmal musst du tief unten durch. Manchmal scheint sich deine Seele in der Kellerwohnung eingerichtet zu haben. Manchmal überschlagen sich die schlechten Nachrichten und du weißt gar nicht mehr wie gute klingen. Manchmal kommst du in Anfechtungen und Selbstzweifel hinein, weil nichts gelingt. Oder du von einem ganz anderen Leben geträumt hast. Krankheit, Trauer, Arbeitslosigkeit, Arbeitsüberlastung, Familienkonflikte oder Einsamkeit belasten deinen Alltag.

Manchmal erscheint dir das Leben ungerecht. Das erleben auch Menschen, die an Gott glauben. Und die Frage ist: Bleibt da mehr als Wehklagen? Antwort: Ja, es bleibt mehr als Wehklagen. Der Verfasser des Jakobusbriefes im NT lädt uns zu einem Perspektivwechsel ein, der sich spontan komisch anhört: „Freuen darf sich, wer Anfechtungen erlebt und sie besteht; denn Gott wird ihm den Siegeskranz geben, das ewige Leben, das er allen versprochen hat, die ihn lieben.“


 Na, das ist ja nun mal ne ganz andere Sichtweise. 


 Das Experiment besteht darin, dass ich es als Grund zur Freude sehe, wenn ich auf die Probe gestellt werde. Spontan scheint einem das nicht einzuleuchten. Wenn‘s Leben nicht glatt läuft, wenn ich tief unten durch muss, mich dann auch noch freuen? Über was eigentlich? Antwort: Darüber, dass das Ganze einem einzigen ZIEL untergeordnet ist, nämlich dass Gott eines Tages eine Welt einläutet, die ohne gleichen ist. Wie ein Sportler allein auf den Sieg hinarbeitet...so glauben wir uns durch gute und schlechte Tage hinein in die Champions League Gottes.


 Das ist der Lohn, der Sieg, das Versprechen. Ewiges Leben bei Gott. Und das übertrifft alles. Doch können wir auch heute schon eine Ahnung davon bekommen, dass Gott handelt. Dass Licht in so manches Dunkel kommt. Dass Verzweiflung der Hoffnung Raum machen muss. 

Autor: Ulrike Schild

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Psalm 81,14

In einem Lied dichtet Asaph folgende Zeile:  „Der HERR spricht: Wenn doch mein Volk mir gehorsam wäre!“ Psalm 81,14

Mit dieser Aussage trifft Asaph den Kern eines jahrhundertelangen Problems. Spätestens seit Mose hat man im Volk Gottes gewusst, was zu tun und was zu lassen war. Gott hatte sich klar geäußert. Die 10 Gebote und das Gesetz waren jedem Israeliten geläufig. Gott hatte unmissverständlich festgelegt, was gut, was akzeptabel und welches Verhalten nicht in Ordnung war. Mehr noch, Gott hatte sogar angekündigt, welches Verhalten er segnen wird.  

Und doch ist es immer die gleiche Leier gewesen. Trotz guter Vorsätze ist es im Volk Gottes immer wieder dazu gekommen, dass man abgeirrt ist von dem, was Gott wollte.

Nun könnte man meinen, dass inzwischen die Dinge besser laufen. Schließlich wendet sich Asaph an Landsleute, die aus meiner Sicht vor langer Zeit gelebt haben.

Mit Nichten!

Ich erlebe das in meinem Leben noch genauso wie Asaph das seinerzeit beschrieben hat. Wider besseres Wissen tue ich Dinge oder verhalte mich so, dass es vor Gott  nicht in Ordnung ist.

Zum Glück hat sich etwas grundlegendes geändert: Gott ist aktiv geworden. In Jesus Christus kommt er zu mir und nimmt mein Unvermögen weg. Wenn ich beispielsweise meinen Ungehorsam Jesus bekenne und ihn um Vergebung bitte, wird er mir nicht nur vergeben. Er ist auch bereit, mir die Kraft und Freunde zu schenken, dass ich mich künftig anders verhalten kann.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Jesaja 45,23–24

Seit einigen Jahren sind sie wieder sehr erfolgreich: Comicverfilmungen. Beschränkte sich die Auswahl früher nur auf „Superman“, „Spiderman“ oder „Batman“, so ist das Kino heute voll mit anderen einstmals gezeichneten Helden – seien es die „Avangers“, „X-Men“, "Captain America" oder wer auch immer. Und oft spielen darin sogenannte Götter eine entscheidende Rolle. Die starke Macht, die sich natürlich in der Regel für das Gute einsetzt und am Ende auch siegt, mag dabei eine große Anziehungskraft ausüben.

Vielleicht hat diese Fantasiewelt ja mehr mit der Wirklichkeit zu tun, als wir wahrhaben wollen. Der Ruf nach dem Starken, der endlich mal für Ordnung sorgt, ist mancherorts wieder zu hören. Die Gefahr: Zu schnell ist man dem falschen Starken hinterhergelaufen! Und das vielleicht nur, weil er am lautesten war.

Wie leise kam da das Kind in der Krippe in diese Welt – vor ein paar Tagen hat es wieder bei vielen deutlich im Mittelpunkt gestanden - zumindest für einen Moment. Von diesem Kind wurde bereits einige hundert Jahre vor der Geburt durch den Propheten Jesaja gesagt: Jedes Knie wird sich vor mir beugen und jeder Mund wird mich bekennen. Die Menschen werden sagen: Nur im Herrn finden sich Gerechtigkeit und Stärke.

Es geht um keinen Kinohelden. Trotzdem geht es um Kampf und um Sieg. Und eines Tages wird die ganze Welt zu einer Großbildleinwand – und alle werden es sehen.

Autor: Hans Wagner

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Haggai 1,9

Erst mal ich. Das ist für unsere Gesellschaft so normal geworden, dass es mir auffällt, wenn einer Rücksicht nimmt. 

Erst mal ich. Ist keine neue Entwicklung. Schon vor tausenden von Jahren sagten Israeliten: „Erst mal ich.“ Erst mal, mein Haus aufbauen. Schließlich braucht alles seine Zeit. So lange sind wir noch gar nicht zurück aus der Babylonischen Gefangenschaft. Wir müssen uns erst mal orientieren. Das Land bebauen. In ein normales Leben zurückfinden.

Erst mal ich. Diese menschliche Haltung macht Gott nicht mit. Erst mal Gottes Haus bauen. Das ist von Gott her angesagt. Im Buch Haggai (1,9) sagt er seinem Volk Israel: „Ihr habt viel erhofft, aber nur wenig bekommen. Und selbst das Wenige, das ihr nach Hause brachtet, blies ich noch fort. Warum ist das wohl so? Ich, der HERR, der allmächtige Gott, kann es euch sagen: Weil mein Tempel verwüstet daliegt und ihr nichts dagegen tut! Jeder von euch kümmert sich nur um sein eigenes Haus.“

Gott greift in die Abläufe von Saat und Ernte ein. Die Ernte fällt viel geringer aus als erwartet. Wenn einer gearbeitet hat, ging es nicht so richtig von der Hand. Und alles, weil der Tempel, das Haus Gottes noch eine Ruine war.

Gut, das betraf das Volk Israel damals. Kann ich mich heute nicht zurücklehnen? Für uns Christen gibt es kein zentrales Kirchengebäude mehr und ob eine Kirche mehr oder weniger verfällt, ist das nicht egal? Möglicherweise ja. Doch vom Prinzip her: Erst mal Gott, dann ich. Das gilt auch heute noch. Woran merke ich das? An dem zentralen Gebet: Dem Vaterunser. Wenn ich das Vaterunser bete, lerne ich: Erst mal Gott!

Gottes Name soll geheiligt werden. Mich also nicht darum kümmern, dass mein Name in aller Munde geführt wird. Gottes Reich soll gebaut werden, nicht mein kleines persönliches Reich. Gottes Wille soll geschehen. Es geht nicht darum, dass ich meinen Willen durchsetze.

Wenn ich so lebe, wird mein Tag heute anders verlaufen.

 

Autor: Pastorin Elke Drossmann

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Psalm 97,10

Ein Lied zur Ehre Gottes anstimmen. Sich bewusst machen, wer Gott ist und wie hoch und erhaben er über dieser Welt waltet, das ist das Anliegen von Psalm 97.

Wer die Größe Gottes vor Augen hat, soll sich schämen, wenn er sich an leblose Götzen wendet. Denn dieser erhabene Gott regiert nicht nur die Welt. Nein, er kümmert sich auch ums Detail. Ihn interessiert das Wohlergehen des Einzelnen. Ich zitiere: „Der das Leben seiner Getreuen behütet, wird sie retten aus der Hand der Frevler“, Psalm 97,10.

„Frevler“ – das ist ein altes Wort für Menschen, denen nichts heilig ist. Menschen, die über alles und jeden herziehen. Gott wird mich vor solchen Leuten retten. Daran erinnert mich der Psalmbeter.

Mich erfüllt das immer wieder mit Staunen: Da ist die eine Seite Gottes. Der Schöpfer dieses Universums und unserer wunderschönen Erde. Gott hat alles wunderbar eingerichtet.

Und dann gibt es die andere Seite Gottes: Der Herr des Himmels interessiert sich für mein Wohlergehen. Ich unbedeutender Mensch, mein Schicksal, meine Nöte und Sorgen sind Gott wichtig. 

Ich finde das eine Mut machende Botschaft am Anfang des neuen Jahres. Es tut mir gut, wenn ich mir vor Augen halte, dass Gott das Leben seiner Getreuen tatsächlich behüten und mich aus der Hand meiner Gegner erretten will.

Deshalb stimme ich ein in das Loblied des Psalmbeters und rühme diesen wunderbaren Herrn.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

1. Mose 45,24

Männer sind anders als Frauen! Woher ich das weiß? Wenn ein Mann und eine Frau zusammen im Auto unterwegs sind und sie wissen beide nicht, wo es hingeht, ist es mit Sicherheit nicht der Mann, der nach dem Weg fragt. Ich bin selbst Autofahrer und ich bin verheiratet. Es ist immer spannend, wenn wir miteinander unterwegs sind. Natürlich hat jeder so seine eigene Vorstellung von der gemeinsamen Reise. Nicht nur im Auto. Das ist oft auch bei der gemeinsamen Lebensreise so. Jeder, der sich darauf einlässt, in seinem Leben nicht alleine zu bleiben, der macht sich mit anderen Menschen zusammen auf den Weg. Zum Beispiel, wenn man zu einer christlichen Gemeinde gehört. Auch da geht es nicht immer konfliktfrei ab. „Es menschelt“, wie man so schön sagt. Aber gut, dass Gott weiß, dass wir Menschen sind, und dass er uns nicht überschätzt. Schließlich war Gott selbst auf dieser Erde unterwegs in Jesus, seinem Sohn. Wahrer Gott und wahrer Mensch! Deshalb gibt es in der Bibel auch durchaus ganz praktisch gemeinte Ratschläge für das menschliche Miteinander – ob für die gemeinsame Autofahrt oder dann, wenn man gemeinsam mit anderen Christen unterwegs ist. „Streitet nicht auf dem Wege“, heißt es schon im ersten Buch Mose. Ganz einfach und praktisch und ganz ohne Hintergedanken. Aber vielleicht gerade deshalb so herausfordernd. „Streitet nicht auf dem Wege“. Ob wir das heute hinbekommen? Sie und ich und die Menschen, mit denen wir gemeinsam unterwegs sind? Ich will es einfach mal drauf ankommen lassen.

Autor: Stefan Loß

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

2. Mose 23,6

„Du sollst das Recht deines Armen in seinem Rechtsstreit nicht beugen“, lässt Gott durch Mose den Israeliten ausrichten. Nachzulesen ist dieses Gebot im 2. Buch Mose 23,6.

Auch wenn die Worte in eine andere Situation hineingesprochen wurden, das Prinzip gilt bis heute. Deshalb tue ich gut daran, sorgfältig zu zuhören und mich entsprechend zu verhalten.

Mir fällt auf, dass Gottes besonderes Augenmerk denen gilt, die aufgrund von äußeren Umständen im Nachteil sind. Witwen und Waisen gehören im alten Israel ebenso dazu, wie die Armen und Ausländer.  Ich habe mich gefragt, warum Gott Interesse an diesen Personengruppen hat.

Kennen Sie den Satz „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“? Ich lehne die darin enthaltene Aussage ab.  Gleichwohl macht der Satz etwas deutlich, auf das es mir hier ankommt.

Die Starken können sich durchsetzen. Sie haben genügend Mittel und Einfluss, um für sich selbst zu sorgen. Anders ist das mit den Schwachen der Gesellschaft. Ihnen droht, dass sie schnell übervorteilt werden und unter die Räder geraten.

Gott macht den Israeliten klar: Das entspricht nicht seinen Vorstellungen einer gerechten Gesellschaft. Deshalb trifft er Vorkehrungen.     

Die Ermahnung „Du sollst das Recht deines Armen in seinem Rechtsstreit nicht beugen“ wendet sich in gleicher Weise an vermögende und einflussreiche Menschen, wie an jene, die Recht durchzusetzen haben. Und sie erinnert mich am Anfang des neuen Jahres daran, dass Gott mein Verhalten nicht egal ist. Im Gegenteil: Er hat klare Vorstellung, wie ich mich verhalten soll.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

2. Korinther 1, 20

Heute ist der letzte Tag im Jahr 2018. Der 31. Dezember. Ein besonderes datum. Ein Jahr hört auf. 365 Tage voller richtiger und falscher Entscheidungen. Ein Jahr voller guter und schlechter Erlebnisse. Trauer, Fröhlichkeit, Gelassenheit, Stress, Fragen, Antworten liegen hinter mir - ganz sicher war alles dabei. Ein Jahr mit Gott - manchmal bewusst, manchmal unbewusst. Manchmal habe ich ihn mit einbezogen, manchmal beiseite geschoben. Und was mache ich jetzt mit dem Jahr? Einfach so beisete legen? Umblättern wie eine Seite in einem Buch? Einen Moment noch bitte! Ich denke, ich sollte mit dem Jahr abschließen. Was das Gute betrifft, ist das leicht. Die Ermutigung, die darin liegt, nehme ich gerne mit ins nächste Jahr. Was das Schlechte betrifft, fällt es mir schon schwerer. Aber aus daraus möchte ich etwas mitnehmen. Es soll nicht umsonst gewesen sein. Ich will mich erinnern, um es besser machen zu können. Erst jetzt beschließe ich das Jahr mit einem "Amen". So soll es sein. Ich akzeptiere, was war, ich nehme es an. Dieses vergangene Jahr zählt zu meiner ganz persönlichen Vergangenheit mit Gott. In dieser Vergangenheit kann ich erkennen: Gott sagt ja zu mir. Egal, welchen der 365 Tage des letzten Jahres ich mir rauspicke. Über diesem Tag, über mir, über meinem Leben steht das "Ja" Gottes zu mir. Dieses "Ja" trägt den namen Jesus, und es wiegt schwerer als jeder schlechte Tag und jede Fehlentscheidung. Im 2. Brief an die Korinther schreibt der Apostel Paulus: "Jesus selbst ist das Ja Gottes zu uns, denn alle Zusagen Gottes erfüllen sich in ihm. Und auf das, was Christus für uns getan hat, antworten wir zur Ehre Gottes mit Amen." Amen!

 

Autor: Tobias Schier

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Judas 24–25

Morgen schon ist der letzte Tag dieses Jahres 2018, und mit lautem und buntem Feuerwerk oder aber in der Stille bei Kerzenschein wird das neue Jahr 2019 begrüßt. Wie auch immer Menschen ihren Übergang ins neue Jahr gestalten, eigentlich hält jeder dann doch auch mal inne und überlegt, was das alte Jahr gebracht hat und was das neue Jahr wohl bringen wird? Bei Menschen, denen der christliche Glaube wichtig ist, hat dieser Rück- und Ausblick immer auch eine geistliche Komponente. Wo habe ich Gott erlebt? Wo habe ich seine Hilfe erbeten und wo werde ich sie im kommenden Jahr benötigen? Oder aber auch: Wo habe ich Gott um Hilfe gebeten und sie ist ausgeblieben? Und was mache ich jetzt daraus? Welche Schlüsse ziehe ich aus meinem Erleben mit Gott, mit seiner Nähe oder auch Ferne in meinem Leben? Wo ich versagt habe, obwohl ich es doch anders gewollt habe. Wo ich Dinge geschafft habe, die ich für unmöglich gehalten habe. Aber auch, wo ich an mir selbst verzweifelt bin, mich für unwert und nutzlos gehalten habe. Ich habe für mich entschieden: ich halte mich in allen Lebenslagen an das, was auch der Verfasser des Judasbriefes seinen Lesern empfiehlt: "Gott allein kann euch davor bewahren, vom rechten Weg abzuirren. So könnt ihr von Schuld befreit und voller Freude vor ihn treten und ihn in seiner Herrlichkeit sehen. Ihm, dem alleinigen Gott, der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, gerettet hat, gebühren Ehre, Ruhm, Stärke und Macht. So war es schon immer, so ist es jetzt und wird es in alle Ewigkeit sein. Amen." (Judas 24-25)

Autor: Horst Kretschi

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Römer 15,13

Weihnachten ist abserviert. Ein bekanntes Papp-Möbelhaus mit vier Buchstaben machte damit jahrelang Reklame: In den Tagen zwischen den Jahren Fenster auf, Weihnachtsbaum auf die Straße schmeißen, Nadeln auffegen, fertig.

Doch das, was da an Weihnachten geschah, ist auf Nachhaltigkeit angelegt und soll jetzt erst richtig losgehen. Christ, der Retter, wird dringender gebraucht denn je. Denn unser Leben ist oft genug verfahren, im zwischenmenschlichen Bereich und global sowieso.

"Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben." Das schreibt der Apostel Paulus im Brief an die Römer vor 2000 Jahren. Auch sie lebten wie wir in Zeiten, die bei aller Hochkultur an Grausamkeiten und Ungerechtigkeit kaum zu übertreffen waren. Paulus beruft sich dabei in seiner Hoffnung auf Jesus Christus, der als Retter der Welt geboren wurde, wie wir es jetzt zu Weihnachten gefeiert haben.

Gerade in schwierigen Zeiten kommt es darauf an, die Hoffnung nicht einfach abzuservieren und aus dem Fenster zu schmeißen wie eine vertrocknete Tanne.

Vielmehr bin ich eingeladen, viele Hoffnungslichter anzuzünden und weiterzugeben im neuen Jahr. Denn Weihnachten gehört nicht weggeworfen und aufgekehrt, Weihnachten ist der Auftakt für eine neue Zeit mit Jesus und seinem Frieden. Es lohnt sich wirklich, alle Hoffnung darauf zu setzen - das ganze neue Jahr lang.

Autor: Andreas Odrich

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Seiten