ERF Plus - Anstoß

Barmherzigkeit und Advent

Heute ist der erste Advent. Von heute an spielt bei uns zuhause adventliche Musik. Lieder, die davon erzählen was Advent bedeutet. Warten auf den, der da kommt! Auf Jesus Christus!

Das wiederum können wir wissen, weil die Bibel dazu Auskunft gibt. Am Anfang des Lukasevangeliums wartet eine junge Frau darauf, dass ihr Sohn zur Welt kommen soll. Maria, die Mutter von Jesus. Und während sie wartet, fängt sie an zu jubeln über Gott. Und sie stellt fest: "Seine Barmherzigkeit bleibt für immer und ewig, sie gilt allen Menschen, die in Ehrfurcht vor ihm leben". (Lukas 1,50) Diese Feststellung der Maria gilt auch heute noch. Sie gilt auch mir! Denn wenn Gottes Barmherzigkeit für immer und ewig bleibt, dann hat sie nicht irgendwann aufgehört. Und sie gilt allen Menschen, die in Ehrfurcht vor Gott leben.

Aber wie geht das – in Ehrfurcht vor Gott leben? Es bedeutet, dass ich Gottes Existenz anerkenne. Dass ich seine Gebote als Maßstab für mein Leben akzeptiere. Wenn ich Gottes Gebote halte und anerkenne, dass ich von mir aus vor Gott nicht bestehen kann, dann ehre ich ihn damit. Und indem ich dies tue, gilt mir seine Barmherzigkeit, die mir in der Person von Jesus begegnet. Das alles bedeutet Advent für mich. Gottes Liebe kommt in Jesus. Und in diesem Bewusstsein zünde ich heute die erste Kerze an!

Autor: Horst Kretschi

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Nicht verlassen

Ausgelaugt, trostlos, geistlos. Es gibt Momente in diesen Corona-Zeiten, da fühle ich mich genauso. Gut, dass es wenigstens die Videokonferenzen gibt mit Familie und Freunden. Steht schon in der Bibel:

Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Das war die Antwort Gottes, als Adam, der erste Mensch, sich reichlich einsam fühlte im Garten Eden. Wunderbare Umgebung, top Lage, aber es fehlte jemand, mit dem er das alles teilen konnte.

Genau deshalb spricht auch Jesus Christus seinen Leuten wörtlich zu: „Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch. Denn ich lebe, und ihr sollt auch leben.“ Die Nachfolger Jesu hatten Angst, dass er eines Tages weg sein würde. Daher dieser tiefe existenzielle Zuspruch. Den nehme ich in trostlosen Tagen auch gerne für mich an. Gott ist da. Er ist zu uns gekommen in seinem Sohn Jesus Christus. Der will mich immun machen gegen meine Verlassenheit.

Sicher werden wir in diesen Wochen anders Advent und Weihnachten feiern. Ohne Trubel, ohne Weihnachtsmarkt und „Christmas-Action“. Aber vielleicht spüren wir dann umso mehr, worauf es ankommt. Nicht auf den ganzen Rummel, nicht auf die Party, die diesmal leider ausfallen muss. Vielmehr kommt es an auf Gott, der uns nicht verlässt, damit wir leben können, jetzt erst recht.

Autor: Andreas Odrich

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Gottvertrauen unter Druck

Vor vielen Jahren hat eine Kirchengemeinde mit einem Autoaufkleber für ihre Veranstaltungen geworben, auf dem stand: „Wo Glaube Spaß macht!“

Kann der christliche Glaube Spaß machen? Sollte er Spaß machen?

Für manche Menschen in unserem abendländischen Kulturkreis mag das in der Tat eine Neuigkeit sein: Nein, der christliche Glaube ist nicht altbacken, spaßfeindlich und spießig – sondern befreiend, lebendig und lebensspendend. Deshalb: Ja, Jesus nachfolgen und Spaß haben, das passt zusammen!

Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Denn der christliche Glaube ist weder leichtfertig noch leichtfüßig, und wenn er echt sein soll, dann muss er auch durch schwere Zeiten tragen können.

Wie viel Kraft in meiner Jesusnachfolge steckt, zeigt sich manchmal erst, wenn mein Gottvertrauen unter Druck gerät. Der Apostel Jakobus schreibt darüber an Menschen, deren Glaube gerade unter Druck ist. In seinem Brief, der uns bis heute mit dem Neuen Testament überliefert ist, heißt es:

Wenn euer Glaube erprobt wird und sich bewährt, bringt das Standhaftigkeit hervor. Und durch die Standhaftigkeit soll das Gute, das in eurem Leben begonnen hat, zur Vollendung kommen.

Ob Sie jemand sind, der oder die Gott schon lange vertraut, oder ob Sie gerade erst zu glauben anfangen – das wünsche ich Ihnen in diesen beschwerlichen Zeiten: Dass Sie gerade jetzt erleben, wie viel Kraft im christlichen Glauben steckt. Dass Sie standhaft werden im Gottvertrauen. Und dass Gott das Gute zur Entfaltung bringt, das er in Ihr Leben hinein gelegt hat.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Erkenntnisse aus dem Glücksatlas

Zum zehnten Mal bereits hat die Deutsche Post in diesen Tagen eine Studie zum Glücklichsein herausgebracht, den sogenannten „Glücksatlas“. Und siehe da: Erneut ist Schleswig-Holstein Spitzenreiter. Die Meinungsforscher können sich das immer noch nicht so richtig erklären. Denn Wohlstand und Geld verteilen sich ganz anders in unserem Land. Meine Theorie: Wenn man es nicht weit zur Küste hat und einen die Schafe auf dem Deich begrüßen, dann wird man einfach dankbarer.

Gestützt wird meine These zumindest teilweise von der Bibel. Der große Christus-Zeuge und Theologe Paulus ruft seine Adressaten in Ephesus auf:

„Sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.“

Ich gebe zu: Als begeisterter Nordsee-Reisender fällt mir dankbar sein im Urlaub nicht schwer. Doch Paulus fordert mehr: Dankbar sein allezeit für alles. Also Dankbarkeit im Alltag. Eigentlich habe ich als Christ allen Grund dazu. Denn ich weiß, selbst im grauen Alltags-Allerlei ist Gott bei mir. Dort, wo ich am Boden einer finsteren Schlucht sitze, ist er bei mir und holt mich wieder raus.

Das ist wirklich Grund zur Dankbarkeit.  Und ich wünsche mir, dass Menschen, die sich auf diesen Jesus Christus verlassen, viel mehr ausstrahlen davon. Das könnte Kreise ziehen – und vielleicht den Forschern des nächsten „Glücksatlas“ neuen Anlass zum Nachdenken geben.

Autor: Oliver Jeske

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Reich sind immer die anderen

Viele Gebote und Verbote in dieser Welt tangieren mich nicht wirklich. Die runden orangefarbenen Schilder an Brücken zum Beispiel – die müssen mich nicht kümmern, denn mein Kleinwagen ist kein Panzer, wiegt nicht zig Tonnen, wird so eine Brücke schon nicht übermäßig belasten. Bei anderen Dingen ist das nicht ganz so einfach. Ich brauche und verbrauche Energie und Wasser, also gehen mich entsprechende Vorschriften und Empfehlungen schon an.

Was meine Vermögensverhältnisse betrifft: Ich habe gegenwärtig genug zum Leben. Aber bin ich deshalb reich? Die einschlägigen Aussagen in der Bibel, die beziehe ich nur selten auf mich. Wenn der Apostel Paulus im 1. Timotheusbrief seinem Mitarbeiter rät, dass er den Reichen in seiner Gemeinde ins Gewissen reden soll – von wegen sie sollen sich nichts auf ihren Wohlstand einbilden, Eigentum verpflichtet und so weiter – dann blicke ich erst mal neben und hinter mich. Ich bin doch wohl nicht gemeint, oder?

Reich sind immer die anderen, ich bin‘s nicht. Aber ich wäre es natürlich schon gern. Insofern geht mich durchaus an, was Paulus da empfiehlt: Ich soll meine „Hoffnung nicht auf den unsicheren Reichtum setzen, sondern auf Gott.“ Ich soll anderen „Gutes tun“, soll „freigiebig sein und mit anderen teilen“, was ich habe. Ich kann durchaus nach einer bestimmten Art Reichtum streben: „Reich werden an guten Werken“ – das ist Paulus zufolge der Schlüssel, „um das wahre Leben zu erlangen.“ Materieller Reichtum ist vergänglich – ein „unvergänglicher Schatz“ im Himmel ist erstrebenswert. Das leuchtet ein. Jetzt muss ich nur noch entsprechend handeln.

Autor: Markus Baum

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Licht an!

„Stell dein Licht nicht unter den Scheffel!“ Wahrscheinlich kennen Sie diesen Ausdruck. Er bedeutet: „Versteck nicht, was du kannst und was du zu geben hast! Du bist wichtig, und es sollte gehört werden, was du zu sagen hast.“

Die Redewendung stammt aus der Bibel und geht auf Jesus zurück. Im vierten Kapitel des Markusevangeliums stellt Jesus die rhetorische Frage: „Zündet man denn ein Licht an, um es unter den Scheffel oder unter die Bank zu setzen? Und nicht, um es auf den Leuchter zu setzen?“ (Markus 4,21) Die Antwort liegt auf der Hand: Das Licht gehört auf den Leuchter, nicht verdeckt oder versteckt.

Die Aussage ist hier bei Jesus etwas anders als in der Redewendung. Das Licht steht hier für die Botschaft von Gottes guten Absichten mit dieser Welt. Es gibt also eine befreiende Nachricht, und die will gehört werden. Diese Botschaft gehört ins Rampenlicht, auf die Bühne, in den Mittelpunkt der Diskussion – und nicht, im Bild gesprochen, unter ein mittelgroßes Holzgefäß, das der „Scheffel“ im eigentlichen Sinn meint.

Die Aussage aus dem Evangelium hält damit zwei Einladungen bereit. Erstens: Wer Gottes befreiende Botschaft kennengerlernt hat, kann offen davon sprechen. Muss nicht damit hinterm Berg halten. Wenn es in mir hell geworden ist, kann ich mit Gottes  Kraft rechnen, kann von innen leuchten, und das Licht wird nach außen dringen.

Allen anderen gilt auch eine Einladung. Sie können entdecken: Da ist ein Licht, jemand, der mein Leben hell machen will. Gott wartet darauf, dass ich ihn entdecke. Seine Botschaft ist auch für mich kein Geheimnis, und sie will von mir zumindest gehört werden.

Bleibt nur die Frage: Welche Einladung passt zu mir – und nehme ich sie an?

Autor: Joachim Bär

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Jesus hat Gefühle

Ich persönlich habe früher öfters den Satz gehört: “Glaube ist kein „Gefühl”, sondern eine Entscheidung”. Ich finde diesen Satz heute nicht ganz richtig. Und zwar deshalb, weil er eine Verengung auf die Ratio, den Verstand, den Willen, darstellt. Natürlich gibt es so etwas wie Gefühlsduselei. Was ich meine, ist etwas anderes: Ich spreche von solchen Gefühlen, von denen Gott in der Bibel sagt, dass wir sie haben sollen.

Und das ist eine ganz große Bandbreite. Freude zum Beispiel. Wo die Bibel Aufforderungen enthält, sich zu freuen, zu hoffen, dankbar zu sein - kurz, Gefühle zu zeigen, dann ist genau das damit gemeint: Mensch, lass die Gefühle doch mal in der Bandbreite zu, wie Gott sie in dich hineingelegt hat! Mensch, begegne Gott doch nicht nur mit deinem staubtrockenen Verstand Er tut es ja auch nicht. Sondern er begegnet uns mit Liebe, das ist ein sehr starkes Gefühl!

Jesus ist den Menschen auch so begegnet. Das wird z.B. sehr deutlich in diesem Satz aus dem Markusevangelium: „Jesus sah die große Menge; und sie jammerten ihn, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.“ Das ist ein starker Ausdruck: „…es jammert ihn“. Orientierungslose, schutzlose, ausgelieferte Menschen rühren das Herz Gottes an. Menschen ohne Lobby, arme Menschen, kranke Menschen, einsame Menschen, verachtete Menschen, Menschen, die keinen Sinn im Leben gefunden haben – jammern ihn. Bringen in Jesus gar ein schmerzhaftes Gefühl hervor. 

Und auch mein Leben, mit all dem Versagen, mit dem, was schiefgelaufen ist, was schmerzt und weh tut bis in alle Glieder hinein, schmerzt auch Jesus. Wir haben einen mitfühlenden Gott und Jesus, der seine Arme ausbreitet und sagt: "Kommt her zu mir, ich will euch erquicken."

Autor: Ulrike Schild

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Unverrückbar

Manchmal, wenn ich im Begriff bin, auf der Autobahn in einen längeren Stau hineinzufahren, macht mein Navi eine tröstliche Ansage: „Stau voraus. Sie befinden sich auf der schnellsten Route.“ – Wohlan, denke ich mir, der Stau ist zwar ärgerlich, aber du bist noch immer auf der optimalen Route. Und tatsächlich, diese Ansage hat mich schon manches Mal davor bewahrt, spontan unvernünftige Entscheidungen zu treffen. Sie wissen schon, ich meine die Abkürzungen, die sich im Nachhinein als Verschlimmbesserung der Situation herausstellen.

In einem Brief an die Christen in Ephesus hat der Apostel Paulus Grundlegendes über den Glauben an Jesus aufgeschrieben:

Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen (Epheser 4,5-6).

Paulus erinnert daran, dass es ein paar Dinge im Glauben gibt, die unverrückbar sind, und zwar auch dann, es im Leben drunter und drüber geht oder ein unvorhergesehenes Hindernis einen auf der Stelle treten lässt:

Was auch immer geschehen mag, ich habe einen Herrn. Mit anderen Christen eint mich der Glaube an Jesus. Ich bin auf seinen Namen getauft, d. h., ein Zeichen ist gesetzt worden. Ich gehöre zu Jesus und er zu mir. Und Gott? Er bringt sich mir als Vater im Himmel in Erinnerung. Er ist da und will mit seiner Gegenwart mein Leben prägen.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Gott ist Liebe

Manchmal sagt ja der Name schon eine Menge über einen Menschen aus. Obwohl die Person, die ihn trägt, für den Namen gar nichts kann. Mich haben meine Eltern bei der Geburt nicht gefragt, ob ich Hans heißen will. Aber heute freue ich mich über meinen Namen. Er ist die Kurzform von Johannes und Johannes, so heißt auch mein Lieblingsautor in der Bibel, im Neuen Testament. Oft denke ich: Wir haben so viel gemeinsam. Wir erzählen gerne sehr ausführlich, nehmen viele Emotionen mit rein und sind selbst sehr anlehnungsbedürftig. Und es gibt einen Begriff, der oft und gern bei uns im Mittelpunkt steht, wenn wir von Gott reden oder schreiben: Es ist die Liebe. Nein, nicht die romantisch verklärte Liebe - es ist die Liebe in Person.

Wir haben erkannt, wie sehr Gott uns liebt, und wir glauben an seine Liebe. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe lebt, der lebt in Gott und Gott lebt in ihm. So hat Johannes in seinem 1. Brief in Kapitel 4 diesen unmittelbaren Zusammenhang von Gott und Liebe beschrieben und was es bedeutet, darin zu leben. 15 Verse braucht er an dieser Stelle dafür, und man muss sich schon mal nach einer modernen Übersetzung umschauen, um auch wirklich alles gut zu verstehen. Zusammengefasst lese ich da: Gott ist Liebe. Und wenn ich mit Gott lebe, dann wird diese Liebe auch in meinem Leben sichtbar. Spürbar. Erlebbar. Und das gilt nicht nur für mich, sondern für jeden Menschen. Bedingungslos. Sie können es ausprobieren. 

Autor: Hans Wagner

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Da war doch noch was

Das gab´s doch schon mal! Am Anfang der Geschichte Israels. Eine Plage, Seuche nach der anderen. Und dann die Erlösung: Gott greift ein, befreit sein Volk Israel aus der Sklaverei Ägyptens. Er teilt das Meer und sie kommen trockenen Fußes am anderen Ende an. Sie stimmen ein Loblied an.

Lang, lang ist´s her. Und zur Zeit vom Jünger Johannes? Im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, sieht Johannes ganz ähnliche Plagen, wie damals, auf die Christen zukommen. Doch er sieht auch noch etwas anderes. Den geöffneten Himmel. Und dort wird das Loblied von damals wieder gesungen. Als Loblied auf Jesus Christus – den Lenker durch schwere Zeiten.

Die christliche Gemeinde singt es bis heute – über 2000 Jahre ganz unterschiedlich vertont. Wer den Text sucht: Offenbarung 15, Verse 3 und 4: „Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Völker. Wer sollte dich, Herr, nicht fürchten und deinen Namen nicht preisen?“

Jesus, der Herr, ist König über die Völker. Er ist der Herr – auch in der Corona Pandemie. Er hat das Virus bereits vor mehr als 2000 Jahren am Kreuz von Golgatha überwunden. Preisen wir Jesus, den Herrn, noch mitten in der Pandemie bereits für diesen Sieg?

Dazu lädt uns dieses Lied ein.

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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„Um Antwort wird gebeten“

Wir haben in der Familie im vergangenen August Hochzeit gefeiert. Unsere Jüngste hat geheiratet. Wenn ich an die aktuellen Beschränkungen denke, dann bin ich froh, dass wir zwar im kleineren Kreis, aber halbwegs normal unter freiem Himmel feiern konnten. Es war ein wunderschöner Tag.

So ähnlich muss es jener Mann vorgehabt haben, über den Jesus in einem Gleichnis spricht. Er wollte ein großes Fest feiern. Als die Vorbereitungen abgeschlossen waren, schickte er seine Diener mit folgender Botschaft los: „Kommt, alles ist schon bereit!“ (Lukas 14,17).

Mit anderen Worten: „Die Sause wird bald beginnen. Ich will aber nicht ohne dich starten. Du kommst doch, oder?“

Diese Beispielgeschichte von Jesus bezieht sich auf ein Vorhaben Gottes. Er lädt ein zu einem großen Fest, das er ausrichten will. Sie und ich stehen auf der Gästeliste. Deswegen erreicht uns die Einladung.

Nun stellt sich die Frage, wie wir uns verhalten werden. Sagen wir zu? Feiern wir mit oder haben wir anderes zu tun?

Was Jesus in diesem Gleichnis beschrieben hat, ist von höchster Priorität. Das Bild des Festes steht für Ihre und meine Zukunft. Er möchte Sie und mich bei seinem großen Fest im Himmel dabeihaben.

Ich folge dieser Einladung. Sie auch?

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Schlechte Zeiten

Manchmal sieht es nicht gut aus. Vor mir bauen sich bedrohliche Realitäten auf, denen ich nicht ausweichen kann. Mir bleibt nichts anderes übrig, als mich irgendwie mit der Situation zu arrangieren.

Ich kann mir vorstellen, die Gemeinde in Israel Ähnliches vor Augen hatte, als sie diese Worte betete, die im Buch Jesaja überliefert sind:

„HERR, unser Gott, es herrschen wohl andere Herren über uns als du, aber wir gedenken doch allein deiner und deines Namens“, Jesaja 26,13.

Worum geht es? Im Buch Jesaja wird eine Situation beschrieben, die wenige Jahre später bittere Realität wurde. Das Volk Gottes war besiegt und nach Babylonien verschleppt worden. Andere gaben jetzt den Ton an und herrschten zum Teil mit eiserner Faust.

In dieser Situation blieb keine andere Option, als Geduld zu üben und sich auf die Verheißungen Gottes zu besinnen.

Die Verschleppten haben das seinerzeit getan. Sie haben sich trotz ihrer notvollen Lage auf den besonnen, von dem sie Hilfe erwarten konnten, den allmächtigen Gott. Den, der ihnen in der Vergangenheit bei zahllosen anderen Gelegenheiten geholfen hatte.

Was Jesaja seinen Leuten sagte, kann ich für mich in Anspruch nehmen. Auch wenn meine Umstände so sind, dass ich mich gezwungenermaßen arrangieren muss, kann ich im Gebet festhalten an Gottes Verheißungen. Ich kann auf ihn schauen, von dem alles Gute kommt. Und ich kann damit rechnen, dass er die Kontrolle behält.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Berufen – fragt sich nur wer?

Mozart, Einstein oder Mutter Theresa. Es sind die Genies und die ganz und gar außergewöhnlichen Persönlichkeiten, die normalerweise als Berufene gelten. Als Menschen mit einer ganz besonderen Berufung. Aber davon gibt es bekanntlich wenige.

Gott spricht immer wieder davon, dass er Menschen beruft. Doch Gottes Berufung hat so gar nichts mit der Genialität oder dem Ausnahmetalent eines Menschen zu tun. Ganz im Gegensatz zu den üblichen Vorstellungen. Da schreibt Paulus, einer der ersten Gründer christlicher Gemeinden, an seinen jungen Kollegen Timotheus: „Gott hat uns gerettet und uns berufen mit heiligem Ruf – nicht wegen unserer guten Taten, sondern aus seinem eigenen Entschluss. Und aus reiner Gnade, die er uns durch Jesus Christus geschenkt hat.“ „Gott hat uns gerettet und berufen.“ 

Damit ist jeder Mensch gemeint, der zum Glauben an Jesus Christus gekommen ist. Und Paulus betont ausdrücklich: „nicht wegen unserer guten Taten, sondern“ nur deshalb, weil Gott es so will. „Aus reiner Gnade, die er uns durch Jesus Christus geschenkt hat.“

Diese allerhöchste Berufung, die es im Universum überhaupt gibt, die gilt denen, die sich von Gott beschenken lassen. Mit der Vergebung ihrer Sünden, für die Jesus mit seinem eigenen Leben bezahlt hat. Nämlich als er am Kreuz starb. Und das beste: jede und jeder ist dazu eingeladen, diese Berufung Gottes anzunehmen - diese Berufung durch den Allerhöchsten. Jede und jeder, auch Sie und ich.

Autor: Steffen Brack

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Der Liebe gedenken

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Na, wer hat das gesagt? Die meisten Menschen kennen diese Aussage, und zumindest einige wissen: Das waren die Worte von Jesus Christus, als er von den Schriftgelehrten nach dem größten Gebot gefragt wurde. Genauso, wie uns dieses Gebot nicht neu ist, war es auch den Schriftgelehrten nicht neu. Denn Jesus war nicht der erste, der diese Worte in den Mund genommen hat. Im Grunde ist es ein Zitat aus dem Alten Testament, aus dem 3. Buch Mose. Dort spricht Gott mit Mose und dem auserwählten Volk, den Israeliten. Dabei benutzt Gott genau diese Worte. „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

Das 3. Buch Mose ist das Buch der Gesetze. Über viele Kapitel werden sämtliche nur erdenkliche Situationen und Eventualitäten des Zusammenlebens bedacht. Summieren lassen sich diese vielen Vorschriften und  Empfehlungen in diesem einen Satz: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“

Klingt so einfach und ist doch so schwer! Denn der „Nächste“, das ist jeder, das sind alle. Egal was sie mir antun. Egal wie sie vielleicht über mich reden und denken. Der „Nächste“ – das schließt auch meine ärgsten Feinde mit ein. Lieben? Unmöglich? Jesus hat bewiesen, dass das geht. Und der hatte wahrlich genug Feinde, die ihm an den Kragen wollten.

Jesus hat das Gebot der Liebe, dass Gott schon Mose gegeben hat, nicht vergessen. Und ich? Heute will ich daran denken.

Autor: Tobias Schier

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Was gut und richtig ist!

Es ist erstaunlich, wie vergesslich die Menschheit doch ist. Immer wieder kommt bei Menschen die Frage auf: "Woher soll ich in der Situation jetzt wissen, was richtig ist?" - Und gläubige Menschen fragen noch etwas zugespitzt: "Woher soll ich wissen, was Gott jetzt von mir erwartet?" Dabei konnte das schon der Prophet Micha seinen Mitmenschen vor rund 2700 Jahren deutlich sagen. "Der Herr hat dich wissen lassen, Mensch, was gut ist und was er von dir erwartet: Halte dich an das Recht, sei menschlich zu deinen Mitmenschen und lebe in steter Verbindung mit deinem Gott!" (Micha 6,8 / Gute Nachricht Bibel).

Die Aussage des Propheten ist eindeutig: "Halte Dich an das Recht!" Verkehrsverstöße, Steuerbetrug, Coronaregeln missachten - nichts davon ist richtig. Auch in Gottes Augen nicht. "Sei menschlich zu deinen Mitmenschen". Verächtlich über andere reden, sie in sozialen Medien und bei anderer Gelegenheit herabsetzen und gegen sie hetzen ist unmenschlich. Da muss sich jeder selbst fragen, ob das, was er oder sie da so von sich gibt, menschenverachtend ist oder nicht. In einem erschreckend großen Ausmaß ist es das heute leider. "Lebe in steter Verbindung mit deinem Gott." Tue ich das?

Lebe ich in Verbindung mit Gott oder ignoriere ich ihn lieber, weil ich sonst anerkennen müsste, dass da was in meinem Verhalten nicht stimmt? Und dabei geht es nicht um die Frage, wie oft ich einen Gottesdienst besuche, bete oder in der Bibel lese. In Verbindung mit Gott zu leben heißt: ihn und seine Gebote von Herzen ernst nehmen und diese Einstellung in allen Bereichen meines Lebens durchscheinen lassen. Und da wären wir wieder beim Propheten und seinen klaren Worten an die Menschen seiner und unserer Zeit!

Autor: Horst Kretschi

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Wahres Heldentum

Volkstrauertag – dieser Gedenktag steht morgen auf dem Kalender, ignoriert und verdrängt.

Wir betrauern an diesem Tag die Opfer der Kriege. Opfer, die dem menschlichen Größenwahn und dem Hass zugeschlagen werden müssen, einem falschen Nationalismus und dem Irrglauben, dass etwas gewonnen wäre, wenn sich ein Volk über das andere erhebt und dabei noch "Gott mit uns" auf die Koppelschlösser der Soldatenuniformen schreibt. Was für ein Zerrbild, was für eine Bankrotterklärung des menschlichen Seins. Das hat nichts mit dem Leben zu tun, dass Gott uns geschenkt hat. Und auch nichts mit diesem schöpferischen, tatkräftigen und gütigen Gott. Der Dichter von Psalm 92 beschreibt ihn so: "Wie groß sind deine Werke, deine Gedanken sind sehr tief."

Gott setzt mit seiner Gnade und mit seinem allumfassenden Frieden, seinem Schalom, nicht auf Nationalismus sondern auf Barmherzigkeit. Er möchte Menschen retten und lieben. Das ist seine tiefe Weisheit, das ist weltenweit entfernt von dem armseligen Handeln der Menschen, die sich gegeneinander erheben, in der irrigen Annahme, dass dadurch irgendetwas besser werden könnte. Denn Krieg kennt nunmal nur Verlierer und Hass.

Mit Gott hingegen lässt sich Liebe gewinnen und das Böse überwinden. Das ist wahres Heldentum. Das ist Gottes Weisheit. Tief und ganz für uns gemacht. Damit wir nicht trauern müssen, sondern am Ende Gottes Liebe feiern können, die für alle gilt.

Autor: Andreas Odrich

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Gottes Einladeliste

Sie sind herzlich eingeladen. Ja, genau, Sie! Und Ihre ganze Familie. Ihre Kinder, ihre Enkel – alle, die zu Ihnen gehören. Ach ja, und noch viel mehr Menschen, alle, die sich auf Gottes Einladung einlassen werden!

So klingt die lange Einladeliste Gottes für seine neue Welt.

Der Apostel Petrus hat darüber gesprochen, vor 2.000 Jahren, kurz nach der Auferstehung und der Himmelfahrt von Jesus. Gerade hatte er vor einer großen Menschenmenge gesprochen. Hatte ihnen erklärt, dass Jesus wirklich Gottes Sohn ist, und dass Gott wirklich Schuld vergibt, und dass ein Leben in Gottes unmittelbarer, unsichtbarer Nähe tatsächlich möglich ist.

„Und für wen gilt das?“, fragen sich die Zuhörer, und: „Was müssen wir dafür tun?“ Petrus versichert Ihnen: Gottes Versprechen gilt allen Menschen auf seiner langen Einladeliste. Denn Gott ist ein Gott der Gnade. Gott lädt ein und nicht aus. Petrus sagt wörtlich:

Euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.

Und Petrus erklärt seinen Zuhörern, wie sie auf die Einladung in Gottes neue Welt antworten können: Kehrt um! Entscheidet euch dafür, zu Gott gehören! Lasst euch auf den Namen von Jesus Christus taufen! Dann wird Gott euch eure Schuld vergeben, und er wird durch den Heiligen Geist in euch wohnen!

Das gilt für alle. Für Ihre Kinder und Ihre Enkel. Für Ihre ganze Familie. Für Sie. Und für mich.

Gott lädt ein und nicht aus. Und wir alle stehen auf Gottes Einladeliste.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Lob kann ein Opfer sein

Eine eins minus in Mathematik. Als Vater schwillt mir da natürlich die Brust. Und natürlich habe ich mein Kind gelobt. Aber ein „Lobopfer“ – Was soll denn das sein?

Dazu fordert uns die Bibel heraus. Der Autor des Hebräerbriefs schreibt:

“Lasst uns durch Jesus Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.“

Hier schreibt jemand, der genau weiß: Ohne Opfer im Leben geht es nicht. Als Jude waren das zur Zeit des Alten Testaments die Gaben, die man in den Tempel brachte. Doch damit sollte jetzt Schluss sein. Der Grund: Jesus Christus, der Sohn Gottes hatte sich selbst am Kreuz von Golgatha für uns Menschen geopfert. Es braucht also nichts mehr, um Gott gnädig zu stimmen.

Stattdessen lautet die Devise nun: Opfert Lob!

Ja, Lob kann ein Opfer sein. Das heißt: Auch dann, wenn es mir schwerfällt: Es ist gut, Gott zu loben in jeder Situation. Ich vermute, Gott selbst hat das weniger nötig hat als ich. Denn gerade in schwierigen Situationen brauche ich den Blick auf Gott, auf seine unbegrenzten Möglichkeiten, auf seine Liebe zu mir. Und es hilft mir, wenn ich das dann auch zum Ausdruck bringe.

Dieses Lob Gottes kann ich einüben. Der Autor des Hebräerbriefs spricht von der Frucht der Lippen. Da kann und soll also etwas heranreifen. Meine Beziehung zu Gott kann reifer, intensiver, selbstverständlicher werden. Das Lob Gottes kann schrittweise mehr und mehr mein Leben bestimmen. So komme ich zu einer positiveren Grundhaltung im Alltag. Und die wirkt sich im besten Fall auch auf die Menschen aus, mit denen ich jeden Tag umgehe.

Das Beste aber ist: Jesus steht mir bei diesem Prozess zur Seite. Ich muss diese Haltung des Lobs nicht aus eigener Kraft schaffen.

Also bitte entschuldigen Sie mich jetzt. Ich habe noch ein Lobopfer zu bringen!

Autor: Oliver Jeske

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Arm und Reich

Der Beruf der Milchmänner ist so gut wie ausgestorben, aber dass es diesen harten Beruf einmal gab, das ist allgemein bekannt, nicht zuletzt durch das Musical „Anatevka“ nach der Erzählung „Tewje, der Milchmann“ von Scholem Alejchem.

Die Bewohner des Schtedtl Anatevka sind ausnahmslos arme Leute, haben alle zu knapsen, und Tewjes Tagtraum, das bekannteste Stück aus dem Musical, könnten auch viele andere träumen: „Wenn ich einmal reich wär – was wäre denn so Schreckliches dabei, wenn ich auch ein klitzekleines Vermögen hätte? Ich weiß, es ist keine Schande, arm zu sein, aber eine besondere Ehre ist es weiß Gott auch nicht…“ – Und dann malt sich der Milchmann aus, wie schön es wäre, reich zu sein, und was für Vorteile der Wohlstand mit sich bringt: Mehr Respekt, mehr Annehmlichkeiten, ein Ehrenplatz in der Symagoge, die Bewunderung anderer – sprich ärmerer – Menschen.

Man singt und swingt bei diesem Liedchen fröhlich mit und schluckt ganz unbekümmert die ironischen Zwischen- und Untertöne. Denn reiche Menschen werden eben nicht nur bewundert, sondern auch beneidet. Und wenn sie, was gar nicht so selten passiert, in Schwierigkeiten geraten, hält sich das Mitleid und die Solidarität anderer in Grenzen.

Lieber arm sein und den Herrn ernst nehmen als reich sein und in ständiger Sorge, heißt es in den Sprüchen Salomos (Sprüche 15,16). Die Erkenntnis ist 3.000 Jahre alt und lobt nicht etwa die Armut, aber sie relativiert den Reichtum. Und sie weist auf unvergängliche Werte hin: Gott und sein guter Rat, Gott und seine Weisungen entschädigen für Vieles und sind unbezahlbar.

Autor: Markus Baum

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Gottes Ergänzung

Letztens hatte ich Probleme mit meinem Notebook. Es wollte einfach nicht mehr herunterfahren, ließ sich nicht ausschalten. Ich kam auf keine Lösung. Ein Freund, der in der Computerbranche arbeitet, gab mir den entscheidenden Tipp - und siehe da, seitdem kann ich das Notebook  wieder sachgerecht ausschalten.

Manchmal brauche ich diese Hilfe von außen. Bei banalen Dingen wie meinem Computer –  oder auch bei tiefer gehenden Fragen meines Lebens. Das zeigt mir: Ich kann nicht alles wissen, kann nicht alles überblicken, habe nicht immer die Lösung. Das ist auch nicht schlimm. Als Mensch habe ich Grenzen. Ich muss nicht alles alleine schaffen. Ich bin auf Ergänzung angelegt, auf andere, die mein Leben reich und komplett machen. Natürlich bin ich nicht der erste, der diese Einsicht hat, diese Erfahrung macht.

Vor 3.000 Jahren hat David, der Liederdichter auf dem Königsthron diese Ergänzung von Gott erbeben.  „Wende dich zu mir und sei mir gnädig; stärke deinen Knecht mit deiner Kraft!“  –  so ruft David Gott zu mitten in einer schwierigen Situation. Das kann man nachlesen in Psalm 86, Vers 16.

Die Ergänzung, die mein Leben reich und komplett macht, beinhaltet mehr als meine Mitmenschen. Da ist noch einer, an den kann ich mich wenden. Ein Gebet reicht aus, um in Kontakt zu treten mit diesem guten und gütigen Gott, wie ihn David ein paar Verse vorher beschreibt.

Ich will mich wie David in meinen Herausforderungen und Fragen ergänzen lassen von Gott – zum Beispiel, indem ich den 86. Psalm lese und ganz auf mich beziehe. Und ich rechne wie David fest mit der Unterstützung dieses guten und gütigen Gottes in meinem Leben.

Autor: Joachim Bär

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