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Jakobus 1,17

Gestern habe ich einen Brief bekommen, der mir so richtig den Tag versaut hat. Völlig überraschend bekam ich eine Absage für eine lange geplante Reise. Mit einem Schlag waren alle meine Pläne für den Sommer durchkreuzt. Und meine Gedanken kreisten nur noch um das eine Thema. Da war nur noch Wut und Enttäuschung. Für andere Gedanken war kein Platz. Eigentlich war es genau das, was mich am meisten geärgert habe. Ich war – wie man so schön sagt – nicht mehr Herr meiner Selbst – zumindest nicht mehr Herr meiner Gedanken. Ein einziger Brief hat alles andere überschattet und machte plötzlich alles trüb und schwer. Dabei habe ich doch allen Grund, dankbar zu sein. Der weitaus größte Teil meines Lebens ist ein einziger großer Grund, dankbar zu sein. Gott hat mich so reich beschenkt. Das alles sollte plötzlich nichts mehr wert sein? Wie undankbar ich doch sein kann – das erschreckt mich immer wieder. Deshalb ist mir ein Bibelvers so wichtig geworden, dass ich ihn mir auf den Schreibtisch stelle: „Alles, was Gott uns gibt, ist gut und vollkommen. Er, der Vater des Lichts, ändert sich nicht; niemals wechseln bei ihm Licht und Finsternis.“ Deshalb will ich dankbar bleiben, auch, wenn das Leben immer wieder Herausforderungen für mich bereit hält. Und vielleicht bete ich einfach beim nächsten Mal kurz, bevor ich einen Brief öffne, damit mir meine innere Gelassenheit nicht wieder abhanden kommt.

Autor: Stefan Loß

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Prediger 5,6

Der Traum vom Strom aus der Wüste ist ausgeträumt. So berichtete eine große Tageszeitung im Oktober 2014. Fünf Jahre zuvor löste die Idee noch einen wahren Freudentaumel aus. Besonders bei den Managern zahlreicher Konzerne. Aus der enormen Sonneneinstrahlung in der Sahara wollten sie Strom gewinnen. Aber von den großartigen Plänen konnte letztlich nur wenig verwirklicht werden. Das Projekt war gescheitert.

Vor fast 3000 Jahren schrieb Salomo, König in Israel: „Träume gibt es in Hülle und Fülle. Genau wie das Streben nach Vergänglichem. Und immer mehr Worte werden gemacht. Du aber fürchte Gott.“ So in der Bibel, im Buch des Predigers. Viele träumen von Erfolg und Glück. Und das finde ich auch gut. Was mich aber stört: so mancher Erfolgscoach gibt die Devise aus: Du kannst jeden Traum verwirklichen. Du musst nur all Deine Kraft dafür einsetzen. Aber das ist nicht wahr. Außerdem übersehen wir Menschen dabei gerne: vieles hat keinen dauerhaften Bestand: ein Auto, ein Haus, ein Garten oder sogar eine Beziehung. All das ist nicht schlecht. Aber vergänglich.

Deshalb spricht Salomo: Wichtiger als deine Träume ist, dass Du auf Gott hörst. Zu ihm gehörst und dein Leben darauf ausrichtest, was er will. Wer das beherzigt, hat das allerbeste ergriffen, was es im Universum gibt: in einer ganz persönlichen Beziehung mit Gott leben. Das bleibt für immer.

Autor: Steffen Brack

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Römer 5, 3-4

Was Hoffnung kann

Es gibt Sätze in der Bibel, die stecken so voll von Bedeutung, dass sie aus allen Nähten platzen. Manchmal sind diese Sätze dann auch noch ziemlich kurz. Trotzdem eröffnen sich Welten, inklusive einer Fülle von Fragen. Wie wäre es mit dem Satz hier: „Wir danken Gott für die Leiden. Denn wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung.“

Da stecken in einer Zeile gleich vier Begriffe, die bei mir Unbehagen hervorrufen. Und bei Ihnen? Was ist mit dem Begriff: Leid. Leiden, das ist alles was einen Menschen körperlich oder auch seelisch belastet, schadet. Leiden bedeutet Schmerz. Wünsche ich mir nicht.

Was ist mit dem Begriff: Bedrängnis. Das heißt so viel wie: keinen Ausweg sehen, in einer Situation ohne Lösung fest hängen. Nicht angenehm.

Was ist mit dem Begriff Geduld? Fragen sie mal einen 5-Jährigen, der jetzt endlich das Eis essen will, dass vor seiner Nase auf dem Tisch liegt. Heute bin ich doch gewöhnt daran, alles schnell zu kriegen. Geduld – echt anstrengend.

Und dann ist da noch der Begriff der Bewährung: Eine Lebenslage, in der ich beobachtet und bewertet werde. Na, ob er es wohl schafft? Bewährung ist Unfreiheit. Niemals.

Die Menschen in der Gemeinde in Rom erleben aber all das! Warum? Oder besser für wen? Für Jesus. Er ist ihre Hoffnung und die ist stärker als alles! Jesus? Will ich.

Denn dieser Jesus ist und bleibt die Hoffnung in jeder Lage. Ich wünsche Ihnen, dass sie diese Hoffnung erleben, da wo Sie sie gerade brauchen.

Autor: Tobias Schier

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Psalm 80,19

Not lehrt beten! - So sagt ein Sprichwort. Und es ist was Wahres dran. Wenn es im Leben rund läuft und keine dunklen Sorgenwolken am Himmel stehen, ist das Leben der reinste Sonnenschein und beten ist nicht notwendig. Läuft doch alles glatt. Warum Gott belästigen? Aus dieser Haltung kann aber eine Einstellung erwachsen, die dann irgendwann dahin führt, dass ich den Eindruck habe, mein Leben doch ganz prima ohne Gott bewältigen zu können. Warum belästigt mich Gott? Ich brauche ihn nicht. Und seine Gebote sind ja mehr als Vorschläge zu verstehen, vielleicht geht es anders ja auch ganz gut. Das Volk Israel hat genau das durchgemacht. Die Folgen des von Gott befreiten Lebens schildert der Pslamschreiber Asaf in Psalm 80. Da ist viel von Tränen die Rede, von Not und Elend. Das Ganze gipfelt dann in den Worten: "Lass uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen." In ihrer Not erinnern sich die Israeliten an Gott und was aus ihnen geworden ist, als sie Gott verlassen haben. In ihrer jetzigen Lage, kann nur noch ein Wunder - also Gott helfen.  Asafs Worte sind ein Versprechen, das Millionen Menschen schon so formuliert haben. "Gott, wenn Du mir aus dieser Patsche hilfst, dann will ich mich bessern und dies und das tun"! Doch so schnell so ein Versprechen gegeben ist, so schnell ist es auch wieder vergessen. Weil, wenn Gott dann geholfen hat, dann läuft das Leben ja wieder rund und warum sollte ich Gott belästigen? Ich wünsche Ihnen, dass Sie in der Not einen Gott haben, an den Sie sich wenden könne und der Sie hört. Und ich wünsche Ihnen, dass Sie danach nicht vergessen, wer Ihnen mal wieder geholfen hat.

Autor: Horst Kretschi

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Habakuk 2,6

Dort hinlangen, wo es richtig weh tut. Der Prophet Habakuk aus dem Alten Testament der Bibel weiß wie das geht. Habakuk geht den Leuten ans Portemonnaie. Was ist, fragt er, wenn der Inhalt deines dicken Geldbeutels nicht redlich von dir erarbeitet wurde, sondern auf Kosten anderer gewachsen ist? Habakuk warnt daher: "Weh dem, der sein Gut mehrt mit fremden Gut, wie lange wird's währen?"

Habakuk gibt selbst die Antwort auf die Frage, die er im Namen Gottes aufgeworfen hat. Habgier erzeugt Wut und Unzufriedenheit bei den Ausgebeuteten. Und irgendwann stehen die Ausgebeuteten vor der Tür und wollen ihr Stück vom Kuchen zurück; eine Abwärtsspirale von Hass und Gewalt. 

Schluss damit, sagt Habakuk, und wird dabei hochpolitisch: "Du hast viele Völker zerschlagen und damit gegen dein Leben gesündigt", ruft er dem Volk Gottes zu. Kurz: Wer an anderen schuldig wird, schadet am Ende sich selbst. Diese Warnung ist nunmehr weit über zweieinhalb Tausend Jahre alt - aber leider immer noch hoch aktuell. Da ist das Nordsüdgefälle zwischen Europa und Afrika. Da ist der Generationenvertrag und die Frage: Welche Erde wollen wir unseren Nachfahren hinterlassen?

Habakuk ist da ganz eindeutig: Wähnt euch nicht in falscher Sicherheit, denn es wird nicht ewig so weitergehen. Habakuk drängt uns, tätig zu werden. Aussitzen, ignorieren und einfach so weitermachen wie bisher, ist keine Option mehr. Danke, dass Gottes Prophet dies schon vor so langer Zeit gesagt hat. Schade, dass wir diesen Weckruf immer noch nötig haben.

Autor: Andreas Odrich

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Jesaja 2,4

In diesem Jahr feiern wir 30 Jahre Fall der Berliner Mauer.  Ein Wunder: Ein geteiltes Land wird wieder eins – ohne, dass ein Schuss fällt oder ein Mensch getötet wird. Vielleicht ist und bleibt das einzigartig in der Geschichte.  Und doch ist das Ganze kein Zufall. Hinter alldem steht, da bin ich überzeugt, Gott. Er hat es nicht zugelassen, dass russische Panzer aus den Kasernen in der DDR ausgerückt sind. Die friedlich demonstrierenden und betenden Menschen in Leipzig wurden anders als beim Volksaufstand am 17. Juni 1953 nicht überrollt.

Wir Deutschen haben 1989 ein Wunder erlebt. Und doch ist diese Welt dreißig Jahre später immer noch ein Planet voller Krieg und Gewalt. Die gute Nachricht lautet: Die friedliche Revolution in Deutschland ist fast so etwas wie eine Kostprobe von dem, was Gott mit dieser Welt vorhat.  

Bereits vor Jahrtausenden sah Jesaja, ein Prophet aus Israel, voraus:

„Gott weist die Völker zurecht und schlichtet ihren Streit.  Dann schmieden sie aus ihren Schwertern Pflugscharen und aus ihren Speerspitzen Winzermesser.“

Eine Zukunft in Frieden ist keine Utopie, weil Gott sich selbst dafür verbürgt. Wann genau es soweit sein wird, da lässt sich Gott nicht in die Karten schauen. Aber jeder, der sich heute dazu entschließt, Frieden der Gewalt vorzuziehen, darf sich sicher sein: Er leistet eine Anzahlung auf die Zukunft.

Autor: Oliver Jeske

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Epheser 3,18–19

Was hat Geometrie mit der Liebe zu tun? Eine Antwort wäre diese: Geometrie ist ein Teilbereich der Mathematik, und die gibt vielen Menschen genauso große Rätsel auf wie das Geheimnis der Liebe. 

Eine zweite Antwort wäre: Man muss Geometrie nicht bis ins Detail verstehen, aber es ist ganz nützlich, wenn man begreift, dass sie funktioniert. Und mit der Liebe ist es ähnlich. Wer erst zu lieben anfängt, wenn er oder sie verstanden hat, was da passiert, fängt womöglich nie damit an – und das wäre wirklich schade. Denn Lieben und Geliebt werden, das gibt es wirklich, das funktioniert.  

Eine dritte Antwort ist knapp 2.000 Jahre alt und findet sich im Brief des Apostels Paulus an die Christen in Ephesus an der Westküste der heutigen Türkei. Paulus schreibt dort: „Ihr sollt in der Liebe verwurzelt bleiben und unerschütterlich an ihr festhalten. Sie in ihrer Breite, Länge, Höhe und Tiefe zu erfassen – dazu sollt ihr befähigt werden. Und ebenso dazu, die Liebe zu erkennen, die alle Erkenntnis übersteigt“ (Epheser 3,18f; BasisBibel). Nämlich die leidenschaftliche Liebe, die Jesus Christus gezeigt hat. 

– Liebe ist offensichtlich nicht platt, ist auch nicht einfach. Liebe ist vielschichtig und komplex. Liebe in all ihren Dimensionen verstehen und sich darin üben, das ist eine Lebensaufgabe. Die größte Liebe von allen hat Jesus Christus bewiesen – er hat sein Leben für seine Anhängerinnen und Anhänger eingesetzt. Ohne Rücksicht auf sich selbst. Das geht über den menschlichen Verstand. Aber zumindest eines kann ich, können Sie tun: Darüber staunen – und Jesus das Vertrauen aussprechen.

Autor: Markus Baum

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Johannes 12,36

Dieser Tage wecken mich die Sonnenstrahlen. Nachdem die Vögel im Wald davon künden, dass ein neuer Tag anbricht, kitzeln mich die ersten Strahlen schon früh. In diesen ersten Minuten ist noch alles still und ruhig, fast so, als habe der Schöpfer eben erst sein Werk vollbracht.

In dieser vollkommenen Aufbruchsstimmung leuchtet die Sonne mit immer stärker werdender Kraft den Tag vor mir aus. In der Blütenpracht, im Rauschen der Bäume fällt die Nacht von mir ab und die Freude über den neu geschenkten Tag macht sich in mir breit.

Ich beginne meinen Tag, indem ich Gott für das Licht danke.  In meinem Gebet zu Gott halte ich Zwiesprache, dank Jesus Christus, tanke Kraft für den Tag und erbitte die notwendige Portion Heiliger Geist für mein Tagwerk. Ich bin, wie Johannes es in der Bibel formuliert, des Lichtes Kind.

So schreibt Johannes in Kapitel 12, Vers 36: „Glaubt an das Licht, solange ihr's habt, auf dass ihr des Lichtes Kinder werdet.“

So ermuntere ich auch Sie ganz herzlich, Gottes Licht und Liebe jeden Tag aufs Neue zu entdecken und anzunehmen. Seine Liebe ist so groß, sein Licht strahlt so weit, dass wir es nur mit dem Herzen fassen können. Sein Licht ist auch in den finstersten Lebensstunden sichtbar, seine Liebe auch in größter Not spürbar.

Ein Blick, vielleicht schon ganz früh am Morgen, reicht da manchmal schon aus. Morgen früh, wenn Gott will, wird mich seine herrliches Licht wieder wecken.

Autor: Dariush Ghobad

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Matthäus 13,31–32

Für viele Menschen gilt oft:  groß, größer, am größten. Mein Haus, mein Auto, mein Boot. Menschen trumpfen schon mal gerne mächtig auf. Ob‘s im Endeffekt wirklich glücklich machen? Ob‘s am Ende was bringt? Gott, der Schöpfer dieser Welt und von uns Menschen, macht es irgendwie genau umgekehrt? Unscheinbar, unmerklich, ohne Kriegsheere und Regierungsapparate und ohne Pomp und Gloria kommt er aus. Warum trumpft Gott nicht mal auf? Warum zeigt er nicht mal machtvoll, dass er das Sagen hat? Auch den Jüngern Jesu werden diese Dinge im Kopf herumgeschwirrt sein. Sie hätten es gerne gehabt, dass Jesus sehr viel öfter mal ein gewaltiges Machtwort spricht. Genau in diese Situation malt Jesus ihnen ein Bild vor Augen. Mein Reich gleicht einem Senfkorn, sagt er. Das ist so klein. Da braucht man schon Fingerspitzengefühl, um überhaupt nur ein Korn zu erwischen. Wenn es aber in die Erde hineingesät wird, dann wird eine große Staude daraus. Zugegeben – nur eine große Staude. Ich sehe schon die enttäuschten Gesichter der Jünger. Hier geht’s auch wieder nicht um eine mächtige Eiche oder eine Zeder oder einen anderen, majestätischen Baum. Wenn wir uns darüber  wundern, dann sind wir schon wieder dabei, das Reich der Himmel unseren eigenen Vorstellungen anzupassen. Es geht nämlich um den inwendigen Menschen.   

Leise, still, doch sehr intensiv will JESUS Eingang finden in den Herzen der Menschen. Er will da andocken, wo‘s drauf ankommt. Bei Ihnen, bei mir, ganz tief im Innern. Das braucht es kein großes Drumherum. Das ist so wichtig, das geschieht im Stillen. In unseren Herzen soll sein Wort sich entfalten und tiefe Wurzeln schlagen. Und eine Senfkornstaude hat starke Wurzeln nach innen. Sie wächst aber auch sichtbar nach außen. Das Senfkorn, das Reich Gottes – wird sich ausbreiten und durchsetzen. In uns und dann auch in anderen Menschen. Das zählt.

Autor: Ulrike Schild

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Zefanja 2,3

Manchmal bin ich morgens ziemlich im Stress. Ich schaffe es immer wieder, meinen Autoschlüssel zu verlegen. Das kann dann schon Mal hektisch werden. Vor allem, wenn ich spät dran bin und fünf  Minuten (oder mehr) suchen muss, bevor ich ihn finde.

In solchen Situationen versuche ich möglichst systematisch vorzugehen. Ich vergegenwärtige mir, wann ich den Schlüssel das letzte Mal benutzt habe und arbeite mich dann Stück um Stück in meiner Erinnerung vor. Und siehe da, meistens finde ich ihn dann auch.

Um das Suchen und Finden geht es auch im heutigen Bibeltext: Der Prophet Zefanja forderte die gottesfürchtigen Menschen seiner Zeit auf, verschiedene Dinge zu suchen. Wie mir, so war den Leuten damals der Blick fürs Wesentliche abhandengekommen. Aber genau darauf sollen sie sich konzentrieren. Bei Zefanja klingt das so:  

Suchet den HERRN, all ihr Elenden im Lande, die ihr seine Rechte haltet! Suchet Gerechtigkeit, suchet Demut! (Zefanja 2,3)

Ausgehend von diesem Bibelvers betrifft meine Suche drei sehr unterschiedliche Personen: Gott,  meinen Nächsten und mich selber.

Zefanja fordert mich heraus, Gott, den Schöpfer und Erhalter allen Lebens zu suchen. Also mich an ihm zu orientieren. Nach seinem Willen zu fragen.

Ich soll aber auch die Beziehungen zu meinen Mitmenschen in einer bestimmten Weise gestalten, in dem ich Gerechtigkeit suche; also den guten Ausgleich von Interessen.

Und ich soll mich abwenden von meinem Stolz und stattdessen Demut suchen. 

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Jeremia 31,14

Wissen Sie, wie Partystimmung in der Bibel beschrieben wird, und zwar von Gott persönlich? Ungefähr so: Sie kommen zum Berg Zion und stimmen Jubellieder an. Sie freuen sich über meine Gaben, über Korn, Wein und Öl, über Schafe und Rinder. Sie blühen und gedeihen wie ein bewässerter Garten, nie mehr werden sie zugrunde gehen. Die Mädchen freuen sich und tanzen, Jung und Alt sind fröhlich. Ich werde sie trösten; ich verwandle ihre Trauer in Jubel, ihren Kummer in Freude. Meinen Priestern gebe ich wieder die besten Stücke von den Opfern und mein Volk mache ich satt mit meinen Gaben, spricht der Herr.

Genauso ist es im Buch des Propheten Jeremia zu lesen. Und wenn ich dazu jetzt noch die richtige Musik spielen würde – das klingt nach einem großen Fest! Dabei hören sich die Abschnitte davor gar nicht so fröhlich an. Es geht darin mehr um Niederlagen, Leid und Verschleppung. Aber vielleicht wird gerade deswegen diese feierliche Zusage Gottes so wichtig, denn darin sagt Gott von sich: Ich bin immer noch größer als alles, was dir in deinem Leben gerade zu schaffen macht. Gesundheitliche Probleme, Auseinandersetzungen, Verletzungen – ja, all das ist Teil des Lebens. Aber eben auch mein Versprechen: Ich werde dich trösten und werde dir wieder viele Gründe geben, über die du dich freuen, ja die du regelrecht feiern kannst. Das sind die Zusagen Gottes. Mir macht das Mut und ich freue mich jetzt schon auf ein großes Fest. Und bis dahin feiere ich mit Gott noch viele kleine Parties.

Autor: Hans Wagner

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Apostelgeschichte 17,28

Der Apostel Paulus wartet. Den Blick aufs Smartphone kannte er noch nicht. Er schaut sich mit Jesu Augen um. Was geht ab in Athen?

Er kommt aus dem Staunen nicht raus: So viele Götterstatuen? Unglaublich! Was ist das denn? Ein Altar für den unbekannten Gott.

Paulus reibt sich das Kinn und legt los: Er predigt in der Stadt der Philosophen, der Dichter und Denker. Paulus klärt sie darüber auf, wen sie noch nicht kennen: Gott, den Schöpfer Himmels und der Erde. Paulus zitiert sogar einen ihrer Dichter. Epimenides, der veranlasst hatte: Dem unbekannten Gott einen Altar zu bauen. Paulus bezieht das Zitat von Epimenides auf seinen Gott: „In ihm leben, weben und sind wir.“ Nachlesbar in der Apostelgeschichte, Kapitel 17, Vers 28.

Die Logik des Paulus war nicht die Logik der Athener. Sie konnten mit den Umschreibungen von Jesus nichts anfangen.

Und wie sieht es mit Ihnen aus? Passt die Logik des Paulus zu Ihrer Glaubenslogik? Glauben Sie, dass Sie in dem dreieinigen Gott leben, mit Gott den Alltag teilen, mit Gott arbeiten und überhaupt auf der Erde sind, weil Gott sich Sie ausgedacht hat?

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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2. Mose 19,5

Zu wem gehörst du? Manchmal werden Kinder das gefragt, von Erwachsenen. Und sie meinen damit: Wer ist dein Vater? Wer ist deine Mutter? Wer ist deine Familie?

Ich glaube, in unserer Zeit der Individualisierung vergessen wir leicht, wie wichtig es für einen Menschen ist, zu jemandem zu gehören. Oft wird uns das erst in einer Situation bewusst, in der wir plötzlich ganz auf uns allein gestellt sind - wenn wir krank sind oder arbeitslos oder in irgendeiner anderen Lebenskrise.

Eine der großen Erzählungen des Alten Testaments ist die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten. Angeführt durch Mose ziehen die Israeliten durch die Wüste , mit Kind und Kegel, bis zum Berg Sinai.

Dort stellt Gott sie alle vor die Frage: Zu wem wollt ihr gehören? Und er macht dem Volk Israel durch Mose ein Angebot, das kann man nachlesen  im 2. Buch Mose, Kapitel 19 Vers 5:

Ihr habt selbst gesehen, was ich Ägypten getan und wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und hierher zu mir gebracht habe. Wenn ihr nun auf meine Stimme hört und meinen Bund haltet, werdet von allen Völkern ihr mein Eigentum sein, denn mein ist die ganze Erde.

Gott verfügt also nicht einfach über seine Leute, sondern signalisiert ihnen: Es ist eure Entscheidung: Wenn Ihr auf mich hört, könnt ihr zu mir gehören.

Dieses Angebot Gottes gilt bis heute. Und Gott stellt auch Sie und mich immer wieder vor die Frage: Zu wem gehörst du? Und meine Frage ist: Was antworten Sie ihm?

Autor: Dr. Jörg Dechert

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2. Thessalonicher 2,16–17

Vor einigen Tagen haben meine Frau und ich einen Film über Walfänger im 19. Jahrhundert gesehen. Erzählt wurde die wahre Geschichte von Seeleuten, deren Schiff – die Essex – von einem riesigen Pottwal gerammt worden war. Das Holzschiff sank und die Überlebenden versuchten mitten im Pazifik auf kleinen Beibooten zu überleben. – Diese Geschichte hat übrigens Herman Melville inspiriert, den Roman Moby Dick zu schreiben.

Ich werde nicht vergessen, in welch trostloser und hoffnungsloser Situation diese Männer sich befunden haben, tausende Seemeilen entfernt von der südamerikanischen Küste. Mitten auf hoher See sind sie beinahe verhungert und verdurstet.  Schrecklich!

Darf ich Ihnen eine Frage stellen? Haben Sie sich schon einmal in einer hoffnungslosen Lage befunden? Ich meine eine richtig trostlose, ausweglose Situation? 

Dem Apostel Paulus ist das mehrfach passiert. Trotzdem ist er in der Lage gewesen, folgende Worte an die Christen in Thessalonich zu schreiben: 

 „Unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost gegeben hat und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort“, (2. Thessalonicher 2,16–17).

Der Apostel Paulus schreibt von Trost und einer festen Zuversicht. Diese Hoffnung ist nicht abhängig von irgendwelchen Meeresströmungen, wie damals bei den verzweifelten Seeleuten. Mein und ihr Trost und unsere Hoffnung gründen auf der liebevollen Zuwendung Gottes durch Jesus Christus. Er stärkt uns. Er gibt Kraft und Mut für heute.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Matthäus 7,24

Wenn sie schonmal mit einem Flugzeug geflogen sind, dann kennen sie das: Bevor es losgeht, kommen die Sicherheitshinweise. Über die Lautsprecher hört man in verschiedenen Sprachen was im Notfall zu tun ist und ein Mitglied der Crew macht die entsprechenden Bewegungen dazu.  Erklärt wird, wo die Notausgänge sind, was bei einem Druckabfall passiert und was im Notfall zu tun ist. Nur beim ersten Mal hört man noch aufmerksam zu und versucht sich das ein oder andere zu merken. Routinierte Vielflieger erkennt man daran, dass sie ungerührt weiter in der Zeitung lesen oder sich angeregt unterhalten. Mit einem Notfall rechnet ohnehin kaum jemand. Das kann fatale Folgen haben. In Moskau sind Anfang Mai mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen, weil sich Passagiere nicht an die Notfallmaßnahmen gehalten haben. Sie wollten unbedingt ihr Handgepäck aus der brennenden Maschine retten und haben so die Gänge blockiert. 41 Menschen haben es deshalb nicht mehr aus der Maschine geschafft. Dieser schlimme Unfall zeigt, wie wichtig es ist, nicht nur zuzuhören, sondern das Gehörte auch zu tun. Ein Ratschlag, den Jesus schon seinen Jüngern mitgegeben hat: „Darum gleicht jeder, der meine Worte hört und danach handelt, einem klugen Mann, der sein Haus auf felsigen Grund baut.“ Heißt es im Matthäusevangelium. Sicherheitseinweisungen waren es nicht, die Jesus seinen Jüngern mitgegeben hat. Aber auch er hat Worte gesagt, die Leben retten. Diese Worte nur zu hören, hilft mir nicht weiter, aber wenn ich mich daran halte und tue, was er mir sagt, dann hat mein Leben ein festes Fundament. Hören und tun. So einfach kann Glauben auch sein.

Autor: Stefan Loß

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Psalm 141,4

Vor ein paar Wochen bekam ich mein allererstes Smartphone. Reichlich spät. Ich weiß. Gepackt von der Faszination dieses Hosentaschen-Computers habe ich sofort verschiedene Apps ausprobiert. Also kleine Anwendungsprogramme. Doch beim Versuch, eine Kompass-App zu installieren, bin ich gescheitert. Mein Superbillig-Handy hat nämlich keinen Sensor für das Magnetfeld der Erde. Das ist ungefähr so, als hätte ich einen Kompass ohne Kompassnadel. Dieser kleine magnetische Zeiger richtet sich stets auf den magnetischen Nordpol aus. Und daraus lässt sich jede Himmelsrichtung sehr genau ableiten.

Der Musiker und Staatsmann David schrieb vor etwa 3000 Jahren auch über eine Art Kompass. Aber einen, der im Inneren des Menschen sitzt. So heißt es in einem seiner Lieder, in Psalm 141: „Bewahre mein Herz davor, sich dem Bösen zuzuwenden.“ David macht sich keine Illusionen. Er weiß: auch ich kann mich zum Bösen hinreißen lassen. Zu bösen Worten und Taten. Das Herz benennt in der Bibel meist die innere Schaltzentrale des Menschen. Sein Wollen und seine Entscheidungen, die sein Tun bestimmen. Und wie eine Kompassnadel lässt sich auch unser Herz in eine bestimmte Richtung ziehen. Und damit er sich nicht vom Bösen anziehen lässt, bittet David Gott: „Richte die Kompassnadel meines Herzens nach Dir aus. Weg vom Bösen. Hin zum Guten.“ Ein weises Gebet. Eines, das Sie und ich mitbeten können.

Autor: Steffen Brack

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Jakobus 3,13

„Will jemand unter euch als klug und weise gelten?“ – „Ja ich!“ Höre ich mich innerlich rufen. Das würde ich schon gerne haben, dass sich andere das von mir weitersagen. Der Tobias, das ist ein ganz weiser und kluger Typ!

Und zack stehe ich mitten drin, in diesem riesigen Fettnapf. Denn es geht nicht darum, was andere über mich sagen! Wie ich vor anderen dastehe, sollte nicht der Beweggrund dafür sein, dass ich Weisheit haben möchte. Ein Wesenszug der Weisheit ist nämlich die Bescheidenheit. Deswegen schreibt Jakobus weiter in seinem Brief an die Gemeinde: „Dann zeige er das in der ganzen Lebensführung, mit der Bescheidenheit, die den Weisen ansteht!“ Ups.

Weise auch dann sein, wenn ich auf der Bühne stehe? Weise sein, wenn ich nicht unter Menschen bin, nicht nur, wenn andere mich sehen!? Bescheidenheit als erstes Kennzeichen der Weisheit. Eigentlich logisch, denn weise ist es mit allem, was ich habe zu dem zu gehen, von dem ich alles habe: Mein Gott. Er ist weise. Wer‘s nicht glaubt, muss seinem Sohn Jesus zuhören. Der hat nur das gesagt, was er seinen Vater sagen hörte und hat damit immer den richtigen Ton getroffen, das richtige Wort gesagt, die richtige Reaktion gezeigt. Und das ist die gute Nachricht:

Wenn du weise sein willst, dann werde es doch einfach! Halte dich an Gott selbst und seinen Sohn Jesus Christus. Höre auf seine Worte und fordere seinen Rat sein. Echte Weisheit kommt von Gott und vielleicht sagt irgendjemand irgendwo mal das, was man sich heute vom König Salomo erzählt: „Ein weiser König!“ Und woher hatte er sie, die Weisheit? Richtig: Von Gott erbeten.

Autor: Tobias Schier

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Matthäus 6,31.32

"Was gibt es heute zu essen?" Es ist die Standardfrage unseres Sohnes, der sich gerade mitten im Wachstum befindet. Seine Sorge um die Versorgung ist ihm ernst, wenn auch recht überflüssig. In unserem Haushalt mangelt es eigentlich nie an Nahrung. Wie Menschen in Mitteleuropa generell eher selten Hunger leiden. Zu anderen Zeiten und an anderen Orten sah und sieht das schon anders aus. Es gibt immer noch Regionen der Welt, in denen die Frage nicht lautet "Was gibt es heute zu essen?", sondern "Gibt es heute was zu essen?" Ähnlich sieht es mit dem Wasser aus. Während hierzulande fröhlich Planschbecken gefüllt und Rasen gewässert werden, müssen an anderen Orten Menschen um jeden Tropfen Wasser bangen. Das war vor 2000 Jahren im Gebiet des heutigen Israel nicht anders. Hunger und Durst waren Themen für viele Menschen. Und diesen Menschen sagt Jesus Christus: "Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft." Jesus behauptet nicht, dass Nahrung überflüssig oder zweitrangig wäre. Ihm geht es um die Sorgen, die sich Menschen darum machen. Glauben heißt zuallererst vertrauen. Wer also an Gott glaubt, der sollte auch vertrauen, dass Gott die täglichen und auch außergewöhnlichen Nöte kennt. Sollte ich deshalb meine Hände in den Schoß legen und darauf warten, dass mir alles vor die Füße gelegt wird? Das wiederum sagt Jesus nicht! Aber die Sorge darum führt zu nichts! Ich sollte vielmehr Gott darum bitten. So wie Jesus es im Vater Unser formuliert: "Unser tägliches Brot gib uns heute." Dies gilt für alle Sorgen, die mein Leben betreffen, auch wenn sie nichts mit Essen oder Trinken zu tun haben.

Autor: Horst Kretschi

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Galater 6,9

Kennen Sie den flotten Spruch: „Nach einem schwachen Anfang hat er stark nachgelassen.“ Mit einer Prise Humor deckt dieser Satz einen Mangel auf: fehlendes Engagement. Offensichtlich fehlt es jemandem an der nötigen Lust oder Einsicht, etwas anzupacken, was erledigt werden muss.

Nicht ganz so drastisch, aber doch deutlich, motiviert der Apostel Paulus die Christen in der Region Galatien. Es schreibt:

Lasst uns Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. (Galater 6,9)

Es geht darum Gutes zu tun, also das Richtige anzupacken, und darin nicht nachlässig zu werden. Wenn die Christen in Galatien das tun, werden sie zur gegebenen Zeit ernten können.

Es stellt sich die Frage: Was meint der Apostel, wenn er »zum Gutes tun« ermuntert?  Die Anspielung aufs Ernten erinnert mich an die Früchte, die der Geist Gottes im Leben von Christen entstehen lässt. Im Kapitel 5, also wenige Verse vorher, werden sie aufgezählt: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.

Diese Früchte können in unserem Leben entstehen, wenn wir dran bleiben. Unter dranbleiben verstehe ich hier: Darauf achten, dass die Voraussetzungen dafür bestehen, dass der Geist Gottes in uns wirken kann.

Autor: Andreas Odrich

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Römer 12,5–6

Kennst du einen, kennst du alle… so reden wir manchmal, oder? Meistens kommt dann gleich irgendein Vorurteil. Eines, das alle Franzosen über einen Kamm schert, zum Beispiel. Oder alle Frauen. Oder alle Flüchtlinge. Als Menschen tun wir uns offensichtlich schwer, Gemeinsamkeiten und Unterschiede anderer Menschen fair zu beschreiben.

Auch Christen sagen diesen Satz manchmal untereinander und übereinander, wenn sie es nicht so richtig geregelt kriegen mit der fairen Beschreibung ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Leider.

Wie also geht das besser? Eine Steilvorlage dazu liefert der Apostel Paulus im Römerbrief in Kapitel 12, wenn er schreibt:

Als Menschen, die zu Christus gehören, bilden wir alle ein unteilbares Ganzes; aber als Einzelne stehen wir zueinander wie Teile mit ihrer besonderen Funktion. Wir haben ganz verschiedene Gaben, so wie Gott sie uns in seiner Gnade zugeteilt hat.


  

Drei Dinge nehme ich daraus für mich mit:

Erstens: Alle Christen gehören grundsätzlich zusammen, unabhängig von ihren Prägungen und Traditionen, ihren Vorlieben und Meinungsverschiedenheiten.

Zweitens: Alle Christen sind verschieden, sie haben verschiedene Gaben und Aufgaben passend zu den verschiedenen Umständen, in denen sie leben.

Und Drittens: Alle Christen leben von der Gnade Gottes. Das ist Christen wirklich gemeinsam. Und da stimmt der Satz dann: Kennst du einen, kennst du alle.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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