ERF Plus - Anstoß

Johannes 1,5

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Römer 8,28

Angesichts von Krankheit, Not, Verlust und Schmerzen sind manche Verse aus der Bibel eine echte Herausforderung. Zum Beispiel der Satz, den Paulus im Brief an die Römer geschrieben hat: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.“ Haben Sie diesen Vers schon einmal zitiert, als Ihnen jemand von einer schlimmen Diagnose berichtet hat, vom plötzlichen Tod eines nahen Angehörigen oder von irgendeiner anderen persönlichen Katastrophe? „Denen, die Gott lieben, werden alle Dinge zu Besten dienen.“

Ein Vers, der in solchen Lebenslagen sehr provokativ klingt. Dabei will er eigentlich nicht provozieren, sondern trösten und helfen, Dinge anders einzuordnen. Es geht um eine neue und andere Perspektive. Tod, Schmerz, Trauer – das alles sind Dinge, mit denen wir zu kämpfen haben- jeder Mensch. Für sich alleine sind das schlimme Dinge, die das Leben dunkel machen und Hoffnung rauben. Gerade wenn ich den Eindruck habe, dass ich in einer solchen Situation gefangen bin und alles um mich herum dunkel erscheint, dann kommt Gottes Aber in mein Leben.

Es geht nicht darum, irgendetwas schön zu reden. Ja, ich werde in meinem Leben in Situationen  kommen, die schwer sind, wo die Dunkelheit fast greifbar wird. Aber es wird nicht dabei bleiben. Mit Jesus Christus ist die Weltgeschichte neu geschrieben worden. Er hat den Tod besiegt, Licht in die Dunkelheit gebracht und diese Welt auf den Kopf gestellt: Herren werden zu Dienern, großes wird klein und kleines wird groß. Gott stellt alles auf den Kopf. Nichts anderes will Paulus sagen: Das, was ich als Katastrophe erlebe, kann Gott in Segen verwandeln.

Eine tiefe Krise kann mir zum Segen werden, wenn ich Gott liebe und ihm vertraue. Gottes Licht strahlt in die Dunkelheit und macht alles hell. Alles. Wer das schon einmal selbst erlebt hat, der kann zu dem Satz von Paulus nur Ja und Amen sagen: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.“ Dass Sie das heute glauben können, ganz egal, was Ihr Leben gerade dunkel macht, das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen.

Autor: Stefan Loß

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Epheser 2,4–5

Der Apostel Paulus schreibt den Christen in Ephesus: „Gott, der reich ist an Erbarmen, hat uns in seiner großen Liebe, die er uns entgegenbrachte, mit Christus zusammen lebendig gemacht, obwohl wir tot waren in unseren Verfehlungen – durch Gnade seid ihr gerettet“, Epheser 2,4–5.

Mich erinnert dieser Bibelvers an ein altes Kirchenlied. Philipp Friedrich Hiller hat es 1767 geschrieben. Gleich in der ersten Strophe heißt es: „Mir ist Erbarmung widerfahren, Erbarmung, deren ich nicht wert; das zähl ich zu dem Wunderbaren, mein stolzes Herz hat's nie begehrt. Nun weiß ich das und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit.“

Was der Apostel Paulus und Philipp Friedrich Hiller beschreiben, kenne ich aus meinem eigenen Leben. Auch mir ist Erbarmen zuteil geworden. Gott hat sich in seiner großen Liebe mir zugewendet und gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen.

Das habe ich mir nicht zweimal sagen lassen. Ich habe Gott beim Wort genommen und die Liebe, die er mir in Jesus Christus entgegenbrachte, in Anspruch genommen. Und jetzt verlasse ich mich darauf, dass die Zusage in der Bibel wahr ist: Ich bin durch Gottes Gnade gerettet.

Was heißt, gerettet zu sein?  Erstens, meine Vergangenheit ist mit all ihren Verfehlungen vor Gott in Ordnung gebracht worden. Ich bin frei von Schuld. Deswegen kann ich, zweitens, an der Seite von Jesus Christus unbeschwert meine Gegenwart gestalten. Drittens, meine Zukunft ist geklärt. Wenn meine Zeit in dieser Welt endet, beginnt meine Zukunft in der Gegenwart von Jesus in Gottes neuer Welt. 

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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1. Petrus 5, 7

„Was wird aus meinen Kindern?“, „Wird das Geld bis zum Ende des Monats reichen?“, „Wird das Gespräch gut laufen?“ In einer Sache ist der Mensch besonders gut: Sich Sorgen machen. Das kennt jeder. Genauso träumt auch jeder von einem sorgenfreien Leben. Das wäre doch perfekt!

Je länger ich über diesen menschlichen Wesenszug nachdenke, umso klarer werden mir zwei Dinge. Sorgen entstehen da, wo ich etwas nicht in der Hand habe. Wo ich etwas nicht sehen oder abschätzen kann, wo mein Einflussbereich aufhört, dort fangen meine Sorgen an. Der Ursprung dieser Art von Sorge ist Angst, Angst vor der Zukunft. Sorgen nehmen mich gefangen und lassen meine Gedanken nur noch um die scheinbaren Unsicherheiten meines Lebens kreisen.

Interessant ist für mich auch, dass wir davon sprechen uns Sorgen zu „machen“. Heißt das vielleicht, dass der Großteil meiner Sorgen von mir selbst gemacht ist? Das würde bedeuten, dass sie ihren Ursprung in mir haben, in meiner Persönlichkeit, und dass ich mir ebenso Sorgen „nicht machen“ kann. Aber wie schaffe ich dieses „nicht machen“? Oft genug tauchen die Sorgen doch einfach auf. So ist zumindest meine Erfahrung. Ich entscheide mich doch nicht bewusst dafür, mir Sorgen zu machen. Ich kann mich aber bewusst dafür entscheiden, die Sorgen zu stoppen oder sie abzugeben und dadurch wieder einen freien Kopf zu bekommen.

Eine Sorgenannahmestelle finde ich in der Bibel – mit der ich übrigens beste Erfahrungen habe. Beschrieben wird sie im 1. Brief von Petrus. Der schreibt einer Gruppe von Menschen ganz einfach: „Alle eure Sorge werft auf Gott; denn er sorgt für euch.“

Gott kann für mich sorgen, weil sein Blick viel weiter reicht als meiner. Die Sache mit der unsicheren Zukunft kennt er nicht, weil er die Zukunft kennt. Also sind meine Sorgen bei ihm genau an der richtigen Stelle. Außerdem sind seine Möglichkeiten, mit den Sorgen umzugehen, viel größer als meine. Spricht also alles dafür, es mal auszuprobieren. Nicht umsonst spricht Gott von sich selber ja auch als „Versorger“. Umgang mit meinen Sorgen, dass ist also sein Ding. Sorgen abgeben erwünscht!

Autor: Tobias Schier

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1. Petrus 7, 5

„Was wird aus meinen Kindern?“, „Wird das Geld bis zum Ende des Monats reichen?“, „Wird das Gespräch gut laufen?“ In einer Sache ist der Mensch besonders gut: Sich Sorgen machen. Das kennt jeder. Genauso träumt auch jeder von einem sorgenfreien Leben. Das wäre doch perfekt!

Je länger ich über diesen menschlichen Wesenszug nachdenke, umso klarer werden mir zwei Dinge. Sorgen entstehen da, wo ich etwas nicht in der Hand habe. Wo ich etwas nicht sehen oder abschätzen kann, wo mein Einflussbereich aufhört, dort fangen meine Sorgen an. Der Ursprung dieser Art von Sorge ist Angst, Angst vor der Zukunft. Sorgen nehmen mich gefangen und lassen meine Gedanken nur noch um die scheinbaren Unsicherheiten meines Lebens kreisen.

Interessant ist für mich auch, dass wir davon sprechen uns Sorgen zu „machen“. Heißt das vielleicht, dass der Großteil meiner Sorgen von mir selbst gemacht ist? Das würde bedeuten, dass sie ihren Ursprung in mir haben, in meiner Persönlichkeit, und dass ich mir ebenso Sorgen „nicht machen“ kann. Aber wie schaffe ich dieses „nicht machen“? Oft genug tauchen die Sorgen doch einfach auf. So ist zumindest meine Erfahrung. Ich entscheide mich doch nicht bewusst dafür, mir Sorgen zu machen. Ich kann mich aber bewusst dafür entscheiden, die Sorgen zu stoppen oder sie abzugeben und dadurch wieder einen freien Kopf zu bekommen.

Eine Sorgenannahmestelle finde ich in der Bibel – mit der ich übrigens beste Erfahrungen habe. Beschrieben wird sie im 1. Brief von Petrus. Der schreibt einer Gruppe von Menschen ganz einfach: „Alle eure Sorge werft auf Gott; denn er sorgt für euch.“

Gott kann für mich sorgen, weil sein Blick viel weiter reicht als meiner. Die Sache mit der unsicheren Zukunft kennt er nicht, weil er die Zukunft kennt. Also sind meine Sorgen bei ihm genau an der richtigen Stelle. Außerdem sind seine Möglichkeiten, mit den Sorgen umzugehen, viel größer als meine. Spricht also alles dafür, es mal auszuprobieren. Nicht umsonst spricht Gott von sich selber ja auch als „Versorger“. Umgang mit meinen Sorgen, dass ist also sein Ding. Sorgen abgeben erwünscht!

Autor: Tobias Schier

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Psalm 7,2

Es war eine typische Situation: Unsere Tochter kommt auf mich zugestürmt. Sie sucht Schutz vor ihrem Bruder, der ihr auf den Fersen ist. Und sie weiß auch ganz genau, wo sie Schutz finden kann. Schon ist sie hinter meinem Rücken und bittet um Hilfe gegen den Angreifer. Ein Vers aus Psalm 7 hat mich genau an diese Situation erinnert. In diesem Psalm fleht der israelische König David Gott um Hilfe an. Denn David wird bedroht. Da heißt es in Vers 2: "Auf dich, HERR, mein Gott, traue ich! Hilf mir von allen meinen Verfolgern und errette mich." Nun war es keinesfalls ein rachsüchtiger Bruder, der hinter David her war und mit Schlägen drohte. David hatte viel schwerwiegendere Probleme. Seine Feinde trachteten nach seinem Amt und nach seinem Leben. Mit Intrigen und Lügen versuchten sie den König zu Fall zu bringen. Doch David war sich keines Unrechts bewusst. Er beteuerte seine Unschuld und hoffte auf Gottes Hilfe und darauf, dass Gott ihm Gerechtigkeit verschaffen wird. David war sich sicher, dass Gott alle Umstände kennt und sehr genau weiß, was David getan und nicht getan hat. Das, was David damals gemacht hat, funktioniert heute noch genauso. Denn auch heute gibt es Menschen, die mit Lügen und Intrigen andere fertig machen wollen. Heute heißt das Mobbing und Bashing. Für Betroffene gilt: Wer von feindseligen Menschen umgeben ist, der kann Schutz und Hilfe bei Gott finden. Daran hat sich bis heute nichts geändert! Wer sich an Gott wendet, findet Hilfe. So stellt Gott zum Beispiel den Betroffenen andere Menschen an die Seite, die ihnen helfen und sie unterstützen. 

Autor: Horst Kretschi

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Psalm 116,3.4

Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Eine alte Faustregel. Und an ihr ist etwas wahres dran. Ich muss tatsächlich gewillt sein, meine Probleme anzupacken. Ich kann nicht einfach in der Ecke sitzen bleiben und warten, dass sich meine Karriere, meine Examensarbeit, das kaputte Auto oder die schmutzige Wäsche von selbst erledigen.

Aber das bedeutet natürlich auch, dass ich die nötige Kraft dazu habe. Doch was ist, wenn diese Kraft fehlt. Wenn ich in den Seilen hänge und nichts mehr geht? "Stricke des Todes hatten mich umfangen, aber ich rief zu Gott". So betet der Schreiber von Psalm 116, und zeigt damit klar, wo der Mehrwert in einem Leben mit Gott liegt:

Gerade in den Momenten, in denen ich selbst nicht mehr kann, da hilft Gott. Genau in diesen Momenten, in denen ich keinen Schritt mehr vor dem anderen schaffe, ist Gott da und trägt mich. Hilf dir selbst, so hilft dir Gott. Aber es stimmt vor allem auch das: Da wo ich mir selbst nicht mehr helfen kann, da ist Gott zur stelle - und das ist die eigentliche Quelle für mein Vertrauen und für meinen Glauben, der mir den Mut gibt, die Dinge anzupacken.

Autor: Andreas Odrich

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1. Johannes 4,12

Es reicht nicht, wenn ich einem Menschen sage, dass ich ihn liebe. Zu den Worten muss noch etwas dazu kommen. Ich muss es meinem Gegenüber zeigen. Meine Worte müssen sich in Taten ausdrücken. Geschieht das nicht, bleiben meine Worte belangloses, leeres Gerede.

Dieses Anliegen hat der Apostel Johannes gegen Ende seines Lebens. In seinem 1. Brief spricht er viel von Liebe. Johannes schreibt:  

„Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen“, 1. Johannes 4,12.

Johannes sagt: Wenn ich liebevoll mit meinem Nächsten umgehe, dann kommt Gottes Liebe in mir zur Geltung. Mehr noch: Gott wirkt dann in mir. In gewisser Weise wird Gott dann durch meine Taten für die Menschen um mich herum sichtbar.

Das leuchtet mir ein. Bei vielen Menschen, mit denen ich täglich zu tun habe, fällt mir das auch nicht sonderlich schwer. Was aber ist mit denen, die „quer im Stall stehen“? An denen ich mich reibe? Die mich innerlich herausfordern?

Der Apostel Johannes macht keine Ausnahmen. Wenn es um Gottes Liebe in uns und durch uns geht, sind alle Menschen gemeint.

Eines weiß ich  gewiss: Das kann ich nicht aus eigener Kraft. Dazu brauche ich Hilfe von oben. Deshalb nehme ich den Bibelvers zum Anlass, Jesus um Hilfe zu bitten.

Wenn Sie möchten, beten Sie mit mir: Herr Jesus Christus, hilf mir die Menschen, denen ich heute begegnen werde, in deinem Sinn zu lieben. Amen.  

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Jesaja 31,5

Meine Frau, meine Kinder und ich, wir haben bis vor kurzem von einem schönen Geschirr aus Familienbesitz gefrühstückt. Leider ist es mächtig in die Jahre gekommen. Die Oberfläche war stumpf. Wir mussten es wegschmeißen. Ursache war wohl die ständige Reinigung im Geschirrspüler. „Hart zum Schmutz, sanft zum Geschirr“, dieser Werbespruch der Spülmittelindustrie gilt eben doch nur begrenzt.

„Hart gegen den Feind, sanft zu euch“, so könnte die Devise lauten, nach der der Gott Israels mit seinem Volk eigentlich rund 700 Jahre vor unserer Zeitrechnung umgehen wollte. Im Norden lauerte die prosperierende Supermacht Assyrien. Eine echte Bedrohung. Und Gott bietet seinen Leuten seinen Schutz an mit den Worten:

„Der HERR Zebaoth wird Jerusalem beschirmen, wie Vögel es tun mit ihren Flügeln, er wird schützen, erretten, schonen und befreien.“

Ein interessantes Angebot. Doch Israel schielt nach einem anderen Bündnispartner – Ägypten im Süden. Gott warnt seine Leute vor den Folgen: Israel wird mit Ägypten gemeinsam unter die Räder geraten.

Es ist entscheidend für Menschen aus allen Zeiten, dass sie den lebendigen Gott in ihre Planungen einbeziehen. Auch heute. Ich möchte Gott immer wieder fragen nach seinen Plänen für mich. Es wäre schade, wenn mein Leben eher den stumpfen Tellern unseres Familiengeschirrs gleicht. Ich möchte viel lieber – im Bild gesprochen – wie der Teil eines schönen Services in der Vitrine Gottes sein.

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Psalm 127,3

Kinder sind anstrengend. Kinder sind ne Wucht. Kinder kosten eine ganze Menge - Zeit, Nerven, Einsatz, Geld. Aber das ist noch nicht einmal die halbe Wahrheit. Denn Kinder bereichern das Leben auch. Ohne Kinderlachen und Kinderlärm wäre es in unserer Nachbarschaft zwar leiser, aber wäre das erstrebenswert? Doch eher nicht. Denn unser Dorf soll doch schöner werden - für wen eigentlich, wenn nicht für die nächste Generation und mit ihr? Wo Kinder sind, da ist was los - wo keine Kinder sind (oder wo Kinder nicht willkommen sind), da wird es irgendwann totenstill.

Kinder kommen oft überraschend, eher selten geplant - und wenn man es mit der Planung übertreibt, kommen Kinder manchmal auch gar nicht. So ist das. Womöglich leiden in den hochentwickelten westlichen Gesellschaften inzwischen ebenso viele Paare unter dem unerfüllten Wunsch nach Kindern, wie andere daran leiden, dass sie ihren Kindern nicht all das ermöglichen können, was sie ihnen wünschen. 

Kinder sind eine schöne Bescherung. Können das in mehrfachem Sinn sein. Eine schöne Bescherung sind Kinder auf jeden Fall insofern, als sie von Gott gewollt sind. Von Gott gewollt - und von Gott geschenkt. Ihren Eltern anvertraut. Hat der weise König Salomo vor knapp 3.000 Jahren behauptet. Steht so in Psalm 127: "Kinder sind ein Geschenk des Herrn, mit ihnen belohnt er die Seinen."  Ich bin Vater von drei Kindern; nicht immer wäre ich auf die Idee gekommen, meine Sprößlinge als Geschenk Gottes zu betrachten. Aber ich merke: Es ist gut, wenn ich es mir klar mache.  Eine schöne Bescherung. Von ganz oben.

Autor: Markus Baum

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1. Johannes 4,19

Neulich wurde ich auf einer Feier gefragt, welches Buch ich denn aktuell lese. Ich glaube, ich habe meinen Gesprächspartner etwas überrascht, als ich antwortete: „Die Bibel.“

„Die Bibel?“, fragte er mich. Das sei doch weder aktuell, noch ein richtiges Buch. Tatsächlich entbrannte dann eine kurze Diskussion, an der auch noch andere Gäste des Abends teilnahmen, ob man die Bibel eigentlich lesen könne.

Ich war etwas überrascht, wie wenige Personen an diesem Abend überhaupt jemals ein Kapitel in der Bibel zur Gänze gelesen hatten. Mein Eindruck war, dass sich viele Menschen heute überhaupt nicht mehr daran trauen, weil doch alles viel zu kompliziert sei. Dabei ist diese subjektive Wahrnehmung falsch. Die Bibel ist an vielen Stellen deutlich und klar in den Aussagen. Man braucht auch nicht unbedingt ein bestimmtes Fachwissen, bevor man sich daran macht, sie zu lesen.

Vielleicht ist es aber ein Signal, dass viele Menschen die Predigten und Andachten, die sie hörten, als zu verkopft, als zu theoretisch wahrgenommen haben. Es bleibt immer wieder eine Herausforderung, Gottes Wort unverfälscht aber verständlich näher zu bringen. Am besten ist es also, einfach selbst die Bibel in die Hand zu nehmen und auf Entdeckungsreise zu gehen.

An dem besagten Abend, habe ich übrigens schnell zeigen können, wie aktuell und lesbar die Bibel noch ist. Ein Satz genügte, aus dem 1. Johannesbrief Kapitel 4, Vers 9: „Lasst uns lieben, denn er, gemeint ist Gott, hat uns zuerst geliebt.“

Autor: Dariush Ghobad

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Johannes 10,14

Wenn man Leute gut kennt, dann ist das eine prima Sache. Wir alle brauchen solche  Menschen, mit denen man nicht nur übers Wetter redet, sondern auch über noch wichtigere Dinge. Bei vertrauten Menschen können Gespräche auch - ne Etage tiefer gehen. Man kann Probleme und Sorgen miteinander besprechen....die man nicht allen erzählen würde. Vertrautes kann ausgesprochen werden, ohne dass man Angst haben muss, dass es weiter erzählt wird. Wie gut, wenn man solche Menschen an seiner Seite hat. Und ich persönlich bin froh, dass ich noch um einen weiß, der mich noch besser kennt als ich mich selber kenne. Und in dessen Schutzzone ich mich aufhalten darf.In der Bibel, im Johannesevangelium sagt Jesus: „Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.“ Das Bild vom guten Hirten hat sich fest in meine Gedanken und in meiner Seele eingeprägt. Jesus ist der gute Hirte.

Er kennt mich. Er kennt mich durch und durch. Er kann auf den Grund meiner Seele blicken. Er kann hinter meine Fassade gucken und weiß wirklich haargenau, wie es um mich steht. Ich bin froh, dass einer über die inneren Abläufe und auch über die inneren Abgründe meines Lebens Bescheid weiß. Er kennt die empfindliche Seite meines Lebens. Die, die ich am liebsten verstecken und verbergen möchte. Und dieser Gedanke macht mir keineswegs Angst. Denn es ist gut,  erkannt zu sein... und es ist schließlich „der gute Hirte“, der über meinem Leben wacht. Keiner, der mich absichtlich falsche Wege gehen führt.

Klar, manchmal sind die Wege auch mit dem guten Hirten, sprich Jesus, steinig und unübersichtlich, voller Brennnesseln und Gefahren. Dennoch ist der Hirte da, und passt auf mich auf. Ihm kann ich mein Leben anvertrauen. Ich wüsste keine Alternative.

Autor: Ulrike Schild

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Psalm 6,3.4

Dem König David ging es ziemlich schlecht. Der genaue Anlass ist nicht bekannt. Aber so viel ist klar: Mit Davids Leben steht es nicht zum Besten. Er hat Schuld auf sich geladen und das macht ihm jetzt zu schaffen. Schlaflose Nächte, jede Menge Bedränger rings um ihn her, der König weiß, dass er angezählt ist.

In seiner Not schreibt er einen Psalm. Dieses Gebet ist als Psalm 6 in der Bibel erhalten.  

Dort betet David:  „HERR, sei mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, HERR, denn meine Seele ist sehr erschrocken“, Psalm 6,3.4.

Schwachheit, Krankheit und Unruhe im Herzen können einem mächtig zusetzen. Wie gut, dass David  weiß, an wen er sich in seiner Not wenden kann.

Ich nehme Trost aus Davids Worten, denn er bringt das auf den Punkt, was ich aus meinem Leben nur allzu gut kenne: Schwäche, Hilflosigkeit und manchmal das große Erschrecken.

Deshalb mache ich heute Davids Gebet zu meinem eigenen Gebet. Und ich lade Sie ein, das ebenfalls zu tun: Bitten Sie mit mir darum, dass Gott, der Herr, Ihnen und mir gnädig ist. Dass er heilt und der unruhigen Seele Frieden schenkt. Beten Sie zu Gott mit den Worten Davids aus Psalm 6: „HERR, sei mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, HERR, denn meine Seele ist sehr erschrocken.“

 

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Jesaja 50,10

„Vertrauen ist der Anfang von allem.“ So hat vor einigen Jahren eine große deutsche Bank für sich geworben. Auf den ersten Blick sehr einladend: Mach dir weiter keine Gedanken, sondern vertrau uns dein Geld an, wir kümmern uns um den Rest. Das hört man doch gerne. Das Problem: Auch Banken müssen von etwas leben und das einzige, womit sie wirklich Geld verdienen können, das ist das Geld anderer Leute – also zum Beispiel mein Geld. Mit dem Vertrauen ist das schon so eine Sache. Ich komme immer wieder in Situationen, in denen ich Entscheidungen treffen muss. Und dann stehe ich regelmäßig vor der Frage: Wem vertraue ich eigentlich? Meiner Erfahrung, meinem Bauchgefühl, dem Rat anderer Menschen? Auf jeden Fall brauche ich eine gute Basis, um Entscheidungen zu treffen, gerade dann, wenn es Entscheidungen sind, die möglicherweise weitreichende Konsequenzen haben. Und manchmal helfen mir gerade dann weder mein Bauchgefühl, noch guter Rat weiter. „Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des HERRN und verlasse sich auf seinen Gott.“ Das jedenfalls rät mir die Bibel im Buch Jesaja, Kapitel 50, Vers 10. Eine praktische Lebenshilfe in schwierigen Lebenslagen. Wer gibt meinem Leben die Richtung vor, wer hilft mir, gute und richtige Entscheidungen zu treffen auch wenn ich selbst die Hand vor Augen nicht sehe? Wenn mir weder das Bauchgefühl, noch eigene Erfahrungen oder gute Ratschläge weiterhelfen? Gott selbst soll ich vertrauen und mich auf ihn verlassen. Ganz nach dem Motto: „Vertrauen ist der Anfang von allem.“ Für alle, die mit Gott ihr Leben gestalten wollen ist das auf jeden Fall ein guter Anfang.

Autor: Stefan Loß

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Johannes 21,15

Ostern ist der Startschuss für Neues. Keine neue Osterdeko. Sondern der Startschuss für Lebensveränderungen.

Jesus, der Auferstandene, ist der Chancengeber. Das war er vor seinem Sterben am Kreuz von Golgatha auch schon. Jesus hatte Petrus die Chance gegeben, der Fels der Gemeinde zu sein, die sich um Jesus versammelt.

Was ist neu, wenn der Auferstandene Jesus jetzt als Chancengeber auftritt?

Er ist auch der Ermöglicher von Tauschgeschäften. Müll gegen erneute Chance. Sünde gegen Freiheit. Diese Freiheit braucht Petrus, nachdem er als Fels eingeknickt war. Petrus schlief nämlich, während Jesus in Todesangst war. Danach lief Petrus aus Angst weg, statt der Fels zu sein. Petrus war daran gebunden, dass er Jesus im Stich gelassen und verleugnet hatte. Sein Verhältnis zu Jesus war gestört. Auch daran ist Jesus gestorben. Als Auferstandener geht Jesus auf Petrus zu und stellt mit einer Frage die Beziehung zwischen ihnen wieder her: „Simon, hast du mich lieber als die anderen Jünger?“

„Und Petrus antwortet, so zu finden im Johannesevangelium, Kapitel 21, Vers 15: Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Lämmer.“

Jesus sorgt dafür, dass aus der Chance etwas wird, die Petrus als Fels der Gemeinde erhalten hat.

Wenn Jesus Sie heute fragt: „Hast du mich lieber als die anderen Christen in deiner Gemeinde?“ Wie antworten Sie? Und welche Chance, die Jesus Ihnen längst gegeben hat, könnte damit Gestalt annehmen?

 

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Psalm 51,3

Heute Morgen habe ich noch einmal Glück gehabt! Als ich im Morgengrauen auf dem Weg zur Arbeit einen unauffällig geparkten, weinroten Kleinbus am Straßenrand sah, trat ich unwillkürlich auf die Bremse und … ja, da war sie dann auch schon, die Lichtschranke. Mit vorbildlichen 50 km/h „heuchelte“ ich mich an der Polizei vorbei: Glück gehabt, dachte ich mir, dieses Mal haben sie dich nicht erwischt.

König David wurde erwischt. Allerdings nicht in einer Routinekontrolle der Verkehrspolizei, sondern beim Ehebruch. Er hatte es mit der Frau eines loyalen Gefolgsmannes getrieben, während der im Krieg kämpfte. Und als die Sache aufzufliegen drohte, hatte David den gehörnten Ehemann kurzerhand aus dem Weg schaffen lassen.

Für David war die Sache damit erledigt. Für Gott allerdings nicht. Er beauftragte den Propheten Nathan, David zur Rede zu stellen. Und der tat das dann auch.

David hatte Einsehen. Er bereute seine Schuld und schrieb sogar ein Lied, in dem er seine Buße öffentlich machte. In der Bibel ist dieses Lied als Psalm 51 erhalten. Dort heißt es:

„Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit“, Psalm 51,3.

Was David getan hat, war eine schlimme Sache gewesen. Aber mir imponiert, wie er mit seinem Fehler umgegangen ist. Er hat ihn nicht vertuscht und auch nicht schön geredet. Nein, David hat seinen Fehler öffentlich bekannt und Gott um Vergebung gebeten.

Ich will mir Davids Verhalten zum Vorbild nehmen. Machen Sie mit?  

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Psalm 89,9

„Wenn du mich nicht in Ruhe lässt, hole ich meinen großen Bruder!“ So manch eine Auseinandersetzung auf dem Schulhof hat sich nach diesen Worten in Luft aufgelöst. Gut, wer so einen großen Bruder tatsächlich hatte und noch dazu möglichst in Rufweite. Für mich als Einzelkind war das leider keine Möglichkeit. Die, die sich auf so einen „großen Bruder“ berufen konnten, habe ich immer beneidet. Sie konnten sich auf Konflikte einlassen, auch, wenn sie selbst klar unterlegen waren. Wenn es eng wurde, hatten sie immer jemanden, der ihnen aus der Bredouille half. Einen, der auf jeden Fall auf ihrer Seite stand und der auf jeden Fall deutlich stärker war als alle anderen. Ich weiß nicht, ob sie auch Einzelkind sind und sich nach so einem großen Bruder immer gesehnt haben, oder ob sie jetzt selbst zurückdenken an manche Szene auf dem Schulhof. Fakt ist: Das Volk Israel hatte so einen „großen Bruder“. Gott selbst hat ihnen beigestanden, wenn sie von anderen bedrängt wurden. In Psalm 89 lesen wir von diesem Vertrauen in Gott: „Herr, du allmächtiger Gott, niemand ist so stark wie du! Was du auch tust: Auf dich ist Verlass!“ Zwei Sätze, die jeweils mit einem Ausrufezeichen enden. Niemand ist stärker als Gott und auf ihn ist Verlass. Darauf konnte nicht nur das Volk Israel damals vertrauen. Das ist auch Gottes Zusage an mich heute: Nichts und niemand ist stärker als Gott. Auf ihn kann ich mich verlassen. Sie hatten früher auf dem Schulhof niemanden, der für sie eingestanden ist, wenn es eng geworden ist? Jetzt schon! Gott. "Herrr, wer ist wie du?" Eine wirklich mutmachende Zusage für jeden neuen Tag.

Autor: Stefan Loß

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Psalm 22,11

Ich habe etwas mit König David gemeinsam! Wie er habe ich von frühester Kindheit an den Glauben an Gott kennengelernt. Meine Eltern haben mir den Glauben vorgelebt. Sie haben mir Jesus buchstäblich ans Herz gelegt.

Heute weiß ich, dass das ein Privileg ist.

König David schreibt von seinem Glauben in Psalm 22. Dort heißt es: „Du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an“, Psalm 22,11.

Die besondere Bedeutung dieses Verses wird erst aus dem Zusammenhang deutlich. Der Glaube, von dem der König David spricht, hat ihn in schweren Zeiten getragen. Dieser Glaube ist ihm in jungen Jahren zum Beispiel durch seine Mutter vermittelt worden. Mit anderen Worten: das, was David in seiner Kindheit über Gott gelernt hat, hat ihm später in Zeiten großer Not geholfen.

Haben Ihre Eltern Ihnen den Glauben an Gott nahe gebracht? Wenn das so war, wie wäre es, wenn Sie Ihren Eltern dafür danken? Ich kann mir vorstellen, dass die sich freuen würden.

Sollten Ihre Eltern nicht mehr leben oder Sie nie das Privileg gehabt haben, im Glauben aufzuwachsen, dann habe ich einen anderen Vorschlag für Sie: Schauen Sie sich um nach jungen Eltern, die das ihren Kindern vorleben und ermutigen sie diese.  „Adoptieren“ Sie die Kinder in aller Stille im Gebet. Beten Sie dafür, dass auch diese Kinder später einmal von Herzen sagen können: Du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an gewesen.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Hebräer 13, 21

Neulich habe ich mit jemanden über das Gute im Menschen geredet. Mein Gegenüber war fest davon überzeugt, dass der Mensch von Natur aus gut ist. Was hat der für Augen gemacht, als ich sagte, was ich glaube – dass der Mensch sicher gut gedacht war, weil von Gott geschaffen, aber zu allem Schlechten fähig ist und es auch oft genug tut. Egoismus, Neid,  Selbstüberschätzung spielen hier eine wichtige Rolle.

Klang für meinen Gesprächspartner erstmal eher niederschmetternd und hoffnungslos – bis ich mit der guten Nachricht rausgerückt bin. Ich brauche Gott in meinem Leben, nur dann kann sich das ändern. Denn wenn der Mensch von zu allem Schlechten fähig ist, braucht es jemanden, der von Grund auf gut ist und das Gute schafft. Dieser „Gute“ ist Gott. Will ich also gute Entscheidungen treffen und ein gutes und gerechtes Leben führen, dann gibt es an der Stelle nur eine Möglichkeit: das Leben mit Gott. Wenn ich ihn in meine Entscheidungen, in meine Persönlichkeit, in mein Leben einlade, dann hält das Gute Einzug.

Im Brief an die Hebräer heißt es gegen Ende. „Möge Gott, von dem aller Friede kommt, euch helfen, in jeder Hinsicht das Gute zu tun und seinen Willen zu erfüllen.“

Wie oft möchte ich das Gute tun und tue das Gegenteil. Wie oft denke ich, dass ich das Gute tue und stelle im Nachhinein fest – war gar nicht so gut. Ich stoße da regelmäßig an meine Grenzen. Ich kann gar nicht immer so eindeutig sagen, was jetzt gut oder schlecht ist.

Mir ist längst klar, dass ich Hilfe brauche, denn ich bin doch nur ein Mensch. Was aber, wenn ich ein Mensch bin, in dem der gute Gott ein Zuhause gefunden hat? Dann ist alles möglich und mein Gegenüber kann Gottes Liebe zu ihm in mir entdecken, trotz all meiner Macken, Schwächen und  Unfertigkeiten.

Autor: Tobias Schier

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Römer 9,16

Manchmal ist es der reine Frust. Wie oft versuche ich Dinge durchzuziehen und durchzuhalten, weil ich weiß, dass sie richtig und gut sind und ich schaffe es nicht! Unglaublich! Sei es die gesunde Ernährung, der Sport oder weniger Fernsehen und dafür mehr Lesen, ganz egal, es gelingt nur zeitweise und dann verfalle ich wieder in ungute Verhaltensmuster. Und hier rede ich ja nur von Dingen, die hier in dieser Welt, in meinem täglichen Leben eine Rolle spielen. Wichtige Dinge, zugegeben, aber es gibt Dinge, die noch viel wichtiger sind. Da geht es um meine Beziehung zu anderen Menschen und zu Gott. Wie lebe ich diese Beziehungen? Was investiere ich an Zeit und Kraft? Wie verhalte ich mich gegenüber den anderen? Auch da habe ich die besten Absichten und scheitere immer wieder grandios. Das Gute und Richtige zu tun, ist eben doch nicht immer so einfach. Würde ich von Gott daran gemessen, was ich wirklich auf die Reihe bekomme, dann hätte ich wohl kaum eine Chance vor ihm zu bestehen. Aber wie schreibt schon der Apostel Paulus an die Christen in Rom vor fast 2000 Jahren: "So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen." Ich kann es mir eben nicht erarbeiten oder verdienen, dass ich zu Gott gehöre und mit ihm leben kann, hier und jetzt und auch nach meinem Tod in Ewigkeit. Es ist Gottes Gnade und sein Erbarmen über mich, die das möglich machen. Das bedeutet nun aber nicht, dass ich mich mit meinem eigenen Versagen und meinen Unzulänglichkeiten einfach abfinde. Ich nehme mir dennoch immer wieder vor, Dinge besser zu machen, mit Gottes Hilfe!

Autor: Horst Kretschi

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