ERF Plus - Anstoß

Unterschätzt

Vor knapp 2.000 Jahren ist Jesus von Nazareth durch Galiläa gewandert und hat Massen von Menschen angezogen mit dem, was er zu sagen hatte. Hochkonzentriert finden sich seine Lehren in der Bergpredigt, die der Evangelist Matthäus überliefert hat. Und womit beginnt die Bergpredigt? Mit den Seligpreisungen. Neun an der Zahl.

In jeder einzelnen Seligpreisung bescheinigt Jesus einer bestimmten Gruppe von Menschen, dass sie Gottes besondere Aufmerksamkeit haben, und behauptet: Gott wird sich darum kümmern, dass es ihnen gut geht und sie sich glücklich schätzen können. Die Armen, die Trauernden, die Gewaltlosen, Menschen, die sich nach Gerechtigkeit sehnen, die Frieden stiften und sich um Versöhnung bemühen. Arglose Menschen mit reinem Herzen. Verfolgte und Angefeindete. Und mittendrin, als Nummer 5 von 9, erwähnt Jesus Menschen mit einer ganz besonderen inneren Haltung: Sie sind barmherzig. „Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“

Was haben barmherzige Menschen gemeinsam mit den Armen, Trauernden, mit schlichten Gemütern und Friedensstiftern: Sie werden chronisch unterschätzt in dieser Welt der ausgefahrenen Ellenbogen.

Die Logik dieser Welt ist unbarmherzig. Wer auf andere achtet und sich nicht nur um sich selbst sorgt, wer Gestrauchelten aufhilft und Hilfesuchenden nicht die Tür zuschlägt, hat oft das Nachsehen. Gottes Sichtweise ist ganz anders: Die Barmherzigen werden Barmherzigkeit erlangen. Gott hat sie ins Herz geschlossen. Und an Jesus können wir uns abschauen, wie das geht: Andere Menschen barmherzig wahrnehmen und behandeln.

Autor: Markus Baum

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Ein schöner Zugang zum Glauben

Wie entsteht Vertrauen? Ein Hundebesuch hat es mich letztens neu gelehrt. Wir sollten das erste Mal auf einen Hund von Freunden aufpassen. Buddy heißt er, ein schwarzer Labradoodle. Meine Frau hat ihn in Empfang genommen. Als ich eine halbe Stunde später vom Schreibtisch nach unten komme, bellt mich Buddy an. Klar, er kennt mich ja noch nicht.

Ich nehme vorsichtig mit ihm Kontakt auf. Lasse ihn meine ruhige Stimme hören und lasse mich von seiner kalten Nase beschnuppern. Bald schon kann ich ihn über den Kopf streicheln. Aus der Begegnung ist bei Buddy das Vertrauen entstanden: Der gehört hier wohl her, der meint es gut.

Vertrauen entsteht durch gute Begegnungen. Beim Glauben, also dem Vertrauen auf Gott, ist das ähnlich. Nicht umsonst lässt sich der christliche Glaube wohl am besten so zusammenfassen: Er ist eine vertrauensvolle Beziehung zu Jesus Christus. Die entsteht aus guten Begegnungen.

So hat es Jesus wohl auch selbst gemeint, wenn er im Johannes-Evangelium sagt: „Die Schafe folgen dem Hirten nach; denn sie kennen seine Stimme.“ (Johannes 10,4)

In diesem Bild mit den Schafen und dem Hirten ist es in etwa so wie bei Buddy und mir. Wenn ich dem guten Hirten – also Jesus – begegne, lerne ich seine Stimme kennen. Ich kann Vertrauen fassen. Ich merke: Jesus meint es gut mit mir – und ich will mich auf seinen Weg mit meinem Leben einlassen. Das nennt man auch Nachfolge.

Eine vertrauensvolle Beziehung: Das ist für mich ein schöner Zugang zum Thema Glauben. Und ich mag es, diesen Zugang auch nach Jahren noch zu pflegen.

Autor: Joachim Bär

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Lobpreis

Es gibt Tage, die sind grau und schwer. Da fühlt man sich kraftlos und erschöpft. Man droht im Strudel des Selbstmitleids unterzugehen und ein lähmendes Gefühl der Mutlosigkeit macht sich breit. Es gibt unendlich viele Gründe für Verzagtheit und Mutlosigkeit. Was wir dann brauchen ist Trost und das Gefühl, dass wir gehalten sind in den Stürmen des Lebens. Was wir dann brauchen ist ein Perspektivwechsel. Nicht im eigenen verhaftet bleiben, sondern einen weiten Blick bekommen. Doch: wo sollen wir hinschauen?

Der Apostel Paulus rät den Menschen in der Gemeinde in Ephesus folgendes: „Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Epheser 5,19-20

Lobpreis ist eine besondere Form des Gebetes. Manche sagen, es handelt sich beim Lobpreis um ein „doppeltes Gebet.“ Im Lobpreis dienen wir Gott und sagen ihm, wie sehr wir ihn lieben. Wenn wir Gott dankbar loben und nur auf ihn schauen - auf seine Herrlichkeit und Macht - und alles andere hinter uns lassen - unsere Sorgen und Ängste, Nöte und Schmerzen, alle Enttäuschungen, alle Bitterkeiten - können wir die gewaltige Macht des Lobpreises erleben, weil wir Gott ganz nah sind.

Ströme der Heilung können sich entfalten, Frieden kann in unser Herz einziehen, Freude, Wohlbefinden, Glückseligkeit. In solch eine Atmosphäre der Gegenwart Gottes sollten wir uns des Öfteren hineinbegeben. Das wird uns guttun.

Autor: Ulrike Schild

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Innehalten, fragen, nachdenken, anpacken

Psalm 105 ist ein Loblied auf Gott. Der Psalmbeter hält sich vor Augen, wer Gott ist. Dann überlegt er für einen Moment, wie Gott sich in der Geschichte seinem Volk gegenüber verhalten hat. Abraham, Jakob, Joseph und Mose kommen ihm in den Sinn. Beim Nachdenken über die großen Taten Gottes wird ihm etwas klar und das kleidet er in eine Aufforderung an seine Mitbeter. Er sagt:

„Fraget nach dem HERRN und nach seiner Macht, suchet sein Antlitz allezeit!“ (Psalm 105,4)

Ich habe einen Satz gelesen, der sehr gut zu Psalm 105, Vers 4 passt. Er stammt von George Santayana, einem amerikanischen Philosophen mit spanischen Wurzeln. Er behauptete vor vielen Jahren: "Wer aus der Geschichte nicht lernt, der ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

Ich weiß nicht, wie Ihnen das geht. Ich habe keine Lust, meine Fehler und Versäumnisse zu wiederholen. Deswegen halte ich mich an den Rat der Bibel:

Die Begegnung mit Gott im Gebet suchen. Zurückschauen auf das eigene Leben. Nach den Spuren Gottes suchen und sie entdecken. Aus dem lernen, was mir durch Gottes Führung widerfahren ist. Und dann nach Gottes Willen für das fragen, was vor mir steht, mutig darauf zugehen und es beherzt anpacken. – Das ist nach meinem Dafürhalten der beste Weg in die Zukunft.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Den kenn ich doch!?

In den letzten Jahren haben meine Frau und ich Gefallen an Krimiserien gefunden. Nicht allgemein an allen, sondern bestimmte Voraussetzungen müssen erfüllt sein: Nicht zu brutal, immer mit Humor und am liebsten britisch! Es ist erstaunlich, wieviel sich davon mittlerweile auch im deutschen Sprachraum finden lässt. Nun kommt es bei uns immer häufiger vor, dass wir plötzlich sagen: "Moment mal, den Schauspieler kenne ich doch!" Dann wird gesucht und siehe da – er hatte auch schon eine Rolle in einer anderen Serie.

Als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal in der Bibel das Kapitel 53 aus dem Buch Jesaja gelesen habe, dachte ich auch: Moment mal, den, der da beschrieben wird – den kenne ich doch! Der Prophet beschreibt doch eindeutig Jesus Christus! Und das rund 700 Jahre, bevor Jesus geboren wurde – wie kann das sein? Mit der Zeit erkannte ich immer mehr den roten Faden der Bibel, das Handeln Gottes auch für mich, das von ihm Schritt für Schritt geplant wurde. Ganz zentral schließlich in Jesus. Von ihm heißt es dort im Buch Jesaja: "Er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen." Meine Empfehlung: Nehmen Sie eine Bibel in die Hand oder gehen Sie auf bibleserver.com. Schlagen oder rufen Sie das Buch Jesaja auf und lesen Sie das Kapitel 53. Es ist auch für Sie geschrieben. Und: Es ist spannender als jeder Krimi.

Autor: Hans Wagner

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Mega

Was ist mega, wenn ich mich gefangen fühle? Oder gar gefangen bin? Der Traum von Freiheit. Für manche ist es der Traum vom alten Leben, das sich so verändert hat.

Für die Israeliten war es vor Tausenden von Jahren der Traum:  Zurück nach Israel. Zurück in die Freiheit. Nicht länger in Babylonien festsitzen. Sich nicht mehr anpassen müssen.

Von wem erwarten sie die Freiheit? Ein Gebet, Psalm 126, verrät: Von Gott und seinem Eingreifen. Diese Erwartung ist realistisch, denn Gott hat ihnen schon öfter Versprechungen gemacht, die in diese Richtung deuten.

Eines Tages wollen sie als Israeliten sagen können: „Gott hat Großes getan. Gewaltiges. Für uns. Er hat uns aus Babylonien rausgeholt.“  Ein Beter spricht den eigenen Traum im Gebet bereits begeistert aus:

„Ja, Großes hat der Herr für uns getan, darum freuen wir uns sehr.“ (NGÜ, Psalm 126,3)

Wenn ich mit Gottes Worten vor Augen bete, kann ein Traum bereits vor meinen Augen stehen. So klar, dass mich jetzt schon eine Freude erfüllt, obwohl ich noch gefangen bin in meiner alten Welt.

Gott kann groß. Viel größer als ich mir das vorstellen kann. Das fasziniert mich immer wieder, dass ich gerne im Januar bete: „Ja, Großes hat der Herr für uns getan, darum freuen wir uns sehr.“ Mit dem Wissen, noch ist es eine Sehnsucht, eine Erwartung, ein Wunsch. Doch im Dezember, was wird es dann sein?

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Daran halte ich fest, komme was wolle

Kann ich Gott jederzeit loben? Diese Frage stellt sich mir beim Lesen des für heute ausgewählten Bibelverses. Dort steht:

Die dein Heil lieben, lass allewege sagen: Hochgelobt sei Gott! (Psalm 70,5b)  

Ich verstehe es, wenn jemand diesen Satz in einer vorteilhaften Lebenssituation sagt. Wenn es mir gut geht und das gelingt, was ich mir vorgenommen habe, dann gehen mir diese Worte leicht über die Lippen. Aber kann ich sie auch dann von Herzen sprechen, wenn ich niedergeschlagen, krank oder hilflos bin?

Während ich über diesen Vers aus Psalm 70 nachdenke, erreicht mich ein Hilferuf von guten Bekannten, die plötzlich einer schweren gesundheitlichen Krise gegenüberstehen. Wie kann ich unter diesen Umständen Gott loben?

Mir fällt auf, dass Psalm 70 in meiner Bibel mit „Hilferuf gegen Widersacher“ überschrieben ist. David, aus dessen Feder dieser Psalm stammt, ist in großer Not. Feinde setzen ihm zu. Er schreibt: „Ich bin elend und arm; Gott, eile zu mir! Du bist mein Helfer und Erretter; HERR, säume nicht!“

Ich nehme zwei Gedanken mit in diesen Tag: Zum einen kann ich Gott mein Herz ausschütten. Ihm ungefiltert sagen, was mich bedrängt. Er ist mit meiner Situation nicht überfordert. Zum anderen will ich mir angewöhnen, Gott unter allen Umständen zu loben. Und zwar einfach deshalb, weil ich weiß, dass er mein Heil und meine Rettung ist.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Wie die Kinder

„Werdet wie die Kinder“ –  ja, wie sind sie denn, die Kinder? Sie sind offen, immer bereit etwas Neues zu entdecken, begeisterungsfähig. Sie vertrauen ihren Bezugspersonen ohne Einschränkung.

„Werdet wie die Kinder“ – diese Aufforderung hallt auch in meinen Gedanken wider, wenn ich lese, was Jesus im Matthäusevangelium, Kapitel 11, Vers 25 sagt, an Gott gerichtet, seinen Vater: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies Weisen und Klugen verborgen hast und hast es Unmündigen offenbart.“

Unmündige, Unwissende – das sind zunächst: Kinder. Ihnen, den Kleinsten, den Geringsten, werden Wahrheiten über Gottes Reich offenbart. Sie dürfen schauen, was Weisen und Klugen verborgen bleibt. Die studieren Gottes Wort, sind gebildet, sprechen über Theorien und Theologien. Sicherlich ist es sinnvoll, stets wissbegierig zu sein und zu lernen. Letztlich bleibt aber der Glaube nur bloße Theorie, wenn wir unser Herz nicht für Gott öffnen. Glauben ist eine reine Herzenssache.

„Werdet wie die Kinder“ - ich wünsche mir selbst und Ihnen deshalb einen kindlichen Glauben, der mit offenen Augen unterwegs ist. Der sich auf Neues einlässt und keine vorgefertigten Meinungen aus der Schublade zieht. Ein Glaube, der sich selbst nicht so wichtig nimmt und verherrlicht, sondern Gott, in den Mittelpunkt stellt, den liebenden Vater.

Ein Glaube, der uns vertrauensvoll an Gottes Hand durch das Leben gehen lässt.

Autor: Melanie Bonnkirch

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Träume, Schäume und viel Blabla?

Träume sind Schäume.“ Das alte Sprichwort vergleicht unsere Träume mit Schaum. Mit zahllosen winzigen Seifenbläschen. Und die zerplatzen alle. Ob Wunschträume oder die Träume im Schlaf: sie lösen sich alle in Luft auf – meint das Sprichwort.

Das ist schon seit biblischen Zeiten bekannt. Wie hat es Salomo, vor knapp 3.000 Jahren König in Jerusalem, ausgedrückt: „Wenn Träume zahlreich werden, dann vermehren sich auch Belanglosigkeiten und viele Worte. Du aber nimm Gott ernst!“ Mit diesem Satz schließt ein Abschnitt im Buch des Predigers. Darin beschreibt Salomo, wie ich mich als Mensch Gott gegenüber angemessen verhalte. Und was nicht angemessen ist (Prediger 4,17 – 5,6). Dabei betont er: bei Gott kommt es vor allem darauf an, dass ich gut zuhöre. Auf das höre, was Gott sagt. Davon wurde vieles aufgeschrieben. In der Bibel. Aber törichte Menschen meinen: Hauptsache die Rituale werden abgeleistet. Und wie sie im Alltag leben, das spielt keine Rolle. So glauben die Unbelehrbaren. Viel religiöser Betrieb führt zu viel unnützem Gerede, sagt Salomo. Und zu dem Irrglauben, jeder Traum sei eine Botschaft von Gott.

In der Bibel werden natürlich auch Träume erwähnt, durch die Gott tatsächlich zu Menschen spricht (s. Matthäus 1,20-25). Und sicher gehören Träume zu unserem Menschsein. Sie machen manches von dem offenbar, was mich beschäftigt - mir aber oft gar nicht bewusst ist.

Den vielen Träumen, angeblich von Gott, folgt viel Belangloses und viel leeres Gerede. Die Alternative dazu heißt, so Salomo: „Nimm Gott ernst! Höre auf ihn! Und lebe danach!“

Autor: Steffen Brack

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Ermutigung oder Warnung?

Ob wir einen Menschen sympathisch finden oder nicht, das hängt von verschiedenen Dingen ab: Von Äußerlichkeiten, von erfreulichen oder unerquicklichen Begegnungen oder Auseinandersetzungen.   

Diese Erfahrungen, scheint auch der Apostel Paulus gemacht zu haben. Die christliche Gemeinde in Korinth hält nicht besonders viel von ihm – obwohl sie ihm viel zu verdanken hat, denn Paulus hat die Gemeinde gegründet und aufgebaut. Trotzdem zeigen sich die Korinther ihm gegenüber überheblich. Sie denken, sie seien etwas Besseres als er - und zwar einfach, weil es ihnen so gut geht! Mein Haus ist größer, mein Auto schneller. Ich habe mehr Follower auf Insta, mehr Flammen bei Snapchat – ich bin beliebter, ich bin besser.

Wenn ich drinstecke, glaube ich das vielleicht wirklich. Wenn ich mir das von außen anhöre, merke ich ganz schnell, wie dumm diese Gedanken sind.

Paulus erkennt diese Dummheit und schreibt in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth: „Urteilt niemals voreilig! Wenn Christus kommt, wird er alles ans Licht bringen, was jetzt noch verborgen ist, auch unsere geheimsten Wünsche und Gedanken. Dann wird Gott jeden so loben, wie er es verdient hat.“

Niemand hat das Recht, sich in irgendeiner Weise besser zu fühlen als der andere. Wir sind alle Gottes Kinder. Jeder hat dunkle und helle Zeiten in seinem Leben.

Ob das für Sie nun eine ermutigende Nachricht ist oder eine Warntafel – das müssen Sie selbst entscheiden.

Autor: Tobias Schier

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Genau aufpassen!

Das Leben kann schon ziemlich verwirrend sein. Immer wieder werden neue Gesetze und Regeln erlassen. Besonders in den letzten beiden Jahren haben wir das alle erleben müssen. Kaum war eine Corona Regel in Kraft, schon war sie nicht mehr gültig.

Was für ein Durcheinander. Da soll mal einer hinterherkommen. Da musste ich mich doch jeden Tag neu informieren, damit ich am Ende nicht vor verschlossenem Laden stand oder ein notwendiges Dokument nicht dabeihatte.

Genau aufpassen und sich informieren, was aber schon immer wichtig. Auch in Fragen des Glaubens. So heißt es in der Bibel im Hebräerbrief: "Deshalb müssen wir umso mehr auf das achten, was wir gehört haben. Sonst verfehlen wir noch das Ziel!" Auch in Glaubensfragen gibt es immer wieder neue Ansichten und Einsichten, Erkenntnisse und Meinungen. Da kann ich schon mal durcheinandergeraten.

Was stimmt denn nun und wem soll ich folgen? Die Anweisung im Hebräerbrief ist da sehr eindeutig: Ich soll mich an das halten, was ich gehört habe. Also für mich bedeutet das: Was in der Bibel steht ist relevant. Das sollte meine Entscheidungen leiten und bestimmen. Nicht, was irgendwelche Menschen als neueste Erkenntnis verkaufen.

Denn sonst stehe ich in der Gefahr an Gottes Ziel für mich vorbeizuschrammen. Allein aus Gnade hat mich Gott gerettet durch seinen Sohn Jesus Christus. Nur der Glaube daran ist entscheidend, sonst nichts. Daran hat sich in 2000 Jahren nichts geändert und wird sich auch niemals etwas ändern.

Autor: Horst Kretschi

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Wenn die Brücke wackelt

Eine Wanderung in den Bergen. Alles scheint gut, doch dann kommt sie, und sie wackelt bereits leicht im Wind. Eine Hängebrücke. Aufgespannt an auffällig dünnen Tragseilen. Darunter die tiefe Schlucht. Grusel.

Natürlich wird die Brücke halten, sonst hätte sie der TÜV nicht freigegeben. Aber dennoch entscheidet meine innere Einstellung, ob ich diesen Weg wirklich gehen werde oder umkehren muss.

Geistlich verhält es sich nicht anders. Traue ich Gott zu, dass er mich trägt und hält, oder halte ich den Glauben für ein wackliges Konstrukt. Nur wenn ich dieses Urvertrauen in Gott habe, wird mein Glaube auch helfen.

"Der Glaube ist der tragende Grund für das, was man hofft," schreibt der Autor des Hebräerbriefes. "Im Vertrauen zeigt sich jetzt schon, was man noch nicht sieht." Es ist so, wie auf der Bergwanderung. Ich muss meinen Weg vom Ende her denken. Ja, ich werde sicher ankommen, ja die Brücke trägt mich, ja, Gott hält mich.

Dann kann es losgehen. Selbst, wenn es zwischendurch mal wacklig wird, ich weiß ja, dass ich ankomme auf der anderen Seite der Schlucht, auf der anderen Seite des jetzt noch neuen Jahres. Gott wird mich tragen - wenn ich darauf vertraue. Auf geht's.

Autor: Andreas Odrich

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Welches Leben wollen Sie?

Ein Kind wird geboren. Unehelich, in einer Futterkrippe. Die Mutter ist noch Teenager, die junge Familie versucht irgendwie durchzukommen in einer unsicheren Gesellschaft unter der Knute einer autoritären Besatzungsmacht. Das Kind wächst in der Provinz auf und wird zum Mann. Er beginnt als junger Erwachsener, Menschen von einer neuen, unsichtbaren Welt zu predigen. Er führt ein Leben ohne großen materiellen Besitz, ohne festen Wohnsitz, ohne Frau und Kinder. Er zieht die wirtschaftlich und religiös Chancenlosen in Scharen an. Die meisten Etablierten und Einflussreichen der Gesellschaft betrachten ihn eher argwöhnisch oder gar feinselig. Es gibt Mordpläne gegen ihn, er wird ausspioniert, verraten, verhaftet, gefoltert und in einem Schauprozess abgeurteilt. Die Besatzungsmacht statuiert ein Exempel und lässt ihn grausam vor aller Augen hinrichten, mit gerade einmal 33 Jahren.  

Hier ist meine Frage: Wären Sie gerne dieses Kind gewesen, Jesus? Würden Sie so ein Leben leben, so einen Tod sterben wollen? Vermutlich nicht. Ich – ganz sicher nicht. Aber einer wollte das, und er tat es auch – Gott. Im neuen Testament lese ich: 

Gott wollte in seiner ganzen Fülle in Christus wohnen... 

Und der Satz geht noch weiter, denn die Geschichte von Jesus Christus ist mit seinem Tod am Kreuz noch nicht zu Ende:  

Gott wollte in seiner ganzen Fülle in Christus wohnen... Durch ihn hat er alles mit sich selbst versöhnt. 

Als Jesus am Kreuz starb, hat er alle Schuld dieser Welt mit in seinen Tod gerissen. Auch Ihre Schuld und meine Schuld. Damit wir – Sie und ich - mit Gott von ganzem Herzen versöhnt leben können.  

Gott hat gezeigt, was er will. Es ist an jedem von uns, darauf zu antworten. Welches Leben wollen Sie?

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Schwamm drüber!

„Schwamm drüber!“ Eine Redewendung mit langer Tradition. In den Wirtshäusern schrieb der Kellner die Anzahl der Getränke und den damit angehäuften Betrag mit Kreide auf eine Tafel. Am Ende der durchzechten Nacht wurde hoffentlich bezahlt. Und die Schulden wurden gelöscht. Eben: „Schwamm drüber!“

Auch Gott schätzt solche Reinigungsprozesse. Vor 2 ½ Jahrtausenden im Nahen Osten steckte das Königreich Juda mächtig in der Klemme. Die übermächtigen Babylonier belagerten die Stadt Jerusalem. Die Situation war aussichtslos. Damals lebte der Prophet Jeremia. Er richtete den Menschen in Jerusalem die Botschaft Gottes aus: „Schuld an der Misere seid ihr selbst. Ihr habt euch von eurem Gott abgewendet, der euer Schutz ist.“

Und dann sagt Jeremia voraus, dass Gott quasi selbst zum Schwamm greift: „Ich reinige sie von ihrer ganzen Schuld, von ihrer Sünde, die sie gegen mich begangen haben.“ (Jeremia 33,8a – BasisBibel)

Doch genau wie in der Kneipe gilt bei Gott das Prinzip: Zuerst muss die Schuld beglichen werden. Die Worte Jeremias weisen damit auf etwas hin, was 500 Jahre später passiert ist: Gott selbst wird Mensch – sein Name: Jesus Christus. Er nimmt die unfassbare Bürde der Schuld der ganzen Menschheit auf sich. Er stirbt dafür am Kreuz.

Seitdem gilt für jeden, der Jesus Christus vertraut: „Schwamm drüber!“ Jemand anderes hat für deine Schuld bezahlt.

Autor: Oliver Jeske

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Wer weiß schon, wer ich bin?

Wer weiß schon, wer ich wirklich bin? Wie ich ticke,  was für erhebende und was für niederschmetternde Erfahrungen mich geprägt haben? Freunde, Weggefährtinnen und -Gefährten wissen vielleicht einiges davon, aber selbst der liebste Mensch an meiner Seite, meine Frau, weiß nicht alles, was ich in mir vergraben habe an erlittenen Demütigungen, an geheimen Sehnsüchten, an kleinen und großen Träumen.

Weiß wenigstens Gott, mit wem er es zu tun hat? Das hat sich vor dreieinhalbtausend Jahren ein Mann namens Mose gefragt. Findelkind, ägyptischer Prinz, Totschläger, heimatloser Weltenwanderer. Als er Gott begegnet in einer überwältigenden Vision in der Wüste, da gibt sich Gott ihm zu erkennen und verrät ihm seinen Namen: Jahwe - „Ich bin, der ich bin.“ Und beruft ihn zum Anführer des Volkes Israel, aus dem Mose ja ursprünglich stammt.

Mose erlebt Wunderdinge mit diesem Gott, aber selbst dann noch zweifelt er oft an seiner Berufung. Und so nimmt ihn Gott am Berg Sinai zur Seite und spricht Mose zu: „Du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen.“ Und zwei Sätze später bekräftigt Gott das noch mit den Worten: „Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.“

Das macht Gott längst nicht mit jeder und jedem. Die Menschen, mit denen er es macht – die können sich glücklich schätzen. Haben dann aber auch keine Ausrede mehr. Ich weiß: Gott kennt mich mit Namen und ist mir gnädig. Und wie steht es mit Ihnen? 

Autor: Markus Baum

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Gottes Gnade hört nicht auf

Gott ist gnädig. Also wohlwollend und barmherzig. Das bezeugen beide Teile der Bibel.

Im ersten Teil, also im Alten Testament, fängt es schon an. Hier lese ich viel davon, wie gut Gott mit Israel umgegangen ist. Mit den Menschen also, die er besonders liebte. Er ist eine besondere Verbindung mit ihnen eingegangen, an die viele Verheißungen geknüpft waren.

Im zweiten Teil der Bibel, im Neuen Testament, geht es weiter: Jesus wird geboren. Auch er ist gut mit den Menschen umgegangen, denen er begegnet ist. Gütig und gnädig. Und er lehrte, dass Gott vergibt und seine Gnade so stark ist, dass sie über den Tod hinaus reicht.

Die Menschen damals konnten nur zu dem Schluss kommen: In Jesus kam Gott selbst auf die Welt – Jesus war Gottes Gnade in Person.

Einer dieser Menschen war der Apostel Johannes. Er schreibt am Anfang seines Evangeliums vor etwa 2000 Jahren: „Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.“ (Joh 1, 16)

Gnade um Gnade. Das heißt: Gottes gutes Handeln mit uns Menschen hat nie aufgehört. Darauf weist Johannes hin. Gott ist ein wohlwollendes und zugewandtes Gegenüber.

Das gilt bis heute. Gott wendet sich auch Ihnen und mir zu. Das Gute ist: Sie und ich, wir können ihn gleich jetzt ansprechen und bitten: Zeige mir, was du heute Gutes mit mir vorhast. Das kann der Anfang einer wunderbaren Freundschaft sein.

Autor: Joachim Bär

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Erleuchtete Augen des Herzens

Wie schön wäre das, mit Hoffnung ins Jahr 2022 zu starten. Die Hoffnung, dass wir die Pandemie überwinden, dass Corona uns weiterhin nicht mehr beschäftigen muss. Und dass wir gesund bleiben im neuen Jahr und auch, dass Frieden herrscht – im eigenen Land und über die Grenzen hinaus. Hoffnung ist so nötig wie der Sauerstoff, ohne den alles Leben zugrunde geht. Doch, und das wissen wir auch, dass alle menschliche Hoffnung auch seine Grenzen hat. Immer wieder müssen wir uns neuen Herausforderungen stellen.

Da strahlt wie ein Stern am Horizont Gottes Verheißung auf. Im Epheserbrief bringt es der Apostel Paulus so auf den Punkt. Das wünscht er den Menschen in der Gemeinde: „Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist.“

Was mag sich der Apostel Paulus nur bei der etwas sonderbaren Formulierung von den „erleuchteten Augen des Herzens“ gedacht haben? Vermutlich wollte er uns darauf aufmerksam machen, dass es nicht nur eine optische Wahrnehmung über unsere Augen gibt, sondern eine tiefergehende Erkenntnis, die von unserm Herzen ausgeht. Also: Raus aus der Routine des Glaubens und dem Misstrauen gegen Gott. Hinein in eine Auffrischungskur des Glaubens durch den Heiligen Geist. Nur so sind erleuchtende Augen des Herzens möglich.

Dann sehen wir, dass Jesus von den Toten auferstanden ist und uns in Ewigkeit eine Wohnung in Gottes Herrlichkeit bereitet. Das ist echte Horizonterweiterung. Das sind gute Aussichten. So ein erleuchtetes Herzdas wünsche ich Ihnen.

Autor: Ulrike Schild

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Mein großer Gott

Als Mose vor über 80 Jahren vor dem Pharao geflohen war, hätte er sich niemals träumen lassen, was Gott mit ihm noch vorhaben würde. 40 Jahre später hatte Gott durch einen brennenden Busch zu ihm gesprochen. Gott hatte ihm einen gewaltigen Auftrag erteilt und versichert, dass er bei ihm sein werde. Mose hatte sich daraufhin auf den Weg gemacht und war aus Median zurückgekehrt nach Ägypten.

Später hatte Mose die mächtigen Taten Gottes miterlebt: Die 10 Plagen, die Flucht mitten durchs Rote Meer, das Manna, die Wachteln, das frische Wasser in der Wüste.

Jetzt, hochbetagt, schreibt der 120-jährige Mose nochmals alles nieder. Er dichtet ein Lied, in dem er die Größe Gottes besingt. Und das klingt so:  

Sehet, dass ich’s allein bin und ist kein Gott neben mir! Ich kann töten und lebendig machen, ich kann schlagen und kann heilen, und niemand kann aus meiner Hand reißen. (5. Mose 32,39)

Gott ist groß und mächtig. Er ist souverän und steht über den Dingen. Ihn überfordert nichts! Das weiß Mose. Er hat Gott selbst erlebt.

Und weil Gott derselbe wie damals ist, kann auch ich mit ihm rechnen. Und Sie können das auch. In Jesus Christus wendet er sich mir zu und versichert: Niemand kann dich aus meiner Hand reißen. Du gehörst zu mir.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Nein ist die bessere Antwort

Da waren sie wieder, die guten Vorsätze für das neue Jahr. Vielleicht so kurz vor Mitternacht und anschließend mit einem Gläschen Sekt darauf angestoßen? Immer wieder höre oder lese ich davon. Ehrlich: Ich kenne solche Vorsätze gar nicht. Irgendwie ist es mir noch nie in den Sinn gekommen, ausgerechnet zum Jahreswechsel irgendwelche Versprechungen oder Festlegungen zu machen. Möglicherweise ist der Familien- oder Freundeskreis Auslöser für solche vollmundigen Vorhaben. Da will man dann in nichts nachstehen.

Vielleicht berührt mich gerade deswegen der doch recht lange Bibelvers, der über dem ersten Tag des neuen Jahres stehen soll. Im 5. Buch Mose ist zu lesen: Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau in deinen Armen oder dein Freund, der dir so lieb ist wie dein Leben, heimlich überreden würde und sagen: Lasst uns hingehen und andern Göttern dienen, so willige nicht ein.

Es geht also darum, treu an Gott festzuhalten. Offensichtlich ist dabei eine falsche Rücksichtnahme gerade auf uns nahestehende Menschen eine echte Gefahr. Natürlich war das besonders damals ein Problem, als mehrere Generationen unter einem Dach in echten Großfamilien gelebt haben. Aber auch heute ist dieser Hinweis wichtig, sich Gott nicht streitig machen zu lassen - nicht durch Familie, Freunde, Arbeit oder welche scheinbar sonst so wichtigen Lebensinhalte. Das wär doch mal ein guter Vorsatz für das neue Jahr.

Autor: Hans Wagner

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Schlangenbiss

In der Bibel ist die Schlange ein Bild für den Teufel. Er windet sich, schleicht sich an, zischt und tötet. Das war schon im Paradies so.

In der Wüste ist es nicht anders. Schlangen machen sich im Lager Israels breit. Erstaunlich: Gott schickt sie. Die Schlangen machen den Aufstand gegen Gott sichtbar. Israel ist das Essen leid, das Gott tagtäglich serviert. Die Schlangen töten inzwischen etliche aus dem Volk. Jetzt sind Israeliten alarmiert und gehen zu Mose:

„Wir haben gesündigt, dass wir gegen den Herrn und gegen dich geredet haben. Bete zum Herrn, damit er uns von den Schlangen befreit. Und Mose betete für das Volk.“ (4. Mose 21,7)

Das Volk gibt zu: Wie damals Adam und Eva haben wir uns aufmischen lassen. Wir haben auf die Stimme des Teufels gehört: „Gott versorgt euch nicht richtig. Er könnte auch anders. Gott enthält euch das gute Essen vor.“

Sie sind dieser Stimme gefolgt, statt Gott zu glauben, dass er sie gut versorgt und nach der Wüstenzeit in ein fruchtbares Land führt. Mose betet und Gott zeigt ihm und dem Volk einen Ausweg.

Den zeigt Jesus Christus, der Sohn Gottes, auch mir. Es ist der Blick auf das Kreuz, an dem Jesus die Schlange, den Teufel, besiegt hat. Gottvertrauen ist möglich – egal, was der Teufel mir ins Ohr flüstert.

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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