ERF Plus - Anstoß

1. Chronik 29,11

„Gehe sorgfältig mit Sachen um, die du dir ausgeliehen hast“. Ich dachte eigentlich, ich hätte diesen Satz verinnerlicht – bis zu diesem Tag während meiner Studienzeit, als ich mir von Rainer ein Buch auslieh. Rainer war ein guter Freund, seine Eltern hatten mal eine Buchhandlung geführt, und entsprechend wichtig war die Unversehrtheit von Büchern in Rainers Familie. Gerne lieh er mir eins seiner Bücher aus, und ich ging so mit dem Buch um, wie ich eben mit Büchern so umgehe. Nicht mutwillig, aber eben nicht wie ein Buchhändler.

Ein kleiner aber feiner Unterschied, den ich kennen lernen sollte, als ich Rainer das ausgeliehene Buch zurückgab. Was für mich nur ein klitzekleiner Knick im Cover des Taschenbuchs war, war für Rainer eine halbe Staatsaffäre. Und für mich eine wichtige Erkenntnis: Ich mag noch so überzeugt von meinen Maßstäben sein – wie man mit geliehenen Sachen richtig umgeht, entscheidet letztlich der Eigentümer.

Das ist mit Büchern so, aber auch mit meinem Leben und unserer Welt.

Als Christ glaube ich: Mein Leben wurde mir nur geliehen, die Schöpfung uns Menschen nur anvertraut. Eigentümer ist in beiden Fällen Gott selbst. Der alttestamentliche König David, der einen besonders engen Draht zu Gott hatte, bringt das in 1. Chronik 29,11 so auf den Punkt:

Alles im Himmel und auf Erden ist dein.

Gott gehört die Welt, und Gott gehört mein Leben. Ich darf und soll beides gestalten, aber beides ist nur geliehen.  Deshalb will ich mit meinem Leben wie mit der Schöpfung möglichst so pfleglich umgehen, wie es der Eigentümer will.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Hebräer 12,3

„Wie viel wird mir eigentlich zugemutet?“ Ich gebe zu, dass mir Selbstmitleid manchmal richtig Spaß macht. Die lange Schlange im Supermarkt, das Hotel, das doch nicht wie gewünscht ausfällt, die böse Politik, die nicht nach meinen Vorstellungen handelt. Es ist einfach zu schön, sich in der Opferrolle zu wähnen. Schuld sind die anderen, und manchmal sogar der liebe Gott persönlich. 

Bleibt die unangenehme Frage, ob das eigentlich stimmt und ob meine Haltung die richtige ist. Schnell merke ich, dass ich mich oft über Bagatellen aufrege. Und dass es vielen Menschen um mich herum wirklich schlecht geht, zum Beispiel, weil sie mit einer ausweglosen Krankheit zu kämpfen haben, oder wenn sie wegen ihres Glaubens verfolgt werden, wovon wir immer wieder berichten.

Das allein sollte mich schon aus meinem Selbstmitleid herausreißen. Der Schreiber des Hebräerbriefes tut es erst recht und erinnert mich an Jesus Christus: "Gedenkt an den, der so viel Widerspruch von den Sündern an sich erduldet hat, dass ihr nicht matt werdet und den Mut sinken lasst."

Gott ging in Jesus den tiefsten Weg, den er gehen konnte. Mit dem Blick aufs Kreuz merke ich sehr schnell, wie gut es mir eigentlich geht. Und ich komme aus der Passivität sehr schnell in die Aktivität. Was kann ich eigentlich praktisch dazu beitragen, dass sich bestimmte Dinge ändern, wo bin ich gefragt, was kann ich tun? Für Selbstmitleid ist da plötzlich keine Zeit mehr. Was für eine  Befreiung. 

Autor: Andreas Odrich

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Micha 7,9

Es gibt Sätze in der Bibel, die höre ich mir gern an, zu denen sage ich spontan ja. Ein Satz aus dem Buch des Propheten Micha, ziemlich am Ende der Hebräischen Bibel, das wäre so ein Fall. Da heißt es von Gott:  „Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue.“ Klingt gut, nicht wahr? Licht. Gnade. Prima!

 

Das Problem ist: Den Satz gibt’s nur brutto. Zumindest ist es nicht ganz seriös, wenn man den ersten Teil unterschlägt. Und ob jede und jeder diesen ersten Teil unterschreiben würde – das ist dann doch die Frage. Denn was steht da? „Ich will den Zorn Gottes ertragen - denn ich habe gegen ihn gesündigt -, bis er sich meiner Sache annimmt und mir Recht verschafft.“ - Ups.

 

Gott wird mich also nicht bedingungslos ans Licht bringen und mir seine Gnade erweisen, sondern, was ist die Bedingung: Die Einsicht, dass ich eigentlich nicht seine Gnade verdient hätte, sondern etwas ganz anderes. Seinen Zorn. Das Eingeständnis: Ich sitze in der Patsche. Ich sitze im Dunkeln. Ich brauche Licht, ich brauche einen Anwalt, der mir hier raushilft. Einen Anwalt, auf den und auf dessen Fähigkeiten ich mich blind verlassen muss, obwohl auf mich selbst eher kein Verlass ist. 

 

Erst dann, erst nach dieser Vertrauensübung, stellt sich die Gewissheit ein: Gott ist dieser Anwalt. Derselbe Gott, der allen Grund hat, auf mich zornig zu sein, der kann und wird „…mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue.“

Autor: Markus Baum

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Matthäus 16,15

Im Matthäus Evangelium wird in dem 16. Kapitel eine inspirierende Szene beschrieben. Jesus lässt sich von seinen Jüngern berichten, wen die Menschen auf der Straße für den Menschensohn halten. Danach fragt er die Jünger selbst: „Wer sagt denn ihr, dass ich sei?“ Daraufhin antwortet ihm Petrus mit einem innigen: „Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“ Danach spricht Jesus ihn selig und offenbart Petrus seine großen Pläne für ihn.

Für mich ist dieser kurze Eindruck ein persönlicher Schlüssel zum Verständnis von Jesus Christus. In aller Offenheit und Herrlichkeit wird hier vom lebendigen Sohn Gottes gesprochen. Zunächst lässt er sich mitteilen, auf welchen gedanklichen Irrwegen sich die Menschen in der Umgebung befinden. Um dann von seinem engsten Kreis klar als Christus, als Retter, benannt zu werden.

Ich denke, dass das heute immer noch so ist. Viele Menschen sprechen über die Bibel, über Jesus Christus, den Heiligen Geist und den Vater im Himmel. Aber so richtig begreifen, so richtig mit dem Herzen fassen, können wir es nur, wenn wir uns auch mit Jesus beschäftigen. Nur im Gebet offenbart sich mir seine Herrlichkeit. Nur im täglichen Selbststudium der Bibel vermag ich die tiefe Wahrheit über Jesus zu erkennen. 

Ich habe für mich aus dem Abschnitt zweierlei mitgenommen: Erstens, nur wenn ich eine Beziehung zu Jesus pflege, dann erkenn ich ihn. Und zweitens, vieles was mir auf den ersten Blick in der Bibel fremd erscheinen mag, wird mit dem Studium ganz vertraut.

Autor: Dariush Ghobad

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Matthäus 20,28

Mancher redet fromm und lebt unfromm, mancher redet von Liebe und meint damit vorrangig die Liebe zu sich selbst. Mancher redet vielleicht sogar vom Dienen, drückt sich aber, wenn Arbeit anliegt. Die Tendenz von uns Menschen ist klar: Was wir mit dem Mund sagen, muss nicht durch unsere Taten abgedeckt sein. Das ist heute so, dass war auch um Jesus herum so. Damals vor 2000 Jahren. Manche wollten groß das Wort führen, Priester und Pharisäer zum Beispiel. Daher kommt vielleicht der Ausdruck 'falsche Pharisäer', weil ihr Reden und Handeln oft nicht zusammen passte. Die Jünger von Jesus streiten sich darum, wer der Größte sei und Jesus, der Chef im Ring, macht ihnen etwas ganz anderes vor: Er dient seinen Jüngern, wäscht Ihnen die Füße, dass es ihnen schon fast peinlich ist.Ein König, der nicht auftrumpft. Ein Herr, der sich nicht bedienen lässt. Gottes Sohn dient den Menschen. Beugt sich unter sie, macht sich klein, trumpft nicht auf, will nicht deckeln, sondern lieben. Das ist mal ein Beispiel. Das ist wahre Größe. Das ist das, was zählt. Die Liebe kommt nicht von oben herab. Die Frau, die jahrelang die demenzkranke Mutter pflegt. Die Krankenschwester, die ohne Murren Überstunden schiebt, der kranke Mann, der treu für andere betet. Menschen, die die ungeliebten Arbeiten in der Gemeinde tun, Toiletten putzen, Staub wischen. Andere, die sich ehrenamtlich fürs Gemeinwohl einsetzen, sei‘s in der Suppenküche oder im Altenheim. Das sind die wahren Helden.

Im Dienen liegt eine ungeheure Kraft. Wer dazu den Mut hat, dem glaubt man auch eher, wenn er von der Liebe Gottes spricht. Jesus hat es uns vorgemacht. 

Autor: Ulrike Schild

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Psalm 37,5

Ist es ein Zeichen von Schwäche, wenn ich jemand anderes bitte, mir zu helfen? Dieser Gedanke  kann einem kommen, wenn man Psalm 37,5 liest. Dort steht:

Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen. (Psalm 37,5)

David hat diesen Satz geprägt. Und der Zusammenhang legt nahe, dass David allen Grund hatte, sich aufzuregen. Immerhin beginnt er den Psalm mit den Worten: „entrüste dich nicht über die Bösen“.  

Ich glaube, dass es David nicht um blindes Vertrauen oder stilles Herunterschlucken von Ärger geht, sondern um eine bewusste Entscheidung. Etwa so: Ich entscheide mich jetzt angesichts verschiedener Möglichkeiten, Gott, meinem Herrn, zu vertrauen.

Deswegen will ich es so halten, wie König David mir das rät: Ich will meine Blicke auf Gott richten, mit ihm meine Wege besprechen. Ich will Gott um Einsicht und Durchblick bitten und für die Fähigkeit mich nicht aufzuregen. Ich will offen sein für Korrektur und dann mich seiner Führung anvertrauen. 

Das tue ich nicht, weil ich mich vor der Verantwortung eigener Entscheidungen drücken will, sondern weil ich mir bewusst bin, dass Gottes Perspektive besser ist als meine. Außerdem habe ich in der Vergangenheit gute Erfahrungen damit gemacht, mich Gott anzuvertrauen. Er hat mich bisher immer gute Wege geführt, ja, auch dann, wenn diese Wege manchmal ziemlich schwierig waren.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Jakobus 4,7

"Ordnet euch Gott unter! Leistet dem Teufel Widerstand, und er wird vor euch fliehen."  Was für eine deutliche Aufforderung. Geschrieben hat sie Jakobus und man findet diesen Vers im Neuen Testament, im 4. Kapitel seines Briefes. Und natürlich richtet sich dieser Brief an Christen. Das könnte ja erst mal stutzig machen und fragen lassen: Müssen Christen dazu extra noch aufgefordert werden? Sich Gott unterzuordnen? Dem Teufel zu widerstehen? Ist das nicht selbstverständlich?

Wer das ganz vierte Kapitel dieses Briefes liest, wird vielleicht überrascht sein. Da ist von Unfrieden in der Gemeinde die Rede, von Kämpfen, ja sogar von Mord! Und wer sich heute in Kirchen und Gemeinden oder anderen christlichen Gruppierungen umschaut, wird feststellen: Auch hier gibt es genug Konflikte und Versagen, Fehlverhalten und Böswilligkeit. Darum: Ja, auch Christen müssen diesen täglichen Kampf immer wieder vor Augen haben. Sie stehen nicht lässig auf der "Wir haben es kapiert"-Seite gegenüber anderen Menschen auf der "Ihr müsst es noch begreifen"-Seite. Christen haben allerdings den Gewinn, dass sie nicht nur von alledem wissen können, sondern noch viel mehr: Mit Jesus haben Sie diesen Kampf nicht mehr selbst auszutragen. Sie stehen auf der Seite des Siegers. Aber es bleibt: diesen Platz, der ihnen geschenkt wird, müssen auch sie täglich für sich in Anspruch nehmen. Indem sie sich Gott unterordnen und so dem Teufel Widerstand leisten.

Autor: Hans Wagner

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Jesaja 27,3

„Ich darf doch noch träumen!“ So antworte ich manchmal, wenn mein Gesprächspartner meine Idee für spinnert hält.

Viele Israeliten trugen vor gut 2400 Jahren die Sehnsucht in sich, dass Gott sich endlich mit seinen Vorstellungen vom Leben durchsetzt. Wäre das was?

Manche aus ihrem Volk fanden das verrückt. Sie hatten ihr Leben eingerichtet. Mal hatte Gott darin Platz, mal nicht. Vor allem dann nicht, wenn es um ihren eigenen Vorteil ging.

Doch die Träumer fanden einen, der ihre Träume erdete. Den Propheten Jesaja. Jesaja versprach ihnen im Auftrag Gottes:

Israel wird von Gott wie ein Weinberg gehegt und gepflegt, auf den Gott unendlich stolz sein wird. Und weiter in schriftlicher Form im Kapitel 27, Vers 3 im Jesajabuch: „Ich selber bin sein Wächter, ich, der Herr, und alle Augenblicke tränk' ich ihn. Bei Tag und Nacht bewache ich den Weinberg, damit ihm nichts und niemand schaden kann.“ (GNB)

Dieser Traum blitzt bis heute öfter zum Greifen nah auf. Jedoch so richtig erfüllt ist das Versprechen Gottes noch nicht. Kein Wunder! Denn das Gericht hat noch nicht stattgefunden, an dem Gott sich hundertprozentig durchsetzen wird. Bis dahin träume ich mit den Israeliten weiter. Gott erlaubt es mir. Denn als Christin gehöre ich wie Israel zu Gottes Volk.

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Jesaja 52,7

Wie kann man Gott loben, wenn alles um einen herum in Schutt und Asche liegt? So ähnlich muss es den Bewohnern von Jerusalem gegangen sein, als sie Jesajas Botschaft hörten. Wobei, je nachdem wie man diesen Bibelabschnitt historisch einordnet, stand das Gericht Gottes für Jerusalem noch bevor.

Der Prophet Jesaja sieht nicht das, was Wirklichkeit ist, eben Schutt und Asche. Er schaut auf das, wovon Gott sagt, dass es einmal sein wird: Rettung von Feinden und Frieden in Stadt und Land. Gott selber wird die Macht ergreifen und sich gegen die Feinde durchsetzen. In Jesajas Worten klingt das so:

Wie lieblich klingen die Schritte des Freudenboten auf den Bergen, der Frieden verkündet, der gute Botschaft bringt, der Rettung verkündet, der zu Zion spricht: Dein Gott ist König geworden! (Jesaja 52,7)

Die Worte, die seinerzeit als Trost für das bedrängte Volk Gottes gemeint waren, haben auch heute noch Kraft. Sie weisen mich auf eine Realität hin, die weit über meine derzeitigen Umstände hinausgeht. Gott ist Willens und fähig, auch in die dunklen Stunden meines Lebens Freudenboten zu schicken. Menschen, die mir seinen Frieden und Rettung verkünden und mich daran erinnern, dass Gott im Regiment sitzt.

Ich finde Jesajas Worte ausgesprochen tröstlich. Und ich wünsche Ihnen das für heute: einen Freudenboten von Gott. Jemand, der Ihnen Gottes Frieden überbringt und der Sie daran erinnert: Gott ist immer noch der Herr.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Zefanja 3,7

Wenn mein Navi beim Autofahren mir unmissverständlich sagt: „Jetzt links abbiegen“. Dann sollte ich das auch machen. Wenn ich lange darüber nachdenke, ob mir das passt oder nicht, habe ich die Straße schon verpasst. Und wenn ich Glück habe sagt mein Navi recht schnell: „Route wird neu berechnet“ oder es sagt: „Bitte wenden“. Natürlich sollte man auch beim Navi das Denken nicht abschalten. Aber in der Regel kennt mein Navi sich da, wo ich unterwegs bin, wesentlich besser aus als ich. Das muss ich respektieren. Und deswegen sollte ich mich an seine Anweisungen halten. Im normalen Leben ohne Navi kommt so etwas eher selten vor. Anweisungen folgen ohne weitere Diskussionen. In manchen Berufen ist das absolut wichtig. Aber ansonsten leben wir eher damit, dass man uns Vorschläge macht, und wir uns dann überlegen, ob wir uns daran halten wollen oder nicht. Bei Gott ist das anders. Er ist der, der den Überblick hat und er sieht definitiv weiter als ich mit meiner begrenzten Perspektive. Deshalb macht es auch keinen Sinn, mit ihm zu diskutieren. Gott ist Herr. Er hat mich geschaffen und er liebt mich bedingungslos. Und er hat den Überblick. Deshalb: Wenn ER mir etwas zu sagen hat, dann gibt es kein Wenn und Aber. Im Buch Zefania gibt es die klare Ansage von Gott: „Mich sollst du fürchten und dich zurechtweisen lassen.“ Das ist deutlich. Ähnlich wie beim Navi im Auto gilt auch hier: Ich muss nicht darauf hören, was Gott mir zu sagen hat. Aber dann werde ich mein Ziel auch nicht erreichen.  

Autor: Stefan Loß

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Psalm 23,2–3

Ich habe einmal Pizza gemacht. Alles frisch, auch der Teig. Ich dachte, das würde bei unseren Töchtern auf große Begeisterung stoßen. Doch weit gefehlt. Sie fanden: die übliche Fertigpizza schmeckt ja sooo viel besser. Und vor allem der Teig. So ist das manchmal mit Kindern. Doch aus Erfahrung wusste ich: diese Phase geht vorüber. Inzwischen hat sich der Geschmack unserer Kinder weiterentwickelt. Und jetzt schmeckt ihnen eine Mahlzeit aus frischen Zutaten viel besser.

 

Ähnlich hat es einmal David formuliert. Jener David, der vom Hirten aufgestiegen ist bis ins höchste Staatsamt: zum König von Israel. Da heißt es in Psalm 23: „Gott bringt mich auf saftige Weiden, er lässt mich ruhen am frischen Wasser und gibt meiner Seele neue Kraft.“ Wie ein Hirte seine Herde zu den besten Weideplätzen bringt, so sorgt Gott auch bestens für alle, die ihm vertrauen. So beschreibt es David. Wörtlich spricht er von „jungem, frischen Gras“. Dazu kommt „frisches“ Wasser. Gott verwendet nur frische Zutaten, wenn er Menschen versorgt. Und das Ergebnis: Ich empfange neue Kraft. Innerlich und äußerlich. Meine ganze Seele wird neu belebt. Sicher: David schreibt auch von den dunklen Wegstrecken im Leben mit Gott. Aber grundlegend gilt: Wenn Gott mich versorgt, ist alles frisch zubereitet. Und ich empfange neue Kraft. Und das kann ich gut gebrauchen. Sie auch?

Autor: Steffen Brack

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Lukas 13, 17

Freude statt Scham

Jesus heilt eine Frau am Sabbat. Diese Frau war 18 Jahre lang krank. Was glauben Sie wohl, wie oft sie sich gewünscht hat, gesund zu sein? Wie oft sie Gott wohl gefragt hat, warum sie krank ist. Als ob die Krankheit allein nicht schon genug zu tragen wäre, kommen diese unbeantworteten Fragen noch obendrauf - 18 Jahre lang.

Dann endlich trifft sie an einem Sabbat Jesus, den Heiland. Sie ist zur gleichen Zeit am gleichen Ort, und er sieht sie auch noch. Er erbarmt sich und heilt sie. Welche Freude, denken Sie jetzt. Aber, weit gefehlt. Sogleich kommt der Synagogenvorsteher an und hat was zu mäkeln. „Am Sabbat darf man nicht heilen!“

Als ich das lese, kann ich es kaum fassen. Der Sabbat ist doch ein Tag, an dem ich mich auf Gott besinnen darf. Da kommt eine Frau an diesem besonderen Tag in die Synagoge. Wohlmöglich, um Gott zu begegnen und sie trifft den Sohn Gottes tatsächlich. Die Umstehenden werden Zeugen einer Begegnung zwischen Mensch und Gott - und dem was, daraus entsteht: Heilung. Wer hat hier bitteschön etwas falsch gemacht? Jesus? Die Frau? Nein! Der Vorsteher. Der  hat nicht begriffen, was hier passiert ist, nämlich genau das, was passieren soll.

Jesus ist so gnädig und erklärt es den Umstehenden. Und was passiert, steht im Lukasevangelium Kapitel 13 Vers 17: „Es schämten sich alle, die gegen ihn waren. Alles Volk freute sich über alle herrlichen Taten, die durch Jesus geschahen.“ Ich darf Dinge falsch oder auch gar nicht verstehen. Gar kein Problem für Gott. Er erklärt es mir gerne. Nicht, damit ich mich schämen soll, sondern damit ich mich freuen darf.

Autor: Tobias Schier

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2. Timotheus 2,1

Das Leben ist kein Ponyhof. Soviel ist mal sicher. Auch wenn es Menschen gibt, die das auf Grund ihrer persönlichen Möglichkeiten und Lebensumstände natürlich anders sehen mögen, gilt doch für die Mehrheit der Weltbevölkerung, dass das Leben kein Zuckerschlecken ist. Menschen müssen, mal mehr mal weniger, ums tägliche Überleben kämpfen. Sehr konkret erleben das Menschen in Kriegs- und Krisengebieten und in armen Ländern. Aber selbst in den reichen Ländern gibt es Not. Menschen bangen um ihren Arbeitsplatz, leiden an Krankheiten oder werden Opfer von Gewalt. Die Frage für jeden Menschen auf dieser Welt, der in so einer Situation ist, egal wo er lebt, lautet immer gleich: "Woher soll ich die Kraft für den nächsten Tag nehmen?" Das ist auch Timotheus so ergangen; einem Mitarbeiter des Apostels Paulus. Vor fast 2000 Jahren schreibt Paulus an ihn: "So sei nun stark, mein Kind, durch die Gnade in Jesus Christus." (2. Timotheus 2,1) Timotheus und andere Christen werden auf Grund ihres Glaubens bekämpft. Auch der Apostel Paulus hat Einiges erlitten. Er gibt Timotheus einen Rat, der auch heute noch gilt: Innere Stärke kann aus dem Glauben an Jesus erlangt werden. Er schafft eine Hoffnung, die den Widrigkeiten des Lebens Widerstand bietet. Der Glaube ist eine tägliche Kraftquelle, die dafür sorgt, den Herausforderungen des Lebens zu begegnen. Dafür ist es wichtig, um diese Kraftquelle zu wissen und sie zu nutzen. Ich wünsche Ihnen heute, dass beides auf Sie zutrifft und Sie sich die Worte des Paulus zu Herzen nehmen! Egal, in welcher Situation Sie sich heute wiederfinden.

Autor: Horst Kretschi

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Matthäus 12,37

Jesus - der nette Begleiter, der vor allem dafür zuständig ist, dass es mir gut geht. Ein treuer Freund, der dafür sorgt, dass es mir warm ums Herz wird.

Das ist mein Traum-Jesus. Ein Wohlfühl-Heiland, der im Grunde so funktioniert wie die Sitzheizung im Auto. Wenn ich's im Winter warm haben will, drücke ich aufs Knöpfen und schon wird's kuschelig.

Nun stimmt es zwar, dass Gott in Jesus seine ganze Gnade offenbart hat, aber sicherlich nicht, damit ich die wie ein Automatenprogramm abrufe. Und so gibt es auch den anderen Jesus, der knallhart ist, und mit Deutlichkeit nicht spart. So ruft er mir zitiert nach dem Evangelisten Matthäus zum Beispiel zu:

"Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden.​" Sprich: Ich soll mir gut überlegen, was ich so alles den lieben langen Tag vom Stapel lasse - Hass, Neid, Missgunst und Überheblichkeit das alles wird beim jüngsten Gericht Thema.

Und das ist eben auch Jesus. Der sagt mir hier klipp und klar, dass der Glaube keine Einbahnstraße ist, die für mich nur aus Nehmen besteht. Auch ich habe meinen Teil beizutragen und kann nicht einfach nur profitieren. Ob es mir gefällt oder nicht, auch an mich stellt der Glaube Ansprüche, auch ich muss mich bewegen, zum Teil, indem ich hart an mir arbeite und korrekturfähig bleibe.

Autor: Andreas Odrich

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Galater 5,5

Ich schlage die Bibel auf, Neues Testament, Galaterbrief, Kapitel 5. Ich lese den Satz: 

Wir warten im Geist durch den Glauben auf die Gerechtigkeit, auf die wir hoffen.

Ich muss ein bisschen schlucken. Denn ich bin kein guter Warter.

Ich denke an neulich, in der Autowerkstatt. Ich will nur schnell mein Auto abholen, nur ein Kunde vor mir in der Schlange. Aber es dauert. Der andere fachsimpelt mit dem Werkstattinhaber, ob ein bestimmtes Ersatzteil für einen bestimmten Motor passt oder nicht. Die beiden haben eine Engelsgeduld – ich nicht. Ich trete von einem Fuß auf den anderen. Schaue auf mein Smartphone. Checke meine E-Mails, die Nachrichten. Die beiden fachsimpeln noch immer.

Ich finde Warten nervig. Wenn ich ehrlich bin, nicht nur in der Autowerkstatt, sondern oft auch in anderen Situationen des Lebens. Aber womöglich entgeht mir  dabei etwas Wichtiges. Denn Zeiten des Wartens sind nicht nur ein „Aufgehaltenwerden“, sondern auch ein „Aufetwaszugehen“.

Das ist wie beim Kochen: „10 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen“ ist nicht der Freibrief zur Zeitverschwendung, sondern der Freiraum zur vollen Entfaltung des Geschmacks.

Genauso braucht auch meine Seele braucht Freiraum, eine Art des Wartens, damit in mir etwas zur vollen Entfaltung kommt.  Gott weiß das, und deshalb mutet er mir im Leben Zeiten des Wartens zu. Zeiten, die ich irrtümlich für ein „Aufgehaltenwerden“ halte, die aber in Wahrheit Zeiten des „Aufetwaszugehens“ sind.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Epheser3,20-21

Im Bekanntenkreis unserer Familie gab es einen Schmied. Der konnte richtig lustig sein, hatte immer wieder einen flotten Spruch auf den Lippen. Einmal ist er zum Friseur gegangen. Er hatte schon deutlich lichtes Haar. Als die Dame, die ihn bedient hat, gefragt hat: „Wie hätten Sie’s denn gern?“, war sein Spruch: „Ach, hier oben an der kahlen Stelle dürfte es etwas mehr sein!“ Ein Witz, klar! Aber was glauben Sie, wie alle gestaunt hätten, wenn diesem Scherz entsprochen worden wäre. Wenn diese Friseurin Kenntnis von irgendeinem Geheimmittel gehabt hätte. Und auf einmal wäre dieser alte Schmied wieder mit einer vollen natürlichen Haarpracht durchs Dorf gelaufen.

Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass es keinen Coiffeur gibt, der so etwas vollbringen kann. Und doch macht mich diese schelmische Art des alten Schmieds nachdenklich. Kann ich mir davon etwas abschauen für meine Beziehung zu Gott? Sollte ich meinem Schöpfer gegenüber vielleicht manchmal verwegener, ja verrückter sein mit meinen Bitten? Immerhin heißt es von ihm in der Bibel:

Gott kann unendlich viel mehr an uns tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns ausdenken können. So mächtig ist die Kraft, mit der er in uns wirkt. 

Ihm gehört die Ehre in der Gemeinde und durch Jesus Christus in allen Generationen, für Zeit und Ewigkeit! Amen.

Halten wir fest: Gott vermag unsere Erwartungen an ihn zu toppen. Wir können gar nicht groß genug von ihm und seinen Möglichkeiten denken. Also fangen wir doch einfach an: Legen wir Gott ganz offen unsere Wünsche auf den Tisch. Seien wir mutig. Weil wir sowieso nicht überblicken können, wie Gott auf unsere Herzensanliegen reagieren wird. Ich glaube, dass manche Antwort von ihm anders ausfallen wird, als wir es erwarten. Auf jeden Fall sollten wir damit rechnen, dass er unsere Erwartungen übertreffen kann. Und das Staunen und Jubeln darüber kann dann Raum greifen weit über unseren eigenen begrenzten Horizont hinweg.

Autor: Oliver Jeske

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Micha 5,1

Mein Vater ist in einem wirklich sehr kleinen Dorf in den Löwensteiner Bergen aufgewachsen. Meine Mutter in einer Kleinstadt, die immerhin die Vorsilbe „Groß-“ im Namen trägt. Meine Wiege stand in einem auch nicht viel bedeutenderen Städtchen südlich von Stuttgart, von Krautäckern und Obstwiesen umgeben und in der Einflugschneise des Landesflughafens. Ein schöner Platz zum Leben, durchaus, wenn auch nicht der Nabel der Welt. Da bieten sich andere Kandidaten an.  

Aber jeder noch so kleine Flecken, jede noch so kleine Stadt kann große Persönlichkeiten hervorbringen. Menschen, die die Welt prägen und verändern. Paradebeispiel ist Bethlehem, wörtlich übersetzt: das „Brothaus“, schon vor 3.000 Jahren eine überschaubare Siedlung unweit der befestigten Stadt Jerusalem. 250 Jahre später war Bethlehem immer noch eine Kleinstadt. Die kleinste unter den Städten im Gebiet des israelischen Stammes Juda. Aber eine mit Potential, hat jedenfalls der Prophet Micha im Namen Gottes verkündet. „Du, Bethlehem, bist zwar klein, aber aus dir wird der künftige Herrscher über mein Volk Israel kommen.“ Dazu noch der rätselhafte Nachsatz: „Sein Ursprung liegt in ferner Vergangenheit.“  

Noch einmal 750 Jahre später ist es dann so weit: Jesus wird geboren – ausgerechnet in Bethlehem. So wechselhaft die Geschichte der kleinen Stadt seither auch gewesen ist, ihr Name wird immer verbunden bleiben mit dem Heiland und Erlöser der Welt – mit Jesus Christus. So ist diese kleine Stadt im Westjordanland auch mit meiner Biografie verknüpft, denn Jesus ist auch mein Erlöser. Und wie steht es mit Ihnen? 

Autor: Markus Baum

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Jesaja 50,8

In wenigen Wochen feiert der ERF sein 60jähriges Bestehen. Ich habe mir in diesem Zusammenhang manches Mal die Frage gestellt, ob es des ERF´s heute überhaupt noch bedarf. Brauchen die Menschen in Deutschland noch einen „Evangeliumsrundfunk“? Die Antwort fand ich dieser Tage in dem 50 Kapitel von Jesaja.

Es ist eine kämpferische Textpassage aus der Bibel! Da spricht der Knecht Gottes und zählt die Stärkungen auf, die er von Gott erfahren hat. Er verfügt über eine Zunge, um zur rechten Zeit zu reden.  Sowie über offene Ohren, damit er nicht ungehorsam ist. Weiter steht in Vers 8: „Er ist nahe, der mich gerecht spricht; wer will mit mir rechten?“

Damit stellt er klar, wer ihm Recht abspricht, der muss sich auf einen Konflikt einstellen.  Gott, der ihm Recht zuspricht, der ist ihm nahe. Soviel Lust und Geist am Konflikt, am „für seine Sache einstehen“ wünsche ich mir öfter in den hiesigen Gemeinden. Ich erlebe oft Predigtexte, die glatt geschliffen sind, um jedweder Kontroverse aus dem Weg zu gehen. Vielfach wird höflich im Konjunktiv gesprochen oder malerisch eine Zukunftsvision gezeichnet.

Dabei war Jesus selbst oftmals in seiner Klarheit und Radikalität unübertroffen.  Er ließ ein „man könnte ja mal“ nicht gelten, sondern sprach klar und deutlich darüber, was ist. Dürfen wir als Christen das heute auch noch? Traue ich mich das in der heutigen Zeit noch?

Es wäre doch schade, wenn die Botschaften Gottes nur noch im Flüsterton unter Gleichgesinnten weitergegeben wird. Deshalb, und dafür komme ich jeden Tag gerne zur Arbeit, braucht es den ERF noch. Wie der Knecht Gottes wollen wir zur rechten Zeit deutlich sprechen und mit offenen Ohren Gottes Wort demutsvoll hören.

Autor: Dariush Ghobad

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Jesaja 64,7

„Das Leben formt uns“, sagt man heute so schön. Obwohl, das ist oftmals gar nicht so schön. Da sind auch viele schmerzhafte Dinge, die uns bitter machen, unbarmherzig und griesgrämig. Kürzlich las ich die Überschrift: "Das Leben ist nicht gerecht – es formt uns." Ja, die Erfahrung haben schon viele gemacht. Das Leben ist so. Es schlägt auch Wunden. Ein Wechselbad der Gefühle. Ein Hoch- und Tiefgefälle. Ungerechtigkeiten. Doch das ist nur eine Wahrheit. Es gibt noch eine andere, die ich für noch viel wichtiger halte. Es gibt nämlich noch jemand anderes, der mich in Form bringt. Um im Bild zu sprechen: Ein Töpfer, der mich geformt hat von Anbeginn und immer wieder nachbessert, damit ich seiner Form entspreche, dem, was er sich für mich vorgestellt hat. Und er hat sich Gutes vorgestellt. Gott, der Töpfer. Da heißt es in Jesaja 64,7: "HERR, du bist doch unser Vater!Wir sind Ton, du bist unser Töpfer, und wir alle sind deiner Hände Werk." Ich bin erdacht, gemacht, geformt, geprägt und wunderschön kreiert vom Schöpfer dieser Welt. Ein echtes Designerstück. So gesehen formt uns nicht nur das Leben, das wäre aus meiner Sicht auch grausam. Sondern der Töpfer, also Gott selbst, hat immer einen Blick auf seine Menschen. Was uns im Leben auch geschieht: Jeden Kratzer bekommt Gott mit. Jede Beule. Jeden Tiefschlag. Doch er kann nachbessern, neu machen, verändern. Manche Verformung lässt er auch, wie sie ist. Wir sind seiner Hände Werk. Kostbar ohne Ende. Und Gott investiert ganz intensiv in das, was er geschaffen hat. Im Gegensatz zu Ton sind wir Menschen nicht willenlos.

Gott formt uns, wenn wir es zulassen. Er ist unser Ansprechpartner. Im Gespräch mit ihm werden wir am meisten geformt. 

Autor: Ulrike Schild

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Offenbarung 19,6–7

Ende gut, alles gut! So lautet eine weit verbreitete Redeweise. Und mit Blick auf diese Welt trifft sie tatsächlich zu. Die Bibel bestätigt, dass am Ende tatsächlich alles gut werden wird. Das Böse wird nicht siegen. Vielmehr wird die Ungerechtigkeit überwunden werden. Mehr noch: Gott, der Allmächtige, wird sich durchsetzen und dem Chaos in dieser Welt ein Ende bereiten. Davon schreibt der Apostel Johannes im letzten Buch der Bibel. Ich zitiere aus dem Buch Offenbarung 19, die Verse 6 und 7:

Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat seine Herrschaft angetreten! Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben.

Diese Zusage erreichte die Christen in einer schwierigen Zeit. An vielen Stellen des römischen Reichs wurden sie bedrängt und mussten um ihr Leben bangen. Führende Christen waren bereits hingerichtet worden. Unter ihnen die Apostel Paulus und Petrus.

Johannes lässt seine Mitchristen wissen: Diese schwere Zeit dauert nicht für immer. Nein, am Ende kommt Gott zu seinem Ziel. Er wird alles zurechtrücken und in Ordnung bringen.    

Mit diesem Trost haben die Christen sich ans Werk gemacht. Sie haben getan, wozu sie sich beauftragt wussten: Gott lieben und den Menschen dienen.

Die Worte des Apostels Johannes sind auch für mich tröstlich. Deshalb will ich einstimmen in die Freude, von der Johannes spricht. Ich will Gott die Ehre geben und dann das tun, was er mir vor die Füße legt.   

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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