ERF Plus - Anstoß

Gott braucht uns nicht

Zum ersten Mal in Thailand, Besuch einer christlichen Arbeit. Fasziniert lass ich mich auf die Menschen ein, in einer für mich völlig fremden Welt. Einer Welt voller Freundlichkeit und Einfachheit. Einer Welt voller Schönheit. Und: Einer Welt voller Tempel.

Meine Bewunderung der teilweise wunderschönen Bauwerke dauert jedoch nur Momente, denn sofort habe ich einen meiner Lieblingstexte aus der Bibel im Kopf. Apostgeschichte, Kapitel 17. Vor knapp 2.000 Jahren unterwegs in Athen, war der Apostel Paulus voller Bewunderung für die herrlichen Bauwerke, viele davon zu kultischen Zwecken errichtet.

Doch dann macht Paulus diese Ansage an die Menschen vor Ort: "Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darinnen ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt."

Zurück in Deutschland und denke ich an die vielen jungen Männer in Thailand, für die es zum guten Ton gehört, einige Zeit in einem solchen Tempel zu verbringen. Sie kennen offensichtlich nicht den Gott der Bibel, der keinen Tempel braucht.

Und dann denke ich an die Menschen in unserem Land. Ob sie alle von diesem Gott wissen, der sie geschaffen hat? Und dann frage ich mich: Weiß ich denn, dass Gott mich gar nicht braucht? Naja, er liebt mich - einfach so, bedingungslos. Dann muss es wohl so sein.

Autor: Hans Wagner

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Noch Puste?

Puste ausgegangen. Ärger, Verfolgungen haben Christen lahm gelegt. Der Schreiber des Hebräerbriefes hat den Eindruck: Wie weggeblasen ist das Grundlegende. Doch er will nicht noch mal von vorne anfangen, sondern fordert die Christen damals heraus: Schaut euch Vorbilder des Glaubens an! Im Kapitel 11 nennt er etliche aus der Bibel, dem Alten Testament.

Kennen Sie Christen, die Vorbilder für Sie sind? Heute oder aus den Anfängen Ihrer Gemeinde? Manchmal reicht eine Begebenheit, die mir hilft, die Hürde zu nehmen, die mir das Vertrauen auf Jesus erschwert.

Damals hatten Christen andere Kämpfe auszufechten als wir heute. Dennoch hat der Vers 12 aus dem 6. Kapitel des Hebräerbriefes es bis heute in sich: „Nehmt euch ein Beispiel an denen, die Vertrauen und Ausdauer bewahrt und darum empfangen haben, was Gott versprochen hat.“

Gott lässt sich nicht treiben. Er spielt nicht mit, wenn wir uns heute gegenseitig antreiben. Deshalb können zwischen Ansage und Eintreffen gefühlt Ewigkeiten liegen. Versuche ich Gott anzutreiben, wie manch anderer oder warte ich einfach mit Jesus? Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr, womöglich Jahrzehnt für Jahrzehnt bis Jesus Gottes Versprechen einlöst?

Durchs Warten gewinne ich Abstand. Der Abstand ermöglicht mir einen Blickwechsel. Ich sehe mehr. Sehe mehr von dem, was Jesus mir zeigt. In solchen Momenten erlebe ich, wie unnötig es ist, die Peitsche zu schwingen. Was mit Menschen funktionieren mag, läuft bei Gott ins Leere. Gott wählt den Zeitpunkt, an dem passiert, was er zugesagt hat. Mit Jesus Warten hilft bei Puste zu bleiben.

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Der Unterschied

Ich habe mich immer wieder gefragt, wie ich meinen Glauben angemessen leben kann. Wie zeigt sich, dass ich Jesus nachfolge?

Mir ist es ein Anliegen, dass man mich als Christ erkennen kann. Andererseits möchte ich meinen Glauben nicht jedem „gebläsehaft“ um die Ohren pusten.

In den letzten Versen des Alten Testaments kommt der Prophet Maleachi darauf zu sprechen. Gott lässt durch ihn folgende Botschaft ausrichten:

Ihr werdet den Unterschied sehen zwischen einem Gerechten und einem Ungerechten, zwischen einem, der Gott dient, und einem, der ihm nicht dient. (Maleachi 3,18)

Folge ich Maleachi, gibt es einen wahrnehmbaren Unterschied. Nicht nur im Hier und Heute. Auch mit Blick auf das große Finale, wenn ich für mein Tun und Lassen Rechenschaft geben muss.

Man wird Menschen daran erkennen, dass sie Gott dienen oder ihm zu Lebzeiten gedient haben. Ein Blick wird genügen, um zwischen Gerechten und Ungerechten zu unterscheiden.

Wie ist das mit mir?

Gott dienen heißt, eine lebendige Beziehung mit ihm führen. Mich täglich aufs Neue von Jesus prägen lassen.

Als ein gerechter Mensch wahrgenommen zu werden, ist das Ergebnis dieses Lebens mit Gott. Es beschreibt, wie andere über mich denken und wie sie mein Verhalten beurteilen. Letztendlich ist es ein Gütezeichen, dass mir meine Umwelt ausstellt.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Bitte stören

Ein Corona-Fall im Kindergarten. Heute bleibt die Gruppe geschlossen, also spielt unsere Tochter zu Hause, in ihrem Zimmer. Ich sitze am improvisierten Schreibtisch im Schlafzimmer und höre, wie die Waschmaschine in den Schleudergang schaltet. Es dauert nicht lang, da sehe ich in meinem Kamerabild den kleinen, blonden Schopf, der sich ins Zimmer schiebt.

Alltag in Corona-Zeiten. An solchen Tagen schalte ich einen Gang hoch, um alles zu schaffen. Dabei hilft es mir auch, wenn ich zwischendrin mal Pause mache. Mal den Wäscheberg gekonnt ignorieren, innehalten und kurz bei Gott ausruhen.

Das habe ich mir bei Jesus abgeschaut. Er hatte vor knapp 2.000 Jahren auch viel um die Ohren. Trotzdem oder gerade deshalb zog er sich regelmäßig zurück. Er suchte die Stille, das Gespräch mit Gott, seinem Vater. Eine solche Situation wird im Lukasevangelium, Kapitel 9 beschrieben.

Doch lange blieb Jesus da nicht ungestört. In Vers 11 heißt es: Die Leute merkten es und folgten ihm in großen Scharen. Jesus wies sie nicht ab, sondern sprach zu ihnen über das Reich Gottes; und alle, die Heilung nötig hatten, machte er gesund.

Jesus ist ganz Mensch – und braucht Pausen, um zu verarbeiten, sich innerlich wieder neu auszurichten, zu beten. Doch Jesus ist auch ganz Gott – und so schickt er die Menschen, die ihm folgen, nicht weg.

Er nimmt sich Zeit und hört ihnen zu. Er erklärt ihnen die Herzensbotschaft Gottes und nimmt sich ihrer Gebrechen an; der seelischen, aber auch der körperlichen.

Und so kann ich Jesus sagen: Danke, Herr, dass du immer ein offenes Ohr und ein offenes Herz für deine Kinder hast. Danke, dass wir dich jederzeit stören dürfen.

Autor: Melanie Bonnkirch

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In guten und schweren Tagen

Meine Tochter hat neulich geheiratet. Ein aufregendes Ereignis. Für alle Beteiligten. Hochzeitspaare legen meist ein Eheversprechen ab. Zum Beispiel: „Ich verspreche Dir die Treue in guten wie in schweren Tagen.“ So alt diese Worte auch sind - vielen Ehepaaren sind sie auch heute wichtig. Denn gerade in den schweren Tagen ist die Liebe und Treue zum Ehepartner gefragt.

 

„In guten wie in schweren Tagen“ – das ist auch das Thema eines Liedes aus der Bibel. Aufgeschrieben vor 2 ½ tausend Jahren. Im Psalm 44 heißt es: „Alle Tage wollen wir dich rühmen und dir, unserem Gott, ohne Ende danken!“ Hier spricht das Volk Israel. Gott selbst hat es auserwählt, sein Volk zu sein.

In diesem Psalm schaut Israel zurück. Zurück auf die Zeit, als Gott sein Volk in das Land Kanaan geführt hat. Und Israel weiß: Gott selbst ist es gewesen, der die anderen Völker zurückgedrängt hat. Allein Gott hat Israel von seinen Feinden befreit. Das ist der Grund, warum Gottes Volk den lebendigen Gott lobt, ihn rühmt - und ihm dankt. Doch dann heißt es: „Gott hat uns verlassen. Unsere Feinde triumphieren. Dabei halten wir uns doch treu zu Gott. Warum lässt er uns jetzt im Stich?“

Ich meine im Psalm 44 gibt es keine abschließende Antwort auf dieses Problem: dass Menschen auch an der Seite Gottes „schwere Tage“ erleben. Aber beindruckend finde ich, wie das Volk Israel trotzdem an Gott festhält. Auch wenn er im Moment nicht so eingreift wie früher. „Erhebe dich Gott und lass uns nicht für immer im Stich!“ heißt es in einem der letzten Sätze des Psalms (Vers 25). Vielleicht ist das ja ein Gebet für die „schweren Tage“, die ich auch immer wieder einmal erlebe.

Autor: Steffen Brack

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Alles Geschichte

Schon mal bei einem Film geheult? Ich schon! Schon mal von der Geschichte eines Buches so gefesselt gewesen, dass Sie nicht mehr aufhören konnten zu lesen? Klar doch! Kein Wunder. Denn Geschichten bewegen nicht nur die Welt! Geschichten bewegen Menschen. Und zwar von innen. Das Herz wird angerührt, die Seele kommt ins Schwingen und die Gedanken laufen los.

Am besten ist es, wenn die Geschichten auch noch wahr sind. Wahrhaftig. Dann entfalten sie ihre volle Kraft. Die bleiben wirklich im Gedächtnis hängen. Clint Eastwood kann so etwas richtig gut – oder auch Gott.  Der schreibt die besten Geschichten. Viele davon stehen in der Bibel. David, eine der prominentesten Persönlichkeiten in der Bibel, kann einige dieser Geschichten erzählen. Im Psalm 118 tut er das zum Beispiel. Eine lebensgefährliche Situation, feindliche Angriffe von allen Seiten. Und er schreibt: „Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HERRN Werke verkündigen.“

Mit anderen Worten: ich werde diese Geschichte, die ich erlebt habe, weitererzählen. Und warum? Weil David möchte, dass andere von diesem allmächtigen Gott erfahren, zu dem er gehört und der ihn gerettet hat. Er kann und will es nicht für sich behalten. Er weiß: Diese Geschichten ermutigen in schweren Zeiten. Gott möchte mit jedem seine Geschichte schreiben.

Von welchem Erlebnis mit Gott können Sie erzählen? Wo hat er mit Ihnen Geschichte geschrieben? Erzählen Sie anderen davon. Ihre Geschichte kann die Welt eines Menschen bewegen.

Autor: Tobias Schier

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Wenn es zur Explosion kommt

Jetzt ist es Zeit für ein Bekenntnis. Ich fahre gelegentlich aus der Haut. Wie steht es mit Ihnen: Ist Ihnen schon mal der Geduldsfaden gerissen? Haben Sie in Gernot-Hassknecht-Manier ihr Gegenüber zusammengefaltet, dass es nicht wusste, wo oben und unten ist?

Wenn Sie auf solche Fragen beim ehrlichen Blick in den Spiegel ihrer Seele von Herzen "Nein!"  antworten können, dann schätzen Sie sich glücklich. Sie gehören zu einer verschwindenden Minderheit. Ich kenne kaum einen Menschen, der nicht schon mal in Wut und Zorn entbrannt ist. Bei manchen Leuten fällt der Vulkanausbruch heftiger aus als bei anderen, und bei manchen brodeln Wut und Zorn schneller und häufiger hoch als bei anderen.

Doch egal, ob nur gelegentlich oder regelmäßig. Der Schreiber von Psalm 37 hat folgende Botschaft für uns: "Lass dich nicht von Zorn und Wut überwältigen, denn wenn du dich ereiferst, gerätst du schnell ins Unrecht."

Wer sich ganz unvoreingenommen selbst beobachtet, wenn ihm die Hutschnur hochgeht, der wird dem Psalmisten zustimmen. Wenn ich Wut und Zorn ungezügelt laufen lasse, dann denke, sage und tue ich Dinge, die ich hinterher oft bereue.

Weil meine Gedanken einseitig sind, meine Worte übers Ziel hinausschießen und oft auch den Boden der Tatsachen verlassen. Von unüberlegten Taten mal ganz zu schweigen. Mit alldem setze ich mich selbst ins Unrecht.

Also kurzfristig Wut und Zorn besser im Zaum halten –  das verringert die Gefahr, etwas Falsches zu tun, das einem noch langfristig nachhängt.

Autor: Horst Kretschi

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Motivierender Regenbogen

Regenbogen haben für mich immer etwas Erhabenes. Öfter schon habe ich erlebt, dass sich ein Regenbogen gerade dann über den Himmel spannte, als ich einen besonderen Zuspruch brauchte.

Nun glaube ich nicht, dass Gott extra meinetwegen das Wetter so lenkt, dass ausgerechnet dann ein Regenbogen erscheint, wenn ich ihn brauche. Dennoch ist so ein Regenbogen für mich ein Zeichen des Himmels. Plötzlich erscheint nach einem kräftigen Schauer dieses prächtige Farbenspiel als Bogen zwischen Himmel und Erde. "Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig", so heißt es im sogenannten aaronitischen Segen aus dem 4. Buch Mose.

Dieses leuchtende Angesicht Gottes - für mich wird es sinnbildlich durch den Regenbogen, gerade in den durchwachsenen Zeiten des Lebens, gerade dann, wenn das Wetter zwischen Regen und Sonne, und das Leben zwischen schlechten und guten Zeiten in Spannung steht.

Immer dann verschmelzen in meinen Gedanken der Regenbogen und der Segen Gottes. Mal greife ich zur Handykamera, mal wische ich mir ein paar Tropfen von der Stirn - die Luft ist klar und vielleicht sogar rau. Was soll's. Weiter geht's und Gott begleitet mich mit seinem Segen. Das zu wissen motiviert.

Autor: Andreas Odrich

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Du bist Teil von etwas Großem

Gestern habe ich den Film „Dreieinhalb Stunden“ gesehen. Er spielt am 13. August 1961, und es geht um eine Gruppe von Reisenden, die am Tag des Mauerbaus mit einem damals so genannten „Interzonenzug“ unterwegs sind von München nach Ost-Berlin. Unterwegs hören sie im Radio die ersten Berichte von Straßensperrungen und Stacheldraht an der innerdeutschen Grenze. Das stellt jeden und jede im Zug vor eine Entscheidung: Im Westen aussteigen oder in den Osten weiterfahren?

Diese Entscheidung entzweit Freunde, Paare, eine Familie mit Kindern. Alle blicken auf ihr bisheriges Leben und ihre Träume für die Zukunft. Alle sind mit sich selbst beschäftigt – und müssen sich gleichzeitig verorten im großen Bild der großen Politik und der sich vertiefenden Teilung Deutschlands.

Ich glaube, das ist ein wichtiges Lebensmotiv, ein Grundbedürfnis des Menschen: Sich selbst und sein Leben in Beziehung setzen zu dem großen Bild. Ich glaube, jeder und jede von uns möchte nicht nur sich selbst verwirklichen, sondern Teil von etwas sein, das größer ist als wir selbst.

Vielleicht haben wir das in unserer individualistischen, post-christlichen Gesellschaft ein wenig vergessen. Aber Sie und ich, wir sind tatsächlich Teil von etwas Großem, nämlich der Schöpfung, die Gott geschaffen hat. Und Sie und ich, wir können uns verorten in diesem großen Bild.

Mich fordern dazu heute die Worte aus Psalm 103 heraus, wo es heißt:

Lobt den HERRN, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft! Lobe den HERRN, meine Seele!

Das heißt: Diese Welt und mein Leben ist Gottes Werk. An jedem Ort und zu jeder Zeit ist er die höchste Autorität. Und ich eingeladen, mich zu entscheiden. Ich kann diese Wirklichkeit bejahen, kann mich darüber freuen – und Gott als meinen Herrn aus ganzem Herzen loben.

Das ist heute meine Entscheidung.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Nichts für Vegetarier

Tierschützer würden heute auf die Barrikaden gehen. Veganern dreht sich der Magen um. Ein Blick in den ersten Teil der Bibel, das Alte Testament, führt uns in eine fremd anmutende Welt. Da ist die Rede von zahlreichen Tieropfern. Sie gehörten zum täglichen Kultus im Tempel von Jerusalem.

Eine andere Aussage in der Bibel erscheint angesichts dieser Praxis wie der blanke Hohn. In einem Psalm-Gebet heißt es: „HERR, du hilfst Menschen und Tieren.“

Hatte Gott da einen blinden Fleck, wenn es um Tieropfer in seinem Tempel geht? Ich glaube nicht. Die Tieropfer damals sollten die gestörte Beziehung zwischen Mensch und Gott wieder herstellen. Dass dazu Blut fließen musste, deutet auf die tiefe Kluft, die sich zwischen uns und unserem Schöpfer aufgetan hat. An dieser Tatsache hat sich bis heute nichts geändert. Die Zeit der Tieropfer allerdings ist vorbei.

Gott hat sich selbst geopfert. Er ist für uns in den Tod gegangen. Vor fast 2.000 Jahren starb Jesus Christus einen barbarischen Foltertod am Kreuz von Golgatha. Das ist nicht zu überbieten. Und deshalb braucht es heute keine Opfer mehr, muss kein Blut mehr fließen. Niemand kann bzw. muss Gott etwas geben, um ihn gnädig zu stimmen.

Im Gegenteil: Am Kreuz von Golgatha zeigt Gott uns seine bedingungslose Liebe und Zuwendung. Meine Antwort kann nur sein, diese Liebe in meinem Herzen zu erwidern.

 

Autor: Oliver Jeske

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Die Monde des Mars

Wer in diesen Tagen am Nachthimmel nach den Planeten Ausschau hält, wird feststellen: Einer fehlt auffällig. Mars, der rote Planet, war im ganzen ersten Halbjahr 2021 der hellste Himmelskörper am Nachthimmel, aber seit Juli ist der Mars an den Taghimmel gewechselt, ist damit unsichtbar.

 

Schon die Babylonier, später die Griechen und die Römer haben den roten Planeten mit dem Kriegsgott identifiziert. Der hieß bei den Griechen Ares und bei den Römern Mars. In der griechischen Mythologie ist Mars alias Ares oft in Begleitung seiner beiden Söhne unterwegs. Die hören auf die Namen Phobos und Deimos. Zu Deutsch: Furcht und Schrecken. Und nun wird’s spannend: Johannes Kepler hat im Jahr 1610 behauptet, dass der Mars zwei Monde haben müsse. Nicht mehr, nicht weniger. Entdeckt wurden sie erst 1877. Und wie hat man sie benannt? Phobos und Deimos natürlich. Furcht und Schrecken.  

 

Im 6. Jahrhundert vor Christus im Heiligen Land, da hatten die Menschen noch keine Ahnung von den Monden des Mars. Aber Krieg, Furcht und Schrecken kannten sie zur Genüge. Darauf hätten sie gern verzichtet. Und so haben sie die Ohren gespitzt, als ein Prophet dem gedemütigten und versprengten Rest des Volkes Israel im Namen Gottes verheißen hat: „Du brauchst keine Not zu fürchten, Angst und Schrecken dürfen sich dir nicht nahen.“ So stehts’s im Buch Jesaja Kapitel 54. Gott weist Mars, Phobos und Deimos in die Schranken.

 

- Ein paar Seiten weiter kann man entdecken: Gott wird eines Tages ganz generell den Kriegen und ihren Begleitern ein Ende machen. Den Friedens- und Versöhnungsprozess hat Gott längst eingeleitet - in Jesus Christus.

Autor: Markus Baum

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Eine weise Strategie für magere Zeiten

Heute Morgen hüpfte ein Eichhörnchen hinterm Haus über die nasse Wiese. Es verbuddelte einige Nüsse. Eifrig, flink fast hastig ging es vor. Jetzt, wo der Herbst naht und die Haselnüsse reifen, gibt es jede Menge zu tun. Es gilt gut vorzusorgen für den Winter, für magere Zeiten.

Gut vorsorgen ist auch für mich wichtig. Für Zeiten, wenn es finanziell mal enger werden sollte, wenn ich krank werde oder alt bin. Situationen, in denen ich schwächer werde. Meine erste Strategie: Ich sorge für mich, denke an mich. Ich lege Geld zurück, versuche, mich fit zu halten- ich will mich vorbereiten.

Der König David aus der Bibel hat auch magere Zeiten kennengelernt. Zeiten, in denen er krank und schwach war. Er lehrt mich eine andere Strategie, für magere Zeiten vorzusorgen. Wie hat David vor rund 3.000 Jahren geschrieben: „Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt! Den wird der HERR erretten zur bösen Zeit.“ (Psalm 41,2)

Das heißt für mich: Ich verschließe nicht die Augen vor Menschen, die heute meine Unterstützung brauchen. Solange ich stark bin. Denn David sagt: Wer gut mit den Schwachen umgeht und ihnen hilft, kann auch etwas von Gott erwarten, wenn er selbst mal schwach ist.

Daraus wird kein Deal mit Gott, also: Wenn ich so helfe, bekomme ich diese Hilfe. Es bleibt Gottes Freiheit, wie er mir mit seinen unbegrenzten Möglichkeiten zur Seite steht. Die Strategie von David macht mir trotzdem Mut: Ich will heute Menschen unterstützen, die Hilfe brauchen. Ich bin gespannt, was Gott daraus macht.

Autor: Joachim Bär

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Trostworte Gottes

Was war das für ein Jahr 2021 - bisher. Flutkatastrophe, viele Menschen stehen vor den Trümmern ihrer Lebensleistung. Erdbeben in Haiti, Waldbrände in Griechenland, Spanien, Italien, Süd-Frankreich. Die Taliban übernehmen die Macht in Afghanistan. Und mit Corona sind wir auch längst noch nicht durch. Auch die Schere zwischen arm und reich geht weiter auseinander. Was ist los mit den Menschen, der Erde, dem Klima? Können Politiker das noch retten? 

Oder müssen wir neu lernen mit der eigenen Ohnmacht zu leben? Tag um Tag wird uns zugemutet, Probleme zur Kenntnis zu nehmen, die offensichtlich niemand lösen kann. Aber wenn wir nur einfach schlucken, was uns die Tagesschau Abend für Abend serviert, werden wir unleidlich, so wie das Volk Israel damals, das fernab im Exil leben musste.
Und Gott spricht ein Trostwort in diese Situation hinein: „Träufelt, ihr Himmel, von oben, und ihr Wolken, regnet Gerechtigkeit. Die Erde tue sich auf und bringe Heil, und Gerechtigkeit wachse mit auf. Ich, der HERR, erschaffe es.“

Ein Schrei nach Gerechtigkeit, nach Frieden, nach Freiheit und Wahrhaftigkeit.  Vollbringen kann das alles nur Gott selbst. „Ich, der Herr, will es vollbringen“.

Wir haben die Möglichkeit, uns diesem „Vollbringer“ anzuvertrauen. Wenn uns die Last der Welt drückt, sollten wir sie Gott hinlegen, um Kraft bitten und um Ideen, wie wir mithelfen können, dass die Welt besser wird. Doch im Endeffekt wird Gott die Dinge regeln und alles neu machen, alles gut machen. Das sind wunderbare Aussichten. Trostworte auch für uns heute.

Autor: Ulrike Schild

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Wohin ich auch schaue: lauter Mist!

Manchmal habe ich meine liebe Not. Ich werde gebeten, Kommentare in den sozialen Medien zu bearbeiten, die einen theologischen oder seelsorgerlichen Bezug haben. An sich tue ich das gerne, denn es ist mir ein Anliegen, über den Glauben zu sprechen. Aber immer öfter schlagen mir Häme und Verachtung für das entgegen, was mir lieb und teuer ist, nämlich meinen Glauben an Jesus Christus.

Mich erinnert das an ein Gebet in der Bibel. Eingedenk der vielen Spötter und rücksichtslosen Menschen höre ich förmlich den Psalmbeter diese Worte stöhnen:

HERR, du siehst es ja, denn du schaust das Elend und den Jammer; es steht in deinen Händen (Psalm 10,14).

Anders ausgedrückt: Was soll ich sagen? Herr, dir ist mein Elend bekannt. Du kennst die, die sich lustig machen über mich und auch jene, die mir ans Leder wollen.

Mich trösten zwei Gedanken. Erstens, Gott kennt meine Lage und kann mit meiner Situation umgehen. Zweitens, ich kann ihm meine Not klagen. All das, womit ich innerlich kämpfe, weil es gegen mein Gerechtigkeitsempfinden verstößt.

Das bringt mich zu einem Angebot, das im Matthäusevangelium steht. Dort wird Jesus mit den Worten zitiert: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken (Matthäus 11,28).

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Auch Jesus will verstanden werden

Seit vielen Jahren beschäftigt mich immer wieder eine bestimmte Frage. Sie lautet: Wie rede ich verständlich von dem, was Gott in Jesus Christus für mich getan hat? Also mit Worten und Erläuterungen, die wirklich jeder Mensch verstehen kann! Vielleicht haben Sie es ja auch schon gemerkt: Sehr schnell kann spezielles Wissen auch zu einer speziellen Sprache führen. Als ehemaliger Finanzbeamter könnte ich Ihnen etwas sagen - das würden nur die wenigsten verstehen. Beim Reden über Gott, über Jesus und über die Bibel ist das genauso! Formulierungen sind oft Formeln geworden, die aufgelöst werden müssen. Das ist manchmal mühsam - aber sehr wichtig.

Mir ist aufgefallen, dass selbst Jesus schon darauf geachtet hat. Es gab eine Situation, in der die Gruppe, mit der er unterwegs war, sehr verunsichert wurde. Angst kam auf. Und Jesus verweist tröstend auf das Himmelreich. Dabei spricht er von dem Haus seines Vaters mit vielen Wohnungen, die schon bereitet werden, um darin einzuziehen. Wow - darunter kann sich jeder etwas vorstellen! Und dann verstehen alle Anwesenden auch den Satz: Wenn dann alles bereit ist, werde ich kommen und euch holen, damit ihr immer bei mir seid, dort, wo ich bin.

Dieser Vers steht im 14. Kapitel des Johannesevangeliums, ganz am Anfang. Und wenn Sie weiterlesen, dann können Sie entdecken, wie Jesus in vielen verständlichen Bildern erläutert, wer er ist und warum er gekommen ist. Sprache ist eine herrliche Sache - nutzen wir sie gut!

Autor: Hans Wagner

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Flügel der Hoffnung

„Einen gesegneten Sonntag“ sagte meine Freundin, als wir uns von einem Mann verabschiedeten, der uns auf einer Wanderung ansprach. Darauf er: „Dann seid ihr Geschwister – wir sehen uns auf jeden Fall wieder.“ Wer weiß, denken Sie vielleicht. Doch wir hatten verstanden, was er meinte. Wir sehen uns spätestens alle im Himmel wieder – weil wir alle drei Christen sind.

Diese Hoffnung begleitet uns. Sie ist Ausdruck unserer Rettung – nach unserem Tod leben wir als Christen in Jesu Nähe und nicht in der Gottesferne. Jesus hat uns bereits vor 2000 Jahren gerettet. Dafür stehen sein Sterben am Kreuz und sein Grab, dass er dank seiner Auferstehung nach drei Tagen verlassen konnte. Ich werde vermutlich länger in meinem Grab liegen. Und manches, was ich jetzt erlebe, gleicht eher einer Grabesstimmung als dem Freudentaumel des Himmels. Mein Körper wird älter, Kräfte verbrauchen sich und so mancher grippaler Infekt zeigt, die Rettung durch Jesus umfasst noch nicht alles.

Darauf verwies Paulus die Christen in Rom und schreibt im Römerbrief, Kapitel 8, Vers 24: „Wir sind gerettet auf Hoffnung hin.“

Das, was uns von Gott trennt, hat Jesus überwunden, entmachtet. Deshalb kann die Grabesstimmung mir nicht auf Dauer und nicht grundsätzlich die Freude auf den Himmel verderben. Der Heilige Geist ist ein Geist der Freude, der mich immer wieder anschlussfähig für den Himmel macht, bis ich ihn eines Tages betreten darf und dann? Dann macht mein Körper mir nicht mehr zu schaffen. Unbefangen kann ich mit Jesus, mit Gott, meinem Vater reden. Dann ist Freude pur angesagt. Diese Hoffnung beflügelt mich jeden Tag neu.

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Prioritäten setzen

Es ist ein großes Projekt für die Heimkehrer aus dem persischen Reich. Gefühlt sogar ein überwältigendes. Es geht darum, den Jerusalemer Tempel wieder zu errichten. Der war vor 70 Jahren vom babylonischen König Nebukadnezar zusammen mit der gesamten Stadt zerstört worden. Damals, als die Juden nach dem großen Krieg in die Verbannung verschleppt wurden.

Aber das ist lange her. Inzwischen ist Leben ins zerstörte Jerusalem zurückgekehrt.

Man hat sich arrangiert und es sogar zu bescheidenem Wohlstand gebracht. Das bedeutet aber nicht, dass jetzt alles gut ist. Im Gegenteil. Der Prophet Haggai legt seinen Finger in die Wunde: Ihr wohnt in getäfelten Häusern, kritisiert er seine Zuhörer. Aber für das Haus Gottes habt ihr wenig übrig. Das liegt noch immer in Trümmern.

Diese Kritik nehmen sich einige zu Herzen. Allen voran der Statthalter Serubbabel und Jeschua, der Sohn des amtierenden Hohepriesters. Sie machen sich an die Arbeit und das wird von Gott bestätigt. Im Buch des Propheten Haggai heißt es:

Sei getrost, alles Volk im Lande, spricht der HERR, und arbeitet! Denn ich bin mit euch. (Haggai 2,4)

Die Botschaft ist einfach: Wenn die Prioritäten stimmen, dann segne ich euer Händewerk, sagt Gott.

Das passt zu einem Wort von Jesus. Der hat es so formuliert: Trachtet zuerst nach Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit, so wir euch all das zufallen. Matthäus 6,33. 

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Umfragewert

Der Umfragewert für die Beliebtheit von Politikern wird auf einer Punkteskala festgehalten.

Hätte man vor knapp 2000 Jahren in Nazareth eine Umfrage gemacht, dann hätte Jesus vorne gelegen. Mit seiner Antrittsrede in der Synagoge seiner Heimatstadt konnte Jesus die Leute für sich einnehmen: „Das ist unser Mann! Befähigt, begabt, begnadet. Unsere Stimme hat er!" Der Arzt Lukas berichtet im Kapitel 4 seines Evangeliums über Jesus:

Alle waren von ihm beeindruckt und staunten über seine Worte. Sie mussten zugeben, dass das, was er sagte, ihm von Gott geschenkt war. „Ist das nicht Josefs Sohn?“, fragten sie.

Mit seinen Worten hat Jesus seinen göttlichen Auftrag vorgestellt: Freiheit den Gefangenen! Licht den Blinden! Kraft den Zerschlagenen! Die Zuhörerschaft ist begeistert. Doch wenig später kippt die Stimmung. Aus Zuneigung wird Abneigung. Nicht nur die Umfragewerte stürzen in den Keller. Jesu Besuch in Nazareth endet damit, dass man ihn im wahrsten Sinne des Wortes stürzen will. Die aufgebrachte Volksmenge will ihn einen Berg hinabstürzen. Die Menschen wollen nicht nur große Reden hören, sie wollen auch etwas sehen. Jesus soll beweisen, dass er der Gesandte Gottes für diese Welt ist.

Doch Jesus will nicht als Wundertäter punkten. Ihm geht es nicht um steigende Umfragewerte. Es geht ihm um die Frage, welchen Wert Jesus für mich persönlich hat. Jesus will nicht „unser Mann“ sein. Jesus will „mein Herr“ sein. Dies im Namen von Gottes Auftrag: Freiheit, Licht und Kraft für mein Leben. Dafür braucht Jesus nicht meine Bewertungspunkte. Dafür braucht er mein Vertrauen. Auch heute.

Autor: Ellen Hörder-Knop

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Niemals untergehen!

Es sollte eine Triumphfahrt werden. Eine Demonstration, was menschliche Ingenieurskunst alles möglich macht. Am 10. April 1912 legt das damals größte und modernste Passagierschiff der Welt ab. Die RMS Titanic sticht in See – zu ihrer Jungfernfahrt über den Atlantik. Die neuartige Konstruktion des Rumpfes soll das Schiff unsinkbar machen. Doch schon 4 Tage später geht sie unter - die Titanic. Und von den 2.200 Menschen an Bord sterben 1.514. Eine unfassbare Tragödie.

 

Vor annähernd 2.000 Jahren hat Jesus seinen Leuten ein Versprechen gegeben: „Nicht einmal die Macht des Todes wird meine Gemeinde vernichten können.“ Nachzulesen beim Evangelisten Matthäus in dem Bericht, den er über Jesus verfasst hat – im Kapitel 16.

Im Prinzip verspricht Jesus damit etwas ähnliches wie die Erbauer der Titanic: „Meine Gemeinde wird nicht untergehen. Niemals.“ Doch im Gegensatz zum schrecklichen Ende des Ozeanriesen hat die Zusage von Jesus Bestand. Auch heute existiert die Gemeinde von Jesus immer noch. Auch heute sind sie immer noch da: Menschen, die mit ihrem ganzen Leben auf Jesus vertrauen. Auf denjenigen, der sie mit Gott versöhnt. Und durch den sie dem lebendigen Gott ganz nahegekommen sind.

 

Totgesagt wurde das Christentum immer wieder in den letzten 2.000 Jahren. Und doch sie ist da, noch immer: die Gemeinde von Jesus Christus. Und sie wird auch die kommenden Zeiten überstehen. Warum? Weil Jesus das versprochen hat. Und er steht zu seinem Versprechen. Darauf will ich vertrauen. Auch heute wieder.

Autor: Steffen Brack

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Ent-Schuldigung

„Entschuldigung!“ ein Wort, das manchmal schwerfällt und doch von einem der schönsten Geschenke spricht, die ich bekommen kann: Gnade. Ich werde entschuldigt. Die Schuld, die auf meinen Schultern liegt, wird von mir weggenommen. Ich kann mich wieder frei bewegen.

Einer, der wusste, wie gut „Entschuldigung“ ist, war vor 3.000 Jahren der israelitische König David. Und er wusste auch, dass keiner das mit dem Entschuldigen besser kann als Gott. Deswegen beginnt  David seinen Psalm 106 mit einem „Halleluja! Preist den Herrn.“

Und dann folgt das Schuldbekenntnis. Nicht nur sein eigenes, sondern David bekennt auch die Schuld  des gesamten Volkes Israel. Schließlich war er das Oberhaupt der Israeliten und geht hier mit gutem Beispiel voran. Da steht: „Wir haben gesündigt, samt unseren Vätern, wir haben Unrecht getan und sind gottlos gewesen.“ In nur einem kurzen Satz verwendet David gleich drei Formulierungen, die den Kern der Sünde beschreiben: „gesündigt, Unrecht getan, gottlos gewesen“. David ist ehrlich, schonungslos und klar. Ich erkenne: Ihm ist es wirklich ernst.

Und genau das ist der entscheidende Punkt, wenn ich mich entschuldige: ich muss es wirklich ernst meinen.

Sie und ich, wir können Davids Erfahrung teilen. Können uns fragen: Wo brauchen wir Entschuldigung? Wir können wie David zu Gott gehen, die Schuld vor ihn bringen und ernsthaft um Entschuldigung bitten. Und anschließend auch sagen können: „Halleluja! Preist den Herrn.“

Autor: Tobias Schier

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