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Einer oder viele? - Gott und die Plagiate

Plagiatsvorwurf. Dieses Wort ist in den letzten Jahren manchen Spitzenpolitikern zum Verhängnis geworden. Worum geht es? Wer eine wissenschaftliche Arbeit veröffentlicht und darin die Ergebnisse anderer Forscherinnen als seine eigenen ausgibt, der betrügt. Und eine derart gefälschte Publikation heißt Plagiat.

 

Vor knapp 2.000 Jahren schreibt ein Mann, der für seinen Glauben verprügelt wurde, inhaftiert und gefoltert: Einer ist Gott: der Vater, von dem alles kommt und zu dem wir unterwegs sind. Und einer ist der Herr: Jesus Christus, durch den alles geschaffen ist und durch den wir das neue Leben erhalten.“ Der Schreiber heißt Paulus. Und er bekennt hier: Gott, der Vater, er ist der eine wirkliche Gott. Und die vielen sogenannten Götter, die damals im riesigen Römischen Reich verehrt werden, die sind gar keine Götter.

 

Das sind alles Plagiate, wenn ich dieses Wort einmal dafür gebrauchen darf. Denn es passt. Die angeblichen Götter schmücken sich mit fremden Federn. Sie beanspruchen für sich, sie hätten die Welt erschaffen, könnten für gute Ernten sorgen, Menschen und Tiere gesund machen und so weiter. Aber Paulus betont: Die Götter betrügen. Sie behaupten, all das Gute, was Menschen brauchen, sei ihr Verdienst. Aber nur der eine wirkliche Gott hat alles erschaffen. Nur er schenkt gute Ernten und den Menschen ihre Gesundheit. Und dieser eine wahre Gott – das ist der Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist.

 

Diesem einen Gott will ich glauben. Ihm will ich vertrauen. Dass er mir gibt, was ich heute brauche.

Autor: Steffen Brack

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Kein zu hohes Ziel!

„Ich bete für dich“. Diesen Satz sagen Christen gerne zueinander in schweren Zeiten. Sie drücken damit Wertschätzung, Verständnis und Verbundenheit aus. Es bedeutet wesentlich mehr als „nur“ zu sagen: „Ich denke an dich“. Beten heißt für den anderen Fürbitte tun, vor Gott eintreten, stellvertretend für ihn zu Gott zu kommen. Ich werde zum Fürsprecher für denjenigen, der den gleichen Glauben hat wie ich. Das ist selbstverständlich und geschieht fast alltäglich. Wie wunderbar. Der Apostel Paulus verlangt in seinem Brief an seinen Freund Timotheus aber wesentlich mehr von den Menschen, die sich Christen nennen. Er schreibt: „Ich bitte euch nun, vor Gott einzutreten für alle Menschen in Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung.“ Paulus spricht hier von allen Menschen. Also von meinen Freunden und Bekannten, aber auch den Unbekannten, Unfreundlichen, ja sogar meinen Feinden. Mit „alle“ meint Paulus „wirklich und ausnahmslos alle“.

Ich soll für alle Menschen vor Gott eintreten. Was für ein Vorrecht, was für eine Aufgabe. Jesus hat nicht nur gesagt „Liebe deine Feinde“, er hat es auch getan: Jesus hat für alle Menschen gebetet. Jesus ist für alle Menschen gestorben. Jesus hat alle Menschen mit der gleichen selbstlosen, aufopfernden Liebe geliebt.

Kann ich das überhaupt? Kann ich vor Gott für alle Menschen eintreten? Mit Gottes Hilfe! Wer ist Ihnen so wichtig, dass Sie mit ihm leiden, für ihn eintreten, sich mit ihm freuen? Jeder sollte es sein! Ein hohes Ziel, vielleicht ein zu hohes Ziel. Aber ich will mich mit der Hilfe von Jesus trotzdem heute danach ausstrecken. Sie auch?

Autor: Tobias Schier

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Eine klare Aufforderung

Es gibt Stellen in der Bibel, über die kann trefflich diskutiert werden. Wie hat das der Apostel Paulus gemeint? Was war seine Absicht, wenn er einer christlichen Gemeinde bestimmte Ermahnungen mit auf den Weg gegeben hat? Selbst Zeitgenossen hat er damit manchmal Rätsel aufgegeben. So schreibt der Apostel Petrus in einem seiner Briefe, dass die Briefe des Paulus manchmal schwer zu verstehen seien und dann auch falsch verstanden werden. (2. Petrus 3,15-16)

Doch es gibt eben auch Texte in der Bibel, die lassen an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig. Dazu zählt Psalm 82. Ein Psalm Asafs. Er handelt davon, dass Gott der Richter der gesamten Welt ist. Er findet aber auch vehemente Worte, was Recht und Gerechtigkeit auf der zwischenmenschlichen Ebene angeht. So fordert Asaf: "Verhelft dem Elenden und Bedürftigen zum Recht!". (Psalm 82,3)

Asaf wendet sich an die Menschen der damaligen Zeit, die für die Rechtsprechung in Israel verantwortlich waren. Ganz offensichtlich lag da etwas im Argen. Wer Geld oder Macht hatte, wurde ganz offensichtlich bevorzugt. Das soll nach Gottes Willen so nicht sein. Die Worte des Asaf nehme ich für mich zum Anlass, in meinem persönlichen Leben zu schauen, wo ich für Recht und Unrecht zuständig bin. Aber es geht im Grunde auch darüber hinaus. Wenn ich feststelle, dass Menschen nicht zu ihrem guten Recht kommen, dann soll und will ich dafür eintreten, dass sich das ändert.

Autor: Horst Kretschi

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Viel Kraft!

"Viel Kraft." Mit diesen Worten zieht seit Tagen eine Frau durch die Überflutungsgebiete im Rheinland, so berichtet es die dort ansässige evangelische Kirche. Hinter sich her zieht die Frau einen Wagen mit Lebensmitteln und Getränken. Diese Verteilt sie an die Helferinnen und Helfer und an diejenigen, die buchstäblich vor dem Nichts stehen.

Mit dieser kleinen Geste richtet die Frau Menschen auf und tröstet sie - wenigstens ein Bisschen. Eine Umarmung, ein Brot, ein Schulterklopfen, sie können hier im wahrsten Sinne des Wortes Schutt und Schlammberge versetzen.

"Habt ein gutes Wort für jeden, der es braucht," schreibt der Apostel Paulus an die Gemeinde in Ephesus. "Was ihr sagt, soll ermutigend sein, eine Wohltat für alle." Ob die Frau diese Bibelstelle kennt, ich weiß es nicht.

Menschen wie sie leben dieses Wort. Sinnlose Hasskommentare hatten wir in den letzten Jahren genug, Hass, der unser Zusammenleben vergiftet. Jetzt sind wieder die gefragt, die anderen Gutes tun und Gutes sagen. Das ist ein großer Lichtblick in dieser tiefen Krise.

Ich sag's daher mit dieser Frau: Viel Kraft allen Helferinnen und Helfern und allen von der Flut Betroffenen. Gottes Segen, und trotz allem in allem seinen Frieden, seinen Shalom.  

Autor: Andreas Odrich

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Gott nicht-verstehen lernen

Ganz ehrlich: Ich verstehe manches an Gott nicht. Es kann ja wohl auch nicht anders sein. Mein menschliches Denkvermögen hat seine liebe Not mit dem, was Gott in diese Welt und in mein Leben hineinspricht. Und erst recht fällt es mir schwer, das Ganze auch noch für andere in Worte zu fassen!

So war es auch, als Gott in Jesus seinen Fuß auf diese Erde setze. Sie wissen schon, Weihnachtsgeschichte: Bethlehem, Hirten, Engel, Maria und Josef im Stall mit dem neugeborenen Kind,  und danach heißt es von den Hirten im Lukasevangelium: sie “…breiteten das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.” Im Klartext: Sie bringen die Nachricht vom geborenen Retter in Umlauf. Die Kunde von Jesus geht viral.

Das Echo in der Bevölkerung klingt so: “Alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten.” Sich wundern. Das meint: Staunen. Überraschung, aber auch Nicht-Begreifen. Nur eine Frau bleibt nicht beim Wundern stehen: Maria. Von ihr heißt es (Lukas 2, 19):

Maria behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.

Maria scheint entschlossen: Wenn Gott in mein Leben hinein spricht und hinein wirkt, dann möchte ich mir das merken. Dann möchte ich mir das zu Herzen nehmen. Gott wird mir im Lauf der Zeit schon erklären, was ich heute noch nicht begreife.

Ich finde, das ist eine weise Haltung. So kann ich mit dem umgehen, was ich an Gott noch nicht verstehen kann. “Seine Worte behalten und im Herzen bewegen” – diese Art, Gott nicht zu verstehen, möchte ich von Maria lernen.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Essen macht Spaß!

„Essen macht Spaß! Mehr essen macht mehr Spaß!“ Dieser Spruch stammt von meinem Vater. Und irgendwie habe ich etwas von seiner kulinarischen Einstellung mitbekommen. Ja, ich kann gutes Essen in vollen Zügen genießen. Und allzu leicht greife ich mehr zu, als es mit guttut.

Vielleicht sollte ich mir öfter die weit über 3.000 Jahre alte Mahnung von Moses, dem großen Führer des Volkes Israel, zu Herzen nehmen. Der sagte:

„Wenn es euch gut geht und ihr euch sattessen könnt, dann gebt acht, dass ihr den HERRN nicht vergesst, der euch aus Ägypten herausgeführt hat, wo ihr Sklaven gewesen seid!“

Interessant! Es geht hier um Freiheit! Gott ruft Menschen aus ihrem bisherigen Leben heraus, um frei zu sein. Das galt damals für die Menschen des Volkes Israel. Und das gilt auch heute! Echte Freiheit gibt es nur mit Gott!

Doch dort, wo ich mein Herz an Dinge hänge, die mir wichtiger werden als Gott, drohe ich diese Freiheit wieder zu verlieren. Ein gutes Essen genießen: Das ist alles andere als verwerflich. Doch wenn meine Gedanken nur noch um die nächsten Leckereien kreisen – wenn meine Schreibtischschublade vor Snacks für Zwischendurch überquillt, dann sollte ich mich ehrlich der Frage stellen: Gebe ich meine von Gott geschenkte Freiheit an dieser Stelle wieder auf?

Nun, wahrscheinlich werde ich immer ein Genießer-Typ bleiben. Aber ich kann mir bewusst machen: Gott kennt mein innerstes Wesen und auch meine Wünsche. Und daraus kann die Erkenntnis reifen: Essen macht zwar Spaß! Aber die Freiheit, die Gott mir schenken will, ist durch nichts zu ersetzen.

Autor: Oliver Jeske

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Alles Gute kommt von oben

„Alles Gute kommt von oben“, das ist ein kulturübergreifender und die Zeitalter überspannender Erfahrungswert. „Alles Gute kommt von oben“ – selten einmal gibt’s des Guten zu viel, wie bei den Starkregenereignissen der letzten Wochen. „Von oben“ – das zeigt eine Richtung im dreidimensionalen Raum an, aber eben nicht nur.

Wenn Menschen sich überlegen, wo sie sich selbst einordnen im Weltgeschehen, dann war und ist den meisten klar: Sie selbst sind nicht der Maßstab, sind nicht das Größte und Höchste, was vorstellbar ist. Wenn es ein buchstäblich höheres Wesen gibt, wenn es Gott gibt, dann ist er im Verhältnis zu uns Menschen eben oben. Gott übersteigt unsere Vorstellungskraft. Ist uns buchstäblich zu hoch. Zu unserem Glück macht sich Gott uns begreiflich, lässt sich buchstäblich zu uns herab – in Jesus Christus ist das vor 2.000 Jahren geschehen. Und seither ist die Welt eine andere.

Die zweite und dritte Generation der Anhängerinnen und Anhänger des Mannes aus Nazareth haben die Erfahrung gemacht: Jesus ist zwar nicht mehr leibhaftig bei ihnen, aber er ist trotzdem gegenwärtig. Und er hat ihnen allerlei hinterlassen. Zum Beispiel die „Weisheit von oben.“ Von der heißt es ziemlich am Ende des Neuen Testaments im Jakobusbrief Kapitel 3: „Die Weisheit, die von Gott kommt, ist rein. Sie ist friedlich, gütig und bereit, sich etwas sagen zu lassen. Sie ist voller Barmherzigkeit und bringt gute Früchte hervor. Und sie ist unparteiisch und aufrichtig.“ – Alles Gute kommt von oben. Auch diese Art von Weisheit. Und davon können Sie und ich gar nicht genug bekommen.  

Autor: Markus Baum

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Nah bei Gott

In meinen Zwanzigern habe ich es geliebt, zu klettern. Am liebsten waren mir abwechslungsreiche, vorgesicherte Klettersteige. Aber auch mit eigenem Seil und Kletterpartner war ich unterwegs.

Gerade bei dieser Art des Kletterns ist es wichtig, das Seil als die Lebensversicherung ernst zu nehmen. Wo es möglich ist, sollte man nur wenig nach rechts oder links davon abweichen, um unangenehme Stürze zu vermeiden. Auch sollte der Kletterpartner das Seil nicht zu locker führen – und ich sollte es nah bei mir führen. Jeder überflüssige, lockere Zentimeter vergrößert einen möglichen Sturz.

Ich musste mich damals oft ins Seil fallen lassen. Üble Stürze waren keine dabei. Weil ich mich nah an das lebensrettende Seil hielt.

Dieser Sport ist für mich ein gutes Sinnbild für eine Aussage aus dem 91. Psalm. Der Psalm beschreibt auf verschiedene Weise, wie Gott die beschützt, die sich auf ihn verlassen. Vers 14 lautet dann: „Weil er an mir hängt, will ich ihn retten.“

Gott spricht hier selbst und sagt: Wer ganz auf mich vertraut, wer sich an mich wendet, den halte ich in meinen guten Händen.

Ich will mich heute an Gott wenden mit meinen Fragen und Herausforderungen – und damit in seiner Nähe sein. Und dann ganz darauf vertrauen, dass er mich hält. Wie damals mein Kletterseil.

Autor: Joachim Bär

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Freiheit

Das mag mein Nachbar gar nicht, wenn man in der Kirche immer von Sünde und Schuld redet. „Das macht einen ja kirre,“ sagt er. „Den Menschen immer ein schlechtes Gewissen einreden. Immer diese Schuldzuweisungen. Er fühle sich ganz frei von alledem.“  Im Gespräch mit ihm ist mir der Satz eingefallen, den ich kürzlich gelesen habe: „Schuld kann vergeben werden und das ist der tiefste Urgrund christlicher Freiheit“. Dieser Satz hat‘s mir angetan.

Da tut sich nämlich für mich ein ganz anderes Bild auf. Nämlich nicht, dass man immer auf der Schuld des Menschen rumhackt, sondern die Freiheit spürt, die Gott uns durch seinen Sohn Jesus anbietet – nämlich die Vergebung der Schuld und Sünde.

Auch wenn mein Nachbar überhaupt kein Schuldbewusstsein empfindet. Jeden Morgen, wenn ich die Zeitung lese oder die Nachrichten hören, erfahren ich doch wieder aufs Neue, dass wir nicht in einer heilen Welt leben. Elend, Not, Schmerz und Ungerechtigkeit schreien doch zum Himmel. Wir alle sind in eine Welt hineingeboren worden, die nicht in Ordnung ist.

Und ich entdecke auch in mir vieles, was nicht in Ordnung ist. Auch meine kleine Welt ist nicht heil. Sünde ist letztlich nichts anderes als die zerstörte Beziehung des Menschen zu Gott. Und das ist nun mal passiert. Aus der Nummer kommen wir Menschen allein nicht raus.

Wie gut, dass Gott uns – mit sich selbst versöhnt hat. Dazu hat er einen außergewöhnlichen Weg gewählt. Nämlich - das Sterben seines Sohnes Jesus Christus. Er hat meine und Ihre und die Schuld der ganzen Welt durch sein Sterben am Kreuz auf sich genommen.

Gott sieht unsere Sünde und unsere Schuld nicht mehr, weil er auf Sie und mich durch den makellosen und perfekten Jesus schaut. Er selbst ist der tiefste Urgrund christlicher Freiheit. Auf ihn sollten wir uns einlassen.

Autor: Ulrike Schild

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Entspann dich, alles wird gut!

„Schreibe auf, was du gesehen hast und was ist und was danach geschehen soll.“ So lautete der Auftrag an den Apostel Johannes. Der auferstandene Jesus Christus hatte ihn höchstpersönlich ausgesprochen.

Johannes war auf die Insel Patmos verfrachtet worden. Dort, in der Verbannung, wollte man ihn mundtot machen.

Aber die Pläne der Machthaber gingen nicht auf, denn ausgerechnet hier begegnete Jesus Christus seinem Jünger und gewährte diesem einen Blick in die Zukunft.

Johannes berichtet davon mit den Worten:

„Er (Jesus Christus) legte seine rechte Hand auf mich und sprach: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige“, Offenbarung 1,17–18.

Was seinerzeit gegolten hat, trifft heute noch zu. Wenn der auferstandene Jesus seine rechte Hand auf meine Schulter legt, enden meine Ängste und Zweifel, und zwar auch dann, wenn meine Zukunft mir Grund zur Sorge gibt. Warum? Weil der neben mir steht, der der Herr des Lebens ist. Jesus hat den Tod überwunden. Er hat das letzte Wort im Himmel und auf der Erde.

Ich bin fest davon überzeugt, dass es keinen sicheren Ort in dieser Welt gibt, als bei Jesus.

Das will ich mir heute erneut bewusst machen und mich nicht fürchten vor dem, was kommen könnte. Denn was damals galt, trifft immer noch zu. Jesus ist bei mir und sagt: „Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige.“

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Die rollenden Steine

Heute hat mein Vater Geburtstag. Er wird 91 Jahre alt! Wir werden mit der Familie essen gehen, denn er ist immer noch sehr mobil, so dass dies möglich ist. Natürlich hat er inzwischen auch Einschränkungen, das ist ja normal in dem Alter. Da lassen schon mal die Hörfähigkeiten oder das Sehen nach, und es liegt lange nicht mehr so viel Kraft in den Armen wie früher. Gut, wenn es Hilfe gibt und man den einen oder anderen schweren Stein aus dem Weg gerollt bekommt. 

So, wie es ein paar Frauen damals in der Ostergeschichte erlebt haben. Der Evangelist Markus schreibt: "Die Frauen kamen zum Grab und sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß." Was damals ein gewichtiges Problem war, das ist für viele heute mehr eine innere Schwierigkeit. Der Zugang zu Jesus als dem Sohn Gottes ist mit ganz anderen Steinen verschlossen. Kindheitsprägungen, schlechte Erfahrungen mit Kirche und Gemeinde, Enttäuschungen, Irreführungen und vieles mehr wurde vielleicht zwischen uns und Jesus gewälzt. Wie soll man da noch dran vorbeikommen? 

Ich bin der festen Überzeugung: Wer sich auf den Weg zu Jesus macht, um ihm zu begegnen, für den werden auch diese Steine weggerollt – von Gott selbst. Er hat es schon oft getan – auch damals am Grab. Und so kann man wie diese überraschten Frauen erfahren: Jesus lebt. Auch heute noch. Auch für mich. Egal, wie alt oder schwach ich inzwischen bin.

Autor: Hans Wagner

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"Leben oder Tod?"

„Tod oder Leben?“ fragte mich als Kind jemand und hielt mir eine Spielzeugpistole entgegen.

„Tod oder Leben?“ fragt Gott keineswegs spielerisch sein Volk Israel. Mit ihrem Verhalten konnten Israeliten wählen zwischen Segen oder Fluch.

„Tod oder Leben?“ das ist die Streitfrage zwischen Jesus und einer religiösen Gruppe in Israel – den Sadduzäern. Sie können sich nicht vorstellen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt.

Doch Jesus erschließt gerade dieses Leben nach dem Tod, wenn Menschen mit dem Kreuz Jesu den Weg des Segens wählen.

Jesus stellt klar: Unser Leben ist nur bedingt vergleichbar mit dem Leben bei Gott im Himmel. Die Hochzeit mit Jesus macht alle anderen Hochzeiten überflüssig. Gott umgibt sich mit Lebenden. Dafür steht eine Bezeichnung, die auch die Sadduzäer von Kindheit an kannten: Der Gott Israels ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Jesus argumentiert weiter:

„Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden; denn ihm leben sie alle.“ Fundstelle ist das Lukasevangelium, Kapitel 20, Vers 38.

Mit anderen Worten, der Himmel ist kein Friedhof. Gott geht nicht von Grab zu Grab. Gott hat Abraham vor sich, Jakob, Isaak, Mose und Elia und Reinhard, Ilse, Lothar, Renate, Günther, Martin – alle die, die mit Jesus an ihrer Hand, gestorben sind.

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Geduldig sein

Mit der Geduld ist das bei mir so eine Sache. Manchmal macht es mir überhaupt nichts aus, länger zu warten. Bei anderer Gelegenheit ist mein Geduldsfaden bedenklich kurz. Es kommt ein bisschen auf meine Tagesform an und auf das, weshalb ich geduldig sein soll.

Heute geht es darum, geduldig im Glauben zu sein. Der Anlass sind schwierige Umstände.

Die Christen hatte seinerzeit allerhand Ablehnung, ja regelrechte Anfeindungen und sogar Verfolgung ertragen müssen. Da stellte sich die Frage mit zunehmendem Nachdruck: Wann würde Jesus sein Versprechen einlösen? Wann würde er endlich wiederkommen und sein Reich in dieser Welt errichten?

Der Autor des Hebräerbriefs ermahnt die Gläubigen jener Zeit mit den Worten:

Geduld aber habt ihr nötig, auf dass ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt. (Hebräer 10,36)

Seitdem diese Ermahnung niedergeschrieben worden ist, sind viele Jahre ins Land gezogen und Christen warten bis heute noch darauf, dass Jesus sein Versprechen wahr macht und zurückkehrt.

Da drängt sich die Frage auf: Soll ich die Hoffnung aufgeben? So, wie einst die Briefempfänger kurz davor waren?

Nein. Die Bibel fordert mich auf, geduldig zu sein. Das heißt aber nicht, dass ich die Hände in den Schoß legen und einfach nur warten soll. Bis Jesus wiederkehrt kann ich meinen Auftrag erfüllen und anderen von Gottes Rettungsangebot erzählen. Ich kann ihnen Gutes tun, sie segnen. Jetzt. Hier und heute.  

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Freiheitsglocken

„Freispruch“ lautet das Gerichtsurteil. Viele Menschen haben mitgefiebert. Nach einem jahrelangen Prozess wird ein zu Unrecht Verurteilter endlich freigesprochen. Anlass, für seine Kirchengemeinde, die Glocken läuten zu lassen: Alle sollen von diesem Freispruch hören und sich mitfreuen.

Freiheitsglocken läuten auch in der griechischen Provinz Galatien. Der Apostel Paulus bringt sie im 1.Jahrhundert in seinem Brief an die jungen christlichen Gemeinden zum Klingen. Niemand soll sie überhören. Einen Glockenschlag seines Freispruchs verkündet er mit der Aussage:

„Zur Freiheit hat uns Christus befreit!“

Diese Freiheit ist weder ein angeborenes Grundrecht noch ist sie durch eigene Anstrengung erkämpft worden. Sie ist nicht das Ergebnis eines mühsamen Prozesses. Diese Freiheit ist geschenkt. Begründet in der Liebe Gottes. Im Urteilsspruch der Versöhnung durch Jesus Christus. Durch seinen Tod und seine Auferstehung ist er zum Befreier über die Tyrannei der Sünde geworden.

Weil dieser Freispruch seinen festen Grund in Jesus Christus hat, ermahnt Paulus:

„Steht fest und lasst euch nicht wieder in das Joch der Knechtschaft einspannen.“

Wer durch Jesus Christus freigesprochen ist, der ist rundum frei – ohne Wenn und Aber. Ohne Einschränkung und ohne Vorbehalt. Frei vom Urteil anderer und frei von eigener Bewertung und Leistung. Jesus hat genug getan. Die Tür zur Freiheit steht offen durch ihn.

Deshalb möchte ich Jesus Christus freie Hand in meinem Leben lassen; mich ihm vorbehaltlos anvertrauen. Dann können auch in meinem Leben die Freiheitsglocken läuten.

Autor: Ellen Hörder-Knop

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Mächtig - und ganz persönlich!

Ich sitze auf meinem Mountainbike und fahre einen schmalen Pfad bergauf. Rechts und links ragen die Schieferfelsen des Westerwalds beinahe senkrecht nach oben - fast 400 Meter hoch. Die steilen Hänge sind über und über mit Wald bedeckt. Ein beeindruckendes Bild, das sich unserer Freizeitgruppe hier bietet. Und wieder einmal wird mir bewusst: Gott, der das alles geschaffen hat, ist unfassbar groß und mächtig. Und ich – ein Mensch – bin mitten in der Größe seiner Schöpfung nur wie ein winziger Punkt.

 

Und doch: der unbeschreiblich große und mächtige Gott übersieht uns Menschen nicht. Sie und ich, wir sind bei Gott nicht vergessen. Im Gegenteil. Er sucht uns, spricht uns an. Und er will uns ganz persönlich begegnen. Das zeigt sich auch an einer jungen Frau, von der in der Bibel berichtet wird. Sie heißt Maria und ist vermutlich noch ein Teenager. Vor dem großen Tag ihrer Hochzeit geschieht etwas vollkommen Unerwartetes.

 

Ein Bote aus der unsichtbaren Wirklichkeit Gottes kommt zu Maria. Und sagt zu ihr: Gott hat Dich auserwählt, Maria. Du sollst den Messias zur Welt bringen, den Sohn Gottes, der die ganze Welt retten wird – aus ihrer Gottesferne. Ohne das Zutun eines Mannes wird Maria schwanger. Allein durch die Macht des Geistes Gottes. Und Maria fasst das, was an ihr geschieht, zusammen mit den Worten: „Gott hat Großes an mir getan, er, der mächtig und heilig ist.“ So klein und unbedeutend unser Leben vielleicht erscheinen mag: Der große und mächtige Gott sucht jeden von uns – auch Sie und mich.

Autor: Steffen Brack

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Der eigene Vorteil

Wenn Sie die Wahl hätten zwischen fruchtbarem Land und Wüste: Was würden Sie wählen? Würden sie das Beste für sich rausholen? Sicher! Würde ich auch so machen. Abram, der Stammvater des Volkes Israel, macht es anders. Die Situation war folgende: Abram und sein Neffe Lot ziehen gemeinsam von Ur in Chaldäa weg. Beide haben große Herden an Vieh, die immer größer werden. Irgendwann reichen Weiden und Brunnen nicht mehr aus. Die Hirten der beiden Männer fangen sich an zu streiten.

Abram bekommt das mit und bittet Lot um ein Gespräch. Jetzt würde ich annehmen, dass ein Streitgespräch folgt. Argumente und Vorwürfe werden einander an den Kopf geworfen. Weit gefehlt! Abram möchte nicht Recht haben oder zumindest das letzte Wort. Abram lässt Lot die Wahl zwischen dem fruchtbaren Jordantal und der trockenen Wüstenregion als zukünftiges Zuhause. Abram sagte zu Lot: „Es soll kein Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Brüder.“

Abram ist der Frieden, die Beziehung zwischen ihnen wichtiger als der eigene Vorteil. Er nennt sich und Lot „Brüder“, obwohl Lot doch sein Neffe ist. Für mich Ausdruck der tiefen Verbundenheit, die Abram Lot gegenüber empfindet. Abram besitzt die Freiheit und lässt Lot die Wahl. Woher er diese Freiheit nimmt? Aus der Sicherheit, dass Gott sein Versorger ist. Und der Fortgang der Geschichte gibt ihm Recht: Seine Herden wachsen weiter und er geht in eine große Zukunft. Woher nehmen Sie Ihre Sicherheit?

Autor: Tobias Schier

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Die Herkunft spielt keine Rolle

Menschen sind verschieden. Da muss ich nur mal durch die Fußgängerzone meiner Heimatstadt gehen und sehe Menschen in den unterschiedlichsten Alters- und Größenklassen. Und manchen sehe ich und höre ich auch an, dass sie ihre ursprüngliche Heimat nicht in Hessen haben. Da kommt jemand ganz offensichtlich aus Bayern, Italien oder einem Land, dessen Sprache ich nicht genau einordnen kann. Aber letztlich ist es auch egal, wo jemand ursprünglich herkommt. Entscheidend ist, dass dieser Mensch jetzt hier lebt und sich an die Gesetze hält, die hier gelten.

Ganz ähnlich hat das auch der Apostel Paulus schon vor 2000 Jahren gesehen. Jedenfalls in Bezug auf den Glauben an Jesus Christus. Paulus argumentiert: Wenn jemand an Jesus Christus glaubt, dann ist diese Person ein neuer Mensch. Entscheidend ist, dass er in seinem neuen Glauben, im Sinne Christi lebt. Was diese Person vorher gemacht hat, was sie war und geglaubt hat, ist nicht mehr relevant. Paulus formuliert das so: "Da ist nicht mehr Grieche oder Jude, Beschnittener oder Unbeschnittener, Nichtgrieche, Skythe, Sklave, Freier, sondern alles und in allen Christus". (Kolosser 3,11)

Die Herkunft zählt nicht mehr. Entscheidend ist das jetzt und dass ich mich an die Regeln halte, die im Glauben an Jesus Christus gelten. Und die sind wenige und eindeutig: "Liebe Gott und Deinen Nächsten wie Dich selbst!" Paulus konkretisiert das übrigens noch in seinem Brief an die Christen in der Stadt Kolossä. Es lohnt sich, dort reinzuschauen.

Autor: Horst Kretschi

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Kirschkuchen mit Horizonterweiterung

Die Kaffeetafel biegt sich, selbst gebackene Kuchen und Torten so weit das Auge reicht. Das Gemeindefest kann beginnen. Zunächst aber soll ja noch ein Dank her, an die, die alles vorbereitet haben, und an Gott natürlich, der uns dieses Fest ermöglicht.

Es wird angestimmt: "Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich." Der erste Vers aus Psalm 106 als Lied. Ein Blick in die Bibel lohnt. Denn dort geht es um viel mehr als um eine nett gedeckte Kaffeetafel. Gott befreit sein Volk, die Israeliten, aus der ägyptischen Sklaverei. Mit Sack und Pack fliehen sie, Alte, Junge und alles, was noch halbwegs krauchen kann, und Gott ist mit ihnen, und teilt sogar das Rote Meer.

Bin ich mir dessen bewusst, während ich vor Oma Elses Kirschkuchen sitze? Sicher, ich muss deshalb kein schlechtes Gewissen haben, ich darf genießen. Aber es ist wichtig, sich trotzdem an die Flucht des Volkes Gottes aus Ägypten zu erinnern, denn die Bilder von damals sind auch die Bilder von heute. Über 82 Millionen Menschen waren im Jahr 2020 laut UN-Flüchtlingshilfswerk auf der Flucht. Da ist es gut, wenn Christen sich einsetzen für Geflüchtete, wenn sie eintreten für ein menschenwürdiges Dasein anderer. Auch von der heimischen Kaffeetafel aus kann man einen weiten Horizont haben und einen Blick für die Not anderer. Gut, dass dieses Danklied daran erinnert.

Autor: Andreas Odrich

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Zu schön, um wahr zu sein?

Liebe. Freude. Frieden. Geduld. Güte. Rechtschaffenheit. Treue. Sanftmut. Selbstbeherrschung… klingt das zu sehr nach Traumschwiegersohn? Zu schön, um wahr zu sein?

Kaum jemand, der klar bei Verstand ist, würde sich selbst alle diese Persönlichkeitseigenschaften als Orden an die Brust heften. Und kaum jemand, der klar bei Verstand ist, würde sie sich nicht insgeheim für sich selber wünschen. Ganz tief drin in uns selbst wissen wir wohl alle, dass diese Dinge in uns selbst entstehen müssen, wenn es sie in dieser Welt denn überhaupt gibt.

Liebe. Freude. Frieden. Geduld. Güte. Rechtschaffenheit. Treue. Sanftmut. Selbstbeherrschung.

Die Gute Nachricht: Diese neun Persönlichkeitsmerkmale beginnen vielleicht klein, und sie wachsen vielleicht langsam, aber es gibt sie tatsächlich. Woher kommen sie? Der Apostel Paulus gibt im Galaterbrief im Neuen Testament die Quelle an: Gott. Genauer: Gottes Geist, der in jedem Menschen lebt, der sein Leben Gott anvertraut. Zitat:

“Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.”

Der Geist Gottes lässt in Menschen das wachsen, was sie wahrhaft schön macht, ganz tief drin. Nicht zu schön, um wahr zu sein. Sondern schön, dass es wahr ist.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Ein Gott der Freiheit

Wenn ein Mensch Christ wird, dann ist er frei: frei von Schuld, befreit von aller Gottlosigkeit, frei von den Meinungen anderer Menschen über ihn. Aber er bzw. sie nutzt diese Freiheit nicht aus.

Auch Petrus und Johannes, zwei Zeitgenossen und Nachfolger von Jesus Christus aus Israel, waren frei. Das ist wichtig zu wissen, denn über sie steht in der Bibel:

Einmal gingen Petrus und Johannes in den Tempel. Es war drei Uhr, die Zeit für das Nachmittagsgebet.

Kritiker hätten sagen können: Haben es diese beiden denn noch nicht geschnallt? Der Tempel war doch überflüssig geworden! Jesus Christus ist vor 2.000 Jahren auf diese Welt gekommen. Er war hingerichtet worden. Er war auferstanden. Und er ging zurück in die himmlische Welt zu seinem göttlichen Vater. Von dort hat er seinen Nachfolgern seinen Heiligen Geist geschickt. Das heißt:

Gott ist überall da, wo ihn Menschen ernsthaft suchen. Gott ist tatsächlich nur ein sprichwörtliches Gebet weit entfernt.

Und hier sind zwei ewig Gestrige, die mit ihrem Besuch im Tempel an alten Gewohnheiten und Riten festhalten? Nein, so ist es nicht. Petrus und Johannes sind Zeugen dieses Gottes, der uns Freiheit schenken will.

Aber als solche wissen sie: Es kann hilfreich sein, eine feste Gesprächszeit mit Gott, zum Beispiel am Nachmittag, einzuhalten. Und es ist gut, die Gemeinschaft von Menschen zu suchen, die diesen befreienden Gott persönlich noch nicht kennen.

Genau das tun Petrus und Johannes. Und dann machen sie spannende Erfahrungen mit dem Gott, der befreit … auch andere – zum Beispiel einen Gelähmten von seiner Krankheit.

Also Freiheit, die Gott schenkt, ist einfach gut. Sie zu füllen und zu gestalten ist verheißungsvoll. Denn Gott stellt sich dabei gerne an unsere Seite.

Autor: Oliver Jeske

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