ERF Plus - Anstoß

Licht

Für Autofahrer heißt es jetzt wieder: Licht einschalten! Denn morgens wird es später hell. Und abends früher dunkel. Autoscheinwerfer bringen eine Menge Licht auf die Fahrbahn. Das ermöglicht eine alte, aber geniale Technik: ein nach innen gewölbter Spiegel. Der bündelt die Lichtstrahlen der Glühbirne - oder eines anderen Leuchtmittels. Und er wirft das Licht in die gewünschte Richtung. Ohne diese Spiegelfläche würde sich das Licht in alle Richtungen verteilen. Wie bei einer Kerze. Und nur wenig Licht würde dort landen, wo wir es brauchen: auf der Straße.

 

Gott spricht viel von Licht. Einmal sagte er: „Steh auf! Leuchte! Denn dein Licht ist gekommen. Und die Herrlichkeit Gottes ist über dir aufgegangen.“ Gott ruft seinen Leuten zu: „Erhebt Euch! Und leuchtet!“ Dabei muss niemand aus sich selbst heraus Licht hervorbringen. Nein. Gott ist das Licht. Und mit seinem Licht kommt er - zu jedem, der an ihn glaubt (2Kor 4,6). So wie die Sonne über einer Stadt aufgeht. Und sie im besten Licht erstrahlen lässt. Wo Gott mit seinem Licht auftaucht, vertreibt er alles Dunkle und Böse (Jes 5,20). Alles Schmerzliche und Qualvolle (Offb 21,4.8.23.27). Ja sogar den Tod. Und sein Licht schafft neues Leben (Mt 4,16). Wirkliches Leben. Leben das niemals vergeht. Wenn Sie sich Gott anvertrauen, dann leuchtet sein Licht auch in Ihrem Leben. Und macht es hell.

Autor: Steffen Brack

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Wie lange geht die Ewigkeit?

Wie lange geht die Ewigkeit?

Könnte man Sie als Strecke messen: Wie weit wäre die Entfernung von einer Ewigkeit zur anderen Ewigkeit? Keine Ahnung! Unendlich weit wahrscheinlich. Aber wie kann es eigentlich zwei Ewigkeiten geben? Wenn es sich doch bei der einen Sache um die Ewigkeit handelt, wird sie ewig gehen, und es wird keinen Platz, keine Zeit für eine zweite Ewigkeit übrigbleiben. Und tatsächlich dauert ja manchmal eine Minute schon ewig, je nachdem, was ich mache.

Sie merken schon, es ist unmöglich, diese Frage zu beantworten! Eine Frage, über die sich der Mensch wohl in alle Ewigkeit den Kopf zerbrechen wird.

Das ich damit Probleme habe, liegt wohl daran, dass in meiner Vorstellung alles einen Anfang und ein Ende haben muss. Die Ewigkeit hat das aber nicht. Die Ewigkeit ist damit unvorstellbar für uns Menschen. Jetzt begreife ich, warum König David genau dieses Phänomen nutzt, um die Gnade Gottes zu beschreiben. Im Psalm 103 Vers 117 heißt es: „Die Gnade des HERRN währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten.“ Gottes Gnade ist also unermesslich, nicht messbar. Mit dieser Gnade schaut Gott auf mein und ihr Leben. Diese Gnade umgibt mich jeden Tag. Alles um mich herum ist Gnade. Das ich jetzt schon 18 Jahre mit meiner Frau verheiratet sein darf: Gnade. Dass ich drei Kinder haben darf: Gnade. Dass ich leben darf: Gnade. Dass ich Gott gefunden habe: Gnade. Die Gnade Gottes schenkt ein dankbares Herz.

Schauen Sie zurück! Worin zeigt sich die Gnade Gottes in Ihrem Leben? Und Sie brauchen keine Angst vor der Zukunft haben, denn seine Gnade währt ewig.

Autor: Tobias Schier

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Nicht wie ein Fisch!

„Hätte ich doch nur was gesagt!“ Wie oft habe ich im Leben diesen Satz schon gedacht. Meist nach Situationen, in denen ich den Mund hätte aufmachen sollen und doch stumm geblieben bin wie ein Fisch. Doch das Reden in Gruppen und in der Öffentlichkeit fällt eben nicht jedem leicht. Auch ich bin immer nervös, weil ich mir nie sicher bin, ob meine Worte auch gehaltvolle Gedanken transportieren. Aber im Laufe des Lebens habe ich gelernt, dass es den meisten anderen Menschen ähnlich geht wie mir. Der israelitische König David erfleht gar von Gott Hilfe beim Reden. In Psalm 51 schreibt er: „Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund deinen Ruhm verkündige.“

David will also nicht irgendetwas erzählen. Der Sinn seines Redens liegt vielmehr darin, dass er Gottes Ruhm verkündet. Beim Blick auf die restlichen Verse dieses Psalms wird klar, dass David sich einige Verfehlungen hat zuschulden kommen lassen. Er bittet Gott um Gnade und Vergebung. Er macht deutlich: Gott ist die ernsthafte Buße, die von Herzen kommt, wichtiger, als alles, was Menschen rein äußerlich tun. Und genau darin liegt der Ruhm Gottes, dass er ein gnädiger Gott ist. Er schaut die Herzen der Menschen an und sieht, wie sie es meinen. Gottes Liebe und Barmherzigkeit sind noch viel grandioser als alle Wunder der Welt, die er geschaffen hat. So wie David will auch ich davon erzählen, wie mir Gottes Güte und Barmherzigkeit täglich neu begegnet und wie ich von seiner Liebe lebe. Jeden Tag neu!

 

Autor: Horst Kretschi

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Schweigen, wie ein Grab

Manchmal ist die Bibel ausgesprochen praktisch, manchmal unangenehm direkt. Im Buch der Sprüche wird beispielsweise folgendes festgestellt:

„Wer als Verleumder umhergeht, gibt Vertrauliches preis, wer aber verlässlich ist, behält Geheimnisse für sich“, Sprüche 11,13.

Wenn ich diesen Maßstab anlege, bin ich mehr als einmal ein Verleumder gewesen. Ich habe Dinge ausgeplaudert, die nur für meine Ohren bestimmt waren und so viel Schuld auf mich geladen.

Im Nachhinein habe ich mich gefragt, warum mir das passiert ist. Wollte ich mit meiner exklusiven Information als jemand Besonderes gelten? War es der Drang, auch zu denen zu gehören, die „Bescheid wissen“? Oder wollte ich mit meiner gezielten Indiskretion ein bisschen Politik machen, beispielsweise die Meinung anderer beeinflussen?

Auf alle Fälle hat es mir hinterher sehr leidgetan, denn ich hatte durch mein Verhalten das Vertrauen von Menschen enttäuscht. Rückblickend muss ich sagen, dass mein Fehlverhalten immer schwerer gewogen hat, als ein möglicher Vorteil.

Das Buch der Sprüche richtet sich zunächst an das Volk Israel. Aber die darin enthaltene Weisheit kann ich auch auf mein Leben als Christ anwenden: Mein Ja soll ein Ja sein und mein Nein ein Nein bleiben. Und es gehört dazu, dass ich Menschen nicht enttäusche, sondern mich als vertrauenswürdig erweise, in dem ich schweige, wenn ich darum gebeten werde.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Keine Angst vor Hilfe

Wer geht lieber zum Zahnarzt – Patienten ohne Zahnprobleme oder Menschen, deren Gebiss ein Sanierungsfall ist?

Ich finde das interessant: Meistens gehen die lieber zum Zahnarzt, die damit rechnen, ohne große Behandlung wieder rauszukommen. Wer dagegen Bohren oder Spritzen befürchtet, schiebt seinen Zahnarztbesuch eher vor sich her.

Obwohl das eigentlich total unlogisch ist. Denn wem könnte der Zahnarzt mehr helfen, als dem, der Hilfe nötig hat? Und wer könnte hinterher das Gefühl von Befreiung mehr genießen, als der, der Wiederherstellung dringend braucht?

Wir Menschen sind schon eigenartig: Je mehr wir Hilfe brauchen, desto mehr drücken wir uns davor, sie in Anspruch zu nehmen. Vielleicht auch deshalb, weil wir nicht gerne unserer Hilfsbedürftigkeit ins Auge sehen.

Ich glaube, mit Gott ist es ein bisschen wie mit dem Zahnarzt: Je mehr wir das Gefühl haben, in seinen Augen als Sanierungsfall dazustehen, desto weniger suchen wir seine Nähe, Vergebung und Wiederherstellung.

Obwohl das total unlogisch ist – denn Gott ist wirklich gut darin, uns trotz unserer Schwächen von Herzen zu lieben, Schuld zu vergeben und das, was an uns kaputt ist, wiederherzustellen. Das ist nämlich die Erfahrung von Menschen, die sich auf Gott eingelassen haben. Sie alle haben erfahren, was in der Bibel in Psalm 25 so ausgedrückt wird:

Dein Name, Herr, bürgt für deine Liebe; darum vergib mir meine Schuld – sie ist so groß!

Dieser Gott ist nur ein Gebet weit entfernt. Also, schieben Sie’s nicht auf - und gehen Sie kurz mit diesem Gott ins Gespräch!

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Historische Romane

Historische Romane sind genial. Sie liefern einen leichten unterhaltsamen Einstieg in die Geschichte. Allerdings verliere ich leicht den Überblick, wenn es mehr als vielleicht zehn Hauptakteure in ihnen gibt. Wer mit wem auf welche Weise verwandt, verschwägert ist oder auch nur irgendwie interagiert: Das überfordert mich – je nach Autor – spätestens nach fünfzig gelesenen Seiten.

Dabei muss ich anerkennen: Beziehungen sind im täglichen Leben wichtig. Ohne Beziehungen keine Freundschaft, keine Liebe – ja, eigentlich kein Leben.

Besonders deutlich wird das in einem Brief des Jesus-Nachfolgers Johannes im Neuen Testament. Darin schreibt er:

Wir haben es selbst gesehen und sind Zeugen dafür, dass der Vater seinen Sohn gesandt hat als den Retter der Welt.

Das hier ist Beziehung pur: Gott, der Vater, liebt uns Menschen so sehr, dass er sich seinen geliebten Sohn vom Herzen reißt. Er schickt ihn auf diese Welt, obwohl klar ist: Am Schluss wird er hingerichtet werden. Gott tut das nicht, weil er ein Sadist ist, sondern weil es die einzige Möglichkeit ist, dass wir mit Gott wieder in eine versöhnte Beziehung treten können.

Liebe zeigt sich in Beziehung. Gott geht jedem der über 7,5 Milliarden Menschen auf unserem Erdball nach, so erfahren wir es aus der Bibel. Als Antwort darauf lebt eine enorm große Zahl von Christen aktiv in dieser Liebesbeziehung zu Gott. Das sprengt das Who is Who und Wer mit Wem jedes historischen Romans. Trotzdem möchte ich persönlich keine Sekunde darauf verzichten: auf diese Beziehung zu Gott und zu immerhin einigen von den Menschen, die mit mir an Jesus Christus glauben.

Autor: Oliver Jeske

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Jonas Mut

Die biblische Geschichte von Jona fasziniert mich schon seit Kindestagen. Jona bekommt von Gott den Auftrag nach Ninive zu gehen, doch er wiedersetzt sich dem und flieht vor der Verantwortung. Auf seinem Schiff kommt es zu einem gewaltigen Sturm und Jona wirft sich ins Meer, um die anderen Seeleute vor Gottes Wut zu bewahren. Daraufhin wird er von einem großen Fisch verschlungen, in dem er drei Tage und drei Nächte ausharrt, bis er wieder ausgespien wird.

Während der Zeit im Fisch wendet sich Jona doch wieder an Gott und betet ihn an. Er bekennt sich zu Gott und gelobt ihm seine Gefolgschaft. Er spricht: „Die sich halten an das Nichtige, verlassen ihre Gnade.“ Doch Jona wendet sich nicht ab und erfährt so Rettung durch Gott.

Ich bin mein Leben lang fasziniert von dem Mut, den Jona hatte. Erst wiedersetzt er sich Gott, allein hier bin ich mir nicht sicher, ob ich das wagen würde, dann begibt er sich vollkommen in seine Gnade, indem er sich in die Fluten stürzt. Und schließlich verzagt er nicht bei großen Unglück, sondern betet ihn liebevoll an, als er in einer scheinbar hoffnungslosen Situation im Bauche des Fisches war.

Woher nimmt Jona nur diesen Mut? Woher kommt diese Gewissheit, sich vollkommen auf Gottes Gnade zu verlassen? Es bleibt für mich persönlich ein Faszinosum. Und eine Inspiration für meinen Glauben. In bin vielleicht in anderen und weniger bildhaften Dingen gefangen als Jona. Doch so wie er bitte ich Gott darum, mich nicht in seiner Gnade zu verlassen.

Autor: Dariush Ghobad

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Gott macht stark

Unwissenheit ist niemals gut. Ich habe beispielsweise Jahre lang gedacht, es heißt in der Bibel: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“. Aber das steht nirgendwo in der Bibel. Im Gegenteil, das stellt die Verhältnisse buchstäblich auf den Kopf: Denn Gott hilft uns; wir müssen und können uns seine Hilfe nicht erarbeiten oder verdienen. Der Prophet Daniel bringt im heutigen Losungswort eine zeitlose Erfahrung auf den Punkt: Wer keine Hoffnung hat, ist der Gegenwart ausgeliefert. Wer keinen inneren Halt hat, ist wie ein Blatt im Wind. Wer nicht weiß, zu wem er gehört oder an was er glaubt, wird schnell verführt. Geht den Aussagen anderer Menschen auf den Leim. Genauer Wortlaut: „Das Volk derer, die ihren Gott kennen, wird stark bleiben...“ Und ich habe mich gefragt: Kenne ich Gott? Weiß ich, dass er souverän ist, dass er gutes im Sinn hat, auch wenn‘s mir grad nicht gut geht. Weiß ich um seine Liebe, die mich immer umgibt. Weiß ich, dass er mich manchmal auch durchs dunkle Tal führt und dann auch wieder auf die Beine stellt. Weiß ich, dass er der Weltenherrscher ist, auch wenn‘s politisch drunter und drüber läuft und man denken mag, es gibt keinen Gott. Gott kennen, macht stark. Gott kennen ist leben. Gott kennen gibt Halt. Ewigen Halt. Nur der Blick durch Jesus hindurch auf ihn - rettet uns. Ich möchte Gott immer mehr kennen lernen. 

Autor: Ulrike Schild

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Danke, Gott!

Wenn das Herz voller Freude ist, kommen Worte leicht über die Lippen. Genauso kann man Hannas Situation beschreiben. Sie hat eine schwere Last tragen müssen. In der Kultur ihrer Zeit galt  Kinderlosigkeit für eine verheiratete Frau als Schande. Mehr noch, Kinderlosigkeit wurde von der Gesellschaft als Strafe Gottes gewertet.

Aber damit ist es jetzt vorbei. Vor nicht langer Zeit hat Gott Hannas verzweifeltes Gebet erhört und ihr einen Sohn geschenkt. Jetzt bringt sie diesen Sohn zur sogenannten Stiftshütte, dem Heiligtum der Israeliten jener Zeit. Hier will sie Samuel Gott weihen.

Hanna betet voller Dank. Sie macht sich bewusst, wer Gott ist und wie er handelt. Dieses Gebet ist in der Bibel im 1. Buch des Propheten Samuel aufgeschrieben. Im Kapitel 2, Vers 7 lese ich:  

Der HERR macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht. (1. Samuel 2,7)

Hanna weiß, dass Gott die Geschicke der Menschen lenkt. Einigen schenkt er Reichtum, anderen versagt er eben diesen. Manche bringt er zu besonderen Ehren, andere nicht.

Gott ist souverän. Man kann ihn nicht manipulieren. Aber, und auch das hat Hanna persönlich erlebt, Gott hört Bitten, die im Glauben und im Vertrauen vorgetragen werden.  

Das ist bis heute so. Ich darf Gott im Namen von Jesus Christus ansprechen. Ich kann ihm mein Herz ausschütten und darauf vertrauen, dass er mein Anliegen hört. Und wenn er es tut, dann stimme ich in das Lob von Hanna ein und danke Gott für sein wunderbares Handeln.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Entscheidend ist die Gottesbegegnung

In verschiedenen Gesprächen tauchte bei mir immer wieder mal die Frage auf, was wohl besser sei: In einem frommen Elternhaus aufgewachsen zu sein, dadurch von Jesus erfahren und dann selbst auch diesen Glauben angenommen zu haben? Oder in einem Umfeld gelebt zu haben, in dem Glaube und Kirche gar keine Rolle spielten? Um dann in einem entscheidenden Moment für sich zu erkennen: Wow, was Gott da in Jesus am Kreuz getan hat, das hat auch für mich Bedeutung! Besser oder schlechter ist hier sicher die falsche Wortwahl, es ist einfach anders. Entscheidend ist allein, dass es diesen Moment der Gottesbegegnung gibt.

Auch der Apostel Paulus hat in seinem Brief an die Gemeinde in Rom diese Gottesbegegnung ins Zentrum gerückt, die schon damals aus unterschiedlichen Anlaufwegen herrühren konnte. Im 3. Kapitel betont er Gott als den einen Gott, der gerecht macht die Juden aus dem Glauben und die Nichtjuden durch den Glauben. In den ersten christlichen Gemeinden waren Menschen, die mit diesem lebendigen Gott schon viele Jahre unterwegs waren, also das jüdische Volk. Aber es gab auch die Neuankömmlinge, sogenannte Heiden, die zunächst einmal gar nichts von Gott wussten. Paulus sagt: Es spielt es keine Rolle, ob die aus dem Glauben kommenden Gottes Gnade in Anspruch nehmen, oder ob es die Gottesfernen sind, die Gott überhaupt erst einmal durch einen Glauben kennenlernen. Entscheidend für jeden Menschen ist die persönliche Begegnung mit diesem Gott und seiner in Jesus Christus sichtbar gewordene Gnade, damals wie heute.

Autor: Hans Wagner

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Entscheidend ist die Gottebegegnung

In verschiedenen Gesprächen tauchte bei mir immer wieder mal die Frage auf, was wohl besser sei: In einem frommen Elternhaus aufgewachsen zu sein, dadurch von Jesus erfahren und dann selbst auch diesen Glauben angenommen zu haben? Oder in einem Umfeld gelebt zu haben, in dem Glaube und Kirche gar keine Rolle spielten? Um dann in einem entscheidenden Moment für sich zu erkennen: Wow, was Gott da in Jesus am Kreuz getan hat, das hat auch für mich Bedeutung! Besser oder schlechter ist hier sicher die falsche Wortwahl, es ist einfach anders. Entscheidend ist allein, dass es diesen Moment der Gottesbegegnung gibt.

Auch der Apostel Paulus hat in seinem Brief an die Gemeinde in Rom diese Gottesbegegnung ins Zentrum gerückt, die schon damals aus unterschiedlichen Anlaufwegen herrühren konnte. Im 3. Kapitel betont er Gott als den einen Gott, der gerecht macht die Juden aus dem Glauben und die Nichtjuden durch den Glauben. In den ersten christlichen Gemeinden waren Menschen, die mit diesem lebendigen Gott schon viele Jahre unterwegs waren, also das jüdische Volk. Aber es gab auch die Neuankömmlinge, sogenannte Heiden, die zunächst einmal gar nichts von Gott wussten. Paulus sagt: Es spielt es keine Rolle, ob die aus dem Glauben kommenden Gottes Gnade in Anspruch nehmen, oder ob es die Gottesfernen sind, die Gott überhaupt erst einmal durch einen Glauben kennenlernen. Entscheidend für jeden Menschen ist die persönliche Begegnung mit diesem Gott und seiner in Jesus Christus sichtbar gewordene Gnade, damals wie heute.

Autor: Hans Wagner

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Ende gut, alles gut

Ende gut, alles gut. Diese Redewendung benutze ich öfter, wenn mir eine Person erzählt, wie mühselig ein Weg verlaufen ist, welche Klippen sich bis heute aufgetan haben. Sie zum Schluss tief durchatmet und anfügt: „Doch nun ist es geschafft.“

Ende gut, alles gut. Das sagt der Apostel Paulus mit anderen Worten am Ende von Kapitel 11 seines Römerbriefes. Das Volk Israel wird einen langen Weg zurücklegen. Es gibt Hindernisse, warum sein Volk Jesus nicht als Messias erkennen kann. Jedenfalls die meisten aus seinem Volk nicht.

Schritt für Schritt arbeitet sich Paulus durch die Geschichte Israels und verbindet sie mit Gottes Zusagen. Ende gut, alles gut.

Am Ende wird der auferstandene Jesus auf die Erde zurückkehren. Israel wird Jesus als Messias, als Retter, anerkennen. Staundend werden

alle – Christen und Juden - in das Lob Gottes einstimmen: „Von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.“

Ende gut, alles gut – auch für Sie, wenn Sie in dem Moment zum Chor dazu gehören, der Gott, dem Vater, die Ehre gibt, die Gott nach einem langen Weg des Vertrauens auf seinen Sohn Jesus Christus gebührt! Die Tür zum Lob Gottes hat Jesus geöffnet und der Heilige Geist hat nichts Besseres zu tun, als Sie durch dieses Tor zu ziehen und dabei Ihr Herz zu berühren. Wie gesagt: Ende gut, alles gut.

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Mit dem Glauben zum Sieg

„Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat“, 1. Johannes 5,4.

Als Johannes diese Worte schreibt, tobt in den christlichen Gemeinden eine heftige Auseinandersetzung.

Der Kreuzestod Jesu, seine Auferstehung und Rückkehr zu Gott in den Himmel sind gut 60 Jahre her. Der Glaube an Jesus als den Herrn und Erlöser hat sich inzwischen über das gesamte römische Reich ausgebreitet. Überall vertrauen Menschen dem Evangelium.

Allerdings gibt es inzwischen ein ernstes Problem. In den Gemeinden droht die Vermischung des Evangeliums mit den religiösen Vorstellungen der damaligen Zeit. Einflussreiche Persönlichkeiten hinterfragen die Überzeugung, dass Jesus wirklich Mensch gewesen sein soll. Wie kann das sein, argumentieren sie, dass ein Gott zugleich ein Mensch ist?

Der Apostel Johannes wehrt sich mit aller Kraft gegen diese Irrlehre. Nein, sagt er, Jesus war ganz Mensch und er war ganz Gott. Ich kann das bezeugen, denn die Apostel und ich haben unser Leben mit Jesus geteilt. Wir sind  Augenzeugen gewesen.

Der Apostel Johannes ist davon überzeugt: Der unverfälschte Glaube an Jesus kann alles verändern. Er überwindet das, was sich Menschen an religiösen Vorstellungen zurechtgelegt haben. Die Kraft, die durch diesen Glauben zur Geltung kommt, stammt direkt aus der Gegenwart Gottes.

Das, was Johannes damals geschrieben hat, trifft bis heute zu. Sie und ich können mit dieser Kraft genauso rechnen, wie die Christen damals. Auch heute gilt: Unser Glaube schenkt den Sieg, der die Welt überwunden hat.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Mit Gottes Augen sehen

„What would Jesus do?“ – Was würde Jesus tun. So konnte man das vor einigen Jahren auf bunten Armbändern lesen. „Was würde Jesus tun?“ Gar nicht so leicht zu beantworten, dachte ich. Wie wäre es denn, wenn wir die Welt tatsächlich mal durch die Augen von Jesus sehen würden und versuchen, so zu handeln wie er? Nach allem, was wir von Jesus wissen, war er hier auf der Erde alles andere als angepasst. Er hat sich bei Verbrechern zum Essen eingeladen. War bei Prostituierten zu Gast. Er hatte ein Herz für die Kranken, die Schwachen und die Suchenden. Seine besten Freunde waren einfache Menschen, zum Beispiel Fischer. Und er hat sich mit schöner Regelmäßigkeit mit den religiösen Führern seiner Zeit angelegt. „What would Jesus do?“ Was würde Jesus heute tun? Sich auf einer griechischen Insel für Flüchtlinge engagieren? Gefangene im Knast besuchen, bei einer der vielen Tafeln mitarbeiten, die Essen an Bedürftige ausgeben? In Kliniken und Pflegeheimen einsame und Kranke besuchen? Sich mit Theologen streiten, für den Umweltschutz demonstrieren? Wenn ich Christ bin – also ein Nachfolger von Jesus, soll ich mir dann nicht auch an ihm ein Vorbild nehmen? Ganz schön herausfordernd, dieses Leben. Aber bei Gott gibt es keine Kompromisse. Was er von mir erwartet, hat er schon im Alten Testament für sein Volk, die Israeliten, formuliert: „Halte mir die Treue, tu, was in meinen Augen richtig ist! Verlass dich voll und ganz auf mich, deinen Gott!“. „Was in Gottes Augen richtig ist“ – auf die Perspektive kommt es also an. Ich will mir heute bewusst Gottes Brille aufsetzen. Und in jeder Situation danach fragen: „Was ist in Gottes Augen jetzt richtig.“ Machen sie mit?

 

Autor: Stefan Loß

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