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Warum tut Gott, was er tut?

Etwa drei Fünftel der gegenwärtig knapp 8 Milliarden Menschen auf diesem Globus glauben an Gott. Und zwar an EINEN Gott. Immerhin knapp die Hälfte der Menschheit rechnet auch damit, dass Gott in dieser Welt tatsächlich aktiv ist. Dass er handelt. Dass er zumindest gelegentlich eingreift ins Weltgeschehen – und auch in das Leben einzelner Menschen.

Wenn Gott dem tatsächlich entspricht; wenn er kein ferner, teilnahmsloser Gott ist, der den Dingen einfach ihren Lauf lässt, sondern wenn er wirklich eine Rolle spielt in dieser Welt, dann ist die spannende Frage: Warum tut Gott, was er tut? Warum sollte es ihn interessieren, was Ihnen und mir widerfährt in diesem Leben?

Das Volk Israel macht seit 3 ½ tausend Jahren Erfahrungen mit Gott und hat früh begriffen: Es liegt an Gottes Wesen. Gott hat sich dem Volkes Israel gegenüber als liebevoller und fürsorglicher Helfer erwiesen. Freilich erwartet Gott auch etwas von den Leuten, die auf ihn vertrauen.

Gott tut, was er tut, weil er genau so ist: liebevoll, gütig – und ein echtes Gegenüber. Gott tut, was er tut, um seiner selbst willen. In den Gebeten Israels gibt es dafür eine Formel: „Um seines Namens willen“ oder auch „um der Ehre seines Namens willen.“

Zum Beispiel in Psalm 79,9: Da erbitten die Glaubenden von Gott: „Hilf du uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen! Errette uns und vergib uns unsre Sünden um deines Namens willen!“ Also nicht, weil die Glaubenden so vorbildlich wären, sondern weil Gott ist, wie er ist – und wer er ist. Deshalb tut Gott, was er tut.

Autor: Markus Baum

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Was bringt's?

„Und was bringt das jetzt?“, fragt mich meine Tochter. Wir sind an Matheaufgaben. Bruchrechnen. Ich versuche ihr beizubringen, dass es sinnvoll ist, erst große Zahlen zu kürzen, bevor sie zu einem gemischten Bruch wechselt und nicht umgekehrt.

„Und was bringt das jetzt?“ Die Frage hallt in mir nach. Ich denke, man kann sie auch gegenüber dem christlichen Glauben stellen. Ich glaube, Jesus selbst kam es darauf an, dass das Ganze etwas bringt. Dass der Glaube an ihn Menschen frei macht. Dass Christen Unrecht bekämpfen. Für Gerechtigkeit einstehen. Christen sollten mit Gottes Hilfe die Welt um sie herum zu einem besseren Ort machen.

Im Matthäusevangelium, am Anfang seiner bekannten Bergpredigt, drückt Jesus das so aus: „Ihr seid das Salz der Erde.“ (Matthäus 5,13) Das heißt: Christen sollten diese Welt bereichern, ihr nutzen, etwas zum Guten verändern. Wenn dieser Glaube ohne Auswirkungen bleibt, immer schön geordnet, harmlos, ohne Kontur, ja, geschmacklos, ist er nicht viel wert. Er bringt nichts.

Meine Tochter hat mittlerweile verstanden, was es bringt. Also das mit dem Kürzen. Die Aussage von Jesus hallt weiter in mir nach. Ich habe das Gefühl, es ist Stoff für Generationen, gutes Salz für diese Erde zu sein. Und ich stelle mich der Frage: Wem bringt mein Glaube heute etwas? Ich will mich von Gott auf jeden Fall gebrauchen lassen.

Autor: Joachim Bär

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Dein Name werde geheiligt

"Ach lassen sie mal, Ihren Namen brauche ich gar nicht, mir genügt eigentlich Ihre Buchungsnummer, Kundennummer, Gutscheinnummer, Rechnungsnummer, IBAN-Nummer, Sozialversicherungsnummer, Wartenummer.“ Ich bin immer skeptisch, wenn ich als Nummer aufgerufen werde.

Wenn Menschen ihren Namen verlieren, dann ist es nicht mehr weit bis zum Verlust der Würde. Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Doch die Würde ist gefährdet, ist fragil, ist antastbar. So ähnlich ist es mit der ersten Bitte im Vaterunser: "Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name."
Die Heiligkeit des Gottesnamen ist in Gefahr. Nämlich da, wo Menschen einander Schlimmes antun. Und das auch noch im Namen Gottes. Was geschieht nicht alles in Gottes Namen?
Wir lassen es zu, dass Kinder verhungern. Frauen werden in vielen Ländern mundtot gemacht. Judenhass breitet sich aus. Menschen werden auf dem Meer ihrem Schicksal überlassen. Es wird bei der Zerstörung des Planeten zugesehen. Das ist alles unwürdig. Und vieles, vieles mehr. 

In Gottes Namen würden Menschen einfach und schlicht unter Fremden leben. Kinder hochleben lassen und phantasievoll beschützen. Anders sein feiern und Frauen respektieren. Alles, was lebt, bewahren. Und jedem Menschen rasch eine Iimpfung gegen Corona ermöglichen. Die Tür öffnen für die, die in Frieden kommen. Und Abstand nehmen von der fixen Idee, wir wüssten jederzeit, was in Gottes Namen zu tun ist. Wer betet: "Geheiligt werde dein Name", der sagt damit:

Gott, mir ist das wichtig, dass dein Name nicht in den Dreck gezogen wird und ich möchte ein Leben führen, dass du unterschreiben kannst. Hilf mir, deinen Namen zu heiligen, indem ich ihn für andere heilig mache, dass viele Menschen den Weg zu dir finden und dich als Retter erkennen. Geheiligt werde dein Name.

Autor: Ulrike Schild

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Warum und wozu?

Was ist meine Aufgabe in dieser Welt? Wozu gibt es mich?

Fragen wie diese haben mich als Jugendlicher bewegt und sie tun es immer noch. Warum? Ganz einfach. In meiner Selbstwahrnehmung bin ich der wichtigste Mensch in dieser Welt. Also habe ich Ansprüche an mein Leben.

Ich weiß, manch einer wird jetzt sagen: Nimm dich nicht so wichtig. Hör mit dem Grübeln auf. Die Welt dreht sich auch ohne dich weiter.

In der Bibel finde ich einen bemerkenswerten Satz. Paulus schreibt den Christen in Ephesus:

Wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen. (Epheserbrief 2,10)

Nehme ich das ernst, was Paulus schreibt, wird klar, wofür es mich gibt. Ich bin ein schöpferischer Ausdruck Gottes, sein guter Gedanke für diese Welt. – Aber klingt das nicht anmaßend? Ja und nein. Aus mir heraus wäre ich ein Nichts. Eine Wiesenblume, die ein paar Tage blüht und dann für immer verwelkt. Aber Gott sieht mich und mein Wirken im Zusammenhang mit seinem Sohn Jesus Christus und das verändert alles.

Mit einem Mal gewinne ich an Bedeutung. Ja, Gott hat Aufgaben, die er mir zugedacht hat. Gute Werke, die ich in Verbindung mit Jesus, meinem Herrn und Erlöser verrichten soll und die sogar mein Leben prägen werden.

Gott hat diesen Tag geschaffen. Es gibt Aufgaben für Sie und mich, von denen er will, dass wir sie anpacken. Frohes Schaffen!

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Wunder geschehen

Viele Menschen fragen: Warum kommt das Glück nicht zu mir? Dies sind die ersten Worte eines Liedes, das Katja Ebstein im Jahr 1970 als deutschen Beitrag für den Eurovision Song Contest gesungen hat und mit dem sie den dritten Platz belegte. Vielleicht ist es ja ein bisschen weit hergeholt, aber ich könnte mir vorstellen, dass die hohe Bewertung dieses Titels nicht nur etwas mit der fantastischen Qualität des Gesangs der Künstlerin zu tun hat, sondern auch mit der Sehnsucht vieler Menschen nach einem Wunder für ihre ganz eigene Lebenssituation. 

Wunder geschehen, daran glaube ich fest. Viele davon nehmen wir wahrscheinlich gar nicht war. Immer wieder gibt es aber doch die eigentlich unterklärlichen Momente. Schnell wird dann von "Glück" gesprochen oder "Zufall", aber in vielen dieser Situationen ist auch das Handeln Gottes zu erkennen - wenn ich dafür offen bin. In Psalm 75 schreibt der Beter Asaf: Wir danken dir, Gott, wir danken dir und verkündigen deine Wunder, dass dein Name so nahe ist. Wunder Gottes sind ein spürbarer und erlebbarer Ausdruck seiner Gegenwart. Wunder sind keine Frage des Glücks, sondern Ausdruck der Liebe und Zuwendung Gottes. Ich kann sie nicht einfordern, aber ich kann sie wahrnehmen. Mit offenen Augen und einem offenen Herzen. Dann kann es mir so ergehen, wie dem Beter Asaf: Sie führen mich zur Dankbarkeit und zur Sehnsucht, anderen Menschen von diesem Gott zu erzählen. 

Autor: Hans Wagner

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Unglaublich!

Unglaublich! Sage ich, wenn ich etwas höre, das bisher noch nicht dagewesen ist.

Unglaublich, was der Prophet hier ankündigt: Täler sollen zu Bergen werden und Hügel zu flachem Land – wo gibt es denn sowas? Unglaublich ist der, der das anzettelt. Israels Gott! Unglaublich, was er kann! Alle Sandkörner der Erde sind für Gott ein paar Gramm. Wer kann Gottes Ideen stoppen oder bestimmen? Wer kann Gott unterrichten? Deshalb kann mein Denken nicht mit Gott mithalten!

Im Jesajabuch, Kapitel 40, Vers 15 lese ich: „Siehe, die Völker sind geachtet wie ein Tropfen am Eimer und wie ein Sandkorn auf der Waage.“

Wie unterschiedlich sind die Völker dieser Erde. Japaner sind höflich. Afrikaner gesellig. Deutsche tüfteln gerne. Niederländer ringen dem Meer Land ab. Und was denkt Gott über sie? Für ihn sind wir allesamt wie ein Wassertropfen im Eimer. Ein riesiger Größenunterschied besteht zwischen Gott und mir. Ich kann noch nicht mal alle Nationen mit Namen aufzählen. Für Gott sind sie ein Sandkorn auf einer Waage. Ich kenne Rügen, Usedom, Borkum, Baltrum, Langeoog – doch für Gott sind alle Inseln dieser Welt wie ein Staubkörnchen. Was für Maßeinheiten – da kann ich nicht mithalten. Und doch: Dieser Gott ist Israels Gott. Dieser Gott ist durch Jesus Christus mein Gott. Er regiert diese Welt und mich. Und der Hammer: Gott kennt mich nicht nur, er liebt mich auch noch. Sollte ich diesen Gott nicht auch lieben? Sollte ich nicht staunen über ihn und ihn loben, statt mit ihm zu diskutieren?

Autor: Pastorin Elke Drossmann

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Ein sicheres Erkennungszeichen

Wenn ich im englischsprachigen Ausland unterwegs bin, erkenne ich Deutsche in der Regel an der Einfärbung ihrer Aussprache. Uns fällt es schwer, das englische „th“ richtig auszusprechen. Umgekehrt haben Engländer ihre liebe Not mit dem deutschen „ch“. – Ich kann allein dadurch, dass ich zuhöre, erkennen, aus welchem Land jemand stammt.

Was für die Sprache gilt, trifft in ähnlicher Weise auch auf andere Sitten zu. So gehört es beispielsweise in Großbritannien zum guten Ton, dass man sich nur einmal, nämlich bei der ersten Vorstellung, die Hände schüttelt. In unserem Kultkreis tut man das normalerweise häufiger.

Das sind zwei einfache Beispiele, die es mir möglich machen, Fremde mühelos zu erkennen. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Glauben, sagt der Apostel Johannes. Es gibt Erkennungsmerkmale.

In seinem ersten Brief schreibt er:

Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt. (1. Johannes 4,13–14)

Frage: Woran erkenne ich, dass ich auf der richtigen Glaubensspur bin? Antwort: Ich brauche bloß darauf zu achten, ob der Geist Gottes in mir wirkt.

Und wie merke ich das? Gottes Geist ist bestrebt, mich nahe bei Jesus zu halten.

Wen es also zu Jesus zieht und wer sich bei ihm wohlfühlt, der ist im Einflussbereich des Heiligen Geistes.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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Geschenke für alle

Bald ist wieder dieser eine Tag – mein Geburtstag. Und ich gebe zu: Ich liebe es Geburtstagsgeschenke zu bekommen! Ich freue mich, wenn ich mit Schönem bedacht und mit lieben Grüßen und Worten beschenkt werde. Welch ein Segen!

Aber ich bin auch gerne die Schenkende. Es macht mir Freude zu überlegen, wie ich den Menschen um mich herum etwas Gutes tun kann. Warum? Weil ich meine Familie und Freunde einfach liebhabe.

Es gibt ein Geschenk, dass das wohl größte ist, welches ich kenne. Gott hat es uns Menschen gegeben, als er in Jesus Christus ans Kreuz ging. Er nahm die ganze Schuld der Menschen auf sich, damit sein stellvertretender Tod jeden Menschen frei werden lässt. Alte Schulden, schlechte Einflüsse und Fehlverhalten sind vergeben. Er macht einen Strich darunter. Nun ist ein Neuanfang möglich, in aller Freiheit. Und warum? Weil Gott uns Menschen sehr liebt.

Diese befreiende Botschaft hat Gott schon im Alten Testament verkünden lassen – lange bevor Jesus aufgetreten und seinen Weg ans Kreuz gegangen ist. Besonders deutlich im prophetischen Buch Jesaja. Das Kapitel 53 beginnt mit den Worten: Wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und an wem ist der Arm des HERRN offenbart?

Gottes Geschenk galt den Menschen bereits vor über 2.000 Jahren. In gleicher Weise und mit gleicher Kraft gilt es immer noch für uns Menschen heute. Ich lade Sie ein, dieses Geschenk auszupacken!

Autor: Melanie Bonnkirch

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Familientragödie

Zwei Tote bei Familientragödie. Das furchtbare Drama spielt sich in Jerusalem ab - vor rund 3.000 Jahren. In der Familie Davids. Der ist Musiker, Liederdichter und Israels Regierungschef. Und er hat mehrere Frauen. Im Alten Orient durchaus üblich. Aber diese Familienkonstellation ist wohl ein Ausgangspunkt für das Fiasko. Davids Sohn Amnon vergewaltigt seine Halbschwester Tamar. Ihr Bruder Absalom hört davon - und bringt den Halbbruder um. Danach flieht Absalom vor seinem Vater David.

 

Der Satz für heute aus der Bibel führt mitten hinein in diese entsetzliche Tragödie. Er lautet: „Gott will das Leben nicht auslöschen, sondern er will, dass der Verstoßene nicht auch von ihm verstoßen wird.“ Davids oberster General ersinnt eine List. Sie soll den König dazu zu bringen, dass Absalom - der Mörder - zurückkehren darf. Das gelingt. Aber die Kluft zwischen Vater und Sohn bleibt. Bis Absalom versucht, mit Waffengewalt seinen Vater zu stürzen. Und dabei wird Absalom ermordet.

 

Warum steht in der Bibel so ein schreckliches Drama? Ich denke, Gott will Mut machen? Ja, davon bin ich auch überzeugt. Aber Gott will auch warnen: mein Verhalten kann sich verheerend auswirken. Besonders in meiner Familie. Aber selbst mitten in den Katastrophen gilt eines immer: „Gott will nicht, dass Menschen an ihrer Schuld zugrunde gehen. Nein. Gott will, dass Menschen von ihrer Schuld umkehren und leben.“ (Hesekiel 18,23). Gott will vergeben. Und darum kann ich ihn bitten. Selbst wenn die Schuld schwer wiegt. Und das macht mir Mut.

Autor: Steffen Brack

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Wertvoller als alles andere

Das teure Auto wird regelmäßig gesaugt und in die Waschstraße gefahren. Die x-tausend Euro schwere Rolex wird nur zu besonderen Anlässen getragen und dann wieder sicher verstaut. Der Mensch geht sorgsam mit seinem kostbaren Eigentum um. Das ist doch selbstverständlich, oder? Schließlich will ich auch noch eine Zeitlang meine Freude daran haben! Noch viel mehr gilt das für meine Familie, die zu mir gehört. Meine Frau und meine Kinder sind das Kostbarste, was ich besitze.

Da geht es Gott ganz ähnlich wie mir. Er hatte auch eine Art Familie: Das Volk Israel. Das hat er für sich reklamiert. Zum Zeichen, dass die Israeliten zu ihm gehörten, nannte er sie „sein Eigentum“. Das kann ich im Alten Testament nachlesen, beim Propheten Maleachi. Da steht: „Sie sollen mein Eigentum sein, und ich will mich ihrer erbarmen, wie ein Mann sich seines Sohnes erbarmt, der ihm dient.“ Das Volk Israel als Gottes kostbares und persönlich gehegtes Eigentum. Gott vergleicht das Volk dabei nicht mit einem Haus oder einer Rolex, sondern mit einem Sohn als Teil der Familie.

Diese Möglichkeit der Beziehung hat Gott erweitert. Nicht nur das Volk Israel darf sich heute sein Eigentum nennen, sondern alle, die sich für ein Leben mit ihm entscheiden. Was ist Gott diese Möglichkeit für jeden Menschen wert? Das Leben seines einzigen Sohnes Jesus Christus. Der hat mit seinem Leben ermöglicht, dass Sie und ich uns Gottes Eigentum nennen dürfen – wenn wir das denn wollen. Gottes kostbares und persönlich gehegtes Eigentum sein.  Gott will noch eine Ewigkeit lang seine Freude gemeinsam mit Ihnen haben.

Autor: Tobias Schier

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Eine Quelle der Kraft und Weisheit

Als Mensch stoße ich immer wieder an meine Grenzen. Nicht nur meine körperlichen Grenzen, sondern auch jene, die mit meiner Fähigkeit zu tun haben, Probleme zu lösen. In manch schwierige Situation habe ich mich selbst hineinmanövriert; in andere bin ich ohne eigenes Verschulden geraten und ich frage mich: Wie komme ich aus der Nummer heil wieder raus? Im ersten Augenblick bin ich oft blockiert und sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht. Alles scheint ein undurchdringliches Dickicht aus Hindernissen und Hemmnissen.

Was mir dann hilft, ist ein Augenblick der Besinnung. In Ruhe nachdenken und vor allem beten können, das klärt für mich manch ausweglose Situation. Ich bitte Gott um Rat und Hilfe. Und auf sehr unterschiedliche Weise ist mir diese dann auch Zuteil geworden. Ich halte es mit den Psalmbetern aus dem Alten Testament der Bibel. So wie der Mensch, der Psalm 147 geschrieben hat. Er sagt: "Unser Herr ist groß und von großer Kraft, und unermesslich ist seine Weisheit." (Psalm 147,5)

Diese Quelle der Kraft und der Weisheit steht mir zur Verfügung. Ich muss sie nur anzapfen. Das kann ich ganz einfach durch ein kurzes Gebet. Durch einen Gedanken an Gott. Schon allein dadurch, dass ich Gott in meine Situation mit hineinnehme ändert sich etwas in mir. Die Schwierigkeiten sind vielleicht zunächst noch vorhanden, aber meine Einstellung dazu verändert sich. Weil ich weiß, dass ich nicht alleine und hilflos bin.

Autor: Horst Kretschi

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Die Mauer fällt doch

"Die Mauer wird in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen" - selten wurde ein Satz aus der Geschichte so Lügen gestraft, wie dieser des Staatsratsvorsitzenden der DDR, Erich Honecker. Wenig später nämlich, im November 1989, fiel die Mauer. Deutschland jubelte.

Am 13. August 1961 standen die Menschen hingegen unter Schock. An diesem Tag wurde die Mauer gebaut. Ein ganzes Land, sowie zahllose Familien und Freunde, waren getrennt. Und mit der Zeit glaubte niemand mehr so recht, dass die Mauer eines Tages fallen könnte.

Doch Gott sei Dank - wir dürfen in größeren Zeiträumen rechnen. Schon der Prophet Jesaja erkennt vor rund 2700 Jahren: auf manche Zeit der Drangsal kommen auch wieder gute Zeiten. Mitten in so einer vergleichbar aussichtslosen Situation rät Jesaja den Israeliten, dem Volk Gottes:

"Ihr Einwohner von Zion, jubelt und singt, denn groß ist der heilige Gott Israels, der mitten unter euch wohnt." Jesaja beschreibt konkret, wie dieses Volk im Dreck hockt. Doch dann dreht sich der Wind, Gottes friedliche Revolution schenkt neue Freiheit und neuen Frieden, das Elend hat ein Ende.

Wer mittendrin steckt, der wird nicht immer die Kraft haben, dies alles so leichtfüßig zu glauben. Aber dennoch, mit einer gehörigen Portion Trotz, lässt sich Sätzen wie diesen von Honecker mit der Mauer das einzig richtige entgegen setzen: "So ein Quatsch! Gott ist größer."

Autor: Andreas Odrich

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Risiko Leben

Wie viele Versicherungen haben Sie? Sicher eine Kranken- und eine Pflegeversicherung. Arbeitslosenversicherung. Hoffentlich eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Dann vielleicht noch Haftpflicht-, Hausrat- Vollkasko-, Zahnzusatzversicherung… da kommt ganz schön was zusammen.

Im Vergleich zu den meisten anderen Ländern und den meisten anderen Zeiten der Geschichte leben wir heute in einer abgesicherten, überregulierten und überversicherten Kultur.

Auf der einen Seite finde ich es gut, dass viele Risiken heute geringer sind als früher. Hunger, Kriegsgefahr, Kindersterblichkeit… wie gut, dass ich mir darum nicht jeden Morgen beim Aufstehen ernsthaft Sorgen machen muss.

Aber ich glaube: Aus dieser Erfahrung von Wohlstand, Schutz und Absicherung sind viele in die Erwartung gerutscht, das Leben sei generell auch ohne Risiko zu haben. Die Versicherungen, der Staat oder die Allgemeinheit seien dafür verantwortlich, jedes Risiko meines Lebens abzufedern.

Und das stimmt natürlich nicht. Der Beginn einer neuen Beziehung, der Umzug in eine neue Stadt, der Verlust eines geliebten Menschen… das Leben ist nicht ohne Risiko zu haben. Manches davon steht und fällt mit meinen eigenen Entscheidungen. Anderes passiert mir einfach, ohne dass ich den oder die Verantwortlichen dafür ausmachen kann, so sehr ich auch suche.

Als Christ habe ich ein „Ja“ dazu, und ich freue mich, dass ich diesem Risiko des Lebens nicht schutzlos ausgeliefert bin. Mein Glaube nimmt mir nicht die Probleme, die schwierigen Umstände oder die tiefen Täler des Lebens. Aber ich wache jeden Morgen mit der inneren Klarheit auf, die ich schon in der Bibel in Psalm 91 Vers 4 finden kann.

Gottes Treue gibt dir Deckung, sie ist dein Schild, der dich schützt.

Diese Klarheit schenkt Gott jedem, der ihm vertraut. Prämienfrei.

Autor: Dr. Jörg Dechert

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Von Hubschraubervätern und eigenen Begrenzungen

Es gibt Situationen und Umstände, in die werden wir einfach hineingeboren. Einen besonders krassen Fall schildert uns der Arzt und Evangelist Lukas in der Bibel: Vor rund 2.000 Jahren wurde ein israelitischer Priester namens Zacharias in fortgeschrittenem Alter Vater; auch seine Frau Elisabeth war eigentlich längst jenseits des gebärfähigen Alters. Trotzdem: Elternfreuden. Das Kind soll Johannes heißen. Und sein Vater spricht über ihm die Worte aus:

„Du, mein Kind –

ein Prophet des Höchsten wirst du sein;

du wirst dem Herrn vorausgehen,

um den Weg für ihn zu bahnen.

Du wirst dem Volk des Herrn verkünden,

dass nun die versprochene Rettung kommt,

weil Gott ihnen ihre Schuld vergeben will.“

Ich frage mich: Was wäre eigentlich passiert, wenn Johannes ausgebrochen wäre? Wenn er die Worte seines Vaters ignoriert und einfach seinen eigenen Stiefel gemacht hätte? Wenn er nicht auf Jesus von Nazareth hingewiesen hätte, den Retter der Welt?

Naja, ausgebrochen ist dieser Johannes ja irgendwie schon. Er führt später ein Eremitendasein in der Wüste. Er verzichtet auf den angesehenen Status eines Priesters. Schließlich legt er sich sogar mit der Obrigkeit an und wird dafür hingerichtet.

Trotzdem - oder gerade deshalb? – kommt Gott mit Johannes zu seinem Ziel. Er gebraucht ihn genauso, wie er ist. Die Worte des Zacharias waren eben nicht die eines Hubschrauber-Vaters, der das Leben seines Kinds verplant. Nein, sie waren von Gott inspiriert.

Mich tröstet das, wenn ich manchmal an meinen Eigenheiten und Begrenzungen zu knabbern habe. Für Gott sind sie kein Problem. Er hat mich so gemacht, wie ich bin. Und er hat einen guten Plan mit mir und mit jedem Menschen, der über diese Erde geht. Und glauben Sie mir: Es lohnt sich,  Gott zu suchen und seinen guten Plan für sich zu entdecken.

Autor: Oliver Jeske

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Lebenslänglich

„Dauerlob ist das Schlimmste, was man machen kann,“ hat der Erziehungs- und Bildungswissenschaftler Klaus Hurrelmann mal gesagt. „Man“, das sind in dem Fall Eltern, die das Beste für ihre Kinder wollen. – Wo liegt das Problem? Nun, Kinder brauchen zweifellos Anerkennung, und es ist gut und richtig, wenn Eltern positiv verstärken, wenn den Kleinen etwas gelungen ist. Aber wenn Kinder pausenlos gelobt werden, dann kann der Schuss auch nach hinten losgehen. Sie können falsche und verhängnisvolle Lehren daraus ziehen. Zumindest in der Erziehung kommt es beim Loben auf die Dosis an – und auf das Wie.

Gott ist kein Kind. Damit auch kein Erziehungsobjekt. Gott ist bewunderns- und lobenswert ohne Wenn und Aber. Sie und ich, wir werden es nicht schaffen, Gott zu verbiegen oder zu verziehen, und wenn wir ihn noch so sehr mit Lob überhäufen. Da besteht keine Gefahr. Und vom anderen Ende her betrachtet: Ihnen und mir wird es nicht schaden, wenn wir uns im Lob Gottes üben. Als Vorbild kann dabei David dienen – der Dichter und Sänger auf dem Königsthron Israels. Der hat vor etwas mehr als 3.000 Jahren in einem seiner Lieder sogar Lob als Lebenshaltung beschrieben. „Ich will dich loben mein Leben lang und meine Hände zu dir aufheben,“ heißt es in Psalm 63. Und was sagt man Gott dann in dieser ehrfürchtigen Haltung? Lebenslänglich? 

Das kann dann doch wieder so klingen wie bei einem Kind: „Das hast du gut gemacht. Ich bin froh, dass ich dich kenne. Dass du da bist. Dass ich dir nicht egal bin. Dass du eine Rolle spielst in meinem Leben. Die Hauptrolle.“ 

Autor: Markus Baum

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Gottes Gnade anzapfen

Wann treten Sie in Kontakt mit Gott? Ich merke, dass ich besonders dann bete, wenn es brenzlig wird. Wenn kein Ausweg mehr vorhanden ist, denke ich schneller dran, ein Stoßgebet zum Himmel zu schicken, um Gottes Gnade zu beten.

Das ist ein guter Grund, mit dem Gebet anzufangen. Nur fragen sich dann manche: Bisher hat Gott mich nicht gekümmert – warum sollte er sich jetzt um mich kümmern? Und wie oft habe ich den Kontakt zu Gott wieder abbrechen lassen, als es mir wieder gut ging! Es ist ein Auf und Ab. Gibt es vielleicht einen besseren Weg, bei Gott um Hilfe zu fragen, seine Gnade „anzuzapfen“?

Den gibt es. Der Apostel Paulus schreibt davon in seinem Brief an die Christen in Rom: „Durch Jesus Christus haben wir den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit, die Gott geben wird.“ (Römer 5,2)

Paulus beschreibt hier eine dauerhafte Verbindung zu Gott. Ohne ein grundsätzliches Auf und Ab. Diese Verbindung ist durch Jesus Christus möglich. Durch Jesus schaut Gott gnädig auf mich, wohlwollend. Durch ihn bin ich dauerhaft mit der Gnade Gottes verbunden. Sogar, so schreibt Paulus, bis über den Tod hinaus.

Deshalb will ich schon jetzt den Kontakt zu Gott suchen. Und zwar bevor es mal wieder brenzlig wird. Ich denke, darin steckt eine riesengroße Chance.

Autor: Joachim Bär

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Gottes Gnade anzapfen

Wann treten Sie in Kontakt mit Gott? Ich merke, dass ich besonders dann bete, wenn es brenzlig wird. Wenn kein Ausweg mehr vorhanden ist, denke ich schneller dran, ein Stoßgebet zum Himmel zu schicken, um Gottes Gnade zu beten.

Das ist ein guter Grund, mit dem Gebet anzufangen. Nur fragen sich dann manche: Bisher hat Gott mich nicht gekümmert – warum sollte er sich jetzt um mich kümmern? Und wie oft habe ich den Kontakt zu Gott wieder abbrechen lassen, als es mir wieder gut ging! Es ist ein Auf und Ab. Gibt es vielleicht einen besseren Weg, bei Gott um Hilfe zu fragen, seine Gnade „anzuzapfen“?

Den gibt es. Der Apostel Paulus schreibt davon in seinem Brief an die Christen in Rom: „Durch Jesus Christus haben wir den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit, die Gott geben wird.“ (Römer 5,2)

Paulus beschreibt hier eine dauerhafte Verbindung zu Gott. Ohne ein grundsätzliches Auf und Ab. Diese Verbindung ist durch Jesus Christus möglich. Durch Jesus schaut Gott gnädig auf mich, wohlwollend. Durch ihn bin ich dauerhaft mit der Gnade Gottes verbunden. Sogar, so schreibt Paulus, bis über den Tod hinaus.

Deshalb will ich schon jetzt den Kontakt zu Gott suchen. Und zwar bevor es mal wieder brenzlig wird. Ich denke, darin steckt eine riesengroße Chance.

Autor: Joachim Bär

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Durststiller

Letztens hatte ich eine weitere Tour mit dem Auto zurückzulegen. Doch ich hatte vergessen, mir eine Wasserflache einzupacken. Und ich hatte unterwegs unbändigen Durst. Und ich hab noch mal so richtig gespürt, wie wichtig Wasser zum Leben ist. „Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils,“ verspricht der alttestamentliche Prophet Jesaja.

Im neuen Testament wird das aufgegriffen: „Wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird nicht dürsten in Ewigkeit“, sagt Jesus im Johannesevangelium. Das ist das große Angebot Gottes, dass er unseren inneren Durst stillen will. Wir sind eingeladen zur Wasserquelle zu kommen. Alle, die sich kraftlos und erschöpft fühlen, ausgelaugt und ausgetrocknet „in der Wüste“ festhängen. Eingeladen sind aber auch die, die geradezu überflutet werden von Lebensangeboten, die gar nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen und doch merken, dass all diese Angebote ihren innersten Durst letztlich doch nicht stillen können. Im Alltag sprudeln oftmals eher die Quellen der Frustration, der Unzufriedenheit und der Enttäuschung als Quellen von Zufriedenheit, Freude, Zuversicht und Leben.

Jesus Christus verspricht: Du musst deinen Durst nicht selbst löschen. Das kannst du auch gar nicht. Und alle weltlichen Angebote sind auch zu kurz gegriffen. Es gibt nur einen Durstlöscher und das ist Jesus selbst in seiner Person. Erschöpfte, mühselige und beladene dürfen zur Quelle kommen. Also auch ich uns Sie.Wir müssen nur zu dieser Quelle gehen.

Autor: Ulrike Schild

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Durststiller

Letztens hatte ich eine weitere Tour mit dem Auto zurückzulegen. Doch ich hatte vergessen, mir eine Wasserflache einzupacken. Und ich hatte unterwegs unbändigen Durst. Und ich hab noch mal so richtig gespürt, wie wichtig Wasser zum Leben ist. „Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils,“ verspricht der alttestamentliche Prophet Jesaja.

Im neuen Testament wird das aufgegriffen: „Wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird nicht dürsten in Ewigkeit“, sagt Jesus im Johannesevangelium. Das ist das große Angebot Gottes, dass er unseren inneren Durst stillen will. Wir sind eingeladen zur Wasserquelle zu kommen. Alle, die sich kraftlos und erschöpft fühlen, ausgelaugt und ausgetrocknet „in der Wüste“ festhängen. Eingeladen sind aber auch die, die geradezu überflutet werden von Lebensangeboten, die gar nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen und doch merken, dass all diese Angebote ihren innersten Durst letztlich doch nicht stillen können. Im Alltag sprudeln oftmals eher die Quellen der Frustration, der Unzufriedenheit und der Enttäuschung als Quellen von Zufriedenheit, Freude, Zuversicht und Leben.

Jesus Christus verspricht: Du musst deinen Durst nicht selbst löschen. Das kannst du auch gar nicht. Und alle weltlichen Angebote sind auch zu kurz gegriffen. Es gibt nur einen Durstlöscher und das ist Jesus selbst in seiner Person. Erschöpfte, mühselige und beladene dürfen zur Quelle kommen. Also auch ich uns Sie.Wir müssen nur zu dieser Quelle gehen.

Autor: Ulrike Schild

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So und nicht anders

Die christliche Gemeinde in der antiken Stadt Kolossä bekommt Post. Der Apostel Paulus hat einen Brief geschrieben.

Ihm ist es wichtig, dass die Christen sich ein paar Dinge verinnerlichen. Zum Beispiel, wie man in Gemeinde und Familie das Miteinander gestaltet. Aber auch sehr grundsätzliche Fragen, die den Glauben betreffen, möchte er klären.

Paulus hat allen Grund zu schreiben. In den christlichen Gemeinden jener Zeit beginnen sich Vorstellungen zu verbreiten, die wenig mit dem Evangelium von Jesus Christus zu tun haben. Viele abenteuerliche theologische Meinungen verunsichern die Gläubigen.

Ist Jesus nur zum Schein ein Mensch? Ist er ein Gott, der so aussieht wie ein Mensch? Oder ist es anders herum? Ist er etwa ein göttlich anmutender Mensch?

In dieses Meinungswirrwarr hinein macht Paulus weitreichende Aussagen. Ausführlich beschreibt er in seinem Brief, wer Jesus ist. Schließlich fasst Paulus seine Gedanken mit den Worten zusammen:

In Christus wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. (Kolosser 2,9)

Was Paulus schreibt, ist in unserer Zeit wieder aktuell. Auch heute sind viele der Meinung, dass Jesus lediglich ein guter Mensch gewesen ist. Jemand, in dem das Göttliche zuhause war.

Dem stellt sich Paulus mit aller Macht entgegen. Nein, sagt er. Jesus ist mehr als das. In ihm ist Gott herabgekommen in diese Welt. Jesus ist Gott und Gott ist in ihm. Jesus ist der Erlöser. Er ist mein Retter. 

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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