ERF Plus - Wort zum Tag

O Gott, h?re mir zu!

David denkt in Psalm 39 über seine Beziehung zu Gott nach. Dabei fällt ihm so einiges auf, was ihn selbst anbetrifft.

Da ist zum einen die eigene Begrenztheit. David wird sich dessen bewusst, dass sein Leben einem Ziel entgegengeht. Während er um sich herum Menschen sieht, die unbekümmert in den Tag hineinleben und so tun, als ob das immer so weitergehen würde, ist ihm klar, dass -aus Gottes Perspektive betrachtet - sein Leben einer Handbreit gleicht.

Es gibt Tage, da lebe und handle ich wie die Leute, die David beschreibt. Ich verhalte mich so, als würde es immer weitergehen. Ich habe aus dem Blick verloren, dass auch meine Tage gezählt sind. 

Aber ich kenne auch Momente, in denen Davids Worte meine sein könnten. Beispielsweise, wenn er in Vers 13 betet:

„Höre mein Gebet, HERR, und vernimm mein Schreien, schweige nicht zu meinen Tränen“, Psalm 39,13.

Wer so redet, denke ich mir, der hat ein Problem. Den wühlt etwas auf. Der kommt mit irgendetwas nicht zurecht.

Ich kenne solche Momente nur allzu gut. Ich bete und habe den Eindruck, dass Gott nicht zuhört. Es fühlt sich an, als würden meine Gebete an der Zimmerdecke hängenbleiben. Ich fühle mich niedergeschlagen. Mein Herz ist voller Sorgen. Und die bohrende Frage beschäftigt mich: Hat Gott wirklich Interesse an mir? Bin ich nicht viel zu unbedeutend, als dass sich der Herr des Himmels meiner annimmt?

Christen sind David gegenüber im Vorteil. Sie kennen zwar vergleichbare Gefühle und Gedanken. Aber sie haben die feste Zusage von Jesus Christus, dass ihre Bitten erhört werden. Matthäus hat viel später im Kapitel 7 des nach ihm benannten Evangeliums folgendes Versprechen von Jesus festgehalten: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.“

Wenn ich im Gebet vor Jesus Christus trete, brauche ich keine schön formulierten Texte aufsagen. Ich kann Jesus das anvertrauen, was mich umtreibt. Und wenn es mir schwerfällt, eigene Worte zu finden, dann ist es in Ordnung, mit den Worten von David aus Psalm 39 zu flehen: „Höre mein Gebet, HERR, und vernimm mein Schreien, schweige nicht zu meinen Tränen.“

Ich lade Sie ein, es David gleichzutun. Sagen Sie Jesus Christus das, was Sie heute umtreibt. Bleiben Sie mit Nachdruck dran und mit der Gewissheit, dass Ihre Anliegen gehört werden.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

O Gott, höre mir zu!

David denkt in Psalm 39 über seine Beziehung zu Gott nach. Dabei fällt ihm so einiges auf, was ihn selbst anbetrifft.

Da ist zum einen die eigene Begrenztheit. David wird sich dessen bewusst, dass sein Leben einem Ziel entgegengeht. Während er um sich herum Menschen sieht, die unbekümmert in den Tag hineinleben und so tun, als ob das immer so weitergehen würde, ist ihm klar, dass -aus Gottes Perspektive betrachtet - sein Leben einer Handbreit gleicht.

Es gibt Tage, da lebe und handle ich wie die Leute, die David beschreibt. Ich verhalte mich so, als würde es immer weitergehen. Ich habe aus dem Blick verloren, dass auch meine Tage gezählt sind. 

Aber ich kenne auch Momente, in denen Davids Worte meine sein könnten. Beispielsweise, wenn er in Vers 13 betet:

„Höre mein Gebet, HERR, und vernimm mein Schreien, schweige nicht zu meinen Tränen“, Psalm 39,13.

Wer so redet, denke ich mir, der hat ein Problem. Den wühlt etwas auf. Der kommt mit irgendetwas nicht zurecht.

Ich kenne solche Momente nur allzu gut. Ich bete und habe den Eindruck, dass Gott nicht zuhört. Es fühlt sich an, als würden meine Gebete an der Zimmerdecke hängenbleiben. Ich fühle mich niedergeschlagen. Mein Herz ist voller Sorgen. Und die bohrende Frage beschäftigt mich: Hat Gott wirklich Interesse an mir? Bin ich nicht viel zu unbedeutend, als dass sich der Herr des Himmels meiner annimmt?

Christen sind David gegenüber im Vorteil. Sie kennen zwar vergleichbare Gefühle und Gedanken. Aber sie haben die feste Zusage von Jesus Christus, dass ihre Bitten erhört werden. Matthäus hat viel später im Kapitel 7 des nach ihm benannten Evangeliums folgendes Versprechen von Jesus festgehalten: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.“

Wenn ich im Gebet vor Jesus Christus trete, brauche ich keine schön formulierten Texte aufsagen. Ich kann Jesus das anvertrauen, was mich umtreibt. Und wenn es mir schwerfällt, eigene Worte zu finden, dann ist es in Ordnung, mit den Worten von David aus Psalm 39 zu flehen: „Höre mein Gebet, HERR, und vernimm mein Schreien, schweige nicht zu meinen Tränen.“

Ich lade Sie ein, es David gleichzutun. Sagen Sie Jesus Christus das, was Sie heute umtreibt. Bleiben Sie mit Nachdruck dran und mit der Gewissheit, dass Ihre Anliegen gehört werden.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Es gibt Hoffnung, trotz auswegloser Lage

Vor zehn Jahren und einem Monat ereignete sich im chilenischen San José ein schweres Grubenunglück. Am 5. August gegen 14 Uhr wurden infolge eines Bergschlags 33 Grubenarbeiter in 700 m Tiefe eingeschlossen. Es dauerte 14 Tage, bis man mit einer ersten Rettungsbohrung zu den eingeschlossenen Bergleuten vordrang. Nach 69 Tagen erreichte der 31-jährige Florencio Ávalos um 0:11 Uhr als erster die rettende Oberfläche. Wenige Minuten vor 22 Uhr war der letzte der 33 Kumpel in Sicherheit.

Dank präziser Bohrarbeiten konnte ein 66 cm breites Loch in den Berg getrieben werden, durch das man die Verschütteten gerettet hat.

Ich kann mir nicht vorstellen, was für Wechselbäder der Gefühle diese Männer durchlebt haben müssen. Zwischen Todesangst und dem Hochgefühl, in wenigen Momenten gerettet zu sein, und dann wieder der Ungewissheit, wie sie unbeschadet durch diesen schmalen Tunnel hindurch 700 m nach oben gezogen werden würden.

Es war ein waghalsiges Unternehmen gewesen. Nicht auszudenken, wenn ein Kumpel auf halber Strecke steckengeblieben wäre! Gott sei’s gedankt, die Rettung konnte erfolgreich zu Ende gebracht werden.

Christen kennen ein ebenso waghalsiges Rettungsunternehmen. Sie wissen, dass Gott Jesus Christus in diese Welt hineingeschickt hat, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben und nicht verloren gehen. Das bezeugt der Apostel Johannes im 3. Kapitel des nach ihm benannten Evangeliums. Und der Autor des Briefs an die Hebräer ergänzt:

„Und weil Gott niemals lügt, haben wir jetzt zwei Tatsachen, auf die wir uns felsenfest verlassen können. Gottes Zusage und sein Eid ermutigen und stärken alle, die an der von Gott versprochenen Hoffnung festhalten“, Hebräer 6,18 (HFA).

So wie die erste Rettungsbohrung den eingeschlossenen Kumpeln die Gewissheit vermittelt hat, dass sie nicht vergessen waren, so erinnert mich die Zusage Gottes daran, dass auch meine Rettung gewiss ist.

Es besteht begründete Hoffnung. Nein. Es ist absolut sicher. Ich kann mich felsenfest darauf verlassen: Die von Gott zugesagte Hoffnung ist kein leeres Versprechen.

Ich weiß nicht, in welcher Situation Sie sich heute befinden. Es kann sein, dass es Ihnen gut geht. Dann danken Sie Gott dafür und freuen Sie sich. Es kann aber auch sein, dass Sie das Gefühl haben, auf Ihnen liegt eine schwere Last. Vielleicht fühlt es sich an wie 700 m Gestein, so wie bei den verschütteten chilenischen Bergarbeitern.

Ich möchte Sie daran erinnern, dass Sie sich felsenfest auf Gottes Zusagen verlassen können. Er wird Ihre Geschicke zum Guten wenden, wenn Sie ihm den Raum dafür lassen.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Sterndeuter

Autor: Hartmut Völkner

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Herzensanliegen

Herzensanliegen sind die Dinge, die einem am Herzen liegen. Oft ist es der aufmerksame und freundliche Blick für schwache und benachteiligte Menschen. Die Werke der Barmherzigkeit beschreibt Jesus in Matthäus 25. Sie sind: Hungrige speisen, Durstige tränken, Fremde beherbergen, Nackte kleiden, Kranke pflegen, Gefangene besuchen und Tote bestatten.

Warum helfen Menschen anderen? Warum investieren sie sich, ihr Geld und ihre Zeit für andere und sind dabei noch glücklich?

Dahinter steckt das Geheimnis der Barmherzigkeit. Barmherzigkeit macht den glücklich, der sie tut. Der barmherzige Mensch weiß sich am richtigen Platz und tut, was sein Herz ihm sagt. Er ist, während er beim andern ist, ganz bei sich.

Eigentlich ist menschliche Barmherzigkeit eine Folge göttlicher Barmherzigkeit. Weil Gott ein Herz für Arme hat, können Menschen ihm das nachmachen.

Der Prophet Hesekiel erinnert das Volk Israel daran, wie Gott es in die Freiheit führte, ihm Leben und Land schenkte. Das Volk verehrte aber nicht ihn, sondern heidnische Götter. Sie verließen die göttlichen Dank-Feste und brachten stattdessen fremden Göttern Opfer. Durch den Propheten Hesekiel lässt Gott seinem Volk sagen, dass das völlig unverzeihlich ist. Aber er wird ihr Maß des Handelns nicht zu seinem machen. Weil sie ihn verachten, wird Gott sie nicht verachten, sondern so handeln, wie er es sich vorgenommen hat: barmherzig.

Gott wendet sich nicht ab, sondern er wendet sich zu.

Die Begründung dieser erneuten Zuwendung steht im Buch des Propheten Hesekiel im 20. Kapitel in Vers 44: Ihr werdet erfahren, dass ich der HERR bin, wenn ich so an euch handle zur Ehre meines Namens und nicht nach euren bösen Wegen und verderblichen Taten, spricht Gott der HERR.

Gott begründet seine Zuwendung in der ‚Ehre seines Namens‘. Man könnte auch sagen: ‚,weil ich es mir wert bin, und weil ich das Herzensanliegen habe, euch zu lieben, liebe ich euch“. Das ist faszinierend. Gott begründet seine barmherzige Zuwendung in seinem Wesen, nicht in den guten Taten und erst recht nicht in den schlechten Taten der Menschen.

Vereinfacht könnte ich sagen: Nicht weil ihr so gut seid, wendet Gott sich euch zu, sondern weil Gott so gut ist, hält er sich selbst zuliebe an seiner Liebe fest. Das ist die stärkste Begründung der Liebe, die es gibt. Sie ist im Liebenden selbst begründet und nicht im Objekt der Liebe. Weil Gott es will, liebt er uns.

Das ist die Begründung für Herzensanliegen und für die Taten der Nächstenliebe: Hungrige speisen, Durstige tränken, Fremde beherbergen, Nackte kleiden, Kranke pflegen, Gefangene besuchen und Tote bestatten.

Die heilige Elisabeth von Marburg hat diese Liebe vorbildlich gelebt. Sie hatte ein Herz für Kranke, Arme und sie folgte ihrer inneren Stimme. Schon auf der Wartburg verschenkte sie Lebensmittel und Kleidung, pflegte Kranke und wendete sich ihnen zu. Später gründete sie in Marburg ein Krankenhaus und lebte aktive Barmherzigkeit. Mit 24 Jahren verstarb sie schon und hat der Barmherzigkeit Gottes ein bleibendes Denkmal gesetzt.

Ihr Herzensanliegen war die Liebe zu den Menschen und die Kraft dafür schenkte ihr der Gott, der uns Menschen liebt, weil er es will.

Autor: Hartmut Völkner

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Die Hoffnung ist unser Leben

"Die Hoffnung ist unser Leben". So steht es eingeritzt im Mauerwerk des Kirchturms zu Holtorf, einem kleinen Ort in der Mitte Deutschlands. Darunter steht der Name eines französischen Soldaten, verbunden mit einer Jahreszahl: 1811.

Es war die Zeit, in der französische Heere Deutschland überflutet haben. Sie brachten Herzeleid und Not über Dörfer und Städte. In diesen Jahren schreibt ein Soldat an die Wand einer deutschen Dorfkirche: „Die Hoffnung ist unser Leben“. Ich versuche mir vorzustellen: Zu Hause hat der Mann vielleicht Frau und Kinder. Wer weiß, ob er sie jemals wiedersehen wird!

In dieser Lage hält ihn der kleine Satz aufrecht: „Die Hoffnung ist unser Leben“. Doch Hoffnung - worauf? Für unseren Soldaten steht ein Name dahinter: Napoleon. Wie seine Kameraden ist er von diesem Mann fasziniert. Der Gedanke an den Kaiser und Feldherrn gibt ihm Mut, im fremden Land durchzuhalten.

Die Spuren des Soldaten verwischen sich. Wir wissen nicht, was aus ihm geworden ist. Geblieben ist der kleine Satz, den wir vermutlich alle unterschreiben: „Die Hoffnung ist unser Leben“. Hoffen hält lebendig. Wo es dagegen nichts zu hoffen gibt, sieht es düster aus. Da lockt nichts mehr. Da treibt alles nur noch dahin.

Frage nur: Hoffen – worauf? Der Apostel Paulus setzt völlig andere Akzente als unser Soldat. Er spricht dabei für alle Christen: „Wir haben unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen“. So lautet das Bibelwort aus dem ersten Timotheusbrief, Kapitel 4.

Ganz betont setzt sich der Apostel Paulus von allem Möglichen ab, worauf man seine Hoffnung setzen kann. Napoleon hat alle betrogen, die auf ihn gesetzt hatten. Und hinter wie vielen Fahnen sind seitdem Menschen hergelaufen! Wie viele Wahrheiten wurden allein im vergangenen Jahrhundert als die letzten und größten angepriesen! Am Ende sank alles, was Hoffnungen weckte, in Schutt und Asche.

Wie gut, wenn uns der Apostel Paulus die einzige Basis aufzeigt, die weder enttäuscht noch zerbricht: „Wir haben unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt“. Auf ihn ist Verlass. An ihn können wir uns halten in guten wie in schwierigen Zeiten. Und zwar jeder von uns. Gott ist „der Heiland aller Menschen“, wie Paulus schreibt.

Aber nur „gläubige Menschen“ – so Paulus - erleben den Halt, den er uns gibt, den Frieden, den er schenkt, die Hoffnung, die er uns aufsteckt. Deshalb sind wir eingeladen, uns – vielleicht wieder ganz neu – auf Gott einzulassen. Er ist uns in Jesus Christus zum „Heiland“ geworden, zum Retter. Er lädt ein, unser Leben allein bei ihm festzumachen. Dort finden wir wirklich Halt, der die Zeiten überdauert.

„Die Hoffnung ist unser Leben“. Unser französischer Soldat hat das in einer christlichen Kirche eingeritzt. Vielleicht – wir wissen es nicht – hat er sich vom Kreuz auf dem Altar anrühren lassen, oder die Bilder in der Kirche haben zu ihm gesprochen. Vielleicht hat er von der größeren Hoffnung gewusst, die von Jesus Christus ausgeht und die wirklich hält – in Krieg und Frieden, in guten wie in schwierigen Lebensphasen.

Wohl uns, wenn wir uns heute daran halten und unser ganzes Vertrauen darauf setzen. Bei unserem Gott und Heiland werden wir nicht enttäuscht. Die Hoffnung ist unser Leben.

Autor: Präses i. R. Dr. Christoph Morgner

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Bleiben Sie beh?tet

In meiner Kinder- und Jugendzeit – es ist lange her – hatte jedes Mädchen in unserem sächsischen Dorf ein eigenes Poesiealbum. Es wurde Verwandten und Bekannten und Mitschülern in die Hand gedrückt, verbunden mit der Bitte, dort etwas Liebenswertes einzutragen. Etwas, das die Erinnerung wachhalten soll.

Bekam ich ein Poesiealbum zum Eintragen, blätterte ich das erst mal durch. Was hatten die anderen vor mir geschrieben? Es sollte ja nichts doppelt drinstehen. Originell wollte ich schon sein! Da gab es sinnige Sprüche und Lebensweisheiten zu bestaunen. Manche hatten sogar etwas Fantasievolles gemalt oder schlicht eingeklebt. Zugegeben: Manches reizte mich auch zum Schmunzeln oder gar zum Lachen. Insgesamt aber überwogen die Wünsche: Gut soll Dir’s gehen. Erfolg sollst du haben – in der Schule, in der Liebe, im Beruf und wo auch immer. Und zu guter Letzt: Vergiss mich nicht, sondern denk an mich in späterer Zeit!

Ein Bibelwort hätte sich gut und gerne für ein Poesiealbum geeignet. Es steht im 121. Psalm: „Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele“.

Was kann man einem anderen Besseres wünschen! Zum Glück geht es hier aber nicht um gute Wünsche, die einer ausspricht. Das hat mit der bedrohlichen Lage zu tun, in der sich ein frommer Pilger befindet. Er hat längere Zeit in Jerusalem zugebracht. Nun begibt er sich auf den Heimweg. Besorgt schaut er auf den Weg, den er vor sich hat: Berge ringsum. Die sind nicht nur steil. Sondern in ihnen hält sich oft übles Gesindel auf, um die Vorbeikommenden auszurauben. „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?“

Zum Glück bleibt die bange Frage nicht ohne Antwort. Der Beter gibt sie sich selbst: „Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat“. Weil er das weiß, kann er sich nun auf das Gute freuen, das ihm jetzt im Tempel zugesprochen wird: „Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele“.

Dieses Wort ist kein frommer Wunsch, wie man vermuten könnte, sondern eine handfeste Zusage: Gott macht das. Er kümmert sich um dich und hält seine Hand über dir. Er spricht dir seinen Segen auf den Kopf zu.

Nun kann der Beter getrost nach Hause ziehen, so steinig und gefährlich sein Weg auch ausfallen mag. Er geht doch nicht allein! Wer sich das sagen lässt und im Glauben ergreift, muss nicht ängstlich und unruhig nach vorn schauen. Sicherlich, wir haben unsere Zukunft nicht im Griff. Keiner von uns überschaut, was an „Übel“ noch auf ihn zukommen mag, in welcher Form auch immer. Ob es Sorgen sind, die uns einkesseln. Oder eine Krankheit, die uns aus der Bahn wirft. Ob es Probleme mit anderen Menschen sind – der „Übel“ sind viele. Wer weiß, was da noch auf uns wartet!

Aber wenn wir uns bei Gott bergen, gewinnt die Zuversicht die Oberhand. „Ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende“, verspricht uns Jesus. In seiner Nähe sind wir behütet. Martin Luther konnte sagen: „Glaubst du, so hast du“. Das gilt auch hier. Wir werden so viel an Zuversicht aufbringen, wie wir uns vertrauensvoll bei unserem Gott und Heiland bergen. Dort wissen wir uns in besten Händen – wie’s auch noch mit uns kommen mag.

Als Behütete können wir es einem anderen zusprechen, ja sogar ins Poesiealbum schreiben - als Wunsch und Gebet: „Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele“. Bleiben Sie behütet!

Autor: Pr?ses i. R. Dr. Christoph Morgner

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Bleiben Sie behütet

In meiner Kinder- und Jugendzeit – es ist lange her – hatte jedes Mädchen in unserem sächsischen Dorf ein eigenes Poesiealbum. Es wurde Verwandten und Bekannten und Mitschülern in die Hand gedrückt, verbunden mit der Bitte, dort etwas Liebenswertes einzutragen. Etwas, das die Erinnerung wachhalten soll.

Bekam ich ein Poesiealbum zum Eintragen, blätterte ich das erst mal durch. Was hatten die anderen vor mir geschrieben? Es sollte ja nichts doppelt drinstehen. Originell wollte ich schon sein! Da gab es sinnige Sprüche und Lebensweisheiten zu bestaunen. Manche hatten sogar etwas Fantasievolles gemalt oder schlicht eingeklebt. Zugegeben: Manches reizte mich auch zum Schmunzeln oder gar zum Lachen. Insgesamt aber überwogen die Wünsche: Gut soll Dir’s gehen. Erfolg sollst du haben – in der Schule, in der Liebe, im Beruf und wo auch immer. Und zu guter Letzt: Vergiss mich nicht, sondern denk an mich in späterer Zeit!

Ein Bibelwort hätte sich gut und gerne für ein Poesiealbum geeignet. Es steht im 121. Psalm: „Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele“.

Was kann man einem anderen Besseres wünschen! Zum Glück geht es hier aber nicht um gute Wünsche, die einer ausspricht. Das hat mit der bedrohlichen Lage zu tun, in der sich ein frommer Pilger befindet. Er hat längere Zeit in Jerusalem zugebracht. Nun begibt er sich auf den Heimweg. Besorgt schaut er auf den Weg, den er vor sich hat: Berge ringsum. Die sind nicht nur steil. Sondern in ihnen hält sich oft übles Gesindel auf, um die Vorbeikommenden auszurauben. „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?“

Zum Glück bleibt die bange Frage nicht ohne Antwort. Der Beter gibt sie sich selbst: „Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat“. Weil er das weiß, kann er sich nun auf das Gute freuen, das ihm jetzt im Tempel zugesprochen wird: „Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele“.

Dieses Wort ist kein frommer Wunsch, wie man vermuten könnte, sondern eine handfeste Zusage: Gott macht das. Er kümmert sich um dich und hält seine Hand über dir. Er spricht dir seinen Segen auf den Kopf zu.

Nun kann der Beter getrost nach Hause ziehen, so steinig und gefährlich sein Weg auch ausfallen mag. Er geht doch nicht allein! Wer sich das sagen lässt und im Glauben ergreift, muss nicht ängstlich und unruhig nach vorn schauen. Sicherlich, wir haben unsere Zukunft nicht im Griff. Keiner von uns überschaut, was an „Übel“ noch auf ihn zukommen mag, in welcher Form auch immer. Ob es Sorgen sind, die uns einkesseln. Oder eine Krankheit, die uns aus der Bahn wirft. Ob es Probleme mit anderen Menschen sind – der „Übel“ sind viele. Wer weiß, was da noch auf uns wartet!

Aber wenn wir uns bei Gott bergen, gewinnt die Zuversicht die Oberhand. „Ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende“, verspricht uns Jesus. In seiner Nähe sind wir behütet. Martin Luther konnte sagen: „Glaubst du, so hast du“. Das gilt auch hier. Wir werden so viel an Zuversicht aufbringen, wie wir uns vertrauensvoll bei unserem Gott und Heiland bergen. Dort wissen wir uns in besten Händen – wie’s auch noch mit uns kommen mag.

Als Behütete können wir es einem anderen zusprechen, ja sogar ins Poesiealbum schreiben - als Wunsch und Gebet: „Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele“. Bleiben Sie behütet!

Autor: Präses i. R. Dr. Christoph Morgner

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Mitten im Gewitter

Ein Erlebnis mit meinem Vater sollte bleibende Auswirkung in meinem Leben haben. Eigentlich konnte ich über alles mit ihm sprechen - nur der Glaube war bei uns kein Gesprächsthema. Mein Vater verlor über seine Einstellung zu Gott kaum ein Wort. Umso mehr ist mir jener Tag in Erinnerung geblieben, an dem er doch einmal eine Ausnahme machte.

Ich war damals vielleicht fünf Jahre alt. Ein schreckliches Gewitter wütete. Und ich war allein im Haus. Obwohl ich eigentlich kein ängstlicher Typ war, hatte ich furchtbare Angst. Welch eine Erleichterung, als der Schlüssel endlich ins Schloss gesteckt wurde. Mein Vater kam nach Hause und nahm mich, das weinende kleine Mädchen, fest in seine Arme. Er versuchte mich zu trösten. Dabei erzählte er mir die Geschichte, die ich nie wieder vergessen habe.

Es war im Krieg. Mein Vater lag im Schützengraben. Bomben fielen. Plötzlich hörte er eine Stimme, obwohl niemand in der Nähe war. Er hörte die deutliche Aufforderung: „Spring in den anderen Graben.“ Er tat es. In dem Augenblick, als er den anderen Graben erreichte, fiel eine Bombe genau auf die Stelle, wo er noch vor ein paar Sekunden gelegen hatte. „Da hat mich der liebende Gott beschützt“, sagte mein Vater ganz einfach und selbstverständlich. Meine Tränen waren versiegt. Ich hatte staunend zugehört. Wie tat das gut, mich in den Armen meines Vaters geborgen zu fühlen. Ich war nicht mehr allein. Was konnte mir da das Gewitter noch anhaben.

Durch dieses Erlebnis ist bei mir Gottvertrauen gewachsen, ohne dass ich es bewusst bemerkt hätte. Erst viel später ist mir das klargeworden. Manchmal habe ich mich an diese Gewitternacht und die ungewöhnliche Geschichte meines Vaters wieder erinnert. Jedes Gewitter ist damit verbunden.

Dass Gott mir seine Nähe zusagt, ist für mich ähnlich tröstend, wie es die Nähe meines irdischen Vaters damals war.

HERR, du bist der Armen Schutz gewesen in der Trübsal, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze, wenn die Tyrannen wüten. Diese Worte des Vertrauens auf Gott (Jesaja 25,4) sind die Losung für diesen Tag.

Jesaja hat sie gesagt. Er war ein Prophet. Er lebte und wirkte in Jerusalem, der Hauptstadt des Reiches Juda 700 Jahre vor Christus. Während dieser Zeit begann sich das Assyrische Reich auszudehnen. Am Ende der Wirksamkeit Jesajas ist ganz Juda in der Hand der Assyrer, Jerusalem von deren Heer eingeschlossen. Jetzt bleibt nichts anderes, als auf Gottes Hilfe zu hoffen. Jerusalem wird in letzter Stunde gerettet.

Gott gibt mitten im Gericht Bewahrung. Gottes Hand ist stärker als das Toben der feindlichen Mächte. Er wird das letzte Wort behalten. Das galt damals. Das gilt heute. Das gilt am Ende der Weltgeschichte.

Immer wieder haben Menschen erlebt, dass Gott hilft. Dass er eingreift. So wie mein Vater damals im Schützengraben Gottes Handeln erlebt hat. 

Ich stehe normalerweise so unerklärbaren Geschichten kritisch gegenüber. Aber die Erzählung meines Vaters habe ich nicht angezweifelt. Ich wusste, dass mein Vater nicht viel Worte über seine innere Glaubenshaltung machte, schon gar keine großen Sprüche über Gott. Er selbst versuchte das Geschehen auch nicht zu erklären.

Mir hat es geholfen, dass die Zuversicht „Der liebende Gott beschützt mich“ der Grundton meines Lebens geworden ist.

Autor: Pfarrerin Bärbel Wilde

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

An Gottes Segen ist alles gelegen

Eine Frau ist verzweifelt. Ihr Leben befindet sich in einer Krise. Sie empfindet es als sinnlos weiterzuleben. Sie geht durch die Straßen der Stadt. Sie kommt an einer Kirche vorbei. Die Glocken läuten. Die Tür steht offen. Sie geht hinein. Es ist gerade Gottesdienst. Sie setzt sich in die letzte Bank. Dort bleibt sie sitzen, bis der Gottesdienst zu Ende ist. Als alle die Kirche verlassen haben, geht sie nach vorne und öffnet vorsichtig die Tür, hinter der der Pastor verschwunden ist. Sie trifft ihn dort noch an. Sie fragt: „Darf ich Sie einen Augenblick sprechen?“

Und dann sagt sie: „Ich war schon lange nicht mehr in einer Kirche. Am Anfang des Gottesdienstes dachte ich: Was will ich hier eigentlich? Die Lieder kannte ich nicht. Die Gebete waren mir fremd. Von der Predigt habe ich nicht alles verstanden. Aber dann haben Sie zum Schluss ein paar Worte gesagt, irgendetwas mit: „Sieh mir ins Angesicht“. Diese Worte haben etwas in mir verändert. Ich wurde plötzlich ruhig und zuversichtlich. Darum bin ich jetzt auch zu Ihnen gekommen. Könnten Sie mir diese Worte aufschreiben? Dann kann ich sie mit nach Hause nehmen.“

Der Pastor überlegt einen Augenblick. Dann zitiert er den Schlusssegen: „Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.“ „Ja, genau, die meine ich“, sagt die Frau. Der Pastor nimmt einen Zettel und schreibt das Segenswort auf. Er gibt der Frau den Zettel. Sie bedankt sich und verabschiedet sich.

Heute ist der Anfang dieses Segens aus dem 4. Buch Mose die Losung des Tages: Der HERR segne dich und behüte dich.

Gott hat diese Worte Mose gesagt. Er sollte Aaron, seinen älteren Bruder und dessen Söhne mit diesen Segensworten für das ganze Volk beauftragen. Darum werden sie auch Aaronitischer Segen genannt. Als Schlusssegen des Evangelischen Gottesdienstes wurden sie von Martin Luther eingeführt.

Es ist schon eigentümlich, dass dieser Segen immer wieder für Menschen wichtig geworden ist - durch all die Jahrhunderte und Jahrtausende. Im Volksmund sagt man: „An Gottes Segen ist alles gelegen.“ Und es gibt Augenblicke, da spüren wir, dass das so ist.

Wenn ich im Gottesdienst die Worte spreche oder höre, ist das auch für mich jedes Mal etwas Besonderes. Gottes Segen ist real. Das sind nicht einfach leere Worte, keine wirkungslosen Floskeln. Das ist auch nicht nur ein Schlusswort, das die Tradition so überliefert hat. Sondern das ist eine persönliche Zusage unseres Gottes. Ich darf unter seinen Augen leben. Er wendet sich nicht von mir ab. Er kümmert sich um mich. Er wünscht mir Gutes und schenkt mir Frieden. Durch den Segen bekommen wir Anteil an der göttlichen Fürsorge.

Der christliche Begriff Segen entspricht dem lateinischen Wort benedictio, abgeleitet von bene (gut) und dicere (sagen), also eigentlich von jemandem gut sprechen. Ihm Gutes wünschen.

Das Segenswort ist auch ein Sendungswort. Für den Alltag. Ein Wort, das Mut macht. Ich bin nicht allein. Gott ist bei mir. Ich sage oft - bevor ich den Segen spreche: „Jeder einzelne darf jetzt diesen Segen ganz persönlich auf sich beziehen.“

Gottes Zusage wird das Denken und Handeln beeinflussen. Sie hat auch Auswirkungen auf die Art, wie ich anderen Menschen begegne oder wie ich Schwierigkeiten bewältige.

Besuchen Sie doch einfach wieder einmal einen Gottesdienst. Es kann sein, dass Sie sich in der Kirche fremd fühlen, dass Sie nicht alles von der Predigt verstehen und die Lieder nicht mitsingen können. Auch wenn Sie nichts anderes daraus mitnehmen als die Frau, die das schriftlich haben wollte. Dann hat es sich doch gelohnt.

Ich lese Ihnen jetzt die Worte noch einmal aus der Bibel vor und jeder darf sie ganz persönlich für sich nehmen: „Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.“

Autor: Pfarrerin Bärbel Wilde

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Anders sein ? anders werden!

„Der Mensch für den Menschen wie ein Wolf“. So drückte es der römische Dichter Plautus in einer Komödie aus (Asinaria, Zeile 495).

Hat er Recht? Ich denke, wir alle haben schon beobachtet oder erlebt, dass da was Wahres dran ist. Wo immer Menschen miteinander zu tun haben, entsteht nicht nur Liebe, sondern manchmal auch Hass. Da gibt es Demütigung und Bevormundung, nicht nur Zuwendung und Sympathie. Wir betrügen und verletzen einander. Zu tief steckt das Streben nach Macht und Ansehen und vor allem das Haben-Wollen in uns.

Die Bibel ist voller Beispiele von Menschen, die sich genau so verhalten haben. Nicht, weil sie mit Gott nichts am Hut hatten, sondern obwohl Gott, obwohl Jesus ihnen wichtig war. Wäre die Bibel ein Buch mit fake news zur Ausbreitung einer Weltanschauung, dann würden wir solche peinlichen Geschichten vergeblich suchen.

Ist sie aber nicht! Für uns ist es tröstlich zu lesen, wie es in den frühen Gemeinden zuging. Was für Leute es dort gab. Der Apostel Paulus wusste ein Lied davon zu singen (vgl. 1Kor 1,26-29; 6,9-11; Eph 4,28f)! Jawohl, bei Jesus bekommt auch der Dieb und der Ehebrecher die Chance, noch einmal bei Null anzufangen. So eine Lebenswende führt allerdings, wenn sie ernst gemeint ist, zu Veränderungen im Verhalten.

Paulus ermutigt die Gemeinde in der Hafenstadt Ephesus. Sie sollen ihren Umgang miteinander ihrer neuen Art zu leben anzupassen. Sicher nicht ohne Grund schreibt er ihnen:

Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.

Sich so zu verhalten klingt ziemlich nach Gartenzwerg-Idylle, war aber schon damals nicht selbstverständlich! Mit Fug und Recht könnte ich nämlich auch übersetzen: „Werdet untereinander freundlich …“ usw. So ein Verhalten muss erst wachsen. Daran müssen wir arbeiten. Es stellte sich nicht automatisch mit der Taufe ein oder wenn wir mit Jesus ein neues Leben beginnen.

Freundlich und herzlich – was meint Paulus damit? Die Begriffe klingen so schwammig, so emotional. Mit Freundlichkeit ist aber nicht ein aufgesetztes Dauerlächeln gemeint. Passender wäre es von „Angemessenheit“ oder „Brauchbarkeit“ zu reden. Unser Verhalten soll von Egoismus und Gefühlsduselei frei sein. Dabei soll es von ehrlichem Mitgefühl bestimmt sein, von Empathie.

Ja, das ist eine schwierige Gratwanderung, die Paulus von seinen Gemeinden erwartet: zwischen Zuwendung und Gefühlskälte, zwischen Arbeit an gemeinsamen Zielen und einer „Ich-mache-hier-ja-nur-meinen-Job“-Haltung. Können Sie sich heute mal selbst beobachten, wie Sie mit Menschen umgehen? Am Arbeitsplatz? In der Familie? In der Gemeinde? Wie Sie zum Beispiel auf Kritik reagieren? Ob Sie bereit sind, anderen ihren Mangel an Freundlichkeit oder Sensibilität nachzusehen, ja, zu vergeben?

Autor: Dekan Dr. Heinz-Werner Neudorfer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Anders sein – anders werden!

„Der Mensch für den Menschen wie ein Wolf“. So drückte es der römische Dichter Plautus in einer Komödie aus (Asinaria, Zeile 495).

Hat er Recht? Ich denke, wir alle haben schon beobachtet oder erlebt, dass da was Wahres dran ist. Wo immer Menschen miteinander zu tun haben, entsteht nicht nur Liebe, sondern manchmal auch Hass. Da gibt es Demütigung und Bevormundung, nicht nur Zuwendung und Sympathie. Wir betrügen und verletzen einander. Zu tief steckt das Streben nach Macht und Ansehen und vor allem das Haben-Wollen in uns.

Die Bibel ist voller Beispiele von Menschen, die sich genau so verhalten haben. Nicht, weil sie mit Gott nichts am Hut hatten, sondern obwohl Gott, obwohl Jesus ihnen wichtig war. Wäre die Bibel ein Buch mit fake news zur Ausbreitung einer Weltanschauung, dann würden wir solche peinlichen Geschichten vergeblich suchen.

Ist sie aber nicht! Für uns ist es tröstlich zu lesen, wie es in den frühen Gemeinden zuging. Was für Leute es dort gab. Der Apostel Paulus wusste ein Lied davon zu singen (vgl. 1Kor 1,26-29; 6,9-11; Eph 4,28f)! Jawohl, bei Jesus bekommt auch der Dieb und der Ehebrecher die Chance, noch einmal bei Null anzufangen. So eine Lebenswende führt allerdings, wenn sie ernst gemeint ist, zu Veränderungen im Verhalten.

Paulus ermutigt die Gemeinde in der Hafenstadt Ephesus. Sie sollen ihren Umgang miteinander ihrer neuen Art zu leben anzupassen. Sicher nicht ohne Grund schreibt er ihnen:

Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.

Sich so zu verhalten klingt ziemlich nach Gartenzwerg-Idylle, war aber schon damals nicht selbstverständlich! Mit Fug und Recht könnte ich nämlich auch übersetzen: „Werdet untereinander freundlich …“ usw. So ein Verhalten muss erst wachsen. Daran müssen wir arbeiten. Es stellte sich nicht automatisch mit der Taufe ein oder wenn wir mit Jesus ein neues Leben beginnen.

Freundlich und herzlich – was meint Paulus damit? Die Begriffe klingen so schwammig, so emotional. Mit Freundlichkeit ist aber nicht ein aufgesetztes Dauerlächeln gemeint. Passender wäre es von „Angemessenheit“ oder „Brauchbarkeit“ zu reden. Unser Verhalten soll von Egoismus und Gefühlsduselei frei sein. Dabei soll es von ehrlichem Mitgefühl bestimmt sein, von Empathie.

Ja, das ist eine schwierige Gratwanderung, die Paulus von seinen Gemeinden erwartet: zwischen Zuwendung und Gefühlskälte, zwischen Arbeit an gemeinsamen Zielen und einer „Ich-mache-hier-ja-nur-meinen-Job“-Haltung. Können Sie sich heute mal selbst beobachten, wie Sie mit Menschen umgehen? Am Arbeitsplatz? In der Familie? In der Gemeinde? Wie Sie zum Beispiel auf Kritik reagieren? Ob Sie bereit sind, anderen ihren Mangel an Freundlichkeit oder Sensibilität nachzusehen, ja, zu vergeben?

Autor: Dekan Dr. Heinz-Werner Neudorfer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Der entr?mpelte Himmel

Was uns hier aus dem 148. Psalm so unbeschwert und fröhlich entgegenklingt, waren damals, als der Psalm entstand, äußerst brisante Behauptungen! Denn für die Völker um Israel herum waren Sonne, Mond und Sterne nicht nur Lichter am Firmament. Sie hielten sie für Gottheiten, die sehr wohl Einfluss auf ihr Leben nehmen konnten – „influencer“, wie man heute sagt.

Deshalb fürchteten sich die Leute vor ihnen. Was wäre, wenn die Sonne nicht mehr aufgehen würde? Damit das nicht passiert, brachten sie ihnen Opfer dar, sogar Menschenopfer. Was der Beter formuliert, ist also im Blick auf die damalige „Mehrheitsmeinung“ nicht weniger als eine Entrümpelung des Himmels. Den Schöpfer sollen wir loben und verehren, sagt er, nicht die Schöpfung!

Wie steht es dann für Christen mit der grandiosen „unbelebten“ Schöpfung? Den Bergen, den Flüssen, den Wolken, den Wiesen und Wäldern? Ist das alles einfach „tote Materie“? Nur ein schöner Teil der Kulisse, vor der sich unser Leben abspielt? Sie merken schon: Meine Frage drängt Sie zu einem „Nein“. Nein, es ist nicht nur „Dichtung“, wenn der Psalm menschliches Gotteslob in einen ganz großen Rahmen stellt. Wenn er alles Geschaffene auffordert, ins Lob der Menschen für den Schöpfer einzustimmen.

Dahinter steht die Überzeugung: Gott, den Schöpfer und Erhalter, können wir gar nicht genug loben! Wenn ich das auf mich herunterbreche, muss ich sagen: Viel zu wenig lobe ich Gott! Ich könnte, sollte, müsste Gott für alles danken, was er mir zum Nutzen geschaffen hat und erhält!

Das stimmt zwar, aber es greift auch zu kurz. Denn Gotteslob entsteht nicht nur im Kopf, mit Gründen und Argumenten. Es kommt zuerst aus dem Herzen. „… der Intellekt kann nicht Gott loben, nur der atmende, sich freuende, singende Mensch“; „der Mensch in seiner kreatürlichen Ganzheit“.[i] Sagt Claus Westermann. Das ist die Brücke hinüber zum Lob der ganzen Schöpfung.

Hüten wir uns, über das gemeinsame Gotteslob der ganzen Schöpfung zu lächeln, weil es ja „nur“ im Alten Testament vorkomme (vgl. Jes 55,12). Kein geringerer als der Apostel Paulus spricht von einem „Seufzen“ der Schöpfung wegen der quälenden Vergänglichkeit, die der Mensch verursacht hat. Er weiß aber auch, dass „die Schöpfung … frei [werden] wird von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes“ (Röm 8,21f). Und ganz am Ende der Bibel, da, wo es um den neuen Himmel und die neue Erde geht, steht Gottes Versprechen: „Siehe, ich mache alles neu!“ (Offb 21,5). Wir Menschen denken immer zuerst an uns. Gott denkt in größeren Dimensionen!

Diese Einsicht könnte dazu führen, dass ich mir vornehme, Gott heute mehr zu loben und konkreter zu danken für das, was mein Leben angenehm, reich und schön macht, wirklich lebenswert. Dankbarkeit und Freude sind die „Motoren“, die uns Gott loben lassen. Wie soll die Schöpfung Gott loben, wenn wir es ihr nicht vormachen?


 

[i] Claus Westermann, Art. „loben“, in: Theologisches Handwörterbuch zum Alten Testament I, S. 496


 

Autor: Dekan Dr. Heinz-Werner Neudorfer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Der entrümpelte Himmel

Was uns hier aus dem 148. Psalm so unbeschwert und fröhlich entgegenklingt, waren damals, als der Psalm entstand, äußerst brisante Behauptungen! Denn für die Völker um Israel herum waren Sonne, Mond und Sterne nicht nur Lichter am Firmament. Sie hielten sie für Gottheiten, die sehr wohl Einfluss auf ihr Leben nehmen konnten – „influencer“, wie man heute sagt.

Deshalb fürchteten sich die Leute vor ihnen. Was wäre, wenn die Sonne nicht mehr aufgehen würde? Damit das nicht passiert, brachten sie ihnen Opfer dar, sogar Menschenopfer. Was der Beter formuliert, ist also im Blick auf die damalige „Mehrheitsmeinung“ nicht weniger als eine Entrümpelung des Himmels. Den Schöpfer sollen wir loben und verehren, sagt er, nicht die Schöpfung!

Wie steht es dann für Christen mit der grandiosen „unbelebten“ Schöpfung? Den Bergen, den Flüssen, den Wolken, den Wiesen und Wäldern? Ist das alles einfach „tote Materie“? Nur ein schöner Teil der Kulisse, vor der sich unser Leben abspielt? Sie merken schon: Meine Frage drängt Sie zu einem „Nein“. Nein, es ist nicht nur „Dichtung“, wenn der Psalm menschliches Gotteslob in einen ganz großen Rahmen stellt. Wenn er alles Geschaffene auffordert, ins Lob der Menschen für den Schöpfer einzustimmen.

Dahinter steht die Überzeugung: Gott, den Schöpfer und Erhalter, können wir gar nicht genug loben! Wenn ich das auf mich herunterbreche, muss ich sagen: Viel zu wenig lobe ich Gott! Ich könnte, sollte, müsste Gott für alles danken, was er mir zum Nutzen geschaffen hat und erhält!

Das stimmt zwar, aber es greift auch zu kurz. Denn Gotteslob entsteht nicht nur im Kopf, mit Gründen und Argumenten. Es kommt zuerst aus dem Herzen. „… der Intellekt kann nicht Gott loben, nur der atmende, sich freuende, singende Mensch“; „der Mensch in seiner kreatürlichen Ganzheit“.[i] Sagt Claus Westermann. Das ist die Brücke hinüber zum Lob der ganzen Schöpfung.

Hüten wir uns, über das gemeinsame Gotteslob der ganzen Schöpfung zu lächeln, weil es ja „nur“ im Alten Testament vorkomme (vgl. Jes 55,12). Kein geringerer als der Apostel Paulus spricht von einem „Seufzen“ der Schöpfung wegen der quälenden Vergänglichkeit, die der Mensch verursacht hat. Er weiß aber auch, dass „die Schöpfung … frei [werden] wird von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes“ (Röm 8,21f). Und ganz am Ende der Bibel, da, wo es um den neuen Himmel und die neue Erde geht, steht Gottes Versprechen: „Siehe, ich mache alles neu!“ (Offb 21,5). Wir Menschen denken immer zuerst an uns. Gott denkt in größeren Dimensionen!

Diese Einsicht könnte dazu führen, dass ich mir vornehme, Gott heute mehr zu loben und konkreter zu danken für das, was mein Leben angenehm, reich und schön macht, wirklich lebenswert. Dankbarkeit und Freude sind die „Motoren“, die uns Gott loben lassen. Wie soll die Schöpfung Gott loben, wenn wir es ihr nicht vormachen?


 

[i] Claus Westermann, Art. „loben“, in: Theologisches Handwörterbuch zum Alten Testament I, S. 496


 

Autor: Dekan Dr. Heinz-Werner Neudorfer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Gott liebt diese Welt

Gott liebt diese Welt. Davon sind Christen überzeugt. Und das ist auch gut so. Denn anders würde ich sie aufgeben, unsere schöne, hässliche Welt.

Was ist schön an ihr? Das Schöne sind die wunderbaren Menschen, die anderen helfen und sogar unter Einsatz ihres Lebens andere retten, wie die Bergretter etwa. Das Hässliche sind die Menschen, die morden und stehlen, lügen und betrügen und ohne Bedenken andere ausbeuten. Unsere Welt bewegt sich zwischen Gut und Böse, einmal mehr zum Guten und ein anderes Mal mehr zum Bösen, immer hin- und hergerissen und niemals eindeutig. Ich denke an die Redensart von den zwei Seiten einer Medaille.

Gott weiß das. Gut ist keiner, auch nicht einer. Jeder Lebensweg ist eine Gratwanderung über dem Abgrund. Mein Glaube an den Gott der Liebe ändert nichts daran, dass ich gleichzeitig gut und böse sein kann. Alles, was mir dennoch an Menschlichkeit gelingt, kommt von Gott, behaupte ich. Und immer wenn ich lieben kann, geschieht etwas Wunderbares: Für einen kurzen Augenblick scheint Gottes Licht in die Dunkelheit. Dann wird es für den, der geliebt wird, hell und auch für mich. Dann geschieht schon hier und jetzt, was Gott für die ferne Zukunft vorgesehen hat. Ich lese aus Jesaja 11, die Verse 1-9 in Auszügen:

„Was von David‘s Königshaus noch übrigbleibt, gleicht einem alten Baumstumpf. Doch er wird zu neuem Leben erwachen: ein junger Trieb sprießt aus seinen Wurzeln hervor. Der Geist des Herrn wird auf ihm ruhen, ein Geist der Weisheit und der Einsicht, ein Geist des Rates und der Kraft, ein Geist der Erkenntnis und der Ehrfurcht vor dem Herrn. Unbestechlich verhilft er den Armen zu ihrem Recht und setzt sich für die Rechtlosen im Lande ein. Gerechtigkeit und Treue werden sein ganzes Handeln bestimmen. Dann werden Wolf und Lamm friedlich beieinander wohnen, der Leopard wird beim Ziegenböckchen liegen. Kälber, Rinder und junge Löwen weiden zusammen, ein kleiner Junge kann sie hüten. Der Löwe frisst Heu wie das Rind. Auf dem ganzen heiligen Berg wird niemand etwas Böses tun und Schaden anrichten. Alle Menschen kennen den Herrn, das Wissen um ihn erfüllt das Land wie Wasser das Meer.“ (HFA) Daran schließt sich in Vers 10 an:

„In dieser Zeit ist der Trieb, der aus der Wurzel Davids hervorsprießt, als Zeichen für alle Völker sichtbar. Sie werden nach ihm fragen, und der Ort, an dem er wohnt, wird herrlich sein.“

Gott liebt diese Welt. Er hat sie geschaffen und erhalten und er wird ihre hässliche Seite verwandeln. Kein Unrecht mehr, kein Töten mehr. Frieden zwischen Menschen und zwischen Tieren sowie zwischen Tier und Mensch. Ein Mann Gottes wird dann allen Menschen Frieden verschaffen. Ein hin- und hergerissen Sein wird es nicht mehr geben. Keine Gratwanderung mehr über dem Abgrund, sondern nur noch Liebe und Gerechtigkeit. Ein Menschheitstraum geht in Erfüllung.

Wer ist der Mann Gottes, der die Welt auf ewig friedlich machen wird? - Juden und Christen glauben, es ist der Messias, der von alters her schon vorhergesagte Retter der ganzen Welt. Er wird kommen. Für Christen war er schon da und ihn erwarten sie zurück: Jesus. Für jüdisch Gläubige wird sich dann zeigen, ob der von ihnen erwartete Retter Jesus sein wird oder nicht.

Eins aber ist sicher: Die Messiaserwartung gehört zur Geschichte Israels. Sie bildet die Grundlage der christlichen Messiaserwartung.

Autor: Mag. Theol. Rositta Krämer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Gott erkennen ? aber wie?

Was haben die Seele und Gott gemeinsam? - Beide sind unsichtbar, Gott in den Weiten des Weltalls und die Seele im menschlichen Körper. Wie kann ich da erkennen, dass es Gott gibt? Und woher weiß ich, dass ich eine Seele habe?

Ich weiß, dass ich eine Seele habe, weil sie sich körperlich bemerkbar macht. So weine ich, wenn ich traurig bin oder lache, wenn ich mich freue. Meine Empfindungen, meine Seelenzustände machen sich körperlich bemerkbar. Und wenn mein Körper schmerzt, wirkt das auf meinen Seelenzustand zurück. Wir sind Körper-Seelen. Das Innere wirkt auf das Äußere und umgekehrt.

Für uns heute kaum nachzuvollziehen, glaubten die Menschen der Bibel eine lebendige Seele zu sein mit Haut und Haar. Sie hatten nicht eine Seele im Körper. Sie waren lebendige Seelen. Wir dagegen haben sogar drei Teile, den Körper, den Geist und die Seele mit dem Problem, diese Dreiteilung zu überwinden. Stichwort: Ganzheitlichkeit. Aber nun zu Gott.

Dazu aus Psalm 100, Vers 3 : „Erkennt, dass der Herr unser Gott ist.“ Woran sollten die Menschen damals vor 3000 Jahren, als der Psalm entstand, ihren Gott erkennen? Ich lese ihn im Ganzen:

„Jubelt dem Herrn zu, ihr Völker der Erde! Dient ihm mit Freude, kommt zu ihm mit fröhlichen Liedern! Erkennt, dass der Herr unser Gott ist! Er hat uns zu seinem Volk gemacht, ihm gehören wir! Er sorgt für uns wie ein Hirte für seine Herde. Geht durch die Tempeltore ein mit Dank. Betretet den festlichen Vorhof mit lautem Lob! Preist ihn! Rühmt ihn! Denn der Herr ist gut zu uns, seine Gnade hört niemals auf, für alle Zeit hält er uns die Treue.“

Wer soll erkennen, dass der Herr Gott ist? Die Völker der Erde.

Woran sollen sie erkennen, dass der Herr Gott ist? An Israel, das der Herr zu seinem Volk gemacht und dem er ewige Treue geschworen hat. Daran sollen die Völker erkennen, dass der Herr Gott ist. Mit Herr ist Jahwe gemeint, der Gott von Abraham, Isaak und Jakob. Freuen sollen sich die Völker, Gott dienen und fröhliche Lieder singen. Denn er ist da, wirkt in und an Israel, was jeder sehen kann. Es ist nicht mehr nötig, die eigenen Götzenbilder anzubeten. Denn Gott ist da, er war immer da und wird immer da sein. Er, Jahwe, „Der-ich-bin“, ist Gott für alle, erkennbar an seiner Geschichte mit Israel.

Woran können wir erkennen, dass es Gott gibt? - Nicht anders als die Völker der Erde von einst – vom Hörensagen durch die Menschen, die sich von Gott behütet wissen und denen er gnädig war. Die Botschaft darüber, dass Gott sich um seine Welt kümmert, wird von Mensch zu Mensch weitergegeben. Bis heute. Immer wenn Menschen ihre Welt- und Gotteserfahrung zusammenführen, geschieht dasselbe wie mit der Seele und dem Körper: Gott findet seinen Ausdruck, seine Mitteilung, wenn man so will, seine Körperlichkeit, durch Christen.

Was haben die Seele und Gott gemeinsam? - Beide sind unsichtbar. Wie weiß ich, dass es die Seele gibt? - Durch ihre Wirkung auf meinen Körper. Und wie erkenne ich, dass es Gott gibt? - An seiner Wirkung auf Menschen. Glaube beginnt, wenn ich zulasse, dass Gott zu meiner Geschichte wird, indem ich den Erfahrungen gläubiger Menschen traue, die bezeugen: „Denn der Herr ist gut zu uns, seine Gnade hört niemals auf, für alle Zeit hält er uns die Treue.“

Autor: Mag. Theol. Rositta Kr?mer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Gott erkennen – aber wie?

Was haben die Seele und Gott gemeinsam? - Beide sind unsichtbar, Gott in den Weiten des Weltalls und die Seele im menschlichen Körper. Wie kann ich da erkennen, dass es Gott gibt? Und woher weiß ich, dass ich eine Seele habe?

Ich weiß, dass ich eine Seele habe, weil sie sich körperlich bemerkbar macht. So weine ich, wenn ich traurig bin oder lache, wenn ich mich freue. Meine Empfindungen, meine Seelenzustände machen sich körperlich bemerkbar. Und wenn mein Körper schmerzt, wirkt das auf meinen Seelenzustand zurück. Wir sind Körper-Seelen. Das Innere wirkt auf das Äußere und umgekehrt.

Für uns heute kaum nachzuvollziehen, glaubten die Menschen der Bibel eine lebendige Seele zu sein mit Haut und Haar. Sie hatten nicht eine Seele im Körper. Sie waren lebendige Seelen. Wir dagegen haben sogar drei Teile, den Körper, den Geist und die Seele mit dem Problem, diese Dreiteilung zu überwinden. Stichwort: Ganzheitlichkeit. Aber nun zu Gott.

Dazu aus Psalm 100, Vers 3 : „Erkennt, dass der Herr unser Gott ist.“ Woran sollten die Menschen damals vor 3000 Jahren, als der Psalm entstand, ihren Gott erkennen? Ich lese ihn im Ganzen:

„Jubelt dem Herrn zu, ihr Völker der Erde! Dient ihm mit Freude, kommt zu ihm mit fröhlichen Liedern! Erkennt, dass der Herr unser Gott ist! Er hat uns zu seinem Volk gemacht, ihm gehören wir! Er sorgt für uns wie ein Hirte für seine Herde. Geht durch die Tempeltore ein mit Dank. Betretet den festlichen Vorhof mit lautem Lob! Preist ihn! Rühmt ihn! Denn der Herr ist gut zu uns, seine Gnade hört niemals auf, für alle Zeit hält er uns die Treue.“

Wer soll erkennen, dass der Herr Gott ist? Die Völker der Erde.

Woran sollen sie erkennen, dass der Herr Gott ist? An Israel, das der Herr zu seinem Volk gemacht und dem er ewige Treue geschworen hat. Daran sollen die Völker erkennen, dass der Herr Gott ist. Mit Herr ist Jahwe gemeint, der Gott von Abraham, Isaak und Jakob. Freuen sollen sich die Völker, Gott dienen und fröhliche Lieder singen. Denn er ist da, wirkt in und an Israel, was jeder sehen kann. Es ist nicht mehr nötig, die eigenen Götzenbilder anzubeten. Denn Gott ist da, er war immer da und wird immer da sein. Er, Jahwe, „Der-ich-bin“, ist Gott für alle, erkennbar an seiner Geschichte mit Israel.

Woran können wir erkennen, dass es Gott gibt? - Nicht anders als die Völker der Erde von einst – vom Hörensagen durch die Menschen, die sich von Gott behütet wissen und denen er gnädig war. Die Botschaft darüber, dass Gott sich um seine Welt kümmert, wird von Mensch zu Mensch weitergegeben. Bis heute. Immer wenn Menschen ihre Welt- und Gotteserfahrung zusammenführen, geschieht dasselbe wie mit der Seele und dem Körper: Gott findet seinen Ausdruck, seine Mitteilung, wenn man so will, seine Körperlichkeit, durch Christen.

Was haben die Seele und Gott gemeinsam? - Beide sind unsichtbar. Wie weiß ich, dass es die Seele gibt? - Durch ihre Wirkung auf meinen Körper. Und wie erkenne ich, dass es Gott gibt? - An seiner Wirkung auf Menschen. Glaube beginnt, wenn ich zulasse, dass Gott zu meiner Geschichte wird, indem ich den Erfahrungen gläubiger Menschen traue, die bezeugen: „Denn der Herr ist gut zu uns, seine Gnade hört niemals auf, für alle Zeit hält er uns die Treue.“

Autor: Mag. Theol. Rositta Krämer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Was z?hlt?

Worüber haben Christen nicht schon gestritten im Laufe der Zeit!

Seit der Reformation gibt es zum Beispiel den Streit um die Gültigkeit der Kindertaufe. In der Gründerzeit der methodistischen Kirche gab es Auseinandersetzungen darüber, ob ein außerhalb einer Kirche im Freien abgehaltener Gottesdienst gültig sei oder nicht. Es gab Konflikte um die Rolle der Frauen in der Kirche oder die Teilnahme von Kindern am Abendmahl., Auch die Frage nach dem einem Gottesdienst angemessenen Musikstil oder das Thema der Kirchenstruktur können Christen gegeneinander aufbringen. Und es gibt noch viel, viel mehr davon.

In meinen Augen ist freilich nicht dies das Problem, dass es in vielen Fragen unterschiedliche, ja, widersprüchliche christliche Haltungen gibt. Sondern schwierig wird es da, wo der Konflikt ausgetragen wird, als stünde dabei der Glaube an sich auf dem Spiel.

Ähnliche Konflikte, die mit solcher Heftigkeit ausgetragen wurden, spiegeln sich auch in der Bibel. In Rom stritt man sich offenbar darüber, ob Christen Fleisch essen dürften. Dabei ging es nicht um Vegetarismus oder Veganismus. Sondern Auslöser war die Tatsache, dass es auf den Märkten nur Fleisch zu kaufen gab, das vorher in einem heidnischen Tempel den Göttern geweiht worden war. Manche Christen fanden, das spiele keine Rolle. Christus sei ja eh stärker. Andere aber hatten Angst davor, mit dem Verzehr solchen Fleisches ihrem Glauben zu schaden.

Paulus redet in seinem Brief beiden Seiten ins Gewissen. Dann fasst er in Römer 14,17 zusammen: „Beim Reich Gottes geht es schließlich nicht um Essen und Trinken. Es geht um Gerechtigkeit, Frieden und Freude, die der Heilige Geist schenkt.“

Es ist wirklich tragisch, wie schnell oft vergessen geht, worauf es ankommt. Wir schießen uns auf unsere Themen ein. Und gerade weil es uns ernst ist mit dem Glauben, verteidigen wir Ansichten gnadenlos, über die Christus vielleicht nur müde lächelt. Weil sie bei weitem nicht so wichtig sind, wie wir meinen. Es ist ja nicht die richtige Lehre, die uns rettet. Sondern Christus allein rettet. Und ihm ist wichtig, dass das Reich Gottes wächst. Das heißt, dass die Gerechtigkeit sich ausbreitet und gestärkt wird. Dass Menschen Frieden finden mit Gott und miteinander. Dass wir uns öffnen, damit der Heilige Geist uns mit Freude füllen kann, uns durchdringen und prägen kann.

Es ist kein Zufall, dass das Reich Gottes in der ganzen Bibel immer wieder mit dem Bild eines Festes umschrieben wird. Eines Festes, das steigt, weil Gerechtigkeit und Friede um sich greifen. Darum geht es vor allem anderen. Daran erinnert Paulus die Gemeinde in Rom.

Das heißt nicht, dass wir nicht auch kontrovers über alle möglichen Fragen diskutieren dürften. Doch. Wir dürfen. Das ist ja auch oft spannend und anregend. Aber bitte nicht so, dass man sich gegenseitig den Glauben anzuzweifeln oder gar abzusprechen beginnt. Sondern so, dass darin Gerechtigkeit, Frieden und Freude spürbar werden. Denn das ist es, was Gott für uns alle will. Sein Reich ist das Reich der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freude.

Autor: Pfarrer Daniel Eschbach

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Was zählt?

Worüber haben Christen nicht schon gestritten im Laufe der Zeit!

Seit der Reformation gibt es zum Beispiel den Streit um die Gültigkeit der Kindertaufe. In der Gründerzeit der methodistischen Kirche gab es Auseinandersetzungen darüber, ob ein außerhalb einer Kirche im Freien abgehaltener Gottesdienst gültig sei oder nicht. Es gab Konflikte um die Rolle der Frauen in der Kirche oder die Teilnahme von Kindern am Abendmahl., Auch die Frage nach dem einem Gottesdienst angemessenen Musikstil oder das Thema der Kirchenstruktur können Christen gegeneinander aufbringen. Und es gibt noch viel, viel mehr davon.

In meinen Augen ist freilich nicht dies das Problem, dass es in vielen Fragen unterschiedliche, ja, widersprüchliche christliche Haltungen gibt. Sondern schwierig wird es da, wo der Konflikt ausgetragen wird, als stünde dabei der Glaube an sich auf dem Spiel.

Ähnliche Konflikte, die mit solcher Heftigkeit ausgetragen wurden, spiegeln sich auch in der Bibel. In Rom stritt man sich offenbar darüber, ob Christen Fleisch essen dürften. Dabei ging es nicht um Vegetarismus oder Veganismus. Sondern Auslöser war die Tatsache, dass es auf den Märkten nur Fleisch zu kaufen gab, das vorher in einem heidnischen Tempel den Göttern geweiht worden war. Manche Christen fanden, das spiele keine Rolle. Christus sei ja eh stärker. Andere aber hatten Angst davor, mit dem Verzehr solchen Fleisches ihrem Glauben zu schaden.

Paulus redet in seinem Brief beiden Seiten ins Gewissen. Dann fasst er in Römer 14,17 zusammen: „Beim Reich Gottes geht es schließlich nicht um Essen und Trinken. Es geht um Gerechtigkeit, Frieden und Freude, die der Heilige Geist schenkt.“

Es ist wirklich tragisch, wie schnell oft vergessen geht, worauf es ankommt. Wir schießen uns auf unsere Themen ein. Und gerade weil es uns ernst ist mit dem Glauben, verteidigen wir Ansichten gnadenlos, über die Christus vielleicht nur müde lächelt. Weil sie bei weitem nicht so wichtig sind, wie wir meinen. Es ist ja nicht die richtige Lehre, die uns rettet. Sondern Christus allein rettet. Und ihm ist wichtig, dass das Reich Gottes wächst. Das heißt, dass die Gerechtigkeit sich ausbreitet und gestärkt wird. Dass Menschen Frieden finden mit Gott und miteinander. Dass wir uns öffnen, damit der Heilige Geist uns mit Freude füllen kann, uns durchdringen und prägen kann.

Es ist kein Zufall, dass das Reich Gottes in der ganzen Bibel immer wieder mit dem Bild eines Festes umschrieben wird. Eines Festes, das steigt, weil Gerechtigkeit und Friede um sich greifen. Darum geht es vor allem anderen. Daran erinnert Paulus die Gemeinde in Rom.

Das heißt nicht, dass wir nicht auch kontrovers über alle möglichen Fragen diskutieren dürften. Doch. Wir dürfen. Das ist ja auch oft spannend und anregend. Aber bitte nicht so, dass man sich gegenseitig den Glauben anzuzweifeln oder gar abzusprechen beginnt. Sondern so, dass darin Gerechtigkeit, Frieden und Freude spürbar werden. Denn das ist es, was Gott für uns alle will. Sein Reich ist das Reich der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freude.

Autor: Pfarrer Daniel Eschbach

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Vor-Urteile

„Von dem hätte ich das zuletzt erwartet!“ – Den Gedanken kennen wir. Vielleicht hat jemand, der uns eigentlich tief beeindruckt, unerwartet eine Schattenseite gezeigt. Oder umgekehrt: Jemand, dem wir nicht viel zugetraut hätten, hat uns positiv überrascht. Ich erinnere mich an einen Werbespot, der mit Letzterem spielt: Man sieht einen aggressiv aussehenden Mann mit aller Kraft auf eine alte Frau zu rennen. Er packt sie und reißt sie mit sich. Alles sieht nach einem Überfall aus. Erst im letzten Moment zeigt ein Schwenk der Kamera den vollen Betonkessel, der vom Kran darüber herunterfällt. Er hätte die Frau erschlagen, wenn sie der Mann nicht weggestoßen und gerettet hätte.

Es kommt oft vor, dass uns Vorurteile oder fixe Erwartungen in die falsche Richtung leiten. Das müssen wir uns nicht immer gleich zum Vorwurf machen. Immerhin sind wir auf vorgefasste Meinungen ja auch angewiesen, um im Alltag schnelle Entscheidungen treffen zu können. Sehr schade ist allerdings, wenn solche vorgefassten Meinungen uns daran hindern, anderen Menschen Gutes zuzutrauen.

Der Evangelist Lukas erzählt die Geschichte von 10 aussätzigen Männern, die Jesus um Hilfe baten. Dieser schickte sie zum Priester. Auf dem Weg dorthin wurden sie gesund. Und dann heißt es in Lukas 17,15-16: „Einer aus der Gruppe kam zurück, als er es merkte. Laut pries er Gott, warf sich vor Jesus nieder, das Gesicht zur Erde, und dankte ihm. Und das war ein Samariter.“ (GNB)

„Von dem hätten das die Leute zuletzt erwartet!“ Samariter und Juden waren sich spinnefeind. Entsprechend hatten sich Feindbilder entwickelt. Und das bewirkte wohl, dass man sich gegenseitig fast alles zutraute, nur nichts Gutes. Ein Samariter, der sich dankbarer zeigt als seine jüdischen Leidensgefährten? Das kann doch nicht sein. Ein Samariter, der hilfsbereiter ist als jüdische Geistliche, wie es Jesus in seinem bekannten Gleichnis erzählt? Was für eine Provokation!

Wo führen unsere Vorurteile dazu, dass wir einem Menschen wenig bis nichts Gutes zutrauen? Die leidvolle Geschichte von Antisemitismus und Rassismus ist bekannt. Da gibt es viele Beispiele. Und was ist mit dem Nachbarn, mit dem ich vor Jahren einmal ein unerfreuliches Zusammentreffen hatte? Der Pfarrerin, die von jedem Bibeltext aus im Nullkommanichts zu ihrem Lieblingsthema findet? Oder dem Lehrer, der mein Kind ungerecht benotete? Oder den Jungen in der Gemeinde, bei denen immer alles so laut und übertrieben sein muss?

Menschen sind viel mehr als das, was mich an ihnen vielleicht stört. Ich möchte immer wieder üben, mich von Menschen positiv überraschen zu lassen und mich gegen negative Vorurteile wehren. Dann müsste ich seltener zähneknirschend eingestehen: „Das hätte ich dem gar nicht zugetraut!“ Und ich hätte viel Grund zur Freude über die Kreativität und das Potenzial, mit denen Gott meine Mitmenschen begabt. – Ich wünsche ihnen in diesem Sinne einen überraschend erfreulichen Tag.

Autor: Pfarrer Daniel Eschbach

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Seiten