ERF Plus - Wort zum Tag

Gott bereitet vor, was ich tun darf

Paulus schreibt im Brief an die Epheser Kapitel 2, 10: „Denn was wir sind, ist Gottes Werk; er hat uns durch Jesus Christus dazu geschaffen, das zu tun, was gut und richtig ist. Gott hat alles, was wir tun sollen, vorbereitet; an uns ist es nun, das Vorbereitete auszuführen.“ (NGÜ)

Wir sind Gottes Werk. Jeder Mensch ist Gottes Werk, Gottes Schöpfungswerk.

Aber hier meint Paulus noch etwas anderes. Jeder Mensch, der an Jesus Christus glaubt, der bereit ist, sich ihm mit Leib und Leben anzuvertrauen, also jeder, der Jesus nachfolgen will, der ist nach Paulus ein neues geschaffenes Werk Gottes. Warum?

Gott gibt seinen Heiligen Geist in unser Leben und schafft damit etwas ganz Neues. Im Johannesevangelium, Kap.3, heißt es „von oben her neu gezeugt“. Paulus spricht von einer neuen Schöpfung, wiedergeboren durch den Heiligen Geist.

Gott macht uns zu neuen Menschen mit neuen Eigenschaften. Er setzt uns frei von Selbstzweifeln, von schlechten Gewohnheiten gegenüber anderen Menschen. Er erfüllt uns mit Liebe zu Gott, neuer Liebe zu den Menschen und uns selbst.

Das gilt, das steht fest. Weil Gott das versprochen hat und tut. Paulus sagt sogar: Damit haben wir schon jetzt einen Platz im Himmel.

Und Paulus betont sehr deutlich, was Gott da gemacht hat, ist Geschenk. Kein Mensch kann sich das verdienen. Kein noch so gutes Werk kann das bewirken, nur wer an Jesus glaubt, wird mit diesem neuen Leben beschenkt.

Und jetzt kommt der besondere, originelle Gedanke des Paulus. Ich muss gestehen, dass ich das bisher nicht gesehen habe. Die Werke, die wir in unserem Neuen Leben mit Jesus tun, sind nicht Werke, die wir tun, sondern die Gott vorbereitet hat und die Er durch uns tut. Er schafft Situationen und Umstände, in denen ich mich als Nachfolger Jesu beweisen kann.

Ich muss gar nicht danach suchen, wo ich was Gutes tun kann, Gott schafft Gelegenheit. Es ist alles vorbereitet.

Der Reformator Martin Luther sagte dazu: „Wozu ein jeglich Ding geschaffen ist, das tuts ohne Gesetz und Zwang. Die Sonne scheint von Natur ungeheißen; der Birnbaum trägt von sich selbst ungenötigt.“ Soweit Martin Luther.

Das trifft die Aussage. Ich brauche einem Nachfolger Jesu nicht zu sagen, dass er gute Werke zu tun hat, er tut es, weil er ein neu geschaffenes Werk Gottes ist, ein guter Baum, der gute Früchte trägt.

Paulus macht deutlich: Die guten Werke sind nicht Voraussetzung für das Heil, nicht Bedingung für den Glauben, sondern Folge, ja, Frucht der Neuschöpfung.

Das ist für mich ein großartiger Gedanke. Das ist für mein christliches Leben wohltuend, befreiend. Ich muss nicht krampfhaft versuchen, irgendetwas Gutes zu tun. Ich kann einfach in den Alltag hinein - gespannt darauf, was Gott vorbereitet hat. Ich bin herausgefordert, in seiner Liebe zu leben. Ich kann fröhlich den Weg der Liebe suchen, denn Gott hat es vorbereitet und wird es segnen.

Autor: Hartmut Giessler

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Ich kann vor dem Richterstuhl Christi bestehen

In 2.Korinther 5,10 schreibt Paulus: „Denn wir alle müssen einmal vor dem Richterstuhl von Christus erscheinen, wo alles offengelegt wird, und dann wird jeder den Lohn für das erhalten, was er während seines Lebens in diesem Körper getan hat, ob es nun gut war oder böse.“ (NGÜ)

Ich kenne Gerichtsverhandlungen fast nur aus Filmen. Was da so alles ans Tageslicht kommt, was da alles rauskommt. Vor Christus als Richter ist es noch mal ganz anders. Er weiß alles über uns Menschen, nichts ist ihm verborgen.

Ich muss ehrlich sagen, solche Verse haben mir als Jugendlicher immer Angst gemacht. Ich wusste, so wie ich bin, kann ich im Gerichtssaal Christi nicht bestehen. Jesus ist ohne Sünde, ich natürlich nicht.

Es ist nicht so sehr schön, daran erinnert zu werden, dass wir einmal vor Gott unser Leben verantworten müssen.

Heute habe ich keine Angst mehr. Ich bin zwar immer noch Sünder, aber ich kann vor Gott bestehen. Das liegt ganz allein daran, dass Jesus alle meine Sünde auf sich genommen hat. Deshalb ist er ja am Kreuz für uns Menschen gestorben.

Darüber hat Martin Luther schon gestaunt, als er gesagt hat: “welch ein Wechsel“.

Er meint: Jesus nimmt meine Sünde auf sich und ich bekomme seine Sündlosigkeit.

Johannes sagt in seinem Evangelium: „wer an Jesus Christus glaubt, ist schon gerichtet“ - freigesprochen. (Joh 3,18) Und nun bin ich im wahrsten Sinne des Wortes heilfroh, dass es den gesamtbiblischen Zusammenhang gibt und nicht nur 2.Kor.5,10.

Ich muss zwar noch vor Jesus als dem Richter erscheinen, meine guten und schlechten Werke werden zwar noch beurteilt, aber ich selbst bleibe durch Jesus gerettet in Ewigkeit.

Es ist wie bei einem Haus mit einem feuerfesten Fundament. Wenn das Fundament Jesus Christus in mein Leben gelegt ist, bleibt es in Ewigkeit. Alles, was darauf aufgebaut wird, kann im Feuer verbrennen. Meine guten und schlechten Werke werden geprüft. Was gut ist wird belohnt, was schlecht ist wird vernichtet, ich selbst aber bleibe bestehen, weil Jesus mein Herr ist.

Weil Jesus für mich gestorben und auferstanden ist, weil er alle meine Sünden auf sich genommen hat, habe ich keine Angst mehr vor dem Gericht Gottes.

Paulus spricht in diesem Zusammenhang von großer Zuversicht, für immer bei Gott ein neues Zuhause zu haben. Aus lauter Freude und Dankbarkeit, das zu wissen, wollen wir in diesem Leben uns Mühe geben so zu leben, dass es Gott gefällt.

Ich weiß, dass Jesus mein Herr ist; ich weiß; dass ich am Kreuz auf Golgatha schon gerichtet wurde; ich weiß, dass ich durch Jesus ewig leben werde.

Deshalb habe ich keine Angst vor dem Richterstuhl Christi.

Alles, was dann an schlechten Taten ans Licht kommt, das ist alles schon vergeben.

Autor: Hartmut Giessler

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Gl?ck gehabt!

Wenn sich zwei Computerspezialisten unterhalten, verstehe ich manchmal nur Bahnhof – oder diese Fachworte kommen mir zumindest sehr spanisch vor. Manchmal hat die Bibel auch solche Worte in ihrem Repertoire, die erklärungsbedürftig sind.

Im heutigen Bibelvers aus dem Matthäusevangelium sagt Jesus:

„Selig, sind die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“

Das ist eine Aussage, die gut klingt, aber übersetzt werden will. „Selig“ ist ein Begriff, der so in unserer Sprache ja nicht vorkommt – das Originalwort im Griechischen jedoch kennen wir: „Glücklich“ heißt es da.

Also solche Menschen, wie sie dann im Weiteren beschrieben werden, können sich glücklich schätzen. Na, das ist doch mal eher eine Sprache, die wir verstehen – denn das Glück sucht nun mal jeder und wer Glück hat, hat das Glück dann auch gefunden – sei es im persönlichen Leben oder eben, wie hier angedeutet, dann, wenn wir einen Zugang zu Gott gefunden haben.

Schauen wir weiter: „Herz“ ist kein Ausdruck aus dem Bereich der Kardiologen als Spezialisten für Herzensangelegenheiten. Der Ausdruck steht für mein gesamtes Leben äußerlich und innerlich mit Gefühlen, Verstand, und Willen.

Und wenn dann hier von einem „reinen Herz“ die Rede ist, meint dies, dass wir uns in einem Zustand befinden, in dem wir Gott begegnen können.

Und ein „reines Herz“ meint nicht, dass nur der sich Gott nahen darf, der ohne Schuld und Fehler ist. Dann wären wir „rein“ im Sinne von perfekt – und das ist nur einer - nämlich Gott selbst. Und das würde bedeuten, dass kein einziger Mensch dem Schöpfer der Welt gegenübertreten könnte. Neudeutsch nennen wir das vielleicht: Wir sind „inkompatibel“ mit Gott. Tja, wenn wir jetzt nur diesen Vers hätten, müssten wir an dieser Stelle resigniert die Bibel zuschlagen.

Wenn ich jedoch mehr von Jesus weiß, dann stelle ich fest: He, dieser Vers spricht von mir als einem Christen!

Denn ein Christ hat durch seinen Glauben jederzeit die Möglichkeit, zu diesem Schöpfer der Welt zu kommen - zum Beispiel, wenn er betet.

Und das alles, ohne irgendetwas zu leisten oder Perfektion anzubieten. „Reine Herzen“ bekommen wir nur durch diesen Sohn Gottes, indem wir an ihn glauben – und dann können wir „Gott sehen“ – auch hier nicht mit unseren körperlichen Augen. Im ursprünglichen Text steht hier: Wir nehmen Gott überhaupt erst mal wahr, „dass er ist“. Es steckt auch drin: Er selbst ist dabei aktiv und wir werden dadurch auch aktiviert. Dadurch erkennen wir auch ein Stück weit, wie Gott ist.

Und in diesem griechischen Wort steckt sogar ein „Hören“ drin – „wir hören mit sehenden Augen“ und daraus ergibt sich übrigens immer auch der Glaube.

Und dann schließt sich der Kreis: „Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“

Autor: Pfarrer Ulrich Nellen

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Glück gehabt!

Wenn sich zwei Computerspezialisten unterhalten, verstehe ich manchmal nur Bahnhof – oder diese Fachworte kommen mir zumindest sehr spanisch vor. Manchmal hat die Bibel auch solche Worte in ihrem Repertoire, die erklärungsbedürftig sind.

Im heutigen Bibelvers aus dem Matthäusevangelium sagt Jesus:

„Selig, sind die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“

Das ist eine Aussage, die gut klingt, aber übersetzt werden will. „Selig“ ist ein Begriff, der so in unserer Sprache ja nicht vorkommt – das Originalwort im Griechischen jedoch kennen wir: „Glücklich“ heißt es da.

Also solche Menschen, wie sie dann im Weiteren beschrieben werden, können sich glücklich schätzen. Na, das ist doch mal eher eine Sprache, die wir verstehen – denn das Glück sucht nun mal jeder und wer Glück hat, hat das Glück dann auch gefunden – sei es im persönlichen Leben oder eben, wie hier angedeutet, dann, wenn wir einen Zugang zu Gott gefunden haben.

Schauen wir weiter: „Herz“ ist kein Ausdruck aus dem Bereich der Kardiologen als Spezialisten für Herzensangelegenheiten. Der Ausdruck steht für mein gesamtes Leben äußerlich und innerlich mit Gefühlen, Verstand, und Willen.

Und wenn dann hier von einem „reinen Herz“ die Rede ist, meint dies, dass wir uns in einem Zustand befinden, in dem wir Gott begegnen können.

Und ein „reines Herz“ meint nicht, dass nur der sich Gott nahen darf, der ohne Schuld und Fehler ist. Dann wären wir „rein“ im Sinne von perfekt – und das ist nur einer - nämlich Gott selbst. Und das würde bedeuten, dass kein einziger Mensch dem Schöpfer der Welt gegenübertreten könnte. Neudeutsch nennen wir das vielleicht: Wir sind „inkompatibel“ mit Gott. Tja, wenn wir jetzt nur diesen Vers hätten, müssten wir an dieser Stelle resigniert die Bibel zuschlagen.

Wenn ich jedoch mehr von Jesus weiß, dann stelle ich fest: He, dieser Vers spricht von mir als einem Christen!

Denn ein Christ hat durch seinen Glauben jederzeit die Möglichkeit, zu diesem Schöpfer der Welt zu kommen - zum Beispiel, wenn er betet.

Und das alles, ohne irgendetwas zu leisten oder Perfektion anzubieten. „Reine Herzen“ bekommen wir nur durch diesen Sohn Gottes, indem wir an ihn glauben – und dann können wir „Gott sehen“ – auch hier nicht mit unseren körperlichen Augen. Im ursprünglichen Text steht hier: Wir nehmen Gott überhaupt erst mal wahr, „dass er ist“. Es steckt auch drin: Er selbst ist dabei aktiv und wir werden dadurch auch aktiviert. Dadurch erkennen wir auch ein Stück weit, wie Gott ist.

Und in diesem griechischen Wort steckt sogar ein „Hören“ drin – „wir hören mit sehenden Augen“ und daraus ergibt sich übrigens immer auch der Glaube.

Und dann schließt sich der Kreis: „Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“

Autor: Pfarrer Ulrich Nellen

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Kommt zum Wasser!

Vor vielen Jahren gab es mal ein Lied: „Wann wird`s mal wieder richtig Sommer?“ Inzwischen würden wir dieses Lied vermutlich nicht mehr singen, denn jetzt ist ja eher „zu viel Sommer“. Besonders in den Städten stöhnen nicht nur die Menschen; selbst die Natur sehnt sich nach Abkühlung und Regen.

Und wenn jetzt die Urlaubszeit begonnen hat oder beginnt, erhebt sich die Frage, sogar in diesem besonderen Jahr: Heißer Strand oder doch lieber kühle Bergluft? Aber egal wo: Was immer wichtig ist: genug zu trinken.

Und jetzt stelle ich mir mal folgende Situation vor: Da sind Wanderer unterwegs – vielleicht in den Bergen. Schon seit dem frühen Morgen. ABER sie haben vergessen, genügend Getränke mitzunehmen. Der Durstpegel steigt an - und die Laune sinkt entsprechend. Aber dann entdecken die Leute plötzlich ein Schild: „Frisches Trinkwasser aus der Quelle in 50 m (Kostenlos)!“

Vermutlich beschleunigen sie ihre Schritte und eilen dem erfrischenden Wasserquell entgegen.

Der heutige Bibelvers passt in solch eine Situation hinein. Beim Propheten Jesaja steht: „Wohlan alle, die ihr durstig seid: Kommt her zum Wasser.“

Bei mir hat sich die Frage ergeben: Das klingt ja gerade so, als müsste man diese Durstigen auffordern. Der Zusammenhang dieses Bibelverses zeigt, dass es ein kostenloses Angebot ist, welches sogar noch um eine gute Mahlzeit für den müden Wanderer ergänzt wird – und das ebenfalls kostenlos.

Unglaublich? Vielleicht würden wir heute deshalb erst mal misstrauisch das berühmte Kleingedruckte suchen – aber selbst wenn so manche Bibelausgaben einen sehr kleinen Druck haben – diese Einladung ist ohne Tricks und Fallen.

Was Gott hier durch den Propheten sagt, spricht den Lebensdurst und den Hunger nach Leben an. Es geht um ein Leben, das mehr ist als eine kühle Limonade bei 37 Grad und das Wissen, wo ich in diesem Jahr einen sicheren Urlaub machen kann.

„Leben“ ist mehr als äußere Versorgung – so wichtig diese auch ist.

Und nun kommt mitten im Sommer solch ein Angebot: Das, worum es eigentlich geht im Leben, gibt es nicht zu kaufen oder zu verdienen – das ist umsonst:

Gott lädt jeden ein: He, all ihr Durstigen: Kommt doch zum Wasser des Lebens! Und Jesus hat mal gesagt: Ich bin dieses lebendige Wasser – kommt zu mir!

Wasser ist lebensnotwendig – das ist allgemein bekannt – und in der Übertragung stimmt das auch – Jesus ist auch lebensnotwendig. Aber vielleicht ist es so wie in dem Eingangsbild von den Wanderern: Eigentlich wäre es unverständlich, wenn ein Durstiger nicht zur Quelle eilt, um seinen Durst zu stillen.

Könnte es sein, dass wir – was Jesus angeht – manchmal misstrauisch nach dem Kleigedruckten schielen, eine „Spam-Mail“ vermuten, oder doch meinen, die Rechnung würde uns dann irgendwann doch noch ins Haus flattern?

Die gute Nachricht heute lautet: Das Wasser ist umsonst – und jede und jeder darf kommen, um ihren/seinen Lebensdurst zu stillen – die Einladung steht:

„Wohlan alle, die ihr durstig sein: Kommt her zum Wasser.“

Autor: Pfarrer Ulrich Nellen

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Der Chef der Schaltzentrale

„Jesus ist Herr! Die Geschichte der Völker macht er. Wollen wir IHN herrschen lassen? Oder rufen mit den Massen: Weg mit dem! Nichts für mich! Über mich bestimme ICH!“ So beginnt ein Lied aus der Feder des Musikerehepaares Elisabeth und Gerhard Schnitter.

Den Konflikt ‚Der Herr oder ich‘ kannte schon vor rund 3000 Jahren der israelitische König Salomo, wenn er in seinen Sprüchen, Kapitel 19, Vers 21, sagt: „In eines Mannes Herzen sind viele Pläne, aber zustande kommt der Ratschluss des HERRN.“

Es geht um die Frage, wer als Chef in der Schaltzentrale meines Lebens, in meinem Herzen, das Sagen hat. Von Natur aus regiert die Macht der Sünde im Menschen, sein ICH steht im Vordergrund – mit allen Auswirkungen auf sein Denken, Reden und Tun. Trotz aller sittlichen Werte lebt er im Gegensatz zu Gott und seinem Willen.

Doch wenn Jesus in sein Leben hineinkommt und damit die Freude am Herrn zur Grundlage seines Daseins wird ( Ps. 37,4), verändert sich alles. Die Schaltzentrale bekommt ein neues Programm. Mit Jesus als Chef, als höchster Instanz, gewinnt mein Leben eine neue Ausrichtung. Aus dem Gegensatz ICH oder ER wird ein Miteinander: ER und ICH – ER hat das Sagen, ICH folge ihm.

Welche Konsequenzen ergeben sich aus Salomos Worten?

* Meint er: Lass alles einfach so laufen, plane nicht, denn es geschieht ja sowieso, was der Herr will?  Gewiss nicht, der „Schicksalsglaube“ ist kein Merkmal der Nachfolge. Gott hat uns einen Verstand geschenkt, den wir nach besten Kräften gebrauchen sollen.

* Oder geht es darum, dass wir unsere kleinen und großen Alltagsangelegenheiten planen – in der Hoffnung, dass unser Herr „nichts dagegen“ hat? Und wenn wir dann erkennen, dass manche unserer Schwerpunkte seinem Willen widersprechen, klammern wir ihn aus und behaupten: Das kann er doch nicht wollen!?

* Der Schlüssel zum Verständnis liegt im „Ratschluss des Herrn“, von dem an mehreren Stellen der Bibel die Rede ist. Es geht um den großen Plan Gottes, des Vaters, den er zur Rettung des Menschen aus der Macht der Sünde beschlossen hat. Sein Sohn Jesus Christus hat ihn als Mensch auf der Erde ausgeführt. Nun soll dieser Heilsplan durch die Kraft des Heiligen Geistes im Glaubenden zur Auswirkung kommen.

Ich denke beispielhaft an Josef, der von seinen Brüdern aus Neid und Hass an die Ägypter verkauft wird. Doch Gott macht Gutes daraus – Josef wird später als Stellvertreter des Pharaos zum Retter der Völker in der Hungersnot. Damit ist er ein Hinweis auf Jesus, den Retter (Gen 39 – 50).

Aber auch meine praktischen Alltagsangelegenheiten sind im Schaltplan meines Chefs enthalten. Entscheidend für mich ist:

1. Meine Grundausrichtung muss stimmen: In allem soll mein Herr durch mein Sein geehrt werden.

2. Unter dieser Voraussetzung mache ich meine Pläne und bespreche die einzelnen Schritte immer wieder mit meinem Herrn. Ich höre dabei auf ihn und sein Wort und berate mich auch mit geistlich erfahrenen Menschen und mit erforderlichen Fachleuten. Gründliche Information – zum Beispiel in beruflichen Fragen – gehört dazu.

3. Ich bleibe innerlich beweglich und gelassen (Ps 37,5) und beachte die Zeichen am Wegrand, die Jesus setzt.

Ein persönlich erlebtes Beispiel: Die Anfrage, in einem Gemeindegründungsprojekt in der Stadt Brandenburg an der Havel ehrenamtlich mitzuarbeiten, bestätigte Jesus unter anderem so: Bei der dortigen Wohnungsbaugenossenschaft war gerade zum Zeitpunkt der Sondierungsgespräche eine passende, bezahlbare Mietwohnung freigeworden, noch bevor ein Gesprächsergebnis feststand. Jesus hatte vorgesorgt.

In der Abhängigkeit von ihm können wir über seine Schaltpläne nur staunen!

Autor: Schwester Christa Weik, Diakonissenmutterhaus Aidlingen

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Licht im Dunkel

„Licht im Dunkel“ – so lautet der Titel eines Films über die Kindheit der amerikanischen Schriftstellerin Helen Keller. Aufgrund einer Erkrankung verlor sie mit 19 Monaten ihre Seh- und Hörfähigkeit. Gut fünf Jahre später kam durch eine engagierte, selbst sehbehinderte Lehrerin Licht in das Dunkel der Taubblinden. Helen erlernte das Fingeralphabet und entdeckte die Zusammenhänge, die zwischen Gegenständen und Begriffen bestehen. Für sie tat sich eine neue Welt auf.

Licht im Dunkel – so lässt sich die Botschaft beschreiben, die der Prophet Jeremia von Gott erhält. In Kapitel 33, Vers 11 heißt es:

Man wird wieder hören den Jubel der Freude und Wonne, die Stimme des Bräutigams und der Braut und die Stimme derer, die da sagen: „Dankt dem HERRN Zebaoth; denn er ist freundlich, und seine Güte währt ewig.“

Jeremia durchlebt und erleidet eine dreifache Zeit des Dunkels:

  1. Das politische Dunkel: Das Nordreich Israel befindet sich bereits seit knapp einhundert Jahren in assyrischer Gefangenschaft, als Jeremia im Südreich Juda als Prophet eingesetzt wird.Einige der Könige dieses kleinen Landes haben sich – gegen den Willen Gottes - von den Großmächten Ägypten, Assyrien und später Babylonien abhängig gemacht.
  2. 
  3. Das geistliche Dunkel: Nicht mehr Gottes Wort und der Gottesdienst, sondern der Götzendienst prägt das Leben des Volkes Gottes – mit Ausnahme der vorübergehenden Rückkehr zu Gottes Geboten unter König Josia. Der vertrauensvolle Gehorsam des von Gott erwählten Volkes war erloschen.
  4. 
  5. Das persönliche Dunkel: Mehr als vierzig Jahre steht Jeremia als Rufer zur Umkehr im Dienst Gottes. Für seine Gerichtsbotschaften wird er von König und Volk abgelehnt und verbringt eine Zeit der Gefangenschaft im Wachhof des Königs. Ein Gefängnis, das mehr einem Schlammloch als einer heutigen komfortablen Gefängniszelle gleicht.
  6. 

In diese Dunkelheit hinein gibt Gott seinem leidenden Diener eine Botschaft des Lichtes, die drei Kapitel des Buches Jeremia umfasst (Kap. 30; 31; 33). Gott will die Gefangenschaft des Volkes beenden und Israel wiederherstellen.

Ein Dreifaches entnehme ich dem heutigen Tagestext:

I.   Es wird eine Hoch-Zeit kommen, die von Freude und Wonne geprägt sein wird. Das Bild des Brautpaares weist auf den Festgesang der ganzen Festgemeinde hin.

Das bedeutet:

II.   Die Zeit des Dunkels hier auf der Erde ist immer zeitlich begrenzt. Das, was jetzt zerstört und öde daliegt, wird in neuer Weise belebt werden.

III.  Im Mittelpunkt dieser Botschaft der Freude und der Gnade steht das Lob Gottes: Er ist der starke Gott, er ist freundlich und gut zu uns. Wer aus seiner Schuld heraus zu ihm umkehrt und seine Sünde lässt, wird heute Grund zum Jubeln haben.

Welches Dunkel Sie heute auch bedrängen mag: Jesus Christus, die Sonne, das strahlende Licht der Welt, will die Dunkelheit durchbrechen und Ihren Alltag erhellen. Vertrauen Sie ihm? Vertrauen Sie ihm!

Autor: Schwester Christa Weik, Diakonissenmutterhaus Aidlingen

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Umziehen ist gefragt

„Zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit“. So lautet der Bibelvers aus der ermutigenden und ermahnenden zweiten Hälfte des Briefes an die Epheser.

Obwohl: Ist jetzt - mitten im Hochsommer - nicht eher die Zeit zum Ausziehen und Ablegen, die Zeit sich frei zu machen von dem, was belastet? Schon einverstanden, davon ist zwei Verse zuvor die Rede, mit der Aufforderung, den alten Menschen mit seinem früheren Wandel in trügerischen Begierden abzulegen. Und natürlich ist klar: Hier geht es um ein Bild, das für einen geistlichen Vorgang steht.

Wir nehmen immer uns selbst mit, so wie wir geworden sind, mit unseren Erfahrungen, unserer Geschichte, unseren Hoffnungen für die Zukunft. Und selbstverständlich ist auch der alte Mensch von Gott geschaffen, wie jedes andere Geschöpf, wie jedes Lebewesen unter der Sonne. Worauf also zielt der Apostel Paulus ab?

Anziehen mögen wir den Menschen, der nach Gott in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit geschaffen ist. Da gibt es nur einen, auf den diese beiden Gesichtspunkte voll und ganz zutreffen: Das ist unser Herr und Heiland Jesus Christus.

In der Zeit seiner öffentlichen Wirksamkeit war er ohne Fehl und Tadel. Vollendet hat er sein Leben mit der Dornenkrone. Sie sagt und zeigt: Der Mann ist König und hat als einziger wirklich gerechter Mensch und als Gott die Leiden und die Ungerechtigkeit aller Menschen auf sich genommen. Dafür ist Jesus gestorben und auferstanden. Er hat sich in den Tod begeben. Und er macht sich in seinem neuen Leben bei Gott verfügbar für uns Menschen auf der Erde. Dieses neue Leben Jesu nehmen wir für uns in Anspruch. Das geschieht so:

Wir reden Jesus im Gebet an und sagen: Hier bin ich, mit allem was ich bin, wer und wie ich bin, mit meinem Tun und Lassen. Ich vertraue dir an, was mir Mühe macht mit mir selbst. Ich gebe dir, was falsch ist, was ich aus meinem Leben loswerden möchte. Sei du der Mülleimer meines Lebens.

Das können wir hemmungslos tun. Mit liebevoller Freundlichkeit wird er alles annehmen und gerade darin in inniger Liebe mit uns verbunden bleiben. Dann sind wir gebeten, Jesu Leben genau anzuschauen, was er gesagt und getan hat, wie er in Liebe und Gerechtigkeit mit allen Menschen umgegangen ist und wie er dabei immer in unmittelbarem, direktem Kontakt mit seinem Vater im Himmel war. Dem Anschauen, dem Aufnehmen mit Verstand und Herzen, möge unser Leben mit Blick auf Jesus folgen.

Lassen Sie uns eintreten in einen Dialog mit Jesus und im Zwiegespräch mit ihm erörtern: Was würde Jesus in meiner Lage tun, was würde er an meiner Stelle machen, in seiner Haltung, aber in meiner Person?

Lassen Sie uns innere Szenarien entwickeln, in denen die eigene Person mit Jesus zu der einen neuen Person geprägt wird. Wo auch immer wir dann mit diesem inneren Drehbuch hingehen, wem wir begegnen, wie wir hören, was wir sagen und tun, wir werden erleben: Ich habe den neuen Menschen angezogen.

Autor: Pfarrer Ingo Maxeiner

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Geschenkt

Sie haben den Evangeliums-Rundfunk eingeschaltet. Seine Mission: „Wir von ERF Plus wünschen uns, dass unsere Hörer Gott kennenlernen und sich ihr Glaube an Jesus Christus vertieft und spürbar Leben verändert“.

Die Blaupause, die Begründung für diesen Auftrag, finden wir ganz konzentriert in der Bibel, im Brief des Apostels Paulus an die Epheser. Da heißt es: „Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es“.

Ihr seid gerettet. Christen sind gerettet. Was auch immer Sie gerade ausmacht, was Sie empfinden, was man Ihnen einredet, was Sie selber bange ersehnen, vielleicht gar nicht zu hoffen wagen: Als Christ sind Sie gerettet. Sie gehören zu Gott. Sie sind sein Kind, egal, ob es sich um ein Kindergartenkind handelt oder ob Sie schon im Seniorenheim wohnen. Sie sind Gottes Kind. Das ist die Rettung.

Nehmen Sie diese Botschaft auf? Sagen Sie ja zu ihr? Wohnt der Gedanke, diese Zusage, diese Gewissheit in Ihrem Herzen und in Ihrem Verstand: Ich bin Gottes Kind. Oder kommt da die Rückfrage: Wie soll das denn gehen? Was habe ich schon Verdienstvolles geleistet? Mutter Theresa aus Kalkutta, ja, Schwester Hannelore von der Diakoniestation, die wohl auch - aber ich?

Und wenn Sie noch nicht Gotte Kind sind? Ja, Sie, Sie sind gemeint. Wie Sie da hinkommen, ja zu sagen, dass Sie Gottes Kind sind? Jesus bittet Sie, geradezu auf Knien, ja zu sagen zu seiner Einladung: Bitte, sei meine Schwester, sei mein Bruder, werde so Gottes Kind.

Das können Sie nicht, ja sagen zu seiner Einladung? Weil Sie doch sind, wie Sie sind und wer Sie sind? Was die anderen nicht unbedingt wissen müssen - aber Gott doch weiß, was Ihnen Mühe macht?

Ja, das weiß er. Genau so hat er Sie lieb. Und legt das Gewand seiner Gnade um Sie. Das heißt, sein Wunsch zählt. Sie sind sein Wunschpartner. Seine Liebe fragt nach Ihnen.

Legen Sie Ihre Vergangenheit bei ihm ab, auch Ihre vielleicht mühevolle Gegenwart und die Bremse im Kopf: Was will Gott denn von mir, so wie ich bin? Das Geheimnis: Das brauchen Sie gar nicht zu ergründen. Gott gibt Ihnen, was Sie gar nicht verdienen können. Kennen Sie den Wunsch, wenigstens ein klein wenig würdig zu sein, den Wunsch, Gott zu gefallen, vielleicht sogar ein wenig Recht und Anspruch zu haben, wenn er Sie in die Zahl seiner Kinder holt? Was auch immer Sie gerade denken oder meinen oder abwehren oder begehren: Gott macht das alles selbst. Er gibt Ihnen den Auftrag, das Recht, vielleicht sogar das Verlangen, sein Kind zu sein.

Und wenn Sie jetzt ja sagen möchten zu seiner Einladung, sein Kind zu sein - tun Sie es doch und sagen Sie ihm z. B.: Ich bin dein, gerne. Danke, lieber Gott, du hast mein Leben gerettet.

Autor: Pfarrer Ingo Maxeiner

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

G?ttliche Kraftwirkung

Psalm 29,11 ermuntert uns, mit Schwung ins Wochenende zu starten. Dort wird versprochen: „Der HERR wird seinem Volk Kraft geben.“ Ich bekomme Rückenwind für alles, was heute zu tun ist.

Doch so einfach kann das nicht jeder auf sich beziehen. Vorher sind zwei wichtige Fragen zu klären: einmal - wem gibt Gott solche Kraft? Und zum andern: Wofür gibt er diese Kraft?

Zuerst ist hier deutlich gesagt: Seine Kraft schenkt Gott nicht einfach jedermann; die gibt er seinem Volk. Der HERR wird seinem Volk Kraft geben.

Gehöre ich zu diesem Volk Gottes? Wer ist damit gemeint? Die Antwort ist klar: Der Satz stammt aus dem Liederbuch des Volkes Israel, aus dem Psalter. Die Zusage ist also zuerst an alle gerichtet, die zum Volk Israel gehören und an diesen Gott glauben, diesem Gott vertrauen.

Und Gott hat diese Zusage durch die Jahrhunderte wahrgemacht. Er hat das Volk seines ersten Bundes nicht fallenlassen trotz Hass, Not und Verfolgung. Friedrich der Große fragte einmal seinen frommen General Ziethen spöttisch: „Nennen sie mir einen Beweis dafür, dass es Gott gibt, dass er bis heute lebendig handelt.“ Ziethen antwortete: „Majestät, die Juden!“. Das gilt bis heute, ja, bis zum Ende der irdischen Tage: Der HERR wird seinem Volk Kraft geben.

Können wir dies dann aber überhaupt auf uns beziehen? Ja, wenn wir zu dem Volk des zweiten, des neuen Bundes gehören, den Jesus Christus durch sein Sterben und Auferstehen zwischen Gott und den Menschen geschlossen hat. Gott hat seine Geschichte mit dem Volk Israel begonnen, um seine Gerechtigkeit und Gnade durch seinen Sohn Jesus allen Menschen zuteilwerden zu lassen, die an Jesus Christus glauben. Gerade auch sie will er seine Kraft erfahren lassen. Gerade auch uns, die wir uns Jesus Christus anvertraut haben, will er seine Kraft geben.

Doch wozu gibt er sie? Was sollen wir in seiner Kraft tun? Das sagt Jesus Christus ganz deutlich seinen Jüngern: Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen …, und werdet meine Zeugen sein. (Apg.1, 8). Ja, dazu brauchen wir seine Kraft, die Kraft seines Heiligen Geistes. Denn es fehlt mir oft der Mut und die Weisheit, andern zu sagen, dass Jesus mein Herr ist. Dass er mich errettet hat, dass er alle Menschen, die es wollen, mit Gott versöhnt. Dazu brauchen wir die Kraft unseres Herrn. Dazu gibt er sie uns.

Und wir brauchen sie, wenn wir in Not und Schwachheit geraten. Paulus hat das erfahren. Er litt schwer an einer Krankheit. Dreimal bat er Gott, sie ihm zu nehmen. Der antwortete ihm: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit. (2. Kor. 12,9).

Was immer Ihnen heute als Christ begegnet: Sie dürfen mit der Kraft Jesu rechnen und ihn bezeugen. Und wo Ihnen eine Last auferlegt ist, will er es wahr machen:

Der HERR wird seinem Volk Kraft geben!

Autor: Pfarrer i. R. Hans-J?rg Blomeyer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Göttliche Kraftwirkung

Psalm 29,11 ermuntert uns, mit Schwung ins Wochenende zu starten. Dort wird versprochen: „Der HERR wird seinem Volk Kraft geben.“ Ich bekomme Rückenwind für alles, was heute zu tun ist.

Doch so einfach kann das nicht jeder auf sich beziehen. Vorher sind zwei wichtige Fragen zu klären: einmal - wem gibt Gott solche Kraft? Und zum andern: Wofür gibt er diese Kraft?

Zuerst ist hier deutlich gesagt: Seine Kraft schenkt Gott nicht einfach jedermann; die gibt er seinem Volk. Der HERR wird seinem Volk Kraft geben.

Gehöre ich zu diesem Volk Gottes? Wer ist damit gemeint? Die Antwort ist klar: Der Satz stammt aus dem Liederbuch des Volkes Israel, aus dem Psalter. Die Zusage ist also zuerst an alle gerichtet, die zum Volk Israel gehören und an diesen Gott glauben, diesem Gott vertrauen.

Und Gott hat diese Zusage durch die Jahrhunderte wahrgemacht. Er hat das Volk seines ersten Bundes nicht fallenlassen trotz Hass, Not und Verfolgung. Friedrich der Große fragte einmal seinen frommen General Ziethen spöttisch: „Nennen sie mir einen Beweis dafür, dass es Gott gibt, dass er bis heute lebendig handelt.“ Ziethen antwortete: „Majestät, die Juden!“. Das gilt bis heute, ja, bis zum Ende der irdischen Tage: Der HERR wird seinem Volk Kraft geben.

Können wir dies dann aber überhaupt auf uns beziehen? Ja, wenn wir zu dem Volk des zweiten, des neuen Bundes gehören, den Jesus Christus durch sein Sterben und Auferstehen zwischen Gott und den Menschen geschlossen hat. Gott hat seine Geschichte mit dem Volk Israel begonnen, um seine Gerechtigkeit und Gnade durch seinen Sohn Jesus allen Menschen zuteilwerden zu lassen, die an Jesus Christus glauben. Gerade auch sie will er seine Kraft erfahren lassen. Gerade auch uns, die wir uns Jesus Christus anvertraut haben, will er seine Kraft geben.

Doch wozu gibt er sie? Was sollen wir in seiner Kraft tun? Das sagt Jesus Christus ganz deutlich seinen Jüngern: Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen …, und werdet meine Zeugen sein. (Apg.1, 8). Ja, dazu brauchen wir seine Kraft, die Kraft seines Heiligen Geistes. Denn es fehlt mir oft der Mut und die Weisheit, andern zu sagen, dass Jesus mein Herr ist. Dass er mich errettet hat, dass er alle Menschen, die es wollen, mit Gott versöhnt. Dazu brauchen wir die Kraft unseres Herrn. Dazu gibt er sie uns.

Und wir brauchen sie, wenn wir in Not und Schwachheit geraten. Paulus hat das erfahren. Er litt schwer an einer Krankheit. Dreimal bat er Gott, sie ihm zu nehmen. Der antwortete ihm: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit. (2. Kor. 12,9).

Was immer Ihnen heute als Christ begegnet: Sie dürfen mit der Kraft Jesu rechnen und ihn bezeugen. Und wo Ihnen eine Last auferlegt ist, will er es wahr machen:

Der HERR wird seinem Volk Kraft geben!

Autor: Pfarrer i. R. Hans-Jörg Blomeyer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Eine Generationenaufgabe

Gut, wenn Eltern und Großeltern ihre Erfahrungen an Kinder weitergeben. Erleben Sie das auch? Aber was wird da erzählt. Sind es nicht oft Dinge, mit denen wir uns selber rühmen? Durch Psalm 145, Vers 4 erhalten wir eine wichtige Gebetsaussage und Ermutigung: Eine Generation rühmt der anderen deine Werke und deine mächtigen Taten verkündigen sie.

Das ist zugleich eine Korrektur: Es geht nicht um meine, sondern um Gottes Werke und Taten, die wir einander weitergeben sollen, wie es die Zürcher Bibel in ihrer Übersetzung deutlich macht.

Welch ein Segen, wenn eine Familie davon zu berichten weiß, wie Gott eingreift und bewahrt. Wir erlebten es vor 75 Jahren, als wir aus Schlesien mit dem Zug nach Westen flohen. Bei Görlitz blieb er zu unserm Ärger einfach stehen. Später erfuhren wir, dass unsere Mutter mit uns drei kleinen Kindern sonst in den schrecklichen, tödlichen Fliegerangriff auf Dresden geraten wäre. Er traf ja vor allem auch den Bahnhof. Gott bewahrte uns davor.

Aber es gibt noch viele andere, weniger spektakuläre Werke Gottes, die eine Generation der anderen rühmen kann. Dazu lohnt es sich, Psalm 145 weiter zu lesen. Da heißt es zum Beispiel (V.15 + 16): Aller Augen warten auf dich, HERR; und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen.

Danken und preisen wir wirklich noch Gottes Güte und Wohltaten bei den täglichen Mahlzeiten in unseren Familien? Oder kommt uns das erst in den Sinn, wenn wieder Mangel eintritt? Andere Menschen haben nur einen Bruchteil oder gar nichts von dem, was auf unseren Tischen steht und verzehrt wird.

Dass Großeltern und Eltern ihren Kindern diese Wohltaten Gottes rühmen, ist eine wichtige Generationenaufgabe. Dann schätzen die Kinder, was sie essen, und lernen: Die Nahrung ist nicht ihr Verdienst, sondern Gottes Geschenk und Gabe, die wir zu teilen haben.

Eine Generation rühmt der anderen deine Werke und deine mächtigen Taten verkündigen sie.

Vor allem aber gilt es, eine besondere Tat, das mächtigste Werk Gottes, von Generation zu Generation weiterzusagen und zu rühmen, das größte, das in der Weltgeschichte passiert ist, nach dem sie sogar ihre Jahre zählt: Dass Gott aus Liebe zur Menschheit seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt, ja, in den Tod dahingegeben hat, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.

Wie bin ich froh, dass mir dies von der vorausgegangenen Generation verkündigt wurde. Und ich möchte nicht aufhören, das weiterzusagen: Jesus Christus ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist. (vgl. Lukas 19,10)

Jedermann ist eingeladen, an ihn zu glauben. Sind Sie dabei? Geben Sie das auch weiter?

Eine Generation rühmt der anderen deine Werke und deine mächtigen Taten verkündigen sie.

Autor: Pfarrer i. R. Hans-Jörg Blomeyer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

F?r was riskiere ich mein Leben?

Vor einem Jahr verunglückte Gerhard Stamm bei einem normalen Spaziergang tödlich. Gerhard Stamm war Missionar der Liebenzeller Mission und arbeitete seit über 30 Jahren auf der Insel Papua Neuguinea.

Kurz vor seinem Tod nahm ein Filmteam ein Video von Gerhard Stamm auf. In diesem Video berichtete er von seiner Lebensberufung zu den Menschen, die fern auf den Inseln leben und den Pfeil und Bogen spannen, zu den einfachen Menschen, „zu den wilden Steinzeitmenschen“, wie es Gerhard in diesem kurzen Film ausdrückt. Kurz vor seinem Tod hatte ich Gerhard persönlich getroffen und dieser Film hat mich dann sehr tief berührt. Denn er strahlt diese Freude aus, die wir durch Jesus Christus haben.

In seiner humorvollen und fränkischen Art sagte Gerhard: „Wir können es uns als Kinder Gottes nicht erlauben, mit einem langen Gesicht durch die Welt zu laufen und die Menschen zu behandeln, als wenn sie uns wurscht wären. Und wenn du den Menschen freundlich und dankbar begegnest und nicht ständig meckerst, dann gucken die Leute einen an, wie wenn man eine Erscheinung von einer anderen Welt wäre. Ist man ja auch. Und dann können wir erzählen, warum. Dass wir beten können, dass wir einen großen Herrn haben.“

Er erzählt dann von dieser Zuversicht und dem Halt, den er in Jesus Christus hat. Und an eine besondere Szene wurde ich erinnert, als ich Psalm 91,9 las: „Denn der Herr ist deine Zuversicht.“

In dieser Filmszene beschreibt Gerhard, wie er im Flugzeug über Ostasien fliegt und neben ihm sitzt ein Chinese. Sie kommen ins Gespräch und Gerhard erzählt von seinem Dienst als Missionar. Darauf antwortet der Chinese, das könnte er sich überhaupt nicht vorstellen, sein Leben für Mission und die Kirche einsetzen. „Ja, und für was setzt du dein Leben ein, für was riskierst du dein Leben?“, fragt Gerhard Stamm. „Für Geld? Ja, das ist doch das Allerdümmste, das hebt doch nicht lange“.

Und in diesem Moment, so beschreibt es Gerhard, sackt das Flugzeug in die Tiefe ab. Vor Schreck schreien alle Passagiere auf, der Chinese wird kreidebleich und als die Maschine sich wieder fängt, meint Gerhard zu seinem chinesischen Sitznachbarn: „Siehst du, das ist der Unterschied zwischen dir und mir: Bei dir wäre es jetzt aus gewesen und jemand anderes hätte dein ganzes Geld mitgenommen und bei mir wäre es jetzt erst richtig losgegangen.“

Dieser Kurzfilm ist eine Einladung an jeden, sein Leben zu nutzen, um es für den Herrn einzusetzen. „Die Zeit unseres Lebens ist nur begrenzt, die wir hier auf dieser Erde haben. Die einen haben mehr, die anderen weniger“, so sagt es der Liebenzeller Missionar. Gerhard freute sich schon auf den Tag, an dem er Daniel, den ersten dieser „wilden Steinzeitmenschen“, der Jesus annahm, im Himmel wiedersieht.

Den Blick fest auf die Ewigkeit gerichtet, die Menschen beachten und ihnen von Jesus erzählen. Das hat Gerhard vorgelebt. Der Psalm 91 endet mit den Sätzen, die Gott selbst zu dem Beter spricht, der seine Zuversicht auf den Herrn setzt: Gott sagt: „Ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen. Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.“

Gerhard wurde mitten aus dem Dienst herausgerissen und zu Ehren gebracht.

Autor: Detlef Garbers

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Für was riskiere ich mein Leben?

Vor einem Jahr verunglückte Gerhard Stamm bei einem normalen Spaziergang tödlich. Gerhard Stamm war Missionar der Liebenzeller Mission und arbeitete seit über 30 Jahren auf der Insel Papua Neuguinea.

Kurz vor seinem Tod nahm ein Filmteam ein Video von Gerhard Stamm auf. In diesem Video berichtete er von seiner Lebensberufung zu den Menschen, die fern auf den Inseln leben und den Pfeil und Bogen spannen, zu den einfachen Menschen, „zu den wilden Steinzeitmenschen“, wie es Gerhard in diesem kurzen Film ausdrückt. Kurz vor seinem Tod hatte ich Gerhard persönlich getroffen und dieser Film hat mich dann sehr tief berührt. Denn er strahlt diese Freude aus, die wir durch Jesus Christus haben.

In seiner humorvollen und fränkischen Art sagte Gerhard: „Wir können es uns als Kinder Gottes nicht erlauben, mit einem langen Gesicht durch die Welt zu laufen und die Menschen zu behandeln, als wenn sie uns wurscht wären. Und wenn du den Menschen freundlich und dankbar begegnest und nicht ständig meckerst, dann gucken die Leute einen an, wie wenn man eine Erscheinung von einer anderen Welt wäre. Ist man ja auch. Und dann können wir erzählen, warum. Dass wir beten können, dass wir einen großen Herrn haben.“

Er erzählt dann von dieser Zuversicht und dem Halt, den er in Jesus Christus hat. Und an eine besondere Szene wurde ich erinnert, als ich Psalm 91,9 las: „Denn der Herr ist deine Zuversicht.“

In dieser Filmszene beschreibt Gerhard, wie er im Flugzeug über Ostasien fliegt und neben ihm sitzt ein Chinese. Sie kommen ins Gespräch und Gerhard erzählt von seinem Dienst als Missionar. Darauf antwortet der Chinese, das könnte er sich überhaupt nicht vorstellen, sein Leben für Mission und die Kirche einsetzen. „Ja, und für was setzt du dein Leben ein, für was riskierst du dein Leben?“, fragt Gerhard Stamm. „Für Geld? Ja, das ist doch das Allerdümmste, das hebt doch nicht lange“.

Und in diesem Moment, so beschreibt es Gerhard, sackt das Flugzeug in die Tiefe ab. Vor Schreck schreien alle Passagiere auf, der Chinese wird kreidebleich und als die Maschine sich wieder fängt, meint Gerhard zu seinem chinesischen Sitznachbarn: „Siehst du, das ist der Unterschied zwischen dir und mir: Bei dir wäre es jetzt aus gewesen und jemand anderes hätte dein ganzes Geld mitgenommen und bei mir wäre es jetzt erst richtig losgegangen.“

Dieser Kurzfilm ist eine Einladung an jeden, sein Leben zu nutzen, um es für den Herrn einzusetzen. „Die Zeit unseres Lebens ist nur begrenzt, die wir hier auf dieser Erde haben. Die einen haben mehr, die anderen weniger“, so sagt es der Liebenzeller Missionar. Gerhard freute sich schon auf den Tag, an dem er Daniel, den ersten dieser „wilden Steinzeitmenschen“, der Jesus annahm, im Himmel wiedersieht.

Den Blick fest auf die Ewigkeit gerichtet, die Menschen beachten und ihnen von Jesus erzählen. Das hat Gerhard vorgelebt. Der Psalm 91 endet mit den Sätzen, die Gott selbst zu dem Beter spricht, der seine Zuversicht auf den Herrn setzt: Gott sagt: „Ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen. Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.“

Gerhard wurde mitten aus dem Dienst herausgerissen und zu Ehren gebracht.

Autor: Detlef Garbers

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Verwirrt

Haben Sie schon einmal von dem verbotenen Kapitel der hebräischen Bibel gehört? Damit ist das 53. Kapitel des Prophetenbuches Jesaja gemeint. Wie kam es dazu, dass dieser Abschnitt aus dem jüdischen Synagogengottesdienst herausgenommen wurde?

Nun, in Jesaja 53 wird von dem kommenden Messias als dem leidenden Messias gesprochen. Das Wort Messias bedeutet „Gesalbter“. Und wenn ein Jude das Wort Messias hört, dann denkt er sofort an den gesalbten König. Es heißt u.a. in Jesaja über den Messias: Er wird viele Völker in Staunen versetzen, dass auch Könige ihren Mund vor ihm zuhalten. (vgl. Jesaja 52,15)

Und der Prophet Jesaja fragt: „Wer glaubt dem, was uns verkündet wurde?“ Jesaja malt den Zuhörern einen leidenden Messias vor Augen, wenn er sagt. „Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet. Er trug unsre Krankheit. Er lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer üblen Taten willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“ (vgl. Jesaja 531-5)

Soweit die Worte aus dem Propheten Jesaja. Siebenhundert Jahre später haben sich in der Person Jesus von Nazareth diese Worte erfüllt. Als Jesus am Kreuz starb, starb der von Gott gesalbte König. Er starb für die Sünde der Welt.

Doch die Botschaft eines Messias am Kreuz war und ist für die meisten Juden bis heute anstößig. Steht doch in der Thora der Satz: „Verflucht ist, wer am Holz hängt. (5.Mose 21,22; Gal3,13)“. Paulus schreibt an die Korinther, dass den Juden die Botschaft vom gekreuzigten Messias ein Ärgernis ist. Und er greift dann als Begründung einen Vers auf, der ebenfalls von dem Propheten Jesaja stammt. Dort ist im 29. Kapitel Folgendes zu hören: Gott spricht: „Ich will auch hinfort mit diesem Volk wunderlich umgehen, aufs Wunderlichste und Seltsamste, dass die Weisheit seiner Weisen vergehe.“ (Jesaja 29,14)

Und weil Petrus, Paulus und die nachfolgende Gemeinde Jesus als den Gekreuzigten und den Messias verkündeten, wurde dieser Text aus Jesaja 53 nach und nach aus dem Synagogengottesdienst entfernt. Das klingt seltsam - aber Juden wollten verhindern, dass ein Bezug zwischen Jesus und dem leidenden Messias anhand des Propheten Jesaja erkennbar wird. So liegt eine Decke der Unkenntnis über vielen Juden seit 2000 Jahren. Sie halten Jesus für einen Christen. Aber nicht für einen Juden und schon gar nicht für den Messias.

„Doch über Israel hängt keine Decke mehr, sondern nur noch ein Schleier.“ So drückte es vor kurzem ein messianischer Jude aus. Mit diesem Hinweis wollte er darauf aufmerksam machen, dass eine stark wachsende Zahl von Juden Jesus als den Messias erkennen. Ein messianischer Jude ist ein Jude, der, so wie Paulus, an Jesus Christus als den von Gott gesandten Messias und Retter glaubt.

Christus ist übrigens das griechische Wort für Messias. Lesen Sie doch heute einmal in Ruhe Jesaja 53. Jesus Christus hat für die Juden gelitten und auch für Sie und für mich. Für uns alle ist er in den Tod gegangen, damit wir ewig leben können. Beten Sie doch heute besonders dafür, dass Juden auf diese Botschaft von dem leidenden Messias aufmerksam werden und gerettet werden.

Autor: Detlef Garbers

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Gott sei?s gedankt!

Haben Sie schon einmal so richtig Angst gehabt? Anlass dazu gibt es in diesen Monaten reichlich.

Seit Anfang dieses Jahres scheint nichts mehr so zu sein wie früher. Ein Virus hat die Welt auf den Kopf gestellt. Wir leben mit den Folgen einer globalen Krise. Unendlich viel Leid ist entstanden. Dazu Ungewissheit. Manche stehen vor dem wirtschaftlichen Aus.

Das Bibelwort entstammt der Feder eines Mannes, für den lange Jahre die Angst ein ständiger Begleiter gewesen war. Ich spreche von David, dem späteren König Israels. Die Bibelübersetzung „Hoffnung für alle“ gibt sein Gebet mit folgenden Worten wieder:

„Entsetzt hatte ich schon gedacht: »HERR, du hast mich verstoßen!« Du aber hörtest mich, als ich zu dir um Hilfe schrie.“ (Psalm 31,23)

David hatte sogar den Eindruck gehabt, dass er von Gott verstoßen gewesen war. So sehr hatte ihm seine Not zugesetzt.

Dass sich Menschen von einem abwenden, kann ich verstehen. Natürlich tut das weh, aber ich weiß, dass das schon mal vorkommt. Sich von Gott verlassen zu fühlen, empfinde ich als eine Stufe härter.

David war nicht nur ein frommer Mann gewesen. Er hatte etwas Außergewöhnliches erlebt: Der alte Prophet Samuel hatte ihn im Kreise seiner Familie zum künftigen König Israels gesalbt. Er, David, hatte also einen Auftrag vom Allerhöchsten gehabt. Eine Berufung, wie kein anderer.

Und trotzdem war die Angst da. Sie war sogar berechtigterweise da, denn es gab Menschen und Mächte, die sich dieser Berufung entgegenstellten, ja, ihm sogar nach dem Leben trachteten. Allen voran König Saul und seine Häscher.

Aus der Rückschau weiß ich, dass es für David gut ausgegangen ist. Auch wenn es sich in der aktuellen Situation nicht so angefühlt hat, Gott hatte ihn bewahrt und schließlich sein Versprechen erfüllt. David war tatsächlich König geworden.

Für mich steckt in diesem Wissen Trost. Ich darf so, wie David das getan hat, Jesus Christus meine Not klagen. Ich darf ihm bekennen, dass ich mich von Gott verlassen fühle und weder ein noch aus weiß. Wenn ich festhalte an der Zusage Gottes, werde ich einmal mit David bekennen können: „Du hörtest mich, als ich zu dir um Hilfe schrie.“

Woher ich diese Gewissheit nehme? Ganz einfach: Jesus hat es versprochen. Bevor er zu Gott in den Himmel zurückgekehrt ist, hat er gesagt: „Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist!“ (Matthäus 28,20 HFA)

Und weil das so ist, können Sie und ich diesen Tag mutig und in der Gewissheit angehen: Jesus ist da. Er hört Sie. Sie sind nicht verstoßen. Nein, Sie sind von ihm geliebt. Vertrauen Sie sich Jesus an. Etwas Besseres können Sie nicht tun.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Gott sei’s gedankt!

Haben Sie schon einmal so richtig Angst gehabt? Anlass dazu gibt es in diesen Monaten reichlich.

Seit Anfang dieses Jahres scheint nichts mehr so zu sein wie früher. Ein Virus hat die Welt auf den Kopf gestellt. Wir leben mit den Folgen einer globalen Krise. Unendlich viel Leid ist entstanden. Dazu Ungewissheit. Manche stehen vor dem wirtschaftlichen Aus.

Das Bibelwort entstammt der Feder eines Mannes, für den lange Jahre die Angst ein ständiger Begleiter gewesen war. Ich spreche von David, dem späteren König Israels. Die Bibelübersetzung „Hoffnung für alle“ gibt sein Gebet mit folgenden Worten wieder:

„Entsetzt hatte ich schon gedacht: »HERR, du hast mich verstoßen!« Du aber hörtest mich, als ich zu dir um Hilfe schrie.“ (Psalm 31,23)

David hatte sogar den Eindruck gehabt, dass er von Gott verstoßen gewesen war. So sehr hatte ihm seine Not zugesetzt.

Dass sich Menschen von einem abwenden, kann ich verstehen. Natürlich tut das weh, aber ich weiß, dass das schon mal vorkommt. Sich von Gott verlassen zu fühlen, empfinde ich als eine Stufe härter.

David war nicht nur ein frommer Mann gewesen. Er hatte etwas Außergewöhnliches erlebt: Der alte Prophet Samuel hatte ihn im Kreise seiner Familie zum künftigen König Israels gesalbt. Er, David, hatte also einen Auftrag vom Allerhöchsten gehabt. Eine Berufung, wie kein anderer.

Und trotzdem war die Angst da. Sie war sogar berechtigterweise da, denn es gab Menschen und Mächte, die sich dieser Berufung entgegenstellten, ja, ihm sogar nach dem Leben trachteten. Allen voran König Saul und seine Häscher.

Aus der Rückschau weiß ich, dass es für David gut ausgegangen ist. Auch wenn es sich in der aktuellen Situation nicht so angefühlt hat, Gott hatte ihn bewahrt und schließlich sein Versprechen erfüllt. David war tatsächlich König geworden.

Für mich steckt in diesem Wissen Trost. Ich darf so, wie David das getan hat, Jesus Christus meine Not klagen. Ich darf ihm bekennen, dass ich mich von Gott verlassen fühle und weder ein noch aus weiß. Wenn ich festhalte an der Zusage Gottes, werde ich einmal mit David bekennen können: „Du hörtest mich, als ich zu dir um Hilfe schrie.“

Woher ich diese Gewissheit nehme? Ganz einfach: Jesus hat es versprochen. Bevor er zu Gott in den Himmel zurückgekehrt ist, hat er gesagt: „Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist!“ (Matthäus 28,20 HFA)

Und weil das so ist, können Sie und ich diesen Tag mutig und in der Gewissheit angehen: Jesus ist da. Er hört Sie. Sie sind nicht verstoßen. Nein, Sie sind von ihm geliebt. Vertrauen Sie sich Jesus an. Etwas Besseres können Sie nicht tun.

Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Seiten