Angedacht

Als sie den Stern sahen, waren sie überglücklich.

Matthäus 2, 10

Jetzt, in der dunklen Jahreszeit, kann man gut nachvollziehen, wie sehr sie sich über das Licht gefreut haben. In den nächsten Tagen werden wieder besonders viele Sternschnuppen zu sehen sein. Nicht, dass ich abergläubisch wäre und mir etwas wünschen möchte, sondern, ich finde dieses Lichtschauspiel einfach beeindruckend und schön. Es erinnert mich daran, dass es noch mehr gibt, dass unser Gott noch größer ist, als das, was mich so tagtäglich im engsten Kreis umgibt. Und, dass es Sterndeuter waren, denen die Geburt des König der Juden durch diesen Stern angekündigt wurde.

Donnerstag, den 10. Mai 2018 – Himmelfahrt

Wir sind zu einem besonderen Konzert eingeladen. Die „Westfälischen Saxophoniker“ spielen das „Weihnachtsoratorium mit Jazz-Resonanzen“ gemeinsam mit dem Ohmsteder Vokalensemble in der Garnisonskirche in Oldenburg. Der Orchesterteil wird von den Saxophonikern mit – natürlich - Saxophonen bestritten. Gut, zwei Pauken sind auch dabei. Der Gesangsteil vom Chor und einigen Solisten. Ich frage mich, wie das wohl klingen wird. Ist das nicht so wie: „Wenn du nur einen Hammer hast, ist jedes Problem ein Nagel!?“ Ich unterschätze die Möglichkeiten der Saxophoniker. Grandios! Und Jazz? Gar kein Problem! Gut, es klingt an manchen Stellen nicht so wie das Original, aber genau das ist eine Bereicherung und fügt sich perfekt in die Musik ein.

An Himmelfahrt das Weihnachtsoratorium zu hören ist schon etwas besonderes und in dieser Aufführung eine Herausforderung.

Für die Jünger war Himmelfahrt auch eine Herausforderung. Genau dann, als Jesus sie verlässt, den Blick zu wenden, auf das, was kommen wird, im Vertrauen auf IHN. Nicht das Ende, kein Schlusspunkt, sondern etwas Neues beginnt. Wir können noch etwas erwarten, nicht erst an Weihnachten, sondern jetzt. Wenn ich nicht mehr weiter weiß, mich verlassen fühle, oder bin, hoffen zu dürfen und zu können, etwas Neues wird beginnen.

Darum sind die Sterndeuter überglücklich.

Ich muss mich darauf einlassen, nun da wir nicht mehr sehen, sondern glauben, glauben, was uns verheißen wurde. Aus der Verheißung leben und erkennen:

5 Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst;
6 auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er's stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.

Jesaja 9, 5 - 6

Tags: